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Hundefutter – ein Streitthema?

 

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Wie füttere ich meinen Hund? Eine elementare Frage, die unter Hundeleuten oft zu großer Unsicherheit und Kontroversen führt. Denn das Füttern ist auch eine emotionale Sache, gewissermaßen ein Gradmesser für unsere Fürsorge, unsere Liebe und unser Verantwortungsgefühl. Also wirklich ein Big Deal.

Da gibt es die Hard-Core-Barfer, die Trockenfutter-Fans und die Dosenfutter-Junkies. Manche kämpfen für Ihren Standpunkt bis aufs Blut. Und dann gibt es solche, wie mich, für die Futter lediglich ein Nebenthema ist, welches nur punktuell aufgrund einkehrender Umstände an Bedeutung gewinnt.

Gemeinsam ist uns allen, dass wir für unsere Hunde ein Futter wollen, das alles beinhaltet, was unseren Vierbeinern ein gesundes und langes Leben garantiert.

In diesem Blogpost geht es aber nicht darum, eine bestimmte Fütterungsart zu verdammen oder zu empfehlen. Er ist auch keine Werbung für eine bestimmte Futtersorte. Ich erzähle Euch hier, Finleys persönliche Futtergeschichte und wie ich mich langsam an diese Thematik herangetastet habe.

goodfellows-welpenFin-blogAls ich meinen Golden Retriever Rüden Finley abgeholt habe, bekam ich von meinem Züchter einen Sack Trockenfutter und einen Fütterungsplan mit. An diesen Plan habe ich mich gehalten – und zwar akribisch. Finley hatte da allerdings seinen eigenen Kopf.

Von Anfang an hatte mein Rüde ein paar merkwürdige Allüren, wenn es an den Futternapf ging. Was hatte ich vorher nicht alles gehört: Retriever sind richtige Fressmaschinen, die schlingen in einem Affentempo alles in sich hinein, verdauen alles inklusive Gras, Wurzelwerk, Putzlappen und Playmo-Spielzeug mit magensäuerischer Leichtigkeit.

Tja, was soll ich sagen? Mein Sensibelchen umkreiste regelmäßig seinen Futternapf, bevor er dann anfing, im gemächlichen Tempo zu dinieren. Finley ließ auch schon mal Futter im Napf zurück. Er achtete sehr auf seine sportliche Linie. Nach dem Fressen war er ungewöhnlich aufgedreht und war schwer zur Ruhe zu bringen.

Und zu der verbreiteten Meinung, dass Retriever alles verdauen können, kann ich Folgendes berichten. Fraß Finley Gras, kam es wieder raus, fraß er Erde und Wurzelwerk, kam es wieder raus, fraß er umliegendes, undefinierbares Übelriechendes, kam es ……. Finley erbrach sich so oft, dass man hätte meinen können, Brechreiz sei eine neue Hundesportart.

Ich machte mir natürlich Sorgen und tat, was man als Ersthundebesitzer in einer solchen Situation so macht. Ich ging zum Tierarzt, fragte meinen Züchter und sprach mit anderen Hundehaltern im Wald und auf dem Hundeplatz.

Leider bekam ich immer die gleichen Rückmeldungen: Den darfst Du nicht verwöhnen…, zieh’ das durch…, wahrscheinlich läufige Hündinnen in der Nachbarschaft…, wenn er festen Stuhlgang hat, dann ist er bloß eine kleine Mimose…, lass‘ ihm das nicht durchgehen…, Dein Hund will nur Aufmerksamkeit…, der manipuliert DichMit anderen Worten, mein Hund kotzt, weil er ein borderline-gestörter Manipulator ist und ich ein widerstandsloses Weichei. Na, danke schön.

Eine Zeit lang habe ich dem Glauben geschenkt, war unsicher. Dann fing ich an zu recherchieren, sahgoodfellows-potraitfinley-blog mir mal die Zutaten meines Trockenfutters an und besuchte ein paar Seminare zu dem Thema Ernährung. Dabei fand ich heraus, dass unserem Futter wohl synthetische Steroide beigefügt waren. Also, einem Hund wie meinem, der bei der Verteilung von Temperament und Energie dreimal „Hier Ich“ gerufen hatte, Steroide zuzuführen, ist ungefähr so, als würde man dem Hulk muskelaufbauende Präparate spritzen – nicht zielführend, nicht gesund, kontraproduktiv.

Also Futterwechsel – als nächstes eine Empfehlung von der Chefin meines Hundeplatzes. Praktischerweise verkaufte meine damalige Trainerin das Futter sogar selbst in ihrem mobilen Kofferraumshop. Zwei Jahre ging es einigermaßen gut. Finley aß zwar immer noch nicht wie ein typischer Retriever, aber seine Brechanfälle blieben aus. Das war aus meiner damaligen Sicht eine enorme Verbesserung. Er war fit und lag mit seinem Gewicht im guten Bereich. Seine oft überdrehte Art dimmte herunter, ohne dass Finley sein Temperament einbüßte.

