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Shop Apotheke – Alles gegen Zecken

+++in freundlicher Zusammenarbeit mit der Shop Apotheke+++

Online Apotheke – Nicht nur nach Ladenschluss eine gute Alternative

 

 

 

Wenn Finley und ich unsere Runden ziehen, dann lauern sie schon im hohen Gras und auf den Büschen. Sobald mein Dicker auf Schnüffeltour vom Weg abkommt, und seitwärts in die Büsche geht, greifen sie in Formation an. Ich meine die Zecken in unserer Vorstadt, die ganz offensichtlich eine große Leidenschaft für meinen Burschen hegen.

 

Finley, der Zeckenliebling

 

Ich kenne keinen anderen Hund in unserer Nachbarschaft, der in der örtlichen Zeckengemeinde so populär ist, wie Finley. Mein Hund ist so beliebt, wie dieses Luxusrestaurant, bei dem man schon Monate vor dem Besuch seine Plätze vorbestellen muss. Man muss sie ja auch verstehen, diese Viecher. „Chez Finley“ bietet eine große, kuschelige Angriffsfläche, gut ausgepolstert, mit Unterwolle. Der Platz fürs Diner ist abgeschirmt wie ein Séparée für besondere Gelegenheiten. Die Chance, dass dort ein Tête á Tête mit Finleys Blut gestört wird, ist gering. Was will die Zeckenseele mehr?

 

2019 ist ein Zeckenjahr

 

Das Jahr 2019 soll genau wie 2018 ein Zeckenjahr sein. Bundesweit sind fünf FSME-Risikogebiete dazugekommen. Untersuchungen des Robert-Koch-Institutes belegen, dass Zecken immer früher und länger aktiv sind. Im Laufe der vergangenen 20 Jahre hat sich der Aktivitätszeitraum der Zecken um insgesamt zwei bis drei Monate erhöht.

 

Milde Winter und trockene, heiße Sommer

 

Seit wir hier im Norden diese milden Winter haben, und die Sommerzeit immer heißer und trockener wurde, wurden auch die Zecken ein größeres Problem für Finley und mich. Also haben wir uns rechtzeitig ein Medikament in derShop Apotheke bestellt, dass den kleinen Blutsaugern den Aufenthalt auf meinem Hund so unangenehm wie möglich machte.

 

Es gibt kein Richtig oder Falsch

 

Im Laufe der Jahre haben Finley und ich schon Einiges ausprobiert, um der Zeckenplage Herr zu werden. Mit den äußerlich anzuwendenden Mitteln, waren wir nicht sehr zufrieden. Entweder brachte es gar nichts oder Finleys Haut reagierte empfindlich auf die Präparate. Deshalb bekommt er, zu Beginn der Zeckenzeit eine Tablette ins Fressen. Solange diese Tablette wirkt, versterben die Zecken im Fell, ohne zu beißen und können dann locker ausgekämmt werden. Für die Zeit davor und wenn die Beckenzeit ausläuft, trägt er ein Zeckenhalsband.

 

Mit der Tierärztin abgesprochen

 

Ich weiß, dass die Tabletten in der Kritik stehen, für uns sind sie die beste Option. Wir haben das mit unserer Tierärztin sorgfältig abgewogen. Finleys Blutbild lasse ich regelmäßig nachkontrollieren, es sieht gut aus. Abwarten und mal schauen, oder auch äußerlich angewendete Mittel haben bei Finley nicht geholfen den Zeckenbefall zu verhindern.

Die Bissstellen der Zecken hatten sich oft entzündet und Finley hatte dann mit schmerzhaften und schnell größer werdenden Hotspots zu kämpfen. Einmal war fast die ganze Schulterpartie befallen und mein damaliger Tierarzt, wollte Finley wegen der schlimmen Schmerzen schon einschläfern, denn die Schmerzmittel wirkten nicht mehr ausreichend.

 

Jeder sucht sich seinen eigenen Weg

 

Ich habe uns damals eine andere Tierärztin gesucht, denn das war mir doch zu drastisch. Finleys Genesung war ein langer Weg und das möchte ich ihm in Zukunft ersparen und solange das Blutbild in Ordnung ist, ist eine Tablette alle fünf bis sechs Monate, das kleinere Übel.

Damit Ihr mich nicht falsch versteht. Das ist keine Empfehlung von mir. Jeder Hund reagiert anders. Und wenn Euer Hund die Zecken mit Spot On-Produkten, Ölen oder Bernsteinketten vertreiben kann, um so besser. Bei Finley haben diese Methoden leider alle versagt. Egal welche Methode Ihr bevorzugt, Ihr findet das entsprechende Präparat in der Shop Apotheke.

Übrigens gibt es in der Shop Apotheke natürlich auch alles was Frauchen und Herrchen für ihre medizinische Versorgung brauchen.

Finley der HoviPudel und die Experten aus der Nachbarschaft

Einen Hund zu haben ist … doch, klasse, echt klasse

 

 

Das Gute daran, einen Hund zu haben ist, dass es leichter wird neue Leute kennenzulernen. Wenn man nun nicht gerade auf versierte, gut informierte Hundeleute trifft, werden die Unterhaltungen mit oft ähnlichen, allgemeinen Redewendungen eingeleitet.

 

Die nette Variante

 

„Na, Du bist ja ein Süßer“, ist, wie ich finde, eine sehr nette Variante. Finley geht das runter wie Öl und ich freue mich, dass jemand der selber keinen Hund hat, meinen haarenden und manchmal eingeschmierten Retriever, trotz allem süß findet. Mir geht da das Herz auf und ich nehme mir gerne die Zeit und warte ab, bis die betreffenden Personen Finley ausgiebig gestreichelt haben.

 

Die sinnfreie Variante

 

Natürlich hören wir auch das berühmte „Ja-wo-isser-denn“ ganz häufig. Da sitzt das Tier einen Meter entfernt vor der Person und sie fragt, beim Runterbeugen, den Blick auf meinen Finley geheftet, wo er den nun sei. Ich bin da tolerant, Finley auch, sie meinen es ja nicht böse, sie wollen ja nur spielen.

 

Frau Nörgels Variante

 

Manchmal ist es aber zum Mäusemelken. Neulich ging ich mit Finley in unser Dorf. Wir flanierten, wie meine Omi es formuliert hätte, von Schaufenster zu Schaufenster. Irgendwann, ich hatte es nicht kommen sehen, stand plötzlich meine persönliche Vorstadt-Nemesis Frau Nörgel neben mir. Sie hatte Verstärkung dabei. Die Entourage war eingehüllt in eine Wolke von Lavendelduft und Patschulis.

Finley und ich waren augenblicklich umringt von drei weiteren Frauen um die siebzig, alle im Sonntagsstaat, neckische kleine Hüte auf dem Kopf, die Handtaschen Queen-Elisabeth-mäßig über ihre Unterarme gehängt. Soviel Alt-Damen-Power hatte schon etwas Einschüchterndes, wenn man bedenkt, dass sich sonst meist mein schützender Bonanza Zaun zwischen Nachbarin Nörgel und mir befand.

 

Zum Start gleich ein Volltreffer

 

„Guten Tag Frau Nachbarin“, eröffnete Frau Nörgel das Scharmützel. Ohne eine Antwort abzuwarten, wandte sie sich an ihr Gefolge und stellte mich auf ihre unnachahmliche Weise vor. „Das ist meine Nachbarin mit dem Bretterzaun … ihr wisst schon … und ihr, äh Hund.“ Die Damen nickten, musterten mich und schauten dann auf meinen Finley. Am liebsten hätte ich laut gerufen: „Tut ihm nichts, nehmt mich!“

 

Expertentagung auf dem Gehweg

 

Die Dame in Hellblau, den Blick immer noch auf Finley gerichtet, sagte dann mit nachdenklicher Stimme: „Was bist Du denn für einer?“ „Oh, das ist Finley“, antwortete ich rasch, in der Hoffnung, dass wir nun einfach weitergehen können. „Soso, Du bist ein Finley, aha, ahaaa…“, sagte die hellblaue Dame und dann weiter, „ein Finley welcher Rasse … haben wir denn überhaupt eine Rasse?“ Ist das nicht eigentlich sch….egal, dachte ich still, laut antwortete ich aber: „Er ist ein Golden Retriever.“

 

Widerspruchs-Ping-Pong

 

„Oh nein, das kann nicht sein“, mischte sich die Dame, links neben mir ein. Sie strich sich energisch eine blondierte Haarsträhne aus dem Gesicht und sah Finley prüfend an. Was nun entbrannte, war eine hitzige Diskussion über Fineys Rassezugehörigkeit, zwischen Frau Nörgel und ihren Freundinnen, die allesamt soviel Ahnung von Hunden hatten, wie ich vom Schiffsbau.

