Wir bleiben zuhause oder Glaub nicht alles, was Du liest

Da sitze ich nun an meinem Schreibtisch und blättere mal so durch die verschiedenen Hundezeitschriften und Fachmagazine, die ich in letzter Zeit etwas vernachlässigen musste. Aus einer Zeitung fällt eine Werbebeilage für ein Online-Hundemagazin heraus. Die Schlagzeile „Die fünf größten Hundeirrtümer“ springt mir gleich ins Blickfeld. Was die wohl meinen, frage ich mich und beginne zu lesen. Bei Punkt drei stutze ich. Denn dort steht, gleich hinter dem Klassiker „Der Hund darf nicht ins Bett“, „Der Hund braucht jeden Tag einen Spaziergang“. Etwa nicht, denke ich.

Ich habe starke Zweifel, dass man einem durchschnittlich energiegeladenen Hund seinen täglichen Spaziergang verwehren darf/sollte/kann. Mein Hund Finley bekommt pro Tag regelmäßig drei Spaziergänge. Die Hunderunden sind unterschiedlich lang, in verschiedenen Gegenden, mal mit und mal ohne Training. Wenn es zeitlich knapp wird, dann fällt schon mal eine der Gassirunden aus. Die Übriggebliebenen gestalte ich dann aber so, dass Finley ordentlich was zu tun bekommt und der ausgefallene Spaziergang dann nicht so sehr ins Gewicht fällt.

Nein, mein Brummbär würde es nicht verstehen, wenn er auch nur einen Tag zuhause bleiben müsste. Wie sollte ich es Finley überhaupt klarmachen, dass er heute mal schön drinnen bleiben darf und den Vögelchen im Garten beim Toben zuschauen muss. Allein der Gedanke lässt mich Grinsen.

Vor meinem geistigen Auge sehe ich mich vor meinem Rüden sitzen und sagen: „Finley, wir müssen reden. Das Leben gibt einem nicht immer was man möchte. Heute zum Beispiel, gehen wir mal nicht raus in den Wald. Du weißt wo der Garten ist und wo ich dort Deine Pupsecke eingerichtet habe. Wenn’s drückt, geh’ doch bitte dorthin. Danke sehr.“

Finley wird sich daraufhin die Stirn mit seiner Mittelkralle kratzen und antworten: „Ähm, okayyyy …. ich sehe mich dann leider gezwungen, einige erforderliche Umgestaltungen auf dem Gelände vorzunehmen. Schließlich habe ich einen gewissen Anspruch an meine Umgebung.“ Das würde dann wohl so aussehen.

 

Finleys Landschaftsgartenplanung:

Punkt eins. Direkt unterhalb der Terrassenmauer werde ich ein paar tiefe Löcher graben, das geht ruckzuck. Sie bieten guten Stauraum für irrelevante und herumliegende Gegenstände, wie Frauchens Schuhe, Fahrradschlüssel und die Kopfhörer unserer Pubertiere. Ich kann sowieso nicht leiden, wenn sie die Dinger im Ohr haben, denn dann beachten sie mich gar nicht mehr und zucken immer so komisch mit ihren Körpern. Sie nennen das Tanzen.

Punkt zwei. Auf der To-Do-Liste wäre dann, den Garten einmal gaaaanz gründlich ab zu markieren. So eine Pubsecke ist ja ganz nett, aber was ein richtiger Rüde ist, weiß selber viel besser, wo er seine Marken zu setzen hat.

Punkt drei. I wanna socialize. Ich mache unser Grundstück zum Hundetreff. Das wird als der „Tag des offenen Hundegartens“ in die Geschichte unserer Vorstadtsiedlung eingehen. Dann dürfen meine Kumpels alle mal über Frauchens Beete und Kräuterkübel toben …“

 

Mal ehrlich, welcher Hundehalter, der bei Verstand ist, würde das riskieren?

Sicher gibt es Situationen, in denen ein Hund Ruhe halten muss, etwa nach einer Operation oder einer ernsten Verletzung und auch sehr alte Hunde brauchen sicher keine drei Zweistundenrunden mehr. Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass Bewegung, Kopfarbeit und ausreichend Ruhe in ein harmonisches Gleichgewicht gebracht werden müssen. Und das natürlich jeden Tag. Wie seht Ihr das? Bekommen Eure Hunde jeden Tag Bewegung, oder habt Ihr ein Alternativprogramm? Schreibt Eure Erfahrungen doch in die Kommentarspalte, ich bin sehr gespannt.

 

 

 

 

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Fliegende Hunde

 

Hunde können fliegen – doch, wirklich!

Schaut Euch einmal die sensationellen Fotos von Julia Christie an. Danach werdet Ihr keinen Zweifel mehr an dieser Tatsache haben.

Was mir an diesem Buch besonders gefällt ist, dass es sich auf das Wesentliche konzentriert, nämlich auf die Hunde. Die qualitativ hochwertigen Fotos füllen jeweils eine ganze Seite. Auf der gegenüberliegenden Seite bekommt der Leser lediglich den Namen und die Rasse des abgebildeten Hundes mitgeteilt.

Keine seichten, verniedlichenden Texte, alles ganz pur, fokussiert auf das fotografische Handwerk und die fliegenden Hunde. Das gefällt mir sehr. Nebenbei bemerkt, meine Favoriten sind Dackel Fridolin und Schnitzel, die englische Bulldogge. Ich habe viel gelacht beim Betrachten der amüsanten Gesichtsausdrücke der Hunde.

