Um es kurz zu machen – Über das unverschämte Glück, auf der Welt zu sein

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Heute gibt es mal was Anderes auf meiner literarischen Speisekarte. Sucht nicht nach der Hundegeschichte im Buch, Ihr werdet sie nicht finden. Das Buch „Um es kurz zu machen“, von Autorin Meike Winnemuth, berichtet über das pralle Leben einer humorvollen, intelligenten Frau, Mitte der 50er, oder sagen wir lieber, mit Lebenserfahrung. Das Buch ist so lustig und frech geschrieben, dass ich es Euch nicht vorenthalten wollte.

Und einen klitzekleinen Bezug hätte die Autorin ja doch zu einem Hundeblog. Meike Winnemuth lebt mit einem Foxterrier namens Fiete zusammen und hat für das Hundemagazin Dogs die Kolumne „Vor uns die Welt“ verfasst.

In diesem Buch findet Ihr Meike Winnemuths Kolumnen, die in den letzten Jahren im Stern, dem SZ Magazin, Geo Saison, Myself und der Cosmopolitan erschienen sind. Über die Wirkung von behaarten Männer-Unterarmen, und warum fremder Müll im eigenen Fahrradkorb die Autorin innerlich detonieren lässt. Und endlich finden wir eine Antwort auf die drängende Frage, warum es in unserer Meckerkultur so wichtig ist, zu loben – glückliche Kühe geben eben doch mehr Milch…

Mein Fazit zu diesem Buch: Unbedingt lesen, wenn man sarkastische Ausflüge in die kleinen Dinge des Lebens liebt. Wunderbare, selbstironische Schreibe. Es wird sicher schon bald weitere Bücher dieser Autorin in meinem Bücherregal geben.

Die Autorin: Meike Winnemuth, wurde 1960 in Schleswig-Holstein geboren und lebt in Hamburg und München. Sie ist freie Journalistin. Bei „Stern“, „Geo Saison“, „SZ Magazin“ und in vielen anderen Zeitschriften. Ihrem Reise-Blog „Vor mir die Welt“, folgten mehr als 200.000 Leser. Er wurde für den Grimme Online-Award 2012 nominiert und bei den Lead Awards 2012 ausgezeichnet. Weiter Blogs von Heike Winnemuth sind „Das Kleine Blaue“ und „Zurück auf Los“. Viel Spaß beim Lesen.

 


Um es Kurz zu machen

Über das unverschämte Glück, auf der Welt zu sein

Autor: Meike Winnemuth

Verlag: Albrecht Knaus Verlag

Gebundene Ausgabe, 208 Seiten

ISBN: 978-3813506952

Preis: 16,99 Euro

Broschierte Ausgabe

Penguin Verlag

Preis: 10,00 Euro

 

 

 

Kaffeeholz – Finleys neue Leidenschaft

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Es war verdächtig ruhig in meinem Garten. Finley war vor etwa zehn Minuten rausgegangen und ich hörte – nichts. Kein heftiges Hecheln, weil er gerade die Eckdaten unserer nächtlichen Gartenbesucher abfragte. Keine lauten Schlabbergeräusche, weil mein Dicker gerade dabei war, unser Eichenfass leer zu saufen und die darin befindliche Seerose auf Grund zu legen. Ich beschloss einmal nach dem Rechten zu sehen.

Da! Ein Knacken und wieder eines und noch eines… Da lag mein Finley in ungewohnt ruhiger Bettvorleger-Manier vor unserem Blumenbeet und kaute genüsslich an einem Stück Holz herum. Mein Rüde kaut leidenschaftlich gern an irgendetwas herum. Da war der Gauner doch an unseren Vorratskorb gegangen (hat er ja noch niiiiie gemacht) und hatte sich das schöne, neue Kaffeeholz von Bellepet gemopst. Das Team der Stapelfelder Firma  hundelleinen.de  (1Klick zur Hauptseite) hatte uns den Kauartikel netterweise zum Testen überlassen. Angesichts des zufriedenen Schnuten-Ausdrucks meines Hundes beim Kauen, kann man wohl sagen – ein voller Erfolg.

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Foto: Lara Janow

Ich, als achtsame Hundehalterin konnte meinen Hund unbesorgt weiter kauen lassen.  Denn der Kaffeeholz-Kaustab ist naturbelassen und unbehandelt. Er besteht zu 100 Prozent aus dem besonders harten und widerstandfähigen Holz des Kaffeebaumes. Eine tolle Alternative zu dem Holz, dass Finley unterwegs so findet, denn das hat er im Nanosekunden-Zeitraum klein geschreddert. Und ich mache mir immer Sorgen, dass er sich an den spitzen Splittern verletzen könnte.  Beim Kaffeeholz-Kaustab ist das Verletzungsrisiko auch deshalb so gering, weil scharfe Kanten und Ecken abgeschliffen worden sind. Meinem Hund ist das ja egal aber für mich ist das durchaus ein Qualitätsmerkmal.

Finleys neue Lieblingsbeute hat sich im „Feldversuch“ als erstaunlich strapazierfähig erwiesen. Der Kaffeholz-Kaustab ist offensichtlich robust und nicht so schnell kleinzukriegen. Mein Rüde hat jetzt fast eine ganze Woche intensiv darauf herumgekaut. Der Kaffeeholz-Stab ist immer noch da und ist lediglich ein wenig abgenutzter und kleiner geworden.

Den Kaffeholz-Kaustab könnt Ihr online im Shop von hundeleinen.de (1Klick zum Produkt) bestellen. Es gibt ihn in den Größen XS für Hunde bis 10 kg, in S für Hunde bis 15 kg, in M für Hunde bis 25 kg und in L für Hunde ab 25 kg. Der Preis liegt zwischen 6,00 und 12,00 Euro.

Für mich ist das eine Ausgabe, die sich wirklich lohnt. Wenn Finley seinen Kaustab richtig abgearbeitet hat, werde ich ihm sicher wieder einen Neuen besorgen – in Größe L 😉 .

 

Beagle – Geschichte Haltung Erziehung Beschäftigung

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Beagle – ehrlich gesagt, hatte ich bislang nicht viel über sie nachgedacht. Ab und an trafen wir den Horst im Wald. Der saß dann dort, einen Kaffee-To-Go in der Hand, auf einem großen Findling und wartete … auf Bärbel, wie er sagte.  Bärbel, seine Beagle-Hündin, die ihm wieder mal aus dem Geschirr geschlüpft und auf Abenteuersuche gegangen war.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich manchmal gefragt, ob der Horst überhaupt einen Hund hat oder vielleicht ein anderes Problem, dass mit einem Kaffee nicht aus der Welt zu schaffen wäre. Nachdem ich Sophie Strodtbecks Rassehandbuch über die Beagle gelesen habe, weiß ich – Horst hat einen typischen Beagle. Und Bärbel hat einen Halter, der über die nötige Gelassenheit verfügt, mit ihren Spleens klarzukommen.

