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Dogwalk – Wie Hunde freudig folgen

 

Gemeinsam unterwegs – Ideen für eine glückliche Mensch-Hund-Beziehung

 

 

 

Kommunizieren und eine Einheit bilden

(Ursula Löckenhoff)

 

Auf unseren Spaziergängen treffen Finley und ich auch öfter auf größere Hundegruppen. Manchmal sind alle Halter dabei, ein anderes Mal hilft einer dem anderen aus und nimmt den Nachbarhund mit auf die Runde. Wieder ein anderes Mal treffen wir auf unsere örtliche Dogwalkerin mit ihrer Truppe. Es ist eigentlich egal, wen wir treffen. Es ist immer eine Herausforderung, nur aus unterschiedlichen Gründen.

 

Gemeinsam die Herausforderungen des Hundealltags meistern

 

Jedes Treffen ist auf seine Weise lehrreich. Stoßen wir auf unsere Plappertruppe, wissen wir, dass im Schnitt fünf bis acht Hunde unterschiedlichster Couleur quasi führerlos vor sich hin dümpeln. Die Begleit-Frauchen arbeiten den Dorfklatsch der letzten Woche auf. Für Finley und mich bedeutet das, dass wir die Entscheidung, ob es ein Zusammentreffen der Hunde geben soll oder nicht, ganz alleine treffen müssen.

Macht unsere Nachbarin X den Wald mit ihrer Dalmatinerhündin Daisy, die eher ängstlich auf andere Hunde reagiert, zusammen mit dem Berner Sennen Rüden Rufus von Nachbarin Y unsicher, dann weichen Finley und ich sofort auf einen anderen Waldweg aus. So vermeiden wir einen Konflikt zwischen den Rüden.

 

Zwischenmenschliche Kommunikation

 

Am einfachsten läuft es mit der Dogwalkerin aus unserer Vorstadt. Da ist alles abgesprochen. Ihre Hundegruppe ist sich selbst genug. Kontakt von außen ist nicht gern gesehen, was ich gut verstehen kann. Sie hat ihre Truppe im Griff. Die Hunde werden am Wegesrand abgesetzt und Finley und ich können ungehindert an ihnen vorbeigehen.

 

Jede Strategie eignet sich auch für die Einzelhundehaltung

 

Wie man Hunde so führen kann, ihnen klare Strukturen geben kann, ohne dabei auf klassische, operante Methoden der Hundeerziehung zurückgreifen zu müssen, zeigt Ursula Löckenhoff in diesem Buch.  Das Buch Dogwalk ist zwar auf das Zusammenleben mit größeren Hundegruppen ausgerichtet, dennoch finde ich, dass man auch als Einzelhundeführer sehr viel daraus lernen kann. Trifft man auf eine größere Hundegruppe ist das, was man aus diesem Buch lernen kann sicher hilfreich. Man kann das Gruppengefüge innerhalb der Gruppe sicherlich besser einschätzen. Vielleicht erleichtert es auch den Umgang der Menschen untereinander.Das wäre aus meiner Sicht sehr wünschenswert.

 

Sie liebt die Hunde, mag aber auch die Menschen

 

Was mir an diesem Buch so gut gefällt ist, dass die Autorin nicht nur versucht zu zeigen, wie man seinen Hund besser versteht und führt, sondern dass sie auch den Menschen, die das leisten sollen genug Aufmerksamkeit schenkt. Hemmungen abbauen, Stimmentraining, sich die eigene Körpersprache und Mimik bewusst machen, sind wichtige Faktoren, über die sich Hundehalter Gedanken machen müssen.

 

Der Leser lernt, warum sich sein Hund im Wald anders verhält als auf einer flachen Wiese. Dass die Stadt als Revier noch einmal andere Anforderungen stellt und wird von Ursula Löckenhoff über ein mentales Hindernis nach dem anderen geführt. Ursula Löckenhoff macht uns Menschen quasi geländegängig. Es gibt einen stetigen Wechsel, zwischen Regeln aufstellen und Freiraum geben und das alles ohne den Einsatz von Leckerchen. Belohnt wird durch Taten, Ruhezeiten oder Massagen und Ruhezeiten. So lernt der Mensch seinem Tier die Freiräume zu geben, die sinnvoll sind und eine innige Gemeinschaft mit seinem Tier zu bilden.