Zusammen mit dem Heyne Verlag, gelingt es der Fotografin Julia Christie it diesem Buch auch, die Vielfalt der heute existierenden Hunderassen aufzuzeigen. Vom Jagdhund über unterschiedliche Windhunde, bis hin zum American Pit Bull Terrier sind auch exotische Rassen, wie zum Beispiel ein Nackthund vertreten.

Am Anfang des Buches, schildert die Fotografin, wie es ihr gelungen ist, ihre Fotomodelle zum Fliegen zu bringen. Sie beschreibt, wie sie die technischen Voraussetzungen schaffen konnte und die Abläufe gleichzeitig tierfreundlich gestalten konnte. Dabei verrät sie auch ein paar technische Tricks, das dürft die Fotografen unter meinen Lesern interessieren.

Zum Entstehen dieser Bilder gibt es auch ein Making-Of-Video, das zeigt, dass die Hunde vor allem eines hatten, nämlich Spass. Zum Video geht es hier.

Mein Fazit: Ein tolles Fotobuch, mit außergewöhnlichen Motiven, für Leser mit hohen Ansprüchen an technisches Können und hochwertige Qualität bei Bildern. 

Fliegende Hunde

Autor: Julia Christie

Verlag: Heyne Verlag (September 2017)

Taschenbuch; 144 Seiten

ISBN: 978-3453604292

Preis: 16,00 Euro

 

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Danke Frau Nörgel oder wie Finley zu seinem Namen kam

 

Foto Ramses lizenszfrei, Quelle: Wikipedia

Viele von Euch kennen ja schon Frau Nörgel, eine meiner „liebsten“ Nachbarinnen.

Für Nichteingeweihte, kommen hier ein Ultra-Kurzportrait: Meine Nachbarin, Frau Nörgel ist eine Frau in den blühenden Siebzigern. Das drahtige Persönchen ist etwa 1,60 groß. Ihre pechschwarz gefärbten Haare, trägt sie als schicke Ponyfrisur. Wenn sie redet, wirft sie ihren Haarkranz keck nach hinten und erinnert mich dabei ein wenig an die Sängerin Mireille Matthieu –  den Spatz von Avignon. Frau Nörgel weiß wirklich alles, was in unserer Siedlung so passiert. Und was sie nicht weiß, erfindet sie…

Frau Nörgel hasst Veränderungen. Insbesondere Veränderungen im Privatleben ihrer Nachbarn und auf deren Grundstücken. Zumindest kommt Frau Nörgel umgehend ihrer Chronistenpflicht nach und sorgt für eine schnelle Verbreitung der Breaking-News. In Nullkommanix, macht sie die Angelegenheiten ihrer Nachbarn zu ihrer Mission und bietet „Lösungen“ an, natürlich stark beeinflusst durch ihren persönlichen Geschmack.

Wie Frau Nörgel zu Hunden steht, also das ist gar nicht so leicht zu beschreiben. Ich würde das Verhältnis mal als zwiegespalten beschreiben. Irgendwie ganz niedlich, diese Felldingse, solange sie leise sind, keinen Schmutz machen … und nicht auf den Grünstreifen vor ihrem Panoramafenster kacken…. Mit anderen Worten, seit Finley bei uns eingezogen ist, haben wir unser Konfliktpotential vervielfacht.

Ich erinnere mich noch gut an unsere erste Hunde-Begegnung. Frau Nörgel kam gemessenen Schrittes an meinen Bonanza-Zaun und fragte: „Wie heißt er denn?“ Das tat sie recht freudlos, ohne ihren starren Blick von dem Haufen abzuwenden, den mein Welpe gerade auf dem Grünstreifen vor ihrem Panoramafenster abgesetzt hatte …. upsi… Dann sah sie mich an und lächelte kalt.  Ich hatte echt ein schlechtes Gewissen – Anfängerfehler!

Also, ich wurde rot bis unter die Haarwurzel und stotterte: „Ähmmm, ich mache das natürlich sofort weg, äh sauber …. klinisch rein, wollte ich sagen, bestimmt.“

Frau Nörgel setzt nach: „Und? Der Name…“

Ich antwortete: „Also da sind wir uns in der Familie noch nicht einig.“

„Wie, Sie haben sich nicht rechtzeitig um einen Namen gekümmert“, trötet Frau Nörgel durch den morgendlichen Nebel. Ich fühlte mich augenblicklich wie eine Mutter, die ihr Kind sträflich vernachlässigt hatte. Und bevor sie hinter ihrer Hecke verschwand, sagte sie: “Na, WIR werden schon den richtigen Namen für den Kleinen finden. Ich denke mal drüber nach.“

WIR? Habe ich richtig gehört? Ich stand kurz vor einer Panikattacke. Frau Nörgel hatte ihre Söhne nämlich Horst Paris Nörgel und Jochen Hermes Nörgel genannt. Griechische Halbgötter als Paten für die Zweitnamen, das nenne ich mal ein Alleinstellungsmerkmal. Stellt Euch das mal auf Bewerbungsschreiben vor. Meine Fantasie schoss wilde Purzelbäume. Vor meinem inneren Auge sah ich mich, wie ich, gefangen in einer Endlosschleife, kleinlaut an Frau Nörgels Haustür klingelte und immer wieder zugeben musste, dass mein Kleiner namenlos war und Frau Nörgel gegen meinen Willen beschloss, das der Kleine Zeus heißen solle… Nein, das durfte nicht passieren!

