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Der Hund ist immer dabei…

So ein unnötiger Stress

 

Foto: pixabay

 

 

Ein Mythos der Hundewelt, der gerne propagiert wird ist, dass man nur dann einen wesensfesten, gut erzogenen Hund hat, wenn man ihn ausnahmslos überall hin mitnehmen kann. In der Vorstellung der Hardcore-Verfechter dieses Mythos, muss sich jeder Hund in jeder Situation ruhig und gefasst geben. Er darf sich durch nichts ablenken lassen, weder durch Geräusche, Wurst oder andere Hunde. Er sollte nicht bellen, nicht vor Freude, nicht vor Aufregung – aus keinem Grund.

 

Ein Konzept für Musterschüler

 

Ich habe mich immer gefragt, wie dieser doch sehr überzogene Anspruch entstehen konnte. Dieses kompromisslose Einfordern von Kadavergehorsam, ohne auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten des einzelnen Hundes zu achten, läuft mir total gegen den Strich. Ich finde es ganz normal, dass es Situationen gibt, in denen sich Hunde so unwohl fühlen, dass sie nicht in der Lage sind, sich wie Musterschüler aufzuführen.

Läuft etwas schief, ist es meiner Meinung nach, die Aufgabe ihrer Menschen herauszufinden, woran es liegen könnte und anschließend die Situation zu ändern. Es muss doch die Frage erlaubt sein, ob die Situation sich durch Training verbessern lässt, oder ob es nicht sinnvoller wäre, den Hund zu bestimmten Veranstaltungen, Einladungen oder Seminaren  nicht mitzunehmen.

 

Zwei Schäferhunde im Kofferraum

 

Neulich hatten Finley und ich eine Begegnung, die genau diesen Konflikt widerspiegelte. Es war die letzte Runde am Tag, ich hatte viel gearbeitet und Finley hing auch ein wenig durch. Wir schlenderten durch unsere Wohnstraßen, an den geparkten Autos vorbei.  Finley machte pflichtbewusst sein Abendgeschäft, welches ich ebenso pflichtbewusst wieder entfernte.

Dann passierten wir einen schwarzen Kombi. Als wir etwa auf gleicher Höhe waren, geschah es. Im Kofferraum dieses Kombis saßen zwei weiße Schäferhunde, sahen uns und rasteten komplett aus. Die zwei schaukelten sich gegenseitig hoch und bellten sich die Seele aus dem Leib.

 

Straßenklopperei in der Vorstadt

 

Ich versuchte Finley so ruhig wie möglich zu halten, was leider nur bedingt gelang. Die zwei Weißen hatten uns einen gehörigen Schrecken eingejagt.  Ich nahm meinen Jungen etwas kürzer an die Leine und gab ihm den Befehl „Weiter“. Er war zwar total angespannt, gehorchte aber widerwillig.  Wir waren schon zwei bis drei Meter von dem Kombi entfernt, da hörte ich plötzlich ein Knarren. Ich drehte mich um und sah, wie die Heckklappe langsam hochklappte und beide Rüden – immer noch stinksauer – aus dem Wagen sprangen.

Der Halter war weit und breit nicht zu sehen. Die zwei Schäferhunde verloren keine Zeit und stürzten auf uns zu.  Der ältere Rüde schmiss sich auf Finley und nullkommanix hatten wir die schönste Straßenprügelei. Ich versuchte den anderen Rüden zu blockieren, der rammte mich mit voller Wucht und ich fiel hin. Keine Glanzleistung von mir, das muss ich wohl zugeben. Damit der Bursche nicht auch noch auf Finley losging, packte ich ihn am Nacken und drückte ihn mit meinem ganzen Gewicht an den Boden. Ich will mir gar nicht vorstellen müssen, was die Nachbarn gedacht haben müssen, als sie das alles beobachtet haben.

 

Manchmal braucht es klare Worte

 

Endlich erschien auch der Halter der beiden Schäferhunde auf der Bildfläche. Er donnerte los: „Lassen Sie meinen Hund los, Sie tun ihm ja weh!“ Ich konnte mich leider nicht mehr beherrschen. Mein inneres Ooohhhmm lag hyperventilierend auf dem Kiesweg.

ICH: „NA? AUCH SCHON DA? Sind Sie eigentlich irre, Ihre Hunde bei offener Heckklappe, unbeaufsichtigt im Auto zu lassen?“
Der Schäfi-Halter blickte auf seine Hunde, die sich mittlerweile nicht mehr rührten, und sagte gönnerhaft: „Na, das ist ja noch mal gut gegangen. Sie können weitergehen.“
WHAT? Ich guckte an mir herunter – die Hose schlammig, meine Beine total verschrammt. Immerhin waren die Hunde tatsächlich unverletzt geblieben.

 

Wessen Bedürfnisse werden hier erfüllt

 

Ich fragte den Kombifahrer noch einmal, warum er seine Hunde denn im Auto gelassen habe. Er erklärte mir daraufhin, dass er Freunde besucht habe, und sich deren irische Wolfshündin mit seinen Rüden nicht vertrüge. Weil alle Beteiligten das wüssten, seien seine Hunde im Kofferraum des Wagens geblieben. Und weil er sie nicht ohne frische Luft zurücklassen wollte, habe er die Heckklappe nur angelehnt. Und dann sagte er: „Das ist denen egal, Hauptsache sie dürfen mit.“ Ja, nee is‘ klar….

Ehrlich gesagt fand ich seine Erklärung höchst unbefriedigend. Wenn ich weiß, ich fahre zu Leuten, die auch einen Hund haben und meine Hunde sich mit diesem Hund nicht verstehen, wieso ist dann das Heck meines Kombis die beste Lösung? Ich würde meine Hunde doch lieber die zwei bis drei Stunden zuhause lassen, wo sie sich auf ihrem Lieblingsplatz herumlümmeln könnten. Letztlich sollte die Frage, was am besten für den Hund ist, über die Vorgehensweise entscheiden.

 

Hunde sind auch nur Menschen…

 

Natürlich muss man es nicht einfach so hinnehmen, dass ein Hund mit bestimmten Situationen nicht klarkommt. Es ist wichtig, diese Situationen, Restaurantbesuche, Bahnfahrten, Stadtbesuche u.s.w. mit dem eigenen Hund zu üben. Je besser er mit den Gegebenheiten auf den meisten Terminen klarkommt, desto einfacher ist das Zusammenleben mit ihm.

Aber Hunde sind eben auch nur Menschen, natürlich nur im übertragenen Sinn. Sie haben ihre Vorlieben und Abneigungen. Es ist nicht immer möglich, ihre Nervosität oder aufkommende Hektik so weg zu trainieren, dass sie sich in den betreffenden Situationen wirklich wohl fühlen. Dann darf man, wie ich finde, abwägen. Wie wichtig ist es für meinen Alltag, dass mein Hund das mit mir macht?