 

Fazit zu diesem Buch

 

Ich habe in diesem Buch viel von dem gelesen, was ich täglich praktiziere und noch mehr von dem, was ich täglich an Mensch- und Hund-Teams weitergeben möchte. Absolut lesenswert!

 

Wer ist Ursula Löckenhoff

 

Ursula Löckenhoff ist Hundephysiotherapeutin und aktive Tierschützerin. In ihrem Hundehotel „Bene Bello“ bietet sie Unterkunft mit Familienanschluss, macht Dogwalks mit ihren Hundegästen und leitet Trainings für Hunde mit Erziehungsdefiziten. Als Hunde- und Tierschutzexpertin ist sie regelmäßig Gast im Fernsehen.

 

Dogwalk

Wie Hundefreudig folgen

Autor: Ursula Löckenhoff

Verlag: Franckh Kosmos Verlag

ISBN: 978 344 0153 598

Preis: 24,99 Euro

 

 

 


 

 

Dieser Artikel enthält Werbung. Der obenstehende Link ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr Euch entschieden habt, das Buch zu kaufen und den Weg über diesen Link in meinem Blog zu gehen, würde mich das sehr freuen. Euch entstehen dadurch keine Kosten. Ich erhalte dann eine kleine Provision, die ich wieder in die Pflege des Goodfellows Hundeblogs und die Umsetzung neuer Ideen auf meinem Blog, investieren kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Frau Nörgel, ein Blümchenpyjama und ein Fitnessguru

Finleys Unterhaltungsprogramm zum Wochenende

 

 

 

Die Stille genießen – nicht bei uns

 

Manchmal gehen Finley und ich auch am Samstag ganz früh raus. Um 6.30 Uhr liegt unsere Siedlung noch im Tiefschlaf. Wenn wir dann schläfrig durch unseren Garten gehen, herrscht eine ganz ruhige, friedliche Stimmung. Das sonst eher leise Quietschen unserer Gartenpforte erscheint dann plötzlich störend laut.

Doch dieses Mal wurde die Stille von einem anderen Geräusch unterbrochen. „Aaaaahhhh….“, dröhnte es über den Bonanza-Zaun. Finley und ich zuckten zusammen. Das war nicht unsere Pforte gewesen, nein das Stöhnen kam eindeutig aus dem geöffneten Panoramafenster meiner Nachbarin Frau Nörgel. Die Gardinen waren zurückgezogen und die Laute, die in den jungfräulichen Morgenhimmel entwichen, hörten sich sehr gequält an.

Frau Nörgel, für diejenigen, die sie noch nicht kennen, ist meine Nachbarin und meine persönliche Vorstadt-Nemisis. Sie hat uns alle, insbesondere mich, unter Wind und ist sofort am Zaun, wenn ihrer Meinung nach, etwas aus dem Ruder läuft in unserer Siedlung. Dabei ist es ihr total gleichgültig, ob sie die Geschehnisse etwas angehen oder nicht. Weitere Geschichten, in denen Frau Nörgel eine Rolle spielt, findet ihr am Ende dieses Artikels.

 

Ein ganz besonderes Panorama am Fenster der Nachbarin

 

Doch zurück zum Samstagmorgen. Finley tappelte unruhig auf seinen Pfoten hin und her. „Fiiiebwer, Seufzwas, Grummelwohin, sollichhelfennnn …“, schnaubte er verwirrt. Er überlegte wohl kurz, ob er versuchen sollte, mit einem großen Satz durch Frau Nörgels Fenster zu springen. „Warte mal kurz, mein Dicker“, sagte ich, „ich schau mal nach, was da los ist.“ Langsam schlich ich mich an das nörgelsche Panoramafenster heran und wagte einen scheuen Blick ins Wohnzimmer.

 

Eightys-Revival im Wohnzimmer

 

Wow! Was ich dort erblickte, machte mich sprachlos. Ich hatte alle Mühe ein Kichern zu unterdrücken. Frau Nörgel kniete vor ihrem Fernseher und war in das Morgenprogramm eines Lokalsenders vertieft. Ich sah einen Mann in Boxershorts, Muscle Shirt, weißen Socken und Sportschuhen. Fokuhila-Frisur und Stirnband deuteten darauf hin, dass es sich um eine etwas ältere Sendung handelte. „Hacke, Spitze, Hacke, Spitze“, skandierte der Mann. Hinter ihm hüpften vier stark geschminkte, blond gelockte Damen in pinkfarbenen Sportklamotten auf und ab.

