Protestnote an den Osterhasen … Finleys offener Brief an den Versteckerservice

 

Osterhasi, wir müssen reden…

Finley hat zur Osterzeit – ich genieße derweil den Frühling – mein Büro übernommen. Als mein Bürovorstand hat er diplomatische Beziehungen zum Osterhasen aufgenommen. Denn da ist etwas, was ihn schon lange wurmt. Im Folgenden lest Ihr seinen Protestbrief, dessen Inhalt, durch sämtliche, hier ansässigen Hunde unterstützt wird. Als ich den Brief las, war ich erstaunt über Finleys mafiöse Qualitäten und hoffe nun, der Osterhase und sein Team bewerfen uns nicht mit faulen Eiern…

 

Lieber Osterhase,

wir müssen reden. Es ist nun schon das zwölfte Osterfest, dass ich erlebe. Auch wenn es mir sonst sehr gut geht, mit Dir und Deinen Mitarbeitern bin ich allmählich etwas unzufrieden.

Und es geht nicht nur mir so. Fast alle meine vierbeinigen Mitstreiter hier in unserer Siedlung sehen es ebenso – IHR SEID UNDERPERFORMER.

Ich frage geradeheraus, was soll das? Ihr versteckt Lebensmittel hinter Büschen und Blümchen – für Menschen! Habt ihr jemals einen Menschen gesehen, der mit der Nase am Boden nach etwas Essbarem sucht? Nein, denn ihre Nasen mögen ja ganz niedlich aussehen, erfüllen aber in erster Linie dekorative Zwecke. Zu Deiner Information Hasi, SIE KÖNNEN NICHT GUT RIECHEN!

Sie können auch nicht alleine jagen, deswegen haben sie nämlich uns Hunde gezüchtet. Was sagt Dir das, Du Mümmelmann? Was passiert also an Ostern, wenn die Menschen ihre Essgeschenke nicht finden? Richtig, wir Hunde müssen losziehen und ekelige, für uns durchaus gefährliche, in Eiform gegossene Schokolade in Gebüschen suchen. Manchmal waren die Katzen der Gegend schon vor uns da. Dann mögen nicht einmal wir das Zeugs mehr ins Maul nehmen. Das ist eine Zumutung, ürgs! Wir Hunde hätten da ein paar Verbesserungsvorschläge.

Erste Variante, mein Favorit:

Für die Menschen wird nichts mehr versteckt. Sie bekommen ihre Leckerchen in kompakten, kleinen Päckchen mit der Post zugeschickt. Als Beilage ist ein Ochsenziemer, pro im Haushalt lebenden Hund, beigefügt.

Zweite Variante, geht gerade noch so:

Der Osterhase besteht auf dem Ritual des Versteckens. Wir Hunde wären da kompromissfähig, sofern er die richtigen Dinge versteckt. Akzeptabel wären Ochsenziemer, Kälberblasen, getrocknete Pferdelungen, Lammstreifen und so weiter… dann wären wir bereit, weiterhin zu suchen. Schokoladeneier lassen wir allerdings unbeachtet liegen.

Jetzt kommt die Hasenmutter aller Fragen, mein lieber Osterrammler: „Bist Du auch kompromissbereit?“ Hier noch eine kleine Entscheidungshilfe – wir Unterzeichner sind zu 90 Prozent Jagdhunde. In unzumutbaren, stressbeladenen Situationen könnte es uns niemand vorwerfen, wenn unsere DNA sich Bahn bricht und wir Häschen jagen würden. Ich hoffe wir verstehen uns.

 

In freudiger Erwartung Deiner Antwort verbleibe ich

hochachtungsvoll

Finley Jaklitsch

(Jagdhund zurzeit außer Dienst) und mit ihm

Pelle , Leo, Collette, Loki, Balou, Lilly, Kalle, Cooper, Horst, Rüpel, Gonzo, Bijou und Minou (in seltener Einigkeit), Mimi, Daisy, Luna, Campino, Sverre der Fetzer und Brigitte i. A. von Enrico C. (hätte er persönlich unterschrieben, hätte das zu Tumulten geführt)

Sternchen – Erlebnisurlaub in der Steiermark

 

 

Der Sommer steht bevor und normalerweise auch der nächste Urlaub. Dieses Jahr fällt das Reisen aus den bekannten Gründen aus. Für uns heißt es zum zweiten Mal, dass wir unsere Familie in Österreich nicht besuchen können. Deshalb habe ich mir gedacht, ich schwelge mal ein wenig in Erinnerungen und gebe Euch mal einen Bericht, aus unserer Urlaubsvergangenheit. Finleys erster Besuch in Österreich, gewissermaßen sein Antrittsbesuch bei der Schwiegerfamilie und deren Hund. Ihr ahnt es schon, dass man sich bei so einem Antrittsbesuch vorbildlich zu benehmen hat, war Finley vollkommen schnurz.

Jedes Jahr im Sommer war es soweit, die großen Ferien standen vor der Tür, wir wollen die Familie besuchen. Mein Mann ist Österreicher und deshalb gab es, was unsere Urlaubspläne betraf keine Diskussionen. Er wollte nach Hause, die Kinder freuten sich auf Oma und Opa und mir … stand der kalte Angstschweiß auf der Oberlippe.

Urlaub, endlich Urlaub … jay …

Also packte ich in unser Auto ein, was man in der Steiermark so brauchte: Sommersandalen, Badesachen, Gastgeschenke, Notfallapotheke. Und zusätzlich für mich: Baldrian, Rescue Tropfen, Kytta Sedativum Dragees, eine große Flasche Klosterfrau Melissengeist, vorgefertigte Scheidungspapiere und unseren Hund Finley. 38 Kilogramm pure Muskelmasse, eingepackt in einen Golden Retriever,  angetrieben von überschäumender Lebensfreude.

Finley, the king of the road … Sternchen the styrian Hausherr

Es liegen 16 Stunden Autofahrt vor uns. 16 Stunden in denen ich mich fortwährend fragte, wie wohl unser Empfangskomitee aussehen würde. Würde er dabei sein? Der Herr des Hauses? Der Rüde meiner Schwiegermutter, das „Sternchen“? Alleine der Gedanke an ihn, gab mir das Gefühl, als würde ich eine Sprengstoffweste tragen, deren Explosion ungenannte, emotionale Auswirkungen freisetzen würde. Eigentlich war es bei Licht betrachtet, die Kombination dieses weißen Fellknäuels, zusammen mit meiner Schwiegermutter,  diese Symbiose eines selbstverliebten kleinen Rackers und einer Frau, die diesen Racker kompromisslos und leidenschaftlich liebte, die mich immer wieder an den Rand des Wahnsinn trieb. Und wie Ihr ja wisst hatte Finley in seiner Pubertät so ein „Ding“ mit anderen Rüden…

Der Rüde meiner Schwiegermutter war ein watteweißer, fluffiger Malteser und wich ihr nicht von der Seite. Wo ist das Problem, fragt Ihr euch? Nun, Sternchen das waren vier Kilogramm „I doarf olles“, vier Kilogramm geballtes Testosteron, vier Kilogramm Fluffi-Hund mit dem Selbstbewusstsein eines 50-Kilo-Rottweilers.

Finley benimmt sich wie ein Matrose auf Landgang

Und dann war er da der Moment. Die Familie stand in der Einfahrt und winkte. Kein Sternchen zu sehen. Ich atmete erleichtert durch, öffnete die Heckklappe und mein Rüde sprang in Schwiegermamis Garten und markierte seelenruhig jeden Baum, jede Rose (seufz) und jeden Gartenkübel (schluck). Bei jedem Pipitropfen wurden die Lippen der Schwiegermutti etwas schmaler. Eigentlich reichte es mir an dieser Stelle schon, ich wollte im Boden versinken. Der Garten meiner Schwiegermutter ist wunderschön. Sie hatte viel Liebe und Arbeit investiert. Ich persönlich bewunderte insbesondere ihren Rosengarten, der mich ein wenig an die Schlossgärten von Sanssouci denken ließ. Ich entschuldigte mich. „Geh‘ macht doch nix“, sagte sie, ihr Blick sendete eine andere Botschaft aus. Auf meinem Gesicht entstand ein schiefes Lächeln.

