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Magnolia Kitty – das Besucherkätzchen

 

Magnolia Kitty kann Finley nicht vom Fressen abhalten

 

Ich dachte, ich gebe Euch mal ein kleines Update zu unserem kleinen Magnolia Kätzchen. So sicher, wie der Herbst ins Land zieht und die Bäume ihr Laub verlieren, so schnell wächst unsere kleine Tigerkatze. Sie hat etwas zugelegt und streift nach wie vor durch unseren Vordergarten.

 

Wenn Katzen kämpfen … nicht schön …

 

Sie versteckt sich mal in der Gabelung des großen Japanahorns oder hockt mal im Kübelgarten vor unserem Bürofenster. Manchmal versteckt sie sich vor der dicken Tigerkatze unseres Nachbarn, denn die zwei können sich nicht ausstehen. Ich kenn sowas ja unter Hunden, aber ehrlich, wenn Katzen sich streiten, wirken unsere Jungs dagegen wie die Waisenknaben.

 

Der Garten wird winterfest gemacht

 

Im Moment bringen Finley und ich Kittys kleine Vordergartenwelt ein wenig durcheinander. Ich habe die Rhododendren zurückgeschnitten und die Azaleen gestutzt. Kitty saß währenddessen auf der Gartenpforte und gab ein entrüstetes Maunzen von sich. Ich glaube sie hat sich gefragt, wo sie in Zukunft vor der dicken Nachbarskatze in Deckung gehen kann.

Die rotgescheckte Tilda hat was gegen unsere kleine Kitty. Sie duldet sie nicht in der Nähe ihres Gartens. Das ist nun ein echtes Problem, weil zwischen unserem Vordergarten und Tildas Gartengrenze nur drei Meter liegen. Immer wenn sie sie sieht, faucht sie, fährt die Krallen aus und attackiert die Kleine. Kitty flitzt meistens ein paar Mal hin und her, da kommt die pummelige Tilda nicht ganz mit. Kitty freut sich diebisch, was Tilda nur noch wütender macht.

 

Grenzsteine nehmen die Katzen ganz ernst

 

Kitty springt dann immer in unseren Vordergarten und versteckt sich im Blattwerk. Tilda patrouilliert noch eine Weile an ihrer Grundstücksgrenze entlang und verschwindet dann. Finley und ich haben Vorsorge dafür getroffen, dass sie auch im Herbst und Winter genügend Deckung findet. Wir haben, extra üppig für „unser Kätzchen“, Besenheide und Usambaraveilchen auf dem Beet verteilt. Für unsere kleine Kitty reicht das aus, um in Deckung zu gehen.

 

Kitty bleibt unsere Besucherkatze

 

Einziehen wird sie wohl nicht bei uns, denn wie ich gehört habe ist sie bei Pauli dem Katzenchef in unserer Straße eingezogen. Neulich habe ich gesehen, wie beide durch Paulis Katzenklappe ins Haus verschwunden sind. Na ja, auch wenn es ein wenig schmerzt, müssen wir wohl zugeben, dass sie sich da ein tolles Katzenzuhause ausgesucht hat. Und wir freuen uns weiterhin, wenn sie es sich in unserer Magnolie bequem macht, oder in unserem Vordergarten Deckung sucht.

Magnolia Kitty, ziert sich

Kooomm liebes Kätzchen, koooommm

 

 

 

 

Es waren zwei Königskinder, die hatten einander so lieb…

 

Mit „unserer“ Katze und uns ist das so eine Sache. Sie kommt nach wie vor jeden Tag in unseren Garten, chillt in unserer Magnolie und flaniert über unsere Terrasse. Die ganze Geschichte findet ihr HIER. Wir Menschen sind alle schockverliebt und würden es mir ihr auf jeden Fall versuchen wollen, trotz der Allergiegefahr. Wozu gibt es Tabletten…

 

Finley bleibt ruhig – 5 Euro für seine Gedanken

 

Finley bewahrt weiterhin Ruhe, hat sich zu der Sache aber noch nicht abschließend geäußert. Ich habe mich inzwischen im örtlichen Futterhandel beraten lassen und habe mal gefragt, was so ein kuscheliges Kätzchen wohl gerne essen mag.