 

Fitness in den Achtzigern – einfach gnadenlos

 

„Ja-das-soll-wehtun, das-soll-ziehen-und-brennen…“, feuerte Fokuhila-Joey seine Mädels und meine Frau Nörgel an. Offenbar war der Mann sadistisch veranlagt, anders konnte ich mir seine Worte nicht erklären. Wie wäre es denn mal mit, „hey, das soll Euch Spaß machen“ und „passt auf, dass Ihr nicht kollabiert“? Frau Nörgels Gesichtsfarbe hatte inzwischen ein strahlendes Pflaumenblau angenommen und auch bei den blonden Schönheiten im TV konnte das perfekte Achtziger-Jahre-Make Up nicht mehr darüber hinwegtäuschen, dass ihre Körper komplett übersäuert waren. Das alles kommentierte der gnadenlose Fitness-Frontman mit einem lapidaren: „Tja, meine Damen – von nichts kommt nichts.“

 

Cool down, Atemtechniken, alles gut

aber beim Outfit ist noch Luft nach oben

 

Immer zuerst an das Gute im Menschen glaubend, ging ich erst einmal davon aus, dass es sich hier tatsächlich nur um Frühsport handelte, so wie man das in den achtziger Jahren eben gemacht hatte. Jetzt erst bemerkte ich Frau Nörgels Outfit – einen hellblauen Blümchenpyjama, Model „Stretch 2006, Frühlingsfrische rund ums Jahr“.

Ich lehnte mich kurz an Frau Nörgels weiß gestrichene Hauswand atmete durch und versuchte mit aller Kraft nicht los zu prusten. Aus dem Fenster drang psychedelische Musik. Es ging einfach nicht anders, ich musste noch einen Blick riskieren. Der Marquis de Sade der Fitnesswelt war offenbar am Ende seines Trainings angelangt. Er versuchte nun, den Puls seiner Probandinnen mit ein paar gezielten Atemübungen, wieder auf ein Normalmaß zurückzubringen.  „Aaatmeeet in Eure Mitte, in den Bauch, durch die Beine, iiin Eure Füße hinein“, umschmeichelte seine Stimme die völlig ausgelaugten Frauen.

 

Obidience für Vorstadtrentner

 

Frau Nörgel war hochkonzentriert, sog mit aller Kraft, Luft in Ihre Lungen hinein und wartete auf weitere Anweisungen vom Fokuhila-Joey. So aufgebläht, bemüht den eingeatmeten Sauerstoff, den Anweisungen gemäß in ihre Füße zu pumpen, stand sie da und wartete und wartete und wartete …
Ich fing langsam an mir Sorgen zu machen, meine Nachbarin wirkte nicht sehr entspannt, eher verkrampft.

Endlich hatte der Fitnessmensch ein Einsehen und erlöste die arme Frau, kurz bevor sie explodieren würde: „Jetzt klappen wir zusammen und stoßen die ganze Luft in unserem Körper nach draußen.“

Frau Nörgel, gehorchte ohne zu zögern. Blitzschnell kippte sie nach vorne. Dabei streckte sie ihren geblümten Allerwertesten in voller Pracht Richtung Panoramafenster. Obidience für Vorstadtrentner, bei dem Tempo war Frau Nögel sicherlich eine heiße Anwärterin auf den Meistertitel. Sie atmete schwer, stöhnte und seufzte herzzerreißend und wiederholte den ganzen Vorgang mehrere Male.

 

Finley will Genugtuung

 

Finley stupst mich an: „Los sag‘ schon, was ist da los?“ Geduld war ja noch nie seine Stärke. „Also, Frau Nörgel steht im Blümchenpyjama vor dem Fernseher und streckt den Hintern zum Fenster raus“, fasste ich das Geschehen, nicht ganz detailgetreu, für meinen Rüden zusammen.

