Beiträge

Vorstadt On The Rocks – ein Wintermärchen

Was sich anhört wie ein schmackhafter Cocktail zur Happy Hour, macht mich eigentlich alles andere als happy.

Jaaa, ich weiß ich jammere. Winter ist nun mal nicht meine favorisierte Jahreszeit.

Das ist nicht immer einfach, wenn man mit einem Österreicher verheiratet ist, der die ersten sechs Jahre seines Lebens in der Steiermark verbracht hat.  Vom ersten Tag unserer Beziehung an, hörte ich Kindheits-Geschichten von Schlittenfahrten bei minus 15 Grad die Bergstraßen herunter, gewonnenen Skirennen im zarten Alter von vier!!! Jahren und Eisblumen, die die Gardinen vor den Kinderzimmerfenstern überflüssig machten. Vor meinem inneren Auge entstand das Bild eines drolligen, kleinen Jungen, der sich seine Milchration in Form von Eiszapfen vom Kuh-Euter schlagen musste, um seinen täglichen Bedarf an Kalzium abzudecken. Aber was immer mein Mann mir auch von früher erzählte, bis heute kann mich klirrende Kälte nicht in die gleiche Ekstase versetzen wie ihn.

 

Mein neues Mantra: Nicht jammern Birgit…

 

Aber diese Woche hat es mich dann doch gepackt. Frau Holle hat Hamburg einen schönen weißen Mantel aus Puderschnee angezogen und die Sonne lacht dazu. Mein lieber Mann hatte zwei Tage frei und wollte das tolle Licht ausnutzen, um schöne Fotos von Finley und mir zu machen. Also hat mein inneres Ooohmmm seine Pudelmütze aufgesetzt und mir mein neues, persönliches Mantra vorgegeben: Nicht jammern Birgit, der Winter ist toll, nicht jammern ….!

Tja, also was soll ich sagen, für schöne Fotos mache ich ja fast alles. Und wie immer hatte mein Mann nicht zu viel versprochen. Ich zeige Euch mal unser Wintermärchen in Bildern.

 

Für Finley bedeutet dieses Wetter puren Spaß. Geruchsspuren werden für die Ewigkeit konserviert und überlagern sich auf abenteuerliche Weise. Die Nachrichten an seiner wichtigsten Funk-Fichte erzählen jetzt viel längere Geschichten und manchmal dauert es deshalb viel länger als sonst, bis Finley seine persönliche Marke darüber gesetzt hat. Da heißt es Geduld haben …. *bibberklapperzitter ….

Ach ja, mein Mantra – nicht jammern Birgit, der Winter ist toll, nicht jammern ….

 

Das Foto-Set gehört mir allein

 

Bäume umarmen tröstet ungemein, wenn der eigene Hund einen nicht auf seinen Fotos haben möchte

Und dann hatte Mister Fotoshooting auch noch seine Diva-Allüren. Er wollte sich nämlich nicht mit mir fotografieren lassen. Offensichtlich wollte er den Platz vor der Kamera nicht teilen. Ich habe wirklich alles versucht, ihn umzustimmen. Zuerst mit Unterordnung – „Finley Platz!“. Er machte das dann auch. Doch sobald ich mich neben ihn hockte, sah er mich verschmitzt an, stand ruhig auf und legte sich zwei Meter weiter wieder ab. Also verschwand ich im Unschärfe-Bereich.

Na dann eben anders, dachte ich und lockte Finley mit First-Class-Leckerchen. Die hat er dann auch gerne angenommen aber für mich gab es immer noch kein Partnerfoto.

Danach habe ich es mit List versucht. Ihr werdet es nicht glauben, aber ich habe versucht, mich an meinen Jagdhund anzuschleichen. Ich muss wohl nicht erzählen, wie das ausgegangen ist. Richtig – kein Foto für Birgit. Also habe ich mich locker gemacht und habe meinen Mann und sein Model mal machen lassen. Und glaubt mir, Bäume umarmen tröstet ungemein, wenn einen der eigene Hund nicht auf seinen Fotos haben möchte.

 

Und dann: Birgit ich habe doch noch ein Foto für Dich

 

Und dann, als Finley sich müde geposed hatte, kam ich dann doch noch zum Zug. Auf unserem Weg nach Hause bekam ich dann meine Partnerfotos.

SaveSave

SaveSave

SaveSaveSaveSave

SaveSave

SaveSave

SaveSaveSaveSave

SaveSave

SaveSaveSaveSave

SaveSave

SaveSaveSaveSave

SaveSave

SaveSave

SaveSave

SaveSaveSaveSave

SaveSave

SaveSave

SaveSave

SaveSave

Schnee-Botschaften

goodfellows-schnee2-blog

 

Schnee! Nix wie raus! So aufgekratzt habe ich meine  Finley ja schon lange nicht mehr gesehen.

Spaziergänge im Schnee. Jedes mal ein kleines Happening. Und ich, kann (natürlich) genau ablesen, was in meinem Rüden vorgeht, wenn er seine Nase tief in Blätterhaufen, schneebedeckten Äste-Sammlungen und Unaussprechlichem versenkt.

Die vielfältigsten Aromen sind konserviert, nichts bleibt mehr geheim. Das ist ein Meeting mit der Gerüchte-Küche. Wer war schon hier und wer gestern…. vorgestern…?

Wie kommt DER denn dazu auf meinen Baumstumpf zu pinkeln. *brummmm Da muss ich mal kurz eine ganz unmissverständliche Nachricht hinterlassen. „So nicht mein Kleiner….“

Und Ohhh, die süsse Maus war auch mal wieder da. *schlabber Nichts wie rein in den Blätterhaufen, den Duft nehme ich mir zum Träumen mit nach Hause.

Aha, die Zwei waren also zusammen unterwegs. *ohrkratz War mit mir gar nicht abgesprochen, da muss ich wohl ein Auge drauf haben.

Gleich Frauchen, gleich können wir weiter. Etwas mehr Geduld bitte! Das hier ist wichtig, schließlich bin ich hier der Chef vom Revier, öhm…. außer wenn Enrico C. kommt, oder wenn Colette mit mir unterwegs ist…..

Dadadaaaaa, an dem Baumstumpf rieche ich noch was ganz Wichtiges. *hechelhechel Den Duft kenne ich noch nicht, hmmmm…

Ein Rüde, schon etwas älter. *schnüffel Ich rieche keine Angst, sehr selbstbewusst, hoch gepinkelt. Das ist ziemlich mutig wenn man neu ist. Den muss ich im Auge, öhm, in der Nase behalten.

Fürs Erste reicht als Nachricht wohl eine kleine Markierung, die seine abdeckt.  „Moin Alter, willkommen in MEINEM Wald. Freue mich schon auf unser erstes Aufeinandertreffen. Übrigens, Demut ist eine Tugend …..“

 

 

 

SaveSave

Schneeee!!!!!!

Da freut sich das Hundeherz. Noch etwas in dem man sich wälzen kann. Riecht zwar nicht so gut wie Wildschweinkacke aber Frauchen regt sich danach wenigstens nicht auf.