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Dogwalk – Wie Hunde freudig folgen

 

Gemeinsam unterwegs – Ideen für eine glückliche Mensch-Hund-Beziehung

 

 

 

Kommunizieren und eine Einheit bilden

(Ursula Löckenhoff)

 

Auf unseren Spaziergängen treffen Finley und ich auch öfter auf größere Hundegruppen. Manchmal sind alle Halter dabei, ein anderes Mal hilft einer dem anderen aus und nimmt den Nachbarhund mit auf die Runde. Wieder ein anderes Mal treffen wir auf unsere örtliche Dogwalkerin mit ihrer Truppe. Es ist eigentlich egal, wen wir treffen. Es ist immer eine Herausforderung, nur aus unterschiedlichen Gründen.

 

Gemeinsam die Herausforderungen des Hundealltags meistern

 

Jedes Treffen ist auf seine Weise lehrreich. Stoßen wir auf unsere Plappertruppe, wissen wir, dass im Schnitt fünf bis acht Hunde unterschiedlichster Couleur quasi führerlos vor sich hin dümpeln. Die Begleit-Frauchen arbeiten den Dorfklatsch der letzten Woche auf. Für Finley und mich bedeutet das, dass wir die Entscheidung, ob es ein Zusammentreffen der Hunde geben soll oder nicht, ganz alleine treffen müssen.

Macht unsere Nachbarin X den Wald mit ihrer Dalmatinerhündin Daisy, die eher ängstlich auf andere Hunde reagiert, zusammen mit dem Berner Sennen Rüden Rufus von Nachbarin Y unsicher, dann weichen Finley und ich sofort auf einen anderen Waldweg aus. So vermeiden wir einen Konflikt zwischen den Rüden.

 

Zwischenmenschliche Kommunikation

 

Am einfachsten läuft es mit der Dogwalkerin aus unserer Vorstadt. Da ist alles abgesprochen. Ihre Hundegruppe ist sich selbst genug. Kontakt von außen ist nicht gern gesehen, was ich gut verstehen kann. Sie hat ihre Truppe im Griff. Die Hunde werden am Wegesrand abgesetzt und Finley und ich können ungehindert an ihnen vorbeigehen.

 

Jede Strategie eignet sich auch für die Einzelhundehaltung

 

Wie man Hunde so führen kann, ihnen klare Strukturen geben kann, ohne dabei auf klassische, operante Methoden der Hundeerziehung zurückgreifen zu müssen, zeigt Ursula Löckenhoff in diesem Buch.  Das Buch Dogwalk ist zwar auf das Zusammenleben mit größeren Hundegruppen ausgerichtet, dennoch finde ich, dass man auch als Einzelhundeführer sehr viel daraus lernen kann. Trifft man auf eine größere Hundegruppe ist das, was man aus diesem Buch lernen kann sicher hilfreich. Man kann das Gruppengefüge innerhalb der Gruppe sicherlich besser einschätzen. Vielleicht erleichtert es auch den Umgang der Menschen untereinander.Das wäre aus meiner Sicht sehr wünschenswert.

 

Sie liebt die Hunde, mag aber auch die Menschen

 

Was mir an diesem Buch so gut gefällt ist, dass die Autorin nicht nur versucht zu zeigen, wie man seinen Hund besser versteht und führt, sondern dass sie auch den Menschen, die das leisten sollen genug Aufmerksamkeit schenkt. Hemmungen abbauen, Stimmentraining, sich die eigene Körpersprache und Mimik bewusst machen, sind wichtige Faktoren, über die sich Hundehalter Gedanken machen müssen.

 

Der Leser lernt, warum sich sein Hund im Wald anders verhält als auf einer flachen Wiese. Dass die Stadt als Revier noch einmal andere Anforderungen stellt und wird von Ursula Löckenhoff über ein mentales Hindernis nach dem anderen geführt. Ursula Löckenhoff macht uns Menschen quasi geländegängig. Es gibt einen stetigen Wechsel, zwischen Regeln aufstellen und Freiraum geben und das alles ohne den Einsatz von Leckerchen. Belohnt wird durch Taten, Ruhezeiten oder Massagen und Ruhezeiten. So lernt der Mensch seinem Tier die Freiräume zu geben, die sinnvoll sind und eine innige Gemeinschaft mit seinem Tier zu bilden.

