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Seelengefährten Auf Vier Pfoten

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Eine Tierärztin zeigt, was unsere Haustiere über uns verraten

 

 

Die Tierärztin Wilma Staffa beschreibt in diesem Buch, ihren Weg hin zur ganzheitlichen und naturkundlichen Medizin. Sie erklärt wie wichtig es ist zu erkennen, dass unsere Tiere oft unser Verhalten spiegeln und wie es dann dazu kommen kann, dass sie reale Krankheitssymptome aufzeigen.

 

Tiere spiegeln, wenn mit ihrem Frauchen oder Herrchen etwas nicht stimmt

(Dr. Med. Vet. Wilma Staffa)

 

Sie beschreibt unzählige Fallbeispiele, was ihren Behandlungsansatz etwas griffiger für Skeptiker macht. Ehrlich schildert sie in ihren Fallbeispielen, wie sie manchmal an die Grenzen der menschlichen Begleiter ihrer Patienten gerät und wie sie versucht, diese Grenzen sanft zu verschieben, ohne dabei zu weit zu gehen. Ein Drahtseilakt … sie stößt an, gibt zu bedenken und hinterfragt das gesamte Lebenssystem der Patienten um die Ursachen für die Krankheiten zu finden. Nur die Symptome zu behandeln ist ihr nicht genug.

 

Tiere spüren so viel unendlich mehr als wir Menschen

(Dr. Med. Vet. Wilma Staffa)

 

Ihre Offenheit auch für andere Ansichten finde ich selten, damit hat sie mich überrascht. Immer wieder macht die Autorin darauf aufmerksam, dass es vollkommen in Ordnung ist, sich bei einem anderen Tierarzt eine zweite Meinung zu einem gesundheitlichen Problem einzuholen. Das finde ich sehr sympathisch. Für mich waren auch die zahlreichen Hinweise darauf, dass man als Hundehalter seine Eigenverantwortung nicht ruhen lassen sollte und auch mal auf seine innere Stimme hören sollte, besonders bedeutsam.

 

Tiere fördern unsere eigene Wahrheit wieder ans Licht

(Dr. Med. Vet. Wilma Staffa)

 

Damit Ihr versteht, warum gerade diese beiden Aspekte so wichtig für mich sind, erzähle ich Euch mal eine Begebenheit aus Finleys und meinem Leben. Finley war etwa sechs Jahre alt, als er einen schlimmen Durchfall hatte. Nach etwa drei Tagen ohne dass eine Verbesserung eingetreten war, gingen wir zu unserer damaligen Tierärztin. Es begann ein Wochen lang andauernder Labormarathon. Kotproben wurden analysiert, diverse Blutbilder erstellt, Ultraschallbilder gemacht, Finley wurde auf alle möglichen Parasiten untersucht, bekam unzählige Medikamente – nichts.

Etwa 1800 Euro später hatten wir immer noch keinen klaren Befund, der Durchfall war genauso wässerig wie zuvor und was mich besonders beunruhigte, war dass Finley auf 18 Kilogramm abgemagert war. Für einen eigentlich gut bemuskelten Golden-Rüden war das etwa die Hälfte seines Normalgewichts. Finley, eigentlich in der Blüte seiner Hundejahre, bewegte sich wie ein uralter, müder, kranker Hund. Mir blutete das Herz.

 

Ich bin mir darüber bewusst, dass es zunächst einmal gewöhnungsbedürftig klingt, wenn wir die Erkrankungen unserer Tiere mit unserem eigenen Leben in Verbindung zu bringen.

(Dr. Med. Vet. Wilma Staffa)

 

An unserem nächsten Behandlungstag, es sollte bei dieser Tierärztin auch der Letzte sein, geschah etwas, dass mir die Augen öffnete. Die Ärztin stand vor meinem Hund und sagte: „Vielleicht sollten wir ihn einschläfern, er war ja auch oft ein schrecklicher Hund.“ Während ich noch fieberhaft überlegte, wie ich Finley wieder auf die Füße stellen konnte, hatte meine Tierärztin ihn offenbar schon aufgegeben. Nicht nur das, es schien ihr überhaupt nicht schwer zu fallen ihn gehen zu lassen. Mir fiel das Atmen schwer, ich musste raus aus dieser Praxis und das SOFORT. Auf dem Parkplatz redete ich mit Finley: „Ich weiß ja nicht wieviel Du da drinnen verstanden hast, mein Dicker. Eines ist schon mal sicher, Einschläfern kommt für mich nicht in Frage. Ich weiß noch nicht wie, aber wir kriegen Dich wieder hin. Hierher kommen wir nie wieder, versprochen!“

 

Rückbesinnung auf uns zwei

 

Zuhause ließ ich das ganze Geschehen noch einmal Revue passieren. Mir fielen unendlich viele Situationen ein, in denen sich unsere ehemalige Tierärztin Finley gegenüber genervt oder abweisend verhalten hatte. Mit Kritik an ihm und mir, hatte sie nie gespart. Nach allem war deutlich, sie hatte ihn wohl nie wirklich gemocht. Was aber viel wichtiger war, war die Erkenntnis, dass ich das nicht gesehen hatte. Dieses Erlebnis war für mich so einschneidend, dass ich nicht in der Lage war gleich einen anderen Tierarzt aufzusuchen. Ich setzte mich neben Finley und überlegte. Die Blutergebnisse und alle anderen Tests hatten nichts ergeben. Was wenn der Durchfall seelische Ursachen hatte?

 

Tiere haben kein dickes Fell

(Dr. Med. Vet. Wilma Staffa)

 

Finley und ich waren derzeit im Hundesport sehr aktiv. Retrieverplatz vom Verein, Fährtenarbeit beim Trainer um die Ecke, Dummytraining beim Spezialisten…

Eigentlich, das musste ich mir zähneknirschend eingestehen, hatte er mir schon immer deutlich signalisiert, dass das alles viel zu aufregend für ihn war. Und wenn ich ganz ehrlich zu mir sein sollte, musste ich mir eingestehen, dass es auch für mich neben Beruf, Haushalt und Kindern, zu viel des Guten war. Wir gingen nicht mehr auf den Retrieverplatz, die Situationen vor und nach dem Training hatten Finley immer extrem aufgeregt. Dummytraining bauten wir ab und an in unsere normalen Spaziergänge ein und das Fährtentraining ließen wir weiterlaufen. Wir wurden beide ruhiger und ausgeglichener.

 

Hohes Risiko, schöner Erfolg

 

Medizinisch gesehen lief erst mal gar nichts für uns. Ich kochte Finley eine Möhrensuppe. Ich gab ihm eine Paste für den Magen-Darm-Trakt, die ihm schon einmal geholfen hatte.  Nach drei Tagen wurde der Stuhl fester. Finley bekam zu den Möhren noch Reis und später gekochtes Hühnchenfleisch dazu. Nach etwa eineinhalb Wochen war sein Stuhl fest und wir stellten sein Futter ganz langsam wieder um. Nach etwa acht Wochen hatte Finley wieder sein normales Gewicht und sein wundervolles Temperament und seine Kraft waren zurückgekehrt. Gar nicht auszudenken, wenn ich unserer damaligen Tierärztin nachgegeben hätte. Finley und ich, wir hatten es zusammen geschafft. Heute habe ich zwei ganz wundervolle Tierärztinnen, denen man jede Frage stellen kann, die sich auch aber nicht nur auf die Schulmedizin verlassen. Seitdem ist er nie wieder so ernsthaft erkrankt.

Fazit

Jetzt aber zurück zu dem Buch. Ich finde es sehr lesenswert, weil es ein Fenster öffnet, dass uns eine andere Aussicht auf unser Verhältnis zu unserem Hund gewährt. Es ist sehr einfühlsam und fesselnd geschrieben und hat mich in meinen Ferien sehr gut unterhalten. Auch wenn ich keine Tierärztin bin, sondern Hundetrainerin, kenne ich doch die Hürden, die man nehmen muss, wenn es darum geht dem menschlichen Gegenüber zu erklären, das es das Verhalten seines Hundes mitverursacht hat.