Attacke aus dem Off

Daaaa, ganz plötzlich kam er um die Ecke geschossen, der Rottweiler in Malteser-Camouflage. Er nahm Anlauf, bockte auf meinem Hund auf, krallte sich mit seinen Pfoten in Finleys Lenden und versuchte mit aller Kraft …., na ja, Ihr könnt es Euch denken.

„Schau, jetzt is’ der Finley sei Weiberl“, frohlockte meine Schwiegermutter.

„Nicht in einer Millionen Jahre“, dachte mein Finley und schüttelte den lästigen kleinen Irrläufer vom Hinterteil. Das wiederum löste Empörung beim steirischen Hausherrn aus und er zwackte meinem Golden in den Bauch. Der ließ sich nicht lange bitten, pflückte sich den Widersacher vom Bauch und spuckte ihn, begleitet von einem tiefen Grollen, vor Schwiegermutters Füße. Dort blieb das Sternchen verdutzt liegen, rührte sich erst einmal nicht, Widerworte war er nicht gewohnt. Dies alles war ein Vorgang von Sekunden.

Drama Baby, Drama

„Jöhhh“, rief meine Schwiegermutter, „Sterndi, sag was. I bins!“  Tränen rinnen ihre Wangen hinunter. Ich wollte in Grund und Boden versinken. Und meine Schwiegermutter durchbohrte mich derweil mit ihren Blicken.

Mein Schwiegervater und ich inspizierten den Kleinen, er hatte, abgesehen von einer kleinen Schramme, keine Verletzungen. Trotzdem wollten wir zur Sicherheit einen Tierarzt aufsuchen. Sternchen war sichtlich geschockt, gepaart mit Erdoganscher Empörung über diese dreiste Majestätsbeleidigung. Die Liesl*, Schwiegermutters Nichte sollte uns fahren. Sie wurde ins Bild gesetzt. Wild gestikulierend lieferte meine liebe Schwiegermama der Liesl* eine hochdramatische, mit Seufzern und Schluchzern durchsetzte Reportage. Aus Sternchen, dem rotzfrechen Stalker, wurde ein armes Hascherl und von Finley entstand der Eindruck, als sei er ein Säbelzahntiger  aus dem Pleistozän, mit langen Reißzähnen und fürchterlichen Klauen. Ich war ein ganz kleines Bisschen irritiert, hatte ich die Abläufe doch komplett anders in Erinnerung.

A Bluat is dicker als wia Wosser

Die Liesl* wurde leichenblass.  „Mei, Mei, Mei….“, hauchte sie atemlos und schaute mich vorwurfsvoll an. Mein Blick richtete sich pflichtschuldig auf meine Schuhspitzen. Wir stiegen in ihren blitzblank geputzten Kombi ein. Liesl* fuhr beherzt, „Jo, des machen mia scho“, die Schwiegermutter mit dem Sternchen auf dem Beifahrersitz und ich auf der Rückbank. Schließlich war mir die Situation unangenehm … und ein bisschen norddeutsche Kontrolle kann dem steirischen Temperament ja nicht schaden, gell. Und während wir fuhren, dachte ich darüber nach, was die Liesl*, die ja Schwiegermutters Nichte war, wohl dann für mich sei … Halbkusine, Schwiegertante oder vielleicht Schwippnichte … daaa, wuahhh …

Unvermittelt geriet der Wagen ins Schlingern. Die Kusine beschwerte sich emotionsgeladen, über den Ex-Mann, die Kinder, ihre Eltern, ihren neuen Freund …. : „Mei, da mocht und duat man und wie wiads oam gedankt. Undankbar sans olle!“  Die nun folgenden, dramatischen und tränenreichen Erzählungen aus ihrem Leben, führten zu einem gewissen Maß an Instabilität bei ihren Fahrkünsten. Inhaltlich, also da stellt Euch einfach vor, euch werden 3650 Folgen „Schwarzwaldklinik“ mit gelegentlichen Abschweifungen zu „Bauer sucht Frau“, komprimiert zusammengefasst, in eine der beängstigenden Stunden eures Lebens.

Ein letztes „Pfüat di“

Heiliger Klabautermann, dachte ich, was geht hier denn ab? Wild gestikulierend, eierte die Schwippcousine gefährlich nah an den Abgründen der Bergstraßen entlang. Vielleicht ist dies der richtige Moment zu erwähnen, dass ich unter Höhenangst leide. Für mich war diese Fahrt zum Tierarzt längst zur Vorstufe eines kollektiv, erweiterten Selbstmordversuches geworden. Ich überlegte kurz, ob ich meinen Mann übers Handy anrufen sollte, um ihm ein letztes „Pfüat di“ ins Ohr zu raunen, verwarf diesen Plan aber bereits in der nächsten Kurve, weil ich meine Hände brauchte, um mich im Dachhimmel des Tanten-Wagens festzukrallen.

Ich wurde blau im Gesicht. Das war nicht gut, denn Blau war der letzte Schritt vor Grün. Und wenn ich grün im Gesicht werden würde, würde ich erfahrungsgemäß als nächstes spucken. Na, das wäre was gewesen. Zuerst hetzte ich meinen Säbelzahntiger auf einen steierischen Floffifluff und dann kotze ich die Familie auf der Fahrt zum rettenden Tierarzt auch noch voll. Ich atmete tief durch. Mein inneres Ohmmm saß vor seiner Klangschale und skandierte unser Mantra der Stunde: DAS!!! … klingklong … darf unter keinen Umständen passieren.“

Schluchzer auf dem Beifahrersitz

Während sich die Liesl*, am Steuer, laut über ihre undankbare Familie erboste, saß meine Schwiegermutter, leise vor sich hin weinend auf dem Beifahrersitz. Das Sternchen hielt sie mit einer Hand fest – sehr fest – an ihre Brust gepresst. Mit der anderen Hand streichelte sie ihrem Patienten unablässig über imaginäre Wunden. Ihre Dauer-Schluchzer unterbrach meine Schwiegermutter nur für so aufmunternde Worte wie: „Stirb‘ net Sternchen, stirb‘ neeeeeet.“ Unter ihrem wogenden Busen war ein gequälter Japser zu hören.

Willkommen bei den steirischen Filmfestspielen

Ich stand kurz vor einem hysterischen Lachkrampf. Erlebnisurlaub the styrian Way, ich konnte mich gar nicht daran erinnern, dass wir DAS gebucht hatten. Wenn ich das bei mir zuhause erzählen werde, das glaubt mir kein Mensch. Tief durchatmen, alle Sinne und vor allem den Verstand sortieren. Mit einem herzhaften Sprung über ein paar Schlaglöcher, landeten wir auf dem Parkplatz vor der Tierklinik. Puhhh, das war nochmal gut gegangen. Die Kusine schneutzte sich, schaute plötzlich sehr milde nach hinten und zwinkerte mir aufmunternd zu. Diese Art von abruptem Stimmungswechsel können nur steirische Frauen, das könnt Ihr mir glauben.  Schwiegermama war mittlerweile schon auf dem Weg ins Behandlungszimmer. Ich hechtete hinterher. Meine Schwiegermutter war schon mitten in ihrer Jurassic-Steiermark-Erzählung. Ich kam einfach nicht dazu, etwas zu sagen und trug vorerst nur schuldbewußte Blicke und das eine oder andere, kraftlose Schulterzucken bei. Danach wendete sich die Tierärztin an mich und sagte: „Jetzt verzölst du mir amol wie du das sigsd.“ Ich unterdrückte mit aller Kraft meinen aufkommenden Wunsch, mich auf ihren Schoß zu setzen und Mama zu ihr zu sagen und fing an.

Juhuuuu, ich komme zu Wort

Nachdem auch ich meine Version der Geschehnisse erzählen durfte, tätschelte mir die Tierärztin mitfühlend den Arm. „Is joa nix passiert“, sagte sie freundlich. Und an meine Schwiegermutter gewandt, fragte sie: „Woll’n wir ihn net gleich kastrieren, den Raudi?“  Meine Schwiegermutter japste nach Luft. Ich hätte sie küssen können, diese schrecklich nette, kompetente, taktlose Tierärztin. Mit diesem Satz hatte sie mich abgelöst als Persona non grata. „Heute auf keinen Fall“, sagte ich bestimmt. Und weiter: „Der Kleine hat für heute genug mitgemacht.“ Meine Schwiegermutter sah mich an und …… lächelte! Die Tierärztin grinste.

