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Fred & Otto unterwegs an der Ostsee – Wanderführer für Hunde

Wanderführer für Hunde FRED & OTTO Ostsee

 

Mit den ersten Frühlingsboten erwacht die Unternehmungslust in Hund und Mensch. Also weg mit den Winterkuscheldecken und raus in die Natur!

Jetzt wird schon mal vorgeplant, wo wir in diesem Jahr mal wandern wollen. Der Ostsee-Wanderführer für Hunde von FRED & OTTO hat da ein paar klasse Tipps bereit und die meisten Ziele liegen für uns Nordlichter direkt vor der Haustür. Von Travemünde, Wismar, Rostock über Rügen und Usedom bis zum Stetiger Haff, bietet dieses Buch 52 ausgeklügelte Routen.

Mit seinem praktischen Pocketformat, passt das Buch in jeden Rucksack. Der Wanderführer bietet Vorschläge für lange, ausgiebige Wanderausflüge aber auch für kürzere Trips in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Für jede Tour gibt es die zugehörigen GPS-Daten und Kartenmaterial. Alle Daten und Karten können über eine kostenlose App auf das Handy geladen werden. Dazu muss zunächst die App „komoot“ im App Store heruntergeladen und installiert werden. Dann einen kostenfreien Account anlegen, den Gutscheincode aus der vorderen Klappe des Buches im komoot-Menu eintragen und los geht es.

Damit die Ausflüge entspannt ablaufen können, widmen die Autoren dem Thema Ausrüstung für Mensch und Hund fast ein ganzes Kapitel. Auch der respektvolle Umgang mit der Natur ist ein Anliegen dieses Buches.

Für jede Tour gibt es Tipps, die das Reiseleben leichter machen: Wegbeschreibungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wenn man mit dem Auto unterwegs ist, wo gibt es kostenfreie Parkplätze? Wo kann ich mit Hund Essen gehen? Wo kann ich mit Hund übernachten? Und wenn mal etwas schief läuft, wo ist die nächste Tierarztpraxis?

FRED & OTTO unterwegs an der Ostsee

Wanderführer für Hunde

FRED & Otto – Der Hundeverlag, 2015

Holger Wetzel und Alexander Schug

11,5 x 17 cm, mit Hunde-Wanderkarten und Wander-App

Klappenbroschur

Umfang: 236 Seiten

12,90 Euro

ISBN:  978-3956930171

 

 

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Die Badesaison ist eröffnet

Ich stehe am Ufer des Lottbeker Teichs und überlege: Schmeiß ich das Ding jetzt oder nicht…. Ach, was soll ich mach’s. Ich hole aus und schleudere den Dummy in den See. Mit einem lauten „Platsch“ landet das Stoffsäckchen im Wasser.

Mit einem riesigen Satz springt Finley ins Wasser, läuft ein paar Schritte uhuuund …. Juhu, er schwimmt! Ich kann es kaum glauben.

Wieso juhu? Sonnenwetter, ein idyllischer See und ein Retriever. Passt, würde man meinen. Aber es gibt immer diesen einen Hund, dem es völlig egal ist, wofür er ursprünglich mal gezüchtet worden ist. Finley zum Beispiel, hatte das feuchte Element jedenfalls nicht immer als festen Bestandteil seiner archaischen DNA akzeptiert. Er wog ab, schüttelte den Kopf und befeuchtete schüchtern seine Ballen. Das war’s.

Sein Motto lautete: „Nur so weit rein, wie ich stehen kann. “ In seiner Schwimmfaulheit entwickelte er ein geradezu magisches Gespür für Windrichtung, Gezeiten und Strömungen. So konnte es vorkommen, dass er im See stand und darauf wartete, dass der Wind ihm den Dummy zutrieb. Manchmal schnappte er sich das Kanvas-Säckchen und brachte es stolz zurück. Wenn er aber nicht ganz heranreichte, ohne den Boden unter den Füssen zu verlieren, dann sah er gelassen zu, wie der Dummy an ihm vorbei dümpelte. War der Dummy als kleiner oranger Punkt am anderen Ufer zu erkennen, stieg Finley aus den Fluten, rannte um den See herum und legte den längsten Apport hin, den die Retriever-Welt je gesehen hat.

Man muss es positiv sehen. Seine Steadyness kennt keine Konkurrenz, er hat ein gutes Auge bewiesen und mir so ganz nebenbei eine Lektion im Geduld üben erteilt.

Brautschau – Protestnote an Herrn Meier

 

goodfellows-neuetonne-blog

Der Herr Meier aus Oberimbach hat der holden Weiblichkeit schon eine Menge zu bieten. Er hat seine Vorzüge mal in einer Kontaktanzeige zusammengefasst – mit Charme und flotter Schreibe… *zwinker-emoticon

 

Pressebüro Strodtbeck:

 

Meier sucht Frau!