 

Fazit zu diesem Buch

 

Ich habe in diesem Buch viel von dem gelesen, was ich täglich praktiziere und noch mehr von dem, was ich täglich an Mensch- und Hund-Teams weitergeben möchte. Absolut lesenswert!

 

Wer ist Ursula Löckenhoff

 

Ursula Löckenhoff ist Hundephysiotherapeutin und aktive Tierschützerin. In ihrem Hundehotel „Bene Bello“ bietet sie Unterkunft mit Familienanschluss, macht Dogwalks mit ihren Hundegästen und leitet Trainings für Hunde mit Erziehungsdefiziten. Als Hunde- und Tierschutzexpertin ist sie regelmäßig Gast im Fernsehen.

 

Dogwalk

Wie Hundefreudig folgen

Autor: Ursula Löckenhoff

Verlag: Franckh Kosmos Verlag

ISBN: 978 344 0153 598

Preis: 24,99 Euro

 

 

 


 

 

Dieser Artikel enthält Werbung. Der obenstehende Link ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr Euch entschieden habt, das Buch zu kaufen und den Weg über diesen Link in meinem Blog zu gehen, würde mich das sehr freuen. Euch entstehen dadurch keine Kosten. Ich erhalte dann eine kleine Provision, die ich wieder in die Pflege des Goodfellows Hundeblogs und die Umsetzung neuer Ideen auf meinem Blog, investieren kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von Wadenbeißern, Fußhupen und Grobmotorikern

Kleinhund versus Großhund, das muss nicht sein

 

Finley und seine Zwergschnauzerfreundin Loki

 

Mir als „Großhund-Besitzerin“ fällt immer wieder auf, mit wie vielen Ängsten doch Kleinhundehalter belastet sind. Sei es nun im Wald beim Spaziergang oder in den Posts in den FB-Hundegruppen. Das Ausmaß der Ängste ist manchmal erschreckend und die Schlussfolgerungen, die Halter kleiner Hunde daraus ziehen, gehen leider manchmal an den biologischen Realitäten vorbei.

Eigentlich, so dachte ich bei mir, kann man so einen Artikel ja überhaupt nicht schreiben, ohne dass man irgendjemandem dabei auf die Füße tritt. Aber kneifen wollte ich vor diesem Thema auch nicht. Ich habe es ehrlich versucht, der Gesamtsituation einigermaßen gerecht zu werden.

 

Kleine Hunde können große Hunde in die Schranken weisen

 

Die Perspektive, die ich gewählt habe ist eigentlich eher die einer Halterin eines großen Hundes, die die ganze Aufregung um das Thema ‚Groß versus Klein‘ oder ‚Klein versus Groß‘ nicht mitmachen möchte. Denn meiner Meinung nach, müsste es dieses „Versus“ nicht geben. Dieser Artikel ist also auch ein Erfahrungsbericht und Ihr werdet lesen, dass Finley und ich es geschafft haben, dass kleine Hunde und ihre Besitzer in der Regel vor Begegnungen mit uns keine Angst haben müssen.

 

Einmal die geballten Vorurteile

 

Foto: pixabay

In der Hundewelt geht es ja manchmal sehr grob und schonungslos zu. Lasst uns doch mal schauen, wo wir mit unserem Thema stehen:

Kleine Hunde sind keine richtigen Hunde, Wadenbeißer, Fußhupen, verwöhnte, kläffende Biester. Große Hunde sind tollpatschige, distanzlose Riesen, die ihre kleinen Artgenossen rücksichtslos überrennen.

Halter von kleinen Hunden halten es nicht für nötig, ihre verhätschelten Lieblinge zu erziehen und kümmern sich nicht um das Verhalten ihrer Hunde und wenn was passiert, sind immer die anderen schuld.

Halter von großen Hunden, ist es nur wichtig, dass ihr Großer zu seinem Recht kommt. Sie nehmen keine Rücksicht auf kleine Hunde, denn ihrer ist ja körperlich überlegen. Es ist ihnen egal, ob der Kleine sich verletzt.