„Wir haben schon einige Namen, die in die engere Wahl kommen“, beeilte ich mich zu sagen. Was gelogen war, aber in der Not… Die Wahrheit war, wir kamen interfamiliär einfach nicht auf einen Nenner. Woran misst man das eigentlich, ob ein Name der Richtige für seinen eigenen Hund ist?

Dass sich die Namensfindung für unseren Hund, so schwierig gestalten könnte und dass plötzlich alle Familienmitglieder ein Wörtchen mitreden wollten, hatte ich nicht erwartet. Meine Familie, versorgte mich üblicherweise mit Bemerkungen wie: „der Hund ist Dein Ding“, „nur, wenn Du das alleine machst“, „also ich geh’ nicht mit dem Hund, Mama“, „Birgit, das ist Dein Hobby, nicht meines“. Plötzlich, so ganz aus dem Nichts, mischten sich alle massiv ein.

Ich war damals voll auf dem Bullerbü-Trip. Ein Hund in unserer Familie, das komplettierte das Wattebausch-Bild, dass ich vor meinem inneren Auge entstehen ließ. Wenn nicht alle dagegen gewesen wären, hätte Finley gute Chancen gehabt, den Namen eines dicken, lethargischen Bernhardiners zu bekommen. Heute muss ich ja zugeben, dass Filme wie „Ferien auf Saltkrokan“ nicht unbedingt die besten Influencer bei der Namensfindung sind. Sonst würde mein Hund heute Bootsmann heißen und meine zweite Tochter Scrollan. Für beides – O-Ton, zweite Tochter – hätte ich „gehauen gehört und wäre wahrscheinlich eines Nachts auf nimmer Wiedersehen im Wald verschwunden.“

Dann dachte ich, Mensch, er ist doch’n Hamburger Jung’, der braucht was typisch Hamburgisches. Also ließ ich meine Seele baumeln. Wir schlenderten durch den Hamburger Hafen, über die Kais an den Schiffen vorbei. Dann lief ich mit meinem Hund am Elbestrand entlang. Wir ließen uns den Wind um die Ohren wehen und sahen den Bugwellen der Dampfer zu, wie sie am Sandstrand brachen. Smutje und Fiete kamen auf die Liste. Diese Vorschläge lösten orkanartige Böen in meiner Paarbeziehung aus. Hatte ich schon erwähnt, dass mein Liebster Österreicher ist?

O-Ton mein Angetrauter: „Also, ICH stehe bestimmt nicht auf dem Weg und brülle laut Fiete in den Wald. Dann machst Du das alleine.“ Da ich zu den vorausschauend denkenden Planern gehöre, überschlug ich kurz meine Optionen. Der Hund, hat zirka 15 Lebensjahre im DNA-Code. Und das allein, jeden Tag? Ne, die Aussicht war alles andere als prickelnd. Also kamen die plattdeutschen Namen wieder runter von der Liste.

Also, ich fasse mal zusammen: Ich musste einen Namen finden der 1. österreich-kompatibel war, 2. meine Tochter nicht dazu veranlasste, mich hinterrücks zu meucheln, 3. keine Bullerbü-Bezüge aufwies und zu guter Letzt 4. auch mir gefallen musste. Puhhhh!!!

Punkt Zwei und Drei waren relativ leicht einzuhalten – Pelle, Kalle, Lasse – alles gestorben. Deal! Aber für Punkt Eins und Vier brauchten wir eine Titulierung aus der neutralen „Namens-Schweiz“. Probleme sind dazu da, gelöst zu werden – generalstabsmäßig. Deshalb starben auch Seppi, Seppl, und Michel. *gottseidank

England oder Schottland, dachte ich … ja, das könnte klappen und es würde auch irgendwie zu unserem, schon im Welpenalter etwas schrulligen Rüden passen. Also dachte ich an alte Leards, die Highlands in denen ich als Teenager für kurze Zeit gelebt hatte, Tea at five und Rugby….

Fen, das heißt Moor. Oder Fergus, der Mann der Kraft. Finnegan, leider irisch … Finley, der „kleine, blonde, tapfere Krieger“. Ja, ich fühlte, das passte auf meinen renitenten, süßen Fratz. Mein Herz wurde leicht, ich war glücklich.

Da meldete sich meine liebe Nachbarin nochmal aus dem Off: „Wie wäre es mit Ramses?“. Sie lugte erwartungsvoll über ihre Hecke. Ääägypten? Okay, ich wusste es schon zu schätzen, dass Frau Nörgel den Namen eines der größten Herrscher des altägyptischen Reiches für meinen Finley für angemessen hielt und das sagte ich ihr auch. Dann teilte ich ihr freudestrahlend mit, dass wir uns für „Finley“ entschieden hatten. Sie guckte etwas konsterniert, murmelte im Weggehen etwas vor sich hin. Ich verstand nur einzelne Wortfetzen: „…ja, ganz nett…“, „…beliebiger Name aus dem Fußvolk…“, „…könnte heißen wie ein König…“ und „…jeder eben wie er kann…“.

Genau, dachte ich und grinste.  Jeder eben wie er mag… *kichergurgelprust … Jochen Hermes …. Horst Paris … Agnes Nörgel, was hast Du nur getan…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Xavier, den Namen merk‘ ich mir – Oder wie Legenden entstehen

Hallo Leute, Finley hier, heute melde ich mich mal selber zu Wort.