Johann Wolfgang von Klöten ist zu Schlappohren gekommen, dass diese Gruppe neben für ihn nervtötenden, da sinnlosen Antijagd- und grausamen Diätdiskussionen oder gar Angriffen auf die Männlichkeit der Herren nun auch praktische Lebenshilfe in Form von Beagleinnenvermittlungen anbietet („Singles, kann man das Essen?“). Zur Not tut es aber auch ein großer, stattlicher Rüde!
Nun sucht er auf diesem Wege sein Lebensglück.
Meier ist ein äusserst attraktives, sportlich-durchtrainiertes, stets gut gelauntes, intelligentes, verhaltensoriginelles Bild von einem Beagle, bekennender Macho, ein Rüde von Welt mit Sinn für Romantik, unwiderstehlichem Charme und flotter Schreibe (er zwingt mich, das so zu schreiben!). 
Als gut situierter Schnüffeljournalist ist er weithin bekannt für seinen ohrenzwinkernden Journalismus. Im Moment treibt er sich im Palast des türkischen Präsidenten herum und bemüht sich, eine der Harmensziegen für ein investigatives Interview zu gewinnen. 
Viel wichtiger als das Berufliche ist dem Herren aber seine Freizeit. Er nimmt gerne mal die ein oder andere Einladung zur Jagd an, liebt Gaumenfreuden – an die er allerdings keinen allzu hohen Anspruch hat, das fände er dekadent! – und hat ein sehr intimes Verhältnis zu seiner Couch. 
Seine Zukünftige sollte keine Probleme damit haben, liebevoll „Hasi“ genannt zu werden, sie sollte vermögend sein und kein Problem mit seinem Couch-Verhältnis haben.
Falls Du Dich angesprochen fühlst und Interesse hast, melde Dich unter der Chiffre ‪#‎Biotonne oder der Telefonnummer C19H28O2 (wer weiß, was sich hinter Meiers Telefonnummer verbirgt, darf ihm ein Fresspaket schicken…).

 

Personal soll sich ja eigentlich im Hintergrund halten. Aber als die Haushälterin von Kapitän Finley erfuhr, dass sich Herr Meier so kurz nach seinem Biotonnen-Fiasko wieder auf Freiersfüßen befindet, ist sie alles andere als begeistert und schreibt an das Pressebüro Strodtbeck.

 

Einmischung aus der Kombüse:

 

Herr Meier, Herr Meier,

Kapitän Finleys Haushälterin hier. Die Folgen Ihrer letzten „Biotonnen-amor-fou“ sind noch nicht abgearbeitet und schon suchen Sie sich eine Neue? Immerhin soll es ja dieses Mal eine Beagle-Dame sein.

Das rüttelt zwar nicht an den Grundfesten Ihrer Freundschaft zu meinem Kapitän Finley, bringt Ihnen aber eine Protestnote aus der Kajüte ein. Er arbeitet schon daran. Denn ihr amouröses Abenteuer hat bei uns im Norden zu einiger Verwirrung geführt.

Bis dahin zähle ich auf Ihre Zurückhaltung.

Besorgte Grüße,

die Haushälterin

 

Protestnote aus der Kajüte:

 

Mein lieber Herr Meier,

da haben Sie ja was angerichtet.

Die Nachricht vom Tönnchen-Nachwuchs hat sich über die sozialen Netzwerke verbreitet wie ein Lauffeuer. Jetzt haben wir Rüden es mit einem ernsten Tonnen-Stalker-Problem zu tun.

Meine Biotonne hat sich am Wochenende total aufgerüscht und klappert jedes Mal aufgeregt mit dem Deckel, wenn ich durch unseren Garten laufe.

Sie behauptet jetzt sie heißt „Luise“ und will unbedingt mit mir Schaukeln gehen. Die hat doch zu viele Hans-Albers-Lieder gehört, die Deern.

Ne, ne, ne ich krieg’ ja schon Verfolgungswahn.

Mein Kumpel Gonzo, ein stattlicher Königspudel und ehemaliger Zirkushund, hat alle Hände voll damit zu tun seine Papiertonne davon zu überzeugen, dass aus den beiden aber auch gar nix werden kann. Diese Information überforderte offensichtlich die Frustrationstoleranz der blauen Tonne. Denn seit er das gesagt hat, fliegen ihm die Jonglierkeulen um die Ohren.

Beim Foxterrier Max ist das noch schlimmer. Sein Restmüllbehälter ist ne richtige Agrotonne. Die hat ihm heute Nacht die Scheiben eingeschmissen und die Wände der Hundehütte bekliert. „Max ist aus der Zucht!“, steht da jetzt. Sowas Ehrenrühriges – der Junge steht voll im Saft.

Seine Haushälterin hat jetzt veranlasst, dass sie eine neue Restmülltonne bekommen. Eine ganz Junge, die kann man noch erziehen. Die Olle kommt zur Rehabilitierung auf den Recyclinghof.

Kurz und gut, die Fälle nehmen zu, wir erwägen die Einrichtung eines Kriseninterventionszentrums. Dürfen wir Sie als Schirmherr mit an Bord nehmen? Vielleicht können Sie Ihre Brautschau ja noch etwas hinauszögern.