Puhhh, ich bin erschöpft. Das sind mal grob zusammengefasst die Vorurteile, die wir Hundehalter uns täglich gegenseitig an den Kopf werfen. Irgendwo steckt da überall ein Fünkchen Wahrheit drinnen.

 

Der Mensch muss seine Ängste zuerst abbauen

 

Aber wisst Ihr was? NICHTS davon spielt in der Interaktion unserer Hunde untereinander eine Rolle! Wir Menschen sollten uns dringend fragen: „Über wessen Ängste sprechen wir hier eigentlich? Sind es nicht vorwiegend die Ängste von uns, den Hundebesitzern? Hunden ist das, was wir wahrnehmen, nämlich wie klein und verletzlich zum Beispiel ein Dackel, Pudel oder Jack Russel ist, vollkommen egal. Sie beurteilen ihre „Größe“ nicht nach der Rückenhöhe. Nein, Sie beurteilen das Ego ihres Gegenübers. Wie ist seine/ihre Körperhaltung, wie riecht er/sie, versteht er/sie meine Signale? Hunde sind da viel klüger als wir, denn sie wissen, dass es tatsächlich auf die inneren Werte ankommt.

 

Ein gutes Management hilft den Hunden

 

Foto: pixabay

Sicher, der Größenunterschied ist da, aber kann man das nicht managen? Ich behaupte ja.

Das Wichtigste ist meiner Meinung nach, dass die Halter auf beiden Seiten ein Bewusstsein für ihre jeweilige Verantwortung entwickeln und diese Verantwortung dann auch übernehmen. Diese Verantwortung wiegt meiner Meinung nach auf beiden Seiten gleich schwer. Und auf beiden Seiten – jetzt wird es brenzlig für mich – wird diese Verantwortung oft im gleichen Maße ignoriert.

 

Nehmen wir mal den Klassiker: Ein großer Hund läuft ungebremst auf einen kleineren Hund zu. Der kleine Hund zeigt deutlich an, dass ihm das unangenehm ist, das kümmert den Großen aber nicht. Nachdem alle Demutszeichen versagt haben, fängt er an zu kläffen, der große Hund macht trotzdem weiter.

 

Das Gefühl ausgeliefert zu sein ist unangenehm

 

Mich erinnert das irgendwie an meine Kindheitstage. Wenn meine Tante Thorwalde (Name nicht geändert) auf unseren Familienfesten auftauchte, lief es meistens folgendermaßen ab. Diese wirklich riesengroße, breitschultrige, blonde Frau schritt durch die Esszimmertür, steuerte dann den Kindertisch an, riss mich aus meinem Stuhl, drückte mich an sich und beerdigte mich dabei unter ihrem bebenden Tantenbusen. Dann zog sie mir mit ihren Fingern links und rechts, jeweils eine Falte aus der Wangenhaut und schüttelte meinen Kopf kurz hin und her und brüllte „na, meine Süsse“ in den Raum. Das war gruselig.

 

So in etwa stelle ich mir vor, muss sich ein kleiner Hund fühlen, wenn er von einem großen überrannt wird und Frauchen oder Herrchen beider Hunde nicht einschreiten. Ihr könnt‘ mir glauben, meine Tante war eine Seele von Mensch, sie liebte mich aufrichtig und sie wollte wirklich nur mal Hallo sagen. Das alles hat mir in der akuten Situation aber nicht wirklich weitergeholfen.

 

Gegenseitige Rücksichtnahme entzerrt die Situation

 

Im umgekehrten Fall, fühlen wir Großhundehalter uns aber auch manchmal falsch beurteilt. Wenn ein kleiner, aufgeregter Hund frei auf unseren angeleinten, großen Hund zuläuft, dann bellend vor ihm auf und ab springt, birgt das für den Kleinen gewisse Risiken.  Macht der kleine Hund das am vorderen Ende des großen Hundes, braucht dieser schon sehr viel Toleranz um das auszuhalten. Mal klar betrachtet springt der kleine Hund da jedes Mal in Richtung Schlund.