Doch dann wiederum Probleme. Dauerdurchfall – also ab zur Tierärztin. Es folgten etliche Labortests, Medikamentenbeigabe, Schonkost, doch mein Hund magerte auf 18 Kilogramm herunter. Er verlor seine Energie, seine Lebensfreude und benahm sich wie ein uralter, arthritischer Hund. Nachdem die Kosten ins Unermessliche stiegen, ohne dass es meinem Hund besser ging und ich mich laut Tierärztin innerlich auf einen Abschied einstellen sollte, zog ich die Reißleine. Keine sinnlosen, überteuerten Tests mehr. Keine stressigen Tierarztbesuche mehr, mit einer Tierärztin, die die Nerven verlor, wenn Finley sich nicht so verhielt, wie sie das wollte.

Was, wenn es eine Futterallergie war? Finleys Bruder Balu hatte jahrelang an einer Allergie gelitten und infolgedessen verlor er sein Fell, hatte starken Juckreiz, offene, eiternde Stellen auf der Haut.  Diese starke Dermatose war schmerzhaft, schwächte Balu stark und war nur durch starke Medikamente einzudämmen. Als er nach Jahren auch noch einen riesigen Hotspot dazu bekam, war das zu viel für sein Immunsystem und seine Familie musste sich von ihm verabschieden.

Wenn ich mir Finley so ansah – mager, ohne Lebensfreude, hatte ich Angst, dass wir tatsächlich auch an diesem Punkt angelangt waren. Also startete ich einen letzten Versuch. Ganz ohne Tierarzt, nur meinem gesunden Menschenverstand folgend. Ich weiß, ein hohes Risiko aber konnte es denn noch schlimmer werden? Ich kochte Reis und Möhren, gab CaniKur dazu und als der Stuhl fest, war gab ich eine minimale Menge seines Trockenfutters dazu – Durchfall! Also alles noch mal auf Anfang.

Dann suchte ich ein getreidefreies Futter, mit einem hohen Fleischanteil aus und fütterte es zu. Alles gut! Mein Finley hatte festen Stuhlgang, gewann Gewicht und nach und nach seine Lebensfreude zurück. Gegen die Aussage meiner damaligen Tierärztin, so ganz ohne Labortests, würde ich heute mal behaupten, mein Hund hat eine Getreideallergie.

goodfellows-entspannt-blogDie Folgen unserer Erfahrungen: Den Tierarzt haben wir gewechselt. Was das Futter betrifft, folge ich wieder meinem Bauchgefühl. Zum ersten Mal frisst Finley wirklich mit Appetit und ist beschwerdefrei. Ich habe mich für Trockenfutter entschieden, Barfen ist zurzeit nicht mein Ding. Die Fleischsorten wechsele ich alle drei Monate, Finley mag ein wenig Abwechslung. 😉

Vom gleichen Futter habe ich auch immer einen kleinen Vorrat Dosenfutter vorrätig. Denn so ganz hat Finley seine Allüren nicht abgelegt. Wenn er großen Stress hat, zum Beispiel nach längeren Autofahrten oder wenn bei uns in der Gegend viele Hündinnen läufig sind, lässt er das Trockenfutter auch schon mal stehen.  Ich schau mir das maximal zwei Tage an. Wenn er dann immer noch nicht frisst, gibt es Nassfutter und da kann er dann nicht mehr widerstehen.

Fazit ist für mich, dass es nicht nur die EINE, richtige Art zu füttern gibt, sondern viele Wege zum Ziel führen können. Wir Hundehalter haben die Qual der Wahl.

In ihrem Artikel „Essen ist Liebe“ beschreibt die Hundeexpertin und Autorin Katharina von der Leyen das sehr treffend: „Die Ernährung unserer Hunde liegt vollständig in unserer Kontrolle und unserer Verantwortung. Die Verantwortung, das absolut beste Futter für unsere Hunde zu finden, liegt schwer auf unseren Schultern. Wir Hundeleute suchen mittlerweile nach dem Heiligen Gral der Hundeernährung. Futter ist nicht nur Ernährung: Wie wir unseren Hund füttern bedeutet auch, wie gut wir uns um ihn kümmern, wie wichtig er uns ist, wie ernst wir ihn nehmen, wie sehr wir uns um ihn sorgen. Mit anderen Worten: Wie wir unseren Hund füttern ist auch ein Ausdruck dafür, wie sehr wir ihn lieben.“  Zum ganzen Artikel geht es HIER.

Katharina von der Leyen beschäftigt sich schon seit längerer Zeit ausgiebig mit dem Thema Hundefutter. Ihr Artikel ist sehr lesenwert. In ihrem Hundemagazin Lumpi4.de findet ihr unter dem Navigationspunkt Ernährung noch viel mehr zu diesem Thema.

Auch wenn Finley es nicht immer leicht hatte mit seinem Futter, haben mich die Geschehnisse gestärkt. Heute höre ich mir Vorschläge an, setze sie aber nicht einfach um, weil ich die Person, die sie gibt nett finde. Ich hinterfrage, recherchiere und treffe dann eine Entscheidung.

Meine Art zu füttern kann man diskutieren. Aber genauso läuft es bei uns gerade richtig gut. Und so werden wir es weitermachen, bis andere Umstände eintreten, die mich zum Umdenken zwingen.

Wie füttert Ihr Eure Hunde? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Schreibt mir, wie Ihr euer Futterproblem gelöst habt.

 

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Die lockende Versuchung oder Rache ist grau-grün

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Glaubt mir Leute, es riecht noch viel schlimmer, als es aussieht. Den Rest des Körpers wollt ihr gar nicht sehen!

