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Seelengefährten Auf Vier Pfoten

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Eine Tierärztin zeigt, was unsere Haustiere über uns verraten

 

 

Die Tierärztin Wilma Staffa beschreibt in diesem Buch, ihren Weg hin zur ganzheitlichen und naturkundlichen Medizin. Sie erklärt wie wichtig es ist zu erkennen, dass unsere Tiere oft unser Verhalten spiegeln und wie es dann dazu kommen kann, dass sie reale Krankheitssymptome aufzeigen.

 

Tiere spiegeln, wenn mit ihrem Frauchen oder Herrchen etwas nicht stimmt

(Dr. Med. Vet. Wilma Staffa)

 

Sie beschreibt unzählige Fallbeispiele, was ihren Behandlungsansatz etwas griffiger für Skeptiker macht. Ehrlich schildert sie in ihren Fallbeispielen, wie sie manchmal an die Grenzen der menschlichen Begleiter ihrer Patienten gerät und wie sie versucht, diese Grenzen sanft zu verschieben, ohne dabei zu weit zu gehen. Ein Drahtseilakt … sie stößt an, gibt zu bedenken und hinterfragt das gesamte Lebenssystem der Patienten um die Ursachen für die Krankheiten zu finden. Nur die Symptome zu behandeln ist ihr nicht genug.

 

Tiere spüren so viel unendlich mehr als wir Menschen

(Dr. Med. Vet. Wilma Staffa)

 

Ihre Offenheit auch für andere Ansichten finde ich selten, damit hat sie mich überrascht. Immer wieder macht die Autorin darauf aufmerksam, dass es vollkommen in Ordnung ist, sich bei einem anderen Tierarzt eine zweite Meinung zu einem gesundheitlichen Problem einzuholen. Das finde ich sehr sympathisch. Für mich waren auch die zahlreichen Hinweise darauf, dass man als Hundehalter seine Eigenverantwortung nicht ruhen lassen sollte und auch mal auf seine innere Stimme hören sollte, besonders bedeutsam.

 

Tiere fördern unsere eigene Wahrheit wieder ans Licht

(Dr. Med. Vet. Wilma Staffa)

 

Damit Ihr versteht, warum gerade diese beiden Aspekte so wichtig für mich sind, erzähle ich Euch mal eine Begebenheit aus Finleys und meinem Leben. Finley war etwa sechs Jahre alt, als er einen schlimmen Durchfall hatte. Nach etwa drei Tagen ohne dass eine Verbesserung eingetreten war, gingen wir zu unserer damaligen Tierärztin. Es begann ein Wochen lang andauernder Labormarathon. Kotproben wurden analysiert, diverse Blutbilder erstellt, Ultraschallbilder gemacht, Finley wurde auf alle möglichen Parasiten untersucht, bekam unzählige Medikamente – nichts.

Etwa 1800 Euro später hatten wir immer noch keinen klaren Befund, der Durchfall war genauso wässerig wie zuvor und was mich besonders beunruhigte, war dass Finley auf 18 Kilogramm abgemagert war. Für einen eigentlich gut bemuskelten Golden-Rüden war das etwa die Hälfte seines Normalgewichts. Finley, eigentlich in der Blüte seiner Hundejahre, bewegte sich wie ein uralter, müder, kranker Hund. Mir blutete das Herz.

 

Ich bin mir darüber bewusst, dass es zunächst einmal gewöhnungsbedürftig klingt, wenn wir die Erkrankungen unserer Tiere mit unserem eigenen Leben in Verbindung zu bringen.

(Dr. Med. Vet. Wilma Staffa)

 

An unserem nächsten Behandlungstag, es sollte bei dieser Tierärztin auch der Letzte sein, geschah etwas, dass mir die Augen öffnete. Die Ärztin stand vor meinem Hund und sagte: „Vielleicht sollten wir ihn einschläfern, er war ja auch oft ein schrecklicher Hund.“ Während ich noch fieberhaft überlegte, wie ich Finley wieder auf die Füße stellen konnte, hatte meine Tierärztin ihn offenbar schon aufgegeben. Nicht nur das, es schien ihr überhaupt nicht schwer zu fallen ihn gehen zu lassen. Mir fiel das Atmen schwer, ich musste raus aus dieser Praxis und das SOFORT. Auf dem Parkplatz redete ich mit Finley: „Ich weiß ja nicht wieviel Du da drinnen verstanden hast, mein Dicker. Eines ist schon mal sicher, Einschläfern kommt für mich nicht in Frage. Ich weiß noch nicht wie, aber wir kriegen Dich wieder hin. Hierher kommen wir nie wieder, versprochen!“