Solidarische Grüße auf der Nord-Südachse,

Ihr Kapitän Finley

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Bionachwuchs – Kondolenzbrief an Herrn Meier

 

goodfellows-praesentkorb-blog

„Der Teufel hat den Schnaps gemacht, um uns zu verderben…“, heißt es in Udo Jürgens‘ Gassenhauer, mit dem er  bereits im Jahre 1973 die Schlagercharts stürmte. Dass er auch das weibliche Geschlecht im Sturm eroberte ist kein Geheimnis. Und nun kommt die Parallele zu Kapitän Finleys neuem  Freund, Herrn Meier aus Oberimbach.  Der liebe Gott beschenkte nämlich sowohl den österreichischen Star-Sänger als auch Meier den Südcharmeur mit außerehelicher Nachkommenschaft. Unlängst lancierte sein Pressebüro eine Meldung.

 

Pessebüro Strodtbeck:

Es hat endlich geklappt: Wir haben Nachwuchs! Meier hat vor 63 Tagen die Biotonne gedeckt! Interessenten sind ab sofort willkommen.

Meier möchte die Tönnchen vermitteln, weil sie keine Kinder der Liebe sind, sondern das Ergebnis eines Ausrutschers im Eierlikör-Suff. Außerdem hat er Angst, dass Bio – wie sie genannt wird – jetzt Alimente fordert, und alles was alimentär ist, behält er lieber für sich.

Die Kleinen haben auf jeden Fall eine sehr große Klappe, und dank der guten Vererbung der Mama, die ein wunderschönes Braun ihr Eigen nennt, sind sie bicolor. Was die Fütterung angeht, sind sie anspruchslos, solange die Menge stimmt und ab und zu ein Karottenstrunk als Leckerchen gegeben wird. Stubenrein sind sie auch schon, wenn man sie rechtzeitig rausstellt. Das empfiehlt sich auch, weil sie sonst zu Blähungen neigen, die alles andere als ein olfaktorischer Hochgenuss sind.

Trainingsstand derzeit: Sitz und bleib in Perfektion, und wenn man sie etwas über Idealmaße füttert, neigen sie auch nicht zum Jagen.

Tabuwort: Platz! Gibt Sauerei.

 

Um seine Freunde muss man sich kümmern, dachte Kapitän Finley, das ist im hohen Norden Ehrensache und bot prompt seine Hilfe an.

 

Antwort aus der Kajüte:

Sehr geehrter Meier,

Kapitän Finley hier. Was hören da meine Seemanns-Ohren? Sie haben sich fortgepflanzt? Alle Achtung, Sie Teufelskerl!

Und dann erlegen Sie gleich eine so kapitale Öko-Wuchtbrumme. Beim Klabautermann, von Ihnen kann ich alter Seebär ja noch was lernen. Bei Gelegenheit müssen Sie mir Ihre Eroberungsstrategie mal auseinander klamüsern. Erstaunlich übrigens, wie gelassen ihre Pressevertreterin auf Ihre neue Familiensituation reagiert. Meine Haushälterin würde mir die Leviten lesen.

Aber nu’ wo die lieben Kleinen da sind, ist es wohl an der Zeit, sich über die Zukunft Gedanken zu machen mein Freund. Sie wollen die Tönnchen also vermitteln. Da kann ich Ihnen freundschaftlich unter die Arme greifen. Bei mir in der Gegend kommt immer mal wieder eine Biotonne weg. Ich kann mich in meiner Siedlung ja mal umhören. Vielleicht möchte jemand einen Mini-Meier-Ökosproß bei sich aufnehmen.

Mein Nachbar, der Ole Vogelsang zum Beispiel, hat ne gaaanz olle Biotonne. Die ist schon’n büschen rissig auf’m Deckel. Den frag’ ich mal. Oder meine Haushälterin, die träumt schon lange von einer Zweittonne. Das will ihr Mann aber nicht, der ist strikt gegen Rudeltonnen-Haltung.

Wie auch immer. Bevor Madame „Bio“ Alimente fordern kann, haben wir die Kleinen Racker alle untergebracht – Ehrensache. Und außerdem soll sich das Weibsstück schämen, den hilflosen Zustand eines Eierlikör-Meiers so schamlos auszunutzen. Das muss man sich mal vorstellen. Statt Ihnen die Stirn zu kühlen und beruhigend auf Sie einzuwirken, hat sie den Brausebrand ausgenutzt, das Feuer in Ihnen geschürt und dann ….. Schweigen – Schamesröte.

Lieber Meier, wenn sie dieses Weib wiedersehen, nicht einknicken. Oder wie wir hier in Hamburg sagen „hol di fuchtig“.

Hochachtungsvoll schicke ich freundschaftliche Grüße über die Nord-Süd-Achse,

Ihr Kapitän Finley

 

Einmischung aus der Kombüse:

Lieber Herr Meier,

Ihr kleines Malheur ist mir zu Ohren gekommen. Ich sag’ dazu mal nix, bin durch meinen Kapitän ja Weiberkummer gewohnt, nä?

Da sie ja nu zum Freundeskreis gehören hab’ ich mal einen kleinen Präsentkorb zusammengestellt. Da ist was für die Lütten drin’. Das beruhigt vielleicht die Gemüter ein bisschen. Nu’ lassen sie mal den Kopf nich’ hängen. Die Tönnchen finden schon ein gutes Zuhause.

