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Das Kompostier frisst Gras, frisst Gras, frisst….

Mein Hund der lässt das Grasen nicht, da muss ich was tun

In den letzten Wochen waren Spaziergänge mit Finley schon ziemlich speziell.

Meine Überzeugung das Hunde Fleischfresser sind, ist durch sein Verhalten gewaltig ins Schwanken geraten. Mittlerweile tendiere ich zu der Aussage, dass sie Allesfresser sind, mit einer starken Tendenz zum Vegetarier-Dasein.

Denn sobald wir unser Haus verlassen hatten und mein Hund etwas Grünes – vorzugsweise Gräser aller Arten – erspähte, stürzte er sich gierig darauf, wie eine Truppe Kreuzfahrtrentner auf die Salatbar beim Kaptain’s Dinner. Und dann wurde gegrast, mit einer Vehemenz, die alles in den Schatten stellte, was ich bisher beim Fressverhalten meines Hundes beobachtet hatte. Bauer Stüffels Kühe erblassten ob seiner Fähigkeiten vor Neid.

Und hey, ich kann hören was Ihr jetzt denkt: Lass‘ ihn doch. So ein Retriever-Magen verdaut doch alles. Dazu sage ich, jaaa, aber …

Finleys Magen ist, wie sein Charakter, etwas anders geartet als es beim Durchschnitts-Retriever zu erwarten wäre. Sein Magen ist ein Sensibelchen, ein in sich geschlossenes Ökosystem.

 

Es gibt zwei Hauptvarianten, wie Finleys Verdauungssystem mit den überwältigenden Mengen Grünschnitt umzugehen beliebt.

Da ist die Variante 1 – Die Totalverweigerung

Etwa 20 Minuten nach der Nahrungsaufnahme, ändert sich Finleys Blick. Erst schließt er kurz seine Augen, dann schaut er mich erstaunt an, legt den Kopf schief und gibt einen tiefen Seufzer von sich. Unterdessen beginnt sein ganzer Körper an zu pumpen und „wump, wuummpp, wuuummmppp …. wuaaahhhh … „ Ihr könnt es Euch denken, es ist nicht schön, was da zum Vorschein kommt. Der einzige Vorteil dieser Variante für uns, seine Menschen ist, dass damit dann vorerst alles erledigt ist – bis zum nächsten Spaziergang.

Dann Variante 2 – Die Kompostierung

Sie dauert meistens den ganzen Tag und findet hinter verschlossenen Magenwänden statt. Man hört es poltern und grummeln in dem ruhesuchenden und schlafenden Hund. Dann beginnt es zu blubbern. Das ist der Moment in dem man besser das Weite suchen sollte. Und egal welche Temperaturen draußen vorherrschen, Fenster aufreißen ist eine brillante Idee – und zwar alle! Denn das Endprodukt des Entgasungsvorgangs im Kompostier hat sedierende Wirkung auf Humanoide. Ersatzweise empfiehlt sich der Einsatz einer Gasmaske.

Die Einleitung von Gegenmaßnahmen wurde nötig

Nach zwei Wochen Napalm-Angriff hatte ich die Nase voll. Da konnte doch etwas nicht stimmen. Da Finley ohnehin geimpft werden musste, wollte ich das Thema bei meiner Tierärztin einmal ansprechen, denn immer häufiger ließ Finley auch kleine Portionen seines Futters stehen.

Meine Tierärztin vermutete, es könne etwas mit Finleys Alter zu tun haben. Er sei jetzt neun Jahre alt und es wäre vielleicht gut ihm statt einer großen Mahlzeit am Tag zu geben, auf drei kleinere Portionen umzustellen. Dann sei das Hungerloch zwischendurch nicht ganz so groß. Denn möglicherweise versuche er nach der langen Futterpause einfach seinen Hunger zu stillen. Das leuchtete mir ein, das war einfach.

 

Dann meinte sie aber auch, in Finleys Alter würden sich auch häufiger Organkrankheiten ankündigen. Dass festzustellen benötige allerdings die Anfertigung eines großen Blutbildes. Da unsere letzten Jahre frei von Untersuchungen und Krankheiten waren, habe ich dem zugestimmt. Ich will es kurz machen, es war alles pikobello. Da konnten wir uns entspannen. Also blieben als Alternativen übrig:

  1. Das Futter-Intervall ändern. Das machen wir.
  2. Ab und an mal Magermilchprodukte und Distelöl zum Futter dazugeben. Okay, keine Einwände.
  3. Auf Seniorenfutter umstellen. Damit tue ich mich schwer, denn bei den meisten Sorten steht in der Beschreibung „Für Hunde, die nicht mehr so aktiv sind.“ Das trifft auf Finley nicht zu, er ist fit, bekommt täglich seine im Schnitt 3 Stunden Bewegung und auch der Kopf hat viel zu tun. Ab und an nehem ich ihn auch mit zur Arbeit – er hat also auch noch einen Job. Also gestrichen.

„Antigras-Training“ für die Verhaltensänderung

Schnell hatten sich die ersten Besserungen eingestellt aber ab und zu ging Finley immer noch mit Bauer Stüffels Kühen grasen. Also entschloss ich mich auch noch ein bisschen „Antigras-Training“ als unterstützende Maßnahme einzufügen. Ich ließ Finley frei laufen und versteckte während er schnüffelte, und die Umgebung erkundete Leckerchen auf Baumstümpfen, auf gestapelten Baumstämmen, auf dem Weg und schließlich auch in Grasbüscheln, die am Wegesrand standen. Dann rief ich ihn zurück und schickte ihn mit einem „Such Futter“ los.

Wenn Finley mit der Nase arbeiten kann, ist er glücklich. Deshalb setze ich die Nasenarbeit auch gerne ein, wenn ich etwas an seinem Verhalten ändern möchte. In diesem Fall ist der Plan super aufgegangen. Die Kombination von leckerem Futter und der Tätigkeit, die er so sehr liebt, hat ihn das Gras und das andere Grünzeug vergessen lassen. Sicher schaut den einen oder anderen Grasbüschel noch mal verliebt an. Wenn ich ihm dann als Alternative ein Suchspiel anbiete, ist das aber vergessen.

