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Das perfekte Dinner – Magnusson Petfood Hundefutter im Finley-Test

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Finley liebt die Abwechslung, auch auf dem Speiseplan,

heute MAGNUSSON GRAIN FREE

 

Mein Finley ist ein kleiner Feinschmecker. Bevor er etwas frisst, dass er nicht kennt, wird es erst mal untersucht und durchläuft irgendeinen Test, dessen Regeln ich noch nicht ganz durchschaue. Da kann es schon mal vorkommen, dass er ein von einem Fremden angebotenen Leckerchen den Achtersteert zudreht. In der Hinsicht ist er überhaupt nicht retrieverlike. Das macht es immer etwas schwierig für mich, wenn Finley mal wieder entschieden hat, dass unser tägliches Futter zum Gähnen langweilig wird und mir deutlich signalisiert, dass ich mir etwas einfallen lassen muss, wenn ich ihn zurück an den Futternapf locken möchte.

Jetzt gerade war wieder so ein Zeitpunkt gekommen. Er sah mich an und sein Blick sagte mir: „Jaaa, alles klar … Ente und Kartoffeln … soll ich das jetzt essen bis ich gackere? … DAS kannst DU doch wohl besser oder?“ So war es auch dieses Mal. Da passte es prima als sich die Firma Magnusson Petfood bei mir meldete und Finley und mir einen Sack Magnusson Futter zum Testen überlassen hat. Kaum wurde der Sack angeliefert, ließ Finley ihn nicht mehr aus den Augen.

 

Bei uns ist Finley der Futterexperte

 

Wenn ich über ein neues Hundefutter berichte, begebe ich mich immer ein wenig auf dünnes Eis, denn ich bin keine Futterexpertin. Ich richte mich im Wesentlichen danach, ob Finley ein Futter schmeckt, er davon nicht übermäßig zunimmt und ob es eine getreidefreie Variante gibt, denn Finley ist Allergiker. Deshalb haben Finley und ich uns für das Futter Magnusson GRAIN FREE entschieden. Diese Sorte ist geeignet für Junghunde bis hin zu großen Hunderassen. Die Futterbrocken sind deshalb ein wenig kleiner gehalten als bei den anderen Magnusson-Sorten. GRAIN FREE enthält nur frisches Rindfleisch ohne Zusätze von Fleischmehl.

 

Schwedischer Lebensmittelstandard auch für Futtermittel

 

Wie alle Magnusson Futtersorten entspricht das GRAIN FREE dem Schwedischen Lebensmittelstandard. Die schwedische Gesetzgebung bietet einen Zusatz an Lebensmittelsicherheit, denn die hohen Standards gelten nicht nur für Produkte für den Verbraucher, sondern auch für Futtermittel und die Herstellung von Tiernahrung. So ist der Einsatz von Antibiotika und Hormonen verboten. Zudem dürfen keine Geschmacks- oder Geruchsverstärker, Knochenmehl, Abfälle, genmanipuliertes Getreide oder Kadaver für die Produktion von Tierfutter verwendet werden. Dadurch kann garantiert werden, dass nur für Lebensmittel freigegebene Nutztiere auch für die Herstellung von Futtermitteln verwendet werden.

Die Zusammenstellung des GRAIN FREE Futters könnt Ihr der Tabelle und dem Infotext auf dem Foto links entnehmen. Das Hundefutter von Magnusson richtet sich nach den strengen europäischen Auflagen für Landwirtschaft und Tierschutz. Die Firma Magnusson verarbeitet nur Zutaten aus Schweden die bis zu jedem einzelnen Bauernhof rückverfolgbar sind.

 

Leichte Verdaulichkeit durch schonendes Backen im Ofen

 

Finley hat das neue Futter jedenfalls mit viel Appetit gegessen. Mein sonst so krüscher  Heini hat nicht gezögert und hat auch keinen Rest im Napf übriggelassen. Die Kroketten werden schonend im Ofen gebacken, ohne dass zusätzliches Fett hinzugefügt wird und bewahren so ihren Vitamin- und Mineralgehalt. Beim Backen wird dem Teig auf sanfte Weise Feuchtigkeit
entzogen. So wird vermieden, dass die Kroketten im Magen unseres Hundes zu schnell aufquillt. Das Sättigungsgefühl tritt nicht so schnell ein wie bei heiß gepresstem Hundefutter.

Was ich außerdem besonders angenehm fand war der wirklich frische und unaufdringliche Geruch des Futters. Naja, das ist wohl eher etwas, auf das wir als Familie viel Wert legen. Finley ist das eigentlich schnuppe aber so sind wir alle ganz glücklich über das neue Futter und es wird wohl noch ein bisschen länger auf Finleys Speiseplan stehen.

 

Übrigens! Weil die Kroketten des getreidefreien Magnusson Futters so schön klein sind, nehme ich immer eine Handvoll auf unsere Spaziergänge mit.  Da sie überhaupt nicht schmierig sind, kann ich sie sogar einfach in die Hosentasche stecken. Dadurch hat sich Finleys Tagesration an Vollwertfutter etwas erhöht. Sein Stoffwechsel hat sich sehr schnell und komplikationslos auf sein neues Futter eingestellt. Leicht verdaulich – das ist auch der Aspekt, der meiner Tierärztin so gefällt.  Sie hat sich die Zusammensetzung genau angesehen. Das Finley bisher trotzdem nicht zugenommen hat, verzeichnet sie als weiteren Vorteil.

Finley und ich haben unsere erste Futterration per Post bekommen. Auf der Homepage von Magnusson Petfood findet Ihr unter dem Menupunkt „Unser Futter“ ein Verzeichnis von Händlern, bei denen Ihr das Magnussonfutter bestellen oder einkaufen könnt. Solltet Ihr noch Fragen zu dem Futter haben, könnt Ihr auch auf der Facebookseite von Magnusson Petfood Kontakt mit der Firma aufnehmen.

 

 

 

 

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Der Guinnes-Book-Rekord-Pups

Ich dachte, wenn ich ein paar Blüten über das Corpus delicti lege, kann man diesen Artikel auch zum Frühstück online stellen.

Pippi machen und Kot absetzen, das heilige Geschäft

Als ich mir einen Rüden anschaffte, ahnte ich nicht, dass Pippi machen und Kot absetzen einmal zentrale Themen meines täglichen Hundehalterlebens werden sollten. Denn wenn der Hund muss, muss er eben nicht nur einfach. Er muss dort … nein doch nicht … eher dort … oder vielleicht lieber da … bergauf … bergab … im Kreis … den Kopf in der Hecke … den Mors in der Hecke … Fifty-Shades-of-Kacka-machen.

 

Die Wissenschaft hat das Markierverhalten unserer Hunde untersucht und festgestellt, dass Hunde sich nach Norden ausrichten bevor sie dann mal wirklich Wasser lassen. Ich glaube das sofort, nur hilft mir diese Erkenntnis im täglichen Leben überhaupt nicht weiter. Ich weiß nämlich so gut wie nie wo Norden ist. Soll ich zukünftig mit Kompass herumlaufen, “Oh er zeigt nach Norden, jetzt macht er ernst“, bestimmt nicht. Also habe ich mal meine eigenen Beobachtungen aufgeschrieben und ehrlich, liebe Wissenschaft, ihr habt es noch nicht mit dem Meister aller Hundeköttel-Klassen zu tun gehabt…

 

Täuschungsmanöver gehören zum Ritual

Ich hatte ursprünglich die Vorstellung: Hund geht raus und los geht’s – ich Dummerchen… Mittlerweile weiß ich, so ist es nicht, niemals, unter keinen Umständen. Fünf Umdrehungen, simuliertes Pippiverhalten sind das Minimum. Sechs bis neun angetäuschte Stopps sind Pflicht. Dann tut Finley so als ob gleich bächeweise Urin fließen würde. „Ohhh es ist so dringend, upppsss leider doch noch nicht.“ Der Hund macht mich wahnsinnig!!! Beobachtet man Finley beim *hüstel „Machen“, gewinnt man den Eindruck, es gäbe irgendwo im Rüden-DNA-Code ein festgelegtes Regelwerk, für sozialkompatibles, rangordnungsrelevantes Löseverhalten, gepaart mit einem gewissen ästhetischen Anspruch an hündische Bewegungsabläufe.