Normalerweise macht Finley sowas ja nicht jeden Tag aber… Wir haben Läufigkeits-Hochzeit bei uns in der Gegend. Die Weiber wackeln mit ihren süssen Hintern durch Wälder und Straßen, verteilen große Mengen „Eau-de-Nimm-Mich!“ und „Fragrance-Ich-bin-zu-allen-Schandtaten-bereit“ in meinem Dorf. Für unsere Rüden gibt es kein Entkommen.

Nun gehört Finley ja Gottseidank, noch nicht zu den Härtefällen. Er jault und heult nicht und  kratzt nicht den Putz von den Wänden. Ich kann ihn trotz der heißen Versuchung, die im Nebel zu uns rüber wabert, in den Garten lassen, ohne dass er stiften geht. Er wird lediglich etwas unruhiger und verweigert auch schon mal sein Futter. Damit haben wir gelernt umzugehen. In dieser Zeit wird er insbesondere von meinen Töchtern ordentlich betüddelt. Jeden Tag wird er massiert, gebürstet und gekrault als gäbe es kein Morgen mehr.

Und unser kleiner Pascha weiß das sehr zu schätzen. Er räkelt sich dann auf seinem watteweichen Hundekissen, meine Mädchen zu seinen Pfoten. Wenn sie zu früh aufhören mit dem Wellness-Programm, dann schmeißt er ihnen seinen schmachtenden Ihr-habt-doch-gerade-erst-angefangen-Blick zu. Dann bleiben sie sitzen und kraulen, massieren….

Wenn ich dann mit ihm in den Wald gehe, muss ich allerdings ein bisschen besser aufpassen. Heute haben wir Colette getroffen. Eine französische Bulldogge, bildhübsch, niedlich und willig. Von weitem rief mir ihr Frauchen schon zu: „Pass auf, die is‘ läufig, aber richtig!“

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Colette

Finley gehört zu Colette’s Gang, ein erlesener, von ihr ausgesuchter  Kreis von Charakterhunden. Ihre Beziehung sonst, würde ich als herzlich aber rein platonisch bezeichnen. Allerdings hat Colette da eindeutig die Hosen an. Heute signalisierte sie meinem Bären aber sehr deutlich, dass sie unter hormonellem Druck gewillt war, den Schlüpper fallen zu lassen.

„Hat er schon gerochen“, rief ich zurück, denn mein Don Juan hatte seine Yes-Babe-Alles-Was-Du-Willst-Imponierhaltung eingenommen. In so einer Situation gibt es nur eines – Rückzug! Leichter gesagt, als getan. Ich versuchte also Finley, mit allem was ich dabei hatte von Colette abzulenken. Leckerchen, Dummy, Hundepfeife – nichts half.  Er war paarungsbereit. Also machte ich das, wovon ich meinen Kunden immer abrate. Ich stemmte mich mit meinem vollen Gewicht in die Leine und zog den widerstrebenden Brummer (ja, am Geschirr) hinter mir her.

Irgendwann gab er beleidigt nach und folgte mir. Schnüffelte manisch-intensiv am Boden. Besser so, als ungewollte Retriever-Bully-Welpen dachte ich im Stillen. Ich gab ihm die volle Länge der Schleppleine. Plötzlich, so schnell konnte ich gar nicht „HUCH“ rufen, wälzte er sich in Irgendetwas, das gut sichtbar braun-grüne Spuren in seinem Fell hinterließ. Meine „NEIN’S“ und „PFUI’S“ verhallten von ihm unbeachtet im Morgennebel. Zögerlich näherte ich mich meinem Hund. Langsam waberte er mir entgegen, der Duft des Grauens und setzte sich unerbittlich in meinen Nasenschleimhäuten fest. Eindeutig Wildschweinkacke – Ürgs!!!!

Finleys Augen blitzten mir triumphal entgegen. Es war als wollte er mir sagen. „Wenn ich die Weiber schon nicht haben kann, dann will ich wenigsten irgendwas anderes Versautes machen.“  Über Schleichwege gelangten wir ungesehen nach Hause. Und nach gefühlten 100 Liter lauwarmen Wassers und vier Shampoo-Flaschen später, durfte mein triebgesteuertes Etwas dann auch wieder ins Haus. Da lag er dann zum Trocknen auf seinem watteweichen Hundekissen und durch die Ritze des abgeklappten Wohnzimmerfensters kroch ein verführerischer Duft ….

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Blinddate mit Frieda

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Moin Moin, Finley hier.

Heute hatte mein erstes Blinddate mit einer Online-Bekanntschaft. Das war aufregend. *herzklopf

Zuerst hatte Frauchen, meine Chaos-Queen, fast die Zeit verbremst. Aber Elisabeth, das Frauchen von meinem Date, hat noch rechtzeitig bei uns angerufen. Da haben wir dann den Turbo eingelegt und nix wie ab, wie zum U-Bahnhof Buckhorn.

Da saß Frieda dann neben ihrem Frauchen und wartete. Wir haben uns ganz freundlich und entspannt begrüßt. Dann sind wir alle in den Wald gegangen und ich habe Frieda mal mein Revier gezeigt. Und den Bachlauf, in dem ich so gern mal planschen gehe – also das volle Programm. Schließlich wollte ich ja einen guten Eindruck machen.