 

Keine gute Situation. Ich finde nicht, dass ein Hund, egal wie groß er ist, das unbegrenzt aushalten muss. Lässt der Hundehalter des kleinen Hundes das zu und reglementiert seinen Kleinen nicht, trägt er in meinen Augen die Hauptverantwortung für das Risiko seines Hundes.

 

Missverständnisse resultieren oft aus Unkenntnis

 

Ich habe solche Situationen mit Finley oft erlebt. Inzwischen lasse ich sofort die Leine fallen. Leider reagieren die Kleinhundehalter oft panisch, wenn ich das mache. Dabei entspannt es die Situation ungemein. Finley hat dann die Freiheit, von dem kleinen Hund wegzugehen und sich der Stalkerei zu entziehen. Setzt der kleine Hund nach, hindere ich diesen daran meinem Rüden zu folgen. Meist begleitet durch das Kopfschütteln der Kleinhundbesitzer, denn ihr Kleiner wollte doch nur spielen oder hallo sagen oder…. Und wenn ich ganz ehrlich bin, ist es genau das Verhalten, welches mich an einigen Kleinhundbesitzern total nervt. Man klärt die Situation für sie, weil sie es nicht tun und wird auch noch angemacht. Upsi, jetzt habe ich ja doch noch gemeckert.

 

Hundebegegnungen souverän durchstehen, das kann man üben

 

Im Idealfall übt man solche Hundebegegnungen mit seinem Hund schon von klein auf an. Das erfordert allerdings eine gewisse Toleranz auf allen Seiten und die Fähigkeit einen selbstkritischen Blick auf sich und seinen Hund zu werfen. Es muss einem klar sein, dass die Begegnungen menschliche Begleitung brauchen. Und vor allem ist es hilfreich, wenn die beteiligten Menschen ruhig und ausgeglichen in diese Begegnungen gehen. Die ersten Begegnungen sollten deshalb möglichst kurzgehalten werden, damit sich der Stresspegel beim Menschen und beim Hund nicht ins Unendliche hochschraubt. Und mit „Stress“ meine ich nicht nur Angst. Auch Freude und Spaß sind Stress und können zu Überreaktionen führen. Und was uns Menschen betrifft – eine klare Kommunikation in gegenseitigem Respekt füreinander, könnte schon viele Situationen entschärfen.

 

Ist der Halter entspannt, steigen die Chancen auf eine harmonische Begegnung

 

Ich behaupte jetzt einmal ganz frech: Es gibt so etwas wie Harmonie zwischen großen und kleinen Hunden, wenn ihre Halter es zulassen. Finley und ich zelebrieren das jeden Donnerstag- und jeden Samstagmorgen. Da treffen wir uns mit Colette, Loki, Fritz und Dave. Colette ist eine Französische Bulldogge und die Chefin der Gang. Finley würde ihr niemals widersprechen. Loki ist Finleys liebste Spielpartnerin, sie ist noch jung und er hat sie unter seine Fittiche genommen. Sheltie Dave ist etwas unsicher, deshalb hat Finley gelernt (unter Anleitung) etwas Temperament herauszunehmen, wenn er ihn begrüßt. Dave hat begriffen, dass Finley nicht sein Feind ist und sucht manchmal Deckung hinter dem Großen, wenn ein fremder Hund auf uns zukommt. Und Fritz, ja Fritzi ist ein lustiger Senfhund aus dem Tierschutz. In ihm vereinigen sich optisch alle Kleinhundrassen dieser Welt. Er und Finley haben sich akzeptiert.

 

Die Kommunikation beginnt bei uns Hundehaltern

 

Das alles ist uns Menschen, den Haltern der Gang, nicht geschenkt worden. Wir haben gemeinsam daran gearbeitet. Manchmal gab es Rückschläge, dann musste schon mal einer „Gagstas“ seine Runde alleine zu Ende gehen. Wir Menschen haben uns davon aber nicht verschrecken lassen und haben es beim nächsten Mal mit einer anderen Strategie versucht. Es hat funktioniert, weil wir es wollten und weil jeder von uns bereit war Kompromisse einzugehen. Wenn es heute mal Tage gibt, an denen es nicht so entspannt läuft. Zum Beispiel, wenn sich eine Läufigkeit bei den Mädels ankündigt, dann splitten wir uns auf, bis die Hormone wieder im Lot sind.