 

Schwerkraft – Nein Danke!

Finley zum Beispiel versucht seit neun Jahren die Schwerkraft außer Kraft zu setzen und köttelt mit Vorliebe auf abschüssigem Gelände. Ich nenne diese Methode die „Ein-Schisser-am-Abgrund-Strategie“. Denn Finley setzt den Pups nicht wie eine Reinhold-Messmer-Gipfel-Fahne auf die Spitze des Abhangs. NEIN, denn das könnte ja jeder. Er steht auf dem oberen Teil des Gefälles. Das Hinterteil zeigt nach oben, die Hinterläufe sind leicht eingeknickt. Der Kopf und die Vorderläufe sind nach unten ausgerichtet und stramm durchgedrückt – dann Vollzug! Und was danach kommt ist die totale Verwirrung meines Hundes, wenn er sein „Geschäft“ zwischen seinen Vorderbeinen bergab kullern sieht. Das ist für ihn jedes Mal hart an der Tränengrenze.

 

Das Lösen ist eher eine Kunstform als ein Bedürfnis

Dann gibt es da noch das „Baumstumpf-Zielschietern“. Der Baumstumpf wird aus großer Entfernung anvisiert und dann umkreist … mehrmals *natürlichwassonst. Es ist wirklich dringend, das kann ich sehen. Trotzdem, unter Aufbietung der letzten Kraftreserven werden die Backen zusammengekniffen, denn das WIE ist existentiell ungleich wichtiger als das Wohlbefinden. Dann dreht Finley sich mit der Flanke zum Stumpf und klettert seitlich mit den Hinterpfoten auf den abgesägten Baum – dann Vollzug! Danach wird der Baumstumpf wieder umkreist … mehrmals *natürlichwassonst. Während er die Positionierung des Köttels überprüft *ürgs , stellt er sich die Frage aller Rüdenfragen: „Gibt es eine sinnvolle, schmerzfreie Möglichkeit diesen Kunstbrutzer durch Scharren, sozialgefügemäßig, noch zu verbessern?“ Er entscheidet, nein gibt es nicht. Ich komme erleichtert aus meiner Deckung. Finley grunzt zufrieden. Wir können endlich weiterlaufen.

 

Das Unmögliche war das Ziel

Und dann kam die ultimative Herausforderung, die „Mission impossible“. Ist es möglich einen Brutzer an die Außenseite eines Baumes, also senkrecht an den Stamm, zu setzen? Der Hund wächst mit seinen Aufgaben, dachte sich mein Rüde und entwickelte nach und nach seine Strategie. Zuerst einmal stutzten das Schicksal und die Schwerkraft Finleys Selbstbewusstsein auf ein gesundes Normalmaß zurück. Der Erfolg wollte sich nämlich nicht einfach so einstellen.

Es galt also das Problem zu analysieren. War es ein Haftproblem, ein Problem des Untergrundes oder scheiterten die ersten Versuche an den körperlichen Möglichkeiten des Probanden? Ich lernte in dieser Zeit, dass Hunde erst einmal auf bewährte Strategien zurückgreifen und erst wenn diese gescheitert waren, neue Wege suchten. Das Umkreisen des Baumes brachte, wer hätte das gedacht, keinen Erfolg. Dann versuchte er rückwärts einzuparken aber irgendetwas war immer im Weg, ein Ast, Waldpflanzen oder Steine. Einmal richtete er sich rückwärts aus und freute sich so sehr darüber, es soweit geschafft zu haben, dass er sich mit seinem heftig wedelnden Schweif wieder vom Baum weg katapultierte.

 

In jedem Versuch steckt ein Ohmmm

Dann begann unsere esoterische Phase. Jedes Mal, wenn Finley versuchte einen Baum zu „dekorieren“, ging er vorwärts ganz nah an den Stamm heran, dann begann er mit den Vorderpfoten zu trippeln. Danach legte er erst den rechten, dann den linken Vorderlauf um den Stamm. So, als habe er heimlich eine Montessori-Schule besucht, umarmte mein Haudegen die Bäume in unseren Vorstadtwäldern, um sie dann als nächste Maßnahme, vollzuscheißen. Die Enttäuschung folgte dann auf dem Fuße, wenn seine Deko mit einem dumpfen „Patsch“ auf dem Waldboden landete.

 

Einer blieb drauf! Oder Ende gut, alles gut

Und dann kam er, der Tag als das Unverhoffte passierte. Als wir schon gar nicht mehr daran geglaubt hatten, sah Finley mich mit einem Blick an, der sagte: „Okay, ich wage noch einen Versuch und wenn es dann nicht klappt, hör‘ ich auf mit dem Scheiß.“ Unwillkürlich nickte ich ihm zu und dachte, „Go for it mein Bärchen.“ Ich stand natürlich (symbolisch gesehen) voll und ganz hinter meinem Hund.

Finley schnaufte und konzentrierte sich. Langsam drehte er sich seitlich zum Baum und begann mit seinen Hinterpfoten am Stamm hochzusteigen, beugte die Läufe ein wenig – dann Vollzug! Während ich noch dastand und erstaunt feststellte, dass mein Rüde Handstand kann, ließ Finley seinen Hinterkörper einfach elegant zur Seite gleiten und dann sahen wir es. Der Brutzler blieb am Stamm haften, Mission durchgeführt, das war er der Guinnes-Book-Rekord-Pups!

Mit stolz erhobenem Rüdenschädel stolzierte Finley mit mir durch unsere Wälder, entspannt wie nie zuvor. Und Ihr könnt es jetzt glauben oder nicht. Er hat danach niemals wieder versucht, sein Geschäft senkrecht an einem Baumstamm abzusetzen. Denn der kluge Rüde weiß, wenn es am schönsten ist, sollte man sich neuen Zielen zuwenden….

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die FURBO Hundekamera im Finley-Test

FURBO – Leckerchenwerfen – Film ab – Bellalarm – hier ist was los

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Was macht der Hund, wenn ich nicht da bin

 

Eigentlich hat mich schon immer interessiert, ob Finley irgendeinen Blödsinn veranstaltet, wenn ich ihn allein zuhause lasse. Bisher habe ich mir immer ganz fest Folgendes vorgestellt: Mein super gut erzogener Hund *hüstel zieht sich auf seinen Platz zurück, sobald ich das Haus verlasse. Dann folgen Energie auftanken bei stundenlangem Schönheitsschlaf und Wölkchenreisen durch die Hundetraumwelt. Er geht nicht aufs Sofa, zieht nicht über Los in den ersten Stock und jagt auch keine Katzen hinter den Panoramafenstern. *hach

Jetzt ist der Moment der Wahrheit gekommen und ich kann überprüfen, ob meine schönen Wunschvorstellungen einem Praxistest standhalten können. Finley und ich haben die FURBO Hundekamera von der getestet, die uns Kaikalis Communiktaions freundlicherweise kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Die Kamera wurde in Zusammenarbeit mit professionellen Hundetrainern und Tierärzten entwickelt. Sie soll nicht nur helfen, den Hund unter Beobachtung zu halten, sondern auch als Trainingstool dienen aber dazu komme ich später noch.

Die Installation ist kinderleicht

Ich hatte ja ein Bisschen Respekt vor der Installation der Kamera aber letztlich war alles ganz einfach. Zuerst habe ich mir einen Platz gesucht, wo die Kamera sicher stehen konnte, ohne dass Finley sie umreißen könnte. Unser Bücherregal erwies sich als ideal. Dann einfach den Stecker in die Steckdose stecken, die Furbo-App auf mein Iphone herunterladen und dann ans WLAN anschließen. Das war es schon. Die FURBO-App leitete mich von Schritt zu Schritt. Ein verschiedenfarbiges Licht zeigt an in welchem Modus sich die Kamera gerade befindet. Weißes Licht sagt „Ich starte“, Gün sagt „Installationsbereit“, Gelb ist der Stand-by-Modus, Blau bedeutet Furbo ist im Einsatz und Lila zeigt an, wenn die WiFi-Verbindung unterbrochen wurde.

Der Anmeldevorgang dauerte nur fünf Minuten, danach konnte ich loslegen. Also ACHTUNG Finley „Big Mama is watching you“.