Die Halbsätze und Wordfetzen flogen so schnell hin und her, wie die kleinen, weißen Bälle im Finale einer Tischtennis Weltmeisterschaft.

 

„Chancenlos, durch die Stadt…“

(frei nach Helene Fischer)

 

Ich hatte absolut keine Chance mich in diese Unterhaltung einzumischen oder sie zu beenden. Meine Versuche es doch zu tun, muss man wohl als kläglich bezeichnen, aber letztlich zählt ja das Finale …

Hellblaue Dame: „Die Schwägerin meiner Tochter hatte mal so einen Hund. Das war ein Hovawart.“

Ich: „Nein, nein … die sind größer … “

Hellblaue Dame: „Der von der Schwägerin meiner Tochter nicht!“

Frau Nörgel: „Genau, ein Goldi hat viel helleres Fell. Bei uns um die Ecke wohnt einer, der ist fast weiß.“

Ich: „Das hat doch nichts zu sa…“

 

Einwände werden einfach vom Weg gefegt

 

Finley hatte sich inzwischen hingelegt und bedachte mich mit einem Blick, der ganz klar sagte – sieh zu, wie du da wieder rauskommst. Ich kam aber gar nicht zum Nachdenken, denn die blondierte Dame hatte noch etwas hinzuzufügen: „Ob der überhaupt reinrassig ist? Mein Sohn sagt, heutzutage ist fast überall ein Pudel drinnen.“

Ich: „Doch, ist er … reinrassig, meine ich … ich habe das schriftlich … äh, eine Ahnentafel…“

Frau Nörgel: „Ach meine Liebe, Papier ist geduldig …“

Ich: „Vom Verein, ehrlich … ich … die Eltern kenn ich auch … tolle Hunde, alle Goldis …“

 

„Erde öffne Dich…“

(frei nach Aladdin)

 

„Ach herrje“, rief die blondierte Dame, „machen sie sich doch nichts draus, wenn sie die richtigen Eltern nicht kennen.“

Im Schaufenster der örtlichen Parfümerie konnte ich beobachten, dass wirklich viele Passanten zu uns herüberschauen. Die Damen redeten ja nicht gerade leise. Ich drehte mich um und rief ein halbherziges, „Hahaha, wir reden über meinen Hund…“, über die Straße. Ich wäre am liebsten im Boden versunken. Ich sendete ein Stoßgebet zu meinem Schutzengel, aber der saß ja wieder kiffend auf seiner Regenbogenwolke.

 

„Ich wär so gerne nicht mehr hier…“

(frei nach den Prinzen)

 

So langsam wurde es mir zu bunt, ich hatte schon Kopfschmerzen und mehr Parfüm konnte ich meinen Lungen nicht mehr zumuten. Weg, dachte ich, bloß weg. Ich gab mir einen Ruck, durchbrach den Kreis des Grauens, und schob mich und Finley aus der Lavendel-Patschulis-Wolke heraus. Dann holte ich tief, ganz tief Luft und sagte:

„Sie haben ja soooo recht! Sein Vater war ein HoviPudel und seine Mutter eine Main Coon Katze mit rotem Fell … irgendwo muss die Fellfarbe ja herkommen, nicht wahr? Übrigens die Katze hat einen Stammbaum.   Ohhh, schon so spät … ich muss jetzt leider weiter … der Schwager meines Onkels, mütterlicherseits hat uns zum Geburtstag seiner Nichte, väterlicherseits eingeladen … es gibt leckere Pferdewurst vom Grill … natürlich nur von gekörten Tieren … sowas können wir uns ja nicht entgehen lassen …“

Ich wartete keine Antwort mehr ab und ging mit Finley so schnell es ging in Richtung unserer Reihenhaussiedlung. Im Weggehen hörte ich noch ein paar Wortfetzen: „Was hat sie denn … man hat nie ausgelernt … doch ein Hovawart …“

Expertinnen unter sich eben … da will ich gar nicht stören.

 

Mehr von Frau Nörgel, findet Ihr hier:

 

Wenn Ihr meine Nachbarin Frau Nörgel genauso gern mögt, wie ich, dann findet Ihr unter den folgenden Links weiteren Lesestoff. Einfach auf die Überschriften klicken und Ihr landet beim Artikel.

Booombangebang – Silvestergeschichten aus der Vorstadt

Danke Frau Nörgel oder wie Finley zu seinem Namen kam

Frau Nörgel, ein Blümchenpyjama und ein Fitnessguru

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meine Septemberglosse in der HundeWelt

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Ich liebe es Mutter zu sein, aber…

 

 

Seit August könnt Ihr in jeder Ausgabe des Hundemagazins HundeWelt eine Glosse von mir lesen. Auf Seite 14 der September Ausgabe findet ihr meine neue Glosse.

Ich werfe für Euch einen humorvollen Blick auf das Leben mit meinem Hund und berichte dort über Alltagssituationen, die jeder Hundehalter schon irgendwie einmal erlebt hat oder aber erleben wird. Und zwar auch dann, wenn er heute noch nicht daran glauben kann, dass ihm mal so etwas passieren könnte.

Jede meiner Geschichten enthält das berühmte Quäntchen Wahrheit, einen Lösungsvorschlag, einen Paukenschlag, eine ordentliche Portion Selbstironie und manchmal auch etwas Versöhnliches.

Die Texte in der HundeWelt findet Ihr so nicht auf meinem Blog, den ich natürlich nach Kräften weiter betreiben werde. Also, wenn Ihr meine Geschichten mögt, dann schaut doch mal hinein in das Magazin. Die September Ausgabe liegt jetzt schon beim Zeitschriftenhändler. Es wird sich lohnen, das kann ich versprechen –  nicht nur wegen meiner Glosse …

In der September Ausgabe erzähle ich euch, wie ich zu meinem „Mama-Komplex“ gekommen bin und warum das nach einer individuellen Lösung schreit.

Wenn Ihr mehr über die Hundewelt erfahren wollt klickt einfach auf den farbigen Magazintitel, oben in diesem Artikel.

Der Hund ist immer dabei…

So ein unnötiger Stress

 

Foto: pixabay

 

 

Ein Mythos der Hundewelt, der gerne propagiert wird ist, dass man nur dann einen wesensfesten, gut erzogenen Hund hat, wenn man ihn ausnahmslos überall hin mitnehmen kann. In der Vorstellung der Hardcore-Verfechter dieses Mythos, muss sich jeder Hund in jeder Situation ruhig und gefasst geben. Er darf sich durch nichts ablenken lassen, weder durch Geräusche, Wurst oder andere Hunde. Er sollte nicht bellen, nicht vor Freude, nicht vor Aufregung – aus keinem Grund.

 

Ein Konzept für Musterschüler

 

Ich habe mich immer gefragt, wie dieser doch sehr überzogene Anspruch entstehen konnte. Dieses kompromisslose Einfordern von Kadavergehorsam, ohne auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten des einzelnen Hundes zu achten, läuft mir total gegen den Strich. Ich finde es ganz normal, dass es Situationen gibt, in denen sich Hunde so unwohl fühlen, dass sie nicht in der Lage sind, sich wie Musterschüler aufzuführen.

Läuft etwas schief, ist es meiner Meinung nach, die Aufgabe ihrer Menschen herauszufinden, woran es liegen könnte und anschließend die Situation zu ändern. Es muss doch die Frage erlaubt sein, ob die Situation sich durch Training verbessern lässt, oder ob es nicht sinnvoller wäre, den Hund zu bestimmten Veranstaltungen, Einladungen oder Seminaren  nicht mitzunehmen.

 

Zwei Schäferhunde im Kofferraum

 

Neulich hatten Finley und ich eine Begegnung, die genau diesen Konflikt widerspiegelte. Es war die letzte Runde am Tag, ich hatte viel gearbeitet und Finley hing auch ein wenig durch. Wir schlenderten durch unsere Wohnstraßen, an den geparkten Autos vorbei.  Finley machte pflichtbewusst sein Abendgeschäft, welches ich ebenso pflichtbewusst wieder entfernte.

Dann passierten wir einen schwarzen Kombi. Als wir etwa auf gleicher Höhe waren, geschah es. Im Kofferraum dieses Kombis saßen zwei weiße Schäferhunde, sahen uns und rasteten komplett aus. Die zwei schaukelten sich gegenseitig hoch und bellten sich die Seele aus dem Leib.