Das Beagle Buch von Sophie Strodtbeck schlicht als Rassehandbuch zu bezeichnen, ist allerdings missverständlich und wäre nicht fair gegenüber der Autorin.

Missverständlich, weil viele wie ich, mit dem Begriff Rassehandbuch die nach Schema-F geschriebenen Bücher verbinden, in denen man die Rassenamen beliebig austauschen könnte, ohne am Inhalt großartig etwas zu verändern. Und unfair, weil Sophie Strodtbeck ein Buch geschrieben hat, das aus diesem Schema-F ausgebrochen ist und das, im besten Sinne dieses Wortes. Nachdem ich mit dem Lesen angefangen hatte, konnte ich damit gar nicht mehr aufhören. Die „Beagle-Bibel“ hat mich überall hin begleitet, zum Frisör, zum Arzt und so manche Wartezeit verflog viel zu schnell.

goodfellows-meierneu-blogSophie gelingt es, Fachwissen unterhaltsam und humorvoll zu verpacken und auf leicht verständliche Weise an uns Leser weiterzugeben. In diesem Buch erfahre ich alle wichtigen Fakten zur Haltung, Gesundheit und Pflege eines Beagles. Darüber hinaus, und das ist neu, erzählt die Autorin auch von ihren eigenen Erlebnissen mit ihren Beagles Andra und Herrn Meier. Nahezu jedes Kapitel beinhaltet eine Anekdote, ein Erlebnis und stellt so einen Praxisbezug her, wie er enger an der Realität nicht sein könnte. So ergibt sich für den Leser ein authentisches Bild, was es bedeuten kann, sein Leben mit einem Beagle zu teilen. Und genau das ist es, was ich von einem Rassehandbuch erwarte. Eine nicht geschönte, ehrliche Auseinandersetzung mit dem Wesen der Beagles, von jemandem, der es erlebt hat. Denn der Charakter, die liebenswürdigen Schrullen, aber auch die zum Teil nervtötenden Macken und der unschlagbare Charme dieser Hunde, wird ja das sein, womit wir Menschen uns in den langen Jahren des Zusammenlebens auseinandersetzen müssen.

Die Anforderungen an den Hundehalter können ganz unterschiedlich sein, je nachdem von wo er seinen Beagle bekommen hat. Aber auch hier hält das Buch ein paar wertvolle Informationen bereit.

Eine Beagle-Züchterin berichtet über ihren Zucht-Alltag mit Beagles, eine Hundetrainerin über ihr Leben mit einem Beagle aus zweiter Hand und der Vorsitzende des Vereins „Tiere in Not Ennepetal e. V.“ erzählt von seinen Erfahrungen mit Laborbeagles. Und abschließend meldet dann auch Beagle-Experte Herr Meier seine Ansprüche an die zukünftigen Beagle-Besitzer an. Schließlich sollten die Beagle doch das letzte Wort haben, bei der Auswahl ihres Zuhauses.

Besonders erwähnenswert finde ich noch die Fotos, die dieses Buch illustrieren. 139 der insgesamt 192 abgedruckten Fotos sind von Sophie Strodtbeck selbst gemacht worden. Sie bezeichnet die Fotografie als eine ihrer Leidenschaften und das merkt man den Bildern auch an. Jedes Foto erzählt eine ganz individuelle Geschichte und weckt Emotionen im Betrachter. Für mich, zählen ihre Bilder zu den Schönsten, die ich in der Hundewelt bisher gesehen habe.

Mein Fazit zu diesem Buch: Es lohnt sich unbedingt, dieses Buch zu lesen, auch dann, wenn ein Beagle (bislang) noch nie auf der Wunschliste gestanden hat. Ja, es ist ein Rassehandbuch für Beagle. Aber eines, dessen Inhalte unverwechselbar sind, nicht austauschbar und brutal unterhaltsam. Der Leser bekommt gewissermaßen einen 192 Seiten langen Beipackzettel für ein Leben mit einem kinderlieben, verfressenen, gut gelaunten, höchst agilen, mit einem satten Jagdtrieb ausgestatteten Beagle – Risiken und Nebenwirkungen inklusive.

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Foto: Ulla Bergob

Sophie Strodtbeck hat Tiermedizin in München studiert. Zusammen mit dem Verhaltensbiologen Dr. Udo Gansloßer berät Sophie Strodtbeck Hundehalter individuell zu allen Fragen rund um die Verhaltensbiologie und die Medizin, weil sie der Meinung sind, dass diese Kombination unschlagbar ist. Ihre interdisziplinäre Zusammenarbeit umfasst unter anderem Themen wie Kastration, Stress, Aggression und Einfluss von Ernährung auf das Verhalten der Hunde. Mehr zu dieser gemeinsamen Arbeit findet ihr auf www.einzelfelle.de .

Zu diesen Themen hält Sophie Strodtbeck auch Vorträge und Seminare für Hundehalter, Trainer und Tierärzte. Außerdem schreibt sie kynologische Fachartikel in zahlreichen Hundemagazinen und hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an Sophie Strodtbeck, für die schönen Fotos, die ich hier veröffentlichen durfte.

Beagle

Geschichte Haltung

Erziehung Beschäftigung

Autor: Sophie Strodtbeck

Verlag: Kosmos 

Auflage: 09.März 2017, Sprache Deutsch

Ausgabe: gebunden, 192 Seiten

ISBN-13: 978-3440150719

Preis: 29,99 Euro

 

 

Liebster Award für Goodfellows – Vol.2

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Quelle des Liebster Award Symbols: My Kitchen Moments

Na, ist denn das zu fassen? Der Goodfellows Hundeblog hat zum zweiten Mal in diesem Jahr, den Liebster Award bekommen.

Nominiert wurden wir von der lieben Rebecca vom Hundeblog LesWauz. Rebecca habe ich neulich beim ersten Hundeblogger-Treffen in Hamburg kennengelernt. Als Bloggerin hat sie schon weitaus mehr Erfahrungen gesammelt als ich und kennt sich als Freelancerin für Konzeption/IA/UX und Social Media in diesen Strukturen extrem gut aus. Wenn man ihr nur eine simple Frage stellt, sprudeln die guten Tipps und Ideen nur so aus ihr heraus. Genauso lebhaft und vielseitig, wie Rebecca selbst, ist auch ihr Blog. Die Hauptrolle in den Geschichten spielt Pixie, ihre sechs Jahre alte Jack-Russel-Terrier-Hündin. Ihr solltet auf jeden Fall einmal vorbeischauen bei Rebecca und Pixie.

Damit ich etwas zum Grübeln habe, hat sich Rebecca ein paar kniffelige Fragen ausgedacht, die ich Euch beantworten soll. Na, dann lege ich mal los – Seelenstriptease Vol.2.

LesWauz: Warum hast du dich dazu entschlossen deinen Blog zu starten?

