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Tipps für einen entspannten Schwedenurlaub

Gastbeitrag von Schwedenkennerin Maike Harms

 

Ich freue mich sehr, dass ich  Hundefreundin und Schwedenkennerin Maike Harms als Gastautorin für meinen Blog gewinnen konnte. Sie reist mit ihrer Familie und ihren Hunden regelmäßig nach Schweden. Außerdem organisiert sie ab und an auch Gruppenreisen mit Hund nach Schweden und kann Euch ein paar wertvolle Tipps mit auf den Weg geben. Bleibt mir nur noch, Euch viel Spaß im Pippilottaland zu wünschen.

 

Fotos: Maike Harms

 

Mit dem Hund nach Schweden

 

Hunde sind Familienmitglieder und gehören daher auch mit in den Urlaub. Das ist natürlich nicht immer ganz so einfach umsetzbar. Das Reiseziel sollte am besten nicht zu weit entfernt sein, idealerweise mit dem Auto zu erreichen und vor allem sollte es hundefreundlich sein.

Schweden ist das Land von Abba, IKEA und H&M, aber auch das Land der unendlichen und dicht bewaldeten Landschaften, der Elche und der tausend Seen. Wer noch nie in Schweden war, sollte dies dringend nachholen. Gerade für einen Urlaub mit Hund ist Schweden wie geschaffen.

 

Schweden: Ein Hundeparadies

 

Schweden ist hundefreundlich und das liegt vor allem an den dort lebenden Menschen. Böse und verurteilende Blicke oder Mißbilligung ernten verantwortungsbewusste Hundehalter nicht. Schweden sind ein aufgeschlossenes und entspanntes Volk und stehen Vierbeiner ebenso aufgeschlossen gegnüber. Die vielen Seen und Hundestrände laden zum baden und toben ein. Überwältigende Landschaften machen einen langen Spaziergang in Schwedens Natur unvergesslich. Auch für Eure Fellnase.

 

Vor der Anreise

 

Denkt beim Packen bitte unbedingt an eine Kopie Eurer Hundehaftpflichtversicherung inkl. Telefonnummer, falls Euer Hund irgendwo einen Schaden anrichtet. Wichtig für die Einreise ist auch dass die letzte Tollwutimpfung mindestens 21 Tage zurückliegen muss. Demnach dürfen Welpen schon ab einem Alter von 4 Monaten mit in die Ferien, da eine Tollwutimpfung bei einem Welpen mit 3 Monaten durchgeführt werden darf.  Also checkt noch einmal den Heimtierausweis Eures Vierbeiners.
Wie für jeden Urlaub gilt auch in Schweden, dass Ihr Euch vorab über die Tierärzte und Tierkliniken entlang Eurer Reiseroute informieren solltet. Schweden ist groß und manchmal sind die Wege recht weit.

 

Mit dem Auto oder Wohnmobil nach Schweden

 

Ob mit dem Auto oder Wohnmobil, Ihr könnt Schweden auf dem Weg durch Dänemark oder mit der Autofähre ab Deutschland bereisen. Die Fähren der TT-Line von Travemünde nach Trelleborg, der Finnlines von Travemünde nach Malmö oder der Stena-Line von Kiel nach Göteborg bieten beispielsweise hundefreundliche Kabinen an. Da müsst Ihr allerdings schnell sein, denn die Hundekabinen sind sehr beliebt und daher schnell ausgebucht. Auf den Fähren gibt es eine Hundetoilette und meist einen kleinen Auslauf für Eure Vierbeiner. Der Vorteil bei einer Einreise nach Schweden mit der Fähre ist, dass es im Vergleich zu einer Flug- oder langen Autoreise recht enspannt für Euern Hund sein kann. Er genießt auf der Fähre mehr Freiheiten und mehr Auslauf. Wie Ihr einreist, ist aber natürlich eine Geschmacksfrage, wichtig ist nur, dass Ihr Euren Hund bei der Ankunft an der schwedischen Grenze beim Zoll anmeldet.