Pssst und ja, natürlich hat er mich auch ein ganz kleines Bisschen konditioniert. Finley wird es so sehen: Grasbüschel untersuchen – Frauchen lässt mich suchen – LÄUFT!!!

Aber hey, wenn wir beide Spaß daran haben …

Es kommt nicht auf die Größe an! Gastbeitrag für LycheeThePoodle

Foto: pixaby

Hundebegegunungen – Frieden auf der Hundewiese und den Menschen ein Wohlgefallen … äh, ja manchmal …

Als meine Bloggerkollegin Laura Gentile, mich bat ihren Artikel „So werden kleine Hunde zu Kläffern“ mit einem Beitrag zu beantworten, der die Sichtweise von Großhundebesitzern einnehmen sollte, bin ich ganz schön ins Schwitzen gekommen.

Zuerst einmal, war für mich als „Großhund-Besitzerin“ sehr aufschlussreich, mit wie vielen Ängsten doch Kleinhundehalter belastet sind. Das war mir in diesem Ausmaß nicht bewusst. Und jetzt sollte ich sozusagen die Gegenseite vertreten – auweia. Eigentlich, so dachte ich bei mir, kann man so einen Artikel ja überhaupt nicht schreiben, ohne dass man irgendjemandem dabei auf die Füße tritt. Aber kneifen wollte ich auch nicht. Ich habe es ehrlich versucht, der Gesamtsituation einigermaßen gerecht zu werden.

Die Perspektive, die ich gewählt habe ist eigentlich eher die einer Halterin eines großen Hundes, die die ganze Aufregung um das Thema ‚Groß versus Klein‘ oder ‚Klein versus Groß‘ nicht mitmachen möchte. Denn meiner Meinung nach, müsste es dieses „Versus“ nicht geben. Dieser Artikel ist also auch ein Erfahrungsbericht und Ihr werdet lesen, dass Finley und ich es geschafft haben, dass kleine Hunde und ihre Besitzer in der Regel vor Begegnungen mit uns keine Angst haben müssen.

Den ganzen Artikel findet ihr hier (klick).

Liebe Laura, es war mir ein großes Vergnügen für Deinen interessanten Blog LycheeThePoodle (klick) zu schreiben. Laura schreibt über Ihr leben mit Ihrem Assistenzhund Lache, einer süssen,schwarzen Pudeldame. Schaut doch mal in Ihrem Blog vorbei.

Wenn Ihr Lust habt, dann besucht Finley und mich doch auch mal auf Pinterest. Auf der Pinnwand Blogbeiträge Good Fellows (klick) findet Ihr alle unsere Geschichten. Auf unseren andereren Pinnwänden findet Ihr auch Posts von anderen Hundebloggern.

 

 

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„Fuß“, „Fuhuuuß“, „Fussssjetzt!!!“, „GehFußDudickköpfigerBlubberko…*+#+**##*!“

 

„Fuß“, „Fuhuuuß“, „Fussssjetzt!!!“, „GehFußDudickköpfigerBlubberko…*+#+**##*!“

Jeder kennt das auf irgendeine Weise. Man freut sich auf einen Spaziergang und der Hund flippt aus, zieht wie eine Dampflokomotive an der Leine, macht was er will. Bei Finley, meinem Rüden, stand das täglich auf seiner To-Do-Liste. Als Finley bei mir einzog, hatte ich keine Ahnung was Leinenführigkeit eigentlich bedeutet. Und wie ich bald feststellen sollte, verstand auch jeder Hundetrainer etwas anderes darunter.

Kleine Zusammenfassung:

Bei Fuß gehen, auf der linken Seite, auf der rechten Seite, ohne zu Schnüffeln oder Schnüffeln erlaubt, den Hundeführer anschauen oder in die Ferne, Pinkeln ist böse, Bedürfniserledigung nach vorherigem Freigabesignal okay. Hund läuft an langer, lockerer Leine, vor, neben oder hinter Dir, hinter Dir aber niemals vor Dir, während des Laufens mit dem Hund reden, nicht quatschen, bei Fehlverhalten ein deutliches NEIN raushauen, oder lieber ein sanftes SCHADE säuseln, alternativ ignorieren und dann, wenn Wohlverhalten folgt, großes Kino und loben, loben, loben. Leinenführigkeit, die Geißel aller Hundehalter.

Auf meiner verzweifelten Suche nach dem Schalter, den ich bei meinem Hund umlegen musste, damit er gewillt war, ordentlich an der Leine zu gehen, entdeckte ich vor allem meine ungeahnte Fähigkeit Schmerzen zu ertragen. Wenn 36 Kilo Muskelmasse in die Leine gehen, dann zwiebelt das – und wie. Dass die Lösung nicht mit 0815-Drill zu tun haben würde, ich sie bei mir und meinem Hund finden und es mit Verstehen und Verständnis zu tun haben würde, habe ich erst später entdeckt.

Vorher begann für mich eine Odyssee durch unzählige Hundeschulen. Ich musste mit einem am Kurzführer hängenden, empörten Finley 45 Minuten im Stechschritt auf- und ablaufen. „Der gibt schon irgendwann auf“, brüllte der Platzchef. Pustekuchen, nicht mein Rüde!

Der nächste Trainer verlangte von mir, ein Baum zu sein. Ich sollte jedes Mal, wenn ich Zug auf der Leine spürte, konsequent stehen bleiben und erst dann weitergehen, wenn mein Rüde lockerließ. Freiwillig *grins! Ratet mal – richtig! Finley und ich verbrachten die Unterrichtsstunde im Stehen, während die anderen Teilnehmer und ihre Streberhunde um uns herumflanierten. Pssst, kleiner Tipp von mir – Druckabbau geht anders.