Ich bin eine Vollblutjournalistin. Schreiben ist eine meiner Leidenschaften. Als meine Zusammenarbeit mit der Redaktion, in der ich bislang gearbeitet hatte endete, waren drei Dinge sofort klar. Erstens – dieses Ende wird mich nicht umbringen. Zweitens – ich arbeite selbständig als Hundetrainerin. Und Drittens – ich kann und möchte das Schreiben nicht aufgeben, nur die Themen ändern sich.

Meine Leidenschaft für das Schreiben, mit meiner Leidenschaft für Hunde zu verbinden, und einen eigenen Blog zu starten, war die logische Konsequenz. Der Goodfellows Hundeblog ist mein Forum, auf dem ich mich einmal richtig austoben kann. Es hat mich sehr gereizt einmal für alles, was veröffentlicht wird allein verantwortlich zu sein: Die Themen, die Fotos, das Layout. Neben der reinen Berichterstattung auch mal etwas persönliche Meinung einfließen lassen zu dürfen, und dabei das richtige Maß zu finden, steigert die Eigenverantwortung und die Ansprüche an mich selbst werden noch ein wenig höher geschraubt.

LesWauz: Was ist die Geschichte hinter deinem Blog und seinem Namen?

Der Name Goodfellows drückt das aus, was ich mit meinem Hund heute lebe. Ein doch weitgehend harmonisches Zusammenleben mit gegenseitigem Respekt und einer tiefen Liebe zueinander. Der Name Goodfellows umfasst aber auch den gesamten Weg, den Finley und ich gegangen sind, um an diesen Punkt zu gelangen. Er umfasst all‘ die kleinen Reibereien genauso, wie die durchaus ernsten Auseinandersetzungen der ersten Zeit und schließlich auch das Zusammenraufen zu einem guten, zuverlässigen Team.

Goodfellows bedeutet, dass man das Leben humorvoll und entspannt angehen kann und mit etwas mehr Gelassenheit, auch mal etwas so lassen kann, wie es ist. Kleine Macken können auch sehr liebenswert sein. Denn wenn wir einmal ehrlich sind, bieten ein „perfekter“ Hund oder ein ‚perfekter‘ Mensch wenig Herausforderungen. Und Langeweile kann ja nicht das Ziel von Zusammenleben sein 😉 .

LesWauz: Für wen schreibst du deinen Blog?

Grundsätzlich würde ich heute sagen, für alle Menschen, die gerne lesen und unterhalten werden wollen. Und natürlich auch für mich. Das Schreiben zwingt mich, mich immer wieder mit den Themen, die mich beschäftigen auseinanderzusetzen. Es eröffnen sich beim Schreiben immer wieder neue Blickwinkel auf die Dinge und führen oft zu neuen Lösungsansätzen. Nichts ist in Stein gemeißelt, das Leben ist eben Bewegung.

Ursprünglich hatte ich mal etwas Anderes im Blick. Da war der Blog für meine Kunden in der Hundeschule gedacht. Gewissermaßen als eine Art Beipackzettel für Hundeschulnutzer. Ich wollte ihnen nahe bringen auf welchen Typ Trainerin sie stoßen würden. Ich mag nämlich solche Attribute wie „Hundeflüsterin“ u.s.w. überhaupt nicht. Die geben uns Hundetrainern so etwas Pseudomystisches, so etwas abgehoben Guruhaftes. Ich wollte meinen Kunden mit meinen Geschichten zeigen, ‚ich habe auch mit Problemen zu kämpfen gehabt‚ wir begegnen uns auf Augenhöhe’, suchen gemeinsam nach einer Lösung, ganz bodenständig aber auch zuverlässig und dauerhaft.

Dann hat mein Blog so etwas wie ein Eigenleben entwickelt. 😀 Meine Leserschaft wuchs, das hatte ich gar nicht erwartet. Dafür bin ich sehr dankbar und natürlich beflügelt mich das, weiter zu schreiben. Meine Geschichten sind aus dem (Hunde)Leben gegriffen. Insbesondere meine Glossen sind ein Herzensprojekt von mir. Dort schildere ich Situationen die jeder Hundehalter schon irgendwie einmal erlebt hat. Jede Geschichte enthält das berühmte Quäntchen Wahrheit, einen Lösungsvorschlag, einen Paukenschlag, eine gehörige Portion Selbstironie und manchmal sogar etwas Versöhnliches.

Was ich toll finde sind die vielen Rückmeldungen auf meine Texte, zum Beispiel auf Facebook. Das macht Spaß, auch wenn es mal ein Bisschen zur Sache geht. Ich bemühe mich immer darauf zu antworten. Was meine Leser denken, ist wichtig für mich. Dabei freue ich mich über konstruktive Kritik genauso, wie über Lob. Manchmal ergibt sich aus so einem Dialog auch schon mal das Thema für den nächsten Blog-Beitrag.

LesWauz: Was für Ratschläge hast du für Neu-Blogger?

Das ist jetzt schon ein wenig schwierig zu beantworten. Den Goodfellows Hundeblog gibt es ja erst seit zwei Jahren. Und damit gehöre ich ja selber noch zu den Blog-Anfängern. Rebecca, da könnte ich bestimmt noch ein paar Tipps von Dir gebrauchen…

Deshalb nur so viel. Euer Blog wird immer eng mit Euch, als Person in Verbindung gebracht werden. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr euren eigenen Stil findet und ihm dann treu bleibt. Vertraut auf euer Bauchgefühl. Steht hinter Euren Themen. Reitet nicht auf irgendwelchen Trends herum, wenn sie nicht zu Euch passen.

LesWauz: Wie hat dein Hund/Hunde zu dir gefunden?

goodfellows-finleynaiv-blogAlso, zuerst habe ich da eine sehr zielgerichtete *hüstel, akribische *dochkannmansosagen Recherche nach der richtigen Rasse, Rüde oder Hündin, Züchter oder Tierheim gestartet.

Dann habe ich auf einer Hundewiese durch Zufall eine Frau kennengelernt, die zufällig Hundetrainerin im Retriever-Verein war und zufällig so nett war, mich mit einem ihrer Hunde zur Probe trainieren zu lassen. Dann kannte besagte Frau zufällig einen guten Züchter in der Nähe, dessen Hündin zufällig gerade trächtig war. Meine Familie also nix wie hin zu dem Mann. Zufällig mochten wir uns total gerne, weswegen der Züchter uns gerne auf seine Liste der Welpenkäufer setzte.

Der Wurf fiel wie geplant, Finley war der erste Welpe, der geboren wurde. Ein Hoppla-hier-komm-ich-Rüde aber wer konnte das damals schon ahnen. Unser Züchter hatte uns zwei Rüden zur Auswahl gestellt, Finley war zufällig Einer davon. „Das sind die zwei ruhigsten Rüden im Wurf *kicherprust“, sagte er sehr überzeugend. Meine Wahl fiel zufällig auf Finley, er war so hübsch, so süss und wie der Züchter schon sagte, er war so herrlich ruhig …. *Ausnahmengibtsimmer …..