Unterwegs sind wir dann auf eine Gruppe Wanderer getroffen. Wir haben uns an den Rand des Weges gesetzt (gut erzogen ist Frieda nämlich auch), und haben die Truppe erst mal vorbei gelassen.  Pssst! Was soll ich Euch sagen, da schwärmen die Wandervögel doch plötzlich nach links und rechts aus, ziehen blank und markieren die Bäume! *kopfschüttel

Dafür haben die Menschen doch eigentlich zuhause einen Raum, ich glaube der heißt Toilette. Also die Wandersleute haben das „Buschpause“ genannt. Ich nenn‘ das einfach in die Büsche pinkeln.

Trotzdem war das ein toller Spaziergang. Fast drei Stunden waren wir unterwegs, da hat man genug Zeit jemanden kennenzulernen. Und Leute, das muss ich Euch schon sagen – die Frieda, das is ne ganz seute Deern. Und hübsch ist sie auch noch eine echte Ungarin, ein Kuvasz, hat die Elisabeth erzählt. Mein Frauchen und Elisabeth haben sich auch gut verstanden und sich die ganze Zeit über interessante Hundesachen unterhalten.

Also eines ist schon mal sicher, die Frieda, die würde ich gerne mal wieder treffen.

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„Leichenfund“ im Garten – Täter überführt!

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Man darf sich niemals in Sicherheit wähnen

 

Da denkt man, man hat gute Erziehungsarbeit geleistet. Der Bursche kennt die Regeln. Yep!

Jahrelang hat Finley sich an eine der wichtigsten Hunde-Überlebens-Regeln gehalten. Nämlich die Don’t-Touch-It-Regel. Meint, ich lasse alle Dinge meiner Menschen einfach unbeachtet liegen.  Wir mussten unsere Schuhe nicht mehr außer Reichweite stellen. Wir konnten unsere Fensterbänke wieder dekorieren und Bücher und Zeitschriften herumliegen lassen. Sogar Wurstbrote und andere Leckereien wurden von unserem Musterhund lediglich mit einem kurzen Blick bedacht. What a wonderful Hundehalter-Life.

 

Grausames Bild zwischen Gras und Gänseblümchen

 

Doch dann schlug Schredderhannes ganz unvermittelt zu. Im Garten fand ich auf unserem Rasen, die sterblichen Überreste des Polsterbürstenaufsatzes meines Staubsaugers.

Brutal, gnadenlos war der Täter vorgegangen, das Ergebnis – ein Desaster. In meinen Gedanken erklingt Trauermusik. „Fiiiiinleeeeeyyy!!!“ rufe ich um Fassung ringend. Er kommt angetrottet, als wäre nichts. Das war nicht ich, scheint mir sein Unschulds-Blick sagen zu wollen.

Na warte! SPURENSICHERUNG! Die HU-KTU (Kriminaltechnische Untersuchung für Hundestraftaten) ist in vollem Einsatz. Helle Haare auf der Oberfläche der mit dunklen! Borsten versehenen Bürste wurden sichergestellt und im Labor für forensische Caniden-Typisierung untersucht.

Hier ein Auszug des Gutachtens:

„… auf dem zerstörten Objekt (Bürste), im Folgenden Opfer genannt, wurden dunkle Borsten sowie zwei rotblonde Hundehaare sichergestellt. Die dunklen Borsten konnten zweifelsfrei dem Opfer zugeordnet werden.

Bei den auf der Bürste befindlichen hellen Haaren wurde ein DNA-Abgleich mit dem Fell des im Haushalt lebenden Golden Retrievers Finley vorgenommen. Im Ergebnis ist festzustellen, dass Finley zu 99,999…% der Spurenleger ist…

Des weiteren wurde das Opfer einer osteologischen Untersuchung unterzogen. Die auf ihm befindlichen Biss- und Kratzspuren konnten, nach einem Zahnabgleich, wiederum dem im Haushalt lebenden Goldenrüden Finley zugeordnet werden….“

Tja, das nenne ich mal überführt, mein Lieber. Da helfen auch keine watteweichen Schmeichel-Blicke mehr. Die Beschaffung eines neuen Sauger-Aufsatzes ziehe ich Dir knallhart vom Leckerli-Konto ab – aber sowas von!

 

 

 

 

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FrauchenFrust – da fallen Späne

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Moin Moin, Finley hier!

Das Wetter hat meinen kleinen Wald im Garten gekillt! Das heißt, eigentlich war es Frauchen. Die trifft aber keine Schuld, das Wetter hat sie provoziert! Jawoll!

Wenn die Sonne nicht scheinen will und einem der Herbst mitten im Hochsommer *kicherwasistdas*  auf die Pelle rückt, da kann man schon mal überreagieren. An solchen Tagen holt Frauchen die Baumzange und die Astsäge heraus – dann wird geklotzt und nicht gekleckert.

Da wo vorher Gemütlichkeit im Garten herrschte, geben jetzt kahle Stämme den Blick auf unseren Schuppen frei. Stylisch geht anders Frauchen!

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Jetzt liege ich hier auf meinem Scherben-, ähm, Blätterhaufen und muss mir jetzt erst mal ein neues Morgenritual ausdenken. Sonst bin ich jeden Morgen erst einmal zwischen dem Kirschlorbeer und dem schönen Rhododendron verschwunden und habe ganz diskret, vor lästigen Blicken geschützt, mein erstes Geschäft erledigt. Vorbei!

Dann hat mir mein Wäldchen an sonnigen Tagen immer genug Schatten geworfen. So konnte ich meinen Mittagsschlaf immer am gleichen kühlen Ort halten. Vorbei!