Gestern war vielleicht ein Tag. Alle redeten nur über einen gewissen Xavier und dass unsere Feuerwehren, wegen dem, was der angestellt hatte ständig im Einsatz waren. Und richtig, in unserer Vorstadt war ständig das „Tatütata“ des Martinshorns zu hören.

Ich fragte mich, wer wohl dieser ominöse Xavier ist. Vielleicht ein neuer Rüde, der in unsere Straße eingezogen ist? Man, das musste aber ein Kaliber sein, wenn wegen dem die Feuerwehr ausrückt. Das hätte mir nicht gefallen, so einen um die die Ecke wohnen zu haben, schließlich trage ich bei uns im Ring die Verantwortung, für die guten Sitten. *Frauchenhüstelt *Ähäm

Dann ging ich mit Frauchen, ihrer Freundin Monika und meinem Kumpel Gonzo spazieren. Ihr erinnert Euch vielleicht noch an den Pudel mit dem „Mörderhaarschnitt“ (Klick hier). Während wir unsere Pflicht taten und sämtliche Pipi-Stellen auf der Strecke übermarkierten, hörte ich unseren Mädels zu. Der Xavier sei ein Sturm gewesen, Seen seien über ihre Ufer getreten, Bäume seien gestorben….

Also ehrlich, es hätte mir zwar nicht so gut gefallen, wenn so ein Rüpel in meine Straße gezogen wäre. Den Jungen hätte ich aber wenigstens in unseren Straßenknigge einweisen können. Aber wie zum Teufel verhaut man Wind? Denn genau danach war mir zumute, als ich vor einer meiner Lieblingstannen stand. Xavier hatte sie einfach umgehauen.

„Sowas kann man doch nicht machen“, entfuhr es mir laut.

„Was denn“, fragte Gonzo.

„Na guck doch mal, Jahre mühevoller Arbeit – alles umsonst…“, antwortete ich.

„Chill mal Alter“, sagte Gonzo beschwichtigend, „jetzt erklär mir doch mal, warum die Fichte da so wichtig für Dich ist.“

Und dann erklärte ich ihm, dass die Fichte auf dieser Gassirunde an einem strategisch wichtigen Platz gestanden hatte. Jeder Rüde und jede zuckersüsse Hündin mussten den Baum passieren. Genau deshalb habe ich, diesen Baum seit Jahren, auf jeder Runde markiert.

„Ich habe wohl hunderte I’m-the-king-of-the-forest-Nachrichten an dieser Tanne zurückgelassen“, sagte ich anklagend. Das ist ja rufschädigend, was dieser Xavier da gemacht hat.

„Hmmm“, antwortete mir mein Lockenfreund, „jetzt sehe ich das Problem.“

Dann machte Gonzo einen sehr vernünftigen Vorschlag. Man könne ja nun einmal nicht ändern, dass die Tanne umgefallen ist. Also sollten wir lieber nach einem Ersatz Ausschau halten. Direkt neben der umgefallenen Fichte stand ein etwa 40 Zentimeter hoher Ableger.

Gonzo grinste mich an: „Und dem pullern wir jetzt auf die Baumspitze.“ Ich verstand sofort.

„Klasse Idee, Du alter Schlawiner, sagte ich. Gesagt getan.

Und auf dem Nachhauseweg unterhielten wir uns darüber, wie unsere Botschaften, über die Jahre mit dem Bäumchen in die Höhe wachsen würden. Kein anderer Rüde würde diese Botschaften jemals auslöschen können. Wir würden zu Legenden werden. Noch Generationen später würde man sagenumwobene Geschichten über Finley und Gonzo weiter tragen, Gedichte würden geschrieben werden, Lieder komponiert ….

Ähm, sorry … aber ich habe Finley gerade den Labtop weggenommen. Macht Euch keine Sorgen, ich habe das im Griff. Ich lasse ihn jetzt die abgefädelte Küchenrolle zur Papiertonne apportieren, das erdet. Und morgen ist er wieder ganz normal. *Hoffnungstirbtzuletzt

 

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„Fuß“, „Fuhuuuß“, „Fussssjetzt!!!“- Goodfellows‘ Gastbeitrag in Wuff das Hundemagazin

 

Als Maximilian Pisacane von Gassireport mich fragte, ob ich Lust hätte, an einem Blogger-Special des Hundemagazins WUFF teilzunehmen, habe ich sofort begeistert zugesagt.  Ich selber lese die WUFF gerne. Also nichts wie an den PC, dachte ich. Und dann, sagte Max ganz beiläufig: „Dein Thema wäre die Leinenführigkeit, Birgit.“ Oh-Mann-Oh-Mann, dachte ich …. ausgerechnet DAS …. das kann ja heiter werden … wurde es auch 😉 …

Leinenführigkeit ist in unserer schönen Hundewelt, mein persönlicher Alptraumbegriff. Übrigens eine Abneigung, die mein Rüde Finley voll und ganz mit mir teilt.  Lediglich die Gründe für unsere Aversion und deren Auswirkungen zeigen sich bei uns auf völlig unterschiedliche Art und Weise.

Während ich mich immer noch an dem Glauben festbeiße, dass da noch was geht *glucks, befindet sich mein Hund seit acht Jahren im Widerstand. Motto: Ich könnte ja, aber ich will halt nicht! Was das angeht, ist Finley wahrscheinlich schon längst Mitglied der französischen Hunde-Ehrenlegion und trägt stolz die „Medaille de la rèsistance“.