 

Straßenklopperei in der Vorstadt

 

Ich versuchte Finley so ruhig wie möglich zu halten, was leider nur bedingt gelang. Die zwei Weißen hatten uns einen gehörigen Schrecken eingejagt.  Ich nahm meinen Jungen etwas kürzer an die Leine und gab ihm den Befehl „Weiter“. Er war zwar total angespannt, gehorchte aber widerwillig.  Wir waren schon zwei bis drei Meter von dem Kombi entfernt, da hörte ich plötzlich ein Knarren. Ich drehte mich um und sah, wie die Heckklappe langsam hochklappte und beide Rüden – immer noch stinksauer – aus dem Wagen sprangen.

Der Halter war weit und breit nicht zu sehen. Die zwei Schäferhunde verloren keine Zeit und stürzten auf uns zu.  Der ältere Rüde schmiss sich auf Finley und nullkommanix hatten wir die schönste Straßenprügelei. Ich versuchte den anderen Rüden zu blockieren, der rammte mich mit voller Wucht und ich fiel hin. Keine Glanzleistung von mir, das muss ich wohl zugeben. Damit der Bursche nicht auch noch auf Finley losging, packte ich ihn am Nacken und drückte ihn mit meinem ganzen Gewicht an den Boden. Ich will mir gar nicht vorstellen müssen, was die Nachbarn gedacht haben müssen, als sie das alles beobachtet haben.

 

Manchmal braucht es klare Worte

 

Endlich erschien auch der Halter der beiden Schäferhunde auf der Bildfläche. Er donnerte los: „Lassen Sie meinen Hund los, Sie tun ihm ja weh!“ Ich konnte mich leider nicht mehr beherrschen. Mein inneres Ooohhhmm lag hyperventilierend auf dem Kiesweg.

ICH: „NA? AUCH SCHON DA? Sind Sie eigentlich irre, Ihre Hunde bei offener Heckklappe, unbeaufsichtigt im Auto zu lassen?“
Der Schäfi-Halter blickte auf seine Hunde, die sich mittlerweile nicht mehr rührten, und sagte gönnerhaft: „Na, das ist ja noch mal gut gegangen. Sie können weitergehen.“
WHAT? Ich guckte an mir herunter – die Hose schlammig, meine Beine total verschrammt. Immerhin waren die Hunde tatsächlich unverletzt geblieben.

 

Wessen Bedürfnisse werden hier erfüllt

 

Ich fragte den Kombifahrer noch einmal, warum er seine Hunde denn im Auto gelassen habe. Er erklärte mir daraufhin, dass er Freunde besucht habe, und sich deren irische Wolfshündin mit seinen Rüden nicht vertrüge. Weil alle Beteiligten das wüssten, seien seine Hunde im Kofferraum des Wagens geblieben. Und weil er sie nicht ohne frische Luft zurücklassen wollte, habe er die Heckklappe nur angelehnt. Und dann sagte er: „Das ist denen egal, Hauptsache sie dürfen mit.“ Ja, nee is‘ klar….

Ehrlich gesagt fand ich seine Erklärung höchst unbefriedigend. Wenn ich weiß, ich fahre zu Leuten, die auch einen Hund haben und meine Hunde sich mit diesem Hund nicht verstehen, wieso ist dann das Heck meines Kombis die beste Lösung? Ich würde meine Hunde doch lieber die zwei bis drei Stunden zuhause lassen, wo sie sich auf ihrem Lieblingsplatz herumlümmeln könnten. Letztlich sollte die Frage, was am besten für den Hund ist, über die Vorgehensweise entscheiden.

 

Hunde sind auch nur Menschen…

 

Natürlich muss man es nicht einfach so hinnehmen, dass ein Hund mit bestimmten Situationen nicht klarkommt. Es ist wichtig, diese Situationen, Restaurantbesuche, Bahnfahrten, Stadtbesuche u.s.w. mit dem eigenen Hund zu üben. Je besser er mit den Gegebenheiten auf den meisten Terminen klarkommt, desto einfacher ist das Zusammenleben mit ihm.

Aber Hunde sind eben auch nur Menschen, natürlich nur im übertragenen Sinn. Sie haben ihre Vorlieben und Abneigungen. Es ist nicht immer möglich, ihre Nervosität oder aufkommende Hektik so weg zu trainieren, dass sie sich in den betreffenden Situationen wirklich wohl fühlen. Dann darf man, wie ich finde, abwägen. Wie wichtig ist es für meinen Alltag, dass mein Hund das mit mir macht?

 

Warum man uns so selten auf Hundeplätzen findet

 

Genau diese Überlegung hat für Finley und mich dazu geführt, dass wir nicht mehr auf Hundeplätzen trainieren. Von Anfang an tat er sich mit der Situation dort schwer. Das eigentliche Training war okay, aber die Zeit davor und danach, machten ihm zu schaffen. Bevor das Training losging, kam das Vereinsleben zum Zuge. Die Menschen standen zusammen, klönten und tranken Kaffee. In dieser Zeit, so war es jedenfalls auf fast allen Plätzen, die wir besucht hatten, liefen die Hunde frei und durften „miteinander spielen“.

Für Finley bedeutete diese Zeit vor dem Training hochgradigen Stress. In dem Zeitraum, in dem Herrchen und Frauchen ihre eigenen sozialen Kontakte pflegten, waren die Hunde oft nicht optimal beaufsichtigt. Manchmal hatten die Tiere bis zu einer Stunde Zeit, sich allein miteinander zu beschäftigen. Ihr könnt Euch denken, dass da viel Konfliktpotential entstehen konnte. Konflikte, die aufkamen, wurden entweder schöngeredet oder aber auf ganz abstruse, angeblich „fachmännische Art“ interpretiert.

 

Anleinen? Wir doch nicht!

 

Die Hunde anzuleinen und so die Situation zu kontrollieren, war in diesem Umfeld verpönt. Kam Finley mit der Situation nicht klar, musste ich ihn im Kofferraum „parken“. Bei Licht betrachtet, war das eine Maßnahme, die seinen Stress-Level sicher nicht positiv beeinflusste. Die anderen Hunde konnten ungehindert bis an das Auto heranlaufen und quasi durch die Scheibe weiter mobben. Oder ich stellte mich davor und versuchte die anderen Hunde auf Abstand zu halten – Entspannung geht anders.

 

Es geht auch anders

 

Ich hörte immer wieder „das muss er lernen“, „der ist doch selber Schuld“, „der kommt schon klar“, „der muss kastriert werden, wenn die Glocken nicht mehr läuten, gibt sich das“… Fachkompetente Ratschläge hören sich anders an. Irgendwann hatte ich das satt. Ich traf die Entscheidung, dass ich Finley diesen Situationen nicht mehr aussetzen wollte. Dummysport konnten wir auch anders betreiben.

Heute gehen wir zweimal in der Woche ins Gelände, mal mit anderen Hunden, mal ohne Begleitung. Ohne dieses besondere Hundplatz-Ambiente bleibt Finley anderen Hunden gegenüber entspannt. Auf unseren Spaziergängen hat er genügend Hundekontakte. Er freut sich auf das Training, und kann es von der ersten Minute an genießen. Im Ergebnis verzichten wir also auf nichts, wenn wir nicht mehr auf den Hundeplatz gehen. Und Finley findet es völlig in Ordnung so. Seit er nicht mehr zu jedem Seminar mitkommen muss, ist er viel relaxter bei den Gelegenheiten, bei denen er mich begleiten darf.

 

 

 

 

 

Willkommen in Testosteroncity

King George die neue Herausforderung

 

Foto: pixabay

 

 

Morgennebel der besonderen Art

 

Also, als wesensfester … hüstel … Retriever hat man es in unserem Vorstadtring nicht gerade leicht. Wir haben in unserer Wohnstraße, im Verhältnis zu normalen Wohngebieten, eine ungewöhnlich hohe Rüdendichte. Wenn man zeitig, also so gegen 5.30 Uhr morgens aufsteht, kann man beobachten, wie anstatt der ortsüblichen Nebelschwaden, kleine Testosteronwölkchen über die Wiesen wabern.

Ich habe mal durchgezählt, es wohnen mehr als 15 Rüden in unserer Straße. Am Ostende unseres Ringes wohnt und herrscht Enrico C., ihr wisst schon, der große Schweizer mit dem abrissbirnengroßen Schädel. Über ihn habe ich ja schon mehrfach auf meinem Blog berichtet, zuletzt HIER.