„Butterfly, my Butterfly…“

Für den Nachhauseweg flößte mir die Veterinärin zwei Pflaumenschnäpse ein und gab mir noch ein paar Globuli gegen die Höhenangst mit. „Die sind für Sie“, sagte sie mit einem bedeutsamen Lächeln. Ich nickte brav, schluckte widerspruchslos die ganze Ladung und wurde nach etwa fünf Minuten, wundervoll ruhig. Waren es die Globoli oder der Schnaps oder die Kombination aus Beidem, wer weiß das schon …

Auf meinem Gesicht machte sich ein grenzdebiler Ausdruck breit, begleitet von einem inneren, äußerst angenehmen, Jo-so-geihd-dat-noch‘-Schnaps-Frau-Wirtin-Feeling. Auf der Heimfahrt versuchte ich die Blümchen zu typisieren, die unsere Steil-bergab-Straßen säumten. Ich wünschte mir heiß und inniglich, dass genügend Bienchen und Schmetterlinge … ohhh … war da nicht gerade ein besonders schöner, huiiiii … bei meinen Alpenblumen vorbeischauen würden, um viele weitere Generationen ihrer opulenten Blütenpracht zu garantieren…. hach, runterfahren ins Tal, war irgendwie viel weniger stressig, dachte ich und schlief ein. Zuhause angekommen, gab es erst einmal was Anständiges zu Essen. Schließlich waren wir in der Steiermark. Ich für meinen Teil, hätte viel lieber noch eine Handvoll von diesen seligmachenden Globuli gehabt … oder besser noch ein, zwei, drei Pflaumenschnäpse.

Friedensgipfel am Abendbrottisch

Beim Dessert, stellten meine Schwiegermutter und ich ein paar Regeln auf, damit unsere Hunde sich die kommenden zwei Wochen nicht zu Gesicht bekommen würden. “ Siehsssuuu“, sagte ich mit leicht verwaschener Diktion, „jetsss werdn wir doch noch sssu einm Team.“ Ähm, wie bewußtseinsverändernde Mittelchen doch die Sichtweise aufs Leben ändern können… Sagen wir es frei heraus, bei nüchterner Betrachtung bin ich die Schwiegertochter, die etwas aus der Art geschlagen ist. Wir sind zwei Frauchen, die ihre Hunde lieben, aber mit völlig unterschiedlichen Ansichten über das Zusammenleben mit ihnen. Was uns vereint, ist die Liebe zu meinem Gatten und jede möchte nur das Beste für ihn. Und wenn ich mir die die olle Runkelrübe einmal in Ruhe anschaue … also ähm, das Sternchen natürlich … eigentlich ist er ganz niedlich, irgendwie, manchmal …… wenn er da so liegt und schläft….


Anmerkung der Redaktion:

Die Liesl* heißt natürlich nicht Liesl*, ich will ja irgendwann noch mal hin, zu meiner Familie. Natürlich sind alle anderen Namen auch geändert und bis zur Unkenntlichkeit verfälscht. Vielleicht ist die Schwiegermutter in dieser Geschichte gar nicht MEINE, ich bin mir nicht einmal mehr sicher, ob ich, ich bin. Nur der Name „Sternchen“  ist echt, der passt so gut, dass man ihn nicht besser hätte erfinden können.

Und an meine liebe Familie: Ihr wisst, ich meine es nicht böse, ich will nur spielen…

 

 

 

Der Tractive GPS DOG 4 – Das Nachfolgermodell im Finleytest

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Weil echte Liebe untrennbar ist

 

 

 

Wir haben ein neues Familienmitglied, also so fast, er verbringt viel Zeit bei uns. Also kurz gesagt, meine Tochter Motte hat einen neuen, festen Freund. Wir mögen ihn sehr und Finley liebt ihn. Der junge Mann ist intelligent, unterhaltsam, aktiv und was am Wichtigsten ist, total lieb zu unserer Tochter. Allerdings scheint er eine kleine Aversion gegen geschlossene Türen zu haben … und geschlossene Gartenpforten … wie gesagt, Finley liebt ihn.

 

Jeden Morgen um 7.30 Uhr führt mein erster Weg zur Terrassentür, um Finley in den Garten zu lassen. Danach gehe ich in die Küche und mache Kaffee für meinen Mann und mich. Dann quatschen wir ein wenig, bevor sich jeder von uns auf den Tag vorbereitet.

 

Finley läuft derweil durch den Garten. Er ist gut erzogen, ich muss ihn währenddessen nicht beaufsichtigen … es sei denn, ein gewisser Jemand hat vergessen, die Gartentür zu schließen.

Natürlich muss man sich dann, als Hund mit Hausrecht, um eine offene Gartenpforte kümmern, mal nachschauen, ob auch vor der Pforte noch alles in geregelten Bahnen läuft und wenn Hund schon dabei ist, dann kann er auch gleich mal in die angrenzenden Gärten schauen und einen Kontrolltrip auf die anliegenden Häuserreihen ausweiten. „Hmmm, hier riecht es aber nach Enrico C. … grrrr … war der etwa schon unterwegs?“

 

Ich gebe zu, wir hatten nicht gleich bemerkt, dass Finley abgängig war.  Als es soweit war, half mir die Tatsache, dass Finley seinen neuen Tractive GPS DOG4 Tracker am Halsband hatte. Ihr ahnt es sicherlich schon, wir durften noch einmal testen und dann gleich einen Ernstfall. Das Finley den Tracker am Hund hatte, half sehr dabei, die aufkeimende Panik unter Kontrolle zu halten. Ich öffnete die App und verfolgte seinen Ausflug auf dem Handy. Ein Abo für die App bekommt Ihr schon ab 4,71 Euro monatlich. Eine Beschreibung, wie die App installiert und genutzt wird und wie der Tracker mit dem Handy verbunden wird, findet Ihr in meinem letzten Artikel zum Tractive GPS Tracker (KLICK HIER).

 

 

 

Der neue Tractive GPS DOG4 Tracker kostet 49,90 Euro. Für Euch gibt es jetzt bis zum 15.2.2020 ein tolles Angebot. Wenn Ihr Interesse habt, und über den Link im Text geht, bekommt Ihr 20 Prozent Rabatt auf den Kaufpreis. Klickt einfach auf den blau gefärbten TRACKER-Link und gebt beim Kauf folgenden Rabattcode ein.

 

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Mir hat der Tractive GPS DOG4 einen guten Dienst erwiesen, ich konnte in Echtzeit verfolgen, vor welcher  Hausnummer Finley gerade vorbeilief. Nur einmal ging der Alarm los, weil Finley den virtuellen Gartenzaun verlassen hatte. Aber es sah trotzdem so aus, als käme er von ganz allein nach Hause. Die Bilder der Live-Verfolgung werden im 2-Sekunden-Takt aktualisiert. Dank einer neuen Netzwerktechnologie, ist die Ortung noch genauer geworden und die Akkulaufzeit beträgt jetzt bis zu fünf Tagen.

Auch wenn wir diese fünf Tage nicht gebraucht haben, mein Satansbraten hatte allein zu uns zurückgefunden, ist das Wissen darum doch sehr beruhigend. Mit seinen neuen Fähigkeiten ist der Tractive GPS DOG4 auch eine gute Absicherung im Urlaub. Eine Ortung ist aufgrund der neuen Technik weltweit möglich. Weil das Reisen ja im Moment eingeschränkt ist, wird uns der Tracker erst einmal auf unseren nächsten Ausflügen an die nachbarlichen Teiche und Seen begleiten, er ist nämlich zu 100% wasserdicht.

 

Ich finde gerade in Zeiten, wie wir sie gerade durchleben, kann der Tractive Tracker gute Dienste leisten. Wenn meine Familie und einmal gezwungen wären in Quarantäne zu gehen, müsste ich für Finley einen Gassiservice organisieren. Weder Finley, noch wir sind es gewohnt, dass Fremde die Hundetouren übernehmen. Wenn ich dann ab und an mal nachsehen könnte, wo sich mein Bärchen gerade so herumtreibt, könnte ich das sicherlich sehr viel ruhiger aushalten. Das neue Tracker- Modell bietet eine verbesserte Technik. Das Gerät sucht automatisch das beste verfügbare Mobilfunknetz, um Euch den Standort Eures Haustiers zu übermitteln. Der Akku hat eine längere Laufzeit, als derjenige im Vorgängermodell. Die Daten werden häufiger aktualisiert, was gerade für die von mir favorisierte Funktion, des Live-Trackings, von entscheidendem Vorteil ist. Ich bin mit dem Tractive GPS DOG4 sehr zufrieden und kann ihn empfehlen.