 

Rückbesinnung auf uns zwei

 

Zuhause ließ ich das ganze Geschehen noch einmal Revue passieren. Mir fielen unendlich viele Situationen ein, in denen sich unsere ehemalige Tierärztin Finley gegenüber genervt oder abweisend verhalten hatte. Mit Kritik an ihm und mir, hatte sie nie gespart. Nach allem war deutlich, sie hatte ihn wohl nie wirklich gemocht. Was aber viel wichtiger war, war die Erkenntnis, dass ich das nicht gesehen hatte. Dieses Erlebnis war für mich so einschneidend, dass ich nicht in der Lage war gleich einen anderen Tierarzt aufzusuchen. Ich setzte mich neben Finley und überlegte. Die Blutergebnisse und alle anderen Tests hatten nichts ergeben. Was wenn der Durchfall seelische Ursachen hatte?

 

Tiere haben kein dickes Fell

(Dr. Med. Vet. Wilma Staffa)

 

Finley und ich waren derzeit im Hundesport sehr aktiv. Retrieverplatz vom Verein, Fährtenarbeit beim Trainer um die Ecke, Dummytraining beim Spezialisten…

Eigentlich, das musste ich mir zähneknirschend eingestehen, hatte er mir schon immer deutlich signalisiert, dass das alles viel zu aufregend für ihn war. Und wenn ich ganz ehrlich zu mir sein sollte, musste ich mir eingestehen, dass es auch für mich neben Beruf, Haushalt und Kindern, zu viel des Guten war. Wir gingen nicht mehr auf den Retrieverplatz, die Situationen vor und nach dem Training hatten Finley immer extrem aufgeregt. Dummytraining bauten wir ab und an in unsere normalen Spaziergänge ein und das Fährtentraining ließen wir weiterlaufen. Wir wurden beide ruhiger und ausgeglichener.

 

Hohes Risiko, schöner Erfolg

 

Medizinisch gesehen lief erst mal gar nichts für uns. Ich kochte Finley eine Möhrensuppe. Ich gab ihm eine Paste für den Magen-Darm-Trakt, die ihm schon einmal geholfen hatte.  Nach drei Tagen wurde der Stuhl fester. Finley bekam zu den Möhren noch Reis und später gekochtes Hühnchenfleisch dazu. Nach etwa eineinhalb Wochen war sein Stuhl fest und wir stellten sein Futter ganz langsam wieder um. Nach etwa acht Wochen hatte Finley wieder sein normales Gewicht und sein wundervolles Temperament und seine Kraft waren zurückgekehrt. Gar nicht auszudenken, wenn ich unserer damaligen Tierärztin nachgegeben hätte. Finley und ich, wir hatten es zusammen geschafft. Heute habe ich zwei ganz wundervolle Tierärztinnen, denen man jede Frage stellen kann, die sich auch aber nicht nur auf die Schulmedizin verlassen. Seitdem ist er nie wieder so ernsthaft erkrankt.

Fazit

Jetzt aber zurück zu dem Buch. Ich finde es sehr lesenswert, weil es ein Fenster öffnet, dass uns eine andere Aussicht auf unser Verhältnis zu unserem Hund gewährt. Es ist sehr einfühlsam und fesselnd geschrieben und hat mich in meinen Ferien sehr gut unterhalten. Auch wenn ich keine Tierärztin bin, sondern Hundetrainerin, kenne ich doch die Hürden, die man nehmen muss, wenn es darum geht dem menschlichen Gegenüber zu erklären, das es das Verhalten seines Hundes mitverursacht hat.

Da es sich hier um das Buch einer Tierärztin handelt und Frau Dr. Staffa auch ein paar medizinische Tipps im Buch gibt, möchte ich eines klar sagen. Ich rezensiere hier die schriftstellerischen Inhalte und nicht die medizinischen Tipps, denn dazu fehlt mir das Fachwissen. Ob Ihr die Tipps anwendet oder nicht, liegt allein bei Euch. Dieses Buch bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.

 

 

Fotos: © Kathrin Hoyer FOTOatelierHOYER

Das Goodfellows Kurzinterview mit der Autorin Wilma Staffa

Goodfellows: Was bedeutet das Wort Schicksal für Sie?