 

Den Rückschlägen nicht so viel Gewicht einräumen

 

Mein Fazit sieht wohl so aus. Ja, es gibt die rücksichtslosen Großhundbesitzer und ja, es gibt auch die sorglosen Kleinhundbesitzer. Aber an Ihnen müssen wir uns ja nicht orientieren.  Ein Feindbild aufzubauen ist niemals nützlich, dem nachzugeben schon gar nicht. Was uns bleibt ist es, unserem Hund zuzugestehen Begegnungen mit großen und kleinen Hunden zu haben. Es macht uns als Hundehalter selbstbewusster, wenn wir lernen diese Begegnungen zu managen und unser Hund bekommt die Gelegenheit seine sozialen Kompetenzen auszubauen. Es hilft schon viel, wenn der eigene Hund das kann.

 

 

Die FURBO Hundekamera im Finley-Test

FURBO – Leckerchenwerfen – Film ab – Bellalarm – hier ist was los

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Was macht der Hund, wenn ich nicht da bin

 

Eigentlich hat mich schon immer interessiert, ob Finley irgendeinen Blödsinn veranstaltet, wenn ich ihn allein zuhause lasse. Bisher habe ich mir immer ganz fest Folgendes vorgestellt: Mein super gut erzogener Hund *hüstel zieht sich auf seinen Platz zurück, sobald ich das Haus verlasse. Dann folgen Energie auftanken bei stundenlangem Schönheitsschlaf und Wölkchenreisen durch die Hundetraumwelt. Er geht nicht aufs Sofa, zieht nicht über Los in den ersten Stock und jagt auch keine Katzen hinter den Panoramafenstern. *hach

Jetzt ist der Moment der Wahrheit gekommen und ich kann überprüfen, ob meine schönen Wunschvorstellungen einem Praxistest standhalten können. Finley und ich haben die FURBO Hundekamera von der getestet, die uns Kaikalis Communiktaions freundlicherweise kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Die Kamera wurde in Zusammenarbeit mit professionellen Hundetrainern und Tierärzten entwickelt. Sie soll nicht nur helfen, den Hund unter Beobachtung zu halten, sondern auch als Trainingstool dienen aber dazu komme ich später noch.

Die Installation ist kinderleicht

Ich hatte ja ein Bisschen Respekt vor der Installation der Kamera aber letztlich war alles ganz einfach. Zuerst habe ich mir einen Platz gesucht, wo die Kamera sicher stehen konnte, ohne dass Finley sie umreißen könnte. Unser Bücherregal erwies sich als ideal. Dann einfach den Stecker in die Steckdose stecken, die Furbo-App auf mein Iphone herunterladen und dann ans WLAN anschließen. Das war es schon. Die FURBO-App leitete mich von Schritt zu Schritt. Ein verschiedenfarbiges Licht zeigt an in welchem Modus sich die Kamera gerade befindet. Weißes Licht sagt „Ich starte“, Gün sagt „Installationsbereit“, Gelb ist der Stand-by-Modus, Blau bedeutet Furbo ist im Einsatz und Lila zeigt an, wenn die WiFi-Verbindung unterbrochen wurde.

Der Anmeldevorgang dauerte nur fünf Minuten, danach konnte ich loslegen. Also ACHTUNG Finley „Big Mama is watching you“.

 

Fotos und Videos – Finley BIG MAMA is watching you

 

Jetzt aber einmal etwas zu den einzelnen Funktionen der FURBO Kamera. Ihr könnt Fotos machen und Videos herstellen. Ja, auch nachts, denn die Furbo Hundekamera verfügt über eine Infrarot-Einstellung, die Nachtaufnahmen ermöglicht. Die Übertragung der Bilder auf mein Iphone war klar und störungsfrei, die Qualität der Bilder in HD-Auflösung und der Videos gut. Ich war positiv überrascht, wie groß der Bildausschnitt der mit einem 160 Grad Weitwinkel ausgestatteten Kamera ist. Ich hatte nahezu den gesamten Wohn- und Essbereich im Blick. Diese Kamera-Funktionen haben für mich den größten Spassfaktor und die Kamera wird mir sicher auch in Zukunft schöne Bilder für meinen Youtube-Kanal oder für Instagram liefern, denn man kann die Fotos und Videos direkt nach ihrem Entstehen, ganz bequem herüberladen.