 

Warum man uns so selten auf Hundeplätzen findet

 

Genau diese Überlegung hat für Finley und mich dazu geführt, dass wir nicht mehr auf Hundeplätzen trainieren. Von Anfang an tat er sich mit der Situation dort schwer. Das eigentliche Training war okay, aber die Zeit davor und danach, machten ihm zu schaffen. Bevor das Training losging, kam das Vereinsleben zum Zuge. Die Menschen standen zusammen, klönten und tranken Kaffee. In dieser Zeit, so war es jedenfalls auf fast allen Plätzen, die wir besucht hatten, liefen die Hunde frei und durften „miteinander spielen“.

Für Finley bedeutete diese Zeit vor dem Training hochgradigen Stress. In dem Zeitraum, in dem Herrchen und Frauchen ihre eigenen sozialen Kontakte pflegten, waren die Hunde oft nicht optimal beaufsichtigt. Manchmal hatten die Tiere bis zu einer Stunde Zeit, sich allein miteinander zu beschäftigen. Ihr könnt Euch denken, dass da viel Konfliktpotential entstehen konnte. Konflikte, die aufkamen, wurden entweder schöngeredet oder aber auf ganz abstruse, angeblich „fachmännische Art“ interpretiert.

 

Anleinen? Wir doch nicht!

 

Die Hunde anzuleinen und so die Situation zu kontrollieren, war in diesem Umfeld verpönt. Kam Finley mit der Situation nicht klar, musste ich ihn im Kofferraum „parken“. Bei Licht betrachtet, war das eine Maßnahme, die seinen Stress-Level sicher nicht positiv beeinflusste. Die anderen Hunde konnten ungehindert bis an das Auto heranlaufen und quasi durch die Scheibe weiter mobben. Oder ich stellte mich davor und versuchte die anderen Hunde auf Abstand zu halten – Entspannung geht anders.

 

Es geht auch anders

 

Ich hörte immer wieder „das muss er lernen“, „der ist doch selber Schuld“, „der kommt schon klar“, „der muss kastriert werden, wenn die Glocken nicht mehr läuten, gibt sich das“… Fachkompetente Ratschläge hören sich anders an. Irgendwann hatte ich das satt. Ich traf die Entscheidung, dass ich Finley diesen Situationen nicht mehr aussetzen wollte. Dummysport konnten wir auch anders betreiben.

Heute gehen wir zweimal in der Woche ins Gelände, mal mit anderen Hunden, mal ohne Begleitung. Ohne dieses besondere Hundplatz-Ambiente bleibt Finley anderen Hunden gegenüber entspannt. Auf unseren Spaziergängen hat er genügend Hundekontakte. Er freut sich auf das Training, und kann es von der ersten Minute an genießen. Im Ergebnis verzichten wir also auf nichts, wenn wir nicht mehr auf den Hundeplatz gehen. Und Finley findet es völlig in Ordnung so. Seit er nicht mehr zu jedem Seminar mitkommen muss, ist er viel relaxter bei den Gelegenheiten, bei denen er mich begleiten darf.

 

 

 

 

 

Willkommen in Testosteroncity

King George die neue Herausforderung

 

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Morgennebel der besonderen Art

 

Also, als wesensfester … hüstel … Retriever hat man es in unserem Vorstadtring nicht gerade leicht. Wir haben in unserer Wohnstraße, im Verhältnis zu normalen Wohngebieten, eine ungewöhnlich hohe Rüdendichte. Wenn man zeitig, also so gegen 5.30 Uhr morgens aufsteht, kann man beobachten, wie anstatt der ortsüblichen Nebelschwaden, kleine Testosteronwölkchen über die Wiesen wabern.

Ich habe mal durchgezählt, es wohnen mehr als 15 Rüden in unserer Straße. Am Ostende unseres Ringes wohnt und herrscht Enrico C., ihr wisst schon, der große Schweizer mit dem abrissbirnengroßen Schädel. Über ihn habe ich ja schon mehrfach auf meinem Blog berichtet, zuletzt HIER.

Das Gebiet am Westende unseres Ringes beanspruchen Dobermann Rudolf und Beagle Oskar gleichermaßen. Was in regelmäßigen Abständen zu Grabenkämpfen epischen Ausmaßes führt, weil auch noch Foxi der Yorkshire Terrier und der italienische Zuwanderer Luigi dazwischen wohnen, und auch ein Wörtchen mitreden wollen. In der Regel wird dann ein Besuch unserer Tierärztin auf Rädern erforderlich.

 

Der König und sein Reich

 

Heute erzähle ich Euch aber mal von George, dem kleinen Westhighland Terrier aus Nummer 17d. Ich nenne ihn auch liebevoll den hysterischen Idefix. Er wohnt in der Mitte der Siedlung, im Eckhaus am Kinderspielplatz, was es ihm offenbar sehr schwer macht, sich zu entspannen. Denn es ist in einer Ringstraße nun einmal nicht zu vermeiden, dass ab und an ein paar Autos oder Fahrradfahrer vorbeifahren, eine Gruppe Kinderwagen-Muttis mit ihren Dreirad-Profis auf dem Weg zum Spielplatz vorbeidümpeln, oder eben auch Menschen mit anderen Hunden an seiner Grundstücksgrenze entlang schlendern.

 

Grenzverletzungen werden nicht geduldet

 

Für King George ist das allerdings eine Majestätsbeleidigung. Der Begriff Terrier leitet sich in seinem Fall vom Wort territorial ab. Will sagen, alles was atmet hat aus seiner Sicht einen Mindestabstand von zirka einem Kilometer zu seiner Grundstücksgrenze einzuhalten. Ein Wunsch, den wir ihm in einer Reihenhaussiedlung nur schwerlich erfüllen können.

Sehr zum Leidwesen des Westis, sind weder die menschlichen Bewohner, noch ihre tierischen Begleiter bereit, sein Herrschaftsgebiet freiwillig zu verlassen. In diesem Punkt sind sich sogar Hunde und Katzen einig.

 

Moni hat alles im Griff – außer George

 

„George der Einzige“ ist nun schon sechs Jahre lang der Monarch des Flurstücks 5698. Oder anders ausgedrückt, er wohnt bei einer Lehrerfamilie. Die Frau ist Religionslehrerin und managt neben ihrem Job noch drei sehr lebhafte Kinder und ihren total vertrottelten Mann Helmut. Dass Georges Erziehung dabei auf der Strecke geblieben ist, muss man ihr verzeihen.

Helmut ist Chemielehrer am örtlichen Gymnasium. Ich mag mir gar nicht vorstellen welcher Gefahr die Kinder der Sekundarstufe ausgesetzt sind, wenn Helmut eine chemische Versuchsanordnung im Schullabor konzipiert. Es scheint ihm koordinativ ja schon Schwierigkeiten zu bereiten, die Schnürsenkel seiner Turnschuhe zuzubinden, bevor er mit George an der Rollleine, seine Runde zieht.

 

Wir machen uns unsichtbar

 

In der Regel vermeiden Finley und ich, den Weg neben Georges Grundstück. Manchmal aber, so wie neulich, versuchten wir uns vorbei zu schleichen. Finley schnupperte, betont gelangweilt, an den Blümchen der Vordergärten auf der anderen Straßenseite und ich gab mir alle Mühe, eine Aura der Harmlosigkeit um mich herum zu erzeugen. Wir hatten schon fast die Hälfte der Strecke geschafft, da entdeckte ich ihn. King George der Einzige hockte an der Seitenpforte und starrte uns an. „Wir gehen einfach weiter“, flüsterte ich Finley zu. Finley, schnupperte also weiter und observierte den Westi im Augenwinkel.