Wilma Staffa: Schicksal ist der Teil meines Lebens, der sich meiner Kontrolle entzieht, zum Beispiel in welche Familie ich hineingeboren werde. Größere Ereignisse, wie schwere Krankheiten und größere Unfälle liegen meiner Meinung nach in der Hand des Schicksals. Durch bewusste Arbeit und spirituelle Praxis kann ich selbst mein Schicksal abmildern.

Ich sehe mich dennoch als den Schöpfer meines Lebens. Alles, was ich nicht ändern kann, nehme ich liebend an. Alles, was in meiner Macht liegt, werde ich für mich ändern, um zufriedener zu werden und an die wahre Basis der Glückseligkeit zu kommen. Jeder hat alles in sich, alles Wissen dieser Welt. Ich vertraue meinem inneren Gefühl, um Entscheidungen zu treffen.

 

Goodfellows: Wenn Zeitreisen möglich wären, wohin würden Sie gerne reisen?

Wilma Staffa: Ich liebe diese Zeit. Ich freu mich sehr, jetzt genau hier zu sein. Jetzt hier sehe ich meine Aufgabe und Erfüllung. Manchmal fühle ich mich den 20iger Jahren des letzten Jahrhunderts verbunden, die goldene Blütezeit der Kunst, Kultur und Wissenschaft. Und manchmal wäre ich gern einige hundert Jahre voraus. Dann denke ich, dass wir alle keine Tiere mehr essen und sensibler, liebender sind.

 

Goodfellows: Gibt es einen Traum, den Sie sich auf jeden Fall noch erfüllen möchten?

Wilma Staffa: Ich möchte gern alle Menschen, die Tiere und die Natur, einfach alles so lieben, wie es ist. Die bedingungslose Liebe zu leben, ihr nahe zu kommen ist mein Traum, mit allen meinen Mitmenschen und mit einem Partner.

 

Goodfellows: Wie sieht Ihr perfekter Tag aus?

Wilma Staffa: Ich lasse mich in den Tag fließen. Ich wache auf, wenn es hell wird. Es ist mir eine große Freude, wenn ich im Hausbesuch von meinen Erfahrungen und Erkenntnissen in der Tiermedizin erzählen kann. Und ich Menschen mit oder ohne Vierbeiner begegne, ich mit Ihnen ins Gespräch komme und ihnen helfe. Und wenn wir uns über den Sinn des Lebens unterhalten, gemeinsam Spiritualität studieren, von der eigenen Entwicklung erzählen oder einfach Gedanken austauschen.

Im Sommer bin ich im Garten, schwimme im nahegelegenen See, hacke Holz und schwebe auf der Schaukel unter dem Lindenbaum. Ich genieße Brombeeren, die ich am Wegesrand pflücke. Im Winter geh‘ ich im Wald spazieren und genieße die Energie der Natur und sitze vorm Kachelofen und beobachte das Feuer.

Perfekt ist der Tag dann, wenn ich abends in der Ruhe dankbar bin, mich an dem erfreue, was ich vollbracht habe und darüber nachdenke, was nicht so optimal war, wo sich beispielsweise negative Gedanken eingeschlichen haben. Ich plane Änderungen für morgen, dann werde ich jeden Tag ein wenig besser.

 

Goodfellows: Was wünschen Sie sich vom durchschnittlichen Hundehalter?

Wilma Staffa: Achtsamkeit. Und, ein Einfühlen in das, was der Hund einfach braucht: ausreichend Ruhe, Bewegung an frischer Luft und eine artgerechte Nahrung. Und immer wieder das Bewusstmachen der eigenen Ängste. Und den Mittelpunkt des eigenen Lebens immer bei sich selbst zu suchen. Das Wunderschöne ist, unsere lieben Vierbeiner helfen uns dabei.

 

Die Autorin

Dr. Med. Vet. Wilma Staffa arbeitet seit über 20 Jahren als Tierärztin in Callenberg/Sachsen, mittlerweile ganzheitlich naturheilkundlich. Sie führt Beratungsgespräche zu den Themen „Das Tier ist mein Spiegel“ und „Sterbebegleitung der Haustiere“ durch. Außerdem veranstaltet sie regelmäßig Workshops und Vorträge.

 

 

 

Seelengefährten Auf Vier Pfoten

Eine Tierärztin zeigt, was unsere Haustiere

über uns verraten

Autor: Dr. Med. Vet. Wilma Staffa

Verlag: Scorpio Verlag

Erschienen: 24.Juli.2020

ISBN: 978-3958033238

Preis: 18,00 Euro

 

 


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