 

Mit Hund nach Schweden fliegen

 

Wenn Ihr nach Schweden fliegen möchtet sollte Euer Hund der Fluggesellschaft möglichst früh angemeldet werden. Abhängig von der Airline ist, ob Ihr einen Hund überhaupt mitnehmen könnt, ob er im Frachtraum mitfliegt, wie groß und schwer die Transportbox mit Hund sein darf und so weiter. Also informiert Euch gut bei der jeweiligen Fluggesellschaft, was zu beachten ist wenn Ihr mit Hund fliegen möchtet. Ein Vorteil der Flugreise ist die kürzere Reisezeit, allerdings kann diese dann für Euch und Euern Vierbeiner den doppelten Stress bedeuten.

 

Einreise mit Hund nach Schweden

 

Um alle Einreisebestimmungen mit Hund in Schweden einzuhalten, müsst Ihr Euch einige Dinge beachten. Alle Hunde und andere Haustiere, die innerhalb der EU reisen oder in die EU wiedereingeführt werden, müssen einen Heimtierausweis (Pass) besitzen. Dieser Heimtierausweis wird in der Amtssprache des Ausstellungsmitgliedstaates und in Englisch verfasst. Bei allen Transporten zwischen EU Mitgliedstaaten müssen für Hunde und andere Haustiere Heimtierausweise mitgeführt werden. Diesen Ausweis muss der Reisende im Land seines ständigen Wohnsitzes beschaffen.

Folgende Bedingungen gelten für die Einfuhr von Hunden und Katzen aus einem EU-Land:

  • ID-Kennzeichnung mit Mikrochip oder mit einer deutlich lesbaren Tätowierung
  • Impfung gegen Tollwut, entsprechend den Empfehlungen des Impfstoffherstellers, mit einem Präparat, das von der WHO zugelassen ist. Grundimpfung spätestens 21 Tage vor Reiseantritt.
  • Dokumentation in Form eines Passes (Heimtierausweis), in dem der zuständige Tierarzt alle notwendigen Maßnahmen notiert.
  • Zollanmeldung

(Quelle: Auswärtiges Amt)

 

Unterkünfte in Schweden mit Hund

 

In Schweden im Hotel mit Hund zu übernachten gestaltet sich recht schwierig. In den meisten Hotels sind Haustiere nicht gestattet. Das macht aber gar nichts, denn um Schweden richtig zu erleben sollte man eine der folgenden Übernachtungsmöglichkeiten wählen.

 

Campen in Schweden / Mit dem Wohnmobil durch Schweden

 

Das sogenannte „Jedermannsrecht“ in Schweden besagt unter anderem, das man überall für eine Nacht sein Zelt aufschlagen darf beziehungsweise sein Wohnmobil parken darf, solange man nicht in Sichtweite eines Wohnhauses oder auf landwirtschaftlicher Nutzfläche steht. Hier geht es vor allem um Rücksichtnahme auf die Anwohner, damit dieses Jedermannsrecht erhalten bleibt. Es gibt aber auch viele wunderschöne Campingplätze, auf denen ein Hund erlaubt ist. Das Angebot ist riesig und vor allem günstig. Laut ADAC Campingführer ist Schweden nach Deutschland das günstigte Camping-Land Europas. Also ein wahrer Traum für Camping-Fans. Viele der Campingplätze sind das gesamte Jahr über geöffnet und bieten häufig besondere Aktivitäten an wie bespielsweise Wander- und Mountainbikestrecken oder einen Kanuverleih. Langweilen werdet Ihr Euch bestimmt nicht.

 

Haus mieten in Schweden

 

Es gibt viele Anbieter, die haustierfreundiche Häuser in Schweden vermieten, zum Beispiel auf der kleinen Schäreninsel Orust. Diese Häuser haben meist einen größeren Garten, in dem Ihr Euch mit Eurem Vierbeiner austoben könnt. Außerdem sind sie auch häufig mit Schlafplätzen für Hunde und Näpfen ausgestattet.