Der Krake im Vorstadtgarten

Gut wenn man einen Hund mit Fantasie hat

 

 

Ich komme gerade mit Erde verschmierten Händen aus meinem Garten und klopfe die letzten Dreckklumpen von meinen Gartenschuhen. Jetzt brauche ich erst einmal einen Kaffee. Ein paar Aufgüsse später stehe ich mit einem dampfenden Becher voller Koffein auf meiner Terrasse und schaue mir an, was Finley dieses Jahr aus meinen Herbstbeeten gemacht hat.

 

Ein Garten an sich ist ein Segen

 

Einen Garten zu haben, empfinde ich als Segen. Er ist ein Ort, wo man die Seele baumeln lassen kann. Gartenarbeit ist, fragt man meine Hausärztin, etwas Wundervolles, Blutdruck senkendes, Energie spendendes. Sie stärkt das Immunsystem, fördert die Kreativität und wenn alles in voller Blüte steht, kann man das Leben in vollen Zügen genießen.

Nun ja … die Einen sagen so, die Anderen so, würde Christian, einer unserer engsten Freunde sagen. Der ist auch Arzt und muss es wissen. Er sieht das Ganze vielleicht etwas differenzierter, weil es Hunde in seiner Familie gibt.

 

Finley, mein persönlicher Gartendesigner

 

Hunden muss man diese Fakten über Gartenarbeit gar nicht erst erklären, sie wissen das. Das Talent zur Gartenplanung wurde ihnen sozusagen in die Wiege, ähm, das Körbchen gelegt. Finley zum Beispiel, buddelt gerne Löcher, erschnuppert die günstigste Stelle für den neuen Apfelbaum und manchmal findet er auch, dass eine bereits in voller Blüte stehende Pflanze so gar nicht dorthin gehört, wo ich sie eingepflanzt hatte – leider.

 

Finleys Arthrose-Frühwarnsystem hat natürlich schon gespürt, dass der Herbst vor der Tür steht. Nahezu sofort hatte er angefangen, den Garten herbst- und winterfit zu machen. Im Laufe der vergangenen Jahre hatte es sich herausgestellt, dass Finley ein begnadeter Furchenzieher ist. Was den Platz für seine Aktivitäten betrifft, ist er nicht wählerisch. Mal zieht er seine Furchen durch die frisch aufgelockerte Erde in den Beeten, mal in die von dem sehr heißen Sommer ohnehin strapazierte Rasenfläche. Das ich hektisch mit der Harke hinter ihm her hechte, um seine Spuren zu verwischen, verbucht er als artgerechtes Agility-Programm für Frauchen.

 

Warum dagegen ankämpfen?

 

Um meine Nerven zu schonen, beschloss ich das Beste aus der Situation zu machen und entschied die gezogenen Furchen einfach zu bepflanzen. Nun musste ich meinen nächsten Einkauf im Pflanzencenter gut planen. Welche Stauden sollen es sein, wo muss ich winterharte Pflanzen setzen und wo reichen Saisonblumen aus. Wie viele Blumen brauche ich?

 

Die richtigen Mengen einzukaufen ist immer mein größtes Problem. Ein Problem, dass ich nicht nur im Lebensbereich Garten habe. Bei manchen Produkten, da kann ich einfach nicht anders. Kapern zum Beispiel, ich muss immer ein bis zwei Gläser Kapern im Vorratsregal stehen haben. Warum das so ist? Öhm, lasst mich mal kurz nachdenken…?

Nudeln, insbesondere Spaghetti liegen in zwei aufeinandergeschichteten Reihen zum Kochen bereit … immer, auch wenn es Kartoffeln oder Reis gibt. Ich gebe zu, ich habe ein ausgeprägtes Hamstergen, irgendwo zwischen meinem Erbgut versteckt.

 

Ein Mann, zwei Töchter das muss man echt wollen als Frau

 

Weil meine Marotte in der Familie bekannt ist, bietet das, natürlich Anlass für Spott. So erreichen mich beim Supermarkteinkauf regelmäßig gut gemeinte WhatsApp Nachrichten meiner Töchter und meines Mannes: „ Birgit, wir brauchen keinen Senf mehr … für die nächsten zwei Jahre …“ Motte, die Jüngere ist da auch immer sehr erfinderisch: „Mama, was läuft falsch bei Dir? Bring bloß keinen Parmesan mehr mit…“ Es folgt eine sehr blumige Ausführung darüber, dass wir an unserem Parmesanvorrat sehr wahrscheinlich noch herumnagen werden, wenn sie längst vor dem Traualtar stehen wird mit XY und ausgezogen ist. „Was hast Du vor, Mama? Willst Du vor der Kirche anstatt Reis, Parmesan auf das Brautpaar werfen?“

 

Die Stimme der Vernunft – das hat sie von mir 😉

 

Mausi, die Ältere ist da etwas pragmatischer: „Ich bin ja ein toleranter Mensch, Mutter. Und jeder darf seine Zwänge ausleben. Aber ich schwöre, wenn Du heute wieder XXX mitbringst, dann erwartet Dich hier zuhause ein Kriseninterventionsteam … und Du packst Deine Einkäufe alleine aus. GANZ ALLEINE!“

Tja, man hat es nicht leicht als Mutter und Ehefrau. Insbesondere dann nicht, wenn man Diejenige ist, die täglich auf die Jagd gehen muss … äh, ich meine in den Supermarkt gehen muss um zwei nörgelige Spätpubertierende und einen Homeoffice-Gatten, ausgestattet mit österreichischem Gourmetgaumen, satt zu bekommen.

 

Braaaaver Junge, guuuuuter Hund – ist eben echte Liebe

 

Der Einzige, der mich mit solchen Nachrichten verschont, ist Finley der Gute. Der fände es nämlich erstrebenswert, wenn der Kauartikelvorrat bei uns ein wenig aufgestockt würde.

 

Doch zurück zu meinem Garten. Mein Auto war voll bepackt mit winterfester Heide in allen möglichen Rosa- und Lilatönen, blauem Gras und ein paar bunt durcheinandergewürfelten Alpenveilchen. Zuhause angekommen verteilte ich die Pflanzen in Finleys Furchen und buddelte hier und da noch ein Loch hinzu, um die Gräser und Alpenveilchen zu positionieren. Wenn sich die Furchen überschnitten, wechselte ich dort die Farben, um ein wenig mehr Struktur zu bekommen. Finley hatte sich indessen schon den Aufräumarbeiten gewidmet.

 

Wie Ihr ja wisst, ist Finley ein besessener Blumentopf-Stalker. Er stürzte sich auf leer gewordenen Plastiktöpfe als wären sie mit Frischfleisch gefüllte Näpfe. Die ganze Geschichte zu seiner Besessenheit findet ihr hier.  Dann häckselte er die Plastiktöpfe klein und sah mich zufrieden an. „Was…“, schien sein Unschuldsblick zu sagen, „wenn ich sie zerkleinere passt viel mehr davon in die gelbe Tonne.“ Mir ist schon klar, dass ich mich als Hundehalter in einer Grauzone bewege, wenn ich das dulde, aber hey, Nobody is perfect.

 

Ich rieche Meereswasser…

 

Wenn ich jetzt aus dem Fenster im ersten Stock schaue, sehe ich, wie sich lilarosa Heide wie die Arme eines Hochseekraken durch meine Beete schlängeln. Sie umarmen die Alpenveilchen und das blaue Gras, als hätten sie sich Futter gefangen, ein echtes Fluch-der-Karibik-Feeling. Ich atmete tief durch und dachte, wer braucht schon Perfektion, wenn er das hier haben kann. Es hätte mich nicht gewundert, wenn in diesem Moment Kaptain Jack Sparrow um die Ecke getorkelt wäre und gesagt hätte: „Keep tellin yourself that, darling.“

 

 

 

 

 

 

 

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Goodfellows Mensch & Hund-Coaching ist schon dabei. Das Register ist übersichtlich unterteilt nach der ersten Ziffer der Postleitzahl. Wer eine Hundeschule sucht, findet dort alle relevanten Zugangsdaten. Damit Ihr euch die richtige Hundeschule aussuchen könnt, stellen sich alle Unternehmen in einem kurzen Text vor. Schaut es euch einfach einmal an.