 

Der King zeigt seine Zähne

 

Im allerletzten Moment, wir waren quasi schon fast weg, legte George los: „Wauwauwau … haut ab, ihr Mistkäfer … wuffffwuffff … ich bin hier der Chef … jauuulknurrrr … kniet nieder, ihr Schmeißfliegen … weffffweeeeffweeefff … ich mach euch fertig …“ Je hysterischer und höher sein Ton wurde, desto hektischer und ungebremster wetzte er an seiner Zaungrenze auf und ab. Er sprang an der Pforte hoch, fletschte die Zähne und knurrte. Finley blieb bei der ganzen Show erstaunlich ruhig, ab und an mal ein reduziertes Knurren oder Wuffen: „Reg‘ dich mal ab, Kleiner …“, schien er zu sagen. Ich hatte ihm mühsam beigebracht, dass alles, was hinter einem Zaun stattfand, für uns keine reale Bedrohung bedeutete.

 

King George büxt aus

 

Tja, und dann änderte George der Einzige die Bedingungen. Er zwängte sich unter der Pforte hindurch, und kam in äußerst schlechter Stimmung auf Finley und mich zugeschossen. Dann bremste er ab, kläffte und knurrte und lief die halbe Strecke wieder zurück. Allerdings nur, um Anlauf zu nehmen für den nächsten Angriff. Ich hatte inzwischen die Leine losgelassen, denn in solchen Situationen bin ich für Chancengleichheit. Wenn ein kleiner Hund wie George sich aufführt, wie ein schlecht erzogener Rottweiler, dann ist mir der Größenunterschied piepegal.

 

Finley macht die Waffen klar

 

Finley stand noch immer an seinem Platz, allerdings schien es für ihn an der Zeit zu sein, dem wilden George zu zeigen, dass er sein Gebiss auch dabeihatte. Von Helmut oder Moni, seiner Frau war nichts zu sehen. Ganz anders die übrigen Nachbarn. Die standen in ihren Vorgärten, zwei hatten sich sogar Klappstühle hingestellt und setzten sich. Ich kam mir ein bisschen vor, wie ein Kämpfer in einer Arena. Die Zuschauer wollten etwas geboten bekommen. Und sie bekamen etwas geboten.

 

Typisch Lehrer – voll die Übersicht…

 

Denn in dieser Sekunde kam Helmut um die Ecke geschossen und rief verwirrt: „Was ist … wo ist … Georgiiiiiie … was machst du da … stehen bleiben … sofortsteheeeenbleeeeiiiiiibeeeeeen!“

Als Helmut merkte, dass sein Georgie so gar nicht auf ihn reagierte, fackelte er nicht lang. Der einmeterneunzig große Hühne nahm Anlauf, sprintete auf seinen Hund zu, sprang ab, hob ab und landete mit einem formvollendeten Touch down auf seinem Hund. Mir blieb der Atem stehen und Finley ging es offensichtlich genauso.

 

George, der Erfinder des Pressed Breathing

 

Ich war fast erleichtert, als sich George unter der Halsbeuge seines Herrchens hervorarbeitete und seinem Unmut weiterhin freien Lauf ließ. Helmut klemmte sich das zappelnde Tier unter den Arm, und ging wieder in Richtung seines Gartens. Kurz vor der Pforte drehte er sich um und rief Finley ungelogen zu: „So einen kleinen Hund zu erschrecken – schäm dich!“

Tja, so kann man den ganzen Auftritt natürlich auch interpretieren. Das war ganz sicher einer der Momente, in denen sich eine Entgegnung nicht lohnte. Ich zuckte mit den Schultern und schaute ratlos ins Publikum. Einige winkten ab, die Nachbarn sprachen durcheinander, „Das ist immer so mit denen … nie ist der Schuld … unverantwortlich … da passiert noch mal was … Finley, den hättest du dir ruhig mal vornehmen können…“. Ähm nein, dachte ich still, gut dass du das nicht gemacht hast Finley.

 

Manchmal hilft Reden – zumindest für eine Weile

 

Etwas später habe ich noch einmal bei Moni und Helmut geklingelt. Wir haben dann besprochen, wie wir das in Zukunft handhaben wollen, wenn wir uns im Wald treffen, und ich habe versprochen, die Westkurve unseres Ringes nur noch ohne Finley zu begehen. Seitdem ist es zwar nicht friedlicher geworden aber immerhin sicherer. Auch wenn ich finde, dass irgendwer dem Helmut mal die Sperrfunktion seiner Rollleine erklären sollte. Aber davon erzähle ich Euch mal ein anderes Mal.

 

 

 

Menschen gibt’s – Heute, der Fäkalienradler

Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt’s nicht.

(Konrad Adenauer)

 

 

 

 

Der  einfachste Mensch ist immer noch ein sehr kompliziertes Wesen

(Marie von Ebner-Eschenbach)

 

Sicher ich weiß, auf einem Hundeblog erwartet man eher Artikel über Hundebegegnungen. Ich will Euch heute aber mal von unserer letzten Menschenbegegnung erzählen. Es hat auch ein bisschen mit Finley zu tun, denn schließlich wurde er von diesen beiden Radfahrern beleidigt, genauso wie ich fortwährend mit Schimpfworten überzogen wurde. Uns klingeln immer noch die Ohren.

Finley und ich waren gerade auf einem unserer Wanderwege unterwegs. Ich genoss den Spaziergang trotz des Nieselregens und Finley schnupperte an den Wegrändern die Fährten seiner Kumpels ab.  Etwa 15 Meter vor uns stand ein älterer Herr in Radfahrmontur und passte auf zwei abgestellte Rennräder auf.

 

Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinaus gibt, geht nicht verloren

(Albert Schweitzer)

 

Während Finley gerade Kapitel zwei des „Dümpel Express“ las, kam die Frau des Radlers aus dem Wald zurück. Sie sah, wenngleich schon um die siebzig, auch sehr sportlich aus. In der linken Hand trug sie ihren neongrünen Fahrradhelm, in der Rechten ein Bündel kotverschmierter Tücher. Sie lächelte ihren Gatten beseelt an, holte mit der Tücherhand aus und warf die verschmierten Tücher im hohen Bogen zurück in die Büsche.

„Fertiiig“, flötete sie ihrem Gatten entgegen und dieser nickte zufrieden.

Man musste es mir wohl angesehen haben, wie angewidert ich war. Jedenfalls drehte das Eddy Merckx Double sich zu mir um und sagte: „Guck bloß nicht so doof, Du blöde Ziege!“ Wie vom Donner gerührt blieb ich stehen. So offen wurde ich bisher selten angefeindet.

„Wie bitte?“, entgegnete ich, „Sie reden ja wohl hoffentlich nicht mit mir.“ „Mit wem denn sonst“, antwortete der Pedaltreter und ging bei jedem Wort einen Schritt weiter auf mich zu, „mit deinem Scheißköter bestimmt nicht.“ Seine Frau nickte beflissen und Finley baute sich breit neben mir auf.