Die nächste Trainerin war ein Geheimtipp in unserer Vorstadt. Gisela, ehemalige Sozialpädagogin, sagte: „Du musst Deinen Hund zuerst im Universum treffen.“ Ich soll WAS? Ach, was soll’s, dachte ich. Ich war verzweifelt, zu allem bereit, wenn ich nur einmal 100 schmerzfreie, entspannte Meter mit diesem Hund schaffen könnte, würde ich mich dafür auch in den Orbit schießen. Gisela weiter: „Wir bauen jetzt Deine Chakren auf.“ Sie gab mir die Anweisung, die Arme auszubreiten, über den Platz zu schreiten und dabei folgende Sätze zu skandieren: „Ich KANN das“, „Folge mir“ und „ICH bin das Universum!“ Ziel war es, dass Finley von mir so hingerissen sein sollte, dass er mir fortan bedingungslos folgen würde. Also stolzierte ich wie eine bekiffte Sektenchefin, kurz bevor sie ihre Anhänger in den kollektiven Selbstmord trieb, über das grüne Gras. Derweil hatte sich mein Rüde am Rasenrand niedergelegt und betrachtete mich skeptisch. Bedingungsloses Folgen, keine Spur. Warum auch? Frauchen war offensichtlich irreversibel durchgeknallt und in keiner Weise mehr zurechnungsfähig.

Ich war erschöpft, Finley auch, wir brauchten eine Pause. Ich begann, mir die richtigen Fragen zu stellen. Was war mir wichtig im Zusammenleben mit meinem Hund? Was davon entsprach auch Finleys Charakter?  Kadavergehorsam war von ihm nicht zu erwarten und den wollte ich auch nicht. Ich musste lernen, ihn besser zu verstehen, dann würden wir gemeinsam einen Weg finden. Zahlreiche Seminare zum Thema Hundeverhalten, Lerntheorien und Jagdverhalten folgten. Dort lernte ich die Signale meines Hundes zu deuten, seine Aufmerksamkeit bei mir zu halten. Und je besser ich ihn verstand, desto kooperativer wurde Finley. Und viel wichtiger, wir hatten plötzlich viel Spaß miteinander.

Diese Erfahrung ist für mich heute ein zentraler Ausgangspunkt meiner Arbeit als Hundetrainerin. Ich bin sehr offen für die Nöte und Emotionen anderer Hundebesitzer. Ich schaue immer zuerst, was ich dem Menschen abverlangen kann. Ich versuche, den Menschen zu stützen, nicht zu demoralisieren. Schließlich ist er das halbe Team. Dann betrachten wir gemeinsam den Hund. Welche Möglichkeiten und Hypotheken bringt er mit? So entstehen für jedes Team individuelle Trainingsstrukturen.

Für Finley und mich gilt inzwischen leben und leben lassen. Es ist nicht mehr von Bedeutung, ob er neben, vor oder hinter mir läuft. Wichtiger ist, dass ich jederzeit seine Aufmerksamkeit erlangen kann und das klappt gut. Die übrige Zeit darf er schnuppern, sich lösen und in die Ferne gucken. So konnte auch Finley sich entspannen. Wir sind jetzt ein Team, kämpfen nicht mehr gegeneinander. Unser Fazit: Der Begriff Leinenführigkeit ist dehnbar. Er bedeutet genau das, was ein Team braucht, um zufrieden zusammen leben zu können. Es gibt nicht nur den EINEN Weg. Die Suche nach dem Richtigen schweißt zusammen. Finley und ich sind dann mal unterwegs, in unserem Universum…

 

 

 

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Assistenzhund – Bitte nicht stören!

Ich freue mich sehr, dass ich Euch heute einen Gastbeitrag meiner österreichischen Bloggerkollegin Laura Gentile präsentieren darf. Ich lese Lauras Blog lycheethepoodle.com schon seit einiger Zeit regelmäßig, weil mich ihre und Lychees besondere Geschichte fasziniert hat. Laura lebt mit der kleinen Zwergpudeldame Lychee zusammen und hat sie zu einem staatlich zertifizierten Assistenzhund ausgebildet.

Die Zwei haben gerade ihre staatliche Prüfung bestanden. Ich gratuliere Euch von Herzen, liebe Laura!

Zwischen den beiden besteht nicht nur ein inniges Verhältnis, wie wir es von uns und unseren Hunden kennen – die Zwei haben auch eine Arbeitsbeziehung. Als Assistenzhund trägt Lychee eine große Verantwortung und die Anforderungen, die an sie als Hund und Gefährtin gestellt werden, sind um ein Vielfaches höher als bei unseren Hunden. Deshalb braucht es auch ein wenig mehr Rücksichtnahme von anderen, damit ihre Arbeit nicht gestört wird. Laura erzählt Euch nun ein wenig über ihren und Lychees gemeinsamen Weg.

Respekt für einen kleinen Zwergpudel und sein Frauchen

 

Wir sind Laura und Lychee vom Blog lycheehepoodle.com. Mein Hund Lychee ist nicht irgendein Zwergpudel wie andere Begleithunde, sondern sie ist ein staatlich zertifizierter Assistenzhund. Seit sie 9 Wochen alt war, lebt Lychee bei mir. Ich bin aufgrund einer Muskelschwäche auf den Rollstuhl angewiesen und benötige deshalb Hilfe im Alltag.

Nachdem ich mit Tieren aufgewachsen bin, unter anderem auch mit Hunden, stand eigentlich schon sehr früh fest, dass auch bei mir im eigenen Haushalt mal ein Hund einziehen sollte. Die Idee, dass dieser Hund mich auch in meinem Alltag unterstützen sollte, reifte erst während ich auf der Suche nach dem passenden Hund war.