Finley verzog das Gesicht. Dann sagte er entrüstet: „Na die ist gut. Bei jedem Haufen, den ich in Sichtweite absetze, flippt sie total aus und jetzt streckt sie uns ihren Popo entgegen?“ Und weiter: „Das ist doch eindeutig unerwünschtes Verhalten, Birgit. Das sollten wir nicht positiv verstärken!“

 

Ich will ja nur ihr Bestes…

 

Ich dachte kurz nach. Ich hätte jetzt leise abtreten können. Hätte ein paar Restbestände Empathie zusammenkratzen können und still wie ein Mäuschen in meinem Bau verschwinden und mein Blümchentrauma mit einem heißen Kaffee herunterspülen können. Tja, was soll ich sagen … es ging einfach nicht. Finley hatte es auf den Punkt gebracht. Nach allem, was wir mit Frau Nörgel schon erlebt hatten, war es da nicht unsere Verpflichtung, sie nicht einfach diesem Folterknecht der Aerobic-Szene zu überlassen? *Unschuldsaugenaufschlag

 

Frau Nörgel, ich bin für Sie da …

 

Leise, ganz leise habe ich mich zurück zu Frau Nörgels Panoramafenster geschlichen, ihren geblümten Hintern fest im Blick. Dann habe ich wirklich alles, was ich an Theatralik und Pathos in mir finden konnte, in meine Stimme gelegt und entsetzt gerufen: „Frau Nörgel, brauchen Sie Hilfe, ist ihnen schlecht? … Kann mir jemand helfen – Frau Nörgel ist zusammengeklappt! Mein Gott, Sie röcheln ja …“

Frau Nörgel schoss hoch wie ein vom Bogen geschossener Pfeil. Der Kopf dunkelrot angelaufen, die Mireille-Matthieu-Frisur derangiert, blickte sie sie mir panisch ins Gesicht. „Pssschhhhttt“, machte Frau Nörgel und ruderte dabei mit den Armen, „leise … nein alles … ich mache doch nur … also Frühsport mit dem WDR … das ist für die Fitness … trotzdem danke … äh, wie nett … ähäm, ja dann mache ich mal … ich war ohnehin fertig …“

„Na Gottseidank, dann ist ja alles gut“, sagte ich mit Unschuldsblick. Dann ließ ich meinen Blick zum Abschied noch einmal genüsslich über Frau Nörgels Blümchen-Alptraum gleiten und verabschiedete mich formvollendet.

 

„Oh, what a beautiful mornin‘, oh what a beautiful day
I got a beautiful feelin‘ everything’s goin‘ my way …“

(Frank Sinatra)

 

„Es gibt Samstage, die könnten nicht besser beginnen, was Finley“, sagte ich lächelnd zu meinem Dicken.

„Hihihiii … das kann man wohl sagen. Manchmal ist das Leben doch gerecht“, antwortete mein Schlingel und pieselte gegen Frau Nörgels Rhododendron. Dann gingen wir Zwei fröhlich in den Wald und atmeten ganz tief in unsere Mitte, in den Bauch, durch die Beine, in unsere Pfoten … äh, Füße hinein …

 

Mehr von Frau Nörgel, findet Ihr hier:

 

Wenn Ihr meine Nachbarin Frau Nörgel genauso gern mögt, wie ich, dann findet Ihr unter den folgenden Links weiteren Lesestoff. Einfach auf die Überschriften klicken und Ihr landet beim Artikel.

Booombangebang – Silvestergeschichten aus der Vorstadt

Danke Frau Nörgel oder wie Finley zu seinem Namen kam

 

 

Odin sucht ein Zuhause

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Der sechs Monate alte Odin wird heiß geliebt. Leider hat es in seiner Familie unvorhersehbare, strukturelle Veränderungen gegeben. Deshalb sucht der kleine Mischlingsrüde jetzt ein neues Zuhause. Er ist lebhaft und anhänglich, wie es für einen Welpen in seinem Alter üblich ist.

Odin will gefallen. Er kennt „Sitz“ und „Hier“, denn seine Familie hat regelmäßig in der Hundeschule trainiert. Dennoch steht er ganz am Anfang seiner Erziehung und muss noch viel lernen. Odin mag alle Menschen, egal ob groß oder klein. Zuhause ist der kleine Hund ein ganz großer Schmuser. Er liebt es bei seinen Menschen zu sein und muss noch lernen, einmal allein zu bleiben. Bei gezieltem Training ist das aber kein Problem für die Zukunft. Er mag alle Artgenossen und spielt sehr gern mit Ihnen.

Odin ist für Familien mit Kindern genauso geeignet wie für Paare ohne Kinder oder Einzelpersonen. Ein souveräner Zweithund, von dem er lernen kann, darf vorhanden sein. Seine neue Familie sollte sich klar darüber sein, dass Welpenerziehung Zeit kostet und diese Zeit auch für ihn haben.