 

Fotos und Videos – Finley BIG MAMA is watching you

 

Jetzt aber einmal etwas zu den einzelnen Funktionen der FURBO Kamera. Ihr könnt Fotos machen und Videos herstellen. Ja, auch nachts, denn die Furbo Hundekamera verfügt über eine Infrarot-Einstellung, die Nachtaufnahmen ermöglicht. Die Übertragung der Bilder auf mein Iphone war klar und störungsfrei, die Qualität der Bilder in HD-Auflösung und der Videos gut. Ich war positiv überrascht, wie groß der Bildausschnitt der mit einem 160 Grad Weitwinkel ausgestatteten Kamera ist. Ich hatte nahezu den gesamten Wohn- und Essbereich im Blick. Diese Kamera-Funktionen haben für mich den größten Spassfaktor und die Kamera wird mir sicher auch in Zukunft schöne Bilder für meinen Youtube-Kanal oder für Instagram liefern, denn man kann die Fotos und Videos direkt nach ihrem Entstehen, ganz bequem herüberladen.

 

Die Stimme aus dem OFF schießt mit Leckerchen…

 

Über ein Mikrophon könnt Ihr mit Eurem Hund sprechen. An der Wiedergabe der Stimme könnte man noch ein wenig schrauben, die klingt ein Bisschen blechern. Ihr habt so die Möglichkeit auch auf Distanz verbal mit Eurem Hund Kontakt aufzunehmen und kleine Trainingseinheiten mit ihm einzulegen. Denn die FURBO Kamera bietet die Möglichkeit den Hund mit Leckerchen zu belohnen, wenn er macht was Frauchen möchte. Oben hat die Furbo Kamera eine kleine Kammer, die man mit Leckerchen befüllen kann. Wenn Euer Hund folgt, wischt Ihr mit dem Finger über das Leckerchen-Symbol auf dem Handy und die Kamera „spuckt“ einen Hundekeks aus. Das klingt erst einmal sehr einfach.

 

Die FURBO Hundekamera als Trainingstool

 

Die Kamera als Trainingsinstrument – als Hundetrainerin sehe ich diese Möglichkeit mit gemischten Gefühlen und ich finde, jeder Hundehalter sollte die Risiken individuell abwägen und dann entscheiden ob er die Kamera als Trainingstool nutzen möchte. Denn bei einem Hund mit Trennungsängsten kann es helfen, wenn er Frauchens Stimme hört, es kann es aber auch dazu führen, dass der Hund in noch höhere Erregungszustände gerät, weil er seinen Halter im Haus nicht finden kann. Hier gilt, jeder kennt seinen Hund am besten, Eure individuelle Einschätzung ist gefragt.

 

Übrigens der „Fotobomber“ im Hintergrund ist mein Gatte. Und ich sag noch, bleib stehen – nicht schleich Dich…. *kicherglucks.

Die Belohnung erfolgt zeitverzögert

 

Wenn Ihr Euch entscheidet, mit der Kamera zu trainieren, solltet Ihr Eurem Hund schrittweise beibringen, dass ein Befehl aus dem Lautsprecher genauso ernst zu nehmen ist, wie ein Befehl von Angesicht zu Angesicht. Die FURBO-App hält dafür ein Lehrvideo für Euch bereit, in dem erklärt wird, wie man das macht. Ein paar Dinge solltet Ihr vor der Anwendung allerdings bedenken. Aus meiner Sicht entsteht beim Leckerchen „wischen“ kein richtiger Belohnungseffekt, weil die Kamera den Keks zeitverzögert auswirft. Das Gehirn eines Hundes hat nur einen sehr kurzen Zeitraum, etwa drei Sekunden, zu Verfügung in dem es die Handlung des Hundes mit der Belohnung verknüpfen kann. Die Kamera braucht für den Auswurf etwas länger. Und ein weiterer Aspekt, der mich an der Trainingsfunktion zweifeln lässt, ist die Frage – was ist wenn Euer Hund ungehorsam ist? Hört Euer Hund nicht auf Euch, habt Ihr aus der Entfernung keine Möglichkeit dieses Verhalten zu sanktionieren. Wenn Ihr Eurem Hund aber frei von irgendwelchen Trainingszielen, einfach nur ein Bisschen Futter zukommen lassen wollt, ist die „Wisch-Funktion“ klasse.

 

 

Für uns keine Gespräche aus dem OFF

 

Für Finley und mich bleibt das Mikrophon in Zukunft aus. Denn ich habe festgestellt, dass Finley *dasLebenistgerecht tatsächlich ganz ruhig darauf wartet, dass wir nach Hause kommen. Wie Ihr auf den Fotos sehen könnt, legt er sich ab und dümpelt danach von Traumwölkchen zu Traumwölkchen. Wenn ich ihn angesprochen habe, hat das bei ihm nur zu Irritationen geführt. Beim ersten Mal (siehe erstes Video oben) hat er die Leckerchen noch gefressen, dann ist er aus dem Wurfbereich herausgegangen und hat die Küchentür angebellt, weil er mich dahinter vermutete. Beim zweiten Mal haben ihn die Leckerchen schon gar nicht mehr interessiert und er ist gleich zur Küchentür gegangen und hat sich beschwert. Also erreiche ich mit Mikrophon und Leckerchen werfen genau das, was ich nicht möchte. Aber das betrifft eben ganz individuell gesehen nur Finley und mich. Probiert es einfach aus, wie es bei Euch und Eurem Hund ist. Jedes Mal wenn wenn Finley bellt, sendet die FURBO-App einen Bellalarm aufs Handy. Auf dem Display meines Iphones erscheint dann eine PushUp-Nachricht. Diese Funktion finde ich sehr nützlich, denn es gibt mir die Möglichkeit gleich einmal nachzuschauen, was da in meinem Haus los ist.

 

Erwischt! So ein Schlingel…

 

Und dann habe ich ihn doch noch erwischt, meinen Schlingel. Da hatte er es sich doch rotzfrech bequem gemacht auf Herrchens Clubsessel. Na ein Bisschen kann ich Ihn ja verstehen. Das Ding ist wirklich saubequem und bietet den besten Ausblick aus unserem Panoramafenster. Da kann Finley dann als erster sehen, wenn mein Mann, die Kinder oder ich wieder nach Hause kommen. Na, ich werde mal so tun, als ob ich das nicht gesehen habe…

 

 

Alles in allem bietet die FURBO Hundekamera mir genug Vorteile und jede Menge Spass, so dass ich sie gerne weiterempfehle. Und wenn bei uns irgendwann mal wieder ein Welpe einzieht, wird meine Kamera im Dauereinsatz sein.

 

 

Fotogalerie zur FURBO Hundekamera

 

 

Dieser Artikel enthält Werbung. Darüber hinaus enthält er einen Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr Euch entschieden habt, die FURBO Hundekamera zu kaufen und den Weg über diesen Link in meinem Beitrag zu gehen, würde mich das sehr freuen. Euch entstehen dadurch keine Kosten. Ich erhalte dann eine kleine Provision, die ich wieder in die Pflege des Goodfellows Hundeblogs und die Umsetzung neuer Ideen auf meinem Blog, investieren kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Rüden und Rüpel – Friedenspolitik im Vorstadtwald

G4 fast G5 – Rüden-Gipfel-Treffen im Vorstadtwald

Mon Dieu! War das ein Morgenspaziergang. Wir hatten Rüden-Gipfel-Treffen in unserem Revier.

Offensichtlich hatten sich heute alle Herrchen und Frauchen auf dieselbe Gehzeit geeinigt. Der Morgen war milde und nicht so heiß wie in den letzten Tagen. Finley und ich wollten das ausnutzen und ein paar Suchspiele auf unserem Spaziergang einbauen. Aber dann kam alles anders.

Kaum hatten wir unsere Straße verlassen, wurden wir von Sverre gestellt und verbellt. Sverre ist ein Westhighland Terrier und wird vorzugsweise, wenn überhaupt, an einer nicht arretierten Flexileine „geführt“. Wenn Sverre einen anderen Hund sieht, gerät er regelmäßig so außer sich, dass man die Befürchtung haben muss, es würde ihn sogleich der Schlag treffen, und er würde auf der Stelle auf unserem heimischen Wanderweg dahingerafft. So ist es dann aber nicht. Seine hysterischen Anfälle ermüden ihn nicht, sondern scheinen ihn ständig wieder und wieder mit neuer Energie zu versorgen. Er ist gewissermaßen ein angreifendes, wadenzwickendes, kläffendes Perpetuum mobile.