Also wessen Plan war das alles? Ich weiß es nicht, vielleicht könnt Ihr es mir sagen – so ganz zufällig?

LesWauz: „Wenn mein Hund/Hunde seine/ihre fünf Minuten bekommt, dann…“

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… gehe ich in Deckung und lach’ mich schlapp.

LesWauz: Fünf Dinge, die dir richtig wichtig sind?

Familie und Freunde: Ohne sie wäre ich nicht, wer ich bin. Sie können sich auf mich verlassen. Für sie scheue ich keinen Kampf. Familie und Freunde bereichern mein Leben. Und damit meine ich ausnahmslos alles, was sie in mein Leben mitbringen: Ihre Liebe, ihre Kritik, ihre Widerstände, ihre Macken, ihre Talente, ihre Sorgen und ihre Unterstützung. Alles das, hilft mir beim Wachsen und beim In-Bewegung-Bleiben und dafür bin ich dankbar.

Gesundheit: Gesundheit ist nichts Selbstverständliches, wir müssen auf uns achten. Wenn es überhaupt ein Angstthema für mich gibt, dann dieses. Mich selbst halte ich ja eigentlich für unverwüstlich. Meine Angst oder sagen wir lieber meine Sorgen gelten den anderen.

Empathie: Sie wird allgemein unterschätzt. Gäbe es mehr Bereitschaft unter den Menschen, sich in andere hineinzuversetzen, mitzufühlen, dann hätte wir ein paar grundlegende Probleme weniger.

Ehrlichkeit: Ohne sie geht es nicht, jedenfalls nicht mit mir. Denn ohne sie kann kein Vertrauen entstehen.

Mut: Dazu gehört für mich Stellung zu beziehen, auch wenn es Schwierigkeiten geben könnte. Das gilt für alle Lebensbereiche. Den Mund aufzumachen, gegen Ungerechtigkeiten, gegen Rassismus, gegen Angriffe auf die Pressefreiheit und andere demokratische Rechte. Sich nicht verstecken, wenn Probleme auftreten, sondern sich ihnen entgegenstellen, auch im privaten Bereich. Manchmal gehört auch Mut dazu, für die Freiheit einzustehen. Ich finde es wichtig, dass jeder Mensch frei entscheiden kann, wen er liebt, wer er sein möchte und wie er sein Leben gestalten möchte. Dafür lohnt es sich, mutig zu sein, wie ich finde.

LesWauz: „Ohne Hund kann ich nicht leben, weil…“

goodfellows-silvester-rache-blogAlso diese Frage sollte ich in abgewandelter Form schon einmal beantworten. Weil das wirklich etwas ist, was ich elementar empfinde, erlaube ich mir einfach einmal die Antwort zu wiederholen, denn genauso ist es.

„In Worte zu fassen, warum ich nicht ohne Hund leben könnte,  ist fast unmöglich. Es gehört für mich zu den Grundbedürfnissen meines Lebens, einen Hund zu haben. Es erfüllt mein Herz, meine Seele und macht einen großen Teil meines Seins aus. Ich kann einfach nicht anders.“

LesWauz: Beschreibe euren perfekten Tag!

goodfellows-relax-blogEigentlich lebe ich mit meinem Hund deswegen so zufrieden zusammen, weil ich es schon vor langer Zeit aufgegeben habe, nach Perfektion in unseren Tagesabläufen zu suchen. Also brechen wir das ‚Perfekt’ mal ein wenig auf und sagen lieber ein ’nahezu idealer Tag‘.

Maßgebend wären da für mich nicht bestimmte Aktivitäten. Ausschlaggebend wären für mich – Achtung, Psychoklinik läßt grüßen – Finleys und meine Zustände. *jepTakethatRebecca

Also mit anderen Worten, wenn das, was ich mit Finley an dem ’nahezu idealen Tag‘ unternommen habe, dazu führt, dass er zuhause Ruhe findet und seelig schnarchend neben meinem Schreibtisch liegt und ich mit innerer Ruhe meinen Job machen kann, dann ist alles ‚perfekt‘. 😉

LesWauz: Betreibt ihr einen Hundesport? Welchen und warum?

Finley und ich trainieren regelmäßig mit Dummys. Das entspricht sehr seinen Neigungen und die Dummyarbeit ist so flexibel, dass sie sich leicht in den Alltag einbinden lässt.

Wir sind Europameister im Extremkuscheln und Finley strebt das Worldchampionship im Moorloch-Catchen an 😀 .

LesWauz: Dein liebstes Hundebuch ist?

Da möchte ich mich gar nicht einschränken. Ich lese viel und gerne. Manche Bücher aus reiner Neugier, wieder andere weil mich genau das Thema gerade interessiert oder in meiner Hundeschule beschäftigt. Zurzeit sind das Bücher, die sich mit den Jagdinstinkten unserer Hunde auseinandersetzen.

Wenn ich aber doch etwas hervorheben soll, dann sind es spezielle Autoren, deren Bücher mich immer wieder fesseln.

Ich liebe die Bücher von Sophie Strodtbeck. Ihr gelingt es, wie kaum jemandem sonst, Fachwissen unterhaltsam zu verpacken und verständlich an uns Hundehalter und Trainer weiterzugeben. Sophie ist auch eine begnadete Fotografin. Ihre Bücher beinhalten überwiegend ihre eigenen Fotos. Jedes Foto erzählt eine ganz individuelle Geschichte. Ihre Bilder zählen für mich zu den schönsten, die ich in der Hundewelt bisher gesehen habe.

Dann sind da die Bücher von Katharina von der Leyen. Sie schreibt losgelöst von irgendwelchen Dogmen. Berichtet frei und ungezwungen, mit tiefgründigem Humor von ihren langjährigen Erfahrungen mit Hunden unterschiedlicher Rassen. So ganz nebenbei wird klar, dass auch diese Autorin über ein fundiertes Fachwissen verfügt, dieses vermittelt sie ganz unaufdringlich.

Und natürlich darf Michael Frey Dodillet nicht fehlen. Der Mann, der unter den Eskapaden seiner Hunde wohl genauso gelitten hat, wie ich am Anfang meines Hundebesitzerdaseins. Wenn man auch mal über sich selber lachen kann, findet sich sicher jeder in seinen Geschichten wieder. Dass er sich ein Bisschen auf uns Hundetrainer eingeschossen hat, verkrafte ich gut. Und unter uns, ich kann den Mann verstehen. Übrigens munkelt man, er habe erst kürzlich einen von uns um die Ecke gebracht ….

„And the nominees are!“

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Nun bin ich an der Reihe, fünf Blogs für den Liebster Award 2017 zu nominieren und mir Fragen für „meine Blogger“ auszudenken.