Lychee zog ein. Sie durfte sich erst in Ruhe eingewöhnen und ich legte mein Augenmerk auf ihre Sozialisation. Lychee durfte als Welpe und Junghund, also bis sie zirka 12 Monate alt war, nicht springen. Auf die Länge der Gehzeiten haben wir auch sehr geachtet. Wenn wir länger unterwegs waren, habe ich sie anfangs einfach getragen. So konnte sie von einem sicheren Ort aus – meinem Schoß – alles beobachten.

Die Ausbildung eines Assistenzhundes dauert lange und braucht sehr viel Einfühlungsvermögen

Als nächstes haben wir Grundkommandos gelernt. Im Alter von sechs Monaten begann das Training der ersten Assistenzaufgaben. Wobei man sagen muss, Lychee hatte schon vorher Interesse mir beim Ausziehen zu helfen und sie hat schon vorher sehr gerne apportiert. Also hat sie zuerst einmal gelernt, diverse Gegenstände in den Mund zu nehmen – Metall ist für viele Hunde ganz unangenehm – und mir diese Gegenstände dann zu bringen.

Dann haben wir daran gearbeitet, dass Lychee mir beim Ausziehen der Socken und meiner Jacke hilft. Bevor wir anfangen konnten, mit Lychee zu trainieren wie man Schubladen öffnet und schließt, musste Lychee einige Untersuchungen über sich ergehen lassen. Wir mussten sicher gehen, dass die Arbeit Lychee nicht schaden kann. Röntgenchecks, die Herz-Ultraschalluntersuchung, Augenuntersuchung, das Blutbild und auch die allgemeine Untersuchung fielen zu unserer Zufriedenheit aus. Wir legten uns einen Trainingslichtschalter zu, den Lychee auf Kommando betätigen sollte. Vielleicht brauchten wir ihn später ja noch einmal.

Foto: 92 frames

Neben all den Aufgaben, die ich bewusst mit ihr gelernt habe, hat Lychee auch einiges von alleine gelernt: mich zu wecken, wenn ich zu schlecht atme oder mich frühzeitig zu warnen, wenn eine Panikattacke im Anmarsch ist. Bei all dem Training wurden wir einmal die Woche von unserer Hundetrainerin begleitet. Übrigens, als Lychee fünf Monate alt war, haben wir die Trainerin gewechselt. Also wenn ihr Euch nicht wohlfühlt, hört bitte auf Euer Bauchgefühl.

Neben all den Aufgaben ist es aber auch besonders wichtig, dass ein Assistenzhund lernt, sich überall brav zu verhalten. Egal ob öffentliche Verkehrsmittel, Lebensmittelgeschäfte, Shoppingcenter, Messen oder in Arztpraxen, ein Assistenzhund hat spezielle Zutrittsrechte, deshalb sollte er sich überall benehmen können.

Lychee ist ein Arbeitshund, sie muss immer hochkonzentriert sein – also darf man sie bei der Arbeit nicht stören

Ein Problem, dass wir Halter von Assistenzhunden haben, sind andere Menschen, die Hunde zwar süss finden aber nicht respektieren, dass unsere Hunde einen Job haben. Vielleicht ist bei kleinen Hunden wie Lychee, der „Süss-Faktor“ noch mal größer, glauben wir aber nicht. Das ist aber auch egal, denn ob kleiner oder großer Assistenzhund – diese Hunde darf man nicht von ihrer Arbeit ablenken!

Ich vergleiche das immer gerne mit Rettungskräften, die von Gaffern bei einem Rettungseinsatz beeinträchtigt werden. Genauso ist das, wenn man einen Assistenzhund im Dienst anspricht oder lockt, mit anderen Geräuschen ablenkt, ihn unerlaubt füttert, ihm permanent in die Augen starrt oder ihn auch nur einfach anfasst.

Ein Assistenzhund ist ein Arbeitshund. Er gilt nach dem österreichischen Gesetz außerdem als Hilfsmittel, ähnlich einem Rollstuhl – natürlich einem mit Seele! Den lenkt man doch nicht von seiner Bestimmung ab. Einem Rollstuhl stellt man ja auch nicht absichtlich ein Bein. Lychee von ihrem Job abzulenken, könnte zum Beispiel dazu führen, dass sie mir in den Rollstuhl rennt. Das könnte bei uns beiden zu Verletzungen führen oder dazu dass sie mich nicht rechtzeitig vor einer Panikattacke schützen kann. Jeder Assistenzhund, Blindenführhund, Servicehund oder Signalhund hat andere Aufgaben. Keiner von ihnen sollte abgelenkt werden, denn das führt bei den jeweiligen Assistenzhundeteams zu unnötigem Stress. Deshalb lernen Assistenzhunde, Ablenkungen so gut es geht zu ignorieren. Allerdings ist keiner von Ihnen ein Roboter und für mich als Assistenz-Hundeführerin sind solche Ablenkungen auch der reinste Horror.

Ich habe Lychee selbst ausgebildet. Aber auch wenn wir die Prüfung nun bestanden haben, ist die Arbeit noch lange nicht vorbei! Kein Hund ist je fertig ausgebildet – egal ob man einen fremd ausgebildeten Assistenzhund bekommt oder diesen selbst ausbildet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Vorstadt On The Rocks – ein Wintermärchen

Was sich anhört wie ein schmackhafter Cocktail zur Happy Hour, macht mich eigentlich alles andere als happy.

Jaaa, ich weiß ich jammere. Winter ist nun mal nicht meine favorisierte Jahreszeit.

Das ist nicht immer einfach, wenn man mit einem Österreicher verheiratet ist, der die ersten sechs Jahre seines Lebens in der Steiermark verbracht hat.  Vom ersten Tag unserer Beziehung an, hörte ich Kindheits-Geschichten von Schlittenfahrten bei minus 15 Grad die Bergstraßen herunter, gewonnenen Skirennen im zarten Alter von vier!!! Jahren und Eisblumen, die die Gardinen vor den Kinderzimmerfenstern überflüssig machten. Vor meinem inneren Auge entstand das Bild eines drolligen, kleinen Jungen, der sich seine Milchration in Form von Eiszapfen vom Kuh-Euter schlagen musste, um seinen täglichen Bedarf an Kalzium abzudecken. Aber was immer mein Mann mir auch von früher erzählte, bis heute kann mich klirrende Kälte nicht in die gleiche Ekstase versetzen wie ihn.