Wenn Ihr jetzt Lust auf mehr bekommen habt, lest doch auch meinen Artikel in der aktuellen Ausgabe der WUFF (Klick hier).

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Das Seelenleben der Tiere

Wer nach einem puren Hundebuch sucht, liegt mit Peter Wohllebens Buch „Das Seelenleben der Tiere“ falsch. Das heißt allerdings nicht, dass ich mich bei der Lektüre dieses Buches nicht trotzdem gut unterhalten fühlte. Man braucht halt eine gewisse innere Aufgeschlossenheit, um dem Autor auf seinem Pfad durch tierische Empfindungswelten zu folgen.

Wenn man das schafft, dann erkennt man, wie unglaublich spannend unsere heimische Tierwelt im Wald und auf unseren Höfen ist. Wir lernen, dass Kolkraben treue Seelen sind, die ihr Leben lieber mit einem Partner verbringen, als sich jede Saison auf neue Partnersuche zu machen. Wir finden heraus, dass auch Hirschkühe trauern und dass des Autors Hahn Fridolin schon mal zu einer hintertriebenen List greift, um seine drei Hennen beglücken zu können.

Am Ende des Buches, interessieren wir uns vielleicht immer noch nicht für alle aufgeführten Tiergruppen, das ist aber nicht ausschlaggebend. Viel wichtiger ist, dass Peter Wohlleben seinem Leser anhand wissenschaftlicher Untersuchungen und anschaulicher, unterhaltsamer Geschichten, zu der Erkenntnis verhilft,  dass alle Tiere über ein emotionales Bewusstsein und ein reiches Gefühlsleben verfügen. Und ich klappe die Buchdeckel zu, in der Hoffnung, dass diese Erkenntnis zu mehr Respekt, Sympathie und Rücksichtnahme im Umgang mit unseren Tieren führt.

Peter Wohlleben, geboren 1964, studierte Forstwirtschaft und arbeitete 23 Jahre in der Landesforstverwaltung Rheinland-Pfalz. 2006 gab er seine Stelle auf und übernahm als Förster ein 1200 Hektar großes Waldgebiet in der Eifel. Dort setzt er seine Vorstellungen von einem ökologisch wie ökonomisch vertretbaren Naturschutz erfolgreich um. Nebenbei entdeckte er seine Lust am Schreiben.

Das Seelenleben der Tiere

Autor: Peter Wohlleben

Verlag: Ludwig Buchverlag 13.Juni 2016

Gebundene Ausgabe 240 Seiten

ISBN: 978-3453280823

 

 

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Faible, Fetisch, Fanatismus oder ein Retriever sieht Rot

Auf diese Geschichte hat mich meine liebe Bloggerkollegin Danni vom Hundebloghaus angetriggert. Sie stellte die Frage, ob wir ein bestimmtes Faible bei Hunden haben. Bei ihr seien es lange Nasen. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich darüber vorher noch nie ernsthaft nachgedacht.

Meine Nachbarin Bente, zum Beispiel, hat eine Vorliebe für drahtiges Fell. Bei Ihr würde nie ein anderer Hund als ein Foxterrier einziehen. Das Fell ihres Schatzes muss das Gütezeichen „extrem stichelig“ aufweisen. Für meine Freundin Anja hingegen, ist die Welt erst in Ordnung, wenn ihr Labrador Leo sein tägliches Bad hinter sich gebracht hat. Den Labbi schwimmen zu sehen ist ihr Faible.  Und das Herz meiner österreichischen Schwiegermutter schlägt erst im Dreivierteltakt bei kleinen, weißen Hunden.

Und ich?  Ja, ich habe ein Faible, man könnte es schon fast einen Fetisch nennen.  Ich stehe nämlich total auf gut definierte Rüdenschädel, mit einem ausgeprägten Stopp. Da bin ich total obsessiv. Das läuft bei mir ganz instinktiv ab. Als ich Finleys Wurf zum ersten Mal besuchen durfte, da fiel mir mein Bärchen gleich ins Auge. Sein Kopf war so schön, schon etwas ausgeprägter, alles an ihm schien „Ja, ein Junge!“ zu rufen. Ich weiß, das klingt verdammt albern, aber ich war schockverliebt, nur wegen seines Schädels.

So ist es bis heute geblieben. Hat der Bursche eine klar definierte Stirn, die er einem anderen auch ruhig mal brummend entgegenstecken kann – herrlich, dann bin ich hin und weg. Die unbequeme Tatsache, dass an so einem Dickschädel, der eine oder andere Befehl auch mal abprallen kann, wie eine Billiardkugel an der Bande, nehme ich hin. Letztlich, so ist meine Erfahrung, locht die Information doch ein und auch so ein streitbarer Charakter lernt, was wichtig für IHN ist. Selektives Grundwissen, eben.

Wenn wir hier aber im weitesten Sinne über Fanatismus sprechen wollen, dann muss ich meinen Rüden outen. Finley hat auch einen Fetisch. Seit ich denken kann ist er ein besessener Blumentopf-Stalker. Wenn ich gärtnere, verändert sich mein Hund. Sein Gebaren wird gespenstisch, seine Haltung undurchsichtig und spannungsgeladen. Der Ablauf der Ereignisse ist nicht aufzuhalten…

Ich hole meine Gartengeräte aus dem Gartenhäuschen. Finley erscheint auf der Terrasse, schnuppert links und rechts ein wenig und denkt „Ahaaa…. schaun’ wir mal, was da noch kommt“. Ich versuche ein Ablenkungsmanöver, zupfe scheinbar gelangweilt noch ein wenig Unkraut aus dem zu beackernden Beet-Abschnitt. Aber mein Rüde ist ein Profi. Seine Vorgehensweise hat Methode.