 

Meine Kolumne in der HundeWelt – Die Oktoberausgabe

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Die Oktoberausgabe der  HundeWelt liegt für euch am Kiosk bereit. Das Redaktionsteam hält für euch wieder viele Überraschungen bereit.

Ich werfe für euch einen humorvollen Blick auf das Leben mit meinem Hund und berichte dort über Alltagssituationen, die jeder Hundehalter schon irgendwie einmal erlebt hat oder aber erleben wird. Und zwar auch dann, wenn er heute noch nicht daran glauben kann, dass ihm mal so etwas passieren könnte.

Jede meiner Geschichten enthält das berühmte Quäntchen Wahrheit, einen Lösungsvorschlag, einen Paukenschlag, eine ordentliche Portion Selbstironie und manchmal auch etwas Versöhnliches.

Meine Kolumne findet ihr wieder auf der Seite 34. Dieses Mal geht es, im übertragenen Sinn, um ein gesellschaftliches Phänomen – den Wiesengossip, dem wir Hundehalter alle ausgesetzt sind. Oder sollte ich sagen, an dem wir uns alle beteiligen – zumindest manchmal – wir sind schließlich alle nur Menschen…

Die Texte in der HundeWelt findet Ihr so nicht auf meinem Blog, den ich natürlich nach Kräften weiter betreiben werde. Also, wenn Ihr meine Geschichten mögt, dann schaut doch mal hinein in das Magazin.  Es wird sich lohnen, das kann ich versprechen –  nicht nur wegen meiner Glosse …

Seelengefährten Auf Vier Pfoten

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Eine Tierärztin zeigt, was unsere Haustiere über uns verraten

 

 

Die Tierärztin Wilma Staffa beschreibt in diesem Buch, ihren Weg hin zur ganzheitlichen und naturkundlichen Medizin. Sie erklärt wie wichtig es ist zu erkennen, dass unsere Tiere oft unser Verhalten spiegeln und wie es dann dazu kommen kann, dass sie reale Krankheitssymptome aufzeigen.

 

Tiere spiegeln, wenn mit ihrem Frauchen oder Herrchen etwas nicht stimmt

(Dr. Med. Vet. Wilma Staffa)

 

Sie beschreibt unzählige Fallbeispiele, was ihren Behandlungsansatz etwas griffiger für Skeptiker macht. Ehrlich schildert sie in ihren Fallbeispielen, wie sie manchmal an die Grenzen der menschlichen Begleiter ihrer Patienten gerät und wie sie versucht, diese Grenzen sanft zu verschieben, ohne dabei zu weit zu gehen. Ein Drahtseilakt … sie stößt an, gibt zu bedenken und hinterfragt das gesamte Lebenssystem der Patienten um die Ursachen für die Krankheiten zu finden. Nur die Symptome zu behandeln ist ihr nicht genug.

 

Tiere spüren so viel unendlich mehr als wir Menschen

(Dr. Med. Vet. Wilma Staffa)

 

Ihre Offenheit auch für andere Ansichten finde ich selten, damit hat sie mich überrascht. Immer wieder macht die Autorin darauf aufmerksam, dass es vollkommen in Ordnung ist, sich bei einem anderen Tierarzt eine zweite Meinung zu einem gesundheitlichen Problem einzuholen. Das finde ich sehr sympathisch. Für mich waren auch die zahlreichen Hinweise darauf, dass man als Hundehalter seine Eigenverantwortung nicht ruhen lassen sollte und auch mal auf seine innere Stimme hören sollte, besonders bedeutsam.

 

Tiere fördern unsere eigene Wahrheit wieder ans Licht

(Dr. Med. Vet. Wilma Staffa)

 

Damit Ihr versteht, warum gerade diese beiden Aspekte so wichtig für mich sind, erzähle ich Euch mal eine Begebenheit aus Finleys und meinem Leben. Finley war etwa sechs Jahre alt, als er einen schlimmen Durchfall hatte. Nach etwa drei Tagen ohne dass eine Verbesserung eingetreten war, gingen wir zu unserer damaligen Tierärztin. Es begann ein Wochen lang andauernder Labormarathon. Kotproben wurden analysiert, diverse Blutbilder erstellt, Ultraschallbilder gemacht, Finley wurde auf alle möglichen Parasiten untersucht, bekam unzählige Medikamente – nichts.

Etwa 1800 Euro später hatten wir immer noch keinen klaren Befund, der Durchfall war genauso wässerig wie zuvor und was mich besonders beunruhigte, war dass Finley auf 18 Kilogramm abgemagert war. Für einen eigentlich gut bemuskelten Golden-Rüden war das etwa die Hälfte seines Normalgewichts. Finley, eigentlich in der Blüte seiner Hundejahre, bewegte sich wie ein uralter, müder, kranker Hund. Mir blutete das Herz.

 

Ich bin mir darüber bewusst, dass es zunächst einmal gewöhnungsbedürftig klingt, wenn wir die Erkrankungen unserer Tiere mit unserem eigenen Leben in Verbindung zu bringen.

(Dr. Med. Vet. Wilma Staffa)

 

An unserem nächsten Behandlungstag, es sollte bei dieser Tierärztin auch der Letzte sein, geschah etwas, dass mir die Augen öffnete. Die Ärztin stand vor meinem Hund und sagte: „Vielleicht sollten wir ihn einschläfern, er war ja auch oft ein schrecklicher Hund.“ Während ich noch fieberhaft überlegte, wie ich Finley wieder auf die Füße stellen konnte, hatte meine Tierärztin ihn offenbar schon aufgegeben. Nicht nur das, es schien ihr überhaupt nicht schwer zu fallen ihn gehen zu lassen. Mir fiel das Atmen schwer, ich musste raus aus dieser Praxis und das SOFORT. Auf dem Parkplatz redete ich mit Finley: „Ich weiß ja nicht wieviel Du da drinnen verstanden hast, mein Dicker. Eines ist schon mal sicher, Einschläfern kommt für mich nicht in Frage. Ich weiß noch nicht wie, aber wir kriegen Dich wieder hin. Hierher kommen wir nie wieder, versprochen!“

 

Rückbesinnung auf uns zwei

 

Zuhause ließ ich das ganze Geschehen noch einmal Revue passieren. Mir fielen unendlich viele Situationen ein, in denen sich unsere ehemalige Tierärztin Finley gegenüber genervt oder abweisend verhalten hatte. Mit Kritik an ihm und mir, hatte sie nie gespart. Nach allem war deutlich, sie hatte ihn wohl nie wirklich gemocht. Was aber viel wichtiger war, war die Erkenntnis, dass ich das nicht gesehen hatte. Dieses Erlebnis war für mich so einschneidend, dass ich nicht in der Lage war gleich einen anderen Tierarzt aufzusuchen. Ich setzte mich neben Finley und überlegte. Die Blutergebnisse und alle anderen Tests hatten nichts ergeben. Was wenn der Durchfall seelische Ursachen hatte?

 

Tiere haben kein dickes Fell

(Dr. Med. Vet. Wilma Staffa)

 

Finley und ich waren derzeit im Hundesport sehr aktiv. Retrieverplatz vom Verein, Fährtenarbeit beim Trainer um die Ecke, Dummytraining beim Spezialisten…

Eigentlich, das musste ich mir zähneknirschend eingestehen, hatte er mir schon immer deutlich signalisiert, dass das alles viel zu aufregend für ihn war. Und wenn ich ganz ehrlich zu mir sein sollte, musste ich mir eingestehen, dass es auch für mich neben Beruf, Haushalt und Kindern, zu viel des Guten war. Wir gingen nicht mehr auf den Retrieverplatz, die Situationen vor und nach dem Training hatten Finley immer extrem aufgeregt. Dummytraining bauten wir ab und an in unsere normalen Spaziergänge ein und das Fährtentraining ließen wir weiterlaufen. Wir wurden beide ruhiger und ausgeglichener.