Dann aber ‚Pfoten weg!’ von den Tonnen, Herr Meier!

Mütterlichen Gruß,

die Haushälterin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Schnapsidee – Brief an Herrn Meier

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N‘ büschen angeschickert, der Herr Meier und seine Saufkumpanin. Foto: Sophie Strodtbeck

So entstehen Männerfreundschaften. Manchmal hilft das Schicksal nach, manchmal reichen aber auch Facebook und gemeinsame Interessen. Im vorliegenden Fall trafen sich Herr Meier, der Beagle von Sophie Strodtbeck und mein Golden Kapitän Finley im Sozialen Netzwerk.

Und die Themen der zwei welterfahrenen Herren? Weiber, Vergnügen und … Schnaps!!! Der Herr Meier hatte ein bisschen zu tief ins Glas geschaut. Eine Paparazza hat ihn dabei beobachtet, kompromittierende Fotos geschossen und diese auf Facebook veröffentlicht.

Oha, da war der Herr Meier „not amused“. Er veranlasste seine Pressevertreterin Sophie Strodtbeck, folgende Richtigstellung zu veröffentlichen.

 

Pressebüro Strodtbeck: 

 

„Den Atem des Grauens im Nacken, werde ich genötigt, eine Richtigstellung zum Thema Eierlikör zu schreiben. Der Suff ist ihm nicht peinlich, vielmehr ist es die Tatsache, dass jetzt die ganze Welt weiß, dass der Herr EIERLIKÖR trinkt! Das tut ein echter Mann nicht, und auch kein Herr. Und schon gar kein Herr Meier, Mann!
„Schreib!“ haucht es mich von hinten an, was unter normalen Umständen schon unangenehm genug ist, aber mich mit dem Hauch von Eierlikör-Fahne unmittelbar dazu bringt, folgende Richtigstellung zu veröffentlichen:

Meier trinkt gerne ein kühles Blondes, oder natürlich einen vernünftigen Schotten. Beides jederzeit gerne! Eierlikör nur unter dem Einfluss von Meutenzwang, und nach dem Kater heute sowieso nie wieder! Natürlich muss es ein torfiger Schotte sein und nicht so eine Plörre wie sie die Piccozei mag, die sich nach Dienstschluss gerne mal einen Whiskey-Cola gönnt. Mit Jim Beam! Das grenzt für Meier an Körperverletzung. Dann kann es ja gleich ein Bananen-Weizen oder – nicht weniger schlimm – ein Cola-Weizen sein. Wie kann man nur so tief sinken?!
Andra ist es, die auf Likörchen jeglicher Couleur steht, aber in ihrem Alter darf man das auch…
Die kleine Tussi schaut gerne mal – wie könnte es anders sein? – zu tief ins Bailey-Glas oder lässt sich, wenn sie mal wieder einen Dummen findet, dem sie schöne Glubschaugen machen kann, eine Pina Colada ausgeben. Natürlich mit Schirmchen und Glitzer.

Und jetzt geh Dir die Zähne putzen, Meier! SOFORT!!“

 

Antwort aus der Kajüte:

 

goodfellows-snaps-blog„Sehr geehrter Herr Meier, 

mein Name ist Kapitän Finley und ich bin mal wieder auf Landgang in Hamburg. Ich habe von Ihrem kleinen Imageproblem gehört und kann da, glaube ich, weiterhelfen.

Eierlikör ist nicht die Lösung. Insoweit gebe ich Ihnen recht recht.

Der Suff an sich ist männlich und deshalb für ein gestandenes Mannsbild, wie Sie es sind, nichts Peinliches. Gleiches gilt für den darauf zwangsläufig folgenden Brummschädel. Nicht egal ist allerdings das WIE und das WOMIT man sich beides zugefügt hat.

Deshalb hier ein Tipp zur Beagle-Macho-Imagepflege. Eierlikör, ich bitte Sie!!!

Viel cooler ist es doch, wenn man behaupten kann: „Ich hatte die ´Wilde Hilde` und das gleich sieben Mal hintereinander“. Begleitet von einem kurzen Lefzen-Schnalzen und einem anzüglichen Blick auf die weibliche Hundewiesen-Besatzung macht es Sie zum King-Of-Groupies.

Sie könnten so auch offen ihrer Vorliebe für Damenschnaps treu bleiben. Die Weiber lieben das!

Die ´Wilde Hilde` ist ein hochprozentiger Birnenschnaps, immerhin 35% Vol.. Da braucht man sich als gestandener Kerl nicht zu verstecken.

Den Schnaps kann nicht jeder vertragen. Ich habe das für Sie mal vorgetestet:

Gleich nach dem Öffnen der Flasche steigt einem ein beißender Geruch in die Nase. Das Aroma verteilt sich sekundenschnell in der Kajüte, die Augen tränen. Langsam fließt das Gesöff ein, zwei, drei…,sieben Mal über Lefzen, Zunge und Gaumen, ein leichtes Taubheitsgefühl stellt sich ein. Jetzt nur nicht aufhören. Unterdessen haben sich Milz, Leber und Niere um den Stammtisch versammelt und warten auf Einschank. Etwas zu feiern gibt es ja immer. Ab jetzt – Filmriss!