Das Gebiet am Westende unseres Ringes beanspruchen Dobermann Rudolf und Beagle Oskar gleichermaßen. Was in regelmäßigen Abständen zu Grabenkämpfen epischen Ausmaßes führt, weil auch noch Foxi der Yorkshire Terrier und der italienische Zuwanderer Luigi dazwischen wohnen, und auch ein Wörtchen mitreden wollen. In der Regel wird dann ein Besuch unserer Tierärztin auf Rädern erforderlich.

 

Der König und sein Reich

 

Heute erzähle ich Euch aber mal von George, dem kleinen Westhighland Terrier aus Nummer 17d. Ich nenne ihn auch liebevoll den hysterischen Idefix. Er wohnt in der Mitte der Siedlung, im Eckhaus am Kinderspielplatz, was es ihm offenbar sehr schwer macht, sich zu entspannen. Denn es ist in einer Ringstraße nun einmal nicht zu vermeiden, dass ab und an ein paar Autos oder Fahrradfahrer vorbeifahren, eine Gruppe Kinderwagen-Muttis mit ihren Dreirad-Profis auf dem Weg zum Spielplatz vorbeidümpeln, oder eben auch Menschen mit anderen Hunden an seiner Grundstücksgrenze entlang schlendern.

 

Grenzverletzungen werden nicht geduldet

 

Für King George ist das allerdings eine Majestätsbeleidigung. Der Begriff Terrier leitet sich in seinem Fall vom Wort territorial ab. Will sagen, alles was atmet hat aus seiner Sicht einen Mindestabstand von zirka einem Kilometer zu seiner Grundstücksgrenze einzuhalten. Ein Wunsch, den wir ihm in einer Reihenhaussiedlung nur schwerlich erfüllen können.

Sehr zum Leidwesen des Westis, sind weder die menschlichen Bewohner, noch ihre tierischen Begleiter bereit, sein Herrschaftsgebiet freiwillig zu verlassen. In diesem Punkt sind sich sogar Hunde und Katzen einig.

 

Moni hat alles im Griff – außer George

 

„George der Einzige“ ist nun schon sechs Jahre lang der Monarch des Flurstücks 5698. Oder anders ausgedrückt, er wohnt bei einer Lehrerfamilie. Die Frau ist Religionslehrerin und managt neben ihrem Job noch drei sehr lebhafte Kinder und ihren total vertrottelten Mann Helmut. Dass Georges Erziehung dabei auf der Strecke geblieben ist, muss man ihr verzeihen.

Helmut ist Chemielehrer am örtlichen Gymnasium. Ich mag mir gar nicht vorstellen welcher Gefahr die Kinder der Sekundarstufe ausgesetzt sind, wenn Helmut eine chemische Versuchsanordnung im Schullabor konzipiert. Es scheint ihm koordinativ ja schon Schwierigkeiten zu bereiten, die Schnürsenkel seiner Turnschuhe zuzubinden, bevor er mit George an der Rollleine, seine Runde zieht.

 

Wir machen uns unsichtbar

 

In der Regel vermeiden Finley und ich, den Weg neben Georges Grundstück. Manchmal aber, so wie neulich, versuchten wir uns vorbei zu schleichen. Finley schnupperte, betont gelangweilt, an den Blümchen der Vordergärten auf der anderen Straßenseite und ich gab mir alle Mühe, eine Aura der Harmlosigkeit um mich herum zu erzeugen. Wir hatten schon fast die Hälfte der Strecke geschafft, da entdeckte ich ihn. King George der Einzige hockte an der Seitenpforte und starrte uns an. „Wir gehen einfach weiter“, flüsterte ich Finley zu. Finley, schnupperte also weiter und observierte den Westi im Augenwinkel.

 

Der King zeigt seine Zähne

 

Im allerletzten Moment, wir waren quasi schon fast weg, legte George los: „Wauwauwau … haut ab, ihr Mistkäfer … wuffffwuffff … ich bin hier der Chef … jauuulknurrrr … kniet nieder, ihr Schmeißfliegen … weffffweeeeffweeefff … ich mach euch fertig …“ Je hysterischer und höher sein Ton wurde, desto hektischer und ungebremster wetzte er an seiner Zaungrenze auf und ab. Er sprang an der Pforte hoch, fletschte die Zähne und knurrte. Finley blieb bei der ganzen Show erstaunlich ruhig, ab und an mal ein reduziertes Knurren oder Wuffen: „Reg‘ dich mal ab, Kleiner …“, schien er zu sagen. Ich hatte ihm mühsam beigebracht, dass alles, was hinter einem Zaun stattfand, für uns keine reale Bedrohung bedeutete.

 

King George büxt aus

 

Tja, und dann änderte George der Einzige die Bedingungen. Er zwängte sich unter der Pforte hindurch, und kam in äußerst schlechter Stimmung auf Finley und mich zugeschossen. Dann bremste er ab, kläffte und knurrte und lief die halbe Strecke wieder zurück. Allerdings nur, um Anlauf zu nehmen für den nächsten Angriff. Ich hatte inzwischen die Leine losgelassen, denn in solchen Situationen bin ich für Chancengleichheit. Wenn ein kleiner Hund wie George sich aufführt, wie ein schlecht erzogener Rottweiler, dann ist mir der Größenunterschied piepegal.

 

Finley macht die Waffen klar

 

Finley stand noch immer an seinem Platz, allerdings schien es für ihn an der Zeit zu sein, dem wilden George zu zeigen, dass er sein Gebiss auch dabeihatte. Von Helmut oder Moni, seiner Frau war nichts zu sehen. Ganz anders die übrigen Nachbarn. Die standen in ihren Vorgärten, zwei hatten sich sogar Klappstühle hingestellt und setzten sich. Ich kam mir ein bisschen vor, wie ein Kämpfer in einer Arena. Die Zuschauer wollten etwas geboten bekommen. Und sie bekamen etwas geboten.

 

Typisch Lehrer – voll die Übersicht…

 

Denn in dieser Sekunde kam Helmut um die Ecke geschossen und rief verwirrt: „Was ist … wo ist … Georgiiiiiie … was machst du da … stehen bleiben … sofortsteheeeenbleeeeiiiiiibeeeeeen!“

Als Helmut merkte, dass sein Georgie so gar nicht auf ihn reagierte, fackelte er nicht lang. Der einmeterneunzig große Hühne nahm Anlauf, sprintete auf seinen Hund zu, sprang ab, hob ab und landete mit einem formvollendeten Touch down auf seinem Hund. Mir blieb der Atem stehen und Finley ging es offensichtlich genauso.

 

George, der Erfinder des Pressed Breathing

 

Ich war fast erleichtert, als sich George unter der Halsbeuge seines Herrchens hervorarbeitete und seinem Unmut weiterhin freien Lauf ließ. Helmut klemmte sich das zappelnde Tier unter den Arm, und ging wieder in Richtung seines Gartens. Kurz vor der Pforte drehte er sich um und rief Finley ungelogen zu: „So einen kleinen Hund zu erschrecken – schäm dich!“

Tja, so kann man den ganzen Auftritt natürlich auch interpretieren. Das war ganz sicher einer der Momente, in denen sich eine Entgegnung nicht lohnte. Ich zuckte mit den Schultern und schaute ratlos ins Publikum. Einige winkten ab, die Nachbarn sprachen durcheinander, „Das ist immer so mit denen … nie ist der Schuld … unverantwortlich … da passiert noch mal was … Finley, den hättest du dir ruhig mal vornehmen können…“. Ähm nein, dachte ich still, gut dass du das nicht gemacht hast Finley.

 

Manchmal hilft Reden – zumindest für eine Weile

 

Etwas später habe ich noch einmal bei Moni und Helmut geklingelt. Wir haben dann besprochen, wie wir das in Zukunft handhaben wollen, wenn wir uns im Wald treffen, und ich habe versprochen, die Westkurve unseres Ringes nur noch ohne Finley zu begehen. Seitdem ist es zwar nicht friedlicher geworden aber immerhin sicherer. Auch wenn ich finde, dass irgendwer dem Helmut mal die Sperrfunktion seiner Rollleine erklären sollte. Aber davon erzähle ich Euch mal ein anderes Mal.