 

Hohes Risiko, schöner Erfolg

 

Medizinisch gesehen lief erst mal gar nichts für uns. Ich kochte Finley eine Möhrensuppe. Ich gab ihm eine Paste für den Magen-Darm-Trakt, die ihm schon einmal geholfen hatte.  Nach drei Tagen wurde der Stuhl fester. Finley bekam zu den Möhren noch Reis und später gekochtes Hühnchenfleisch dazu. Nach etwa eineinhalb Wochen war sein Stuhl fest und wir stellten sein Futter ganz langsam wieder um. Nach etwa acht Wochen hatte Finley wieder sein normales Gewicht und sein wundervolles Temperament und seine Kraft waren zurückgekehrt. Gar nicht auszudenken, wenn ich unserer damaligen Tierärztin nachgegeben hätte. Finley und ich, wir hatten es zusammen geschafft. Heute habe ich zwei ganz wundervolle Tierärztinnen, denen man jede Frage stellen kann, die sich auch aber nicht nur auf die Schulmedizin verlassen. Seitdem ist er nie wieder so ernsthaft erkrankt.

Fazit

Jetzt aber zurück zu dem Buch. Ich finde es sehr lesenswert, weil es ein Fenster öffnet, dass uns eine andere Aussicht auf unser Verhältnis zu unserem Hund gewährt. Es ist sehr einfühlsam und fesselnd geschrieben und hat mich in meinen Ferien sehr gut unterhalten. Auch wenn ich keine Tierärztin bin, sondern Hundetrainerin, kenne ich doch die Hürden, die man nehmen muss, wenn es darum geht dem menschlichen Gegenüber zu erklären, das es das Verhalten seines Hundes mitverursacht hat.

Da es sich hier um das Buch einer Tierärztin handelt und Frau Dr. Staffa auch ein paar medizinische Tipps im Buch gibt, möchte ich eines klar sagen. Ich rezensiere hier die schriftstellerischen Inhalte und nicht die medizinischen Tipps, denn dazu fehlt mir das Fachwissen. Ob Ihr die Tipps anwendet oder nicht, liegt allein bei Euch. Dieses Buch bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.

 

 

Fotos: © Kathrin Hoyer FOTOatelierHOYER

Das Goodfellows Kurzinterview mit der Autorin Wilma Staffa

Goodfellows: Was bedeutet das Wort Schicksal für Sie?

Wilma Staffa: Schicksal ist der Teil meines Lebens, der sich meiner Kontrolle entzieht, zum Beispiel in welche Familie ich hineingeboren werde. Größere Ereignisse, wie schwere Krankheiten und größere Unfälle liegen meiner Meinung nach in der Hand des Schicksals. Durch bewusste Arbeit und spirituelle Praxis kann ich selbst mein Schicksal abmildern.

Ich sehe mich dennoch als den Schöpfer meines Lebens. Alles, was ich nicht ändern kann, nehme ich liebend an. Alles, was in meiner Macht liegt, werde ich für mich ändern, um zufriedener zu werden und an die wahre Basis der Glückseligkeit zu kommen. Jeder hat alles in sich, alles Wissen dieser Welt. Ich vertraue meinem inneren Gefühl, um Entscheidungen zu treffen.

 

Goodfellows: Wenn Zeitreisen möglich wären, wohin würden Sie gerne reisen?

Wilma Staffa: Ich liebe diese Zeit. Ich freu mich sehr, jetzt genau hier zu sein. Jetzt hier sehe ich meine Aufgabe und Erfüllung. Manchmal fühle ich mich den 20iger Jahren des letzten Jahrhunderts verbunden, die goldene Blütezeit der Kunst, Kultur und Wissenschaft. Und manchmal wäre ich gern einige hundert Jahre voraus. Dann denke ich, dass wir alle keine Tiere mehr essen und sensibler, liebender sind.

 

Goodfellows: Gibt es einen Traum, den Sie sich auf jeden Fall noch erfüllen möchten?

Wilma Staffa: Ich möchte gern alle Menschen, die Tiere und die Natur, einfach alles so lieben, wie es ist. Die bedingungslose Liebe zu leben, ihr nahe zu kommen ist mein Traum, mit allen meinen Mitmenschen und mit einem Partner.

 

Goodfellows: Wie sieht Ihr perfekter Tag aus?

Wilma Staffa: Ich lasse mich in den Tag fließen. Ich wache auf, wenn es hell wird. Es ist mir eine große Freude, wenn ich im Hausbesuch von meinen Erfahrungen und Erkenntnissen in der Tiermedizin erzählen kann. Und ich Menschen mit oder ohne Vierbeiner begegne, ich mit Ihnen ins Gespräch komme und ihnen helfe. Und wenn wir uns über den Sinn des Lebens unterhalten, gemeinsam Spiritualität studieren, von der eigenen Entwicklung erzählen oder einfach Gedanken austauschen.

Im Sommer bin ich im Garten, schwimme im nahegelegenen See, hacke Holz und schwebe auf der Schaukel unter dem Lindenbaum. Ich genieße Brombeeren, die ich am Wegesrand pflücke. Im Winter geh‘ ich im Wald spazieren und genieße die Energie der Natur und sitze vorm Kachelofen und beobachte das Feuer.

Perfekt ist der Tag dann, wenn ich abends in der Ruhe dankbar bin, mich an dem erfreue, was ich vollbracht habe und darüber nachdenke, was nicht so optimal war, wo sich beispielsweise negative Gedanken eingeschlichen haben. Ich plane Änderungen für morgen, dann werde ich jeden Tag ein wenig besser.

 

Goodfellows: Was wünschen Sie sich vom durchschnittlichen Hundehalter?

Wilma Staffa: Achtsamkeit. Und, ein Einfühlen in das, was der Hund einfach braucht: ausreichend Ruhe, Bewegung an frischer Luft und eine artgerechte Nahrung. Und immer wieder das Bewusstmachen der eigenen Ängste. Und den Mittelpunkt des eigenen Lebens immer bei sich selbst zu suchen. Das Wunderschöne ist, unsere lieben Vierbeiner helfen uns dabei.

 

Die Autorin

Dr. Med. Vet. Wilma Staffa arbeitet seit über 20 Jahren als Tierärztin in Callenberg/Sachsen, mittlerweile ganzheitlich naturheilkundlich. Sie führt Beratungsgespräche zu den Themen „Das Tier ist mein Spiegel“ und „Sterbebegleitung der Haustiere“ durch. Außerdem veranstaltet sie regelmäßig Workshops und Vorträge.

 

 

 

Seelengefährten Auf Vier Pfoten

Eine Tierärztin zeigt, was unsere Haustiere

über uns verraten

Autor: Dr. Med. Vet. Wilma Staffa

Verlag: Scorpio Verlag

Erschienen: 24.Juli.2020

ISBN: 978-3958033238

Preis: 18,00 Euro

 

 


Dieser Artikel enthält Werbung. Der obenstehende Link ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr Euch entschieden habt, das Buch zu kaufen und den Weg über diesen Link in meinem Blog zu gehen, würde mich das sehr freuen. Euch entstehen dadurch keine Kosten. Ich erhalte dann eine kleine Provision, die ich wieder in die Pflege des Goodfellows Hundeblogs und die Umsetzung neuer Ideen auf meinem Blog, investieren kann.

Nur ein Klick zur Freiheit – GOLEYGO Leine und Halsband

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Das Goleygo-Leinesystem im Finley-Test

 

Ich gebe ja zu, ich war skeptisch, als ich gefragt wurde, ob Finley und ich die Leine und das Halsband von der Firma GOLEYGO testen wollen. Ein Halsband und eine Leine, die nur durch ein Magnet-Rast-System miteinander verbunden sind und am anderen Ende mein Hund, ein 40-Kilo-Brummer? Na, das konnte ja etwas werden, dachte ich. An dieser Stelle schon mal vorab, dies ist eine Geschichte mit happy End.

Finley, mein Schleppkahn

Wer unseren Blog öfter liest weiß ja, dass Finley, vorsichtig ausgedrückt, nicht so gerne bei Fuß geht. Eigentlich hasst er es abgrundtief. Er liebt seine Freiheit und das führt zu meinem Leidwesen dazu, dass er oft zieht wie ein Schleppkahn im Hamburger Hafen. Unser alter Tierarzt hat mal behauptet, dass wenn Finley so richtig loslegt, ich ebenso gut versuchen könne, einen VW-Golf daran zu hindern loszufahren. Dieser Vergleich ist wissenschaftlich nicht belegt, sondern spiegelt lediglich persönliches Erleben wieder. *zwinker

Der Magnetverschluss hält viel Zug aus

Ich war also ein wenig unsicher als Finley und ich zum ersten Mal mit der Leine von Goleygo unterwegs waren. Für mich war ja nicht nur wichtig, dass ich Finley möglichst schnell und unkompliziert ableinen konnte, sondern auch dass der Magnet zusammenhält, wenn ich genau das nicht wollte.