Am nächsten Morgen, gleißendes Licht, schaler Geschmack auf der Zunge, über mir das besorgte Gesicht meiner Haushälterin. Das Wort Frauchen habe ich aus meinem Wortschatz gestrichen. Es verzerrt die wahre Natur unseres Verhältnisses. Ich fühle mich seekrank….

Ab auf die Hundewiese. Mein Kumpel fragt: „Was war los?“

Ich sage bedeutungsschwer: „Ich hatte die wilde Hilde – sieben mal.“

Alles klar Herr Meier? Ich wünsche gutes Gelingen für zukünftige Gelage und verbleibe hochachtungsvoll,

Ihr Kapitain Finley“

 

Pressebüro Strodtbeck:

„Werter Kapitän Finley,
wo kann man das Gesöff testen? Ich trinke doch keine Katze im Sack! 
Wie wäre es mit einem zünftigen Männerabend? 

Hicks!
Ihr Meier“

 

Antwort aus der Kajüte:

 

„Das lob‘ ich mir Herr Meier. Kommen Sie gerne mal vorbeigeschippert. Mit den Mädels werden wir uns schon einigen.“

 

Pressebüro Strodtbeck:

 

„Immer strikt backbord halten, Captain Finley! 
Back…was? Kann man das essen? Ein Fischbrötchen bzw eine Fischsemmel, wie man hier im Süden zu sagen pflegt, wäre auch eine gute Grundlage für unseren Männerabend, werfen Sie die Netze aus, Captain! Petriheil!
Ich wünsche Ihnen immer eine handbreit Wasser unterm Kiel und gelobe, auf eine wilde Hilde – oder gerne auch 7! – vorbeizuschippern!“

 

Antwort aus der Kajüte:

 

„Bei uns Nordlichtern, Herr Meier, heißt das Rundstück. Und meine Haushälterin fängt schon mal mit dem Krabben Pulen an. Ich putz schon mal die Gläser und stocke meinen Vorrat auf.“

 

Pressebüro Strodtbeck:

 

„Fischrundstück? Auch gut, solange man es essen kann! Und die Ansprüche, die ich an „essen kann“ habe, sind nicht allzu hoch….“

 

Antwort aus der Kajüte:

 

„Das ist gut so, denn ich muss zugeben, manchmal ist meine Haushälterin n‘ Büschen neben der Spur. Sie meint es ja gut…. Ich sorge schon dafür, dass sie zu Ihrem Besuch auf Hochtouren kommt.“ 

 

Einmischung aus der Kombüse:

 

„So meine Herren, ’nu reicht es aber maa. Iiich, neben der Spur? Nö,nö,nö! Schlafen Sie jetzt maa schön ihren Rausch aus. Diese neu entstandene Nord-Süd-Achse ihrer Männer-Freundschaft können Sie dann ja in nüchternem Zustand weiter pflegen – is‘ nämlich koine ‚Wilde Hilde‘ mehr inner Buddel. Muss erst Nachschub besorgen… AHOI!“

 

Liebe Sophie, von Haushälterin zu Pressereferentin. Vielen Dank, dass ich Deine Texte und das tolle Foto für diesen Beitrag benutzen durfte. Ich hatte bannig viel Spaß.

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Niederösterreicher brechen fragile Herzen – mit Training?

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Foto: Georg Sticha

Ehrlich, ich liebe Österreich und seine Menschen. Das muss ich auch, denn ich habe Familie dort, gaaanz viel Familie. Angeheiratet zwar aber – jöh, wo is doa der Unterschied? Liab sans olle! Also lehne ich mich mit diesem Artikel ganz schön weit aus dem Fenster (herzklopf). Denn mal ganz unter uns Muschelschubsern, die können auch schräg drauf sein, die Almdudler.

Das Foto oben ist das beste Beispiel dafür. Ich habe es in der Facebook-Gruppe „Rund um den Hund – Achtung: Bissig!“ entdeckt. Dort liest man auf dem Plakat des Tierheims in St. Pölten: „Der Bergriff Training wird bei uns durch Unterricht vollständig ersetzt.“

Echt jetzt? Ist das Hundeplatz-Satire oder Kaiserschmarren? Meinen die das ernst? Jahaaa –  tun sie! Die Erklärung folgt auf dem Fuße. Grund seien die „fragilen Herzen ihrer Schützlinge“, die gebrochen werden könnten, weil das Wort Training mit “ den eigenen Willen brechen“ in Verbindung gebracht werden könne.

Mein lieber Scholli, darauf wäre ich wirklich nicht gekommen.  Training verbinde ich mit Freizeit, Disziplin im positiven Sinne, gemeinsamen Erlebnissen mit meinem Hund. Lernen ja, aber entspannt.

Aber bitte, lassen wir uns mal auf die Denkweise der St. Pöltener Wortweichspüler ein. Konsequenter Weise kann das doch nur der Anfang sein. Da gibt es in der Hundewelt doch noch so viele Worte, die einer Weichzeichner-Korrektur bedürfen.