 

Gassi gehen in Schweden

 

Ein Hundespaziergang in Schweden ist Traumhaft. Es gibt riesige Wälder mit Schluchten, Höhlen und Flüssen zu erkunden. Ein richtiges Abenteuer Für Euch und Euern Vierbeiner. Meist trifft man auch Spaziergängen keinen anderen Menschen und hat die atemberaubende Natur ganz für sich alleine. Vom 01. März bis 20. August gilt allerdings ein Leinenzwang in Wäldern und auf Feldwegen, ebenso wie in Nationalparks und in Gebieten mit Rentierzucht. Am besten Ihr habt immer eine lange Schleppleine dabei, dann kann Eure Fellnase trotzdem die Freiheit Schwedens genießen. Ihr solltet Euch trotzdessen gut informieren wie genau es in der Region ausieht, die Ihr besuchen möchtet. Viele Strände haben, wie auch in Deutschland, einen Hundestrandabschnitt. Badeplätze sind meist durch Schilder gekennzeichnet, die anzeigen ob Hunde erlaubt sind.

 

Essen gehen mit Hund in Schweden

 

Bei einem Restaurantbesuch sollte Euch bewusst sein, dass es nicht selbstverständlich ist seinen Hund mit ins Lokal mitnehmen zu dürfen. Daher solltet Ihr Euch am besten im Vorfels erkundigen, ob Hunde erlaubt sind.

 

Fazit:

 

Auch wenn das nun erst einmal viel klingt, ist Schweden das perfekte Urlaubsland für einen erholsamen Urlaub mit Hund! Es gibt so viel zu sehen, von Natur pur über Krimi Schauplätze (z.B. von Komissar Wallander oder der Stieg Larsson Trilogie) bis hin zum schwedischen Königshaus. Auch eine Kanutour mit Hund ist sehr zu empfehlen!

 

Wer ist Maike Harms

 

Maike Harms ist eine Hundefrau mit Leib und Seele. Pferde und Hunde faszinierten sie schon als Kind. Ihre ersten Erfahrungen mit Hunden sammelte sie mit den Hunden der Nachbarn, die sie regelmäßig ausführte. Als Maike 18 Jahre alt wurde bekam sie endlich ihren ersten eigenen Hund, die Golden Retriever Hündin Amber of Redpine.

Seitdem war Maike nie wieder ohne Hund. Sie entwickelte eine echte Leidenschaft zur Rasse Golden Retriever und gründete ihren Zwinger „Golden Daydreams“. Dort wurden in den vergangenen Jahren viele Welpen geboren, die ihre neuen Familien glücklich gemacht haben. Es zogen auch immer mal Vertreter anderer Rassen bei Maike ein, so hatte sie mal einen Kuvasz, einen Springer Spaniel und heute leben dort die drei Französischen Bulldoggen Fanta, Lakritz und Bully friedlich mit ihren drei Golden Cola, Cornflake und Fussel zusammen. Die Bullys sind die Leidenschaft von Maikes Mann Dieter. Ab und an fällt im Zwinger Golden Daydream auch ein Wurf Französischer Bulldoggen. Wenn Ihr Maikes Rudel einmal kennenlernen wollt, klickt einfach auf den Zwingernamen und Ihr gelangt auf ihre Züchterseite.

1993 machten Maike Harms und ihr Mann Dieter ihre Leidenschaft für Hunde zum Beruf und gründeten das Unternehmen Lucky Pet (hier geht’s zum Shop). Ihr Hauptanliegen gilt gesunder und artgerechter Ernährung von Hunden und Katzen aber ihr findet in dem Shop in Bad Oldesloe auch alles andere, was man als Hundehalter so braucht.