Die erste Bewährungsprobe bestand das GOLEYGO-System schon an der ersten Weggabelung im Wald. Dort begegneten wir Sverre einem Westi, der chronisch auf Krawall gebürstet ist, wenn er andere Rüden sieht. Sverres Herrchen ist in der Regel keine große Hilfe in solchen Situationen. Also hieß es für mich, raus aus dieser Situation. Finley hingegen meinte, dass Sverre eine Lektion verdient hätte, für ihn hieß es eher rauf auf den Rüpel. Bei Sverre sind wir uns selten einig. Ich zog meinen schimpfenden und sich wehrenden Finley weg von dem geifernden Westi und stellte erleichtert fest, dass das Magnetsystem in der Lage war einiges auszuhalten. Ich war wirklich beeindruckt.

So funktioniert das Magnet-Rast-System

Zeit sich einmal mit dem Magnetmechanismus auseinanderzusetzen. Jeder Leine liegt liegt ein Adapter-Pin bei. Der Metall-Pin besteht aus zwei Teilen und kann am Ring des eigenen Halsbandes oder Geschirrs angeschraubt werden. An der GOLEYGO-Leine befindet sich am unteren Ende das Gegenstück zu dem Pin, ein aus Glasfaserkunststoff gefertigtes Gehäuse, in dem ein Ferrit-Magnet eingearbeitet ist. Dieser Magnet zieht den Pin beim zusammenschließen an, sobald er sich dem Ring am Halsband oder Gehäuse nähert. Ist der Pin einmal in das Gegenstück an der Leine eingezogen, wird der Pin durch einen kleinen Metallriegel arretiert und rastet ein (siehe Video oben).

Die Leine ist unser neuer täglicher Begleiter

Ich brauchte für diesen Vorgang nur noch eine Hand, genauso wie für das Lösen des Pins aus der Arretierung. Wenn ich Finley Ableinen wollte, dann zog ich mit dem Daumen und Zeigefinger nur noch den schwarzen Außenring des am Leinenende befestigten Minigehäuses nach oben und der Pin löste sich wieder.  Freilauf ohne langes, entnervendes Herumgefummel am Halsband, das ist ein echter Vorteil bei Hundebegegnungen. Da der Magnet den Pin ja anzieht, gab es auch kein langes Suchen in Finleys wuscheligem Fell, als ich ihn wieder festmachen wollte. Es machte Klick, und fertig war der Pin wieder eingerastet. Einfach super.

Das Sortiment – Machart – Preise – Extras

Flachleinen aus Nylon, so wie ich sie für Euch getestet habe, gibt es in Schwarz, Braun und Rot und kosten 29,99 Euro. Das Set mit einem dazu passenden Halsband kostet 39,99 Euro. Wer sein eigens Halsband oder Geschirr weiternutzen möchte kann das machen und sich für 12,99 Euro separat zwei Adapter-Pins kaufen und den passenden am eigenen Halsband befestigen.

Eine kleine Bitte an GOLEYGO

Die Flachleine und das Halsband sind aus widerstandsfähigem Nylonband gefertigt und schmutzabweisend. Das bedeutet nicht, dass Leine und Halsband nicht dreckig oder nass werden können. Allerdings kann ich aus eigener Erfahrung heraus sagen, dass zur Reinigung das Abwischen mit einem trockenen Handtuch vollkommen ausreicht. Die Leine ist danach sauber und wird nach dem Trocknen nicht steif. Sie ist genauso funktionstüchtig wie vorher.

Die Handschleife der Leine ist für zusätzlichem Komfort mit einem weichen Sythetikmaterial abgepolstert. Mein Wunsch an die Hersteller wäre übrigens, dass das Halsband für unsere Hunde auch auf diese Art und Weise unterlegt würde. In Größe M, einsetzbar für Hunde bis 60 Kilogramm, hat das Halsband eine Breite von nicht ganz 2 Zentimetern. Bei einem Hund von Finleys Größe ist das fast ein bisschen schmal. Wenn das Halsband so unterfüttert wäre, wie die Handschlaufe der Leine, wäre das auf jeden Fall ein Gewinn für den Tragekomfort. Finley und ich werden den Adapter-Pin deshalb zukünftig an seinem Lieblingshalsband befestigen.

So geht es weiter mit GOLEYGO und uns

Mein Fazit zum GOLEYGO Magnet-Rast-System ist überwiegend positiv. Der Zusammenbau ist denkbar einfach. Das System funktioniert genauso zuverlässig und kinderleicht, wie der Hersteller es verspricht. Wir werden die Leine sicherlich regelmäßig benutzen. Damit meine Mädchen die Leine auch benutzen können, werde ich noch das Adapterset bestellen. Die Mädels führen unseren Hund am Geschirr und damit wir den Adapter nicht jedes Mal vom Halsband aufs Geschirr montieren müssen, bekommt das Geschirr eben einen eigenen Adapter-Pin. Meine Mädchen haben übrigens auch noch eine Bitte an GOLEYGO, sie hätten gerne noch ein paar Farben mehr zur Auswahl. Wir Hundehalterinnen mögen es eben gerne bunt und wir lieben die Abwechslung ;). Oh, nur so ganz nebenbei. So zauselig sieht mein vormals frisch durchgekämmter Hund aus, wenn ich meine Mädchen bitte, sie mögen ihn doch mal fotofit machen…

 

 

 

 

Tractive GPS DOG – Weil echte Liebe untrennbar ist

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Eigentlich muss ich keine große Angst haben, dass Finley mir einfach abhaut. Tja, eigentlich …

Vor zwei Jahren ist es uns dann doch passiert. Ich wollte Finley ins Auto setzen und ihn mit zu einer Freundin nehmen. Wer Finley kennt weiß, dass Autofahren in der Hitliste der am meisten gehassten Tätigkeiten gleich nach dem Bei-Fuß-Gehen kommt.

Ich hatte damals nicht daran gedacht und Finley sprang so schnell wieder aus dem Auto, dass ich es nicht mehr verhindern konnte. Er ging aufs Ganze und verschwand bei uns in der Siedlung. In meinem Kopf überschlugen sich die Gedanken: Links rum wohnt Enrico C., das geht nicht ohne Verletzungen ab … drei Häuserreihen weiter ist die Hündin läufig, das geht nicht ohne Welpen aus … und dann die Katzen … die vielen Katzen … OH GOTT, DIE KATZEN!!!

 

Mehr Sicherheit mit dem Tractive GPS DOG

 

 

Hätte ich damals schon den Tractive GPS Tracker für Hunde gehabt, hätte ich weniger Sorgen gehabt und auf meinem Handy sehen können, dass Finley schnurstracks zum nächsten Weiher gesprintet war, um sich abzukühlen. Und damit sind wir beim Thema. Ich habe diesen Tracker einmal für Euch getestet und muss zugeben, irgendwie hat das Ganze etwas sehr Beruhigendes. (Der Tracker kostet 49,90 Euro, wenn ihr Interesse habt, klickt einfach auf den farbigen Link oben.)

Ich habe den Befestigungsclip an Finleys Geschirr befestigt. Durch die flexible gummierte Unterseite des Clips, sitzt dieser fest an seinem Platz. Der Tracker wird in diesen Clip eingeklickt und ist auch nicht verrutscht, als Finley sich schnell und heftig bewegt hat. Der Tracker lässt sich durch einfaches Zusammendrücken, zweier an der Seite angebrachter Knöpfe wieder vom Clip lösen. Der Akku lässt sich vom Tracker ziehen und kann dann separat aufgeladen werden oder aber das Gerät mit einem Akku mit höherer Kapazität ausgestattet werden.

 

Nachverfolgung auf dem Handy

 

 

Der Tractive GPS Tracker für Hunde wird über eine App aktiviert, die ihr kostenfrei herunterladen könnt. Um die Dienste der App zu nutzen, müsst Ihr ein Abonnement abschließen. Die Firma Tractive nutzt das Mobilfunknetz um den Bewegungsablauf des Hundes an das Handy zu senden. Tractive berechnet dafür lediglich eine geringe Abonnement-Gebühr, beginnend bei 3,75 Euro im Monat.