 

Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt

(Christian Morgenstern)

 

Das alles sagte der Mann, obwohl ich anfangs nicht ein einziges Wort gesagt hatte und durchaus bereit gewesen war, wortlos an diesen zwei Fäkalienradlern vorbeizuziehen. Ähm ja, Absichten kann man auch ändern…

 

Inzwischen hielten zwei andere Radler bei uns an und ich bekam tatsächlich Schützenhilfe. „Was ist denn hier los, brauchen Sie Hilfe“, fragte mich der Mann auf dem blauen Rad. „Ich heiße übrigens Joachim und das ist der Frank“, sagte er dann noch und zeigte auf seinen Begleiter. Nachdem ich mich auch vorgestellt hatte, versuchte ich den beiden, die Situation zu erklären. Das allerdings gestaltete sich ein wenig schwierig, weil das Eddy Merckx Double fortwährend vor sich hin zeterte: „Die doofe Kuh (meint mich) – meine Frau macht wo sie will – Scheißköter (meint Finley) – Fot… (auch ich) – blöde Zicke (schon wieder ich) … „

 

Der Mensch ist vielerlei. Aber vernünftig ist er nicht.

(Oscar Wilde)

 

 

Mir wurde es zu bunt, ich drehte mich um und stellte den durchgeknallten Pseudosportler zur Rede: „Können Sie mir vielleicht mal erklären, warum Sie so wütend auf mich sind“, fragte ich den Mann. Das Eddy Merckx Double antwortete: „Sie haben ja wohl keine Pietät. Wenn meine Frau mal kacken muss, dann schaut man weg und verzieht nicht das Gesicht.“ Seine Frau stand immer noch nickend neben ihm. Ich hakte nach: „Nur damit ich das richtig verstehe. Sie schicken ihre Frau zum „Kacken“ in unseren naturgeschützten Wald, ihre Frau hält ihren nackten Allerwertesten in die freie Natur und erleichtert sich, als gäbe es kein Morgen mehr und ICH bin pietätlos?“ Das Eddy Merckx Double antwortet mit Inbrunst: „Genau!“

 

Das Unglück ist, dass jeder denkt, der andere ist wie er, und dabei übersieht,

dass es auch anständige Menschen gibt

(Heinrich Zille)

 

Ich musste tatsächlich lachen. Soviel Realitätsferne hatte ich nicht erwartet. „Nur für das nächste Mal“, sagte ich zu seiner Frau, „dort, beim Bahnhof gibt es zwei öffentliche Toiletten. Das ist doch auch für Sie viel angenehmer.“ Die Frau nickte erneut, was sie übrigens die ganze Zeit tat, egal wer gerade was auch immer gesagt hatte. Nicken schien, gleich nach in den Wald schietern, eine ihrer Kernkompetenzen zu sein.

„Na-das-ist-doch-eine-Uuuunverschääääämtheit“, blökte der Gatte aufgebracht heraus. Und weiter: „Die da (meint mich) lässt ihren dämlichen Köter überall hinscheißen, der hat bestimmt auch Läuse. Die soll man ja die Fresse halten!“  Seine Frau nickte – was sonst…

 

Mensch: das einzige Lebewesen, das erröten kann.

Es ist aber auch das einzige was Grund dazu hat

(Mark Twain)

 

„Mäßigen Sie sich mal“, forderte Frank den Mann auf, der daraufhin ein lautes Schnauben von sich gab.

Eigentlich wäre es wohl richtig gewesen, den Rüpel und seine Wackeldackeldame einfach stehen zu lassen und sie ihrer jämmerlichen Existenz zu überlassen. Ich versuchte es – wirklich. Mein inneres Oooohhmmm betete sein Lieblingsmantra: Tiiiief einatmen Birgit, dooooch, das Leben ist ein Ponyhof…“

Es half nichts, er hatte das böse L-Wort gesagt. Am liebsten hätte ich ihm, „MEIN HUND HAT KEINE LÄUSE, DU TORFNASE“, entgegengeschrien aber ich bekam das in den Griff. Langsam drehte ich mich zu ihm um und fixierte den Mann. Finley war dicht an meiner Seite und gab ein düsteres Brummen von sich.

Dann sagte ich: „Passen Sie mal gut auf, Sie Freizeitradler. Erstens hat mein Hund keine Läuse und selbst wenn er welche hätte, wäre das nichts gegen die Defekte, die Sie offensichtlich mit sich herumtragen.“ Er lief puterrot an und wollte etwas entgegnen. Ich erstickte jede Erwiderung mit einem sehr giftigen „Ich bin noch nicht fertig“ im Keim.

Dann fuhr ich fort: „Zweitens nehme ich den Kot meines Hundes mit Gassitüten auf und entsorge sie im nächsten Mülleimer.“ Zum Beweis, hielt ich ihm die Tüte, in der Finleys letzte Hinterlassenschaft, lauwarm vor sich hin dampfte unter die Nase. Dann drückte ich ihm zwei frische Tüten in die Hand und sagte: „Sie wollen den Pups ihrer Frau doch sicherlich auch noch aus der Botanik bergen, oder?“

 

Lebenskunst besteht zu 90 Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen,

die man nicht leiden kann

(Samuel Goldwyn)

 

Joachim und Frank, die das ganze Geschehen beobachtet hatten, brachen in lautes Gelächter aus. Ich zwinkerte den Beiden zu.

Wir Vier taten jetzt das einzig Richtige. Wir machten kehrt und entfernten uns von dem Pöbler und seiner nickenden Frau. Gesprächsversuche hatten offenbar keinen Zweck. Wir verabredeten uns sogar, denn Joachim und Frank haben auch einen Hund, eine wunderschöne Cocker Spaniel Dame namens Lilly.  Und während wir den Wanderweg entlang schlenderten, hörten wir den Fäkalienradler zetern, schimpfen, wettern und meckern. Sie tat mir fast leid, die nickende Frau an seiner Seite.

 

Nachtrag:

 

Ich bin sicher, wenn ich keinen Hund bei mir gehabt hätte, hätte mich der radelnde Greis in Ruhe gelassen. Das ist ein Phänomen, das ich immer wieder beobachte. Die Tatsache, dass ich einen Hund bei mir habe, löst bei vielen irgendetwas aus, dass sie ihre gute Erziehung und soziale Höflichkeit in den Wind schießen lässt. Mir ist noch nicht so klar was es ist, dass das Rüpelverhalten auslöst. Allerdings habe ich für mich entschieden, dass das auch nicht ausschlaggebend sein kann. Ich lasse mir das nicht mehr gefallen.

Finley hat in der oben geschilderten Sequenz übrigens ein ausgezeichnetes Sozialverhalten gezeigt.