Ich sage übrigens so wenig über sein Herrchen, weil es wirklich nichts Erwähnenswertes über ihn zu sagen gibt. In solchen Momenten verfällt der Jochen nämlich in der Regel in eine Art Schockstarre, hält den Griff der Flexileine fest und starrt ohne etwas zu sagen oder irgendeine Regung zu zeigen, auf sein Gegenüber, in diesem Falle auf uns. Da ich das ja schon weiß, hielt ich mich heute nicht mit Nebensächlichkeiten, wie Grüßen u.s.w. auf und wendete mich in dieser Situation an das einzige denkende Wesen in meiner Nähe, nämlich Finley. Ich sagte: „Du nicht!“ Finley, der seine Rute schon auf halbmast gehisst hatte, takelte wieder ab und wir setzten unseren Spaziergang in entgegengesetzter Richtung fort.

Zwei Abbiegungen weiter trafen wir „Rüpel“ und sein Frauchen. Doooch, der heißt so und sein Name ist Programm. Rüpel steckt gerade knietief in der Pubertät. Ich habe übrigens die ausdrückliche Erlaubnis seiner Leute, seinen Klarnamen zu benutzen. Rüpel ist ein Labradoodle – silver factored -, wie mir sein Frauchen Beate mal erzählt hat. Was ja, meiner Meinung nach nichts anderes bedeutet, als dass außer einem Labrador und einem Pudel auch andere Jagdhunderassen ihre Spuren in seiner Blutlinie hinterlassen haben. Jedenfalls scheint sein äußeres Erscheinungsbild ein deutliches „Call me Rauhaar-Weimi“ auszusenden. Aber hey, wen interessiert das schon, er ist ein toller Bursche.

Friedensverhandlungen mit Rüpel

Wie dem auch sei, Finley und Rüpel verstehen sich eigentlich ganz gut … also, so lala … manchmal knallt es halt … Was immer auch passiert, wenn die Zwei zusammen sind, Beate und ich drehen öfter mal eine Gassirunde zusammen. Nennt es Abenteuerlust, nennt es Ignoranz – wir nennen es „Himmelarsch-das-muss-doch-funktionieren“. Und heute hat es funktioniert. Harmonisch war es … nicht direkt. Die Burschen sahen sich an, stellten ihre Ruten hoch, bauten sich kastig auf, Beate und ich seufzten.

Dann verfolgten wir das Gespräch unserer zwei Unterhändler:

Rüpel: „Na Opi, kannste noch…grrr…grrr…“

Finley: „Pass bloß auf Du Rotzlöffel … Grrrr…Grrr…“

Beate und ich: „SEUFZZZZZ!“

Rüpel: „Die Damen sind sauer … nicht gut … grummel…“

Finley: „Stimmt, die gönnen einem aber auch nichts mehr …“

Rüpel: „Wenn wir jetzt Stress machen Alter, dann kriege ich heute keinen Ochsenziemer mehr …. Frieden?“

Finley: „Geht klar Kleiner, dann Chillen wir mal unsere Basis…“

Verhandlungsergebnis: 20 Minuten stilles Nebeneinanderhergehen, gemeinsames Schnüffeln, gemeinsames Markieren strategisch wichtiger Anlaufpunkte, Beate und ich konnten entspannen, haben nett geklönt und uns für den Abend auf ein Glas Wein in meinem Garten verabredet. Yep, so geht Friedens-Politik.

Dann trennten sich unsere Wege. Gedankenverloren hingen Finley und ich unseren Tagträumen nach, da kam unsere nächste Herausforderung um die Ecke geschossen. Armand! Ich nenne ihn immer unseren Vorstehdackel, denn egal was oder wen er erblickt, er nimmt eine korrekte Vorstehhaltung an bevor er dann, mit Gebrumm, auf das Objekt seiner Aufmerksamkeit zuschnellt. Begleitet wird Armand von seiner Entourage, bestehend aus seinem joggenden Frauchen Geli und deren zwei kleinen Kindern. Geli hat immer Stöpsel in ihren Ohren und hört Musik über ihr I-Phone, auf einem Bobbycar folgt die vierjährige Cèline, verfolgt – oder sollte ich sagen gejagt – von ihrem sechsjährigen Bruder Pièrre, der auf seinem viel zu großen Cityroller alles gibt.

Armand und seine Entourage – Hundebegegnung mit Musik

Auf einer Strecke von etwa 50 Metern ereigneten sich dann diese Geschehnisse:

Die Kinder fuhren in verschiedene Richtungen, Céline fiel in die Brennnesseln, ihr Bruder schlug mit seinem Roller laut johlend auf einen Gehölzhaufen ein, Geli fiel das I-Phone runter, der Pièrre schmiss seine kleine Schwester noch mal in die Brennnesseln, weil sie sich aus seiner Sicht viel zu schnell beruhigt hatte. Geli regte sich fürchterlich auf.

Wen wundert es da noch, dass Armand glaubte, er müsse die Vorhut machen, damit seine Entourage sich hinter ihm ungestört aufführen konnte wie die Marx Brothers. Nur, den Hund zu verstehen machte die Situation für Finley und mich nicht weniger unangenehm. Ich sagte also wieder: „Du nicht!“ Finley wirkte zwar ein wenig enttäuscht, aber er machte widerstandlos kehrt. Wir wollten einfach nur nach Hause laufen.

Da rief die Geli uns hinterher: „Du könntest mir ja auch mal helfen, die Drei zu bändigen.“ Hörte ich da einen Vorwurf in ihrer Stimme? Langsam drehte ich mich um.

Ich schaute sie an und sagte dann: „Geli, pass mal auf. Dein Mann arbeitet im Homeoffice. Er könnte doch leicht mal eine halbe Stunde auf die Kinder achten, damit Du mit Armand joggen gehen kannst. Das würde die Situation für Dich deutlich leichter machen.“

Eigentlich hatte ich es nie ganz verstehen können, warum bei Geli jede Gassirunde zum groß angelegten Familienausflug mutieren musste. ‚Mach es doch komplett‘ dachte ich im Stillen, es fehlten eigentlich nur noch Oma und Opa und die örtliche Blaskapelle zum totalen Chaos. Laut sagte ich: „Geli, das ist wirklich nicht meine Aufgabe. Ich habe jedes Mal genug damit zu tun zu verhindern, dass unsere Jungs sich in die Wolle kriegen.“

Armand – gerettet – geläutert – gefüttert…

Sie antwortete: „Also Armand ist doch ganz friedlich, der will überhaupt keinen Ärger, der hat so viel Schlimmes hinter sich, der ist froh wenn er seine Ruhe hat.“  Ja ne is‘ klar, denke ich, jetzt zückt sie wieder die Armer-Hund-Karte im Schwarzer Peter Spiel. Armand ist nämlich ein Mischling aus dem Tierschutz, laut Auskunft der Retter-Orga eine „charmante, schwarzweiße Mischung aus Dackel und einer anderen Jagdhunderasse“. Armand hatte zuvor, geschätzte fünf Jahre, als Straßenhund in Italien gelebt und hatte sich dann, als Bestandteil seines Rentenplanes, als zu rettendes Exemplar in das Hunderegister der Tierschutzorganisation aufnehmen lassen. Aus meiner Sicht ist Armand ein sehr selbstständiger, selbstbewusster, kleiner Kerl, der genau weiß was er will und wer das für ihn erledigen soll.

Ich musste Grinsen und antwortete:  „Also Geli, Dein Hund ist alles andere als hilflos. Es wäre aber für ihn sicher auch mal ganz nett, wenn Du die ganze Verantwortung für eure Spaziergänge übernehmen würdest.“ Geli sieht mich fragend an…

Ich redete einfach weiter: „Dein Hund merkt, dass Du durch das Musik hören abgelenkt bist. Er übernimmt dann die Aufgabe, Eure Tour abzusichern und ranzt alles an was ihm entgegenkommt. Wenn Du mal auf die Musik verzichten würdest, hätte er vielleicht das Vertrauen, dass Du das auch schaffst und könnte sich mehr entspannen.“

Enrico C. die Abrissbirne! Nix wie weg hier!