 

 

 

Prost, Abiturfeier in der Vorstadt – die Haushaltshilfe im Härtetest

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Waschsaugen mit dem Aqua+ Pet & Family

 

 

 

Finley verliert langsam seine Scheu

 

Ganz so skeptisch, wie Finley auf dem Foto oben aussieht, ist er unserer neuen Haushaltshilfe gegenüber gar nicht eingestellt. Will sagen: Näher ist er einem Staubsauger in den letzten 10 Jahren freiwillig noch nie gekommen. Das bringt dem Aqua+ Pet & Family ein paar sehr wichtige Pluspunkte auf meiner Beliebtheitsskala ein. Ab sofort muss ich mich nicht mehr um Finleys Gemütsverfassung sorgen, wenn ich den Staubsauger aus der Besenkammer hole, yay!

Ihr erinnert Euch sicherlich daran. Unser alter, früh verrenteter Sauger hatte sich auf die Antillen verabschiedet. Dort genießt er jetzt den Ruhestand-on-the-rocks an einer Cocktailbar mit Strohdach. Für ihn ist das Leben jetzt nur noch lässig, keine sandigen Fliesen mehr, die er reinigen muss.  Denn in der Karibik ist feiner weißer Sand eine Touristenattraktion.

 

Aqua+ Pet & Family im Dauertest

 

Sein Nachfolger, der Aqua+ Pet & Family, ist jetzt schon ein paar Wochen bei uns im Dauertest, und ich bin sehr zufrieden. Der Staubsauger wurde uns freundlicher Weise von der Firma THOMAS (hier geht es zur Firmenseite) zum Testen zur Verfügung gestellt. Sogar das Absaugen der Treppen funktioniert besser als mit seinem Vorgänger, weil unser Neuling sehr viel handlicher ist und ich lange nicht soviel Gewicht hochtragen muss wie vorher. Dieses Mal wollte ich die Waschsaug-Funktion austesten.

 

Aftermath nach der Abiturfeier

 

Und das wurde dann auch ein Test unter erschwerten Bedingungen.  Meine Tochter Mausi hatte ihr Abitur bestanden. Das musste natürlich gefeiert werden. Die Jubilarin schrieb also kurzfristig eine Gästeliste, die so lang war wie unsere Straße. Danach arbeitete sie die Liste ab und versendete eine digitale Einladungskarte an alle, die sie kannte. Motto der Feier: „Party, bis der Arzt kommt, und wenn er wieder weg ist, feiern wir noch weiter, whohoo …“

 

Putzlappen blieben im Schrank, dank Finley

 

Ich versuchte eine Work-Life, äh … Putz-Party-Balance zu finden, und nicht bei jedem Senf- oder Barbecue-Soßenfleck aufzuspringen und hinter den Gästen her zu wischen. Ich fand, ich war da sehr tapfer, was ich allerdings auch nur sein konnte, weil Finley seine Haushundepflichten sehr ernst nahm und sämtliche Soßenflecken aufleckte und Essenreste wie Brot, Wurstzipfel und Salatreste pflichtbewusst aufnahm und umgehend kompostierte. Zumindest tat er das bis er satt war.

Ich ignorierte klaglos umfallende Weingläser, in der naiven Annahme, dass der wankende junge Mann, der sie umgestoßen hatte, sich gleich beflissen umdrehen würde, um sie dem Abwasch zuzuführen. Hope never dies. Mein Angebot für einen sehr schwarzen, sehr starken Esspresso lehnte er milde ab, „Dannwerdischjawiddernüschtern … hahahaaa“.

 

Eltern, die denken, nach der Pubertät haben sie es geschafft, irren gewaltig

(Ich)

 

Wenn 18-jährige Menschen, die eben gerade so der Pubertät entwachsen sind, feiern, ist das so: Sie denken, sie wüssten einfach alles und auf jeden Fall besser als „wir Alten“. Unsere Lebenserfahrungen, die wir in liebevolle Bemerkungen wie „Bier auf Wein, lass sein“ verpacken, werden als antiquierte Sichtweisen im Mottenarchiv abgelagert (ins Mottenarchiv verschoben). Insbesondere was das Thema Alkoholkonsum betrifft, haben wir Eltern, Großeltern und alle Personen über 25 überhaupt keine Ahnung, wovon wir sprechen. Wir Ollen seien ja so unentspannt und sollten dringend mal chillen gehen, und zwar unsere Basis, möglichst weit weg vom Ausschank der köstlichen Flüssigkeiten.

 

Kleine Unregelmäßigkeiten im Gästegefüge gibt es immer

(Auch ich)

 

Ähm, ja … also im Großen und Ganzen war es echt lustig und unsere Gesamtbilanz vom Abend war nicht zu verachten:

Drei Jungs wurden von Mutti und Papi vorzeitig abgeholt. Sie fuhren aber erst los, als wir alle ziemlich sicher sein konnten, dass die Beiden ihre Mägen vollends in unseren Kirschlorbeer entleert hatten.

Zwei ehemalige Mitschülerinnen saßen weltschmerzheulend auf unserer Terrassenmauer und sangen gemeinsam ein Klagelied darüber, dass ein wichtiger Lebensabschnitt nun vorüber sei und man sich niemals nicht aus den Augen verlieren dürfe – BFF‘s  großes Indianer(Innen)ehrenwort…

Und in der unteren Etage meines Hauses stank es wie in der Holstenbrauerei, nach der Explosion einiger Maischefässer.

 

Je eher daran, desto eher davon

(Meine Mutter)

 

Was soll ich sagen, so eine Lebensabschnittsfeier hinterlässt Spuren – auf den Fußböden genauso wie in den Seelen aller Beteiligten. Während sich zwei ehemalige Mitschüler meiner Tochter, so vollgetankt wie Muttis Diesel, auf unserer Gartenbank zur Nacht betteten, folgte ich dem Geruch, zog Bilanz und beschloss, vollends auf Schlaf zu verzichten und das hinterlassene Chaos gleich zu beseitigen.

Den sich mir darbietenden Anblick konnte ich mit stoischer Ruhe hinnehmen, denn mein Kind hatte das Abi in der Tasche, und ich den Aqua+ Pet & Family im Besenschrank – alles gut. Bewaffnet mit dem Sauger und der Boden-Waschsaugdüse für die Hartbodenreinigung machte ich mich auf in mein Wohnzimmer. Dort lagen schon die Schläuche für die Wasserversorgung des Gerätes. Trotz meiner Müdigkeit hatte ich den Aqua+ Pet & Family schnell auf das Waschsaugen eingerüstet. Ich befüllte den Frischwassertank und fügte das THOMAS Reinigungskonzentrat in der vorgeschriebenen Menge hinzu. Dann ging es los.

 

Das Frischesaugen verbessert die Raumluft

 

Der Aquafilter im Sauger darf beim Waschsaugen nicht mit Wasser befüllt werden. Er fängt später das Schmutzwasser und die ganzen Verunreinigungen auf. Der neu entwickelte Aquafilter besteht aus einem Schmutzwasserbehälter, einem zweiteiligen Filterdeckel und einem Ansaugfilter. Staubpartikel, Tierhaare und gröbere Verschmutzungen werden aufgesogen und gebunden. So werden auch unangenehm riechende Geruchsstoffe im Filtersystem aufgefangen und können nicht mehr in die Raumluft entweichen. Der Filter verbessert so die Raumluft. Die Firma Thomas nennt es das Frischesaugen. Das ist nicht nur ein Gewinn für Hausstauballergiker wie mich, sondern hat in diesem speziellen Fall auch einen Großteil des „Brauereigeruchs“ eliminiert.

 

Empfehlung durch die Deutsche Haut- und Allergie e. V.

 

Die Deutsche Haut- und Allergie e. V. hat diesen entscheidenden Vorteil für Allergiker bestätigt und empfiehlt den Aqua+ Pet & Family für Allergiker: „Der hohe Abscheidegrad von Allergenen im Wasserfilter des Gerätes – eine Leistung, die zudem auch für frischere Raumluft sorgt. Eine Empfehlung, der Sie vertrauen können – wenn Sie auf der Suche nach einem leistungsfähigen Staubsauger sind, der bei Allergien für saubere Luft sorgen kann.“

 

Geräuschpegeltest bestanden

 

So ganz nebenbei hat der Aqua+ Pet & Family auch meinen persönlichen Geräuschpegeltest bestanden. Finley nahm keinen Reißaus und unsere zwei Schnapsleichen auf der Gartenbank machten keinen Mucks und verschliefen die gesamte Säuberungsaktion. Der eigentliche Saugvorgang ist denkbar einfach auszuführen. Nachdem man den Wassertank befüllt hat, stellt man über einen Knopf auf dem Korpus des Saugers die Pumpe an und drückt dann ganz normal den An-Knopf. Auch die Stärke der Saugleistung ist wie in meinem letzten Artikel beschrieben regulierbar. Hat man, wie in der Gebrauchsanweisung erklärt, ein Schlauchsystem am Korpus und an der Saugstange befestigt, kann man die Menge des Wassers über eine Handpumpe am Ende der Saugstange regulieren.