Das zackige Wort „Zuchtzulassung“ verändert seinen anstössigen Charakter sofort, nach der Abwandlung in das vollmundige Versprechen „Du-darfst“. Der „Deckakt“, oh pfui. „Familiengründung-auf-sechs-Pfoten“ klingt da doch irgendwie viel jugendfreier.

Geschirr und Halsband dürfen nicht einengen und werden deshalb nur noch „Ausgeht-Outfit“ genannt und die Führleine mutiert zum sanften „Bindungsmittel“. Hach!

Das eher martialische „Unterordnungsarbeit“ transformieren wir in ein die Situation sanft begleitendes „Versuchen-wir’s“. Aus dem scharfen „Fuss“ wird ein gurrendes „Kommst mit, wennst magst“. Nicht dass womöglich noch einer der Schützlinge den Befehl „Platz“ wörtlich nimmt. Man stelle sich diese Sauerei einmal vor. Ein freundliches „Leg‘-di-nieder-Spatzl“ könnte da das Schlimmste verhindern.

Und letztlich wäre auch die Nutzung des Wortes Hund an sich in Zweifel zu ziehen. Wird es doch, bei durchzechten Stammtisch-Nächten viel zu oft beleidigend benutzt: „Du Hund, die nächssse Runde geeed auf di!“ Ein Satz, der ersetzt durch „Wuffi“, „Hundewautz“ oder „KnuffWuff“, sicher keine Kneipenkeilerei mehr auslösen würde.

Ach übrigens, direkt unter der Ankündigung hat ein umsichtiger St. Pöltener einen Zettel mit Notfallnummern angebracht. Ein Schelm, der Böses dabei denkt…

 

 

 

 

 

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Freigang in der Mittagspause

goodfellows-freilauf-schild

Hunde-Freilaufflächen gibt es in Hamburg leider nicht genug. Glücklicherweise gibt es in Volksdorf eine. Nicht eingezäunt, total idyllisch gelegen. Die Fahrgeräusche der vorbeiführenden Hauptverkehrsstraße dringen durch die Baumkronen und werden nur noch übertönt vom Geratter der Züge die über die an der anderen Seite angrenzenden Bahngleise poltern.

Man hat uns (steuerzahlende) Hundebesitzer wirklich lieb in dieser Stadt. Aber egal – das lernt der Hundehalter schnell – man nimmt was man kriegen kann. Besser wird’s nicht.

Finley und ich also rauf auf den Rasen. Vorfreude pur. Dummys in der Tasche. Falls keine anderen Hunde auf der Wiese sind, wird trainiert. Doch so einfach sollte es nicht werden. Links von uns sitzen zwei Männer – adrett gekleidet – schwarze Anzughosen, weiße Oberhemden, roter Schlips (Partnerlook, wie niedlich). Sie genießen die ersten Sonnenstrahlen im aufkeimenden Frühling. Soweit so gut.

Ich packe meine Dummys aus. Finley dreht aufgeregt ein paar Ehrenrunden um die Sonnenanbeter herum. „Halloho, wir sitzen hier“, ruft mir der eine leicht genervt zu. „Ja bleiben Sie ruhig, Sie stören uns nicht“, flöte ich zurück. Totale Irritation bei den Männern. Mit zusammengepressten Lippen steht der Größere auf und kommt langsam auf mich zu.

Währenddessen hat Finley eine Nordicwalking-Gruppe am Ende des Rasens entdeckt. Die Herrschaften machen ihre Dehnungsübungen auf seiner Freilauffläche. Links neben der Gruppe stehen an einen Baum gelehnt die Nordicwalking-Stöcke (seufz). Mein kleiner Menschenfreund prescht ungebremst in die Gymnastikgruppe, bringt zwei rüstige Rentner zu Fall, was denen mindestens genauso peinlich ist wie mir. Finley apportiert inzwischen schon den zweiten Nordicwalking-Stock. Was soll man da machen? Positiv bestärken? Die Rentnertruppe nimmt es mit Humor und schickt meinen Hund laut gackernd auf Stock Nr. 3.

Inzwischen hat es auch der Anzughosentyp bis zu mir geschafft. „Junge Frau“, sagt er (hi,hi,hi…danke dafür). Also „Junge Frau wir wollen hier in Ruhe unsere Mittagspause verbringen – IST DAS WOHL MÖGLICH?“ Finley fegt gerade mit Stock Nr. 4 heran und haut dem Anzugträger das eine Stockende in die Kniekehlen.

Tja schau’n wir mal denke ich: kann man auf der Landebahn des Hamburger Flughafens frühstücken, auf der A1 Rollschuhfahren, unter Wasser steppen…? Laut sage ich: „Junger Mann“ (hi,hi,hi… Retourkutsche) Also: „Junger Mann, das hier ist eine Hundefreilauffläche.“ Und weise mit dem Zeigefinger auf das Schild vom Ordnungsamt.