Man konnte es förmlich sehen, wie es hinter Gelis Stirn arbeitete, dabei wollte ich nicht weiter stören und machte mich mit Finley schnell auf den Heimweg. Und dann hörten wir IHN bellen, noch weit weg aber unverkennbar. Enrico C., die Abrissbirne war unterwegs im Vorstadtwald. Finley warf mir einen Blick zu, och-nö-nicht-der schien er zu sagen. Ich nickte und sagte: „Komm Finley, den müssen wir heute nicht treffen, wir nehmen die Abkürzung.“

Im Moment liegt mein Dickerchen erschöpft und irgendwie zufrieden auf seinem Kissen und träumt vor sich hin. Gelegentlich brummt er, zappelt mit den Pfoten und seufzt. Ich habe ja den Verdacht, dass er im Traum gerade all‘ die Dinge nachholt, die er vorhin nicht machen durfte…

 

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Hund hört nicht? Drauf gepfiffen mit der Hundepfeife!

Fotos: © Copyright 2018 – ROMNEYS Beate Ting GmbH

Warum eine Hundepfeife das Leben für Hund und Halter leichter macht

„Emma-komm-mal-heeer! …Hallohoo, Eeeemmaahaaa hiiiiiiiieeer!!! … Himmeldonnerwetter-Du-kommst-sofort-hierher-oder-Du-kannst-was-erleben….“

Irgendwann war wohl schon jeder Hundehalter einmal in dieser Situation. Das Hundetier soll etwas tun und entscheidet in der Sekunde seinen Will to Please in den Urlaub zu schicken. Bei uns im Hundewald konnte ich beobachten, wie gestandene Erwachsene, die eigentlich über eine gute Erziehung verfügten, die Contenance verloren. Es war deutlich zu hören. Die Stimmen wurden lauter, die Worte harscher, die Gesten hektischer. Und nichts davon führte dazu, dass die Hunde unterschiedlicher Rassen gehorsamer wurden.

Der Ton macht die Musik – Menschenstimmen sind eben nicht frequenzstabil

Mir ging es mit Finley am Anfang auch nicht besser. Wir standen auf der Wiese und ich rief „Hier!“. Finley, sah kurz auf und tat – richtig, gar nichts! Ich wurde ärgerlich, propellerte unkontrolliert mit meinen Armen herum und wiederholte den Befehl mit ärgerlicher Stimme. Finley sah mich tadelnd an und verschwand in schönster Nicht-in-diesem-Ton-Madame-Manier im Unterholz. Natürlich hatte er ja irgendwie recht. Niemand läuft freudig auf einen Menschen zu, der ihn gerade harsch angeflotzt hat.

Also versuchte ich mich zu beherrschen. Mein inneres Ooohmmm zündete eine Weihrauchkerze an und ich versuchte es auf die nette Tour. Ich schraubte mein Timbre etwas höher, schmierte ein wenig Schmalz auf die Stimmbänder und sagte in bewusst gedrosselter Fasson: „Wo ist mein Bärchen? Komm mal zu miiiir …“ Nichts geschah. Meine pubertierende Tochter Motte sah mich skeptisch an und sagte: „Mama, Du klingst wie dieser irre Clown aus dem Stephen King Film von neulich – echt gruselig.“

Hunde erkennen die unterschiedlichen Stimmungen und reagieren entsprechend

Finley war da offensichtlich ganz ihrer Meinung, denn er hielt Abstand. Ich glaube das war der Moment in dem ich mich entschied die Hundepfeifen, die ich vor einiger Zeit bei Romneys erstanden hatte, wieder aus der Schublade zu kramen. Eine Hundepfeife hat den Vorteil, dass ihr Klang keine Emotionen transportiert. Der Hund erfährt durch den Pfiff nicht ob Frauchen oder Herrchen gerade genervt sind, sondern nur was er machen soll. Das macht es dem Hund leichter zu gehorchen und nimmt so auch ein wenig Druck vom Hundehalter. Da eine Hundepfeife über größere Entfernungen funktioniert, eignet sie sich für den Hundesport genauso gut, wie für die täglichen Spaziergänge. Besonders an der See hat sich die Hundepfeife bei uns bewährt. Während meine Stimme oftmals vom Getöse der Wellen übertönt wurde, hatte Finley den Pfiff am Strand immer noch gut hören können. Für uns Hundehalter ist das klasse, denn wir können unseren Hunden so ein wenig mehr Raum geben und sie trotzdem jederzeit erreichen. Das wiederum fördert das Vertrauen und stärkt die Bindung zu unserem Vierbeiner.

Die Hundepfeife transportiert die Botschaft wertfrei an den Hund

Anfangs, ich gebe es zu, hatte ich leichte Schwierigkeiten mit der Koordination von Sichtzeichen, dem gesprochenen Befehl und der Benutzung meiner ersten Pfeife. Deshalb war das Instrument letztlich auch in der Schublade gelandet. Damals hatte ich mir, auf Anraten meines Trainers zuerst eine Doppeltonpfeife besorgt. Eine Seite für den Doppelpfiff für den Rückruf und das „Sitz“ und die andere Seite ein Trillerpfiff für das „Platz“. Für die anderen Kursteilnehmer mit den ruhigeren Hunden passte das auch gut. Ich habe mich oft festgewurschtelt. Finley ist ja ein sehr schneller Hund und ich hatte große Schwierigkeiten beim Pusten immer gleich in die richtige Seite der Pfeife zu treffen. *Jaaawarlustig-hahahaa Mancher Pfiff verreckte noch in der Pfeife oder ich verpasste durch das Drehen den Richtigen Moment bei Finley etwas zu erreichen.

Also suchte ich auf der Seite bei Romneys nach einer anderen Lösung und wurde auch schnell fündig. Ich kaufte mir ein Pfeifenset. Es bestand aus einer ACME HUNDEPFEIFE NO. 211,5  und der ACME TRILLERPFEIFE THUNDERER NO. 558.

Die Hundepfeife gibt es in 12 unterschiedlichen Farben mit farblich passenden Pfeifenbändern dazu. Sie ist frequenzstabil und aus robustem Kunststoff gefertigt. Die Trillerpfeife ist sehr widerstandsfähig und funktioniert auch bei tiefen Temperaturen sehr gut. Feuchtigkeit macht ihr nichts aus, man kann sie also auch gut bei der Wasserarbeit mit dem Hund einsetzen. Sie hat einen sehr angenehmen, vollen, eher tiefen Ton.

 

Für Jeden die richtige Pfeife bei Romneys

Für Finley und mich gehört unser Pfeifenduo mittlerweile zu jedem Spaziergang dazu. Ich versuche auch meinen Kunden die Benutzung einer Hundepfeife schmackhaft zu machen. Denn gerade für Anfänger, die im Umgang mit ihrem Hund und den täglichen Situationen noch ein wenig unsicher sind, kann die Benutzung einer Hundepfeife sehr hilfreich sein.

+++Dieser Artikel enthält Werbung+++

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Unterwegs in Wien – Stadtführer für Hunde

 

„Wien, Wien nur Du allein, sollst stets die Stadt meiner Träume sein….“

(Hans Moser 1965)

Ich wollte schon immer in diese wunderschöne Stadt und immer ist irgend etwas Dringendes dazwischengekommen.

Ich habe Sehnsucht nach ein wenig Sissi-Romantik, nach Original Sachertorte nach Fiaker fahren, dem Prater und ein Besuch in der Wiener Hofreitschule steht für mich schon lange auf der Wunschliste.

Und ich will diese Stadt und ihre Umgebung mit Hund erobern, unbedingt.

Deshalb hat es mich besonders gefreut, dass Hedi Breit und Yvonne Lacina, die Autorinnen des im FRED & OTTO Verlag erschienen Stadtführers für Hunde „Unterwegs in Wien“ der österreichischen Metropole attestieren, dass sie eine sehr hundefreundliche Stadt ist.

„Der schnellste Weg mit den Wienern klarzukommen, ist freundlich zu ihren Hunden zu sein.“

Es gäbe dort, so die Autorinnen, kaum ein Geschäft oder ein Lokal, wo einem „Leider nein“ gesagt würde, wenn man mit seinem Hund komme. Das klingt doch sympathisch und wundervoll entspannt. Für mich ist es nur ein Grund mehr, warum ich dort unbedingt einmal hinmöchte. Ihr findet in diesem Buch auch Adressen von Lokalen und Gaststätten in denen Hunde und ihre Familien gern gesehen sind.