Als erstes möchte ich dieses Mal Silke Schippmann von Vawidoo nominieren. Und ich schwöre auf Ehre und Gewissen, die Tatsache dass ihre Bulldoggen-Lady Rézi so ausgesprochen nett zu mir war, hat mit der Nominierung nichts, aber auch gar nichts zu tun!

Auch Silke habe ich beim Bloggertreffen persönlich kennengelernt. Den Bericht zum Treffen findet ihr hier. Silkes Energie und ihre Fröhlichkeit sind ansteckend. Sie ist eine Macherin, sie braucht genau eine Nanosekunde lang, zwischen dem Aufkommen einer Idee und deren Umsetzung. Und das Schöne ist, was sie tut, hat Hand und Fuß. Auf ihrem Blog findet ihr alles, was wichtig ist, für das Reisen mit Hund. Und bald könnt ihr hundefreundliche Quartiere direkt über Vawidoo buchen.

Dann möchte ich Mara Djalayer vom (Hunde)Kunstblog Aram und Abra nominieren. Ob mit Buntstiften oder  Aquarellfarben, Mara fängt mit ihrer Kunst nicht nur das Äußere der Tiere, die sie portraitiert, ein. Sie erforscht die Seelen ihrer Modelle und hält, was sie dort findet,  auf ihren Leinwänden fest. In ihren anschaulichen Beiträgen erklärt sie detailliert, wie eines ihrer Kunstwerke entsteht. Und ich liebe ihre Freebies, fast alle meine Freunde haben zu Weihnachten eine Karte aus Maras Sammlung bekommen.

Und noch’n Terrier(Mix), liebe Rebecca. Ich mag ja Jack-Russel-Terrier(Mixe) total gerne, weil sie so eigen in vielem sind, so schmusig auf der einen Seite und so nervtötend *duckmichweg auf der anderen Seite sein können. Ich steh‘ nämlich auf Hunde mit Charakter. Deshalb nominiere ich als nächstes Sonja Rachbauer vom Blog Hundebengel Charly. Sonja gehört zu den ganz fleißigen Bloggerinnen. Ihre Beiträge lese ich total gerne, weil ich immer etwas lernen kann und sie mich supergut unterhalten.

Und dann habe ich beschlossen, dass ich einmal fremdgehen werde und zwei Blogs nominiere, die mit Hundethemen nichts zu tun haben. Das überrascht wahrscheinlich nicht nur Euch, sondern auch die Zwei, die ich jetzt nenne.

Da ist mein Lieblings-Foodblog Küchensprint. Die Österreicherin Anita Wienerroither kreiert Rezepte mit Raffinesse, bodenständig aber trotzdem leicht. Was ich als berufstätige Mutter besonders schätze – die Gerichte sind leicht nach zu kochen, nicht zu kompliziert und überwiegend schnell gemacht. Ideal für die tägliche Küche. Und soll ich Euch mal was verraten, meinen manchmal ziemlich krüschen Pubertieren hat bis jetzt noch jedes Rezept von Anita geschmeckt. Allein dafür hat die Frau einen Orden verdient 😉 .

Den glänzenden, nein ich möchte sagen glamourösen  Schlussakkord setzt der Lifstyleblog  Eve Blogazine von Ewelina Berger. Ewelina und ich haben lange Jahre zusammen in der gleichen Redaktion zusammengearbeitet. Sie ist eine tolle Journalistin, mit einem untrüglichen Gespür für Geschichten. Was ich an ihr besonders geschätzt habe war aber, dass sie trotz der Jagd auf die nächste Story, nie den Respekt vor den Leuten verloren hat, über die sie geschrieben hat. Diese Qualität setzt sie nun auf ihrem Blog fort. Dort werden nicht einfach nur Mode, Möbel oder Beautyprodukte präsentiert. Ewelina erzählt Geschichten, schreibt Erfahrungsberichte  und beschreibt Gefühle so, dass es auch Leute fesseln kann, die sich sonst mit anderen Themen befassen. Besonders Ewelinas mitreißende Reiseberichte haben es mir angetan. Vor meinem geistigen Auge sehe ich sehe mich schon im Eishotel übernachten und eine Hundeschlittenfahrt machen.

So ihr lieben Nominierten, dann kommen jetzt meine Fragen an Euch. Sorry Rebecca, es sind nur 10 Fragen geworden. Ich habe es mir ja nicht gerade leicht gemacht, weil die Fragen zu Hundebloggern genauso gut passen müssen, wie zu den Nicht-Hundebloggern.  Ich bin schon sehr gespannt,was ich über Euch erfahre.

Und das sind meine Fragen an Euch:

  • Welche Ziele hast Du Dir mit deinem Blog für die kommenden zwei Jahre gesetzt?
  • Welche/s Social Media/um bevorzugst Du und warum?
  • Engagierst Du Dich ehrenamtlich? Wenn ja, worin besteht Dein Engagement und warum ist das so wichtig für Dich?
  • Wohin möchtest Du unbedingt einmal reisen?
  • Welches ist Deine schönste Kindheitserinnerung?
  • Hast Du einen Lieblingsort und warum ist er das?
  • Gibt es in Deiner Wohnung/Haus ein Möbelstück, dass Du richtig peinlich findest, von dem Du Dich aber nicht trennen kannst oder willst?
  • Wenn Du Dir wieder einen Hund anschaffen würdest. Tierschutzhund oder Hund vom Züchter, gibt es nur das Eine oder das Andere oder bist Du offen für Beides? Wie würde Deine Wahl ausfallen und warum?
  • Du hast eine Wildcard für ein Fortbildungsseminar gewonnen. Welches Thema würdest Du wählen?
  • Was bedeutet das Wort Schicksal für Dich?
  • Beschreibe einen Moment, in dem Du uneingeschränkt glücklich warst.

Und das müsst ihr tun für Euren Liebster Award 2017. Bitte haltet Euch an die folgenden Regeln:

  • Danke der Person, die Dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke den Blog dieser Person in Deinem Beitrag.
  • Beantworte die zehn Fragen, welche Dir der Blogger, der Dich nominiert hat, stellt.
  • Nominiere weitere Blogger für den Liebster Award.
  • Stelle eine neue Liste mit zehn Fragen für Deine nominierten Blogger zusammen.
  • Schreibe diese Regeln in Deinen Artikel zum Liebster Award, damit die Nominierten wissen, was sie tun müssen.
  • Informiere Deine nominierten Blogger über die Nominierung und Deinen Artikel.

 

Pummel-Alarm im Hundekorb

Da sitzt er nun vor mir. Mit Augen, so groß und rund und herzerweichend wie die von Bambi. Er will doch nuuuur etwas Kefir, nur die Reste, biiiiiitte!