Rentner-Gejohle im Hintergrund:„Schau, Hundiiii wir haben noch mehr Stockiiiis!“ Finley rast los. Zeitgleich stapft der Anzughosentyp auf das brusthohe Schild zu. „Kann ja jeder sagen“, murmelt er. Stock Nr.5 und 6 landen auf unserem Beutehaufen. Ich halte mich für weitere Fragen des Anzugträgers zur Verfügung. Der liest das Schild, wird rot und geht in einem beschwichtigenden Bogen, den direkten Augenkontakt vermeidend zu seinem Kumpel zurück.

Finley liegt inzwischen völlig erschöpft neben dem Stöckchen-Haufen. Ich sammele seine Beute zusammen und bedanke mich bei den Nordicwalkern des örtlichen Sportvereines für das 1A Apportiertraining mit meinem Hund. Ich hätte es nicht besser machen können.

 

 

 

 

 

 

 

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Vergiftete Futterproben im Briefkasten

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Bildschirmfoto: Homepage Fressnapf

Da hat also „Jemand“ beschlossen Haustiere umzubringen. Hunde und Katzen, die in vermeintlich sicherem Umfeld als geliebtes Familienmitglied leben. Boshaft, gesellschaftsschädigend, hinterlistig.

Wenn man sich einmal überlegt wie viel kriminelle Energie „Jemand“ benötigt, Hunde- und Katzenfutter zu vergiften, wie viel schändlichen Fleiß es benötigt dieses Futter in zahlreiche Tüten zu verpacken, um es dann flächendeckend in die Briefkästen privater Haushalte zu werfen. Wie viel boshafte Planung dahinter steckt, die Tüten dieser Wurfsendungen aussehen zu lassen, wie legitime Werbesendungen des Unternehmens Fressnapf. Dann fragt man sich doch, warum „Jemand“, der zu so etwas in der Lage ist, nicht mehr aus seinen Fähigkeiten macht und sie gesellschaftlich sinnvoll einsetzt.

Über die Motive von „Jemand“ kann man nur spekulieren. Will „Jemand“ Aufmerksamkeit erregen? Ist es pure Abneigung gegen Hunde und Katzen. Will „Jemand“ der Firma Fressnapf schaden? Wo immer das Motiv dieses „Jemand“ auch liegt, die Vorgehensweise ist feige.

Aus einer sicheren Deckung heraus das Leben von Tieren zu beenden, ohne das daraus entstehende Leid zu bedenken, ist widerwärtig und böse. Denn hinter jedem Hund und jeder Katze steht eine Familie, die sie liebt, stehen Kinder, die mit ihnen aufwachsen wollen. Dieser „Jemand“ greift nicht nur die Tiere an, er greift auch die zu ihnen gehörenden Menschen an.

Wenn „Jemand“ Euch eine solche Futtersendung in den Briefkasten geworfen hat. Bitte macht Euch die Mühe und bringt sie in eine Fressnapf-Filiale oder zur Polizei. Jede Tüte kann Spuren enthalten, die es der Polizei möglich macht „Jemand“ hinter dem Busch hervorzuziehen, hinter den er sich verkrochen hat.

Firmenzentrale Fressnapf: Rufnummer 0800-1990990

 

 

 

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Happy Birthday Finley – Liebesbrief in Bildern

goodfellows-bigboy-blog

Verflixt noch eins, SIEBEN Jahre.  Zeit für mich, so eine Art Oskar-Rede zu schreiben. Du weißt schon: Ich danke Dir, Deinen Eltern, den Züchtern Deiner Eltern… . Nein im Ernst, ich danke Dir mein Bärchen, für sieben schöne, turbulente und lehrreiche Jahre. Mit Dir ist das Leben ein buntes, lustiges und aufregendes Abenteuer. Wir machen dann mal weiter so.

Auch wenn wir jetzt an der wohl gefürchtetsten Schwelle zwischenmenschlicher – ähh, ich meine natürlich artenübergreifender Beziehungen stehen, mache ich mir um uns keine Sorgen. Wie ein altes Ehepaar sind wir zusammen durch schöne und stürmische Zeiten gegangen.  Und es hat uns zusammengeschweißt.  Kein Wunder, denn Du hattest ja auch eine gute Kinderstube.

 

goodfellows-sandy-close-blogDu mein lieber Finley hast wundervolle Eltern. Deine Mutter, Anthea aus der Hasenbreite, lebt bei ihrem Züchter Thomas Meyer in Hoisdorf. Als wir sie kennenlernten war sie schon trächtig mit Dir und Deinen Geschwistern. Sandy, wie sie genannt wird, hat uns sofort bezaubert mit ihrer Art. Sie ist bis heute eine temperamentvolle, wunderschöne, dunkelgoldene Hündin. Ihr Temperament und ihren Charme hat sie zu 100 Prozent an Dich weitergegeben.

 

goodfellows-rico-blogDein Vater, Undercover Agent of Graceful Delight, lebt in Renzow bei Katja Wiegand. Als ich Rico kennenlernte, warst Du schon bei uns eingezogen. Du warst ein kleines, flauschiges Bündel. Ein Blick auf Deinen Vater verriet mir, dass aus Dir mal ein gut gebauter, stattlicher Rüde werden wird. Du bist charakterfest, souverän im Umgang mit Mensch und Hund, ganz wie Dein Vater und auch so ein großer Schmuser. Rico kann stolz auf Dich sein. Danke, Katja.