Dieser Stadtführer ist aber nicht nur für Besucher geeignet, sondern auch für die Wiener selbst. Man bekommt einen Abriss der wichtigsten Regeln, an die man sich als Hundehalter in dieser Stadt halten sollte. Und wer erst anfängt und noch einen Hund für sich sucht, erfährt wo er suchen muss und worauf er bei der Suche achten sollte.

Lässig, ja. Aber nicht ohne Regeln oder Gesetze – oder vielleicht gerade deswegen lässig?

Ausflugsziele werden ausführlich beschrieben. Ihr findet ausgearbeitete Touren. Die Abenteurer unter uns Hundehaltern finden aufregende Abstecher in die Natur und ans Wasser, genauso wie Diejenigen, die es etwas gemütlicher mögen. Für sie halten die Autorinnen Tipps für Wellnessaufenthalte bereit.

Wer wirklich etwas über die Wiener und ihre Liebe zu Ihren Hunden erfahren möchte sollte sich das Kapitel über ihren Umgang mit Trauer und Tod durchlesen. Auch wenn es ein trauriges Thema ist, gehört es doch zu einem Hundeleben und zu unserem dazu. Und es zeigt, dass dieses Buch sehr viel mehr ist als „nur“ ein Stadtführer.

 

Unterwegs in Wien

Stadtführer für Hunde

Verlag: FRED & OTTO; Auflage 1

Preis: 16.99 Euro

ISBN: 978-3956930003

 

 

 

 

Dieser Artikel enthält Werbung. Der obenstehende Link ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr Euch entschieden habt, das Buch zu kaufen und den Weg über diesen Link in meinem Blog zu gehen, würde mich das sehr freuen. Euch entstehen dadurch keine Kosten. Ich erhalte dann eine kleine Provision, die ich wieder in die Pflege des Goodfellows Hundeblogs und die Umsetzung neuer Ideen auf meinem Blog, investieren kann

 

 

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Das Kompostier frisst Gras, frisst Gras, frisst….

Mein Hund der lässt das Grasen nicht, da muss ich was tun

In den letzten Wochen waren Spaziergänge mit Finley schon ziemlich speziell.

Meine Überzeugung das Hunde Fleischfresser sind, ist durch sein Verhalten gewaltig ins Schwanken geraten. Mittlerweile tendiere ich zu der Aussage, dass sie Allesfresser sind, mit einer starken Tendenz zum Vegetarier-Dasein.

Denn sobald wir unser Haus verlassen hatten und mein Hund etwas Grünes – vorzugsweise Gräser aller Arten – erspähte, stürzte er sich gierig darauf, wie eine Truppe Kreuzfahrtrentner auf die Salatbar beim Kaptain’s Dinner. Und dann wurde gegrast, mit einer Vehemenz, die alles in den Schatten stellte, was ich bisher beim Fressverhalten meines Hundes beobachtet hatte. Bauer Stüffels Kühe erblassten ob seiner Fähigkeiten vor Neid.

Und hey, ich kann hören was Ihr jetzt denkt: Lass‘ ihn doch. So ein Retriever-Magen verdaut doch alles. Dazu sage ich, jaaa, aber …

Finleys Magen ist, wie sein Charakter, etwas anders geartet als es beim Durchschnitts-Retriever zu erwarten wäre. Sein Magen ist ein Sensibelchen, ein in sich geschlossenes Ökosystem.

 

Es gibt zwei Hauptvarianten, wie Finleys Verdauungssystem mit den überwältigenden Mengen Grünschnitt umzugehen beliebt.

Da ist die Variante 1 – Die Totalverweigerung

Etwa 20 Minuten nach der Nahrungsaufnahme, ändert sich Finleys Blick. Erst schließt er kurz seine Augen, dann schaut er mich erstaunt an, legt den Kopf schief und gibt einen tiefen Seufzer von sich. Unterdessen beginnt sein ganzer Körper an zu pumpen und „wump, wuummpp, wuuummmppp …. wuaaahhhh … „ Ihr könnt es Euch denken, es ist nicht schön, was da zum Vorschein kommt. Der einzige Vorteil dieser Variante für uns, seine Menschen ist, dass damit dann vorerst alles erledigt ist – bis zum nächsten Spaziergang.

Dann Variante 2 – Die Kompostierung

Sie dauert meistens den ganzen Tag und findet hinter verschlossenen Magenwänden statt. Man hört es poltern und grummeln in dem ruhesuchenden und schlafenden Hund. Dann beginnt es zu blubbern. Das ist der Moment in dem man besser das Weite suchen sollte. Und egal welche Temperaturen draußen vorherrschen, Fenster aufreißen ist eine brillante Idee – und zwar alle! Denn das Endprodukt des Entgasungsvorgangs im Kompostier hat sedierende Wirkung auf Humanoide. Ersatzweise empfiehlt sich der Einsatz einer Gasmaske.

Die Einleitung von Gegenmaßnahmen wurde nötig

Nach zwei Wochen Napalm-Angriff hatte ich die Nase voll. Da konnte doch etwas nicht stimmen. Da Finley ohnehin geimpft werden musste, wollte ich das Thema bei meiner Tierärztin einmal ansprechen, denn immer häufiger ließ Finley auch kleine Portionen seines Futters stehen.

Meine Tierärztin vermutete, es könne etwas mit Finleys Alter zu tun haben. Er sei jetzt neun Jahre alt und es wäre vielleicht gut ihm statt einer großen Mahlzeit am Tag zu geben, auf drei kleinere Portionen umzustellen. Dann sei das Hungerloch zwischendurch nicht ganz so groß. Denn möglicherweise versuche er nach der langen Futterpause einfach seinen Hunger zu stillen. Das leuchtete mir ein, das war einfach.

 

Dann meinte sie aber auch, in Finleys Alter würden sich auch häufiger Organkrankheiten ankündigen. Dass festzustellen benötige allerdings die Anfertigung eines großen Blutbildes. Da unsere letzten Jahre frei von Untersuchungen und Krankheiten waren, habe ich dem zugestimmt. Ich will es kurz machen, es war alles pikobello. Da konnten wir uns entspannen. Also blieben als Alternativen übrig:

  1. Das Futter-Intervall ändern. Das machen wir.
  2. Ab und an mal Magermilchprodukte und Distelöl zum Futter dazugeben. Okay, keine Einwände.
  3. Auf Seniorenfutter umstellen. Damit tue ich mich schwer, denn bei den meisten Sorten steht in der Beschreibung „Für Hunde, die nicht mehr so aktiv sind.“ Das trifft auf Finley nicht zu, er ist fit, bekommt täglich seine im Schnitt 3 Stunden Bewegung und auch der Kopf hat viel zu tun. Ab und an nehem ich ihn auch mit zur Arbeit – er hat also auch noch einen Job. Also gestrichen.

„Antigras-Training“ für die Verhaltensänderung

Schnell hatten sich die ersten Besserungen eingestellt aber ab und zu ging Finley immer noch mit Bauer Stüffels Kühen grasen. Also entschloss ich mich auch noch ein bisschen „Antigras-Training“ als unterstützende Maßnahme einzufügen. Ich ließ Finley frei laufen und versteckte während er schnüffelte, und die Umgebung erkundete Leckerchen auf Baumstümpfen, auf gestapelten Baumstämmen, auf dem Weg und schließlich auch in Grasbüscheln, die am Wegesrand standen. Dann rief ich ihn zurück und schickte ihn mit einem „Such Futter“ los.

Wenn Finley mit der Nase arbeiten kann, ist er glücklich. Deshalb setze ich die Nasenarbeit auch gerne ein, wenn ich etwas an seinem Verhalten ändern möchte. In diesem Fall ist der Plan super aufgegangen. Die Kombination von leckerem Futter und der Tätigkeit, die er so sehr liebt, hat ihn das Gras und das andere Grünzeug vergessen lassen. Sicher schaut den einen oder anderen Grasbüschel noch mal verliebt an. Wenn ich ihm dann als Alternative ein Suchspiel anbiete, ist das aber vergessen.