Der einzige Aufwand ist also die Installation der Schläuche und das Draufsetzen der Waschsaugdüse. Ein kleiner Mehraufwand, der sich für mich aber gelohnt hat, wenn ich auf das Ergebnis schaue. Auf der anderen Seite habe ich einen kompletten Arbeitsgang eingespart. Bevor ich die Böden wischen konnte, musste ich früher erst einmal Durchsaugen. Das ist nicht mehr notwendig, das erledige ich jetzt mit der Waschsaugfunktion des Aqua+ Pet & Familiy in einem Durchgang. Wenn ich den Hartbodenadapter nach hinten klappe, kann ich sogar Teppichböden damit feucht absaugen.

 

There’s got to be a morning after…

(Felix und Malte)

 

Unsere neue Haushaltshilfe stand schon lange wieder im Besenschrank, als unsere zwei etwas verwirrten Bankschläfer an das Küchenfenster klopften. Wo sie den seien und was geschehen sei, fragten sie. Es machte mir zugegebenermaßen sehr viel Spaß, ihre Verwirrung noch zu steigern, indem ich antwortete, sie seien in meinem Garten, ich hätte die halbe Nacht gesaugt und sie hätten – nun ja, geschlafen. Nach zwei starken Tassen Kaffee zeigte ich ihnen dann die Fotos und Videoaufnahmen, die ich von ihnen auf meiner Gartenbank liegend, eng aneinander gekuschelt wie die zwei Schmusekater meiner Nachbarin, gemacht hatte. Die zögerlich vorgebrachten Bitten, diese Peinlichkeiten zu löschen, lehnte ich rundheraus ab. Wir „Ollen“ wollen schließlich auch mal unseren Spaß haben. Damit sie etwas beruhigter abziehen konnten, versprach ich ihnen aber, die Werke nur im kleinen, privaten Kreis zu zeigen. Sorry …

 

Zum Abschluss noch ein Lesetipp

 

Wenn Ihr Lust habt, dann schaut doch auch einmal auf die Haustier-Ratgeber-Seite der Firma THOMAS. Hier findet Ihr viele Tipps zur Haltung von Hunden und Katzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Menschen gibt’s – Heute, der Fäkalienradler

Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt’s nicht.

(Konrad Adenauer)

 

 

 

 

Der  einfachste Mensch ist immer noch ein sehr kompliziertes Wesen

(Marie von Ebner-Eschenbach)

 

Sicher ich weiß, auf einem Hundeblog erwartet man eher Artikel über Hundebegegnungen. Ich will Euch heute aber mal von unserer letzten Menschenbegegnung erzählen. Es hat auch ein bisschen mit Finley zu tun, denn schließlich wurde er von diesen beiden Radfahrern beleidigt, genauso wie ich fortwährend mit Schimpfworten überzogen wurde. Uns klingeln immer noch die Ohren.

Finley und ich waren gerade auf einem unserer Wanderwege unterwegs. Ich genoss den Spaziergang trotz des Nieselregens und Finley schnupperte an den Wegrändern die Fährten seiner Kumpels ab.  Etwa 15 Meter vor uns stand ein älterer Herr in Radfahrmontur und passte auf zwei abgestellte Rennräder auf.

 

Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinaus gibt, geht nicht verloren

(Albert Schweitzer)

 

Während Finley gerade Kapitel zwei des „Dümpel Express“ las, kam die Frau des Radlers aus dem Wald zurück. Sie sah, wenngleich schon um die siebzig, auch sehr sportlich aus. In der linken Hand trug sie ihren neongrünen Fahrradhelm, in der Rechten ein Bündel kotverschmierter Tücher. Sie lächelte ihren Gatten beseelt an, holte mit der Tücherhand aus und warf die verschmierten Tücher im hohen Bogen zurück in die Büsche.

„Fertiiig“, flötete sie ihrem Gatten entgegen und dieser nickte zufrieden.

Man musste es mir wohl angesehen haben, wie angewidert ich war. Jedenfalls drehte das Eddy Merckx Double sich zu mir um und sagte: „Guck bloß nicht so doof, Du blöde Ziege!“ Wie vom Donner gerührt blieb ich stehen. So offen wurde ich bisher selten angefeindet.

„Wie bitte?“, entgegnete ich, „Sie reden ja wohl hoffentlich nicht mit mir.“ „Mit wem denn sonst“, antwortete der Pedaltreter und ging bei jedem Wort einen Schritt weiter auf mich zu, „mit deinem Scheißköter bestimmt nicht.“ Seine Frau nickte beflissen und Finley baute sich breit neben mir auf.

 

Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt

(Christian Morgenstern)

 

Das alles sagte der Mann, obwohl ich anfangs nicht ein einziges Wort gesagt hatte und durchaus bereit gewesen war, wortlos an diesen zwei Fäkalienradlern vorbeizuziehen. Ähm ja, Absichten kann man auch ändern…

 

Inzwischen hielten zwei andere Radler bei uns an und ich bekam tatsächlich Schützenhilfe. „Was ist denn hier los, brauchen Sie Hilfe“, fragte mich der Mann auf dem blauen Rad. „Ich heiße übrigens Joachim und das ist der Frank“, sagte er dann noch und zeigte auf seinen Begleiter. Nachdem ich mich auch vorgestellt hatte, versuchte ich den beiden, die Situation zu erklären. Das allerdings gestaltete sich ein wenig schwierig, weil das Eddy Merckx Double fortwährend vor sich hin zeterte: „Die doofe Kuh (meint mich) – meine Frau macht wo sie will – Scheißköter (meint Finley) – Fot… (auch ich) – blöde Zicke (schon wieder ich) … „

 

Der Mensch ist vielerlei. Aber vernünftig ist er nicht.

(Oscar Wilde)

 

 

Mir wurde es zu bunt, ich drehte mich um und stellte den durchgeknallten Pseudosportler zur Rede: „Können Sie mir vielleicht mal erklären, warum Sie so wütend auf mich sind“, fragte ich den Mann. Das Eddy Merckx Double antwortete: „Sie haben ja wohl keine Pietät. Wenn meine Frau mal kacken muss, dann schaut man weg und verzieht nicht das Gesicht.“ Seine Frau stand immer noch nickend neben ihm. Ich hakte nach: „Nur damit ich das richtig verstehe. Sie schicken ihre Frau zum „Kacken“ in unseren naturgeschützten Wald, ihre Frau hält ihren nackten Allerwertesten in die freie Natur und erleichtert sich, als gäbe es kein Morgen mehr und ICH bin pietätlos?“ Das Eddy Merckx Double antwortet mit Inbrunst: „Genau!“

 

Das Unglück ist, dass jeder denkt, der andere ist wie er, und dabei übersieht,

dass es auch anständige Menschen gibt

(Heinrich Zille)

 

Ich musste tatsächlich lachen. Soviel Realitätsferne hatte ich nicht erwartet. „Nur für das nächste Mal“, sagte ich zu seiner Frau, „dort, beim Bahnhof gibt es zwei öffentliche Toiletten. Das ist doch auch für Sie viel angenehmer.“ Die Frau nickte erneut, was sie übrigens die ganze Zeit tat, egal wer gerade was auch immer gesagt hatte. Nicken schien, gleich nach in den Wald schietern, eine ihrer Kernkompetenzen zu sein.

„Na-das-ist-doch-eine-Uuuunverschääääämtheit“, blökte der Gatte aufgebracht heraus. Und weiter: „Die da (meint mich) lässt ihren dämlichen Köter überall hinscheißen, der hat bestimmt auch Läuse. Die soll man ja die Fresse halten!“  Seine Frau nickte – was sonst…

 

Mensch: das einzige Lebewesen, das erröten kann.

Es ist aber auch das einzige was Grund dazu hat

(Mark Twain)

 

„Mäßigen Sie sich mal“, forderte Frank den Mann auf, der daraufhin ein lautes Schnauben von sich gab.