 

Die Beratung war so mittel

 

Zugegeben, ich lieferte in diesem Laden auch nicht gerade eine meiner kommunikativen Glanzleistungen ab. Ich hätte es der netten Dame in dem roten Kittel vielleicht etwas leichter machen können. Jedenfalls war die Beratung vollkommen frei von Enthusiasmus, so lala eben.

Ich hingegen ging sehr enthusiastisch an den Thresen und fragte die Verkäuferin: „Könnten Sie mir bitte sagen, was und wieviel Katzen gerne fressen? Es muss natürlich gesund sein.“ Die Frau strich sich ihre Hände an ihrem roten Kittel ab und nahm mich ins Visier.

 

Kommunikation wird überschätzt

 

„Tja“, sagte sie, „Was für eine Katze ist das denn?“ Ich packte daraufhin mein geballtes Katzenwissen auf den Tisch und sagte. „Eine total niedliche, ungefähr so groß…“, dabei hielt ich meine Hände hoch und zeigte die Größe eines Kinderschuhkartons an. „Ich meinte, welche Rasse ist das“, hakte die Fachverkäuferin nach. Ihre Stimme bekam etwas Schneidendes. Ich antwortete wahrheitsgemäß: „Ich habe keine Ahnung.“

Sie räusperte sich: „Ahaaa … ist das eine Katze oder ein Kater?“ Ich antwortete in unbeschwertem Ton: „Das weiß ich eigentlich auch nicht.“  Ich sah den gestressten Blick der Frau und einen Moment lang hatte ich das Gefühl, sie will mir eine kleben. „Sie wissen nicht, ob ihre Katze ein Kater ist und haben keine Ahnung welche Rasse? So was weiß man doch, wenn man sich ein Tier kauft.“

 

Die Katze hat uns ausgesucht…

 

„Oh, also das ist bei uns ganz anders“, erzählte ich der verwirrten Frau, „Die Katze hat uns ausgesucht.“ Hat die eben mit den Augen gerollt? „Ehrlich“, versuchte ich den Rotkittel zu überzeugen. „Die Katze ist uns zugelaufen … also fast … genau gesagt, ist sie gerade dabei uns zuzulaufen … sie zögert noch …“, schloss ich meine Erzählung ab.

Frau Rotkittel holte tief Luft, aus ihrem Schädel stieg eine Rauchwolke gen Himmel in der in leuchtenden Lettern stand: „Herrgott, womit hab‘ ich das verdient?“ Sie änderte ihre Taktik, ihre Stimme wurde etwas sanfter, ihr Blick verschleierte sich. „Schaun Sie mal“, säuselte sie, „wäre es dann nicht besser, sie würden die Entscheidung des Kätzchens abwarten, hmmm? Vielleicht geht sie ja doch noch zurück zu ihren Leuten.“

 

Nicht zu uns?????

 

Wie jetzt … nicht zu uns … DAS IST KEINE OPTION! Ich muss die Verkäuferin so entsetzt angesehen haben, dass sie sich sofort korrigierte: „Also ähm … natürlich kommt sie … mit Sack und Pack … nur eine Frage der Zeit … öh, Futter also …“

Für den Anfang, so sagte sie, sei ein schlichtes Futter ja genug, irgendetwas mit Fisch, oder so. Ich fand, Fisch hörte sich gut an, nahm aber dann doch die Dosenfirma von der Finley ab und an mal eine Mahlzeit bekommt.

 

Wenn Großoffensiven in der Luft verpuffen…

 

Ich nahm gleich fünf Dosen mit und startete noch am gleichen Tag mit meiner Lockoffensive. Nun ja, Katzen sind ja bekanntlich sehr clever. Und ich habe die Kitty im Verdacht, dass sie dabei ist, uns zu konditionieren. Höre ich da einen Clicker in der Ferne? Denn das Futter wird nur gefressen, wenn wir nicht zuhause sind, oder beschäftigt, oder nachts, wenn alle schlafen. Zum ersten Mal hat sie sich überhaupt erst an das Futter getraut als wir den Napf weit weg vom Haus, unter die Magnolie gestellt haben.

 

Und Finley, der rührt das Katzenfutter nicht an und beobachtet sein propellerndes Frauchen mit stoischer Ruhe. Es ist, als ob er sagen will: „Mach Du mal, Kitty und ich, wir haben das schon längst geklärt.“ Wie es scheint, ist es noch ein langer Weg bis in unser Esszimmer…