Odin ist gechippt und geimpft.

Wer möchte dem aufgeweckten Schmuser Odin ein liebevolles Zuhause bieten? Ernsthafte Anfragen bitte über 0171/ 273 43 31 und Anja Laupichler unter 0151/ 401 63 050.

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Vergiftete Futterproben im Briefkasten

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Bildschirmfoto: Homepage Fressnapf

Da hat also „Jemand“ beschlossen Haustiere umzubringen. Hunde und Katzen, die in vermeintlich sicherem Umfeld als geliebtes Familienmitglied leben. Boshaft, gesellschaftsschädigend, hinterlistig.

Wenn man sich einmal überlegt wie viel kriminelle Energie „Jemand“ benötigt, Hunde- und Katzenfutter zu vergiften, wie viel schändlichen Fleiß es benötigt dieses Futter in zahlreiche Tüten zu verpacken, um es dann flächendeckend in die Briefkästen privater Haushalte zu werfen. Wie viel boshafte Planung dahinter steckt, die Tüten dieser Wurfsendungen aussehen zu lassen, wie legitime Werbesendungen des Unternehmens Fressnapf. Dann fragt man sich doch, warum „Jemand“, der zu so etwas in der Lage ist, nicht mehr aus seinen Fähigkeiten macht und sie gesellschaftlich sinnvoll einsetzt.

Über die Motive von „Jemand“ kann man nur spekulieren. Will „Jemand“ Aufmerksamkeit erregen? Ist es pure Abneigung gegen Hunde und Katzen. Will „Jemand“ der Firma Fressnapf schaden? Wo immer das Motiv dieses „Jemand“ auch liegt, die Vorgehensweise ist feige.

Aus einer sicheren Deckung heraus das Leben von Tieren zu beenden, ohne das daraus entstehende Leid zu bedenken, ist widerwärtig und böse. Denn hinter jedem Hund und jeder Katze steht eine Familie, die sie liebt, stehen Kinder, die mit ihnen aufwachsen wollen. Dieser „Jemand“ greift nicht nur die Tiere an, er greift auch die zu ihnen gehörenden Menschen an.

Wenn „Jemand“ Euch eine solche Futtersendung in den Briefkasten geworfen hat. Bitte macht Euch die Mühe und bringt sie in eine Fressnapf-Filiale oder zur Polizei. Jede Tüte kann Spuren enthalten, die es der Polizei möglich macht „Jemand“ hinter dem Busch hervorzuziehen, hinter den er sich verkrochen hat.

Firmenzentrale Fressnapf: Rufnummer 0800-1990990

 

 

 

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Der Hund gehört aufs Katzenklo

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Die Frau ist mein gepuderter Alptraum

 

Finley und ich freuen uns auf unseren täglichen Waldspaziergang, mit allem, was dazugehört. Löcher buddeln, in den Bach schmeißen an ekeligen Sachen rumschnuppern, sich in ekeligen Sachen wälzen…..

DA kommt SIE an der Weggabelung um die Ecke. Ende siebzig, hellrosa!!! Tuchhose, Segelschuhe, hellbeige Windjacke, die ergrauten Haare zu einem wippenden Pferdeschwanz gebunden. Nach dem  Motto „Sah in den 50gern gut aus, passt auch heute noch“ streift diese Frau im Katharina Valente-Outfit unbewacht durch Finleys Revier. Ihre Haltung und ihr Gang sagen vor allem eines: Ich bin voll fit!  Aus dem Weg! Der Wald gehört mir!

 

SIE spricht zu meinem Hund!

 

Ich persönlich finde ja, der Waldweg ist breit genug für uns alle. Breit genug, um mit einem versöhnlichen „Moin“ aneinander vorbeigehen zu können und den lieben Gott einen netten Mann sein zu lassen. Einfach mal so. Finley findet das nicht und setzt am Rande des Dickichts mal eben einen kapitalen Haufen ab. La Valente stutzt, bleibt stehen, ignoriert mich und wendet sich meinem Hund zu.