Aber ich muss hart bleiben, denn wir haben Pummel-Alarm im Hundekörbchen. Finley und ich waren bei unserer Tierärztin. Eigentlich waren wir nur zum Impfen da (ja, wir machen das). Unsere Tierärztin warf Finley einen prüfenden Blick zu und stutzte: „Wieviel wiegt Finley heute? Ich frage nur wegen der Dosierung.“ Und an Finley gewandt: „Hast n’ büschen viel auf den Rippen, was? Hat Frauchen es zu gut gemeint mit Dir?“

Zuerst war ich etwas irritiert, doch dann musste ich zugeben, er hatte sichtbar zugelegt.

Stramme *hüstel 40 Kilogramm brachte er dort auf die Waage. Das waren 4 Kilogramm über seinem Idealgewicht. Wow, wie konnte das denn passieren? Zum ersten Mal in seinem Leben war mein Hund übergewichtig. Und das, obwohl ich immer noch überzeugt davon war, dass er ausreichend Bewegung bekommen hatte und trainiert worden war.

Von diesem Moment an war Finley auf Diät. Und ich? Ja, ich musste mal ganz selbstkritisch Ursachenforschung betreiben. Eigentlich bin ich gar nicht so ein „Reinstopffrauchen“. Leckerchen beim Training, na klar, aber dann hatte ich die die Futterration des Tages entsprechend reduziert.

Aber ich wollte ja ehrlich bleiben. Wenn ich zuhause bin, ist Finley mein kleiner Schatten. Wo ich bin, ist er nicht weit. Ich will nicht sagen, dass er mich ständig unter Wind gehabt hat, aber spätestens, wenn ich anfing zu kochen, bekam sein Verhalten etwas Stalkerresques. Dann lag er auf dem Fußboden und zwar mitten im Weg.

goodfellows-becher-blogIch brauchte nur einen Becher Joghurt oder Kefir zu öffnen und er ging in Position. Er gab keinen Laut von sich, das wäre unter seiner Würde gewesen. Es waren diese stillen, intensiven Blicke, die er mir zuwarf. Sie sagten mir, “Tue das Richtige, Frauchen. Wir sind doch Kumpels. Du kannst mich doch nicht leer ausgehen lassen?“. Und – ich knickte ein, jedes Mal. Ich hielt Finley den Becher hin und er durfte ihn ausschlecken. Ich geriet in Verzückung – mein Gott, sah der süss aus, wenn er das machte – jaaaa, ich war schwach….

ABER DAMIT IST JETZT SCHLUSS!!!

Erst recht seit ich weiß, dass meine Töchter und mein Mann es auch so gemacht haben. Von Mausi bekam er Wurstenden, von Motte ein Stück Käse und der liebe Gatte hat meinen Hund auf Mozzarella angetriggert.

Und dann ist da noch meine Mutter. Die Kalaschnikow unter den Leckerli-Verteilern. Kaum hatte sie mein Haus betreten, ging es los. Da kam kein: Hallo Tochter, wie geht es Dir heute?  Oh, nein. Innerhalb einer Nanosekunde verschwand sie aus meinem Sichtfeld und beugte sich zu meinem Hund herunter (erstaunlich tief für eine 82jährige). Dann folgte nach einmaligem Luftholen, so etwas wie ein Begrüßungs-Poetry-Slam für Rentner: “Na-mein-Süsser-Junge-wie-geht-es-Dir-denn-heute-so-haben-sie-Dich-denn-auch-gut-behandelt-guuut-dass-die-Oma-jetzt-da-ist-und-nach-dem-Rechten-sieht-hast-Du-vielleicht-Hunger-mein-seuten-Jung’-jaaaa-ich-freu’-mich-auch.“ Während mir schon beim Zuhören die Puste ausging, schien meiner Mutter so etwas wie Sauerstoffmangel nichts auszumachen. Atmen wird echt überschätzt, dachte ich.

Während meine Mutter ihre Beschwörungsformel herunterbetete schaffte sie es, bei jeder gesprochenen Silbe ein fettes Leckerchen aus der Hüfte zu schießen. Und alle landeten in Finleys bereitwillig, aufgerissenem Maul. Einmal ‚Hallo’ sagen und die Tagesration an Futter war abgearbeitet. Danke Mama! Aber auch damit ist jetzt Schluss – jedenfalls, wenn ich schnell genug bin, um es zu verhindern.

Zum ersten Mal, seit ich meinen Hund füttere, wog ich sein Futter für jede Mahlzeit korrekt ab. Wir stellten einen Fitnessplan auf. Mein Gatte wurde dazu verdonnert zweimal die Woche einen Radausflug mit unserem Hund zu machen. Die Mädchen wechselten sich ab bei Zerr- Zug- und Sonstnochwas-Spielen. Und Finley und ich machten Meile, Tag für Tag. Wäre doch gelacht, dachte ich, wenn wir den Brummer nicht wieder schnittig hinbekommen.

Das Programm läuft jetzt seit zwei Wochen und zeigt Wirkung. Inzwischen war Finley schon wieder auf der Waage und wir haben sein Idealgewicht fast erreicht. Na dann …. schieben wir den nächsten Besuch bei meiner Mutter wohl noch so lange heraus, bis das letzte, überflüssige Kilogramm verschwunden ist. Denn wie ich meine Mutter kenne, hat sie die Leckerchen schneller nachgeladen, als ich nein sagen könnte. Und dem Beschuss einer Kalaschnikow wirft man sich ja nicht in den Weg, oder?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorsicht bei Designer-Rassen – Catahoula-Mixe liegen im Trend

goodfellows-blog-designerrasse

Gerade fand ich auf Facebook den Post einer Frau, die von sich behauptet, eine „neue Rasse“ kreiert zu haben. Den Leopard Labrador-Dog, einen Mix aus Labrador und Australien Shepherd.

Sie ist  stolz auf ihre erfundene „Rasse“. Und auf den ersten Blick, ja, da wirken die veröffentlichten Bilder. Die jungen Hunde sehen aus, wie kunterbunte, gesprenkelte Labradore. Wie niedlich….

Ihr Zuchtverband habe ihr zu dem gelungenen Wurf gratuliert, schreibt sie. Und Zuspruch für die neue Zucht habe sie bekommen. Der von der Frau angesprochene Zuchtverband ist die DKU, die Deutsche Kynologische Union. Mitglied in der EKU, der Europäischen Kynologischen Union. Schon mal gehört????

Ähnliche Kreuzungsversuche gibt es in den USA mit dem Louisiana Leopard Dog, sie heißen Catahoula Labrador Dogs. Catahoula-Mixe sind leider im Kommen. Bei meiner Recherche zu weiteren Crossbreads bin ich auf unzählige Hybridzuchten, unter anderem mit Australian Shepherds, Mastiffs (Mastahoulas), American Bulldogs (Catahoula Bulldogs oder auch Catbull), gestoßen. Der Markt boomt und wie schon bei den Doodle-Kreuzungen schwappt die neue Mode zu uns herüber.

Ich finde, bevor man sich so einen Catahoula-Mix als Familienmitglied ins Haus holt, lohnt es sich noch einmal über die Sinnhaftigkeit dieser Kreuzung nachzudenken.