Ich schätze solche Veränderungen nicht. Frauchen hat da etwas von „schlägt wieder aus“, „schöner als vorher“ und „war mal nötig“ vor sich hingebrummelt. Na, ob ich das jetzt glauben kann. Ich hoffe mal das Beste und suche mir bis zum kommenden Frühjahr schon mal einen neuen Stammplatz für meinen Mittagsschlaf.

Tschüss, Euer Finley

 

 

 

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SommerHerbst – HerbstSommer – Schietwetter!

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So war unser Morgen, nur ohne Nebel und mit Blättern an den Bäumen.

Na also, das kenne ich gar nicht von Frauchen. Heute Morgen waren wir in meinem Lieblingswald unterwegs. Sie hatte den Fotoapparat mitgenommen. Und dann? Ja eben! Nix! Nullkommanull gar nix!

Die ganze Zeit brummelte sie missmutig etwas vor sich hin. Irgendwas wie sch… Regen, … diesiger Sommer, …katastrophale Lichtverhältnisse, …verregnete Ferien, …Blöder Wetterbericht. Wenn Sommerfotos zu Herbstimpressionen werden, überschreitet das offensichtlich Frauchens Frustrationstoleranz. Kommt die doch nach Hause und sagt: „Na, dann nehme ich eben ein Foto vom letzten Herbst.“

Echt jetzt? Echt jetzt! Das macht die, ohne mit der Wimper zu zucken. Dann schreibt sie einfach zum Bild dazu: So war unser Morgen, nur ohne Nebel und mit Blättern an den Bäumen. Allerhand!

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Die Badesaison ist eröffnet

Ich stehe am Ufer des Lottbeker Teichs und überlege: Schmeiß ich das Ding jetzt oder nicht…. Ach, was soll ich mach’s. Ich hole aus und schleudere den Dummy in den See. Mit einem lauten „Platsch“ landet das Stoffsäckchen im Wasser.

Mit einem riesigen Satz springt Finley ins Wasser, läuft ein paar Schritte uhuuund …. Juhu, er schwimmt! Ich kann es kaum glauben.

Wieso juhu? Sonnenwetter, ein idyllischer See und ein Retriever. Passt, würde man meinen. Aber es gibt immer diesen einen Hund, dem es völlig egal ist, wofür er ursprünglich mal gezüchtet worden ist. Finley zum Beispiel, hatte das feuchte Element jedenfalls nicht immer als festen Bestandteil seiner archaischen DNA akzeptiert. Er wog ab, schüttelte den Kopf und befeuchtete schüchtern seine Ballen. Das war’s.

Sein Motto lautete: „Nur so weit rein, wie ich stehen kann. “ In seiner Schwimmfaulheit entwickelte er ein geradezu magisches Gespür für Windrichtung, Gezeiten und Strömungen. So konnte es vorkommen, dass er im See stand und darauf wartete, dass der Wind ihm den Dummy zutrieb. Manchmal schnappte er sich das Kanvas-Säckchen und brachte es stolz zurück. Wenn er aber nicht ganz heranreichte, ohne den Boden unter den Füssen zu verlieren, dann sah er gelassen zu, wie der Dummy an ihm vorbei dümpelte. War der Dummy als kleiner oranger Punkt am anderen Ufer zu erkennen, stieg Finley aus den Fluten, rannte um den See herum und legte den längsten Apport hin, den die Retriever-Welt je gesehen hat.

Man muss es positiv sehen. Seine Steadyness kennt keine Konkurrenz, er hat ein gutes Auge bewiesen und mir so ganz nebenbei eine Lektion im Geduld üben erteilt.

Bionachwuchs – Kondolenzbrief an Herrn Meier

 

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„Der Teufel hat den Schnaps gemacht, um uns zu verderben…“, heißt es in Udo Jürgens‘ Gassenhauer, mit dem er  bereits im Jahre 1973 die Schlagercharts stürmte. Dass er auch das weibliche Geschlecht im Sturm eroberte ist kein Geheimnis. Und nun kommt die Parallele zu Kapitän Finleys neuem  Freund, Herrn Meier aus Oberimbach.  Der liebe Gott beschenkte nämlich sowohl den österreichischen Star-Sänger als auch Meier den Südcharmeur mit außerehelicher Nachkommenschaft. Unlängst lancierte sein Pressebüro eine Meldung.

 

Pessebüro Strodtbeck:

Es hat endlich geklappt: Wir haben Nachwuchs! Meier hat vor 63 Tagen die Biotonne gedeckt! Interessenten sind ab sofort willkommen.

Meier möchte die Tönnchen vermitteln, weil sie keine Kinder der Liebe sind, sondern das Ergebnis eines Ausrutschers im Eierlikör-Suff. Außerdem hat er Angst, dass Bio – wie sie genannt wird – jetzt Alimente fordert, und alles was alimentär ist, behält er lieber für sich.

Die Kleinen haben auf jeden Fall eine sehr große Klappe, und dank der guten Vererbung der Mama, die ein wunderschönes Braun ihr Eigen nennt, sind sie bicolor. Was die Fütterung angeht, sind sie anspruchslos, solange die Menge stimmt und ab und zu ein Karottenstrunk als Leckerchen gegeben wird. Stubenrein sind sie auch schon, wenn man sie rechtzeitig rausstellt. Das empfiehlt sich auch, weil sie sonst zu Blähungen neigen, die alles andere als ein olfaktorischer Hochgenuss sind.