Scheinbar desinteressiert legt er sich auf unseren Rasen und rührt sich nicht. Doch wenn man genau hinsieht, dann kann man beobachten, wie er mich trotz seiner halb geschlossenen Lider fixiert. Hinter seiner wohlgeformten Stirn formuliert er klar, was er als nächstes erwartet. Langsam verändert sich sein Gesichtsausdruck. Die Augen werden zu Schlitzen, seine Lefzen legen sich in Falten, die Nase bebt. Er sieht jetzt ein wenig aus wie Pennywise, der Killerclown aus Steven Kings Gruselschocker ES.

„Wann“ – so scheint er zu fragen – „wann holst Du endlich die neuen Pflanzen aus dem Auto? Ich kann sie riechen. Ich weiß, sie sind daaa. Bring sie heeer…. jetzt… warum noch länger warten … Du weißt, wie das alles enden wird …. ich will meine Töpfeeee jeheeetzt……“

Wie hypnotisiert gehe ich zu meinem Wagen und hole die Palette mit den Frischpflanzen von der Ladefläche. Kaum habe ich die erste Pflanze ausgetopft, spüre ich ihn im Nacken, den leicht pfeifenden Atem meines Hundes … wie eine warme Welle trifft mich sein Odem bei jedem Atemstoss…. die ersten Sabbertropfen fallen auf meine Schulter. Ich gebe auf, es hat keinen Zweck, Fürsorgepflicht adè – ich gebe meinem Hund den Plastiktopf zum Spielen. Schnell topfe ich die übrigen Pflanzen aus und arrangiere sie in meinem neuen Herbstbeet. Finley hat sich inzwischen auch die übrigen Töpfe geholt. Während ich noch ein paar Tulpenzwiebeln für ein buntes, friedliches Frühjahr setze, höre ich hinter meinem Rücken krachende, knackende Geräusche, die auf ein wahres Plastiktopf-Massaker schließen lassen.

Aufräumen darf ich das natürlich – ich bin ein guter Tatortreiniger. Finley, inzwischen wieder ganz er selbst, hat sich total verausgabt und sich zum Power-Napping unter unsere Magnolie verzogen.

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Hundeleinen.de * Unser neuer Dealer * Superangebote

 

Birte Tychsen, Inhaberin von Hundeleinen.de, und ihr Flat Maddox an der Frostfleischtruhe

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Finley und ich brauchten neuen Stoff. Da passte es ganz gut, dass es in unserer Nähe einen neuen Dealer gibt. Denn einer unserer Lieblings-Online-Shops – Hundeleinen.de – hat sich vergrößert. *Yay!!

Inhaberin Birte Tychsen hat aus ihren ehemaligen Lagerräumen in Stapelfeld, in der Reinbeker Straße 3, ein attraktives Ladengeschäft gemacht. Ich kann Euch nur empfehlen, mal ganz schnell vorbeizufahren, denn bis einschließlich Samstag, 23. September, gibt es dort noch tolle Eröffnungsangebote.

Ihr bekommt auf alle bellepet-Artikel, abgesehen von den Kauartikeln, 15 Prozent Rabatt. Auf Produkte der Firmen Feltmann, Hunter, Koch, Trixie und Sprenger gibt es 10 Prozent Rabatt. Und auch die handgemachten Leinen und Halsbänder der Hamburger Manufaktur Elbband gibt es bis einschließlich Samstag 10 Prozent günstiger. Das freundliche Team um Birte, hat mir bisher noch jede meiner Fragen kompetent beantworten können und wird auch Euch gerne beraten.

Natürlich hat Birte Tychsen zur Eröffnung ihres Shops ihr Sortiment erweitert. „Wir bieten jetzt auch Frostfleisch für unsere barfenden Kunden an“, sagt Tychsen. Das Angebot umfasst Rinder-, Pferde- und Geflügelfleisch, sowie Lamm und Wild. Die zum Barfen dazugehörenden Nahrungszusätze gibt es dort auch. Wer bis Samstag Frostfleisch ab einem Wert 25,00 Euro kauft, bekommt 100g Rinderherz dazu geschenkt.

Als ich den 60 Quadratmeter großen Laden betrete, fällt mir sofort eine Große Naschinsel in der Mitte des Raumes ins Auge. Ich würde sie eine gigantische „Candybar für Hunde“ nennen. Hintereinander aufgereiht, liegen unterschiedliche Kauhölzer, Kauknochen, Käsekaustangen, appetitlich sortiert, in hübsch dekorierten Kisten. Ein echtes Hundeparadies, und damit ich auch nichts Wichtiges … ähm, Leckeres übersehe, kommt Maddox, Birtes zehn Jahre alter Flat Coated-Rüde und zeigt mir mal welche „Kaubonbons“ denn seine Favoriten sind. Nach dem Motto „Mischen possible“ kann ich mir mein persönliches Sortiment zusammenstellen. Und bis einschließlich Samstag gibt es die Aktion „Drei zum Preis von Zweien“. Also, ich habe da für meinen Finley schon mal ein paar Naturkaustangen aus Yak-Käse mitgenommen. Liebe Birte, mein Finley ist jetzt schon ein Fan Deiner Candybar. Er tippt bestimmt bald einen Einkaufzettel für meinen nächsten Besuch bei Dir.