Sie säuselt: „Hat die Mutti Dir nicht beigebracht, dass man auf die Toilette geht? Da fehlt dem Hasi wohl noch etwas Erziehung? Da muss wohl jemand der Mutti mal erzählen, dass man auch Hunden beibringen kann auf ein Katzenklo zu gehen. Das muss nicht alles in der freien Natur landen.“

 

Finley, Du Abtrüniger…

 

Finley, immer dankbar für jede Aufmerksamkeit, saß mittlerweile an La Valentes Knie gekuschelt, wohlige Grunzlaute von sich gebend (der Verräter). Währenddessen fuhren ihre knochigen Hände unablässig durch sein feuchtes Fell. Ein Bild für die Götter. Während Mutti (das bin wohl ich) sich wie ein begossener Pudel eine unqualifizierte Standpauke abholt, intensiviert La Valente die Fellpflege bei meinem Hund. Dann, mit den Worten „so mein Guter, die Tante (das ist wohl sie) muss jetzt weiter“, wischt sie sich die feuchten Hände an ihrer hellrosa!!! Hose ab und zieht ohne mich eines weiteren Blickes zu würdigen weiter.

Ich hätte viel dazu zu sagen, angeführt von dem verzweifelten Ausruf „Finger weg von meinem Kerl, der gehört mir!“

Ich hätte ihr sagen können, dass mein Hund sich kurz vor unserer Begegnung in Wildschweinkacke gesuhlt hat.

Ich hätte ihr sagen können, dass das Feuchte in seinem Fell nicht vom frischen Morgentau sondern von den klebrigen Überresten der übrigen Waldbewohner herrührt.

Und ich hätte ihr auch sagen können, dass das Händeabwischen ockerfarbene Schmierspuren auf ihrer Hose hinterlassen hat.

Habe ich aber nicht. Denn Mutti hat jetzt mit Hasi ein Bad-Taste-Gespräch über Loyalität, Eifersucht und Katzenklos.

 

 

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Herrchenglück: Vom Chaos auf acht Pfoten

 

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Hey ihr angeschlagenen Hundebesitzer da draußen, Euer Dealer hat neuen Stoff!

Wenn Euch der Bestseller Herrchenjahre gefallen hat. Und Euch geholfen hat, das Licht am Ende des Hunde-Krause-Tunnels zu sehen. Dann wird Euch Herrchenglück vollends ins Licht führen. Dann seid ihr angekommen – dort wo Euer Hund Euch hinhaben wollte.

Die „emotionsflexible“ Luna hat Herrchen inzwischen darauf konditioniert, bestimmte Hunde-Macken akzeptanzflexilbel hinzunehmen. Da schlägt der Zweithund-Virus im Hause Frey Dodillet zu. Die Familie klappert die umliegenden Tierheime ab und … Luna wird fündig. Sie verliebt sich Hals über Kopf in Wiki. Einen zwölf Monate alten, hyperaktiven, pubertierenden Münsterländer-Terrier-Mix, den eine in Hundekreisen angesehene Krause, so nennt der Autor alle Hundetrainer,  später einmal als Lerngeschenk bezeichnen wird.

Schon bald nach seinem Einzug ins Haus von Michael Frey Dodillet zeigt Wiki was er wirklich drauf hat. BHs zerfetzen, Gänse durch Nachbars Garten jagen und Butter vom Frühstückstisch klauen. Die Art und Weise, wie er später seine Butterkotze bis aufs Blut verteidigt ist unter Frey Dodillet-Fans mittlerweile legendär.

Selbst Lunas Geduld mit dem Neuankömmling hat Grenzen. Als der Rotzlöffel am dritten Tag in Folge ein Kaustäbchen aus ihren Pranken mopsen will, verpasst sie dem Kleinen eine Abreibung. Folge: Tierarzt, eine Wunde die mit fünf Stichen genäht wird und die Erkenntnis, wer hier die unangefochtene Chefin ist.

Wieder erzählt Autor Michael Frey Dodillet mit viel Witz und Selbstironie von seinem nervenaufreibenden Alltag mit zwei erziehungsresistenten Hunden. Und wieder wird vor allem eines deutlich: egal wie schwierig es wird, der Mann liebt seine Hunde. Herrchenglück liegt übrigens auch unter meinem Weihnachtsbaum.

 

Herrchenglück

Autor: Michael Frey Dodillet

Verlag: Heyne Verlag, April 2013

ISBN: 978 – 3453200043

Broschiert, 14,2 x 2,7 x 21,1

Preis: 14,99 Euro

 

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Herrchenjahre – Vom Glück, einen ungezogenen Hund zu haben

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Für Hundebesitzer mit einem schwierigen Hund, ist jedes Kapitel von Herrchenjahre wie eine Therapiesitzung. Der Autor Michael Frey Dodillet bietet folgende Behandlungsmethoden an: Wortwitz, Humor, Selbstironie und eine gewisse Lässigkeit im Umgang mit schwierigen Situationen. Gewissermaßen verbale Neuroleptika.

