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Die Badesaison ist eröffnet

Ich stehe am Ufer des Lottbeker Teichs und überlege: Schmeiß ich das Ding jetzt oder nicht…. Ach, was soll ich mach’s. Ich hole aus und schleudere den Dummy in den See. Mit einem lauten „Platsch“ landet das Stoffsäckchen im Wasser.

Mit einem riesigen Satz springt Finley ins Wasser, läuft ein paar Schritte uhuuund …. Juhu, er schwimmt! Ich kann es kaum glauben.

Wieso juhu? Sonnenwetter, ein idyllischer See und ein Retriever. Passt, würde man meinen. Aber es gibt immer diesen einen Hund, dem es völlig egal ist, wofür er ursprünglich mal gezüchtet worden ist. Finley zum Beispiel, hatte das feuchte Element jedenfalls nicht immer als festen Bestandteil seiner archaischen DNA akzeptiert. Er wog ab, schüttelte den Kopf und befeuchtete schüchtern seine Ballen. Das war’s.

Sein Motto lautete: „Nur so weit rein, wie ich stehen kann. “ In seiner Schwimmfaulheit entwickelte er ein geradezu magisches Gespür für Windrichtung, Gezeiten und Strömungen. So konnte es vorkommen, dass er im See stand und darauf wartete, dass der Wind ihm den Dummy zutrieb. Manchmal schnappte er sich das Kanvas-Säckchen und brachte es stolz zurück. Wenn er aber nicht ganz heranreichte, ohne den Boden unter den Füssen zu verlieren, dann sah er gelassen zu, wie der Dummy an ihm vorbei dümpelte. War der Dummy als kleiner oranger Punkt am anderen Ufer zu erkennen, stieg Finley aus den Fluten, rannte um den See herum und legte den längsten Apport hin, den die Retriever-Welt je gesehen hat.

Man muss es positiv sehen. Seine Steadyness kennt keine Konkurrenz, er hat ein gutes Auge bewiesen und mir so ganz nebenbei eine Lektion im Geduld üben erteilt.

Der Hund gehört aufs Katzenklo

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Die Frau ist mein gepuderter Alptraum

 

Finley und ich freuen uns auf unseren täglichen Waldspaziergang, mit allem, was dazugehört. Löcher buddeln, in den Bach schmeißen an ekeligen Sachen rumschnuppern, sich in ekeligen Sachen wälzen…..

DA kommt SIE an der Weggabelung um die Ecke. Ende siebzig, hellrosa!!! Tuchhose, Segelschuhe, hellbeige Windjacke, die ergrauten Haare zu einem wippenden Pferdeschwanz gebunden. Nach dem  Motto „Sah in den 50gern gut aus, passt auch heute noch“ streift diese Frau im Katharina Valente-Outfit unbewacht durch Finleys Revier. Ihre Haltung und ihr Gang sagen vor allem eines: Ich bin voll fit!  Aus dem Weg! Der Wald gehört mir!

 

SIE spricht zu meinem Hund!

 

Ich persönlich finde ja, der Waldweg ist breit genug für uns alle. Breit genug, um mit einem versöhnlichen „Moin“ aneinander vorbeigehen zu können und den lieben Gott einen netten Mann sein zu lassen. Einfach mal so. Finley findet das nicht und setzt am Rande des Dickichts mal eben einen kapitalen Haufen ab. La Valente stutzt, bleibt stehen, ignoriert mich und wendet sich meinem Hund zu.

Sie säuselt: „Hat die Mutti Dir nicht beigebracht, dass man auf die Toilette geht? Da fehlt dem Hasi wohl noch etwas Erziehung? Da muss wohl jemand der Mutti mal erzählen, dass man auch Hunden beibringen kann auf ein Katzenklo zu gehen. Das muss nicht alles in der freien Natur landen.“

 

Finley, Du Abtrüniger…

 

Finley, immer dankbar für jede Aufmerksamkeit, saß mittlerweile an La Valentes Knie gekuschelt, wohlige Grunzlaute von sich gebend (der Verräter). Währenddessen fuhren ihre knochigen Hände unablässig durch sein feuchtes Fell. Ein Bild für die Götter. Während Mutti (das bin wohl ich) sich wie ein begossener Pudel eine unqualifizierte Standpauke abholt, intensiviert La Valente die Fellpflege bei meinem Hund. Dann, mit den Worten „so mein Guter, die Tante (das ist wohl sie) muss jetzt weiter“, wischt sie sich die feuchten Hände an ihrer hellrosa!!! Hose ab und zieht ohne mich eines weiteren Blickes zu würdigen weiter.