Hundeleinen.de

Der Laden

Reinbeker Str. 3

22145 Stapelfeld

Öffnungszeiten:

Mo – Fr

9.30 bis 18.00 Uhr

Samstag

10.00 bis 14.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

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Peace und Punk am Ententeich

Finley und ich hatten einen aufregenden Sommer. Wir haben angefangen das Haus zu renovieren, haben seine zwei „Altlasten“ Autofahren und Leinenführigkeit beackert und auch neue Freunde gewonnen. Von so einer Neueroberung will ich Euch heute mal berichten.

Wer uns schon ein bisschen kennt, den wird es nicht wundern, dass es sich unserem „Neuen“ *jawolleinRüde, nicht um einen Mainstreamcharakter, sondern sagen wir eher um eine facettenreiche Persönlichkeit handelt.

Es war einer der wenigen, lauen Sommerabende in diesem Jahr. Ich war eigentlich schon offline geschaltet. Damit wir gemütlich und ungestört dahinschlendern konnten, hatte ich Finley und mir extra eine Straße ausgesucht, in der keine Hunde wohnten. In meiner Vorstadt gab es davon genau eine. Kein Stress am Gartenzaun, einfach mal so vor sich hindümpeln können, hach wie schön….

Emoji: Aram und Abra

Da schießt er durch die Hecke. Ein ausgewachsener Königspudel, Fellfarbe apricot, Continentalschur oder was die Hecke davon noch übriggelassen hat. Er pöbelt was das Zeug hält: „Mein Haus, mein Weg, mein Ententeich, meinmeinmein ….“

Finley, sonst eigentlich immer sofort im NichtmitmirDuSack-Modus stutzt. Guckt mich verdutzt an, „Ist DIE Frisur echt sein Ernst?“, scheint er zu fragen. Dann röhrt dann zurück. „Schnauze Pudel, sonst verpasse ich Dir einen Retriever-Cut“.

Eine blonde Frau im besten Mannesalter lief hektisch auf den Gehweg und fragt mich (ACHTUNG!): „Haben Sie meinen Hund rausgelassen?“ Geeenauuuu, dachte ich. Wenn zwei ausgewachsene Rüden schon so richtig auf Zinne sind, und sich zähnefletschend umkreisen, dann komme ich, öffne das Pförtchen damit die Jungs mal so richtig zur Sache gehen können.

Laut sagte ich höflich: „Natürlich nicht.“ Und deute stumm mit dem ausgestreckten Finger auf das große Loch, das der Lockenhund in die Haselbuschhecke geschlagen hatte.

Im Hintergrund knurrten und fletschten unsere Rüden weiter.

Pudel. „Verzieh Dich, Penner!“

Finley: „Hau Du doch ab, Tussi!“

Pudel: „Wiiiiie hast Du mich genannt?“

Finley: „Auch noch taub oder was?…“

„Der ist sonst ganz friedlich“, startete das Pudelfrauchen einen halbherzigen Erklärungsversuch. Im nächsten Moment lachte sie laut prustend los. Und weiter: „Ach Quatsch, er ist ein blöder Macho, der bei jeder Gelegenheit lospöbelt.“  Die Frau wird mir genau in dieser Sekunde sympathisch.

Ich nickte und sagte verschwörerisch: „Ich weiß genau wovon sie sprechen. Meiner ist machmal -naja ziemlich schnell – also eigentlich isser immer dabei…“

Unsere Hunde stehen sich derweil leicht erschöpft gegenüber. Der Ton ist merklich ruhiger geworden.

Pudel: „Wie heißt den Du?“

Finley: „Hoisdorfs Golden Balino, man nennt mich Finley. Und Du?“

Pudel: „Ambrosio aus dem schwarzen Moor, mich nennt man Gonzo.“

Finley: „Gonzo – klingt vernünftig, aber Junge diiiese Frisur ey…“

Gonzo: „Morgen kommen die Locken ab. Ich zeig dir jetzt mein Revier.“

Bellte es und kurz darauf verschwanden die zwei neuen BFF’s im Garten.

Die Frau, sie heißt Monika,  und ich gingen lieber mal hinterher. Und das Bild was sich uns da bot, versetzte uns zwei Weiber in totale Wonnestimmung: Vor einer Zinkwanne, in dem bunte Plastikenten schwammen, saß Monikas Enkel Benjamin. Er fischte, juchzend, ein Quietscheentchen nach dem anderen aus dem Fass und schmiss es auf die Wiese. Und unsere zwei Brummelbären brachten dem Lütten die Entchen wieder zurück. Ich schwöre, beide Rüden hatten ein breites Grinsen im Gesicht und total viel Spaß. Das war wirklich der Beginn einer schönen Männerfreundschaft. Monika und ich besuchten uns gegenseitig in unseren Gärten, tranken ENTSPANNT Kaffee und unsere beiden Machos legten sich in die Sonne und genossen das Leben.

Peace und Punk – mein Finley

Wir erfuhren, dass Monika Gonzo in einem kleinen Wanderzirkus, in ihrem Bayernurlaub gesehen hatte. Dort wurde sein autarker Charakter nicht geschätzt, denn Gonzo war nicht bereit, jeden Abend das immer gleiche Zirkusprogramm abzuliefern. Dementsprechend hart und unfreundlich wurde er behandelt. Monika wollte da nicht weiter zuschauen. Nach zähen Verhandlungen, kaufte sie dem Dompteur „ihren Gonzo“einfach ab. Chapeau, solche Hundefreunde brauchen wir.

