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Xavier, den Namen merk‘ ich mir – Oder wie Legenden entstehen

Hallo Leute, Finley hier, heute melde ich mich mal selber zu Wort.

Gestern war vielleicht ein Tag. Alle redeten nur über einen gewissen Xavier und dass unsere Feuerwehren, wegen dem, was der angestellt hatte ständig im Einsatz waren. Und richtig, in unserer Vorstadt war ständig das „Tatütata“ des Martinshorns zu hören.

Ich fragte mich, wer wohl dieser ominöse Xavier ist. Vielleicht ein neuer Rüde, der in unsere Straße eingezogen ist? Man, das musste aber ein Kaliber sein, wenn wegen dem die Feuerwehr ausrückt. Das hätte mir nicht gefallen, so einen um die die Ecke wohnen zu haben, schließlich trage ich bei uns im Ring die Verantwortung, für die guten Sitten. *Frauchenhüstelt *Ähäm

Dann ging ich mit Frauchen, ihrer Freundin Monika und meinem Kumpel Gonzo spazieren. Ihr erinnert Euch vielleicht noch an den Pudel mit dem „Mörderhaarschnitt“ (Klick hier). Während wir unsere Pflicht taten und sämtliche Pipi-Stellen auf der Strecke übermarkierten, hörte ich unseren Mädels zu. Der Xavier sei ein Sturm gewesen, Seen seien über ihre Ufer getreten, Bäume seien gestorben….

Also ehrlich, es hätte mir zwar nicht so gut gefallen, wenn so ein Rüpel in meine Straße gezogen wäre. Den Jungen hätte ich aber wenigstens in unseren Straßenknigge einweisen können. Aber wie zum Teufel verhaut man Wind? Denn genau danach war mir zumute, als ich vor einer meiner Lieblingstannen stand. Xavier hatte sie einfach umgehauen.

„Sowas kann man doch nicht machen“, entfuhr es mir laut.

„Was denn“, fragte Gonzo.

„Na guck doch mal, Jahre mühevoller Arbeit – alles umsonst…“, antwortete ich.

„Chill mal Alter“, sagte Gonzo beschwichtigend, „jetzt erklär mir doch mal, warum die Fichte da so wichtig für Dich ist.“

Und dann erklärte ich ihm, dass die Fichte auf dieser Gassirunde an einem strategisch wichtigen Platz gestanden hatte. Jeder Rüde und jede zuckersüsse Hündin mussten den Baum passieren. Genau deshalb habe ich, diesen Baum seit Jahren, auf jeder Runde markiert.

„Ich habe wohl hunderte I’m-the-king-of-the-forest-Nachrichten an dieser Tanne zurückgelassen“, sagte ich anklagend. Das ist ja rufschädigend, was dieser Xavier da gemacht hat.

„Hmmm“, antwortete mir mein Lockenfreund, „jetzt sehe ich das Problem.“

Dann machte Gonzo einen sehr vernünftigen Vorschlag. Man könne ja nun einmal nicht ändern, dass die Tanne umgefallen ist. Also sollten wir lieber nach einem Ersatz Ausschau halten. Direkt neben der umgefallenen Fichte stand ein etwa 40 Zentimeter hoher Ableger.

Gonzo grinste mich an: „Und dem pullern wir jetzt auf die Baumspitze.“ Ich verstand sofort.

„Klasse Idee, Du alter Schlawiner, sagte ich. Gesagt getan.

Und auf dem Nachhauseweg unterhielten wir uns darüber, wie unsere Botschaften, über die Jahre mit dem Bäumchen in die Höhe wachsen würden. Kein anderer Rüde würde diese Botschaften jemals auslöschen können. Wir würden zu Legenden werden. Noch Generationen später würde man sagenumwobene Geschichten über Finley und Gonzo weiter tragen, Gedichte würden geschrieben werden, Lieder komponiert ….

Ähm, sorry … aber ich habe Finley gerade den Labtop weggenommen. Macht Euch keine Sorgen, ich habe das im Griff. Ich lasse ihn jetzt die abgefädelte Küchenrolle zur Papiertonne apportieren, das erdet. Und morgen ist er wieder ganz normal. *Hoffnungstirbtzuletzt

 

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Peace und Punk am Ententeich

Finley und ich hatten einen aufregenden Sommer. Wir haben angefangen das Haus zu renovieren, haben seine zwei „Altlasten“ Autofahren und Leinenführigkeit beackert und auch neue Freunde gewonnen. Von so einer Neueroberung will ich Euch heute mal berichten.

Wer uns schon ein bisschen kennt, den wird es nicht wundern, dass es sich unserem „Neuen“ *jawolleinRüde, nicht um einen Mainstreamcharakter, sondern sagen wir eher um eine facettenreiche Persönlichkeit handelt.

Es war einer der wenigen, lauen Sommerabende in diesem Jahr. Ich war eigentlich schon offline geschaltet. Damit wir gemütlich und ungestört dahinschlendern konnten, hatte ich Finley und mir extra eine Straße ausgesucht, in der keine Hunde wohnten. In meiner Vorstadt gab es davon genau eine. Kein Stress am Gartenzaun, einfach mal so vor sich hindümpeln können, hach wie schön….