Der Louisianna Catahoula Leopard Dog ist eine vom FCI nicht anerkannte Hunderasse aus den USA. Er ist ein Arbeitshund. In den USA sagt man „Gib ihm einen Job und er wird ihn unter allen Umständen ausführen“. Das klingt zuerst einmal ja richtig gut. Jetzt aber bitte am Ball bleiben, hinterfragen und sich weiter informieren!
Die Arbeitsanlagen wurden beim Catahoula über zahllose Generationen nach folgenden Aspekten selektiert: Er muss und möchte eigenständig arbeiten, mitdenken und eigene Entscheidungen treffen. Er arbeitet im Ursprungsland an großen Rinderherden und ist bei der Arbeit auf sich gestellt. Der Catahoula zeigt große Entschlossenheit in der Durchführung seiner eigenständig getroffenen Entscheidungen. Bedingungsloser Gehorsam fällt ihm schwer.

Das Wesen des Catahoula verfügt über eine natürliche Schärfe. Daraus folgt ein ausgeprägtes Bedürfnis seine Leute bedingungslos und eindrucksvoll zu verteidigen. Der für die Schutzhundearbeit unabdingbar nötige bedingungslose Wille zum Gehorsam fehlt ihm und macht ihn schwer lenkbar. Ähnlich ist es mit Obedience.

Halter von Catahoulas berichten, dass ihre Hunde in den ersten zwei bis drei Jahren bereitwillig mitmachten. War ihr Catahoula aber durchgereift und erwachsen, ließ der Wille sich unterzuordnen und zu gehorchen deutlich nach. Einen Hund dieser Rasse oder einen Mix aus dieser Rasse adäquat so zu beschäftigen, dass er nicht gefährlich wird, ist extrem schwierig.

Jeder Käufer sollte auch wissen, dass die Catahoulas die bei Hunden seltene Fähigkeit besitzen, auf Bäume zu klettern. Und zwar bis ganz nach oben. In den USA hat man aus dieser Fähigkeit den Hundesport „Treeing“ entwickelt. Wie schwierig das die Haltung eines solchen Hundes macht, muss ich wohl nicht ausführen.
Vor diesem Hintergrundwissen, muss man sich doch fragen, warum gerade diese Hunde mit Labradoren gekreuzt werden sollen. Das Wesen passt nicht zueinander. Labradore sind Hunde deren Zuchtgeschichte darauf ausgerichtet ist, Kooperation mit dem Menschen zu schaffen. Sie sollen bei der Jagd mit dem Menschen zusammenarbeiten, Rückfragen was als Nächstes getan werden soll. Also das genaue Gegenteil vom Catahoula und seiner Arbeitsweise.

Also was will diese „Neuzucht“ bieten, bunte Labradore, Catahoulas mit will to please? Ein klares Zuchtziel formuliert die Erzeugerin dieser Hunde, die bis dato Silverlabbis züchtete, weder auf ihrer Homepage, noch auf ihrem Facebook-Account.

Der Leopard-Mix-Wurf erscheint auf der Homepage noch gar nicht. Keine Erklärung dazu, was sie an den Catahoulas so wichtig und gut findet, dass sie sie in eine andere Rasse einkreuzen musste. Kein Wort zu den Elterntieren, keine Gesundheitsergebnisse, kein Herkunftsnachweis. Mit anderen Worten, es liegen null Informationen vor, die man von einem seriösen Züchter erwarten dürfte.

Da keimt der Verdacht auf, dass es nur darum ging, einen Hundetypus zu erschaffen, mit einer möglichst exotischen Fellfarbe, der sich gut verkaufen lässt, weil er so selten ist und so individuell aussieht. Jeder Käufer sollte sich klarmachen, dass mit der hübschen Fellfarbe aber auch der Charakter und die Bedürfnisse des Hundes bei ihm einziehen. Und der Charakter und die Bedürfnisse seines Hundes werden ihn die kommenden 10 – 15 Jahre weitaus mehr beschäftigen als das Fell. Jemand, der das Wesen eines Labradors schätzt, ist mit einem Catahoula (auch mit einem Mix) schlecht beraten. Und umgekehrt sieht es genauso aus. Wer einen selbständig arbeitenden, hochpassionierten Arbeitshund braucht, der es für sich einfordert, eigene Entscheidungen zu treffen zu können, wird mit einem Labrador (auch mit einem Mix) nicht glücklich.

Die Vorstellung, die Einkreuzung von Labradoren würde die Catahoulas sanfter und umgänglicher machen, wäre wirklich naiv. Die Welpen tragen immer den genetischen Code beider Rassen in sich. Auch die Argumentation, die Catahoulas brächten eine stabilere Gesundheit in die Population der Labradore, ist aus meiner Sicht nicht beweisbar und zu pauschal. Da bleiben mir zu viele Fragen offen.  Welche gesundheitlichen Schwächen des Labradors sollen denn überhaupt bekämpft werden? Und aufgrund welcher beweisbaren Erkenntnisse bringt der Catahoula dafür das richtige Rüstzeug mit?

Welche Rasse beim Wesen des einzelnen Welpen überwiegt, ist nicht steuerbar. Das haben die Zucht-Verläufe bei einigen anderen Designerrassen gezeigt. Meiner Meinung nach braucht es diese Rasse in unserer Hundewelt nicht. Es gibt genügend bunte Hunde mit gutem Charakter in unseren Tierheimen und genügend seriöse Züchter, für Freunde des Rassehundes.

Kleiner Nachtrag: Ihr seid es von mir ja normalerweise gewohnt, dass ich alle wichtigen Seitenhinweise verlinke. Ich habe die Facebook-Seite und die Homepage der Züchterin der Catahoula-Mixe und die Seite des Zuchtverbandes bewusst nicht verlinkt, weil ich den Weg zu diesen Hunden nicht vereinfachen wollte.

 

 

 

Omi Biene sucht einen Alterssitz

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Das Schicksal ist ein mieser Verräter. Die sechzehn Jahre alte Jack Russel Hündin Biene hatte ein gutes Zuhause. Eigentlich wollten sie und ihr Frauchen zusammen alt werden. Leider ist ihr Frauchen jetzt so krank geworden, dass sie selber Hilfe braucht und sich um ihre alte Hündin nicht mehr kümmern kann. Die Familie ihres Frauchens hat für einen Hund nicht genügend Zeit.

Biene ist, laut Auskunft ihrer Halterin,  in ihrer Art eine liebe und unkomplizierte Gefährtin, mit ein paar Alterserscheinungen. Wer möchte der alten Dame für ihre letzten Jahre ein Zuhause geben? Bitte wendet Euch an Anja Laupichler, unter der Nummer 0151/ 40163050.