Eigentlich wäre es wohl richtig gewesen, den Rüpel und seine Wackeldackeldame einfach stehen zu lassen und sie ihrer jämmerlichen Existenz zu überlassen. Ich versuchte es – wirklich. Mein inneres Oooohhmmm betete sein Lieblingsmantra: Tiiiief einatmen Birgit, dooooch, das Leben ist ein Ponyhof…“

Es half nichts, er hatte das böse L-Wort gesagt. Am liebsten hätte ich ihm, „MEIN HUND HAT KEINE LÄUSE, DU TORFNASE“, entgegengeschrien aber ich bekam das in den Griff. Langsam drehte ich mich zu ihm um und fixierte den Mann. Finley war dicht an meiner Seite und gab ein düsteres Brummen von sich.

Dann sagte ich: „Passen Sie mal gut auf, Sie Freizeitradler. Erstens hat mein Hund keine Läuse und selbst wenn er welche hätte, wäre das nichts gegen die Defekte, die Sie offensichtlich mit sich herumtragen.“ Er lief puterrot an und wollte etwas entgegnen. Ich erstickte jede Erwiderung mit einem sehr giftigen „Ich bin noch nicht fertig“ im Keim.

Dann fuhr ich fort: „Zweitens nehme ich den Kot meines Hundes mit Gassitüten auf und entsorge sie im nächsten Mülleimer.“ Zum Beweis, hielt ich ihm die Tüte, in der Finleys letzte Hinterlassenschaft, lauwarm vor sich hin dampfte unter die Nase. Dann drückte ich ihm zwei frische Tüten in die Hand und sagte: „Sie wollen den Pups ihrer Frau doch sicherlich auch noch aus der Botanik bergen, oder?“

 

Lebenskunst besteht zu 90 Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen,

die man nicht leiden kann

(Samuel Goldwyn)

 

Joachim und Frank, die das ganze Geschehen beobachtet hatten, brachen in lautes Gelächter aus. Ich zwinkerte den Beiden zu.

Wir Vier taten jetzt das einzig Richtige. Wir machten kehrt und entfernten uns von dem Pöbler und seiner nickenden Frau. Gesprächsversuche hatten offenbar keinen Zweck. Wir verabredeten uns sogar, denn Joachim und Frank haben auch einen Hund, eine wunderschöne Cocker Spaniel Dame namens Lilly.  Und während wir den Wanderweg entlang schlenderten, hörten wir den Fäkalienradler zetern, schimpfen, wettern und meckern. Sie tat mir fast leid, die nickende Frau an seiner Seite.

 

Nachtrag:

 

Ich bin sicher, wenn ich keinen Hund bei mir gehabt hätte, hätte mich der radelnde Greis in Ruhe gelassen. Das ist ein Phänomen, das ich immer wieder beobachte. Die Tatsache, dass ich einen Hund bei mir habe, löst bei vielen irgendetwas aus, dass sie ihre gute Erziehung und soziale Höflichkeit in den Wind schießen lässt. Mir ist noch nicht so klar was es ist, dass das Rüpelverhalten auslöst. Allerdings habe ich für mich entschieden, dass das auch nicht ausschlaggebend sein kann. Ich lasse mir das nicht mehr gefallen.

Finley hat in der oben geschilderten Sequenz übrigens ein ausgezeichnetes Sozialverhalten gezeigt.

 

 

 

 

 

 

Die HundeWelt, Finley und ich

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Monatliche Glosse ab August

 

 

Es gibt Neuigkeiten für Euch. Ab August könnt Ihr in jeder Ausgabe des Hundemagazins HundeWelt eine Glosse von mir lesen.

Ich werfe für Euch einen humorvollen Blick auf das Leben mit meinem Hund und berichte dort über Alltagssituationen, die jeder Hundehalter schon irgendwie einmal erlebt hat oder aber erleben wird. Und zwar auch dann, wenn er heute noch nicht daran glauben kann, dass ihm mal so etwas passieren könnte.

Jede Geschichte enthält das berühmte Quäntchen Wahrheit, einen Lösungsvorschlag, einen Paukenschlag, eine ordentliche Portion Selbstironie und manchmal auch etwas Versöhnliches.

Die Texte in der HundeWelt findet Ihr so nicht auf meinem Blog, den ich natürlich nach Kräften weiter betreiben werde. Also, wenn Ihr meine Geschichten mögt, dann schaut doch mal hinein in das Magazin. Es wird sich lohnen, das kann ich versprechen –  nicht nur wegen meiner Glosse …

In der August Ausgabe, die am 09. Juli erscheint,  geht es in meiner Glosse auf Seite 30 ums Gärtnern mit Hund, um grenzwertige Designentwürfe und naja,  „+###!!+***“…

Wenn Ihr mehr über die Hundewelt erfahren wollt klickt einfach auf den farbigen Magazintitel, oben in diesem Artikel.

 

Der Goodfellows Hundeblog feiert fünfjähriges Jubiläum

Finley und ich sagen danke

 

 

 

Whohooo – das hätte ich in diesen trubeligen Tagen ja fast vergessen.

Der GOODFELLOWS HUNDEBLOG feiert fünfjähriges Jubiläum. 🎂 Das ist doch eine super Gelegenheit, einmal danke zu sagen.

Vielen Dank an Euch Leser. Es macht mir unglaublich viel Spaß, immer wieder neue Geschichten für Euch zu recherchieren und zu schreiben. Eure Likes und Kommentare motivieren mich, weiter zu machen.

Danke auch an mein Netzwerk in den sozialen Medien. Nichts würde so gut funktionieren, ohne das Teilen meiner Beiträge und ohne Eure konstruktiven Kommentare. Euer unermüdlicher Support feuert mich an.😍

Ein großer Dank gebührt auch meiner Freundin Susanne Klaar. Susanne, ohne Deine Zuversicht, Deine tatkräftige Unterstützung, Dein Fachwissen und Deine Kreativität, gäbe es meine Website gar nicht. 😘 Ich glaube, wir haben es gerockt

Ich bedanke mich auch bei meinem Mann und unseren Töchtern Mausi und Motte, die sich meine Texte vor der Veröffentlichung, immer wieder gaaaanz geduldig vorlesen lassen. Ihr seid Klasse!

Und letztlich gilt mein Dank auch meinen Kritikern. Jede Kritik birgt auch immer die Chance in sich, Dinge zu überdenken, manchmal zu ändern oder einfach nur das Thema für den nächsten Beitrag zu werden. 😇😃

Für die Jahre, die noch kommen wünsche ich mir, dass Ihr mir weiterhin treu bleibt und auch in Zukunft immer mal einen Kommentar, sei es auf dem Blog oder in meinen sozialen Medien zurücklasst.

Wir lesen uns….

Unter der Laterne, vor dem großen Tor – Enrico C., die Chronik einer tiefen Feindschaft Vol.3

Neues über Finleys Lieblingsfeind

 

Foto: pixabay

 

Gänseblümchen, Vogelgezwitscher und ein Treffen unter Feinden

 

Abendspaziergänge mag ich besonders gerne. Wenn im Sommer die laue Luft die Bäume umspielt, dann genieße ich unsere Gassirunden in vollen Zügen. Alle wichtigen Arbeiten habe ich erledigt und kann die Seele baumeln lassen. Finley dümpelt an langer Leine von links nach rechts und schnüffelt sich von Markierung zu Markierung und von Gänseblümchen zu Gänseblümchen.

Die letzte Runde bedeutet Entspannung, Vogelgezwitscher und Frieden. Es sei denn, …ja, es sei denn wir treffen auf Enrico C. und sein Frauchen Bruni. Dann wird es brenzlig. Ihr erinnert Euch ja vielleicht noch an Enrico C., den großen Schweizer Sennenhund aus dem Nachbarhaus. Ein Bild von einem Rüden, stramme 70 Zentimeter Schulterhöhe, gefühlte 60 Kilogramm pure Muskelmasse, unter einem abrissbirnengroßen Sturschädel.

 

Und ewig knurrt der Sennenhund

 

Die Beiden hassen sich leidenschaftlich. Und da sie beide über eine eher extrovertierte Persönlichkeit verfügen, machen sie aus ihrer Abneigung auch keinen Hehl. Da werden die Boxhandschuhe über alle vier Pfoten gestreift und dann warten sie auf den Gong … Caniden-Kickboxen, Gewichtsklasse: Cruisergewicht, 1. Runde …

Frei nach Hollywood heißt es dann „Und ewig knurrt der Sennenhund“. Bruni und ich haben dann unseren Einsatz und alle Hände voll zu tun.