Gutes Füttern alleine macht einen Hund aber nicht glücklich und zufrieden. Er will auch sinnvoll beschäftigt werden. Maike legt sehr viel Wert darauf, dass Hunde abwechslungsreich trainiert werden, damit aus ihnen kluge Allrounder werden, die unterschiedlichste Aufgaben mit vollem Enthusiasmus angehen und lösen können. Deshalb hat sie sich schon frühzeitig ehrenamtlich im Golden Retriever Club als Zuchtwartin, Wesens- und Begleithunderichterin engagiert. Später führte sie ihre eigene Hundeschule. Seit dem Jahr 1990 veranstaltet Maike Trainingsreisen nach Dänemark und Schweden. Trainingsschwerpunkte sind Apportieraufgaben, die Rettungshundearbeit und Fährtentraining.

Maikes Hunde sind geprüfte Pflegedienstbesuchshunde. Sie besucht mit ihnen Alten- und Pflegeheime und bringt so, ein wenig Freude und Abwechslung ins Leben der Bewohner.

Als Züchterin hat Maike natürlich besonders tiefreichende Kenntnisse über die Welpenaufzucht. Es ist die wichtigste Zeit in der Hundeerziehung. Damit Hundeanfänger für diese prägende Zeit ein wenig mehr Hilfestellung bekommen, hat Maike Harms den Welpenratgeber „Welpen-Erziehung: Glücklich & Gesund durch das 1. Lebensjahr“ geschrieben.


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Kuhfladen, an jungem Rotzlöffel naturaromatisiert – Berg und Tal Report 5

Die Karlhütte hat sich das Prädikat „Stammlokal“ verdient

 

 

Lebensmittel, Kochen und Essen, spielt in Österreich und meiner österreichischen Familie eine große Rolle. Das Prädikat „Gutes Essen“ wird nicht einfach so verteilt, egal ob es sich um ein privates Essen handelt oder um ein Menu im Restaurant. Hat man mal ein Lokal gefunden, wo es allen geschmeckt hat, kehrt man dort immer wieder ein.  Denn in dieser Hinsicht und das hat er mit uns Hanseaten gemein, ist der Steirer kompromisslos treu.

Deshalb ist es bei uns in der Familie zur norddeutschsteirischen Tradition geworden die Karlhütte am Etrachsee zu besuchen, wenn wir unsere Verwandten in Murau besuchen. Unsere Tante kannte schon den alten Karl, den Gründer des Restaurants und hat als Gast inzwischen schon zwei Generationswechsel mitgemacht. Deshalb ist die Einkehr dort auch immer ein wenig wie ein Besuch bei Freunden.

 

Tierliebe wird groß geschrieben

 

Was unsere Stippvisiten für mich dort immer zu einer runden Sache macht ist, dass der junge Karl und seine Belegschaft sehr große Tierfreunde sind. Finley und alle anderen Tiere sind dort herzlich willkommen. Bevor noch die Bestellung aufgenommen wird, steht schon ein Hundenapf mit frischem Wasser vor Finley und ob im Vorbeigehen oder beim Streicheln und Loben, „mei bist du a schöner Bua“, verschwinden etliche Leckerchen im Schlund meines Hundes.

 

Himmlisches Gericht! Das schmeckt lecker

 

Wir menschlichen Gäste werden aber genauso verwöhnt. Der junge Karl und seine Frau sind Parade-Gastronomen, wie aus steirischer Lärche geschnitzt. Jeder kleine Sonderwunsch ihrer Gäste wird, wenn es möglich zu machen ist, mit einem freundlichen „joa, aber sicher“ erfüllt. Ich ordere dort jedes Mal das wohl beste Wiener Schnitzel, dass man in der Steiermark bekommen kann. Die Panade gelbkross ausgebraten aber nicht trocken, dass Kalbfleisch schön flachgeklopft und unglaublich zart. Im Zusammenspiel mit dem selbstgemachten Preiselbeeren Kompott öffnet sich das Tor zum kulinarischen Himmel, bei jedem Bissen ein kleines Stückchen mehr.