Trainingsstand derzeit: Sitz und bleib in Perfektion, und wenn man sie etwas über Idealmaße füttert, neigen sie auch nicht zum Jagen.

Tabuwort: Platz! Gibt Sauerei.

 

Um seine Freunde muss man sich kümmern, dachte Kapitän Finley, das ist im hohen Norden Ehrensache und bot prompt seine Hilfe an.

 

Antwort aus der Kajüte:

Sehr geehrter Meier,

Kapitän Finley hier. Was hören da meine Seemanns-Ohren? Sie haben sich fortgepflanzt? Alle Achtung, Sie Teufelskerl!

Und dann erlegen Sie gleich eine so kapitale Öko-Wuchtbrumme. Beim Klabautermann, von Ihnen kann ich alter Seebär ja noch was lernen. Bei Gelegenheit müssen Sie mir Ihre Eroberungsstrategie mal auseinander klamüsern. Erstaunlich übrigens, wie gelassen ihre Pressevertreterin auf Ihre neue Familiensituation reagiert. Meine Haushälterin würde mir die Leviten lesen.

Aber nu’ wo die lieben Kleinen da sind, ist es wohl an der Zeit, sich über die Zukunft Gedanken zu machen mein Freund. Sie wollen die Tönnchen also vermitteln. Da kann ich Ihnen freundschaftlich unter die Arme greifen. Bei mir in der Gegend kommt immer mal wieder eine Biotonne weg. Ich kann mich in meiner Siedlung ja mal umhören. Vielleicht möchte jemand einen Mini-Meier-Ökosproß bei sich aufnehmen.

Mein Nachbar, der Ole Vogelsang zum Beispiel, hat ne gaaanz olle Biotonne. Die ist schon’n büschen rissig auf’m Deckel. Den frag’ ich mal. Oder meine Haushälterin, die träumt schon lange von einer Zweittonne. Das will ihr Mann aber nicht, der ist strikt gegen Rudeltonnen-Haltung.

Wie auch immer. Bevor Madame „Bio“ Alimente fordern kann, haben wir die Kleinen Racker alle untergebracht – Ehrensache. Und außerdem soll sich das Weibsstück schämen, den hilflosen Zustand eines Eierlikör-Meiers so schamlos auszunutzen. Das muss man sich mal vorstellen. Statt Ihnen die Stirn zu kühlen und beruhigend auf Sie einzuwirken, hat sie den Brausebrand ausgenutzt, das Feuer in Ihnen geschürt und dann ….. Schweigen – Schamesröte.

Lieber Meier, wenn sie dieses Weib wiedersehen, nicht einknicken. Oder wie wir hier in Hamburg sagen „hol di fuchtig“.

Hochachtungsvoll schicke ich freundschaftliche Grüße über die Nord-Süd-Achse,

Ihr Kapitän Finley

 

Einmischung aus der Kombüse:

Lieber Herr Meier,

Ihr kleines Malheur ist mir zu Ohren gekommen. Ich sag’ dazu mal nix, bin durch meinen Kapitän ja Weiberkummer gewohnt, nä?

Da sie ja nu zum Freundeskreis gehören hab’ ich mal einen kleinen Präsentkorb zusammengestellt. Da ist was für die Lütten drin’. Das beruhigt vielleicht die Gemüter ein bisschen. Nu’ lassen sie mal den Kopf nich’ hängen. Die Tönnchen finden schon ein gutes Zuhause.

Dann aber ‚Pfoten weg!’ von den Tonnen, Herr Meier!

Mütterlichen Gruß,

die Haushälterin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Schnapsidee – Brief an Herrn Meier

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N‘ büschen angeschickert, der Herr Meier und seine Saufkumpanin. Foto: Sophie Strodtbeck

So entstehen Männerfreundschaften. Manchmal hilft das Schicksal nach, manchmal reichen aber auch Facebook und gemeinsame Interessen. Im vorliegenden Fall trafen sich Herr Meier, der Beagle von Sophie Strodtbeck und mein Golden Kapitän Finley im Sozialen Netzwerk.

Und die Themen der zwei welterfahrenen Herren? Weiber, Vergnügen und … Schnaps!!! Der Herr Meier hatte ein bisschen zu tief ins Glas geschaut. Eine Paparazza hat ihn dabei beobachtet, kompromittierende Fotos geschossen und diese auf Facebook veröffentlicht.

Oha, da war der Herr Meier „not amused“. Er veranlasste seine Pressevertreterin Sophie Strodtbeck, folgende Richtigstellung zu veröffentlichen.

