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Läufigkeits-Report Teil 2 oder Minou und die freie Liebe

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Minou, die kleine Vorstadt-Lolita (Anm. d. Red.: Name aus Datenschutzrechtlichen Gründen geändert)

 

Mein gestriger Blog-Post über meine Mühen mit der Läufigkeits-Hochsaison und dem Verhalten MANCHER (nicht aller *schwitzherzklopf) Hündinnen-Halter, hat in den diversen Foren zu sehr interessanten Diskussionen geführt.

Abgesehen von den vielen unterschiedlichen Ansichten, gab es auch Einblicke in zum Teil sehr kreative Lösungsansätze. Was mich am meisten gefreut hat, das war aber die vorherrschende Bereitschaft, sich miteinander zu arrangieren.

Natürlich habe ich auch hier und da einen kleinen Hieb in die Rippen bekommen und einmal gab’s auch richtig was auf die Mütze. Aber was soll’s, ich habe mein Tüllröckchen zurechtgezupft und nun kommt der Läufigkeits-Report Teil 2.

Also, wo waren wir? Ach ja richtig – Finley und ich waren auf dem wohlverdienten Heimweg. Von Finleys Hormonattacken müde, freute ich mich auf eine dampfende Tasse Kaffee und mein kuscheliges Sofa. Zu früh gefreut, wie sich herausstellte. Denn vor unserer Haustür lag Minou, die wunderschöne Münsterländer-Hündin meiner Freundin Marlies. Die Marlies ist ein Kind aus der Flower-Power-Hippie-Zeit, kommt vom Land und glaubt fest an die freie Liebe.  Ich mag beide sehr und in „unläufigen“ Zeiten verbringen wir und unsere Hunde viel Zeit miteinander.

Nur eben in diesem einen Punkt sind wir uns nicht einig.  Marlies will Welpen, ich nicht. Marlies lässt es darauf ankommen, ich nicht. Und Minou? Nun sie zelebriert die freie Liebe, genüsslich, ausgedehnt, phantasievoll, man könnte sagen hemmungslos. Da ihr Garten nicht eingezäunt ist, hat Minou Freigang – und zwar immer. Und trotzdem kann ich weder Marlies noch Minou so richtig böse sein. Ich habe die Beiden einfach zu gern.

Allerdings läuft es mir heiß und kalt den Rücken herunter, wenn ich einmal genau überlege, wieviel Glück es brauchte, dass wir noch keine schwarzweiß gescheckten Nachkommen mit Retrieverköpfen in unseren Gärten herumlaufen hatten.

Da sitzt sie also auf meinen Gehwegplatten, diese fluffige, schwarzweiße Versuchung. Dahingegossen, lecker wie ein cremiger Lakritz-Pfefferminz-Bonbon – zum Anbeißen. Finley leckt sich die Lefzen, er beginnt begeistert zu fiepen. Für Minou ist das offenbar der Startschuss dafür, ihre schweren Geschütze aufzufahren. Das Verführungsprogramm „Deluxe“ startet. Sie wirft ihre langen, gelockten Ohren nach hinten, dreht und wendet sich, um Finley dann ihren Popo entgegen zu recken. Finley schmeißt sich auf den Rücken, als wolle er sagen, „Jaaaa! Du rufst, ich folge Dir bis ans Ende der Welt. Füüüüüüür immer Dein“. Gleich darauf schmeißt diese Lolita der Vorstadtsiedlung ihren Propeller an und wedelt ihr “Eau-de-Cherie-ich-will-Dich-auch“ in Richtung meines Jungen. Über Finleys Schädel kreisen bunte Schmetterlinge.

Ich nehme vorsorglich schon mal unsere Leine fest in beide Hände und ramme meine Füße in den Asphalt. Ich erwarte jeden Moment einen Kickstart meines Rüden. Doch da kommt unerwartete Hilfe. Meine jüngste Tochter öffnet die Haustür, unsere Lolita-Leine in der Hand. Zack über den Kopf gestreift und die zwei Liebestollen sind gesichert. „Ich nehme sie mal mit rein. Marlies ist schon unterwegs“, sagt das gute Kind. Die Tür fällt ins Schloss, noch bevor ich „NICHT DURCHS HAUS!!!“, brüllen kann.