 

Die Umgebung dort ist ein Traum. Saftiger, grüner Rasen auf dem Kühe weiden, ohne abgrenzenden Zaun, ganz ruhig und ohne die Gäste zu erschrecken. Irgendwo in der Ferne hört man ab und an das dumpfe Moll der Kuhglocken erklingen. Menschen, Kühe, Hunde, Katzen, alle in einem friedlichen Miteinander an demselben Platz. In diesen Höhen weht immer ein leichter Wind. Bei den diesjährigen Sommertemperaturen war das eine Wohltat. Der Wind trägt den leichten Duft von Kiefernnadeln zu unseren Tischen, das ist Balsam für meine Städterseele, hier kann ich Kraft tanken. Und Finley liegt derweil neben dem großen Holztisch und folgt den Kühen mit den Augen. Von seinem Jagdtrieb ist nichts zu merken. Hach….

 

Neue Spezialität: Retriever, naturaromatisiert mit essbaren Blüten

 

Nach dem Essen geht es dann, über die grünen Wiesen, um den See herum. Das ist auch eine unserer Familientraditionen. Der Spaziergang ist eine schöne Gelegenheit für gute Gespräche. Außerdem dürfen wir Finley währenddessen von der Leine lassen. Es macht einfach Spaß ihm zuzusehen, wie er da ausgelassen über die Wiese tollt, ohoh …. neeeein!!! Das hat man nun davon, wenn man sich entspannt. Ich war wohl nicht aufmerksam genug und hatte es nicht kommen sehen. Finley peilte zielgerichtet den nächsten auf der Wiese abgeflatschten Kuhfladen an.

Ich gab wirklich alles: „Hierher! Stooooop!! Doppelpfiff!!! HUHUUUHHH!!! WageesnichtDudickköpfigerBlubberko…*++**#*#**!“

Nichts was wir einmal eingeübt hatten, konnte ihn noch stoppen. Als er da so trügerisch ruhig bei uns am Tisch gelegen hatte, hatte der Banause die Kühe wohl beim Absetzen beobachtet. Als echter Retriever hatte er die Fallorte der Kuhfladen markiert und auf seine Chance gelauert.

 

Die wissenschaftlichen Daten

 

Ich musste hilflos zusehen, wie sich mein frisch getrimmter Hund mit Wonne und Anlauf in einen dieser Kuhfladen schmiss und sich in der grünlichen Masse drehte, wie ein Rollbraten im Gemüsefond. Und damit hier jedem das Ausmaß des Geschehens klar wird, wir reden über Kuhfladen von geschätzt 1,50 m Durchmesser und einem Fassungsvermögen von gefühlt etwa 25 Litern Öddelflüssigkeit, mit einem Sprenkelradius um die drei Meter. Mindestens! Warum auch nicht, schließlich kamen sie ja von steirischen Kühen. Und nein, ich übertreibe nicht, ich bin Hanseatin! *Augenzwinker

 

Möge die olfaktorische Macht mit Dir sein

 

Nachdem Finley sein Tagewerk erledigt hatte, sah er ein bisschen aus wie der ockergrüne Yediritter Yoda aus Starwars. Von nun an war die olfaktorische Macht mit ihm. Hätte er irgendwelche territorialen Ansprüche an die Alpenrepublik gestellt, glaubt mir, er hätte sich durchgesetzt. Nur kämpfen er nicht musste, weil zum Himmel er stank …. *würg

Panik kroch in mir hoch, ich schickte ein Stoßgebet gen Himmel. „BITTE, NICHT SCHÜTTELN. Wir werden alle sterben ….“, dachte ich. Die Vorstellung, dass meine Familie und ich nach unserem Ausflug aussehen könnten, wie ein Rudel Dalmatiner, hatte in diesem Moment wenig positive Aspekte für mich. Nun ich wurde erhört, er schüttelte sich nicht – Danke Schutzengel.