Da es sich hier um das Buch einer Tierärztin handelt und Frau Dr. Staffa auch ein paar medizinische Tipps im Buch gibt, möchte ich eines klar sagen. Ich rezensiere hier die schriftstellerischen Inhalte und nicht die medizinischen Tipps, denn dazu fehlt mir das Fachwissen. Ob Ihr die Tipps anwendet oder nicht, liegt allein bei Euch. Dieses Buch bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.

 

 

Fotos: © Kathrin Hoyer FOTOatelierHOYER

Das Goodfellows Kurzinterview mit der Autorin Wilma Staffa

Goodfellows: Was bedeutet das Wort Schicksal für Sie?

Wilma Staffa: Schicksal ist der Teil meines Lebens, der sich meiner Kontrolle entzieht, zum Beispiel in welche Familie ich hineingeboren werde. Größere Ereignisse, wie schwere Krankheiten und größere Unfälle liegen meiner Meinung nach in der Hand des Schicksals. Durch bewusste Arbeit und spirituelle Praxis kann ich selbst mein Schicksal abmildern.

Ich sehe mich dennoch als den Schöpfer meines Lebens. Alles, was ich nicht ändern kann, nehme ich liebend an. Alles, was in meiner Macht liegt, werde ich für mich ändern, um zufriedener zu werden und an die wahre Basis der Glückseligkeit zu kommen. Jeder hat alles in sich, alles Wissen dieser Welt. Ich vertraue meinem inneren Gefühl, um Entscheidungen zu treffen.

 

Goodfellows: Wenn Zeitreisen möglich wären, wohin würden Sie gerne reisen?

Wilma Staffa: Ich liebe diese Zeit. Ich freu mich sehr, jetzt genau hier zu sein. Jetzt hier sehe ich meine Aufgabe und Erfüllung. Manchmal fühle ich mich den 20iger Jahren des letzten Jahrhunderts verbunden, die goldene Blütezeit der Kunst, Kultur und Wissenschaft. Und manchmal wäre ich gern einige hundert Jahre voraus. Dann denke ich, dass wir alle keine Tiere mehr essen und sensibler, liebender sind.

 

Goodfellows: Gibt es einen Traum, den Sie sich auf jeden Fall noch erfüllen möchten?

Wilma Staffa: Ich möchte gern alle Menschen, die Tiere und die Natur, einfach alles so lieben, wie es ist. Die bedingungslose Liebe zu leben, ihr nahe zu kommen ist mein Traum, mit allen meinen Mitmenschen und mit einem Partner.

 

Goodfellows: Wie sieht Ihr perfekter Tag aus?

Wilma Staffa: Ich lasse mich in den Tag fließen. Ich wache auf, wenn es hell wird. Es ist mir eine große Freude, wenn ich im Hausbesuch von meinen Erfahrungen und Erkenntnissen in der Tiermedizin erzählen kann. Und ich Menschen mit oder ohne Vierbeiner begegne, ich mit Ihnen ins Gespräch komme und ihnen helfe. Und wenn wir uns über den Sinn des Lebens unterhalten, gemeinsam Spiritualität studieren, von der eigenen Entwicklung erzählen oder einfach Gedanken austauschen.

Im Sommer bin ich im Garten, schwimme im nahegelegenen See, hacke Holz und schwebe auf der Schaukel unter dem Lindenbaum. Ich genieße Brombeeren, die ich am Wegesrand pflücke. Im Winter geh‘ ich im Wald spazieren und genieße die Energie der Natur und sitze vorm Kachelofen und beobachte das Feuer.

Perfekt ist der Tag dann, wenn ich abends in der Ruhe dankbar bin, mich an dem erfreue, was ich vollbracht habe und darüber nachdenke, was nicht so optimal war, wo sich beispielsweise negative Gedanken eingeschlichen haben. Ich plane Änderungen für morgen, dann werde ich jeden Tag ein wenig besser.

 

Goodfellows: Was wünschen Sie sich vom durchschnittlichen Hundehalter?

Wilma Staffa: Achtsamkeit. Und, ein Einfühlen in das, was der Hund einfach braucht: ausreichend Ruhe, Bewegung an frischer Luft und eine artgerechte Nahrung. Und immer wieder das Bewusstmachen der eigenen Ängste. Und den Mittelpunkt des eigenen Lebens immer bei sich selbst zu suchen. Das Wunderschöne ist, unsere lieben Vierbeiner helfen uns dabei.

 

Die Autorin

Dr. Med. Vet. Wilma Staffa arbeitet seit über 20 Jahren als Tierärztin in Callenberg/Sachsen, mittlerweile ganzheitlich naturheilkundlich. Sie führt Beratungsgespräche zu den Themen „Das Tier ist mein Spiegel“ und „Sterbebegleitung der Haustiere“ durch. Außerdem veranstaltet sie regelmäßig Workshops und Vorträge.

 

 

 

Seelengefährten Auf Vier Pfoten

Eine Tierärztin zeigt, was unsere Haustiere

über uns verraten

Autor: Dr. Med. Vet. Wilma Staffa

Verlag: Scorpio Verlag

Erschienen: 24.Juli.2020

ISBN: 978-3958033238

Preis: 18,00 Euro

 

 


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Nur ein Klick zur Freiheit – GOLEYGO Leine und Halsband

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Das Goleygo-Leinesystem im Finley-Test

 

Ich gebe ja zu, ich war skeptisch, als ich gefragt wurde, ob Finley und ich die Leine und das Halsband von der Firma GOLEYGO testen wollen. Ein Halsband und eine Leine, die nur durch ein Magnet-Rast-System miteinander verbunden sind und am anderen Ende mein Hund, ein 40-Kilo-Brummer? Na, das konnte ja etwas werden, dachte ich. An dieser Stelle schon mal vorab, dies ist eine Geschichte mit happy End.

Finley, mein Schleppkahn

Wer unseren Blog öfter liest weiß ja, dass Finley, vorsichtig ausgedrückt, nicht so gerne bei Fuß geht. Eigentlich hasst er es abgrundtief. Er liebt seine Freiheit und das führt zu meinem Leidwesen dazu, dass er oft zieht wie ein Schleppkahn im Hamburger Hafen. Unser alter Tierarzt hat mal behauptet, dass wenn Finley so richtig loslegt, ich ebenso gut versuchen könne, einen VW-Golf daran zu hindern loszufahren. Dieser Vergleich ist wissenschaftlich nicht belegt, sondern spiegelt lediglich persönliches Erleben wieder. *zwinker

Der Magnetverschluss hält viel Zug aus

Ich war also ein wenig unsicher als Finley und ich zum ersten Mal mit der Leine von Goleygo unterwegs waren. Für mich war ja nicht nur wichtig, dass ich Finley möglichst schnell und unkompliziert ableinen konnte, sondern auch dass der Magnet zusammenhält, wenn ich genau das nicht wollte.

Die erste Bewährungsprobe bestand das GOLEYGO-System schon an der ersten Weggabelung im Wald. Dort begegneten wir Sverre einem Westi, der chronisch auf Krawall gebürstet ist, wenn er andere Rüden sieht. Sverres Herrchen ist in der Regel keine große Hilfe in solchen Situationen. Also hieß es für mich, raus aus dieser Situation. Finley hingegen meinte, dass Sverre eine Lektion verdient hätte, für ihn hieß es eher rauf auf den Rüpel. Bei Sverre sind wir uns selten einig. Ich zog meinen schimpfenden und sich wehrenden Finley weg von dem geifernden Westi und stellte erleichtert fest, dass das Magnetsystem in der Lage war einiges auszuhalten. Ich war wirklich beeindruckt.