Luna, seine Hündin,  lässt die Sau raus und Herrchen geht auf dem Zahnfleisch Gassi. Die Hündin, die vom Herrchen als emotionsflexibel beschrieben wird,  zieht alle Register um das Leben von Autor Michael Frey Dodillet auf den Kopf zu stellen. Der Hund muss erzogen werden, sagt sich Frey Dodillet, schnappt sich das aufmüpfige Tier und macht sich auf eine Expedition durch diverse Hundeschulen. Dort geraten sie in die Fänge verschrobener Trainer, durchlaufen Kurse mit absurden Methoden und treffen auf eine Ansammlung von spleenigen Hundehaltern. Das Einzige, was Luna dort lernt ist, dass die beteiligten Zweibeiner alle einen Vogel haben. Ich habe mir das Buch schon mal vorsorglich unter den Weihnachtsbaum gelegt. Das Szenario schreit nach einer Fortsetzung. Ihr findet sie morgen hier auf meinem Blog.

 

Herrchenjahre

Autor: Michael Frey Dodillet

Verlag: Heyne Verlag

Seiten: 272, Taschenbuch

Größe: 11,8 x 2,9 x 18,8

ISBN: 978-3453603646

Preis: 9,99 Euro

 

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DOGTARI Wachhunde – Geschenketipp

 

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Lebensnah und humorvoll zeichnet der Cartoonist Olaf Neumann wie es ist, sich mit zwei Hunden ein Haus und sein Leben zu teilen. Ob es nun um die Themen Hund im Bett, Wer belohnt wen mit Leckerchen oder Ist Herrchen leinenführig? geht, der engagierte Hundebesitzer kann sich in nahezu jedem Cartoon wiederfinden. Durch die Texte in den Denk- und Sprechblasen der beiden Doggen Bruno und Scully erfährt er, was seine Lieblinge wirklich über ihn denken.

Die DOGTARI Daily Cartoons entstanden im Jahr 2011 zunächst als Online Projekt www.dogtari.de . Die große graue Dogge Bruno ist ein fiktiver Charakter, zu dem sich Neumann von seiner leider inzwischen verstorbenen Doggendame Rala und dem realen Schäferhundmischling Rumo inspirieren ließ. Später bekam Bruno Gesellschaft von der verspielten und abenteuerlustigen Dogge Scully. Scully lebt tatsächlich mit dem Cartoonist und seiner Familie zusammen und mischt deren Leben ordentlich auf.  So entstehen die auf wahren Begebenheiten basierenden Cartoons.

Foto: Don S.

Foto: Don S.

Und weil Scully den DOGTARI auch in Zukunft mit aller Kraft unterstützen wird, ist der Nachschub an lustigen Cartoons auch in der kommenden Zeit gesichert. Ich verlasse mich da ganz auf Scully und freue mich auch zukünftig auf meinen garantierten Tageslacher.

 

 

 

 

DOGTARI: Wachhunde

Verlag: Panini; Auflage 20. Juli 2015

Gebundene Ausgabe; 64 Seiten

ISBN: 978-3833231773

Preis: 9,99 Euro

 

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Goodfellows beim Hundeschwimmen im Freibad Aschberg

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Alle Fotos: Thomas Jaklitsch

Mit einem Riesensatz springt Milo ins Schwimmbecken des Freibades Aschberg. Dreieinhalb Meter weit, nur mal so zum Warmmachen. Kein Problem für den zierlichen Hund, der amtierender Europameister in der Trendsportart Dogdiving ist. Die anderen vierbeinigen Gäste waren nicht gekommen, um Rekorde zu brechen. Für sie ging es ums pure Vergnügen. Labradoodle-Rüde Janky fackelt nicht lange, springt ohne zu zögern vom Einmeterbrett. Goldendame Bonnie ist unschlüssig und wählt dann doch lieber den sicheren Weg über die Treppe. Angesteckt durch die Freude und Begeisterung ihrer Hunde, gingen einige Frauchen und Herrchen auch baden.