 

 

 

 

 

 

Unter der Laterne, vor dem großen Tor – Enrico C., die Chronik einer tiefen Feindschaft Vol.3

Neues über Finleys Lieblingsfeind

 

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Gänseblümchen, Vogelgezwitscher und ein Treffen unter Feinden

 

Abendspaziergänge mag ich besonders gerne. Wenn im Sommer die laue Luft die Bäume umspielt, dann genieße ich unsere Gassirunden in vollen Zügen. Alle wichtigen Arbeiten habe ich erledigt und kann die Seele baumeln lassen. Finley dümpelt an langer Leine von links nach rechts und schnüffelt sich von Markierung zu Markierung und von Gänseblümchen zu Gänseblümchen.

Die letzte Runde bedeutet Entspannung, Vogelgezwitscher und Frieden. Es sei denn, …ja, es sei denn wir treffen auf Enrico C. und sein Frauchen Bruni. Dann wird es brenzlig. Ihr erinnert Euch ja vielleicht noch an Enrico C., den großen Schweizer Sennenhund aus dem Nachbarhaus. Ein Bild von einem Rüden, stramme 70 Zentimeter Schulterhöhe, gefühlte 60 Kilogramm pure Muskelmasse, unter einem abrissbirnengroßen Sturschädel.

 

Und ewig knurrt der Sennenhund

 

Die Beiden hassen sich leidenschaftlich. Und da sie beide über eine eher extrovertierte Persönlichkeit verfügen, machen sie aus ihrer Abneigung auch keinen Hehl. Da werden die Boxhandschuhe über alle vier Pfoten gestreift und dann warten sie auf den Gong … Caniden-Kickboxen, Gewichtsklasse: Cruisergewicht, 1. Runde …

Frei nach Hollywood heißt es dann „Und ewig knurrt der Sennenhund“. Bruni und ich haben dann unseren Einsatz und alle Hände voll zu tun.

 

Die Safer-Fletsch-Variante:

 

Finley und Enrico C. sind beide angeleint. Beide stehen sich gegenüber, zeigen die Zähne, knurren was das Zeug hält und aus allen Drüsen versprühen sie Rüdenchefsekret, als gäbe es kein Morgen mehr. Ich versuche Finley und mich aus der Schusslinie zu bringen. Was mir, wenn auch zäh, nach und nach gelingt. Bruni … ähm ja … beobachtet aufmerksam was Finley und ich so machen, wickelt sich die Leine dreimal um ihre Handgelenke und tut darüber hinaus nichts. Mein Adrenalin- und mein Kortisolspiegel sitzen inzwischen gemeinsam im Hormon-Pub am Kneipentresen und köpfen eine Flasche Wodka. Prost Jungs, ex und hopp, es bleibt wieder mal an uns hängen.

 

Die Foul-the-Fairplay-Variante:

 

Finley ist angeleint, Enrico C. hingegen nicht. Beide stehen sich gegenüber, fletschen die Zähne und knurren sich an, was das Zeug hält. Die Drüsen tun ihre Pflicht und verteilen Rüdenchefsekret in der Vorstadt, als gäbe es kein Morgen mehr. Ich versuche Finley meinen Fluchtplan schmackhaft zu machen. Es läuft semibeschissen, denn Enrico C. kommt langsam in drohend, gebückter Haltung auf uns zu. Keine Chance, dass Finley ihm jetzt den Rücken zudrehen wird, schließlich hat er ja keine Todessehnsucht. Bruni tut indessen … ratet mal … genau, NICHTS.

 

Die Gedanken sind frei

 

Ich erwäge kurz, die Leine fallen zu lassen und Finley zu gestatten seine Rüdenpflicht zu tun. Dann hätte ich beide Hände frei, um Bruni den Hintern zu versohlen. Mein Noradrenalin kommt in den Pub und setzt sich zu den beiden anderen Wutbrüdern an den Tresen und bestellt beim Bartender drei Cocktails namens „Hells Bells“. Meine Frustrationstoleranz ist spontan in den Kurzurlaub geflogen.

 

Ich bemühte mich redlich…

 

Trotzdem verwarf ich zähneknirschend den Plan, Bruni zu vermöbeln. Ihr könnt stolz auf mich sein. Impulskontrolle ist eben die halbe Miete aber eben auch nur die halbe … Da entschloss sich Bruni, die Situation ein wenig anzuheizen und warf, begleitet von dem Ausruf „Hol den Balli“, einen ausgeleierten Kinderball zwischen die beiden Hunde. Impulskontrolle adé (meine)! Ich brülle Bruni an, dass wenn sie ihren „K#!+**+#“ nicht sofort an die Leine nehmen würde, ich aus ihr, ihrem Mann, ihrem Hund und ihrer Nachzucht Hackfleisch machen würde und zwar BIO-Qualität. Bruni schluckte und leinte Enrico C. an, murmelte etwas wie „unter sich ausmachen“ und verzog sich unter großen Mühen mit ihrem bockenden Höllenhund gen Heimat.

 

Das Ziel fest vor Augen

 

Nun, das haben Finley und ich gottseidank alles hinter uns. Und an diesem besagten lauen Sommerabend hatten wir es schon fast nach Hause geschafft. Wir hätten an der Straßenlaterne nur noch rechts abbiegen und über unseren Garagenhof nach Hause schlendern müssen. Es waren nur noch läppische 75 Meter bis zum verdienten, friedlichen Feierabend, als Bruni und Enrico C. sich entschlossen, ihre dritte, die Lil-Marleen-Variante an uns auszuprobieren.

 

Die Lili-Marleen-Variante

 

Finley war angeleint, Enrico C. auch. Beide fletschten die Zähne, knurrten, was das Zeug hält. Rüdenchefsekret waberte durch die Vorstadt. An Flucht war nicht zu denken, Finley zu beruhigen schien unmöglich. Enrico C. versuchte sich von seinem Frauchen loszureißen und bockte wie ein wilder Hengst. Bruni wickelte sich die Schleppleine mehrfach um das Handgelenk und ließ sich von Enrico C. unter Schmerzen, widerstrebend in unsere Richtung ziehen. Sie kämpfte hart, das musste man ihr lassen. Ich stand da und tat zur Abwechslung mal nichts.

 

„Wie einst Lili Marleen…
Unsre beiden Schatten sahen wie einer aus, dass wir so lieb uns hatten…“
(Auszug aus dem Songtexte des Liedes „Lili Marleen“)

Auf halber Strecke zwischen Bruni und uns stand die Straßenlaterne. Enrico C. zog grummelnd an ihr vorbei, Bruni griff beherzt mit beiden Armen, die Schleppleine noch immer ums Handgelenk gewickelt ,  nach dem Laternenpfahl und versuchte sich an Ihn zu klammern. Das alles beachtete Enrico C. nicht, er gab Gas. Bruni landete mit einem bedenklich hohl klingenden Klong-Geräusch am Laternenpfahl … AUTSCH! … das musste wehgetan haben. Enrico C., jetzt vollständig außer sich, wurde mit einem harten Ruck gebremst. Verwirrt sprang er um Bruni herum, was dazu führte, dass meine Nachbarin mit ihrer Leine an dem Pfahl festgezurrt wurde.