 

Die Stimme aus dem OFF schießt mit Leckerchen…

 

Über ein Mikrophon könnt Ihr mit Eurem Hund sprechen. An der Wiedergabe der Stimme könnte man noch ein wenig schrauben, die klingt ein Bisschen blechern. Ihr habt so die Möglichkeit auch auf Distanz verbal mit Eurem Hund Kontakt aufzunehmen und kleine Trainingseinheiten mit ihm einzulegen. Denn die FURBO Kamera bietet die Möglichkeit den Hund mit Leckerchen zu belohnen, wenn er macht was Frauchen möchte. Oben hat die Furbo Kamera eine kleine Kammer, die man mit Leckerchen befüllen kann. Wenn Euer Hund folgt, wischt Ihr mit dem Finger über das Leckerchen-Symbol auf dem Handy und die Kamera „spuckt“ einen Hundekeks aus. Das klingt erst einmal sehr einfach.

 

Die FURBO Hundekamera als Trainingstool

 

Die Kamera als Trainingsinstrument – als Hundetrainerin sehe ich diese Möglichkeit mit gemischten Gefühlen und ich finde, jeder Hundehalter sollte die Risiken individuell abwägen und dann entscheiden ob er die Kamera als Trainingstool nutzen möchte. Denn bei einem Hund mit Trennungsängsten kann es helfen, wenn er Frauchens Stimme hört, es kann es aber auch dazu führen, dass der Hund in noch höhere Erregungszustände gerät, weil er seinen Halter im Haus nicht finden kann. Hier gilt, jeder kennt seinen Hund am besten, Eure individuelle Einschätzung ist gefragt.

 

Übrigens der „Fotobomber“ im Hintergrund ist mein Gatte. Und ich sag noch, bleib stehen – nicht schleich Dich…. *kicherglucks.

Die Belohnung erfolgt zeitverzögert

 

Wenn Ihr Euch entscheidet, mit der Kamera zu trainieren, solltet Ihr Eurem Hund schrittweise beibringen, dass ein Befehl aus dem Lautsprecher genauso ernst zu nehmen ist, wie ein Befehl von Angesicht zu Angesicht. Die FURBO-App hält dafür ein Lehrvideo für Euch bereit, in dem erklärt wird, wie man das macht. Ein paar Dinge solltet Ihr vor der Anwendung allerdings bedenken. Aus meiner Sicht entsteht beim Leckerchen „wischen“ kein richtiger Belohnungseffekt, weil die Kamera den Keks zeitverzögert auswirft. Das Gehirn eines Hundes hat nur einen sehr kurzen Zeitraum, etwa drei Sekunden, zu Verfügung in dem es die Handlung des Hundes mit der Belohnung verknüpfen kann. Die Kamera braucht für den Auswurf etwas länger. Und ein weiterer Aspekt, der mich an der Trainingsfunktion zweifeln lässt, ist die Frage – was ist wenn Euer Hund ungehorsam ist? Hört Euer Hund nicht auf Euch, habt Ihr aus der Entfernung keine Möglichkeit dieses Verhalten zu sanktionieren. Wenn Ihr Eurem Hund aber frei von irgendwelchen Trainingszielen, einfach nur ein Bisschen Futter zukommen lassen wollt, ist die „Wisch-Funktion“ klasse.

 

 

Für uns keine Gespräche aus dem OFF

 