So funktioniert das Magnet-Rast-System

Zeit sich einmal mit dem Magnetmechanismus auseinanderzusetzen. Jeder Leine liegt liegt ein Adapter-Pin bei. Der Metall-Pin besteht aus zwei Teilen und kann am Ring des eigenen Halsbandes oder Geschirrs angeschraubt werden. An der GOLEYGO-Leine befindet sich am unteren Ende das Gegenstück zu dem Pin, ein aus Glasfaserkunststoff gefertigtes Gehäuse, in dem ein Ferrit-Magnet eingearbeitet ist. Dieser Magnet zieht den Pin beim zusammenschließen an, sobald er sich dem Ring am Halsband oder Gehäuse nähert. Ist der Pin einmal in das Gegenstück an der Leine eingezogen, wird der Pin durch einen kleinen Metallriegel arretiert und rastet ein (siehe Video oben).

Die Leine ist unser neuer täglicher Begleiter

Ich brauchte für diesen Vorgang nur noch eine Hand, genauso wie für das Lösen des Pins aus der Arretierung. Wenn ich Finley Ableinen wollte, dann zog ich mit dem Daumen und Zeigefinger nur noch den schwarzen Außenring des am Leinenende befestigten Minigehäuses nach oben und der Pin löste sich wieder.  Freilauf ohne langes, entnervendes Herumgefummel am Halsband, das ist ein echter Vorteil bei Hundebegegnungen. Da der Magnet den Pin ja anzieht, gab es auch kein langes Suchen in Finleys wuscheligem Fell, als ich ihn wieder festmachen wollte. Es machte Klick, und fertig war der Pin wieder eingerastet. Einfach super.

Das Sortiment – Machart – Preise – Extras

Flachleinen aus Nylon, so wie ich sie für Euch getestet habe, gibt es in Schwarz, Braun und Rot und kosten 29,99 Euro. Das Set mit einem dazu passenden Halsband kostet 39,99 Euro. Wer sein eigens Halsband oder Geschirr weiternutzen möchte kann das machen und sich für 12,99 Euro separat zwei Adapter-Pins kaufen und den passenden am eigenen Halsband befestigen.

Eine kleine Bitte an GOLEYGO

Die Flachleine und das Halsband sind aus widerstandsfähigem Nylonband gefertigt und schmutzabweisend. Das bedeutet nicht, dass Leine und Halsband nicht dreckig oder nass werden können. Allerdings kann ich aus eigener Erfahrung heraus sagen, dass zur Reinigung das Abwischen mit einem trockenen Handtuch vollkommen ausreicht. Die Leine ist danach sauber und wird nach dem Trocknen nicht steif. Sie ist genauso funktionstüchtig wie vorher.

Die Handschleife der Leine ist für zusätzlichem Komfort mit einem weichen Sythetikmaterial abgepolstert. Mein Wunsch an die Hersteller wäre übrigens, dass das Halsband für unsere Hunde auch auf diese Art und Weise unterlegt würde. In Größe M, einsetzbar für Hunde bis 60 Kilogramm, hat das Halsband eine Breite von nicht ganz 2 Zentimetern. Bei einem Hund von Finleys Größe ist das fast ein bisschen schmal. Wenn das Halsband so unterfüttert wäre, wie die Handschlaufe der Leine, wäre das auf jeden Fall ein Gewinn für den Tragekomfort. Finley und ich werden den Adapter-Pin deshalb zukünftig an seinem Lieblingshalsband befestigen.

So geht es weiter mit GOLEYGO und uns

Mein Fazit zum GOLEYGO Magnet-Rast-System ist überwiegend positiv. Der Zusammenbau ist denkbar einfach. Das System funktioniert genauso zuverlässig und kinderleicht, wie der Hersteller es verspricht. Wir werden die Leine sicherlich regelmäßig benutzen. Damit meine Mädchen die Leine auch benutzen können, werde ich noch das Adapterset bestellen. Die Mädels führen unseren Hund am Geschirr und damit wir den Adapter nicht jedes Mal vom Halsband aufs Geschirr montieren müssen, bekommt das Geschirr eben einen eigenen Adapter-Pin. Meine Mädchen haben übrigens auch noch eine Bitte an GOLEYGO, sie hätten gerne noch ein paar Farben mehr zur Auswahl. Wir Hundehalterinnen mögen es eben gerne bunt und wir lieben die Abwechslung ;). Oh, nur so ganz nebenbei. So zauselig sieht mein vormals frisch durchgekämmter Hund aus, wenn ich meine Mädchen bitte, sie mögen ihn doch mal fotofit machen…

 

 

 

 

Tractive GPS DOG – Weil echte Liebe untrennbar ist

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Eigentlich muss ich keine große Angst haben, dass Finley mir einfach abhaut. Tja, eigentlich …

Vor zwei Jahren ist es uns dann doch passiert. Ich wollte Finley ins Auto setzen und ihn mit zu einer Freundin nehmen. Wer Finley kennt weiß, dass Autofahren in der Hitliste der am meisten gehassten Tätigkeiten gleich nach dem Bei-Fuß-Gehen kommt.

Ich hatte damals nicht daran gedacht und Finley sprang so schnell wieder aus dem Auto, dass ich es nicht mehr verhindern konnte. Er ging aufs Ganze und verschwand bei uns in der Siedlung. In meinem Kopf überschlugen sich die Gedanken: Links rum wohnt Enrico C., das geht nicht ohne Verletzungen ab … drei Häuserreihen weiter ist die Hündin läufig, das geht nicht ohne Welpen aus … und dann die Katzen … die vielen Katzen … OH GOTT, DIE KATZEN!!!

 

Mehr Sicherheit mit dem Tractive GPS DOG

 

 

Hätte ich damals schon den Tractive GPS Tracker für Hunde gehabt, hätte ich weniger Sorgen gehabt und auf meinem Handy sehen können, dass Finley schnurstracks zum nächsten Weiher gesprintet war, um sich abzukühlen. Und damit sind wir beim Thema. Ich habe diesen Tracker einmal für Euch getestet und muss zugeben, irgendwie hat das Ganze etwas sehr Beruhigendes. (Der Tracker kostet 49,90 Euro, wenn ihr Interesse habt, klickt einfach auf den farbigen Link oben.)

Ich habe den Befestigungsclip an Finleys Geschirr befestigt. Durch die flexible gummierte Unterseite des Clips, sitzt dieser fest an seinem Platz. Der Tracker wird in diesen Clip eingeklickt und ist auch nicht verrutscht, als Finley sich schnell und heftig bewegt hat. Der Tracker lässt sich durch einfaches Zusammendrücken, zweier an der Seite angebrachter Knöpfe wieder vom Clip lösen. Der Akku lässt sich vom Tracker ziehen und kann dann separat aufgeladen werden oder aber das Gerät mit einem Akku mit höherer Kapazität ausgestattet werden.

 

Nachverfolgung auf dem Handy

 

 

Der Tractive GPS Tracker für Hunde wird über eine App aktiviert, die ihr kostenfrei herunterladen könnt. Um die Dienste der App zu nutzen, müsst Ihr ein Abonnement abschließen. Die Firma Tractive nutzt das Mobilfunknetz um den Bewegungsablauf des Hundes an das Handy zu senden. Tractive berechnet dafür lediglich eine geringe Abonnement-Gebühr, beginnend bei 3,75 Euro im Monat.

 

Die virtuelle Sicherheitszone markieren

 

 

Nachdem die App installiert ist, kann man relativ schnell den Aufenthaltsort seines Hundes sehen. Als nächstes zieht man auf der Karte einen virtuellen Zaun um das Gebiet innerhalb dessen unser Hund sich frei bewegen darf. Die App stellt uns dafür drei Möglichkeiten zur Verfügung. Den Umriss eines Quadrats, einen Kreis und einen benutzerdefinierten Umriss. Den habe ich genutzt, weil er mir mit sechs Zugpunkten die Möglichkeit gab einen asymmetrischen Zaun zu ziehen. Die App informiert mich nun, sofort mit einem Signal, sollte Finley das umzäunte Gebiet verlassen.

 

Die Laufwege werden aufgezeichnet

 

 

 

Der Tractive GPS DOG funktioniert weltweit. Mit nur 30 g Gewicht ist er ein Leichtgewicht und behindert unsere Tiere nicht. Da er absolut wasserdicht ist, könnte Finley ihn sogar mit in seinen Lieblingsweiher nehmen, ohne dass die Datenübermittlung beeinträchtigt werden würde. Der Akku hat eine Laufzeit zwischen 2-5 Tagen.