 

Mein neues Mantra: Nicht jammern Birgit…

 

Aber diese Woche hat es mich dann doch gepackt. Frau Holle hat Hamburg einen schönen weißen Mantel aus Puderschnee angezogen und die Sonne lacht dazu. Mein lieber Mann hatte zwei Tage frei und wollte das tolle Licht ausnutzen, um schöne Fotos von Finley und mir zu machen. Also hat mein inneres Ooohmmm seine Pudelmütze aufgesetzt und mir mein neues, persönliches Mantra vorgegeben: Nicht jammern Birgit, der Winter ist toll, nicht jammern ….!

Tja, also was soll ich sagen, für schöne Fotos mache ich ja fast alles. Und wie immer hatte mein Mann nicht zu viel versprochen. Ich zeige Euch mal unser Wintermärchen in Bildern.

 

Für Finley bedeutet dieses Wetter puren Spaß. Geruchsspuren werden für die Ewigkeit konserviert und überlagern sich auf abenteuerliche Weise. Die Nachrichten an seiner wichtigsten Funk-Fichte erzählen jetzt viel längere Geschichten und manchmal dauert es deshalb viel länger als sonst, bis Finley seine persönliche Marke darüber gesetzt hat. Da heißt es Geduld haben …. *bibberklapperzitter ….

Ach ja, mein Mantra – nicht jammern Birgit, der Winter ist toll, nicht jammern ….

 

Das Foto-Set gehört mir allein

 

Bäume umarmen tröstet ungemein, wenn der eigene Hund einen nicht auf seinen Fotos haben möchte

Und dann hatte Mister Fotoshooting auch noch seine Diva-Allüren. Er wollte sich nämlich nicht mit mir fotografieren lassen. Offensichtlich wollte er den Platz vor der Kamera nicht teilen. Ich habe wirklich alles versucht, ihn umzustimmen. Zuerst mit Unterordnung – „Finley Platz!“. Er machte das dann auch. Doch sobald ich mich neben ihn hockte, sah er mich verschmitzt an, stand ruhig auf und legte sich zwei Meter weiter wieder ab. Also verschwand ich im Unschärfe-Bereich.

Na dann eben anders, dachte ich und lockte Finley mit First-Class-Leckerchen. Die hat er dann auch gerne angenommen aber für mich gab es immer noch kein Partnerfoto.

Danach habe ich es mit List versucht. Ihr werdet es nicht glauben, aber ich habe versucht, mich an meinen Jagdhund anzuschleichen. Ich muss wohl nicht erzählen, wie das ausgegangen ist. Richtig – kein Foto für Birgit. Also habe ich mich locker gemacht und habe meinen Mann und sein Model mal machen lassen. Und glaubt mir, Bäume umarmen tröstet ungemein, wenn einen der eigene Hund nicht auf seinen Fotos haben möchte.

 

Und dann: Birgit ich habe doch noch ein Foto für Dich

 

Und dann, als Finley sich müde geposed hatte, kam ich dann doch noch zum Zug. Auf unserem Weg nach Hause bekam ich dann meine Partnerfotos.

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Voll fit dank Doggy Fitness

„Gib Pfote“, sage ich zu Finley. Der schlabbert mir noch einmal über das Gesicht und legt dann seine Pranke in meine Hand. Das machen wir fünf Mal mit jeder Pfote, erst etwas weiter unten, dann etwas höher, bis hin zum High Five.  Wir sind mitten drinnen, in unserem täglichen Fitnessprogramm.

 

Die letzten sechs Wochen haben wir den von der Physiotherapeutin Martina Flocken konzipierten Fitnessplan BASICFIT in unseren Tagesplan aufgenommen. Das klingt aufwendig, ist es aber nicht. Finley und ich haben manchmal durchaus einen kleinen Hang zur Gemütlichkeit und trotzdem haben wir unsere tägliche Übungseinheit nicht als zu anstrengend empfunden. Da es im Moment bei uns draußen sehr kalt ist, haben wir die Übungen zuhause im Wohnzimmer ausgeübt. Der Schwierigkeitsgrad des Trainings ist nicht zu hoch, so dass sich wirklich jeder daran wagen kann. Im Schnitt, hat uns unser Training zwischen 15 und 25 Minuten an Zeit gekostet. Das finde ich akzeptabel, denn es hat uns Beiden auch sehr viel Spaß gebracht.

 

Training für Kopf und Körper

 

Wir haben durchgehalten *yayStolz. Und was soll ich Euch sagen, der Kurs von Doggy Fitness zeigt Wirkung.  Finley bewegt sich ein bisschen lässiger und geschmeidiger und irgendwie funktioniert auch die Koordination besser. Finley hat umgeschaltet von Grobmotorik auf Feinmechanik.  Das ist gerade bei den vorherrschenden Witterungsverhältnissen gut zu beobachten. Seit ein paar Wochen gibt es Hamburgs Vorstadtwälder nämlich nur noch On The Rocks. Die Waldwege sind vereist und schlecht zu begehen. Sonst ist mein Haudegen immer ungebremst über alle Unebenheiten hinweggefegt. Dabei sind ihm die Beine mehrmals so fies zu den Seiten weggerutscht, dass ich befürchtete er würde sich verletzen. Jetzt bewegt er sich flexibler und sicherer und ich kann mich entspannen. Ich selber muss da an meinen Walking-Qualitäten noch schwer arbeiten. Das Training hat auch noch einen sehr positiven Nebeneffekt. So ganz nebenbei wird Euer Hund konzentrierter und bekommt etwas für den Kopf zu tun.