Pssst und ja, natürlich hat er mich auch ein ganz kleines Bisschen konditioniert. Finley wird es so sehen: Grasbüschel untersuchen – Frauchen lässt mich suchen – LÄUFT!!!

Aber hey, wenn wir beide Spaß daran haben …

Es kommt nicht auf die Größe an! Gastbeitrag für LycheeThePoodle

Foto: pixaby

Hundebegegunungen – Frieden auf der Hundewiese und den Menschen ein Wohlgefallen … äh, ja manchmal …

Als meine Bloggerkollegin Laura Gentile, mich bat ihren Artikel „So werden kleine Hunde zu Kläffern“ mit einem Beitrag zu beantworten, der die Sichtweise von Großhundebesitzern einnehmen sollte, bin ich ganz schön ins Schwitzen gekommen.

Zuerst einmal, war für mich als „Großhund-Besitzerin“ sehr aufschlussreich, mit wie vielen Ängsten doch Kleinhundehalter belastet sind. Das war mir in diesem Ausmaß nicht bewusst. Und jetzt sollte ich sozusagen die Gegenseite vertreten – auweia. Eigentlich, so dachte ich bei mir, kann man so einen Artikel ja überhaupt nicht schreiben, ohne dass man irgendjemandem dabei auf die Füße tritt. Aber kneifen wollte ich auch nicht. Ich habe es ehrlich versucht, der Gesamtsituation einigermaßen gerecht zu werden.

Die Perspektive, die ich gewählt habe ist eigentlich eher die einer Halterin eines großen Hundes, die die ganze Aufregung um das Thema ‚Groß versus Klein‘ oder ‚Klein versus Groß‘ nicht mitmachen möchte. Denn meiner Meinung nach, müsste es dieses „Versus“ nicht geben. Dieser Artikel ist also auch ein Erfahrungsbericht und Ihr werdet lesen, dass Finley und ich es geschafft haben, dass kleine Hunde und ihre Besitzer in der Regel vor Begegnungen mit uns keine Angst haben müssen.

Den ganzen Artikel findet ihr hier (klick).

Liebe Laura, es war mir ein großes Vergnügen für Deinen interessanten Blog LycheeThePoodle (klick) zu schreiben. Laura schreibt über Ihr leben mit Ihrem Assistenzhund Lache, einer süssen,schwarzen Pudeldame. Schaut doch mal in Ihrem Blog vorbei.

Wenn Ihr Lust habt, dann besucht Finley und mich doch auch mal auf Pinterest. Auf der Pinnwand Blogbeiträge Good Fellows (klick) findet Ihr alle unsere Geschichten. Auf unseren andereren Pinnwänden findet Ihr auch Posts von anderen Hundebloggern.

 

 

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„Fuß“, „Fuhuuuß“, „Fussssjetzt!!!“, „GehFußDudickköpfigerBlubberko…*+#+**##*!“

 

„Fuß“, „Fuhuuuß“, „Fussssjetzt!!!“, „GehFußDudickköpfigerBlubberko…*+#+**##*!“

Jeder kennt das auf irgendeine Weise. Man freut sich auf einen Spaziergang und der Hund flippt aus, zieht wie eine Dampflokomotive an der Leine, macht was er will. Bei Finley, meinem Rüden, stand das täglich auf seiner To-Do-Liste. Als Finley bei mir einzog, hatte ich keine Ahnung was Leinenführigkeit eigentlich bedeutet. Und wie ich bald feststellen sollte, verstand auch jeder Hundetrainer etwas anderes darunter.

Kleine Zusammenfassung:

Bei Fuß gehen, auf der linken Seite, auf der rechten Seite, ohne zu Schnüffeln oder Schnüffeln erlaubt, den Hundeführer anschauen oder in die Ferne, Pinkeln ist böse, Bedürfniserledigung nach vorherigem Freigabesignal okay. Hund läuft an langer, lockerer Leine, vor, neben oder hinter Dir, hinter Dir aber niemals vor Dir, während des Laufens mit dem Hund reden, nicht quatschen, bei Fehlverhalten ein deutliches NEIN raushauen, oder lieber ein sanftes SCHADE säuseln, alternativ ignorieren und dann, wenn Wohlverhalten folgt, großes Kino und loben, loben, loben. Leinenführigkeit, die Geißel aller Hundehalter.

Auf meiner verzweifelten Suche nach dem Schalter, den ich bei meinem Hund umlegen musste, damit er gewillt war, ordentlich an der Leine zu gehen, entdeckte ich vor allem meine ungeahnte Fähigkeit Schmerzen zu ertragen. Wenn 36 Kilo Muskelmasse in die Leine gehen, dann zwiebelt das – und wie. Dass die Lösung nicht mit 0815-Drill zu tun haben würde, ich sie bei mir und meinem Hund finden und es mit Verstehen und Verständnis zu tun haben würde, habe ich erst später entdeckt.

Vorher begann für mich eine Odyssee durch unzählige Hundeschulen. Ich musste mit einem am Kurzführer hängenden, empörten Finley 45 Minuten im Stechschritt auf- und ablaufen. „Der gibt schon irgendwann auf“, brüllte der Platzchef. Pustekuchen, nicht mein Rüde!

Der nächste Trainer verlangte von mir, ein Baum zu sein. Ich sollte jedes Mal, wenn ich Zug auf der Leine spürte, konsequent stehen bleiben und erst dann weitergehen, wenn mein Rüde lockerließ. Freiwillig *grins! Ratet mal – richtig! Finley und ich verbrachten die Unterrichtsstunde im Stehen, während die anderen Teilnehmer und ihre Streberhunde um uns herumflanierten. Pssst, kleiner Tipp von mir – Druckabbau geht anders.

Die nächste Trainerin war ein Geheimtipp in unserer Vorstadt. Gisela, ehemalige Sozialpädagogin, sagte: „Du musst Deinen Hund zuerst im Universum treffen.“ Ich soll WAS? Ach, was soll’s, dachte ich. Ich war verzweifelt, zu allem bereit, wenn ich nur einmal 100 schmerzfreie, entspannte Meter mit diesem Hund schaffen könnte, würde ich mich dafür auch in den Orbit schießen. Gisela weiter: „Wir bauen jetzt Deine Chakren auf.“ Sie gab mir die Anweisung, die Arme auszubreiten, über den Platz zu schreiten und dabei folgende Sätze zu skandieren: „Ich KANN das“, „Folge mir“ und „ICH bin das Universum!“ Ziel war es, dass Finley von mir so hingerissen sein sollte, dass er mir fortan bedingungslos folgen würde. Also stolzierte ich wie eine bekiffte Sektenchefin, kurz bevor sie ihre Anhänger in den kollektiven Selbstmord trieb, über das grüne Gras. Derweil hatte sich mein Rüde am Rasenrand niedergelegt und betrachtete mich skeptisch. Bedingungsloses Folgen, keine Spur. Warum auch? Frauchen war offensichtlich irreversibel durchgeknallt und in keiner Weise mehr zurechnungsfähig.

Ich war erschöpft, Finley auch, wir brauchten eine Pause. Ich begann, mir die richtigen Fragen zu stellen. Was war mir wichtig im Zusammenleben mit meinem Hund? Was davon entsprach auch Finleys Charakter?  Kadavergehorsam war von ihm nicht zu erwarten und den wollte ich auch nicht. Ich musste lernen, ihn besser zu verstehen, dann würden wir gemeinsam einen Weg finden. Zahlreiche Seminare zum Thema Hundeverhalten, Lerntheorien und Jagdverhalten folgten. Dort lernte ich die Signale meines Hundes zu deuten, seine Aufmerksamkeit bei mir zu halten. Und je besser ich ihn verstand, desto kooperativer wurde Finley. Und viel wichtiger, wir hatten plötzlich viel Spaß miteinander.

Diese Erfahrung ist für mich heute ein zentraler Ausgangspunkt meiner Arbeit als Hundetrainerin. Ich bin sehr offen für die Nöte und Emotionen anderer Hundebesitzer. Ich schaue immer zuerst, was ich dem Menschen abverlangen kann. Ich versuche, den Menschen zu stützen, nicht zu demoralisieren. Schließlich ist er das halbe Team. Dann betrachten wir gemeinsam den Hund. Welche Möglichkeiten und Hypotheken bringt er mit? So entstehen für jedes Team individuelle Trainingsstrukturen.