 

Pressebüro Strodtbeck: 

 

„Den Atem des Grauens im Nacken, werde ich genötigt, eine Richtigstellung zum Thema Eierlikör zu schreiben. Der Suff ist ihm nicht peinlich, vielmehr ist es die Tatsache, dass jetzt die ganze Welt weiß, dass der Herr EIERLIKÖR trinkt! Das tut ein echter Mann nicht, und auch kein Herr. Und schon gar kein Herr Meier, Mann!
„Schreib!“ haucht es mich von hinten an, was unter normalen Umständen schon unangenehm genug ist, aber mich mit dem Hauch von Eierlikör-Fahne unmittelbar dazu bringt, folgende Richtigstellung zu veröffentlichen:

Meier trinkt gerne ein kühles Blondes, oder natürlich einen vernünftigen Schotten. Beides jederzeit gerne! Eierlikör nur unter dem Einfluss von Meutenzwang, und nach dem Kater heute sowieso nie wieder! Natürlich muss es ein torfiger Schotte sein und nicht so eine Plörre wie sie die Piccozei mag, die sich nach Dienstschluss gerne mal einen Whiskey-Cola gönnt. Mit Jim Beam! Das grenzt für Meier an Körperverletzung. Dann kann es ja gleich ein Bananen-Weizen oder – nicht weniger schlimm – ein Cola-Weizen sein. Wie kann man nur so tief sinken?!
Andra ist es, die auf Likörchen jeglicher Couleur steht, aber in ihrem Alter darf man das auch…
Die kleine Tussi schaut gerne mal – wie könnte es anders sein? – zu tief ins Bailey-Glas oder lässt sich, wenn sie mal wieder einen Dummen findet, dem sie schöne Glubschaugen machen kann, eine Pina Colada ausgeben. Natürlich mit Schirmchen und Glitzer.

Und jetzt geh Dir die Zähne putzen, Meier! SOFORT!!“

 

Antwort aus der Kajüte:

 

goodfellows-snaps-blog„Sehr geehrter Herr Meier, 

mein Name ist Kapitän Finley und ich bin mal wieder auf Landgang in Hamburg. Ich habe von Ihrem kleinen Imageproblem gehört und kann da, glaube ich, weiterhelfen.

Eierlikör ist nicht die Lösung. Insoweit gebe ich Ihnen recht recht.

Der Suff an sich ist männlich und deshalb für ein gestandenes Mannsbild, wie Sie es sind, nichts Peinliches. Gleiches gilt für den darauf zwangsläufig folgenden Brummschädel. Nicht egal ist allerdings das WIE und das WOMIT man sich beides zugefügt hat.

Deshalb hier ein Tipp zur Beagle-Macho-Imagepflege. Eierlikör, ich bitte Sie!!!

Viel cooler ist es doch, wenn man behaupten kann: „Ich hatte die ´Wilde Hilde` und das gleich sieben Mal hintereinander“. Begleitet von einem kurzen Lefzen-Schnalzen und einem anzüglichen Blick auf die weibliche Hundewiesen-Besatzung macht es Sie zum King-Of-Groupies.

Sie könnten so auch offen ihrer Vorliebe für Damenschnaps treu bleiben. Die Weiber lieben das!

Die ´Wilde Hilde` ist ein hochprozentiger Birnenschnaps, immerhin 35% Vol.. Da braucht man sich als gestandener Kerl nicht zu verstecken.

Den Schnaps kann nicht jeder vertragen. Ich habe das für Sie mal vorgetestet:

Gleich nach dem Öffnen der Flasche steigt einem ein beißender Geruch in die Nase. Das Aroma verteilt sich sekundenschnell in der Kajüte, die Augen tränen. Langsam fließt das Gesöff ein, zwei, drei…,sieben Mal über Lefzen, Zunge und Gaumen, ein leichtes Taubheitsgefühl stellt sich ein. Jetzt nur nicht aufhören. Unterdessen haben sich Milz, Leber und Niere um den Stammtisch versammelt und warten auf Einschank. Etwas zu feiern gibt es ja immer. Ab jetzt – Filmriss!

Am nächsten Morgen, gleißendes Licht, schaler Geschmack auf der Zunge, über mir das besorgte Gesicht meiner Haushälterin. Das Wort Frauchen habe ich aus meinem Wortschatz gestrichen. Es verzerrt die wahre Natur unseres Verhältnisses. Ich fühle mich seekrank….

Ab auf die Hundewiese. Mein Kumpel fragt: „Was war los?“

Ich sage bedeutungsschwer: „Ich hatte die wilde Hilde – sieben mal.“

Alles klar Herr Meier? Ich wünsche gutes Gelingen für zukünftige Gelage und verbleibe hochachtungsvoll,

Ihr Kapitain Finley“

 

Pressebüro Strodtbeck:

„Werter Kapitän Finley,
wo kann man das Gesöff testen? Ich trinke doch keine Katze im Sack! 
Wie wäre es mit einem zünftigen Männerabend? 

Hicks!
Ihr Meier“

 

Antwort aus der Kajüte:

 

„Das lob‘ ich mir Herr Meier. Kommen Sie gerne mal vorbeigeschippert. Mit den Mädels werden wir uns schon einigen.“

 

Pressebüro Strodtbeck:

 

„Immer strikt backbord halten, Captain Finley! 
Back…was? Kann man das essen? Ein Fischbrötchen bzw eine Fischsemmel, wie man hier im Süden zu sagen pflegt, wäre auch eine gute Grundlage für unseren Männerabend, werfen Sie die Netze aus, Captain! Petriheil!
Ich wünsche Ihnen immer eine handbreit Wasser unterm Kiel und gelobe, auf eine wilde Hilde – oder gerne auch 7! – vorbeizuschippern!“

 

Antwort aus der Kajüte:

 

„Bei uns Nordlichtern, Herr Meier, heißt das Rundstück. Und meine Haushälterin fängt schon mal mit dem Krabben Pulen an. Ich putz schon mal die Gläser und stocke meinen Vorrat auf.“