 

Martina Flocken ist ein zuverlässiger Ansprechpartner

 

Die Betreuung durch Martina Flocken war superklasse. Wenn man den Kurs kauft, bekommt man per Mail ein Passwort zugeschickt. Mit diesem Passwort bekommt man Zugriff auf die Trainingspläne und die Erklär-Videos. Die Trainingspläne werden Woche für Woche freigeschaltet. Zu jeder Übung gibt ein kurzes, sehr gut verständliches Video. Die Übungen sind leicht nachzumachen. Du behältst ein Jahr lang Zugriff auf die Videos, danach haben sich die Abläufe so eingeprägt, dass Du sie nicht mehr brauchen wirst. Mein Tipp: Lasst Euch von einer Freundin filmen, wenn Ihr die Übungen mit Eurem Hund macht. So könnt Ihr besser kontrollieren, ob Ihr die Abläufe korrekt abarbeitet. Die Betreuung durch Doggy Fitness und Martina Flocken war super. Dafür gibt es von mir ein Lob mit Sternchen. Wenn Ich Fragen hatte, habe ich sie Martina geschrieben und in der Regel noch am gleichen Tag, spätestens doch am folgenden Tag eine erschöpfende Antwort bekommen. (Mehr Informationen zur Person Martina Flocken findet Ihr hier.)

 

Viel Leistung für das gezahlte Geld

 

Mit dem Trainingsplan in Woche 1 bekommst Du als Bonus noch E-Book, in dem die Übungen aufgelistet und erklärt werden. Für welche Muskelgruppen, Gelenke und Fortschritte die Übungen konzipiert sind steht auch dabei. So kannst Du auch nach Ablauf des Kurses dafür sorgen, dass Dein Hund fit bleibt. Nach Ablauf der letzten Woche bekommst Du noch einen Stay-Fit Trainingsplan. Dort stellt Martina Euch eine sinnvolle Kombination von Übungen zusammen, mit der Ihr Euren Hund auch zukünftig fit halten könnt.

 

 

 

 

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  • Der obenstehende Artikel enthält einen Affiliate-Link. Wenn Ihr Euch entschieden habt, den Kurs zu buchen und den Weg über diesen Link auf meinem Blog zu gehen, würde mich das sehr freuen. Euch entstehen dadurch keine Kosten. Ich erhalte dann eine kleine Provision, die ich wieder in die Pflege des Goodfellows Hundeblogs und die Umsetzung neuer Ideen auf meinem Blog, investieren kann.

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Schlafe liebe Seele, schlafe….

Muna und Finley, bei einem ihrer Rundgänge in unserem Garten.

 

Finley und ich haben eine liebe Freundin verloren. Muna die Golden Retriever Hündin meiner Freundin Bille ist gestorben und es tut uns sehr weh. Vor ein paar Tagen ist sie gegangen und wir wollen sie nicht einfach so ziehen lassen.

Ich erinnere mich noch gut an den Tag, als meine Freundin vor unserer Tür stand und uns Muna vorstellte. Muna kam aus dem Tierschutz und war ein Bild des Jammers. Man hatte in der Vergangenheit nicht gut für sie gesorgt und sie hatte gerade noch einen wilden Wurf Welpen großziehen müssen. Doch trotz dessen, strahlte sie etwas aus. Ich hatte das Gefühl, wenn ich ihr in die Augen schaute, sah ich eine liebevolle, alte, weise Seele.

Trotz dieser schlechten, vergangenen Jahre hatte Muna das Vertrauen in die Menschen nicht verloren. Ich hieß sie willkommen, sie schreckte nicht zurück. Sie genoss die Aufmerksamkeit. Von Finley ließ sie sich beschnuppern. Er war ganz vorsichtig, damals war das noch keine Selbstverständlichkeit bei ihm aber er hatte Respekt. So sollte es auch in der Zukunft bleiben.

Bei meiner Freundin hatte Muna genau den richtigen Platz gefunden. Bille tat das, was sie am besten kann. Aufpäppeln, sich kümmern, Liebe geben. Und schon nach kurzer Zeit erholte sich Muna sichtlich. Sie legte an Gewicht zu, das Fell wuchs nach und begann zu glänzen. Erstaunlich schnell fasste Muna Vertrauen in ihre neue Familie. Sie schien langsam daran zu glauben, dass das Leben noch Schönes für sie bereithielt. Bille und Muna wurden unzertrennlich – ein Glücksfall für beide.

Die beiden bildeten ein tolles Team und weil Frau und die Hündin von Welt ja eine Aufgabe brauchen, entschied Bille eines Tages eine Ausbildung mit Muna zu machen. Als Muna und Bille dann ihre Prüfungen bestanden hatten und Muna offiziell anerkannter Malteser-Besuchshund war, platzten beide vor Stolz. Von da an gingen sie regelmäßig in eine Einrichtung in unserer Nähe und besuchten Menschen mit unterschiedlichen Handycaps.

Muna hatte aber manchmal auch einen kleinen Schalk im Nacken. Sie drehte nämlich ab und an gerne mal ein paar Extrarunden – allein. Egal wie gut das Grundstück auch gesichert war, sie fand eine Lücke, um zu entwischen. Dabei ging sie, wie es sich gehörte, auf dem Fußweg. Wollte sie in unserem Ring die Straßenseite wechseln, wartete sie bis jemand kam. Dann sah sie ihn intensiv an und wartete darauf, dass derjenige begriff, das die „alte Dame“ über die Straße geleitet werden wollte. Gelegentlich kam sie zu uns auf Stippvisite.

Ich erinnere mich an unser „erstes Mal“. Muna saß vor unserem Eingang als Finley und ich von unserem Spaziergang nach Hause kamen. Ganz ruhig und geduldig. Ich schloss die Tür auf, Finley ging rein. „Na komm meine Süsse, Du auch…“, lockte ich sie. Muna zögerte. Da ging Finley wieder raus und stupste Muna wiederholt mit der Nase an und unsere Treppe hoch. Alles lief so friedlich ab, einfach schön.