Für Finley und mich gilt inzwischen leben und leben lassen. Es ist nicht mehr von Bedeutung, ob er neben, vor oder hinter mir läuft. Wichtiger ist, dass ich jederzeit seine Aufmerksamkeit erlangen kann und das klappt gut. Die übrige Zeit darf er schnuppern, sich lösen und in die Ferne gucken. So konnte auch Finley sich entspannen. Wir sind jetzt ein Team, kämpfen nicht mehr gegeneinander. Unser Fazit: Der Begriff Leinenführigkeit ist dehnbar. Er bedeutet genau das, was ein Team braucht, um zufrieden zusammen leben zu können. Es gibt nicht nur den EINEN Weg. Die Suche nach dem Richtigen schweißt zusammen. Finley und ich sind dann mal unterwegs, in unserem Universum…

 

 

 

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Assistenzhund – Bitte nicht stören!

Ich freue mich sehr, dass ich Euch heute einen Gastbeitrag meiner österreichischen Bloggerkollegin Laura Gentile präsentieren darf. Ich lese Lauras Blog lycheethepoodle.com schon seit einiger Zeit regelmäßig, weil mich ihre und Lychees besondere Geschichte fasziniert hat. Laura lebt mit der kleinen Zwergpudeldame Lychee zusammen und hat sie zu einem staatlich zertifizierten Assistenzhund ausgebildet.

Die Zwei haben gerade ihre staatliche Prüfung bestanden. Ich gratuliere Euch von Herzen, liebe Laura!

Zwischen den beiden besteht nicht nur ein inniges Verhältnis, wie wir es von uns und unseren Hunden kennen – die Zwei haben auch eine Arbeitsbeziehung. Als Assistenzhund trägt Lychee eine große Verantwortung und die Anforderungen, die an sie als Hund und Gefährtin gestellt werden, sind um ein Vielfaches höher als bei unseren Hunden. Deshalb braucht es auch ein wenig mehr Rücksichtnahme von anderen, damit ihre Arbeit nicht gestört wird. Laura erzählt Euch nun ein wenig über ihren und Lychees gemeinsamen Weg.

Respekt für einen kleinen Zwergpudel und sein Frauchen

 

Wir sind Laura und Lychee vom Blog lycheehepoodle.com. Mein Hund Lychee ist nicht irgendein Zwergpudel wie andere Begleithunde, sondern sie ist ein staatlich zertifizierter Assistenzhund. Seit sie 9 Wochen alt war, lebt Lychee bei mir. Ich bin aufgrund einer Muskelschwäche auf den Rollstuhl angewiesen und benötige deshalb Hilfe im Alltag.

Nachdem ich mit Tieren aufgewachsen bin, unter anderem auch mit Hunden, stand eigentlich schon sehr früh fest, dass auch bei mir im eigenen Haushalt mal ein Hund einziehen sollte. Die Idee, dass dieser Hund mich auch in meinem Alltag unterstützen sollte, reifte erst während ich auf der Suche nach dem passenden Hund war.

Lychee zog ein. Sie durfte sich erst in Ruhe eingewöhnen und ich legte mein Augenmerk auf ihre Sozialisation. Lychee durfte als Welpe und Junghund, also bis sie zirka 12 Monate alt war, nicht springen. Auf die Länge der Gehzeiten haben wir auch sehr geachtet. Wenn wir länger unterwegs waren, habe ich sie anfangs einfach getragen. So konnte sie von einem sicheren Ort aus – meinem Schoß – alles beobachten.

Die Ausbildung eines Assistenzhundes dauert lange und braucht sehr viel Einfühlungsvermögen

Als nächstes haben wir Grundkommandos gelernt. Im Alter von sechs Monaten begann das Training der ersten Assistenzaufgaben. Wobei man sagen muss, Lychee hatte schon vorher Interesse mir beim Ausziehen zu helfen und sie hat schon vorher sehr gerne apportiert. Also hat sie zuerst einmal gelernt, diverse Gegenstände in den Mund zu nehmen – Metall ist für viele Hunde ganz unangenehm – und mir diese Gegenstände dann zu bringen.

Dann haben wir daran gearbeitet, dass Lychee mir beim Ausziehen der Socken und meiner Jacke hilft. Bevor wir anfangen konnten, mit Lychee zu trainieren wie man Schubladen öffnet und schließt, musste Lychee einige Untersuchungen über sich ergehen lassen. Wir mussten sicher gehen, dass die Arbeit Lychee nicht schaden kann. Röntgenchecks, die Herz-Ultraschalluntersuchung, Augenuntersuchung, das Blutbild und auch die allgemeine Untersuchung fielen zu unserer Zufriedenheit aus. Wir legten uns einen Trainingslichtschalter zu, den Lychee auf Kommando betätigen sollte. Vielleicht brauchten wir ihn später ja noch einmal.

Foto: 92 frames

Neben all den Aufgaben, die ich bewusst mit ihr gelernt habe, hat Lychee auch einiges von alleine gelernt: mich zu wecken, wenn ich zu schlecht atme oder mich frühzeitig zu warnen, wenn eine Panikattacke im Anmarsch ist. Bei all dem Training wurden wir einmal die Woche von unserer Hundetrainerin begleitet. Übrigens, als Lychee fünf Monate alt war, haben wir die Trainerin gewechselt. Also wenn ihr Euch nicht wohlfühlt, hört bitte auf Euer Bauchgefühl.

Neben all den Aufgaben ist es aber auch besonders wichtig, dass ein Assistenzhund lernt, sich überall brav zu verhalten. Egal ob öffentliche Verkehrsmittel, Lebensmittelgeschäfte, Shoppingcenter, Messen oder in Arztpraxen, ein Assistenzhund hat spezielle Zutrittsrechte, deshalb sollte er sich überall benehmen können.

Lychee ist ein Arbeitshund, sie muss immer hochkonzentriert sein – also darf man sie bei der Arbeit nicht stören

Ein Problem, dass wir Halter von Assistenzhunden haben, sind andere Menschen, die Hunde zwar süss finden aber nicht respektieren, dass unsere Hunde einen Job haben. Vielleicht ist bei kleinen Hunden wie Lychee, der „Süss-Faktor“ noch mal größer, glauben wir aber nicht. Das ist aber auch egal, denn ob kleiner oder großer Assistenzhund – diese Hunde darf man nicht von ihrer Arbeit ablenken!

Ich vergleiche das immer gerne mit Rettungskräften, die von Gaffern bei einem Rettungseinsatz beeinträchtigt werden. Genauso ist das, wenn man einen Assistenzhund im Dienst anspricht oder lockt, mit anderen Geräuschen ablenkt, ihn unerlaubt füttert, ihm permanent in die Augen starrt oder ihn auch nur einfach anfasst.

Ein Assistenzhund ist ein Arbeitshund. Er gilt nach dem österreichischen Gesetz außerdem als Hilfsmittel, ähnlich einem Rollstuhl – natürlich einem mit Seele! Den lenkt man doch nicht von seiner Bestimmung ab. Einem Rollstuhl stellt man ja auch nicht absichtlich ein Bein. Lychee von ihrem Job abzulenken, könnte zum Beispiel dazu führen, dass sie mir in den Rollstuhl rennt. Das könnte bei uns beiden zu Verletzungen führen oder dazu dass sie mich nicht rechtzeitig vor einer Panikattacke schützen kann. Jeder Assistenzhund, Blindenführhund, Servicehund oder Signalhund hat andere Aufgaben. Keiner von ihnen sollte abgelenkt werden, denn das führt bei den jeweiligen Assistenzhundeteams zu unnötigem Stress. Deshalb lernen Assistenzhunde, Ablenkungen so gut es geht zu ignorieren. Allerdings ist keiner von Ihnen ein Roboter und für mich als Assistenz-Hundeführerin sind solche Ablenkungen auch der reinste Horror.

Ich habe Lychee selbst ausgebildet. Aber auch wenn wir die Prüfung nun bestanden haben, ist die Arbeit noch lange nicht vorbei! Kein Hund ist je fertig ausgebildet – egal ob man einen fremd ausgebildeten Assistenzhund bekommt oder diesen selbst ausbildet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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