Die Akkulaufzeit hängt auch davon ab, wie wir den Tracker verwenden. Aktivieren wir den Live-Tracker, wird das Bewegungsprofil unseres Hundes in Echtzeit übertragen. Das beansprucht den Akku etwas mehr und verkürzt den Zeitraum bis zum nächsten Aufladen. Weil das so ist, fragt die App regelmäßig nach 5 Minuten an, ob das Livetracking fortgeführt werden soll. Reagiert man nicht, stellt sich der Livetracker ab. Die Aufladezeit des Akkus beträgt 3 Stunden. Hier würde ich mir wünschen, dass ich die Laufzeit des Livetrackings manuell selber bestimmen könnte. Eine längere Laufzeit fände ich praktikabler.

 

Aktiver Hund oder Couchpotato

 

 

Darüber hinaus erstellt der Tracker ein Aktivitätsprotokoll für Deinen Hund. Den Aktivitätsstatus könnt ihr für den jeweiligen Tag, wöchentlich oder monatlich abrufen.

 

Fazit:

Durch den Tractive GPS Tracker für Hunde können wir Hundehalter unsere Vierbeiner viel schneller orten und wiederfinden, als es uns auf konventionelle Weise möglich wäre. Das schafft mehr Sicherheit für unsere Hunde, genauso wie für uns selbst. Dabei darf allerdings niemals außer Acht gelassen werden, dass so ein Tracker nur eine zusätzliche Sicherheit bedeuten kann. Er ersetzt keine gut Erziehung für den Hund. Genauso wenig darf der Tracker zur Nachverfolgung des Hundes bei der Jagd eingesetzt werden.

Finley und ich werden den Tractive GPS Tracker für Hunde punktuell einsetzen, zum Beispiel wenn Finley nach einer längeren Pause wieder einmal Autofahren muss. Man weiß ja nie, was in so einem Retriever-Dickschädel so vor sich geht.

Außerdem ist es sehr beruhigend zu wissen, dass ich etwas technische Unterstützung hätte, wenn Finley im hohen Alter mal ein bisschen tüddelig wird und sich im Wald „verläuft“. Da halte ich es dann mit Tractive, „Weil echte Liebe untrennbar ist.“

Zum Schluss noch ein kleiner Tipp. Den GPS Tracker gibt es auch für Katzen. Sollte Eure Samtpfote den Tractive GPS Tracker für Katzen unterwegs einmal verlieren, könnt Ihr über euer Handy ein Licht am Tracker anschalten. So ist er auch auf dem Waldboden, zwischen herumliegenden Laub besser zu entdecken.

 

 

Tierisch Grau – So bleibt der Seniorhund gesund

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Mein Finley ist im Februar nun schon 11 Jahre alt geworden. Gott sei Dank geht es ihm gut und er ist erstaunlich fit für sein Alter. Manchmal gibt es eben aber auch diese kurzen Momente, in denen ich denke, hoppla, das wird ihm jetzt zu viel. Wäre mein Opi ein Mensch, würde ich ihm wahrscheinlich ein Kissen in den Rücken stopfen oder eine Decke über die Knie legen. Aber was macht man da bei einem alternden Hund?

 

Wenn Hunde älter werden, verändert das auch noch einmal die Beziehung, die man zu seinem Hund hat. Neue Unsicherheiten können entstehen. Was darf mein Hund jetzt noch? Warum hat er an bestimmten Dingen keine Freude mehr? Kann ich ihm oder ihr bestimmte Tätigkeiten noch zumuten? In dem Buch von Annette Dragun und Katja Wald findet man Antworten auf diese Fragen.

 

Begonnen bei geriatrischen Erkrankungen, seniorengerechter Ernährung, organischen Erkrankungen, bis hin zur Taubheit oder Altersblindheit, beschreiben Dragun und Wald, welche typischen Altersgebrechen es beim Hund gibt und erklären, wie diese Krankheiten zu behandeln sind. Für mich waren insbesondere die Kapitel wichtig, die sich mit der Früherkennung von Einschränkungen des Bewegungsapparates beschäftigt haben. Was können wir beobachten, wenn unser Hund eine Arthrose entwickelt? Katja Wald hat mir in ihrem Teil des Buches, der sich mit dem Bewegungsapparat des Hundes beschäftigt viele Antworten auf meine Fragen gegeben.

 

Wenn man wie ich einen Hund hat, der Zeit seines Lebens sehr aktiv war und im Kopf auch heute noch am liebsten jeden Tag Bäume ausreißen würde, ist es manchmal nicht so einfach zu erkennen, wann das Ganze noch unbeschwerter Spaß für ihn ist und wann Finley anfängt sich zusammenzureißen.

 

Dieses Buch sollte man nicht erst lesen, wenn der eigene Hund schon alt ist, sondern schon viel früher. Schon in der Welpenzeit kann man, so die Autorinnen, den Hund darauf vorbereiten, später unbeschwerter durch den Alterungsprozess zu gehen. Annette Dragun und Katja Wald schreiben fachkompetent aber für jeden gut verständlich. Mir hat dieses Buch ein wenig die Ängste vor dem genommen, was da im Alter noch auf uns wartet.

 

Fazit:

Ein mit Empathie und Fachkompetenz geschriebenes Buch. Das Buch zeigt viele Wege auf, wie auch das Leben mit einem alternden Hund noch erfüllt und lebenslustig sein kann. Absolut Lesenswert, ein Nachschlagewerk, dass man während eines Hundelebens sicherlich immer wieder aus dem Regal holt.

 

Die Autorinnen

 

Annette Dragun ist Tierheilpraktikerin für Hunde, Katzen und Pferde seit 1999. Sie lebt und praktiziert bei Niebüll, Nordfriesland. Ihre Therapieschwerpunkte sind Homöopathie, Akupunktur, Blutegeltherapie, Organotherapie, Phyto- und Bachblütentherapie. Neben der Praxis hält sie Vorträge und Fortbildungen für Tierhalter und -therapeuten und schreibt Bücher und Zeitschriftenartikel.

 

 

 

 

Katja Wald ist Diplom Sportlehrerin für Präventions- und Rehabilitationssport und Hundephysiotherapeutin. Sie lebt und praktiziert in Lotte bei Osnabrück. Ihre Zusatzqualifika-tionen: Akupunktur am Bewegungsapparat, Neuraltherapie, Blutegeltherapie, Low-Level-Lasertherapie, Dry Needling für Hunde und Dorn-Therapie. Beim Deutschen Institut für Pferdeosteopathie (DIPO) assistiert sie in der Ausbildung der Hundephysiotherapeuten. Ergänzend absolviert sie eine Ausbildung zur Hundeosteopathin.

 

 

 

 

 

 

Tierisch Grau

Autoren: Annette Dragun/Katja Wald

Verlag: BoD Book on Demand

Preis: 17,90 Euro

ISBN: 978-3750406070

 

 

 

 


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Hinter jeder großartigen Frau steht eine besondere Katze

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Das Plädoyer einer Künstlerin für die Katzenhaltung

 

 

Was Ihr vielleicht noch nicht von mir wisst ist, dass ich ein großes Faible für Kunst habe. Ich gehe unglaublich gerne auf Ausstellungen und in Kunstmuseen. Ich kann mich für gute Fotos genauso begeistern, wie für Malereien, Skulpturen oder Kleinkunst. Leider können wir zurzeit ja keine Ausstellungen besuchen, also habe ich mir ein wenig neue Kunst ins Haus geholt. Bücher wie dieses können die Wunden, die Corona in mein Kulturbedürfnis geschlagen hat, schon ein bisschen lindern.