Wer Muna kannte brauchte keine Rescue-Tropfen mehr, keinen Baldrian. Wenn Muna durch die Tür kam, brachte sie ein Gefühl von Frieden mit. Eine alles um sich greifende Entspanntheit, die man in Flaschen hätte abfüllen sollen, 50 ml Eau de Canine „Just Muna“ – das wär’s gewesen.

Finley und ich werden diese liebe und seelenvolle Hündin schmerzlich vermissen.

 

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Das Dog Journal – Dankbarkeit für mehr Lebensqualität

 

Gestern habe ich ein schönes Geschenk bekommen. Überbringer war unser Postbote Herr Wastel. Ihr wisst schon, der mit dem Dackelfimmel (lies mal hier).

Ulrike Seumel von Dog It Right hat mir diese nette Überraschung geschickt. Also Ulrike, vielen Dank. Damit bin ich in Puncto Dankbarkeit ja schon mal auf dem richtigen Weg. *Augenzwinker

Ulrike und ihr Team, haben ein Dog Journal für Euch entwickelt. Es ist ein Tagebuch für Hundehalter, in dem Ihr die positiven Kleinigkeiten eures Zusammenlebens mit eurem Hund notieren könnt. So sollen die positiven Dinge mehr Gewicht bekommen und auch mal über rauhe Zeiten hinweghelfen.

Weil Ulrike und ihr Team viel Wert auf Nachhaltigkeit legen, wurde das Buch in der Umweltdruckerei in Hannover, mit veganen Bio-Farben auf Pflanzenöl-Basis, auf zu 100 Prozent recyceltem Papier gedruckt.

Ich finde das Dog Journal optisch sehr ansprechend. Ihr könnt jeden Tag ein paar Erlebnisse eintragen und Eure Erinnerungen festhalten. Auf jeder Seite regen Fragen wie – Wofür bin ich dankbar? Was hat mir heute mit meinem Hund besonders Spaß oder mich stolz gemacht? Wie kann ich aus diesem Tag einen großartigen Tag machen? – zum Nachdenken an. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, wünschte ich mir, dass die Schriftgröße der Fragen etwas größer wäre. Auf zusätzlich eingefügten, grünen Seiten, stellt das Team Dir kleine Denksportaufgaben. Das könnte Spaß machen!

Ich bin zwar noch nie der Liebes-Tagebuch-Typ gewesen. Jeden Tag einen Eintrag? Das weiß ich jetzt schon, das werde ich nicht schaffen. Aber ich denke, ich werde einen Versuch wagen mit dem Dog Journal, vielleicht ein- zweimal in der Woche.

Ihr seid neugierig geworden? Mehr Infos findet Ihr auf der Facebookseite vom Dog Journal.

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Tanz auf dem Eis – Finley wird neun Jahre alt

 

Da sitzen wir nun um Finley herum und kraulen ihn, streicheln und liebkosen ihn, als gäbe es kein Morgen mehr. Finley räkelt sich in unserer Mitte, auf den Rücken gedreht, alle vier Pfoten von sich gestreckt und lässt sich das gerne gefallen. Finley hat heute Geburtstag. Er wird neun Jahre alt.

Gedankenversunken blicke ich auf meinen Hund und sage: „Neun Jahre. Mensch Finley, das war ein Tanz auf dem Eis.“ Meine Tochter Mausi murmelt: „Nur nicht so elegant wie bei ‚Holiday on Ice’.“ Die ganze Familie prustet los, denn Finley und mich mit einem eleganten Eistanzpaar zu vergleichen wäre wirklich gewagt. Wir zwei sind wohl eher die Slapstick-Version. Obwohl… ich beginne darüber nachzudenken. Während Finley von meinen Töchtern mit übelriechenden Leckerchen verwöhnt wird und mein Mann mit sonorer Stimme ankündigt, heute gäbe es mal eine kleine Radtour außer der Reihe, fange ich an in meinen Erinnerungen zu schwelgen.

Ich erinnere mich an unsere Anfangszeit im Hundetummelwald in Tangstedt. Ich könnte jetzt behaupten, ich wäre mit Finley dorthin gegangen, weil er Kontakt zu Hunden gebraucht habe. Das war zwar auch ein Grund aber eher ein untergeordneter. Fakt war, dass Finley die Führleine an sich, zu dieser Zeit als eine Art Folterinstrument begriff, welches ausschließlich an seinem Geschirr befestigt werden durfte, damit er mir damit die Schultergelenke auskugeln konnte. Dort konnte ich ihn laufen lassen. Die 20 Meter vom Parkplatz auf das eingezäunte Gelände, waren anfangs die Hölle für mich. Folgen: Großer Zeh einmal gebrochen, kleiner Finger zweimal gebrochen, Selbstbewusstsein dauerhaft beschädigt…. Ich war halt auch mal ein blutiger Anfänger.

Später, man kannte uns inzwischen, hatte ich mir bei den erfahreneren Hundehaltern einen nicht unerheblichen Mitleidsbonus erarbeitet. Wenn wir in den Tummelwald fuhren, lief das folgendermaßen ab. Ich fuhr auf den Parkplatz, ging erst einmal alleine ins Gelände und machte mal bekannt, dass WIR nun da seien. Daraufhin stellte sich ein wohlgesonnener Mensch an die Pforte. Pforte und Heckklappe wurden zeitgleich geöffnet, Finley sprintete leinenlos in den Wald und wurde von seinen Kumpels in Empfang genommen. Ich weiß, nicht ideal aber es hat funktioniert und für mich war es so erheblich knochenschonender. Kaum hatte mein ungebremstes Temperamentsbündel das Gelände betreten, entspannte Finley sich auffällig und ich durfte meinen Hund auch mal von einer anderen Seite kennenlernen.

Wir beide haben dort viel gelernt und haben dort auch viel Unterstützung erfahren. Ich habe viel über das Verhalten meines Hundes gelernt und konnte ihn in der Interaktion mit anderen Hunden beobachten und langsam mein Vertrauen in ihn und auch in mich wiedergewinnen. Oder anders ausgedrückt dort fingen wir an als Team zusammenzuwachsen. Freundschaften, die in diesem Wald entstanden sind, halten bis heute, die menschlichen genauso, wie die hündischen.