Für Finley und mich bleibt das Mikrophon in Zukunft aus. Denn ich habe festgestellt, dass Finley *dasLebenistgerecht tatsächlich ganz ruhig darauf wartet, dass wir nach Hause kommen. Wie Ihr auf den Fotos sehen könnt, legt er sich ab und dümpelt danach von Traumwölkchen zu Traumwölkchen. Wenn ich ihn angesprochen habe, hat das bei ihm nur zu Irritationen geführt. Beim ersten Mal (siehe erstes Video oben) hat er die Leckerchen noch gefressen, dann ist er aus dem Wurfbereich herausgegangen und hat die Küchentür angebellt, weil er mich dahinter vermutete. Beim zweiten Mal haben ihn die Leckerchen schon gar nicht mehr interessiert und er ist gleich zur Küchentür gegangen und hat sich beschwert. Also erreiche ich mit Mikrophon und Leckerchen werfen genau das, was ich nicht möchte. Aber das betrifft eben ganz individuell gesehen nur Finley und mich. Probiert es einfach aus, wie es bei Euch und Eurem Hund ist. Jedes Mal wenn wenn Finley bellt, sendet die FURBO-App einen Bellalarm aufs Handy. Auf dem Display meines Iphones erscheint dann eine PushUp-Nachricht. Diese Funktion finde ich sehr nützlich, denn es gibt mir die Möglichkeit gleich einmal nachzuschauen, was da in meinem Haus los ist.

 

Erwischt! So ein Schlingel…

 

Und dann habe ich ihn doch noch erwischt, meinen Schlingel. Da hatte er es sich doch rotzfrech bequem gemacht auf Herrchens Clubsessel. Na ein Bisschen kann ich Ihn ja verstehen. Das Ding ist wirklich saubequem und bietet den besten Ausblick aus unserem Panoramafenster. Da kann Finley dann als erster sehen, wenn mein Mann, die Kinder oder ich wieder nach Hause kommen. Na, ich werde mal so tun, als ob ich das nicht gesehen habe…

 

 

Alles in allem bietet die FURBO Hundekamera mir genug Vorteile und jede Menge Spass, so dass ich sie gerne weiterempfehle. Und wenn bei uns irgendwann mal wieder ein Welpe einzieht, wird meine Kamera im Dauereinsatz sein.

 

 

Fotogalerie zur FURBO Hundekamera

 

 

Dieser Artikel enthält Werbung. Darüber hinaus enthält er einen Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr Euch entschieden habt, die FURBO Hundekamera zu kaufen und den Weg über diesen Link in meinem Beitrag zu gehen, würde mich das sehr freuen. Euch entstehen dadurch keine Kosten. Ich erhalte dann eine kleine Provision, die ich wieder in die Pflege des Goodfellows Hundeblogs und die Umsetzung neuer Ideen auf meinem Blog, investieren kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Hund hört nicht? Drauf gepfiffen mit der Hundepfeife!

Fotos: © Copyright 2018 – ROMNEYS Beate Ting GmbH

Warum eine Hundepfeife das Leben für Hund und Halter leichter macht

„Emma-komm-mal-heeer! …Hallohoo, Eeeemmaahaaa hiiiiiiiieeer!!! … Himmeldonnerwetter-Du-kommst-sofort-hierher-oder-Du-kannst-was-erleben….“

Irgendwann war wohl schon jeder Hundehalter einmal in dieser Situation. Das Hundetier soll etwas tun und entscheidet in der Sekunde seinen Will to Please in den Urlaub zu schicken. Bei uns im Hundewald konnte ich beobachten, wie gestandene Erwachsene, die eigentlich über eine gute Erziehung verfügten, die Contenance verloren. Es war deutlich zu hören. Die Stimmen wurden lauter, die Worte harscher, die Gesten hektischer. Und nichts davon führte dazu, dass die Hunde unterschiedlicher Rassen gehorsamer wurden.

Der Ton macht die Musik – Menschenstimmen sind eben nicht frequenzstabil

Mir ging es mit Finley am Anfang auch nicht besser. Wir standen auf der Wiese und ich rief „Hier!“. Finley, sah kurz auf und tat – richtig, gar nichts! Ich wurde ärgerlich, propellerte unkontrolliert mit meinen Armen herum und wiederholte den Befehl mit ärgerlicher Stimme. Finley sah mich tadelnd an und verschwand in schönster Nicht-in-diesem-Ton-Madame-Manier im Unterholz. Natürlich hatte er ja irgendwie recht. Niemand läuft freudig auf einen Menschen zu, der ihn gerade harsch angeflotzt hat.