Die Kunst nach hause holen

Hinter jeder erfolgreichen Frau steht ein…, nein kein Mann, da muss ich Euch enttäuschen Jungs. Nach der Überzeugung der Künstlerin Lulu Mayo, kann es nur eine Katze sein, die zu Ruhm und Anerkennung führt – mindestens eine Katze. Lieber mehrere…

Finley protestierte: „HustwauHusthust… ähemmm, der beste Freund des Menschen ist ja wohl immer noch…!“

„Finley, jetzt hör aber mal auf zu husten. Es gibt eben auch Menschen, die brauchen Katzen zum Leben und nicht nur einen Hund.“ Um meinen Dicken zu beruhigen fügte ich noch hinzu: „Ich persönlich, brauche ja nur Dich, eine Katze könnte Deinen Platz niiiiiemals ausfüllen.“ Er schien ein wenig beruhigt.

Meiner Tochter hat es gefallen, mir auch

Inzwischen hatte sich meine jüngste Tochter Motte zu uns gesellt und vertiefte sich in das neue Katzenbuch. „Taylor Swift hat Katzen, Mama. Lass uns mal schauen, wer noch“, sagte sie begeistert und blätterte weiter.  Nach und nach las sie die Geschichten über Audrey Hepburn, Elisabeth Taylor, die erste afroamerikanische Astronautin Mae Jamison und viele weitere Künstlerinnen, Schriftstellerinnen, Menschenrechtlerinnen und Pionierinnen, die erstaunliche Dinge in ihrem Leben zustande gebracht haben. Sie alle liebten Katzen und wurden von diesen eigenwilligen, wunderschönen Tieren durchs Leben begleitet.

Ein ganzes Leben in einem Bild

Die Künstlerin Lulu Mayo hat die Geschichten, über die im Buch beschriebenen Frauen, mit hinreißenden Malereien bebildert. Jedes Kunstwerk erzählt die Lebensgeschichte einer besonderen Frau, gleichzeitig wird auf jedem Bild deutlich wie eng und besonders die Beziehung zwischen den Frauen und ihren Katzen war oder ist. Meine Motte hat sich ganz spontan in dieses Buch verliebt. Sie liebt weibliche Helden und sie liebt Katzen über alles. Ich denke, Lulu Mayos Buch wird in ihr Bücherregal umziehen, als kleine Wiedergutmachung dafür, dass wir wegen ihrer Allergie keine Katzen halten können.

Fazit

Man muss nicht selber Katzenhalterin sein, um dieses Buch zu mögen. Ein bisschen Sehnsucht nach etwas Schönem reicht völlig aus, um sich dieses Buch anzuschaffen. Die abwechslungsreichen Kunstwerke der Autorin Lulu Mayo fesseln von der ersten Seite an. Die Lebensgeschichten sind zwar kurz gefasst, weckten bei mir (und meiner Motte!!!) aber die Neugier etwas mehr über einige der Protagonistinnen zu erfahren.

 

Hinter jeden grossartigen Frau steht eine besondere Katze

Autor: Lulu Mayo

Verlag: Frederking & Thaler Verlag GmbH

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3954163199

Preis: 16,99 Euro

 

 


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Corona und unsere Hunde – Zuverlässige Informationen im Blog der HundeWelt

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Der Corona Virus beschäftigt auch uns Hundehalter und manche von uns machen sich Sorgen um ihre Hunde. Wissenschaftlich sind viele Fragen noch nicht geklärt. Ich selber werde zu den medizinischen Inhalten nichts schreiben, denn ich denke dazu braucht man fundiertes Fachwissen.

Das Magazin HundeWelt hat auf seiner Internetseite einen Blog eingerichtet. Auf diesem Blog kommen Experten zu diesem Thema zu Wort. Schaut doch einmal herein, vielleicht findet Ihr dort die Antworten, die Ihr gesucht habt. Klickt einfach auf den Namen des Magazins, dort habe ich den Blog für Euch verlinkt.

Bleibt gesund, passt auf Euch auf und achtet auch auf die Anderen.

Liebe Grüße

Finley und Birgit

Meine Kolumne in der HundeWelt – die Märzausgabe

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Die Februarausgabe der  HundeWelt liegt für euch am Kiosk bereit. Das Redaktionsteam hält für euch wieder viele Überraschungen bereit.

Ich werfe für euch einen humorvollen Blick auf das Leben mit meinem Hund und berichte dort über Alltagssituationen, die jeder Hundehalter schon irgendwie einmal erlebt hat oder aber erleben wird. Und zwar auch dann, wenn er heute noch nicht daran glauben kann, dass ihm mal so etwas passieren könnte.

Jede meiner Geschichten enthält das berühmte Quäntchen Wahrheit, einen Lösungsvorschlag, einen Paukenschlag, eine ordentliche Portion Selbstironie und manchmal auch etwas Versöhnliches.

Meine Kolumne findet ihr wieder auf der Seite 10. Dieses Mal erfahrt Ihr, wie ich mein Herz an Lola verloren habe und warum wir trotzdem nicht zusammenfinden konnten.

Die Texte in der HundeWelt findet Ihr so nicht auf meinem Blog, den ich natürlich nach Kräften weiter betreiben werde. Also, wenn Ihr meine Geschichten mögt, dann schaut doch mal hinein in das Magazin.  Es wird sich lohnen, das kann ich versprechen –  nicht nur wegen meiner Glosse …

Die Grenzenlose Freiheit hinterm Gartenzaun

Ich bin dann mal weg…

 

 

Ein Problem, dass an mich in meinen Stunden immer wieder herangetragen wird ist, dass einige Hunde versuchen vom heimischen Grundstück auszubüchsen. Erstaunlich viele Menschen, mit denen ich rede, gehen davon aus, dass ihr Hund einen Zaun oder gar eine gepflanzte Hecke als Begrenzung akzeptiert. Das ist nicht so. Ein Zaun oder eine Hecke begrenzen nicht ihr Revier. Es sind menschlich gesetzte Grenzen. Oftmals bezieht ein Hund die dahinter liegende Straße, das Gebiet in dem er oft Gassi geht oder andere Örtlichkeiten mit in ‚sein Revier‘ ein.

 

Die Reviergrenze, das unbekannte Wesen

 

Wie weit dieses hündische Revier und die damit verbundenen territorialen Ansprüche reichen, wird auch von der Persönlichkeit des Hundes beeinflusst. Ich habe sehr schnell festgestellt, dass Finleys Revier weiter reicht, als unser Bonanzazaun erlaubt.  Wie ich weiß, gehört mittlerweile unser gesamter Vorort zu seinem Beritt, ein Stück von Sasel, Meiendorf … Ahrensburg … oh, und natürlich Duvenstedt, Duvenstedt auch. Es war also unerlässlich, dass wir unserem Hund beibringen mussten, dass er auf dem Grundstück bleiben muss.

 

Menschengemachte Hindernisse, halten Hunde oft nicht auf

 

Rein objektiv betrachtet ist ein 1,50 m hoher Gartenzaun, das ist in Hamburg die erlaubte Maximalhöhe, kein geeignetes Mittel, seinen Hund daran zu hindern, das Grundstück zu verlassen. Und eine offene Gartenpforte ist, was sie ist, ein Loch im Zaun, durch das unsere Hunde sich unserer Kontrolle entziehen können. Eine Hecke mag hübsch sein, ist aber für einen Hund, wenn er in Erregung gerät, eher eine Herausforderung, als ein Hindernis.

Für uns Hundebesitzer ist allein die Vorstellung, unser Hund könnte ohne unsere Erlaubnis das Grundstück verlassen und weglaufen eine Horrorvorstellung – außer vielleicht für Beaglehalter, für die gehört das irgendwie zum Alltag. Wir sollten uns vor Augen halten, was immer unterwegs auch passiert, was immer unser Vierbeiner auch anstellt, wir haften dafür.