 

Pressebüro Strodtbeck:

 

„Fischrundstück? Auch gut, solange man es essen kann! Und die Ansprüche, die ich an „essen kann“ habe, sind nicht allzu hoch….“

 

Antwort aus der Kajüte:

 

„Das ist gut so, denn ich muss zugeben, manchmal ist meine Haushälterin n‘ Büschen neben der Spur. Sie meint es ja gut…. Ich sorge schon dafür, dass sie zu Ihrem Besuch auf Hochtouren kommt.“ 

 

Einmischung aus der Kombüse:

 

„So meine Herren, ’nu reicht es aber maa. Iiich, neben der Spur? Nö,nö,nö! Schlafen Sie jetzt maa schön ihren Rausch aus. Diese neu entstandene Nord-Süd-Achse ihrer Männer-Freundschaft können Sie dann ja in nüchternem Zustand weiter pflegen – is‘ nämlich koine ‚Wilde Hilde‘ mehr inner Buddel. Muss erst Nachschub besorgen… AHOI!“

 

Liebe Sophie, von Haushälterin zu Pressereferentin. Vielen Dank, dass ich Deine Texte und das tolle Foto für diesen Beitrag benutzen durfte. Ich hatte bannig viel Spaß.

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Freigang in der Mittagspause

goodfellows-freilauf-schild

Hunde-Freilaufflächen gibt es in Hamburg leider nicht genug. Glücklicherweise gibt es in Volksdorf eine. Nicht eingezäunt, total idyllisch gelegen. Die Fahrgeräusche der vorbeiführenden Hauptverkehrsstraße dringen durch die Baumkronen und werden nur noch übertönt vom Geratter der Züge die über die an der anderen Seite angrenzenden Bahngleise poltern.

Man hat uns (steuerzahlende) Hundebesitzer wirklich lieb in dieser Stadt. Aber egal – das lernt der Hundehalter schnell – man nimmt was man kriegen kann. Besser wird’s nicht.

Finley und ich also rauf auf den Rasen. Vorfreude pur. Dummys in der Tasche. Falls keine anderen Hunde auf der Wiese sind, wird trainiert. Doch so einfach sollte es nicht werden. Links von uns sitzen zwei Männer – adrett gekleidet – schwarze Anzughosen, weiße Oberhemden, roter Schlips (Partnerlook, wie niedlich). Sie genießen die ersten Sonnenstrahlen im aufkeimenden Frühling. Soweit so gut.

Ich packe meine Dummys aus. Finley dreht aufgeregt ein paar Ehrenrunden um die Sonnenanbeter herum. „Halloho, wir sitzen hier“, ruft mir der eine leicht genervt zu. „Ja bleiben Sie ruhig, Sie stören uns nicht“, flöte ich zurück. Totale Irritation bei den Männern. Mit zusammengepressten Lippen steht der Größere auf und kommt langsam auf mich zu.

Währenddessen hat Finley eine Nordicwalking-Gruppe am Ende des Rasens entdeckt. Die Herrschaften machen ihre Dehnungsübungen auf seiner Freilauffläche. Links neben der Gruppe stehen an einen Baum gelehnt die Nordicwalking-Stöcke (seufz). Mein kleiner Menschenfreund prescht ungebremst in die Gymnastikgruppe, bringt zwei rüstige Rentner zu Fall, was denen mindestens genauso peinlich ist wie mir. Finley apportiert inzwischen schon den zweiten Nordicwalking-Stock. Was soll man da machen? Positiv bestärken? Die Rentnertruppe nimmt es mit Humor und schickt meinen Hund laut gackernd auf Stock Nr. 3.

Inzwischen hat es auch der Anzughosentyp bis zu mir geschafft. „Junge Frau“, sagt er (hi,hi,hi…danke dafür). Also „Junge Frau wir wollen hier in Ruhe unsere Mittagspause verbringen – IST DAS WOHL MÖGLICH?“ Finley fegt gerade mit Stock Nr. 4 heran und haut dem Anzugträger das eine Stockende in die Kniekehlen.

Tja schau’n wir mal denke ich: kann man auf der Landebahn des Hamburger Flughafens frühstücken, auf der A1 Rollschuhfahren, unter Wasser steppen…? Laut sage ich: „Junger Mann“ (hi,hi,hi… Retourkutsche) Also: „Junger Mann, das hier ist eine Hundefreilauffläche.“ Und weise mit dem Zeigefinger auf das Schild vom Ordnungsamt.

Rentner-Gejohle im Hintergrund:„Schau, Hundiiii wir haben noch mehr Stockiiiis!“ Finley rast los. Zeitgleich stapft der Anzughosentyp auf das brusthohe Schild zu. „Kann ja jeder sagen“, murmelt er. Stock Nr.5 und 6 landen auf unserem Beutehaufen. Ich halte mich für weitere Fragen des Anzugträgers zur Verfügung. Der liest das Schild, wird rot und geht in einem beschwichtigenden Bogen, den direkten Augenkontakt vermeidend zu seinem Kumpel zurück.

Finley liegt inzwischen völlig erschöpft neben dem Stöckchen-Haufen. Ich sammele seine Beute zusammen und bedanke mich bei den Nordicwalkern des örtlichen Sportvereines für das 1A Apportiertraining mit meinem Hund. Ich hätte es nicht besser machen können.

 

 

 

 

 

 

 

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