Also versuchte ich mich zu beherrschen. Mein inneres Ooohmmm zündete eine Weihrauchkerze an und ich versuchte es auf die nette Tour. Ich schraubte mein Timbre etwas höher, schmierte ein wenig Schmalz auf die Stimmbänder und sagte in bewusst gedrosselter Fasson: „Wo ist mein Bärchen? Komm mal zu miiiir …“ Nichts geschah. Meine pubertierende Tochter Motte sah mich skeptisch an und sagte: „Mama, Du klingst wie dieser irre Clown aus dem Stephen King Film von neulich – echt gruselig.“

Hunde erkennen die unterschiedlichen Stimmungen und reagieren entsprechend

Finley war da offensichtlich ganz ihrer Meinung, denn er hielt Abstand. Ich glaube das war der Moment in dem ich mich entschied die Hundepfeifen, die ich vor einiger Zeit bei Romneys erstanden hatte, wieder aus der Schublade zu kramen. Eine Hundepfeife hat den Vorteil, dass ihr Klang keine Emotionen transportiert. Der Hund erfährt durch den Pfiff nicht ob Frauchen oder Herrchen gerade genervt sind, sondern nur was er machen soll. Das macht es dem Hund leichter zu gehorchen und nimmt so auch ein wenig Druck vom Hundehalter. Da eine Hundepfeife über größere Entfernungen funktioniert, eignet sie sich für den Hundesport genauso gut, wie für die täglichen Spaziergänge. Besonders an der See hat sich die Hundepfeife bei uns bewährt. Während meine Stimme oftmals vom Getöse der Wellen übertönt wurde, hatte Finley den Pfiff am Strand immer noch gut hören können. Für uns Hundehalter ist das klasse, denn wir können unseren Hunden so ein wenig mehr Raum geben und sie trotzdem jederzeit erreichen. Das wiederum fördert das Vertrauen und stärkt die Bindung zu unserem Vierbeiner.

Die Hundepfeife transportiert die Botschaft wertfrei an den Hund

Anfangs, ich gebe es zu, hatte ich leichte Schwierigkeiten mit der Koordination von Sichtzeichen, dem gesprochenen Befehl und der Benutzung meiner ersten Pfeife. Deshalb war das Instrument letztlich auch in der Schublade gelandet. Damals hatte ich mir, auf Anraten meines Trainers zuerst eine Doppeltonpfeife besorgt. Eine Seite für den Doppelpfiff für den Rückruf und das „Sitz“ und die andere Seite ein Trillerpfiff für das „Platz“. Für die anderen Kursteilnehmer mit den ruhigeren Hunden passte das auch gut. Ich habe mich oft festgewurschtelt. Finley ist ja ein sehr schneller Hund und ich hatte große Schwierigkeiten beim Pusten immer gleich in die richtige Seite der Pfeife zu treffen. *Jaaawarlustig-hahahaa Mancher Pfiff verreckte noch in der Pfeife oder ich verpasste durch das Drehen den Richtigen Moment bei Finley etwas zu erreichen.

Also suchte ich auf der Seite bei Romneys nach einer anderen Lösung und wurde auch schnell fündig. Ich kaufte mir ein Pfeifenset. Es bestand aus einer ACME HUNDEPFEIFE NO. 211,5  und der ACME TRILLERPFEIFE THUNDERER NO. 558.

Die Hundepfeife gibt es in 12 unterschiedlichen Farben mit farblich passenden Pfeifenbändern dazu. Sie ist frequenzstabil und aus robustem Kunststoff gefertigt. Die Trillerpfeife ist sehr widerstandsfähig und funktioniert auch bei tiefen Temperaturen sehr gut. Feuchtigkeit macht ihr nichts aus, man kann sie also auch gut bei der Wasserarbeit mit dem Hund einsetzen. Sie hat einen sehr angenehmen, vollen, eher tiefen Ton.

 

Für Jeden die richtige Pfeife bei Romneys

Für Finley und mich gehört unser Pfeifenduo mittlerweile zu jedem Spaziergang dazu. Ich versuche auch meinen Kunden die Benutzung einer Hundepfeife schmackhaft zu machen. Denn gerade für Anfänger, die im Umgang mit ihrem Hund und den täglichen Situationen noch ein wenig unsicher sind, kann die Benutzung einer Hundepfeife sehr hilfreich sein.

+++Dieser Artikel enthält Werbung+++

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