In diesem Wald begann unser Tanz auf dem Eis, etwas holperig, nicht sehr elegant aber nachhaltig. Hier lernte ich, dass es eher hinderlich sein kann sich an Dogmen festzubeißen, dass es sich lohnt seinen Hund als Individuum zu sehen. Keine „so hat man es schon immer gemacht’s“ mehr und immer mehr „was will ich’s“ und „was braucht mein Hund’s“. Ein Weg gepflastert mit Hindernissen, Momenten in denen ich vor Scham am liebsten im Boden versunken wäre, aber auch mit vielen Aha-Momenten und unzähligen Momenten, die mich mit Freude und Stolz erfüllt haben. Ich möchte heute keinen dieser Momente missen.

Irgendwie hat dieser holperige, mit Slapstick-Einlagen gepflasterte Weg doch dazu geführt, dass Finley und ich heute relativ harmonisch auf dem Eis tanzen könnten – wenn es uns denn noch wichtig wäre. Also mein Bärchen, herzlichen Glückwunsch zu Deinem Geburtstag, wir lieben Dich so wie Du bist. Bleibe uns noch möglichst lange erhalten. Oder wie man beim Eistanzen sagt: Technische Note 5.9 – Künstlerischer Ausdruck 6.0.

 

 

 

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Fit im Alter – Das gilt auch für Finley

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So locker spazieren gehen, wie oben auf dem Foto und das bis ins hohe Alter meines Hundes, ja das wäre wirklich ein großer Wunsch von mir. Natürlich ist mir klar, dass das bei fast neun Jahren, nicht ewig so bleiben kann.

Im Moment läuft noch alles rund und geschmeidig. Man merkt Finley die Jahre, die er auf dem Buckel hat noch nicht an. Trotzdem habe ich beschlossen, dass wir etwas für seine Fitness tun werden. Vorbeugen ist immer besser, als sich irgendwann mit Erkrankungen auseinandersetzen zu müssen, die hätten vermieden werden können.

Bei meiner Recherche bin ich auf Facebook auf die Physiotherapeutin Martina Flocken und ihre Firma Doggy Fitness gestoßen. Ihr Angebotspaket entsprach in vielen Punkten meinen Vorstellungen und ihre Website bot darüber hinaus viele wertvolle Informationen zum Bewegungsapparat meines Hundes.

Ich nahm über Facebook Kontakt zu Martina auf. Die Rückmeldung kam schnell, was ich sehr positiv bewerte. Und dann hatten wir zwei einen der längsten, nettesten und informativsten Whatsapp-Calls, die ich je geführt habe.

Als Ergebnis dieses Telefonates ergab sich eine Kooperation mit Martina, auf diese Zusammenarbeit freue ich mich sehr.

Für Finley und mich entschied ich mich für den Kurs BASICFIT, den mir Martina freundlicherweise kostenfrei zur Verfügung stellte.

Ich will hier noch nicht so viel verraten – aber Finley und ich haben schon mal losgelegt. Es hat uns viel Spaß gemacht! In den nächsten Wochen könnt Ihr hier auf meinem Blog lesen, wie unser Training gelaufen ist.

Und das sagt Martina Flocken zu ihrem BASICFIT Kurs:

Dein Hund ist fit und gesund? Das ist großartig und soll auch so bleiben! Doch als verantwortungsbewusster Hundehalter möchtest du vorsorgen und gar nicht erst warten, bis sich die ersten Zeichen des Alters oder Gelenkerkrankungen zeigen? Du möchtest im Hundesport aktiv werden und suchst ein gezieltes Training für deinen Hund? Du findest auch dass gezielte Bewegung nicht nur uns Menschen gut tut sondern auch unsere Vierbeiner fit hält, den Alterungsprozess verzögert und gesund hält? Du möchtest gern mit deinem Hund aktiv sein, Spaß haben und gleichzeitig etwas für seine Gesundheit tun? Dann ist der BASICFIT Online Kurs etwas für dich und deinen Vierbeiner.

Ihr habt jetzt schon Interesse am Kurs BASICFIT? Dann klickt (hier) oder auf den Kursnamen und Ihr seid am richtigen Ort, um Euch den Kurs zu sichern.

Jetzt noch ein paar Informationen zu Martina Flocken. Sie ist ausgebildete Physiotherapeutin für Tiere und gibt ihr Wissen und ihre Erfahrungen als Bloggerin weiter. In ihrem bisherigen Leben hat sie viele Jahre eine Praxis für Tierphysiotherapie geführt und Workshops für Hundebesitzer zu verschiedenen Themen rund um die „Bewegung“ des Hundes gehalten. Aus diesen Workshops ist die Idee gewachsen, Menschen mit Hunden zu helfen, noch viel mehr zu diesem spannenden Thema zu lernen.

Seit einigen Jahren begleiten Martina zwei Podenco-Damen aus dem spanischen Tierschutz. Tessa ist ein absoluter Wirbelwind, durchtrainiert und kerngesund, rennt für ihr Leben gern. Snowy hat neben einer Hüftdysplasie, einen achten Lendenwirbel, Spondylosen, Kissing Spines, deformierte und stark arthrotisch veränderte Knie. Snowy ist glücklich, immer gut gelaunt und liebt ihr Leben. Martina kennt also das Leben mit einem sportlich aktiven Hund, genauso wie mit einem Handicap-Hund.

In ihrer Freizeit engagiert sich Martina für die Tierhilfe Naxos e.V., die sie vor knapp 6 Jahren ins Leben gerufen hat. Sie setzt sich für die Hunde und Katzen auf der griechischen Insel ein und verhilft jedes Jahr vielen Katzen und Hunden zu einem Leben in liebevollen Familien.

 

 

 

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