Ich hätte viel dazu zu sagen, angeführt von dem verzweifelten Ausruf „Finger weg von meinem Kerl, der gehört mir!“

Ich hätte ihr sagen können, dass mein Hund sich kurz vor unserer Begegnung in Wildschweinkacke gesuhlt hat.

Ich hätte ihr sagen können, dass das Feuchte in seinem Fell nicht vom frischen Morgentau sondern von den klebrigen Überresten der übrigen Waldbewohner herrührt.

Und ich hätte ihr auch sagen können, dass das Händeabwischen ockerfarbene Schmierspuren auf ihrer Hose hinterlassen hat.

Habe ich aber nicht. Denn Mutti hat jetzt mit Hasi ein Bad-Taste-Gespräch über Loyalität, Eifersucht und Katzenklos.

 

 

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Herrchenglück: Vom Chaos auf acht Pfoten

 

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Hey ihr angeschlagenen Hundebesitzer da draußen, Euer Dealer hat neuen Stoff!

Wenn Euch der Bestseller Herrchenjahre gefallen hat. Und Euch geholfen hat, das Licht am Ende des Hunde-Krause-Tunnels zu sehen. Dann wird Euch Herrchenglück vollends ins Licht führen. Dann seid ihr angekommen – dort wo Euer Hund Euch hinhaben wollte.

Die „emotionsflexible“ Luna hat Herrchen inzwischen darauf konditioniert, bestimmte Hunde-Macken akzeptanzflexilbel hinzunehmen. Da schlägt der Zweithund-Virus im Hause Frey Dodillet zu. Die Familie klappert die umliegenden Tierheime ab und … Luna wird fündig. Sie verliebt sich Hals über Kopf in Wiki. Einen zwölf Monate alten, hyperaktiven, pubertierenden Münsterländer-Terrier-Mix, den eine in Hundekreisen angesehene Krause, so nennt der Autor alle Hundetrainer,  später einmal als Lerngeschenk bezeichnen wird.

Schon bald nach seinem Einzug ins Haus von Michael Frey Dodillet zeigt Wiki was er wirklich drauf hat. BHs zerfetzen, Gänse durch Nachbars Garten jagen und Butter vom Frühstückstisch klauen. Die Art und Weise, wie er später seine Butterkotze bis aufs Blut verteidigt ist unter Frey Dodillet-Fans mittlerweile legendär.

Selbst Lunas Geduld mit dem Neuankömmling hat Grenzen. Als der Rotzlöffel am dritten Tag in Folge ein Kaustäbchen aus ihren Pranken mopsen will, verpasst sie dem Kleinen eine Abreibung. Folge: Tierarzt, eine Wunde die mit fünf Stichen genäht wird und die Erkenntnis, wer hier die unangefochtene Chefin ist.

Wieder erzählt Autor Michael Frey Dodillet mit viel Witz und Selbstironie von seinem nervenaufreibenden Alltag mit zwei erziehungsresistenten Hunden. Und wieder wird vor allem eines deutlich: egal wie schwierig es wird, der Mann liebt seine Hunde. Herrchenglück liegt übrigens auch unter meinem Weihnachtsbaum.

 

Herrchenglück

Autor: Michael Frey Dodillet

Verlag: Heyne Verlag, April 2013

ISBN: 978 – 3453200043

Broschiert, 14,2 x 2,7 x 21,1

Preis: 14,99 Euro

 

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Grün vor Neid oder Man muss gönnen können

Heute Morgen sah ich auf Facebook ein von der Hundeexpertin Nadin Matthews gepostetes Video. Man sah ihre Hündin Piaf frei laufend an einer Hauptverkehrsstraße in, ich gehe mal davon aus, es war Berlin. Der Hund lief ruhig (seufz) und in gemäßigtem Tempo (schneuz) und schnupperte entspannt am Boden. Zwischendurch blickte Piaf zu seinem Frauchen (heul) , welches offenbar völlig relaxt diesen Film aufnahm. Mit einem Seitenblick musterte ich meinen Finley und dachte `hach wär das schön’.