Okay, sage ich mir, man kann eben nicht alles haben. Die Vorstellung, wie La Lolita jede Ecke unseres Hauses in ihren Liebesduft taucht, jagt mir Gruselschauer durch den Körper. Wenig später kommt meine Freundin Marlies um die Ecke, sie zwinkert mir zu. „Ich gehe dann hinten durch den Garten“, ruft sie mir zu. Und wieder – die Haustür fällt ins Schloss, bevor ich betteln könnte „NICHT DURCH DEN GARTEN!!!“ *seufz

Finley und ich betreten das Haus. Und es kommt, wie ich es vorausgesehen hatte. Mein Nasenbär fängt an, jede Ecke unseres Hauses abzulecken. Er leckt und leckt und…..schlappschlappschlapp…. Ich wende mich resigniert ab und gehe derweil schon mal in die Küche und koche mir eine Kanne sehr, sehr starken Kaffee…. *SchlaflosinderVorstadt

Anmerkung der Redaktion: In Absprache mit den Zwei Protagonisten, ist die Redaktion mit Ihnen übereingekommen, auf kompromittierende Fotos zu verzichten. 😉

FORTSETZUNG FOLGT…..

Läufigkeits-Report Teil 1 oder Spießrutenlauf durch die Vorstadtwälder

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Botenstoff-Such-Gerät in Großaufnahme…..

 

Bei uns in der Hamburger Vorstadt ist ALLES läufig. Es ist gewissermaßen Karnevalssaison für Vierbeiner, nur dass am Aschermittwoch leider nicht Schluss damit war. Bei uns zuhause herrscht Ausnahmezustand. Eine riesige, rosarote Wolke „Eau-de-Nimm-Mich“ wabert über unseren Wäldern, über unseren Straßen, in unsere Gärten hinein.

Mein Finley ist ein wenig von der Rolle. Okay, er jault nicht und er versucht nicht abzuhauen. Es ist viel schlimmer.  Er leidet still, steht morgens seufzend auf der Terrasse und zieht sich den verführerischen Duft laut durch die Nase. Dann wirft er mir einen verhangenen Blick zu, der sagt „ich wüsste, was jetzt meine verdammte Pflicht wäre, Frauchen…“. Er tut mir so leid, mein Bärchen. Es gibt halt Wünsche, die kann ich ihm nicht erfüllen.

Und dabei wird es uns von den Hündinnen und ihren Haltern nicht gerade leichtgemacht, enthaltsam zu bleiben.

Der erste Spießrutenlauf des Tages steht an. Wir sind gut vorbereitet. Ich habe Finley ein Geschirr angelegt und die Drei-Meter-Schleppleine im Stahlring eingeklickt. Eine fette Leberwurst lauert im Leckerchen-Täschchen auf ihren Einsatz. Mein Hund ist mit der Nase hart am Asphalt und hat eine Spur aufgenommen. Ich habe es längst aufgegeben, ihn in dieser Extremsituation „erziehen“ zu wollen. Er ist geistig weg, im hardcore-grenzdebilen Bereich. Keine Chance für mich auf seine Aufmerksamkeit. Also beschränke ich mich auf das, was ich in solchen Momenten leisten kann – ich halte ihn einfach fest.

Und dann trifft man sie, die Riege der hoffnungslos, unbekümmerten Hündinnen-Halter. Unsere Bilanz, nach einer halben Stunde Hunderunde (nur die Highlights):

Eine frei laufende Hündin mit Stehtagen, brettert von rechts in meinen Bären hinein. Er ist leicht benommen von dem harten Aufprall. Ich nutze die Chance und stoße die Hündin mit der Hand weg von uns. Die fletscht mit den Zähnen und schnappt nach mir. Autsch! Finley ist gerade keine große Hilfe…

Drei Yorkshiredamen an drei! Flexileinen (nicht eingerastet) toben auf uns zu. „Vorsicht, die sind läufig!“, ruft mir ihr Halter immerhin zu. Finley hat sich hingelegt. Nun muss man wissen, dass ein Goldenrüde in der Lage ist, sein Gewicht spontan zu verdreifachen, wenn er sich von einem Ort nicht wegbewegen möchte. Verstand im Eimer, Leberwurst egal – her mit den Mädels!