 

„Wie einst Lili Marleen…
So wollen wir uns da wiedersehen,
Bei der Laterne wollen wir stehen…“
(Auszug aus dem Songtext des Liedes „Lili Marleen“)

Bruni stöhnte auf, klammerte sich aber nach wie vor an den Laternenpfahl, wie einst Lilli Marleen *träller… Bruni schielte ein wenig und ich machte mir ehrlich Sorgen. Ihre umwickelten Beine wollten weg knicken, was aber nicht ging weil sie an die Strassenlaterne wie an einem Marterpfahl festgebunden waren – Winnetoustyle . Meine Kumpels Noradrenalin, Adrenalin und Kortisol luden mein Dopamin auf ein Gläschen Champagner ein. Der Bartender im Hormon-Pub war sehr erfreut über seinen Umsatz und ich unterdrückte mit aller Kraft, einfach loszulachen.

 

Wie einst Lili Marleen… Es kann drei Tage kosten…
Da sagten wir auf Wiedersehen, wie gerne würd‘ ich mit dir gehen…“
(Auszug aus dem Songtexte des Liedes „Lili Marleen“)

Ich mache es mal kurz. Finley und ich gingen nach Hause, Bruni blieb vertäut am Laternenpfahl zurück, Enrico C. tobte am Ende der Schleppleine. Ich habe dem Heinz, Brunis Ehemann bescheid gesagt, er müsse seine Frau vom Laternenpfahl schneiden. *kichergnihihiiiipruuuuust

Der Heinz sprintete los und später sah ich die Drei durch ihre Gartenpforte gehen. Wir haben nie wieder über diesen Vorfall gesprochen. Ich fürchte, Fortsetzung wird folgen oder wie es in dem Lied „Lili Marleen“ heißt: „Wenn sich die späten Nebel drehen … Werd‘ ich bei der Laterne stehen … Wie einst Lili Marleen …“

 

 

NACHTRAG

 

Natürlich gibt es auch Große Schweizer die unproblematisch sind. Wir selber sind mit zweien und deren Haltern befreundet. Diese Hunde sind top erzogen, werden aber anders gehalten. Sie leben auf einem Biohof und haben dort ihre Aufgaben.

Fairerweise muss man sagen, dass es in unserer Gegend auch Hundehalter gibt, die zusammen mit Enrico C. und seinem Frauchen spazieren gehen. Meistens nur einmal, aber immerhin. Ich sehe auch, dass der Hund eigentlich keine Schuld daran hat, dass er nicht gelernt hat mit anderen Hunden zu spielen, nicht gut sozialisiert ist und wirklich null Erziehung hat. Das sind die Versäumnisse seiner Halter. Das nützt Finley und mir nur überhaupt nichts, wenn es zu solchen Aufeinandertreffen kommt. Es ist schlicht gefährlich für uns. Ja ich sage uns, weil Enrico schon lange entschieden hat, dass er im Zweifel nicht nur gegen seinen Hundesparringspartner vorgehen darf, sondern auch gegen die dazugehörigen Menschen. Aber das wird mal eine andere Geschichte….

 

Mehr von Enrico C. der Abrissbirne und Finley

 

Wenn Ihr mehr von den zwei Streithähnen lesen wollt, klickt einfach auf die farbigen Überschriften. Ich wünsche Euch viel Spass dabei.

Enrico C. die Abrissbirne – Chronik einer tiefen Feindschaft Vol. 1

Enrico C. die Abrissbirne – Chronik einer tiefen Feindschaft Vol. 2

Dogwalk – Wie Hunde freudig folgen

 

Gemeinsam unterwegs – Ideen für eine glückliche Mensch-Hund-Beziehung

 

 

 

Kommunizieren und eine Einheit bilden

(Ursula Löckenhoff)

 

Auf unseren Spaziergängen treffen Finley und ich auch öfter auf größere Hundegruppen. Manchmal sind alle Halter dabei, ein anderes Mal hilft einer dem anderen aus und nimmt den Nachbarhund mit auf die Runde. Wieder ein anderes Mal treffen wir auf unsere örtliche Dogwalkerin mit ihrer Truppe. Es ist eigentlich egal, wen wir treffen. Es ist immer eine Herausforderung, nur aus unterschiedlichen Gründen.

 

Gemeinsam die Herausforderungen des Hundealltags meistern

 

Jedes Treffen ist auf seine Weise lehrreich. Stoßen wir auf unsere Plappertruppe, wissen wir, dass im Schnitt fünf bis acht Hunde unterschiedlichster Couleur quasi führerlos vor sich hin dümpeln. Die Begleit-Frauchen arbeiten den Dorfklatsch der letzten Woche auf. Für Finley und mich bedeutet das, dass wir die Entscheidung, ob es ein Zusammentreffen der Hunde geben soll oder nicht, ganz alleine treffen müssen.

Macht unsere Nachbarin X den Wald mit ihrer Dalmatinerhündin Daisy, die eher ängstlich auf andere Hunde reagiert, zusammen mit dem Berner Sennen Rüden Rufus von Nachbarin Y unsicher, dann weichen Finley und ich sofort auf einen anderen Waldweg aus. So vermeiden wir einen Konflikt zwischen den Rüden.

 

Zwischenmenschliche Kommunikation

 

Am einfachsten läuft es mit der Dogwalkerin aus unserer Vorstadt. Da ist alles abgesprochen. Ihre Hundegruppe ist sich selbst genug. Kontakt von außen ist nicht gern gesehen, was ich gut verstehen kann. Sie hat ihre Truppe im Griff. Die Hunde werden am Wegesrand abgesetzt und Finley und ich können ungehindert an ihnen vorbeigehen.

 

Jede Strategie eignet sich auch für die Einzelhundehaltung

 

Wie man Hunde so führen kann, ihnen klare Strukturen geben kann, ohne dabei auf klassische, operante Methoden der Hundeerziehung zurückgreifen zu müssen, zeigt Ursula Löckenhoff in diesem Buch.  Das Buch Dogwalk ist zwar auf das Zusammenleben mit größeren Hundegruppen ausgerichtet, dennoch finde ich, dass man auch als Einzelhundeführer sehr viel daraus lernen kann. Trifft man auf eine größere Hundegruppe ist das, was man aus diesem Buch lernen kann sicher hilfreich. Man kann das Gruppengefüge innerhalb der Gruppe sicherlich besser einschätzen. Vielleicht erleichtert es auch den Umgang der Menschen untereinander.Das wäre aus meiner Sicht sehr wünschenswert.

 

Sie liebt die Hunde, mag aber auch die Menschen

 

Was mir an diesem Buch so gut gefällt ist, dass die Autorin nicht nur versucht zu zeigen, wie man seinen Hund besser versteht und führt, sondern dass sie auch den Menschen, die das leisten sollen genug Aufmerksamkeit schenkt. Hemmungen abbauen, Stimmentraining, sich die eigene Körpersprache und Mimik bewusst machen, sind wichtige Faktoren, über die sich Hundehalter Gedanken machen müssen.