 

Ich schloss kurz die Augen und vor meinem geistigen Auge flaniere ich ohne Leine mit Finley durch Volksdorfs Dorfkern – souverän während der Haupteinkaufszeit. Andere Hunde ignorierend, mit voller Aufmerksamkeit auf mich trottet mein Bär neben (geeenau, neben) mir her. Ich halte hier und da einen Plausch mit netten Menschen, für meinen Hund bin ich das Universum und er wartet geduldig im `Platz’ zu meinen Füssen, bis ich mich ausgequatscht habe. Letzteres tut er sogar wirklich, nur bei der Sache mit dem Universum bin ich mir nicht ganz sicher…

 

Wieder fällt mein Seitenblick auf meinen Hund, der nichtsahnend vor sich hindöst. Okay, das muss doch zu schaffen sein, denke ich trotzig und ließ mich zu folgendem Facebook-Kommentar-Eintrag hinreißen: „Pöhhh, is doch nix. Meiner köööönnte das auch. Es sei denn, es würden auf der anderen Straßenseite Katzen, Eichhörnchen, Katzen, Menschen mit lecker riechenden Einkaufstaschen (is’n Jagdhund) und hatte ich schon Katzen erwähnt oder nach Eau-de-NimmMich duftende Hündinnen laufen. Ähäääm, ich glaube ich überdenke meine Eingangsbemerkung noch einmal….. Öhh, super Leistung Nadin…“

Finley und ich gehen jetzt raus und üben mal schön.

Mein Hund ist eine Leuchte – Geschenketipp

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+++Enthält Werbung+++

Finley hat Beute gemacht. Sein neues Leuchthalsband hat eine große Stahlkraft und schafft in der Dunkelheit so mehr Sicherheit für Ihn.

Das USB Flash Leuchtband von der Firma Trixie gibt es in den Größen XS bis XL in den Farben grün und blau. Man kann Blink- oder Dauerlicht einstellen. Der Silikonakku ist über das beiliegende USB-Kabel aufladbar. Aufgeladen, reicht die Energie für ungefähr vier Stunden Blinklicht oder Zweieinhalb Stunden Dauerlicht.

In der Größe XL kostet das Leuchtband 24,99 Euro.

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Schneeee!!!!!!

Da freut sich das Hundeherz. Noch etwas in dem man sich wälzen kann. Riecht zwar nicht so gut wie Wildschweinkacke aber Frauchen regt sich danach wenigstens nicht auf.

Goodfellows beim Hundeschwimmen im Freibad Aschberg

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Alle Fotos: Thomas Jaklitsch

Mit einem Riesensatz springt Milo ins Schwimmbecken des Freibades Aschberg. Dreieinhalb Meter weit, nur mal so zum Warmmachen. Kein Problem für den zierlichen Hund, der amtierender Europameister in der Trendsportart Dogdiving ist. Die anderen vierbeinigen Gäste waren nicht gekommen, um Rekorde zu brechen. Für sie ging es ums pure Vergnügen. Labradoodle-Rüde Janky fackelt nicht lange, springt ohne zu zögern vom Einmeterbrett. Goldendame Bonnie ist unschlüssig und wählt dann doch lieber den sicheren Weg über die Treppe. Angesteckt durch die Freude und Begeisterung ihrer Hunde, gingen einige Frauchen und Herrchen auch baden.

Meine Hundschule Goodfellows MENSCH & HUND-Coaching hat sich auf der Eventfläche, auf der großen Wiese neben dem Pool,  mit einem eigenen Trainingsprogramm vorgestellt. Das Motto hieß „Bewegung allein genügt nicht“. Wir zeigten den Gästen, wie sie mit wenig Mühe und Zeitaufwand jeden Spaziergang so gestalten können, dass ihr Hund nicht nur körperlich ausgepowert wird, sondern auch mental ausgelastet ist.