Wie in jeder guten Freundschaft, gab es auch mal Tage, an denen sich Finley und Gonzo mal nicht so grün waren. Dazu sind sie sich wohl zu ähnlich. Peace und Punk, irgendwie haben beide diese zwei Komponenten in ihrer DNA. Aber das ist gar nicht so schlimm, denn schon am nächsten Tag ist alles wieder gut. Und ich habe mit Monika auch eine nette Freundin dazugewonnen, also was will man mehr.

Weil Gonzo wohl ein paar schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat und beim Anblick meiner Kamera in Panik gerät, gibt es hier von ihm keine Fotos. Deshalb bin ich froh, dass ich gewissermaßen stellvertretend für ihn eine Zeichnung von Mara von Aram und Abra einfügen darf. Denn eigentlich hat Gonzo genauso ausgesehen, als wir uns das erste Mal getroffen haben.

 

 

 

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Feldforschung: Die Zementköppe unter den Nicht-Hunde-Menschen

 

Um Finley und mich und den Goodfellows Hundeblog war es in letzter Zeit ja etwas stiller geworden. Wer jetzt gehofft hatte, dass wir uns ganz zurückziehen wollen, wird leider bitter enttäuscht werden. Wir haben mal wieder ein paar Renovierungsprojekte in unserem Haus in Angriff genommen. Das hat uns ganz schön in Anspruch genommen. Aber jetzt sind wir wieder da.

Unsere Hunderunden in dieser Zeit, haben wir ganz entspannt dazu genutzt ein paar Beobachtungen zu machen. Es ist erstaunlich, auf welche Vorurteile Hundehalter, gerade bei Menschen ohne Hund stoßen können. Sicher, es gibt auch Hundelose, die unsere Vierbeiner mögen und auch uns nicht als Störfaktoren einstufen. Aber es gibt eben auch genug von den anderen, deren Vorurteile so fest zementiert sind, dass man mit Vernunft oft nicht weiter kommt. Liebe Zementköppe, dies hier ist für Euch.

Eines ist Finley und mir erschreckend klar geworden. Aus Sicht der Zementköppe, kann man als Hundehalter eigentlich nur alles falsch machen. Was dem einen gefällt, ist für den anderen Anlass zu harscher Kritik. Angefangen mit der skandalösen Tatsache, dass wir überhaupt einen (zwei, drei…) Hund(e) haben. Wir Hundehalter kennen sie ja alle, diese schrägen, abschätzenden, oft panischen Blicke der kritischen Zementköppe, ähm …. ich meine Mitmenschen mit eingeschränkter Lebensqualität…

Ihre Gründe für Schräg-Blicke sind vielschichtige, offenbar über mehrere Generationen weitergegebene, in ihren Familienchroniken fest verankerte Vorurteile.

Hier kommt mal ein kleiner Querschnitt:

wir haben einen Hund. *bäh

wir haben mehrere Hunde. *ohGottohGott

wir haben einen großen Hund. *zittergrusel

wir haben einen kleinen Hund. *Nervenblank

wir haben einen schwarzen Hund. *muhahahaaaa

wir haben einen schmutzigen Hund. *igittigitt

wir haben einen gehorsamen Hund. *streber

wir haben einen ungehorsamen Hund. *hähäschadenfreu

wir haben Spaß mit unserem Hund. *vorNeidplatz

wir haben einen Hund, der kackt. *wennBlicketötenkönnten

 wir haben einen Hund, jederzeit kacken könnte. *wennBlicketötenkönnten

wir haben einen Hund, der gestern gekackt hat. *wennBlicketötenkönnten

wir haben unseren Hund angeleint. *dergehorchtwohlnicht

wir haben unseren Hund nicht angeleint. *kreischmitFluchtversuch

wir haben einen Welpen. *niedl…öhm, nöauchDoof

wir haben einen mittelalten Hund. *wielangenoch

wir haben einen alten Hund. *nadannhabenSieesjaBaldhintersich

wir haben einen Rüden. *klopptdersich?

wir haben eine Hündin. *istdiezickig?

wir sprechen mit unserem Hund. *alsobDerdasversteht 

wir sprechen nicht mit unserem Hund. *woistderTierschutzwennmanihnbraucht

wir heben die Hinterlassenschaft unseres Hundes auf. *ÜrgswiekannMannur

wir lassen die Hinterlassenschaften liegen. *ÜrgswiekannMannur

wir haben einen Hund, der jagt. *rettetBambi

wir haben einen Hund, der nicht jagt. *werwilldennsoeinWeichei

wir haben einen Hund, der Katzen mag. *derbrauchtTherapie

wir haben einen Hund, der Katzen hasst. *soeinUntier

Fallen Euch vielleicht auch noch ein paar Beispiele ein? Dann schreibt sie gerne in die Kommentarspalte. Finley und mich würde es sehr freuen.

Ich für meinen Teil, möchte allen Zementköppen zurufen: „Leute, entspannt Euch mal! Ein Hund würde eurer Seele ganz guttun.“ Und für die Unbelehrbaren: „Sucht Euch ein Hobby, irgendetwas Lebloses…“

 

 

 

 

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