Staupe Fälle im Bezirk Wandsbek

 

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Bei einer Routineuntersuchung durch das Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt, durch die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BVG), wurden in Volksdorf und Rahlstedt (Bezirk Wandsbek) im März 2017, bei drei Füchsen eine Infektion mit dem Staupe-Virus festgestellt. Weitere Fälle traten bereits im Januar in Hamm (Bezirk Hamburg-Mitte) und Oortkaten (Bezirk Bergedorf) auf. Weitere Bundesländer sind betroffen.

Staupe ist eine nicht meldepflichtige Viruserkrankung. Für Menschen ist diese Seuche ungefährlich aber für Wildtiere und auch für unsere Hunde hochansteckend und gefährlich. Katzen können den Erreger aufnehmen, erkranken jedoch nicht. Oftmals führt eine Erkrankung an Staupe zum Tod der infizierten Tiere.

Eine Erkrankungen kann man an folgenden Symptomen erkennen: Hohes Fieber, Fressunlust und Mattigkeit. Die Lunge, der Magen-Darmtrakt, die Haut und das zentrale Nervensystem können betroffen sein. Abhängig vom betroffenen Organ können kranke Tiere Husten, Atembeschwerden, Erbrechen, Durchfall, Bewegungsstörungen, Lähmungen, Krämpfe, blasigen Hautausschlag oder eine übermäßige Verhornung der Sohlenballen und des Nasenspiegels aufweisen. Eine Behandlung erkrankter Tiere ist schwierig und häufig nicht erfolgreich. Überlebende Tiere behalten in der Regel dauerhafte Schäden zurück.

Was können wir Hundehalter zum Schutz unserer Hunde tun?

Gegen Staupe gibt es eine vorbeugende Schutzimpfung, die von der ständigen Impfkommission Veterinärmedizin empfohlen wird. Bitte erkundigt Euch bei eurem Tierarzt darüber. Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin empfiehlt eine Grundimmunisierung in der 8., 12. und 16. Lebenswoche und im Alter von 15 Monaten, sowie zur Aufrechterhaltung des Impfschutzes Folgeimpfungen längstens im dreijährigen Abstand. Es wird daher dringend allen Hundehaltern empfohlen, den Impfstatus ihres Hundes zu überprüfen und diesen gegebenenfalls nachimpfen zu lassen.

Eine Infektion erfolgt über das Maul oder die Atemwege, zum Beispiel beim Kontakt mit erkrankten Tieren, deren Ausscheidungen oder Kadavern. Deshalb sollten weder tote noch lebende Wildtiere berührt werden. Hundehalter sollten den Kontakt ihrer Hunde mit Wildtieren verhindern. (Quelle: Behörden Hamburg)

 

 

 

Baxsi sucht ein Zuhause

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Baxi ist ein sehr anhänglicher Puli-Mischling aus Ungarn. Der etwa dreijährige Rüde ist sehr verspielt und eine lustige Type. Der etwa 47 Zentimeter große Rüde braucht sportliche Menschen. Allerdings ist er im Haus ruhig. Er ist seinen Menschen sehr zugetan und genießt es sichtlich beschmust und gestreichelt zu werden. Egal, ob man gerade mit ihm getobt und gespielt hat, fängt der Mensch an zu streicheln, dann ist das, als ob jemand auf den „Ausschalter“ gedrückt hat. Baxi mag andere Hunde (Rüden und Hündinnen) und ist im Umgang mit ihnen sehr unkompliziert.

Baxi möchte immer bei seinen Menschen sein. Das zeigt er auch deutlich. Wenn er in eine neue Umgebung kommt, weicht er seinem Menschen nicht von der Seite. Seine Pflegestelle arbeitet bereits daran.Auch mit dem Alleinsein hat Baxi noch Probleme. Seine Verlustängste sollte man ernst nehmen, denn Baxi sucht sich seine Aufgaben, wenn man ihn allein zuhause lässt. Baxi hat noch nicht verstanden, dass Frauchens Weggehen auch bedeutet, dass sie auf jeden Fall wiederkommt. Daran sollte sein neuer Besitzer intensiv mit ihm arbeiten.

Was Baxi im Haus noch nicht kann, ist im Auto für ihn kein Problem. Er fährt sehr gerne Auto und kann dort auch ganz geduldig auf seinen Besitzer warten. Er lernt sehr gerne und würde sich sicher freuen, wenn sein neuer Besitzer irgendeinen Hundesport mit ihm ausüben würde. Er joggt gerne und läuft schon prima und unermüdlich am Fahrrad.

Dieser kleine Wirbelwind hat Ihr Herz berührt und Sie möchten ihm ein neues Zuhause geben? Dann rufen Sie seine Pflegestelle unter der Nummer 0151/ 40163050 an.

Baxi ist kastriert, gechipt und geimpft und wird mit Schutzvertrag gegen Zahlung einer Schutzgebühr vermittelt.

Dummytraining für den Alltag für den Jagdhund ohne Jagdschein

 

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Wie mache ich aus meinem nicht jagdlich geführten Jagdhund oder Jagdhundmischling einen entspannten Hausgenossen?

Du hast keinen Jagdhund? Das macht nichts, denn in jedem Hund, egal welcher Rasse, steckt ein kleiner Jäger.
Jeder Hund hat einen mehr oder weniger stark ausgeprägten Jagdtrieb. Im Alltag kann sich das für jeden Hundehalter auf unterschiedliche Art und Weise auswirken. Der Hund ist nicht ableinbar, ist nicht abrufbar, jagt Katzen, Eichhörnchen oder Radfahrer.

In diesem Kurs lernen wir, wie wir unserem Hund durch das Dummytraining die Möglichkeit zur Entfaltung seiner Anlagen und Bedürfnisse geben. Wie wir ihn dadurch lenkbarer machen und vermeiden können, dass sein Jagdtrieb außer Kontrolle gerät.

Wir lernen die ersten Apporte aus dem Dummy-Training für eine gute Zusammenarbeit von Mensch und Hund, schulen die Steadyness, die Frustrationstoleranz und die Impulskontrolle unserer Hunde.

Wann?

Freitag, 24. März 2017 bis zum Freitag, 19. Mai 2017, jeweils zwischen 10.00 und 11.30 Uhr.  Am Karfreitag haben wir frei.

Treffpunkt nach Absprache.

Kosten?

120,00 Euro

Anmeldungen bitte über:

Handy 0171/ 273 43 31 oder info@goodfellows-coaching.de

Der Kurs ist geeignet vom Junghund bis hin zum Senior. Ein bisschen Sitz-Platz-Fuß sollte Euer Hund schon kennen, alles andere erarbeiten wir im Kurs.

Bitte eine normale Führ- oder Moxonleine mitbringen. Wer schon mit der Hunde-Pfeife gearbeitet hat, bitte mitbringen und jede Menge Leckerchen.

Ich freue mich auf Euch.

 

 

Es gelten die AGB von Goodfellows Mensch&Hund-Coaching.

Umsatzsteuerfrei aufgrund der Kleinunternehmerregelung lt. § 19 des UStG.