 

Die Safer-Fletsch-Variante:

 

Finley und Enrico C. sind beide angeleint. Beide stehen sich gegenüber, zeigen die Zähne, knurren was das Zeug hält und aus allen Drüsen versprühen sie Rüdenchefsekret, als gäbe es kein Morgen mehr. Ich versuche Finley und mich aus der Schusslinie zu bringen. Was mir, wenn auch zäh, nach und nach gelingt. Bruni … ähm ja … beobachtet aufmerksam was Finley und ich so machen, wickelt sich die Leine dreimal um ihre Handgelenke und tut darüber hinaus nichts. Mein Adrenalin- und mein Kortisolspiegel sitzen inzwischen gemeinsam im Hormon-Pub am Kneipentresen und köpfen eine Flasche Wodka. Prost Jungs, ex und hopp, es bleibt wieder mal an uns hängen.

 

Die Foul-the-Fairplay-Variante:

 

Finley ist angeleint, Enrico C. hingegen nicht. Beide stehen sich gegenüber, fletschen die Zähne und knurren sich an, was das Zeug hält. Die Drüsen tun ihre Pflicht und verteilen Rüdenchefsekret in der Vorstadt, als gäbe es kein Morgen mehr. Ich versuche Finley meinen Fluchtplan schmackhaft zu machen. Es läuft semibeschissen, denn Enrico C. kommt langsam in drohend, gebückter Haltung auf uns zu. Keine Chance, dass Finley ihm jetzt den Rücken zudrehen wird, schließlich hat er ja keine Todessehnsucht. Bruni tut indessen … ratet mal … genau, NICHTS.

 

Die Gedanken sind frei

 

Ich erwäge kurz, die Leine fallen zu lassen und Finley zu gestatten seine Rüdenpflicht zu tun. Dann hätte ich beide Hände frei, um Bruni den Hintern zu versohlen. Mein Noradrenalin kommt in den Pub und setzt sich zu den beiden anderen Wutbrüdern an den Tresen und bestellt beim Bartender drei Cocktails namens „Hells Bells“. Meine Frustrationstoleranz ist spontan in den Kurzurlaub geflogen.

 

Ich bemühte mich redlich…

 

Trotzdem verwarf ich zähneknirschend den Plan, Bruni zu vermöbeln. Ihr könnt stolz auf mich sein. Impulskontrolle ist eben die halbe Miete aber eben auch nur die halbe … Da entschloss sich Bruni, die Situation ein wenig anzuheizen und warf, begleitet von dem Ausruf „Hol den Balli“, einen ausgeleierten Kinderball zwischen die beiden Hunde. Impulskontrolle adé (meine)! Ich brülle Bruni an, dass wenn sie ihren „K#!+**+#“ nicht sofort an die Leine nehmen würde, ich aus ihr, ihrem Mann, ihrem Hund und ihrer Nachzucht Hackfleisch machen würde und zwar BIO-Qualität. Bruni schluckte und leinte Enrico C. an, murmelte etwas wie „unter sich ausmachen“ und verzog sich unter großen Mühen mit ihrem bockenden Höllenhund gen Heimat.

 

Das Ziel fest vor Augen

 

Nun, das haben Finley und ich gottseidank alles hinter uns. Und an diesem besagten lauen Sommerabend hatten wir es schon fast nach Hause geschafft. Wir hätten an der Straßenlaterne nur noch rechts abbiegen und über unseren Garagenhof nach Hause schlendern müssen. Es waren nur noch läppische 75 Meter bis zum verdienten, friedlichen Feierabend, als Bruni und Enrico C. sich entschlossen, ihre dritte, die Lil-Marleen-Variante an uns auszuprobieren.

 

Die Lili-Marleen-Variante

 

Finley war angeleint, Enrico C. auch. Beide fletschten die Zähne, knurrten, was das Zeug hält. Rüdenchefsekret waberte durch die Vorstadt. An Flucht war nicht zu denken, Finley zu beruhigen schien unmöglich. Enrico C. versuchte sich von seinem Frauchen loszureißen und bockte wie ein wilder Hengst. Bruni wickelte sich die Schleppleine mehrfach um das Handgelenk und ließ sich von Enrico C. unter Schmerzen, widerstrebend in unsere Richtung ziehen. Sie kämpfte hart, das musste man ihr lassen. Ich stand da und tat zur Abwechslung mal nichts.

 

„Wie einst Lili Marleen…
Unsre beiden Schatten sahen wie einer aus, dass wir so lieb uns hatten…“
(Auszug aus dem Songtexte des Liedes „Lili Marleen“)

Auf halber Strecke zwischen Bruni und uns stand die Straßenlaterne. Enrico C. zog grummelnd an ihr vorbei, Bruni griff beherzt mit beiden Armen, die Schleppleine noch immer ums Handgelenk gewickelt ,  nach dem Laternenpfahl und versuchte sich an Ihn zu klammern. Das alles beachtete Enrico C. nicht, er gab Gas. Bruni landete mit einem bedenklich hohl klingenden Klong-Geräusch am Laternenpfahl … AUTSCH! … das musste wehgetan haben. Enrico C., jetzt vollständig außer sich, wurde mit einem harten Ruck gebremst. Verwirrt sprang er um Bruni herum, was dazu führte, dass meine Nachbarin mit ihrer Leine an dem Pfahl festgezurrt wurde.

 

„Wie einst Lili Marleen…
So wollen wir uns da wiedersehen,
Bei der Laterne wollen wir stehen…“
(Auszug aus dem Songtext des Liedes „Lili Marleen“)

Bruni stöhnte auf, klammerte sich aber nach wie vor an den Laternenpfahl, wie einst Lilli Marleen *träller… Bruni schielte ein wenig und ich machte mir ehrlich Sorgen. Ihre umwickelten Beine wollten weg knicken, was aber nicht ging weil sie an die Strassenlaterne wie an einem Marterpfahl festgebunden waren – Winnetoustyle . Meine Kumpels Noradrenalin, Adrenalin und Kortisol luden mein Dopamin auf ein Gläschen Champagner ein. Der Bartender im Hormon-Pub war sehr erfreut über seinen Umsatz und ich unterdrückte mit aller Kraft, einfach loszulachen.

 

Wie einst Lili Marleen… Es kann drei Tage kosten…
Da sagten wir auf Wiedersehen, wie gerne würd‘ ich mit dir gehen…“
(Auszug aus dem Songtexte des Liedes „Lili Marleen“)

Ich mache es mal kurz. Finley und ich gingen nach Hause, Bruni blieb vertäut am Laternenpfahl zurück, Enrico C. tobte am Ende der Schleppleine. Ich habe dem Heinz, Brunis Ehemann bescheid gesagt, er müsse seine Frau vom Laternenpfahl schneiden. *kichergnihihiiiipruuuuust

Der Heinz sprintete los und später sah ich die Drei durch ihre Gartenpforte gehen. Wir haben nie wieder über diesen Vorfall gesprochen. Ich fürchte, Fortsetzung wird folgen oder wie es in dem Lied „Lili Marleen“ heißt: „Wenn sich die späten Nebel drehen … Werd‘ ich bei der Laterne stehen … Wie einst Lili Marleen …“

 

 

NACHTRAG

 

Natürlich gibt es auch Große Schweizer die unproblematisch sind. Wir selber sind mit zweien und deren Haltern befreundet. Diese Hunde sind top erzogen, werden aber anders gehalten. Sie leben auf einem Biohof und haben dort ihre Aufgaben.

Fairerweise muss man sagen, dass es in unserer Gegend auch Hundehalter gibt, die zusammen mit Enrico C. und seinem Frauchen spazieren gehen. Meistens nur einmal, aber immerhin. Ich sehe auch, dass der Hund eigentlich keine Schuld daran hat, dass er nicht gelernt hat mit anderen Hunden zu spielen, nicht gut sozialisiert ist und wirklich null Erziehung hat. Das sind die Versäumnisse seiner Halter. Das nützt Finley und mir nur überhaupt nichts, wenn es zu solchen Aufeinandertreffen kommt. Es ist schlicht gefährlich für uns. Ja ich sage uns, weil Enrico schon lange entschieden hat, dass er im Zweifel nicht nur gegen seinen Hundesparringspartner vorgehen darf, sondern auch gegen die dazugehörigen Menschen. Aber das wird mal eine andere Geschichte….

 

Mehr von Enrico C. der Abrissbirne und Finley

 

Wenn Ihr mehr von den zwei Streithähnen lesen wollt, klickt einfach auf die farbigen Überschriften. Ich wünsche Euch viel Spass dabei.

Enrico C. die Abrissbirne – Chronik einer tiefen Feindschaft Vol. 1

Enrico C. die Abrissbirne – Chronik einer tiefen Feindschaft Vol. 2