 

Bewusstseinsschulung schont die Nerven aller

 

Abgesehen von den finanziellen Folgen, kostet uns so ein Vorfall auch Nerven. In unserer Vorstellung laufen die abwegigsten, gruseligsten Szenarien ab: Der Hund läuft vor ein Auto, kloppt sich unterwegs mit seinem schlimmsten Feind, keine Rückendeckung von Frauchen, ertrinkt im nahegelegenen Teich, wird von Kater Paul und seiner Gang vermöbelt und liegt blutend am Straßenrand, wird von Kamikaze-Otto, dem Agroeichhörnchen von Eiche3 auf die Bäume gescheucht, wird von der Hundemafia entführt, sediert und wacht in einem Zwinger irgendwo im Nirgendwo, einsam und allein wieder auf …, nicht auszudenken, was alles so passieren könnte.

 

Hey Frauchen, chill mal, ich kann das

 

Für unseren Hund sieht die Sache subjektiv gesehen ganz anders aus. Die offene Gartentür ist das Tor zur großen Freiheit, das große Versprechen ungebremster Selbstverwirklichung, der direkte Weg zum selbstbestimmten Blödsinn Machen. Endlich mal die Neugier ausleben, zurück zu der super leckeren Riechstelle an der nächsten Straßenecke und wohnt in dem Rotklinkerhaus, dort drüben nicht die süsse kleine Bernersennenhündin, die neulich, ganz verführerisch etwas mehr als nur „Hallo sagen“ versprochen hat? Endlich mal die Gegend erkunden ohne „Bei Fuss“ zu gehen, ohne diese ganzen Regeln, auf die Frauchen so steht. Endlich mal ein Spaziergang bei dem sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können: Gerüche, Düfte, hmmm, schimmeliges Brötchen, ahhh … Wildschweinkacke und Uiihhh, etwas Eau de Minou, gemischt mit dem Odeur von Colette, so eine bezaubernde Mischung … Muhahahaaa …

 

Gib mir mehr davon!

 

Wenn sie dann zurückkommen, und wir Menschen uns, trunken vor Erleichterung einbilden, sie würden schuldbewusst gucken, dann haben sie bereits den Grundstein gelegt, für weiteren zivilen Ungehorsam. Sie haben gewissermaßen Blut geleckt. Aus ihrer Sicht hatten sie Erfolg mit ihrem Tun. An der Hormonbar im Gehirn hatte ihnen der Barkeeper einen süchtig machenden Cocktail aus Dopamin, Oxytocin und Adrenalin gemixt. Sie werden bald wieder am Tresen vor dem Barkeeper sitzen und sagen: „Einen Freifahrtschein on the Rocks bitte, geschüttelt, nicht gerührt.“

 

Frei nach Mutti: Wir machen das schon

 

Dann wird es schwieriger, das Verhalten unseres Hundes auf den Pfad der Tugend zurückzulenken. Denn Hunde sind bereit ein bisschen Schelte und Strafe in Kauf zu nehmen für etwas, was sie berauschend finden. Wir müssen also ein neues Bewusstsein schaffen. Das fordert ein tägliches Training, in dem die Impulskontrolle eures Hundes herausgefordert und gefördert wird. Er muss lernen, den Frust auszuhalten, dass er nicht jedem Impuls nachgeben kann. Und er muss lernen, den Frust auszuhalten, dass ihr diejenigen seid, die entscheiden, welche Handlungen erlaubt sind und welche nicht.

Damals als Finley bei uns einzog, hatte uns unser Züchter dankenswerterweise darauf aufmerksam gemacht, dass der Zaun, Gartenpforten und Türen aller Art von uns gemanagt werden müssen, von Anfang an. Das hat uns das Zusammenleben mit Finley „hinten raus“ etwas leichter gemacht. Heute akzeptiert Finley unseren kleinen Bonanzazaun als Grenze. Das hat natürlich nicht von selbst funktioniert, wir haben hart daran gearbeitet.

 

Es lief Einiges schief

 

Bevor Finley unsere Regeln akzeptiert hatte, ereigneten sich ein paar kleinere und größere Katastrophen. Dass er eines Abends, in einem unbeobachteten Moment meinen 1,80 Meter großen Japanahorn gefällt hatte, gehörte in der Nachbetrachtung zu den kleineren Missgeschicken. Sein unangekündigter Besuch bei den Nachbarn, als diese gerade ihre Meerschweinchen im Garten laufen ließen, sorgte da schon für wesentlich mehr Aufregung.

 

Training, Training, Training

 

Irgendwie haben wir alle diese Hürden genommen. Angefangen damit, dass wir unsere Probleme erkannt haben und konsequent *hüstel daran gearbeitet haben. Das haben Finley und ich natürlich nicht allein geschafft. Wir hatten Unterstützung in unterschiedlichen Seminaren mit unterschiedlichen Trainern, die wir uns, zugeschnitten auf unsere vielfältigen Probleme ausgesucht haben.

Mittlerweile läuft es bei uns im Garten, sagen wir überwiegend easy. Zu den Nachbarn springt Finley schon lange nicht mehr über den Zaun. Er reagiert sehr gelassen auf alle Vorgänge, die hinter unserem Grundstück, hinter dem Bonanzazaun passieren.  Aber wehe, wehe irgendjemand macht sich an der Gartenpforte zu schaffen, dann ist es vorbei mit der Impulskontrolle. Na ja, so ein bisschen Remmidemmi gehört schon noch dazu, so einem Retrieverleben.

 

 

 

 

 

 

 

Happy Schnapszahl, Finley

 

 

Finley hat gedoppelt, er ist elf Jahre alt geworden. Das ist bei Rüden, ähnlich wie bei Männern, das Alter in dem sie gern einmal die Augen vor der Realität verschließen. Ihrem Vorbild Udo Jürgens folgend, schreiben sie dann komische Lieder darüber, dass mit 66 das Lotterleben erst anfängt. Sie haben ihre Rolle in unseren Familien nach Kräften ausgefüllt.

 

Erziehung ist das ganze Leben…

 

Schauen wir uns doch einmal Finley an. Er hat eine gute Ausbildung bekommen. Durch gewissenhafte Teilnahme an diversen Fortbildungsseminaren, konnte er sein Können in den vergangenen Jahren ausbauen und verfestigen. Zuerst einmal strebte er den Titel des Kinderbegleithundes an. Er spezialisierte sich dort auf verschiedene Aufgabengebiete.

 

Expertentum mit Lametta

 

Er machte den Abschluss zum Leseinspektor schon im zarten Alter von zwei Jahren. Er achtete akribisch darauf, dass Motte und Mausi nur Bücher lasen, die unbedenklich waren und nachts nicht zu Alpträumen führten. Fand er ein Buch im Regal, dass seinen hohen literarischen Ansprüchen nicht gerecht wurde, dann häckselte er es in Stücke, speichelte es ein und verteilte die übriggebliebenen Stücke in alle Winde.

Finley war da sehr gründlich. Auch unsere Bücherwand wurde inspiziert und reduziert. In Ungnade fielen: Paul Bocuse das Standardkochbuch; Paul Bocuse Simply Delicious; Paul Bocuse Die regionale französische Küche und Bocuse in your Kitchen. Was soll ich sagen, die französische Küche scheint nicht nach seinem Geschmack zu sein. Mon Dieu!

Nachdem er auch bei Freunden und Verwandten eine kleine ‚Tour de Häcksel‘ durch die Literatursammlungen gemacht hatte, wurde er vom nationalen Schredderausschuss, des VDH für den Egon-Erwin-Wisch-Preis nominiert, unterlag aber mit zwei Stimmen dem Viszla Nuntzius, aus der Nebenstraße unseres Vororts.

 

„Das ganze Läääben isst ein … „

(Hapa Kerkeling)

 

Als nächstes ließ sich Finley zum Spielzeug-Suchhund ausbilden. Der Beginn der Ausbildung lief etwas holprig an, denn meine Töchter waren anfangs nicht sehr begeistert davon, einen ambitionierten Retriever beim retrieven zu unterstützen. Das war Finley aber ganz egal, er suchte zusammen, was nicht zusammengehörte. Da landeten Mottes Dinosaurier in Mausis Playmobil-Prinzessinnen-Schloss, zusammen mit der Diddl Maus, die auf mütterliche Nachfrage, angeblich niemandem gehörte. Dann gelang es ihm, Ken und Barbie, noch vor ihrer medial ausgeschlachteten Scheidung, zusammen mit einer imposanten, pinkfarbenen Plastikjacht im Garten zwischen dem Kirschlorbeer und den Hortensien zu beerdigen. Das brachte ihm den Barbie-Gedächtnis-Preis am rosa Bande ein, inklusive Besuch beim Bundespräsidenten auf Schloss Bellevue.