Meine Hundschule Goodfellows MENSCH & HUND-Coaching hat sich auf der Eventfläche, auf der großen Wiese neben dem Pool,  mit einem eigenen Trainingsprogramm vorgestellt. Das Motto hieß „Bewegung allein genügt nicht“. Wir zeigten den Gästen, wie sie mit wenig Mühe und Zeitaufwand jeden Spaziergang so gestalten können, dass ihr Hund nicht nur körperlich ausgepowert wird, sondern auch mental ausgelastet ist.

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Mein Goodfellows-Team v.li.: Dörte, Antje, Susanne, Birgit, Angelika, Andrea und in der ersten Reihe Viivi und Dubslav.

Das konnte ich natürlich nicht alles alleine schaffen. Ein paar tatkräftige Freunde von mir waren mit von der Partie. Während Susanne, Antje und Angelika den Stand in Schwung hielten, gingen Dörte und Andrea mit mir auf die Fläche zum Dummytraining. Besonders Viivis Spezialübung – das Apportieren eines rohen Eis – hat sich mir ins Gedächtnis eingebrannt. Hier ein paar Bilder aus unseren Vorstellungen:

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Andrea zeigt mit Dubslav einen Markierapport. Dubslav wird abgesetzt, sieht wie Andrea den Dummy schmeißt, muss aber auf den Befehl „Apport“ warten, bevor sie ihn holt. Dann bringt Dubslav den Dummy zu Andrea zurück und legt ihn ihr in die Hand. Super gemacht.

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Dörte zeigt dem Publikum ein Einweisen. Viivi wird abgesetzt. Links, rechts und hinter ihr wird ein Dummy positioniert. Sie darf jetzt nicht selbst entscheiden, welchen Dummy sie holen möchte. Dörte gibt die gewünschte Richtung vor. Gute Übung für die Steadyness und die Impulskontrolle. Außerdem ist sie gut für die Bindung des Hundes zu seinem Halter, denn solche Aufgaben lassen sich nur als gutes Team lösen.

Nach der Vorstellung beantworteten wir Fragen. Die Zuschauer konnten unsere Übungen mit ihren Hunden ausprobieren. So konnten wir deutlich machen, dass Dummytraining nicht nur für Retriever geeignet ist, sondern auch für jede andere Hunderasse.

 

 

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Organisator Christian Rerop gab am laufenden Band geduldig Interviews, bis jedes Fernsehteam seinen Take im Kasten und jeder Journalist seine Story im Block hatte. Trotzdem blieb er immer gelassen und freundlich. Wir danken ihm und seinem Team für diese tolle Gelegenheit und einen schönen, entspannten Tag im Freibad mit unseren Hunden.

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Organisator Christian Rerop im Interviev mit dem Sender SAT1

Weitere Bilder vom Hundeschwimmtag in Hamburg Hamm findet ihr in meiner Bildergalerie

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Ein Liebesbrief mit Augenzwinkern

FinleySand

Finley, der Hund an meiner Seite wird heute sechs Jahre alt. Deshalb ist es an der Zeit, mal ein paar Wahrheiten über ihn, ganz gelassen aufzuschreiben. Ich bin als jemand bekannt, der seinen Hund genau so sieht, wie er ist. Ganz ohne Schönreden, ohne rosa Brillengläser, ohne märchenhaft verzerrte Verhaltensinterpretationen, immer hart dran an der Realität.

Also Finley, mein Kumpel – äh, ich meine mein Bärchen. Wenn du bei mir bist, bin ich ruhiger und ausgeglichener. Dafür ist dir besonders mein Mann sehr dankbar. Du hältst mich fit und geländegängig. Scheuchst mich wie ein guter Personal Trainer durch unwegsames Gehölz, über moorige und matschige Felder und überschwemmte Wiesen. Du hast mir klar gemacht, wie überflüssig Ballerina Schuhe und hochhackige Pumps sind und wie kleidsam dagegen Gummistiefel sein können. Außerdem bist du ein äußerst reinlicher Hund. Denn seit du bei uns lebst, landen unsere Joghurtbecher blitzblank geleckt im gelben Müll.

Liebevoll schmust du mit meinen Töchtern, hast das Herz meines Mannes im Sturm erobert („Na, mein Dicker“).  Meine Mutter, unsere „Misses Propper“ hast du so geschickt umgarnt, dass sie deine Tatzenspuren auf ihrem Parkett still duldet. Kurz gesagt, ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wie unser Leben ohne dich war.

Und das sage ich natürlich ganz ohne Pathos, nur weil es so ist…

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