 

Der Leser lernt, warum sich sein Hund im Wald anders verhält als auf einer flachen Wiese. Dass die Stadt als Revier noch einmal andere Anforderungen stellt und wird von Ursula Löckenhoff über ein mentales Hindernis nach dem anderen geführt. Ursula Löckenhoff macht uns Menschen quasi geländegängig. Es gibt einen stetigen Wechsel, zwischen Regeln aufstellen und Freiraum geben und das alles ohne den Einsatz von Leckerchen. Belohnt wird durch Taten, Ruhezeiten oder Massagen und Ruhezeiten. So lernt der Mensch seinem Tier die Freiräume zu geben, die sinnvoll sind und eine innige Gemeinschaft mit seinem Tier zu bilden.

 

Fazit zu diesem Buch

 

Ich habe in diesem Buch viel von dem gelesen, was ich täglich praktiziere und noch mehr von dem, was ich täglich an Mensch- und Hund-Teams weitergeben möchte. Absolut lesenswert!

 

Wer ist Ursula Löckenhoff

 

Ursula Löckenhoff ist Hundephysiotherapeutin und aktive Tierschützerin. In ihrem Hundehotel „Bene Bello“ bietet sie Unterkunft mit Familienanschluss, macht Dogwalks mit ihren Hundegästen und leitet Trainings für Hunde mit Erziehungsdefiziten. Als Hunde- und Tierschutzexpertin ist sie regelmäßig Gast im Fernsehen.

 

Dogwalk

Wie Hundefreudig folgen

Autor: Ursula Löckenhoff

Verlag: Franckh Kosmos Verlag

ISBN: 978 344 0153 598

Preis: 24,99 Euro

 

 

 


 

 

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Rüden und Rüpel – Friedenspolitik im Vorstadtwald

G4 fast G5 – Rüden-Gipfel-Treffen im Vorstadtwald

Mon Dieu! War das ein Morgenspaziergang. Wir hatten Rüden-Gipfel-Treffen in unserem Revier.

Offensichtlich hatten sich heute alle Herrchen und Frauchen auf dieselbe Gehzeit geeinigt. Der Morgen war milde und nicht so heiß wie in den letzten Tagen. Finley und ich wollten das ausnutzen und ein paar Suchspiele auf unserem Spaziergang einbauen. Aber dann kam alles anders.

Kaum hatten wir unsere Straße verlassen, wurden wir von Sverre gestellt und verbellt. Sverre ist ein Westhighland Terrier und wird vorzugsweise, wenn überhaupt, an einer nicht arretierten Flexileine „geführt“. Wenn Sverre einen anderen Hund sieht, gerät er regelmäßig so außer sich, dass man die Befürchtung haben muss, es würde ihn sogleich der Schlag treffen, und er würde auf der Stelle auf unserem heimischen Wanderweg dahingerafft. So ist es dann aber nicht. Seine hysterischen Anfälle ermüden ihn nicht, sondern scheinen ihn ständig wieder und wieder mit neuer Energie zu versorgen. Er ist gewissermaßen ein angreifendes, wadenzwickendes, kläffendes Perpetuum mobile.

Ich sage übrigens so wenig über sein Herrchen, weil es wirklich nichts Erwähnenswertes über ihn zu sagen gibt. In solchen Momenten verfällt der Jochen nämlich in der Regel in eine Art Schockstarre, hält den Griff der Flexileine fest und starrt ohne etwas zu sagen oder irgendeine Regung zu zeigen, auf sein Gegenüber, in diesem Falle auf uns. Da ich das ja schon weiß, hielt ich mich heute nicht mit Nebensächlichkeiten, wie Grüßen u.s.w. auf und wendete mich in dieser Situation an das einzige denkende Wesen in meiner Nähe, nämlich Finley. Ich sagte: „Du nicht!“ Finley, der seine Rute schon auf halbmast gehisst hatte, takelte wieder ab und wir setzten unseren Spaziergang in entgegengesetzter Richtung fort.

Zwei Abbiegungen weiter trafen wir „Rüpel“ und sein Frauchen. Doooch, der heißt so und sein Name ist Programm. Rüpel steckt gerade knietief in der Pubertät. Ich habe übrigens die ausdrückliche Erlaubnis seiner Leute, seinen Klarnamen zu benutzen. Rüpel ist ein Labradoodle – silver factored -, wie mir sein Frauchen Beate mal erzählt hat. Was ja, meiner Meinung nach nichts anderes bedeutet, als dass außer einem Labrador und einem Pudel auch andere Jagdhunderassen ihre Spuren in seiner Blutlinie hinterlassen haben. Jedenfalls scheint sein äußeres Erscheinungsbild ein deutliches „Call me Rauhaar-Weimi“ auszusenden. Aber hey, wen interessiert das schon, er ist ein toller Bursche.

Friedensverhandlungen mit Rüpel

Wie dem auch sei, Finley und Rüpel verstehen sich eigentlich ganz gut … also, so lala … manchmal knallt es halt … Was immer auch passiert, wenn die Zwei zusammen sind, Beate und ich drehen öfter mal eine Gassirunde zusammen. Nennt es Abenteuerlust, nennt es Ignoranz – wir nennen es „Himmelarsch-das-muss-doch-funktionieren“. Und heute hat es funktioniert. Harmonisch war es … nicht direkt. Die Burschen sahen sich an, stellten ihre Ruten hoch, bauten sich kastig auf, Beate und ich seufzten.

Dann verfolgten wir das Gespräch unserer zwei Unterhändler:

Rüpel: „Na Opi, kannste noch…grrr…grrr…“

Finley: „Pass bloß auf Du Rotzlöffel … Grrrr…Grrr…“

Beate und ich: „SEUFZZZZZ!“

Rüpel: „Die Damen sind sauer … nicht gut … grummel…“

Finley: „Stimmt, die gönnen einem aber auch nichts mehr …“

Rüpel: „Wenn wir jetzt Stress machen Alter, dann kriege ich heute keinen Ochsenziemer mehr …. Frieden?“

Finley: „Geht klar Kleiner, dann Chillen wir mal unsere Basis…“

Verhandlungsergebnis: 20 Minuten stilles Nebeneinanderhergehen, gemeinsames Schnüffeln, gemeinsames Markieren strategisch wichtiger Anlaufpunkte, Beate und ich konnten entspannen, haben nett geklönt und uns für den Abend auf ein Glas Wein in meinem Garten verabredet. Yep, so geht Friedens-Politik.

Dann trennten sich unsere Wege. Gedankenverloren hingen Finley und ich unseren Tagträumen nach, da kam unsere nächste Herausforderung um die Ecke geschossen. Armand! Ich nenne ihn immer unseren Vorstehdackel, denn egal was oder wen er erblickt, er nimmt eine korrekte Vorstehhaltung an bevor er dann, mit Gebrumm, auf das Objekt seiner Aufmerksamkeit zuschnellt. Begleitet wird Armand von seiner Entourage, bestehend aus seinem joggenden Frauchen Geli und deren zwei kleinen Kindern. Geli hat immer Stöpsel in ihren Ohren und hört Musik über ihr I-Phone, auf einem Bobbycar folgt die vierjährige Cèline, verfolgt – oder sollte ich sagen gejagt – von ihrem sechsjährigen Bruder Pièrre, der auf seinem viel zu großen Cityroller alles gibt.