„Was ist…“, fragt der Yorkie-Halter ungeduldig, „…wollen sie nicht mal woanders hingehen?“ Na klaaar denke ich, ich habe zwar gerade gefühlte, höchst unwillige, potenzgeschwängerte 100 Kilogramm Retriever-Muskelmasse an der Leine, aber – kein Problem, Du Honk!

Laut sage ich: „Sieht das für sie so aus, als hätte ich die Wahl?“ Und: „Ihre Hündinnen sind leichter als Wattebäusche. Könnten Sie nicht vielleicht einen anderen Weg einschlagen – BITTE? Nörgelnd zieht er ab. Ich bin langsam reif für ein Anti-Aggressions-Training.

Dann kommt eine ältere Dame mit einem Spaniel-Mädchen um die Ecke. Angeleint führt sie ihre läufige Hündin an meinen Rüden heran, mit den Worten: „Na Du Armer, darfst Du gar nicht mal? Das mit Euch würde aber hübsche Babys geben. Na, aber schnuppern darfst Du schon, gell?“ Finley reißt wild an der Leine, ich mache eine Gedankennotiz, ‚Hanteltraining, wieder aufnehmen’. Außerdem kriecht in mir sowas wie Sponti-Hass hoch und ich explodiere: „Spinnen sie eigentlich? Das ist alles ohnehin schon schwer für meinen Rüden. Das ist ja so, als würden Sie vor einem Verdurstenden mit einer Flasche Wasser herumfuchteln und sie im letzten Moment wieder wegziehen. Das ist grausam. Hau’n Sie ab – JETZT!!

Ich höre noch die Worte „hysterisch“ und „unentspannt“, dann zieht die Spanielfreundin von dannen.

Finley und ich, wir sind beide erschöpft. Ich habe tatsächlich ein schlechtes Gewissen, wegen der alten Dame. Sie weiß es wohl nicht besser. „Lass’ uns nach Hause gehen“, sage ich müde zu Finley. Wir machen uns auf, in den sicheren Hafen, unser Zuhause und ich denke ’Home, sweet home …..’

Fortsetzung folgt…..

Golden-Fieber in Hammoor

 

 

KatjaBarrack

Der Golden Retriever Club (GRC) lud am Wochenende zur Spezial-Rassehunde-Ausstellung ein. 136 Golden Retriever wurden von ihren Besitzern und Züchtern ausgestellt. Hier zeigt Katja Wiegand vom Kennel „Von Schnellenberg“, http://www.k-wiegand.de , ihren Deckrüden Barack von Schnellenberg.

Für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sorgten Sonderleiterin Janett Dworacek und ihr Team. Selbst das wechselhafte Wetter konnte den Gästen nicht die Laune verderben. Bei Regen konnte man sich bei Kaffe und Kuchen aufwärmen oder sich mit einer Grillwurst stärken.

Hier ein paar Eindrücke von der Ausstellung.

Budderennt

Sven Budde trat mit seinem Rüden George ( Hayden of the Hellacious Acres) in der Champions-Klasse an.

GeorgeissecondDie Berliner belegten mit ihrer Präsentation den zweiten Platz.

MoniGruppeZwischen den einzelnen Durchgängen gab es genug Zeit Freunde zu treffen, oder neue Leute kennenzulernen.

MoniHappyMonika Stage trat mit ihrem 19 Monate alten Rüden Happy an. Beiden sieht man den Spass an der Sache an.

HeikeAction

Heike Pein aus Harburg lief mit ihrer Hündin Betty von Schnellenberg in der Offen-Klasse. Betty soll in diesem Herbst belegt werden. Dann gibt es im Zwinger http://www.four-paws-under-water.de wieder Welpen.