 

Soziale Verantwortung in den späteren Jahren

 

Nun schon etwas gereift, entschloss Finley sich, sich für kranke Menschen einzusetzen. Wir besorgten ihm einen Platz auf dem ‚Florence-Nightingale-Canisinstitute für Humanmedizin‘, wo er den Ausbildungsjahrgang für „Die psychische Betreuung, besonders betreuungsbedürftige Humaniden“ erfolgreich absolvierte. Wie der Zufall es wollte, brach sich meine Mutter kurz nach seinem Abschluss die Hüfte und SchwesterPfleger Finley begleitete meine Mutter wie ein Schatten. Wo immer sie auch hinging, da war auch er. Die Investition in seine Ausbildung schien sich gelohnt zu haben.

 

Eigeninterpretationen inbegriffen

 

Später, im Außeneinsatz, bekam ich dann doch Zweifel. Während eines Spazierganges entdeckte Finley am Ende einer großen Rasenfläche, die Herz-Kreislauf-Gruppe des örtlichen Sportvereins. Auf diesem Gelände trainierten wir damals öfter, die Herrschaften machten ihre Dehnungsübungen also auf SEINER Freilauffläche. Links neben der Gruppe standen, an einen Baum gelehnt, gefühlte 100 Nordicwalking-Stöcke *seufz. Mein kleiner SchwesternPfleger preschte ungebremst in die Gymnastikgruppe und brachte dabei zwei rüstige Rentner zu Fall. Danach apportierte er nahtlos den zweiten Nordicwalking-Stick. Was soll man da machen? Positiv bestärken? Die Rentnertruppe nahm es mit Humor und schickte meinen Hund, laut gackernd, auf Stock Nr. 3.

Inzwischen hatte es der Übungsleiter der Herztruppe bis zu mir geschafft. „Junge Frau“, sagt er *hi,hi,hi…dankedafür. Also „Junge Frau wir wollen hier in Ruhe unsere Mittagspause verbringen – IST DAS WOHL MÖGLICH? Finley fegte gerade mit Stock Nr. 4 heran und haute dem Übungsleiter das Stockende in die Kniekehlen.

Tja schau’n wir mal dachte ich: Kann man auf der Landebahn des Hamburger Flughafens frühstücken, auf der A1 Rollschuhfahren, unter Wasser steppen…? Laut sage ich: „Junger Mann“ *hi,hi,hi…Retourkutsche. Also: „Junger Mann, das hier, ist ein geprüfter SchwesternPflege-Retriever und er ist gerade im Einsatz. Offensichtlich wittert er Handlungsbedarf.“

Rentner-Gejohle im Hintergrund: „Ach Herbert, bleib mal locker!“; „Genau, Du Spaßverderber… der ist doch so süss.“; „Hundiiii wir haben noch mehr Stockiiiis!“ Finley raste bei dem Wort „Hundi“ sofort los. Zeitgleich stapfte der Übungsleiter resignierend zu seiner Gruppe zurück. Finley lag inzwischen völlig erschöpft neben dem Stöckchen-Haufen. Ich sammelte seine Beute zusammen und bedankte mich bei der Herz-Kreislauf-Truppe für ihre Toleranz und das 1A Apportiertraining mit meinem Hund.

 

Schöne Aussichten, Du und ich gegen den Rest der Welt *HerzchenHerzchen

 

Finley scheint jetzt, mit der Doppeleins im Kreuz, im zweiten Frühling zu sein.  Jede Minute seines Tages scheint er sich zu fragen, wie er die verbleibende Zeit in vollen Zügen auskosten könnte. Also was machen, ältere Herren, die aufgrund abklingender Sehkraft glauben, sie seien noch so knackig, wie der muskelbepackte Jungrüde von nebenan? Richtig, sie schießen manchmal übers Ziel hinaus.

Nichts scheint so wichtig, wie jung und dynamisch zu erscheinen. Da kann es schon mal vorkommen, dass es abends ein wenig im Knie knirscht oder im Kreuz knackst. Aber das wird dann ganz charmant überspielt. Ein wenig schmusiger ist er geworden, mein Bärchen. Ich genieße das in vollen Zügen. Da liegt er nun auf seinem ersten orthopädischen Kissen und träumt. Seine Pfötchen machen Laufbewegungen im Schlaf – oder buddelt er etwa … er schnarcht und grunzt zufrieden vor sich hin. Na da muss ich wohl mal den Garten inspizieren … *nichtaufregenBirgitnichtaufregen

Zickenkrieg in den Kommentarspalten

 

 

Das neue Jahr ist noch ganz jung und schon habe ich virtuell den ersten Ärger am Hals. Eigentlich wollte ich es ganz gemütlich angehen lassen und postete deshalb Teil 1 und Teil 2 meines Läufigkeitsreports, in meine Facebook-Timeline und in meine Hundegruppen.

Ich machte das auch, weil dieses Thema betreffend, gerade wieder eine gewisse Aktualität bestand. Denn die in unserem Vorstadtwald herumschwirrenden Ferromone, lassen meinen Rüden abgehen, wie eine verspätete Silvesterrakete. Nur um es ganz deutlich zu machen, es handelte sich um humoristisch geschriebene Texte, ohne erzieherischen Hintergrund, harmlose Erfahrungsberichte, ohne missionarischen Drive.

 

Es wurde gelacht, mit einer Ausnahme

 

In fast allen Gruppen kamen die Texte auch so an, wie ich sie gemeint hatte – fast. Als ich den ersten Text beinahe schon wieder vergessen hatte, meldeten drei Frauen in einer meiner Spaniel-Gruppen Protest an. Man könne über diese Texte nicht lachen, es sei ohnehin alles gelogen, denn ihre Hunde hätten mit Läufigkeiten, weder der eigenen, noch mit denen von anderen Hunden, irgendwelche Probleme.

 

Congratulations

 

Nun bin ich ja eine Verfechterin von Meinungsfreiheit und finde, wenn jemand nicht lachen will oder kann, muss man ihn ja nicht dazu zwingen. Es ist ja, das weiß jeder Schreiber, immer Geschmacksache. Und wenn jemand mit Hunden zusammenlebt deren Fähigkeiten zur Impulskontrolle, Lassie, Idefix und Tim und Struppi, vor Neid erblassen lassen, dann sage ich herzlichen Glückwunsch, es sei Euch gegönnt, Horrido die Waldfee, oder was man in Waidmannsspanielhausen sonst noch so an Begeisterungsrufen ausstößt. Ich mache es kurz. Ich habe die Beschwerden unkommentiert so stehen lassen, über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Inzwischen waren auch ein paar sehr nette und positive Kommentare dazu gekommen und ich hatte schon das Gefühl, ich hätte es ausgestanden.

 

Haten bis zur emotionsflexiblen Frustrationsgrenze

 

Ob es nun die positiven Kommentare waren oder die Tatsache, dass ich auf die Negativen nicht geantwortet hatte, eine falsche Medikamenteneinnahme, oder alles in Kombination. Wer weiß das schon? Jedenfalls schienen die Negativ-KommentatorInnen in Rage geraten zu sein. Zur Verdeutlichung des irrational hohen Erregungszustandes der Probandinnen, habe ich alles in der originalen Wortwahl und Schreibweise belassen.

 

Näschen hoch und … Leberwurstbrot …

 

Madame Hochzuroß schrieb: „Maßlos übertrieben … keiner meiner drei Rüden benimmt sich derart … wenn ich möchte, dass wir irgendwo vorbei gehen, dann gehen wir da vorbei egal ob läufige Hünden oder Leberwurstbrot.“ Hierzu kann ich nur entgegnen, ich weiß, dass es solche Rüden gibt. Ich schreibe bloß nicht über sie. Welche Bedeutung das Leberwurstbrot für die Schreiberin hier hatte? Ich habe absolut keine Ahnung!