Armand und seine Entourage – Hundebegegnung mit Musik

Auf einer Strecke von etwa 50 Metern ereigneten sich dann diese Geschehnisse:

Die Kinder fuhren in verschiedene Richtungen, Céline fiel in die Brennnesseln, ihr Bruder schlug mit seinem Roller laut johlend auf einen Gehölzhaufen ein, Geli fiel das I-Phone runter, der Pièrre schmiss seine kleine Schwester noch mal in die Brennnesseln, weil sie sich aus seiner Sicht viel zu schnell beruhigt hatte. Geli regte sich fürchterlich auf.

Wen wundert es da noch, dass Armand glaubte, er müsse die Vorhut machen, damit seine Entourage sich hinter ihm ungestört aufführen konnte wie die Marx Brothers. Nur, den Hund zu verstehen machte die Situation für Finley und mich nicht weniger unangenehm. Ich sagte also wieder: „Du nicht!“ Finley wirkte zwar ein wenig enttäuscht, aber er machte widerstandlos kehrt. Wir wollten einfach nur nach Hause laufen.

Da rief die Geli uns hinterher: „Du könntest mir ja auch mal helfen, die Drei zu bändigen.“ Hörte ich da einen Vorwurf in ihrer Stimme? Langsam drehte ich mich um.

Ich schaute sie an und sagte dann: „Geli, pass mal auf. Dein Mann arbeitet im Homeoffice. Er könnte doch leicht mal eine halbe Stunde auf die Kinder achten, damit Du mit Armand joggen gehen kannst. Das würde die Situation für Dich deutlich leichter machen.“

Eigentlich hatte ich es nie ganz verstehen können, warum bei Geli jede Gassirunde zum groß angelegten Familienausflug mutieren musste. ‚Mach es doch komplett‘ dachte ich im Stillen, es fehlten eigentlich nur noch Oma und Opa und die örtliche Blaskapelle zum totalen Chaos. Laut sagte ich: „Geli, das ist wirklich nicht meine Aufgabe. Ich habe jedes Mal genug damit zu tun zu verhindern, dass unsere Jungs sich in die Wolle kriegen.“

Armand – gerettet – geläutert – gefüttert…

Sie antwortete: „Also Armand ist doch ganz friedlich, der will überhaupt keinen Ärger, der hat so viel Schlimmes hinter sich, der ist froh wenn er seine Ruhe hat.“  Ja ne is‘ klar, denke ich, jetzt zückt sie wieder die Armer-Hund-Karte im Schwarzer Peter Spiel. Armand ist nämlich ein Mischling aus dem Tierschutz, laut Auskunft der Retter-Orga eine „charmante, schwarzweiße Mischung aus Dackel und einer anderen Jagdhunderasse“. Armand hatte zuvor, geschätzte fünf Jahre, als Straßenhund in Italien gelebt und hatte sich dann, als Bestandteil seines Rentenplanes, als zu rettendes Exemplar in das Hunderegister der Tierschutzorganisation aufnehmen lassen. Aus meiner Sicht ist Armand ein sehr selbstständiger, selbstbewusster, kleiner Kerl, der genau weiß was er will und wer das für ihn erledigen soll.

Ich musste Grinsen und antwortete:  „Also Geli, Dein Hund ist alles andere als hilflos. Es wäre aber für ihn sicher auch mal ganz nett, wenn Du die ganze Verantwortung für eure Spaziergänge übernehmen würdest.“ Geli sieht mich fragend an…

Ich redete einfach weiter: „Dein Hund merkt, dass Du durch das Musik hören abgelenkt bist. Er übernimmt dann die Aufgabe, Eure Tour abzusichern und ranzt alles an was ihm entgegenkommt. Wenn Du mal auf die Musik verzichten würdest, hätte er vielleicht das Vertrauen, dass Du das auch schaffst und könnte sich mehr entspannen.“

Enrico C. die Abrissbirne! Nix wie weg hier!

Man konnte es förmlich sehen, wie es hinter Gelis Stirn arbeitete, dabei wollte ich nicht weiter stören und machte mich mit Finley schnell auf den Heimweg. Und dann hörten wir IHN bellen, noch weit weg aber unverkennbar. Enrico C., die Abrissbirne war unterwegs im Vorstadtwald. Finley warf mir einen Blick zu, och-nö-nicht-der schien er zu sagen. Ich nickte und sagte: „Komm Finley, den müssen wir heute nicht treffen, wir nehmen die Abkürzung.“

Im Moment liegt mein Dickerchen erschöpft und irgendwie zufrieden auf seinem Kissen und träumt vor sich hin. Gelegentlich brummt er, zappelt mit den Pfoten und seufzt. Ich habe ja den Verdacht, dass er im Traum gerade all‘ die Dinge nachholt, die er vorhin nicht machen durfte…

 

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Es kommt nicht auf die Größe an! Gastbeitrag für LycheeThePoodle

Foto: pixaby

Hundebegegunungen – Frieden auf der Hundewiese und den Menschen ein Wohlgefallen … äh, ja manchmal …

Als meine Bloggerkollegin Laura Gentile, mich bat ihren Artikel „So werden kleine Hunde zu Kläffern“ mit einem Beitrag zu beantworten, der die Sichtweise von Großhundebesitzern einnehmen sollte, bin ich ganz schön ins Schwitzen gekommen.

Zuerst einmal, war für mich als „Großhund-Besitzerin“ sehr aufschlussreich, mit wie vielen Ängsten doch Kleinhundehalter belastet sind. Das war mir in diesem Ausmaß nicht bewusst. Und jetzt sollte ich sozusagen die Gegenseite vertreten – auweia. Eigentlich, so dachte ich bei mir, kann man so einen Artikel ja überhaupt nicht schreiben, ohne dass man irgendjemandem dabei auf die Füße tritt. Aber kneifen wollte ich auch nicht. Ich habe es ehrlich versucht, der Gesamtsituation einigermaßen gerecht zu werden.

Die Perspektive, die ich gewählt habe ist eigentlich eher die einer Halterin eines großen Hundes, die die ganze Aufregung um das Thema ‚Groß versus Klein‘ oder ‚Klein versus Groß‘ nicht mitmachen möchte. Denn meiner Meinung nach, müsste es dieses „Versus“ nicht geben. Dieser Artikel ist also auch ein Erfahrungsbericht und Ihr werdet lesen, dass Finley und ich es geschafft haben, dass kleine Hunde und ihre Besitzer in der Regel vor Begegnungen mit uns keine Angst haben müssen.

Den ganzen Artikel findet ihr hier (klick).

Liebe Laura, es war mir ein großes Vergnügen für Deinen interessanten Blog LycheeThePoodle (klick) zu schreiben. Laura schreibt über Ihr leben mit Ihrem Assistenzhund Lache, einer süssen,schwarzen Pudeldame. Schaut doch mal in Ihrem Blog vorbei.

Wenn Ihr Lust habt, dann besucht Finley und mich doch auch mal auf Pinterest. Auf der Pinnwand Blogbeiträge Good Fellows (klick) findet Ihr alle unsere Geschichten. Auf unseren andereren Pinnwänden findet Ihr auch Posts von anderen Hundebloggern.

 

 

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