 

 

Dein Züchter hat bei der Aufzucht Deines Wurfes gute Arbeit geleistet. Am 02.02.2009 bekam Sandy ihren ersten Wurf. Den Hoisdorfs Golden B-Wurf. Thomas gab Dir , dem Erstgeborenen, den Namen „Hoisdorfs Golden Balino“. Sandy, deine Mama hat sich liebevoll und instinktsicher um ihre Rasselbande gekümmert. Während unserer Besuche konnten wir sehen, wie sie mit euch gespielt hat, kleine Streitigkeiten souverän geschlichtet und wie sie mit euch geschmust hat. Danke Thomas, dass Du uns den kleinen Racker anvertraut hast. Wir haben es gut miteinander.

 

Familienstammbaum

Alles das hast Du als Geschenk mit in Dein neues Zuhause gebracht.  Genauso, wie Dein ungebremstes Temperament und Deinen starken Willen aber auch Deinen guten Charakter. Auch wenn unser Anfang ein wenig holperig war, sind wir doch zu einem zuverlässigen Team zusammengewachsen. Ich freue mich, dass Du noch so fit bist, Deine Lust an der Dummy-Arbeit täglich wächst, dass Du immer noch so albern sein kannst und dass Du fester Bestandteil meiner Familie bist.goodfellows-finniball-blog

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Ein Hund Namens Jimmy

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Nimm was immer Du willst“, hatte Rafael Mantesso zu seiner Ex-Frau gesagt. Nach 12 Jahren Beziehung verlässt sie ihn. Ihm bleibt eine leergeräumte Wohnung und Jimmy Choo, sein weißer Bullterrier.

Nach der Trennung, gab Jimmy Mantessos Leben, bei dem eine leichte Form des Asperger Syndroms diagnostiziert wurde, die notwendige Struktur. Der aufgeweckte Bullterrier war das Bindeglied zur realen Welt. Wegen ihm musste er zweimal am Tag raus zum Spazieren gehen. Wegen ihm, ging er in den Supermarkt, Hundefutter kaufen. Wegen Jimmy dachte er dann auch daran sich selbst mit Lebensmitteln zu versorgen.

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Allein mit seinem Hund in der leergeräumten Wohnung, kommt Mantesso auf die Idee für seine Bilder. Er nimmt einen schwarzen Filzstift und malt ein Röntgenbild in Form eines Skeletts auf den Karton, hinter dem Jimmy sitzt. Anschließend fotografiert er sein Kunstwerk und postet es auf Instagram. Das erste Bild von Jimmy Choo wird zum Erfolg und es sollte nicht das letzte sein.

Die Farben Schwarz und Weiß dominieren die Fotos, manchmal kommt etwas Blau oder Rot dazu. Er verwendet die Farben und Zeichenelemente nur sehr sparsam. So lenken sie nicht von Bullterrier Jimmy, dem Hauptmotiv ab. Das Buch beginnt mit einem Einleitungstext. Hier erzählt Rafael Mantesso kurz aber eindrucksvoll von sich und der Entstehungsgeschichte seiner Fotos. Danach kommt das Buch ohne Text aus. Die Fotos sind so ausdrucksstark, das sie keiner weiteren Worte bedürfen.

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Etwa 90 Fotoshooting-Nächte später gibt es außergewöhnlich inszenierte Fotos mit dem liebenswerten Bullterrier in sämtlichen Variationen: Jimmy unter der Dusche, Jimmy auf einem Surfbrett, Jimmy als Sparschwein oder als Ray Charles am Klavier. Auf allen Bildern steht Jimmy, umgeben von feinen Zeichnungen oder Alltagsutensilien, stets im Mittelpunkt. Dieses Buch erzählt in Bildern, auf berührende Weise von der innigen Beziehung zwischen einem Mann und seinem Hund.  Die Bilder sind amüsant und manchmal auch überraschend. So ganz nebenbei malt der Autor seinen Bullterrier in die Leserherzen und räumt so sicher auch das eine oder andere Rassen-Vorurteil aus dem Weg.

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Rafael Mantesso wurde 1983 in der kleinen brasilianischen Stadt Carangola geboren. Nach seinem Marketingstudium in Rio de Janeiro arbeitete er unter anderem als Artdirector und leitete sechs Jahre lang den Lebensmittel-Trend-Blog Marketing na Cozinha. In den letzten beiden Jahren war er außerdem mit den Arbeiten beschäftigt, die in seinem Buch ihren Höhepunkt finden. Jimmy Choo ist Rafael Mantessos geliebter Bullterrier. Er stammt aus Belo Horizonte und mag Bälle, Knochen, seine graue Kuscheldecke und Kopfhörer.

 


Ein Hund Namens Jimmy

Autor: Rafael Mantesso

Verlag: Knesebeck Verlag,

Erschienen: 12. Oktober 2015

ISBN: 978-3-86873-870-4

Gebunden

128 Seiten mit 120 farbigen Abbildungen

Preis: 16,95 Euro

 

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