 

Auf Ideen kommen die

 

Sofort fand Madame Hochzuroß eine Unterstützerin. Lady Sidekick schreibt: „Es ist vor allem schlecht geschrieben – in einem Ton, dass man dauernd Productplacement erwartet. *Bruhaaa-Emoji Nun frage ich mich ja, um welches Produkt es sich, in der offenbar nicht zu bremsenden Fantasie von Lady Sidekick, wohl handeln könnte, dass ich ihrer Meinung nach, in meinem Spaßtext hätte platzieren können. Die Pille danach, den Womenizer Premium für ein Halleluja, Amorelie für Caniden? Hach, wer das weiß schon.

 

So ein Plausch unter Fachleuten…

 

Schon steht die Nächste, in heller Aufregung, bereit. DeOranje schreibt: „Echt? *Staun-Emoji, 4x *Bruhaaa-Emoji so haben meine rüde nsich nog nicht mal benommen wen eine unseren mädels laufig waren, sieht aus das da eine gute hundetrainer mit den hund arbeiten muss“ Hey, dachte ich bei mir – sie hat sich meine Seite angesehen und weiß, was ich beruflich mache, wie nett von ihr und antwortete humorvoll: „Supertipp, danke.“ Und schob noch vier Bruhaaa-Emojis hinterher, um zu demonstrieren, dass ich so ein bisschen Frotzelei gut abfangen kann. Sie antwortete mit *Grinse-Emoji und *Heiligenschein-Emoji. Alles gut, dachte ich bei mir und hielt die Füße … äh, die Schreibhand still.

 

Kommentare in Kauderwelsch

 

Aber offensichtlich war es nicht genug, denn DeOranje keilte nach: „Tsja nicht jeder hundentrainer kann alles gut tun, und wen ich dies lesevwird es zeit um eine kollege mal ans arbeit zu setzen *Heiligenschein-Emoji muss sagen das wen ich eine suche und liese dies ich schnell auf die suche nach eine andere gehe“ Nun ja, ich gebe zu, inzwischen nervte DeOranje ein bisschen, etwa so, wie zu viele Löcher im Käse. Ich liebe meine Sprache und wenn dieser Absatz das ist, was sie auf Deutsch liefern konnte, dann war es ja nicht verwunderlich, dass sie meinen Humor nicht verstand. Ich akzeptierte, dass Sprachbarrieren nicht immer überwunden werden konnten, und hoffte, dass es nicht noch schlimmer werden würde.

 

ANARCHIE … Kastrationswelle und Verunsicherung

 

Inzwischen meldete sich eine weitere Kritikerin. Frau MarxEngels merkte an: „Kommt mir maßlos übertrieben vor. In mehreren Jahrzehnten Hundehaltung intakter Tiere beiderlei Geschlechts ist es mir noch nicht passiert, dass jemand seine läufige Hündin unangeleint einen meiner Rüden hätte anrempeln lassen, oder dass jemand seine läufige Hündin unter blödsinnigen Kommentaren extra zu uns hingeführt hätte. Und wie ‚DeOranje‘ *ahamankenntsich schon schrieb, selbst mit einer läufigen Hündin im eigenen Haushalt kam es nicht zu solchen tragischen Szenen seitens meiner Rüden. Solche überzogenen Berichte treiben lediglich unsichere HalterInnen dazu, ihre Hunde vorsichtshalber übereilt kastrieren zu lassen, weil sonst Anarchie herrschen könnte ..^^“

 

Das kann man doch nicht ernst nehmen

 

Es ging nicht anders, ich rollte mit den Augen und unterstrich meine Einstellung mit einem inhaltlich passenden GIF. Ich wollte mich ja nicht an den Worten ‚übertrieben‘ und ‚überzogen‘ aufhängen … ABER es schien mir fast so, in Frau MarxEngels hatte ich diesbezüglich meine Meisterin gefunden. Diese Weltuntergangsposts sind übrigens meine Favoriten. Das muss man sich mal bildlich vorstellen. Vermeintlich unsichere Hundehalterinnen treibt es, wie die Zombies aus The Walking Dead, in Scharen auf die Straße. Sie stürmen die örtlichen Tierarztpraxen, Sabber läuft aus ihren Mundwinkeln und mit rauer Stimme krächzen sie dem Tierarzt ein verzweifeltes „Schneid‘ sie ab“ zu. Und das alles nur, weil ich eine lustige Geschichte geschrieben hatte. Mann, bin ich gut.

 

Was ist am Augenrollen mißzuverstehen?

 

Das von mir gepostete GIF *ichbinauchnureinmensch erregte offensichtlich Unmut. Madame Hochzuroß mischte sich wieder ein und fragte: „Es ist Satire oder ein Witz und wir sind alle zu doof um es zu verstehen?“ Am liebsten hätte ich an dieser Stelle laut „Jaaa, himmelarsch, jetzt hat sie’s“ gerufen, aber ich heiße ja nicht Dr. Dolittle und wollte die Situation auch eher deeskalieren. Dazu kam ich aber gar nicht, denn DeOranje hatte auch noch etwas beizutragen: „ich denke die meint das wir doof sind und sie ‚die die alles weis‘“ *Schiel-Emoji

 

Isch kann auch zickig

 

Inzwischen war mein Geduldspegel unter Normalnull gerutscht und ich antwortete: „DIE macht sich lange nicht so viele Gedanken über Euch, wie Ihr augenscheinlich selber. DIE kann es prima aushalten, wenn jemand ihre Texte nicht versteht oder nicht mag oder was auch immer, ist schließlich Geschmacksache. Aber DIE nimmt sich das Recht heraus, bestimmte Kommentare, die weit über das Ziel hinausschießen, auch nicht zu mögen, ist nämlich auch Geschmackssache.“

 

Mein rechter Platz ist frei, ich wünsche mir ein Hirn herbei

(Kindergarten-Abzählreim)

 

DeOranje schrieb daraufhin, vielleicht hatte sie aber auch nur ihren Hamster über die Tastatur laufen lassen: „Arme menschen die meine vernuftig geholfen zu werden das was du hier macht sagt genügend über dich niveau kindergarten nicht entstiegen … jetzt begreife wo das gemurmel über läufige hündinnen her komt und deine hund nicht vernunftig führen kanst *Triumph-Emoji

Na, nun hatte sie es mir aber richtig gegeben. Wenn Menschen mit so großen Handicaps zu kämpfen haben, wie DeOranje, sollte man nicht noch Salz in die Wunde streuen, dachte ich bei mir. Ausgehend von meiner Vermutung, dass ich es mit einer Niederländerin zu tun hatte, kramte ich mein lang verschüttetes Holländisch aus dem Gedächtnisspeicher und schrieb: „Raak niet zo overstuur, dat is ongezond. Beter zo?“ Was frei übersetzt bedeutet, „Komm mal wieder runter, sonst platzt Dir noch die Halsschlagader. Besser so?“ Danach hatte ich meine Ruhe.

 

Tief durchatmen, Krönchen richten, weiter schreiben

 

Was mache ich nun in dieser Gruppe. Ich habe eine Nacht überlegt. Heute Morgen habe ich dann meinen Läufigkeitsreport Teil 3 dort gepostet. Denn ich hatte dort auch Leser, die Spaß an meinen Texten hatten. Und mal ehrlich, die Kritikerfraktion weiß jetzt ja, dass sie meine Texte nicht mag. Also bitte, einfach weiter scrollen. 4*Zwinker-Emojis, 5 *Winke-Emojis

 

Der Stein des Anstosses

 

Für diejenigen, die sie noch nicht gelesen haben. Um diese Texte kreiste der ganze ‚Zauber.

Läufigkeit-Report Teil 1 oder Spießrutenlauf durch die Vorstadtwälder

Läufigkeits-Report Teil 2 oder Minou und die freie Liebe

Läufigkeits-Report Teil 3 oder wie alles begann