 

Gott sei Dank lag der Etrachsee, mit seinem klaren Wasser ja in Sehweite und es gelang mir, Finley mit einem fachgerechten „braves Hundi, geh planschen“ von uns weg, ins kühle Nass zu dirigieren. Sobald Finley das Wasser erblickt hatte, darum musste man ihn da nie lange bitten, sprang mein Yoda in die Fluten.

 

Karma kann manchmal auch nicht alles

 

Eine meiner Töchter, die Motte, hat sich erbarmt und ist hinterher gegangen und hat ihn dann gewaschen. Finley genoss die massierenden Bewegungen sichtlich, meine Motte offensichtlich nicht. Sie rümpfte die Nase und sagte: „Also echt Mama, wenn der nachher auch noch so stinkt, setze ich mich nicht ins Auto. Nicht cool Finley, nicht cool…“.

Während ich derweil versuchte, den Kuhpups aus Finleys geflochtenem Fettlederhalsband zu waschen, beobachtete ich, wie sich um meine Motte und Finley herum eine gigantische, grüne Lache bildete. Ja, Scheiße treibt oben. Von weitem konnte man den Komplex für Entengrütze halten – Danke Schutzengel. Auch wenn das in diesem See, für Ortskenner ein wenig ungewohnt wäre.

Ich liebe diesen See. Die ruhige Wasseroberfläche vermittelt einem das Gefühl von Stille und Frieden.  Diese Ruhe wird nur ab und an von einer Entenfamilie unterbrochen, die ihren Küken das Schwimmen beibringt und das ist total niedlich. Je nachdem, wie gerade das Sonnenlicht einfällt, funkelt das Wasser in tiefen bläulichen oder grünen Aquatönen. Es ist so klar, dass man auch noch dort, wo es tiefer wird, auf den Grund schauen kann. Eigentlich …

 

Kronenzeitung: „Konterminierte Forellenzucht entdeckt“

 

An diesem Tag allerdings konnten wir beobachten, wie eine riesige Lache aus Kuhpupslake langsam aber zielgerichtet auf den Teil des Sees zutrieb, in dem der junge Karl seine Forellenzucht betrieb. „Forelle Müllerin Art“ war nämlich eine weitere Spezialität meines Lieblingslokals. Die Gäste konnten sich ihre Forelle in einem Auffangbecken aussuchen. Die wurde dann gefischt und zur Verarbeitung in die Küche gebracht. Frischer kann man Forelle nicht zubereiten, als so.

 

Finley – Coco Chanels olfaktorischer Erbe

 

Wir haben unseren – aus Gründen – sehr ausgedehnten Spaziergang um den See dann trotzdem noch sehr genossen. Finley musste allerdings an der Schleppleine bleiben. Ein Schlammbad am Tag musste reichen. Die Tante und unser Cousin sammelten unterwegs ein paar Pfifferlinge, für das Mittagessen am kommenden Tag ein und unsere Gespräche konnten wir auch alle führen.

Am Auto angekommen war Finley durchgetrocknet und wir konnten losfahren. Durch unser Fahrzeug waberte ein leichtes Bouquet von „Eau de Kuhfladè No 5“.  Zum Mindesthaltbarkeitsdatum des Kuhfladen-Aromas, sei kurz angemerkt – es dauert einen Sommerurlaub lang … mindestens.

 

Berg und Tal Report 1-4

Wenn Ihr unsere vorangegangen Berg und Tal Reporte verpasst habt und noch Lust zum Weiterlesen habt, klickt einfach auf die folgenden Überschriften und Ihr landet direkt auf dem Artikel.

Vom Antimobilsten zum Kilometerfresser – Berg und Tal Report 1

Einmal Pizza ohne Hund, bitte! – Berg und Tal Report 2

Hooladriöööö, Heidifeeling, Herrliche Ruhe – Berg und Tal Report 3

Himmel, Donner und Hagelsturm – Berg und Tal Report 4