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Mein Goodfellows-Team v.li.: Dörte, Antje, Susanne, Birgit, Angelika, Andrea und in der ersten Reihe Viivi und Dubslav.

Das konnte ich natürlich nicht alles alleine schaffen. Ein paar tatkräftige Freunde von mir waren mit von der Partie. Während Susanne, Antje und Angelika den Stand in Schwung hielten, gingen Dörte und Andrea mit mir auf die Fläche zum Dummytraining. Besonders Viivis Spezialübung – das Apportieren eines rohen Eis – hat sich mir ins Gedächtnis eingebrannt. Hier ein paar Bilder aus unseren Vorstellungen:

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Andrea zeigt mit Dubslav einen Markierapport. Dubslav wird abgesetzt, sieht wie Andrea den Dummy schmeißt, muss aber auf den Befehl „Apport“ warten, bevor sie ihn holt. Dann bringt Dubslav den Dummy zu Andrea zurück und legt ihn ihr in die Hand. Super gemacht.

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Dörte zeigt dem Publikum ein Einweisen. Viivi wird abgesetzt. Links, rechts und hinter ihr wird ein Dummy positioniert. Sie darf jetzt nicht selbst entscheiden, welchen Dummy sie holen möchte. Dörte gibt die gewünschte Richtung vor. Gute Übung für die Steadyness und die Impulskontrolle. Außerdem ist sie gut für die Bindung des Hundes zu seinem Halter, denn solche Aufgaben lassen sich nur als gutes Team lösen.

Nach der Vorstellung beantworteten wir Fragen. Die Zuschauer konnten unsere Übungen mit ihren Hunden ausprobieren. So konnten wir deutlich machen, dass Dummytraining nicht nur für Retriever geeignet ist, sondern auch für jede andere Hunderasse.

 

 

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Organisator Christian Rerop gab am laufenden Band geduldig Interviews, bis jedes Fernsehteam seinen Take im Kasten und jeder Journalist seine Story im Block hatte. Trotzdem blieb er immer gelassen und freundlich. Wir danken ihm und seinem Team für diese tolle Gelegenheit und einen schönen, entspannten Tag im Freibad mit unseren Hunden.

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Organisator Christian Rerop im Interviev mit dem Sender SAT1

Weitere Bilder vom Hundeschwimmtag in Hamburg Hamm findet ihr in meiner Bildergalerie

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Show-Fieber in Hoisdorf

 

Ausstellungsgetümmel

Ausstellungsgetümmel

 

Bei schönstem Sonnenschein veranstaltete die Landesgruppe Nord des Deutschen Retriever Clubs (DRC) die achte Open-Air Spezial-Rassehunde-Ausstellung.

260 Hunde aus ganz Europa wurden ausgestellt. Es kamen Züchter und Hundeliebhaber aus Holland, Finnland und aus Dänemark. Ebenso International war das Team der Richter zusammengestellt. Für die etwas unbekannteren Retriever-Rassen Curly-Coated Retriever, Chesapeake Bay Retriever und die Nova Scotia Duck Tolling Retriever kam Anna Maria Darmanovic extra aus Serbien zum Richten.

Eine Geschichte in Bildern:

Das sind die „Exoten unter den Retrievern. Die Nova Scotia Duck Tolling Retriever.

Toller

 

 

Noch seltener sind die Chesapeake Bay Retriever. Hier ein wunderschöner Rüde mit braunem Fell.

 

Chessi

Die Curly-Coated Retriever sind auch sehr selten.

Curly_braun

 

Auch die Kleinsten unter den Besuchern kamen zu ihrem Recht. Sie durften beim Juniorhandling zeigen, wie gut sie schon mit den großen Hunden umgehen können.

Zora

 

Die Lütjenseerin Ulrike Dunkhase vom Kennel „Better Off“ gewann den Partnerwettbewerb. Sie trat mit ihren Zuchthunden Ville und Oona an.

Uli_Doppel

 

Fotogalerie

 

Katja Wiegand vom Kennel „von Schnellenberg“ und ihre Mannschaft kamen aus Renzow und gewannen bei dem Wettbewerb für die Zuchtgruppen den ersten Platz.

Zuchtgruppe_Schnellenberg

 

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