Emoji: Aram und Abra

Da schießt er durch die Hecke. Ein ausgewachsener Königspudel, Fellfarbe apricot, Continentalschur oder was die Hecke davon noch übriggelassen hat. Er pöbelt was das Zeug hält: „Mein Haus, mein Weg, mein Ententeich, meinmeinmein ….“

Finley, sonst eigentlich immer sofort im NichtmitmirDuSack-Modus stutzt. Guckt mich verdutzt an, „Ist DIE Frisur echt sein Ernst?“, scheint er zu fragen. Dann röhrt dann zurück. „Schnauze Pudel, sonst verpasse ich Dir einen Retriever-Cut“.

Eine blonde Frau im besten Mannesalter lief hektisch auf den Gehweg und fragt mich (ACHTUNG!): „Haben Sie meinen Hund rausgelassen?“ Geeenauuuu, dachte ich. Wenn zwei ausgewachsene Rüden schon so richtig auf Zinne sind, und sich zähnefletschend umkreisen, dann komme ich, öffne das Pförtchen damit die Jungs mal so richtig zur Sache gehen können.

Laut sagte ich höflich: „Natürlich nicht.“ Und deute stumm mit dem ausgestreckten Finger auf das große Loch, das der Lockenhund in die Haselbuschhecke geschlagen hatte.

Im Hintergrund knurrten und fletschten unsere Rüden weiter.

Pudel. „Verzieh Dich, Penner!“

Finley: „Hau Du doch ab, Tussi!“

Pudel: „Wiiiiie hast Du mich genannt?“

Finley: „Auch noch taub oder was?…“

„Der ist sonst ganz friedlich“, startete das Pudelfrauchen einen halbherzigen Erklärungsversuch. Im nächsten Moment lachte sie laut prustend los. Und weiter: „Ach Quatsch, er ist ein blöder Macho, der bei jeder Gelegenheit lospöbelt.“  Die Frau wird mir genau in dieser Sekunde sympathisch.

Ich nickte und sagte verschwörerisch: „Ich weiß genau wovon sie sprechen. Meiner ist machmal -naja ziemlich schnell – also eigentlich isser immer dabei…“

Unsere Hunde stehen sich derweil leicht erschöpft gegenüber. Der Ton ist merklich ruhiger geworden.

Pudel: „Wie heißt den Du?“

Finley: „Hoisdorfs Golden Balino, man nennt mich Finley. Und Du?“

Pudel: „Ambrosio aus dem schwarzen Moor, mich nennt man Gonzo.“

Finley: „Gonzo – klingt vernünftig, aber Junge diiiese Frisur ey…“

Gonzo: „Morgen kommen die Locken ab. Ich zeig dir jetzt mein Revier.“

Bellte es und kurz darauf verschwanden die zwei neuen BFF’s im Garten.

Die Frau, sie heißt Monika,  und ich gingen lieber mal hinterher. Und das Bild was sich uns da bot, versetzte uns zwei Weiber in totale Wonnestimmung: Vor einer Zinkwanne, in dem bunte Plastikenten schwammen, saß Monikas Enkel Benjamin. Er fischte, juchzend, ein Quietscheentchen nach dem anderen aus dem Fass und schmiss es auf die Wiese. Und unsere zwei Brummelbären brachten dem Lütten die Entchen wieder zurück. Ich schwöre, beide Rüden hatten ein breites Grinsen im Gesicht und total viel Spaß. Das war wirklich der Beginn einer schönen Männerfreundschaft. Monika und ich besuchten uns gegenseitig in unseren Gärten, tranken ENTSPANNT Kaffee und unsere beiden Machos legten sich in die Sonne und genossen das Leben.

Peace und Punk – mein Finley

Wir erfuhren, dass Monika Gonzo in einem kleinen Wanderzirkus, in ihrem Bayernurlaub gesehen hatte. Dort wurde sein autarker Charakter nicht geschätzt, denn Gonzo war nicht bereit, jeden Abend das immer gleiche Zirkusprogramm abzuliefern. Dementsprechend hart und unfreundlich wurde er behandelt. Monika wollte da nicht weiter zuschauen. Nach zähen Verhandlungen, kaufte sie dem Dompteur „ihren Gonzo“einfach ab. Chapeau, solche Hundefreunde brauchen wir.

Wie in jeder guten Freundschaft, gab es auch mal Tage, an denen sich Finley und Gonzo mal nicht so grün waren. Dazu sind sie sich wohl zu ähnlich. Peace und Punk, irgendwie haben beide diese zwei Komponenten in ihrer DNA. Aber das ist gar nicht so schlimm, denn schon am nächsten Tag ist alles wieder gut. Und ich habe mit Monika auch eine nette Freundin dazugewonnen, also was will man mehr.

Weil Gonzo wohl ein paar schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat und beim Anblick meiner Kamera in Panik gerät, gibt es hier von ihm keine Fotos. Deshalb bin ich froh, dass ich gewissermaßen stellvertretend für ihn eine Zeichnung von Mara von Aram und Abra einfügen darf. Denn eigentlich hat Gonzo genauso ausgesehen, als wir uns das erste Mal getroffen haben.

 

 

 

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