 

Die virtuelle Sicherheitszone markieren

 

 

Nachdem die App installiert ist, kann man relativ schnell den Aufenthaltsort seines Hundes sehen. Als nächstes zieht man auf der Karte einen virtuellen Zaun um das Gebiet innerhalb dessen unser Hund sich frei bewegen darf. Die App stellt uns dafür drei Möglichkeiten zur Verfügung. Den Umriss eines Quadrats, einen Kreis und einen benutzerdefinierten Umriss. Den habe ich genutzt, weil er mir mit sechs Zugpunkten die Möglichkeit gab einen asymmetrischen Zaun zu ziehen. Die App informiert mich nun, sofort mit einem Signal, sollte Finley das umzäunte Gebiet verlassen.

 

Die Laufwege werden aufgezeichnet

 

 

 

Der Tractive GPS DOG funktioniert weltweit. Mit nur 30 g Gewicht ist er ein Leichtgewicht und behindert unsere Tiere nicht. Da er absolut wasserdicht ist, könnte Finley ihn sogar mit in seinen Lieblingsweiher nehmen, ohne dass die Datenübermittlung beeinträchtigt werden würde. Der Akku hat eine Laufzeit zwischen 2-5 Tagen.

Die Akkulaufzeit hängt auch davon ab, wie wir den Tracker verwenden. Aktivieren wir den Live-Tracker, wird das Bewegungsprofil unseres Hundes in Echtzeit übertragen. Das beansprucht den Akku etwas mehr und verkürzt den Zeitraum bis zum nächsten Aufladen. Weil das so ist, fragt die App regelmäßig nach 5 Minuten an, ob das Livetracking fortgeführt werden soll. Reagiert man nicht, stellt sich der Livetracker ab. Die Aufladezeit des Akkus beträgt 3 Stunden. Hier würde ich mir wünschen, dass ich die Laufzeit des Livetrackings manuell selber bestimmen könnte. Eine längere Laufzeit fände ich praktikabler.

 

Aktiver Hund oder Couchpotato

 

 

Darüber hinaus erstellt der Tracker ein Aktivitätsprotokoll für Deinen Hund. Den Aktivitätsstatus könnt ihr für den jeweiligen Tag, wöchentlich oder monatlich abrufen.

 

Fazit:

Durch den Tractive GPS Tracker für Hunde können wir Hundehalter unsere Vierbeiner viel schneller orten und wiederfinden, als es uns auf konventionelle Weise möglich wäre. Das schafft mehr Sicherheit für unsere Hunde, genauso wie für uns selbst. Dabei darf allerdings niemals außer Acht gelassen werden, dass so ein Tracker nur eine zusätzliche Sicherheit bedeuten kann. Er ersetzt keine gut Erziehung für den Hund. Genauso wenig darf der Tracker zur Nachverfolgung des Hundes bei der Jagd eingesetzt werden.

Finley und ich werden den Tractive GPS Tracker für Hunde punktuell einsetzen, zum Beispiel wenn Finley nach einer längeren Pause wieder einmal Autofahren muss. Man weiß ja nie, was in so einem Retriever-Dickschädel so vor sich geht.

Außerdem ist es sehr beruhigend zu wissen, dass ich etwas technische Unterstützung hätte, wenn Finley im hohen Alter mal ein bisschen tüddelig wird und sich im Wald „verläuft“. Da halte ich es dann mit Tractive, „Weil echte Liebe untrennbar ist.“

Zum Schluss noch ein kleiner Tipp. Den GPS Tracker gibt es auch für Katzen. Sollte Eure Samtpfote den Tractive GPS Tracker für Katzen unterwegs einmal verlieren, könnt Ihr über euer Handy ein Licht am Tracker anschalten. So ist er auch auf dem Waldboden, zwischen herumliegenden Laub besser zu entdecken.

 

 

Tierisch Grau – So bleibt der Seniorhund gesund

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Mein Finley ist im Februar nun schon 11 Jahre alt geworden. Gott sei Dank geht es ihm gut und er ist erstaunlich fit für sein Alter. Manchmal gibt es eben aber auch diese kurzen Momente, in denen ich denke, hoppla, das wird ihm jetzt zu viel. Wäre mein Opi ein Mensch, würde ich ihm wahrscheinlich ein Kissen in den Rücken stopfen oder eine Decke über die Knie legen. Aber was macht man da bei einem alternden Hund?

 

Wenn Hunde älter werden, verändert das auch noch einmal die Beziehung, die man zu seinem Hund hat. Neue Unsicherheiten können entstehen. Was darf mein Hund jetzt noch? Warum hat er an bestimmten Dingen keine Freude mehr? Kann ich ihm oder ihr bestimmte Tätigkeiten noch zumuten? In dem Buch von Annette Dragun und Katja Wald findet man Antworten auf diese Fragen.

 

Begonnen bei geriatrischen Erkrankungen, seniorengerechter Ernährung, organischen Erkrankungen, bis hin zur Taubheit oder Altersblindheit, beschreiben Dragun und Wald, welche typischen Altersgebrechen es beim Hund gibt und erklären, wie diese Krankheiten zu behandeln sind. Für mich waren insbesondere die Kapitel wichtig, die sich mit der Früherkennung von Einschränkungen des Bewegungsapparates beschäftigt haben. Was können wir beobachten, wenn unser Hund eine Arthrose entwickelt? Katja Wald hat mir in ihrem Teil des Buches, der sich mit dem Bewegungsapparat des Hundes beschäftigt viele Antworten auf meine Fragen gegeben.

 

Wenn man wie ich einen Hund hat, der Zeit seines Lebens sehr aktiv war und im Kopf auch heute noch am liebsten jeden Tag Bäume ausreißen würde, ist es manchmal nicht so einfach zu erkennen, wann das Ganze noch unbeschwerter Spaß für ihn ist und wann Finley anfängt sich zusammenzureißen.

 

Dieses Buch sollte man nicht erst lesen, wenn der eigene Hund schon alt ist, sondern schon viel früher. Schon in der Welpenzeit kann man, so die Autorinnen, den Hund darauf vorbereiten, später unbeschwerter durch den Alterungsprozess zu gehen. Annette Dragun und Katja Wald schreiben fachkompetent aber für jeden gut verständlich. Mir hat dieses Buch ein wenig die Ängste vor dem genommen, was da im Alter noch auf uns wartet.

 

Fazit:

Ein mit Empathie und Fachkompetenz geschriebenes Buch. Das Buch zeigt viele Wege auf, wie auch das Leben mit einem alternden Hund noch erfüllt und lebenslustig sein kann. Absolut Lesenswert, ein Nachschlagewerk, dass man während eines Hundelebens sicherlich immer wieder aus dem Regal holt.

 

Die Autorinnen

 

Annette Dragun ist Tierheilpraktikerin für Hunde, Katzen und Pferde seit 1999. Sie lebt und praktiziert bei Niebüll, Nordfriesland. Ihre Therapieschwerpunkte sind Homöopathie, Akupunktur, Blutegeltherapie, Organotherapie, Phyto- und Bachblütentherapie. Neben der Praxis hält sie Vorträge und Fortbildungen für Tierhalter und -therapeuten und schreibt Bücher und Zeitschriftenartikel.

 

 

 

 

Katja Wald ist Diplom Sportlehrerin für Präventions- und Rehabilitationssport und Hundephysiotherapeutin. Sie lebt und praktiziert in Lotte bei Osnabrück. Ihre Zusatzqualifika-tionen: Akupunktur am Bewegungsapparat, Neuraltherapie, Blutegeltherapie, Low-Level-Lasertherapie, Dry Needling für Hunde und Dorn-Therapie. Beim Deutschen Institut für Pferdeosteopathie (DIPO) assistiert sie in der Ausbildung der Hundephysiotherapeuten. Ergänzend absolviert sie eine Ausbildung zur Hundeosteopathin.

 

 

 

 

 

 

Tierisch Grau

Autoren: Annette Dragun/Katja Wald

Verlag: BoD Book on Demand

Preis: 17,90 Euro

ISBN: 978-3750406070

 

 

 

 


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