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Magnolia Kitty – das Besucherkätzchen

 

Magnolia Kitty kann Finley nicht vom Fressen abhalten

 

Ich dachte, ich gebe Euch mal ein kleines Update zu unserem kleinen Magnolia Kätzchen. So sicher, wie der Herbst ins Land zieht und die Bäume ihr Laub verlieren, so schnell wächst unsere kleine Tigerkatze. Sie hat etwas zugelegt und streift nach wie vor durch unseren Vordergarten.

 

Wenn Katzen kämpfen … nicht schön …

 

Sie versteckt sich mal in der Gabelung des großen Japanahorns oder hockt mal im Kübelgarten vor unserem Bürofenster. Manchmal versteckt sie sich vor der dicken Tigerkatze unseres Nachbarn, denn die zwei können sich nicht ausstehen. Ich kenn sowas ja unter Hunden, aber ehrlich, wenn Katzen sich streiten, wirken unsere Jungs dagegen wie die Waisenknaben.

 

Der Garten wird winterfest gemacht

 

Im Moment bringen Finley und ich Kittys kleine Vordergartenwelt ein wenig durcheinander. Ich habe die Rhododendren zurückgeschnitten und die Azaleen gestutzt. Kitty saß währenddessen auf der Gartenpforte und gab ein entrüstetes Maunzen von sich. Ich glaube sie hat sich gefragt, wo sie in Zukunft vor der dicken Nachbarskatze in Deckung gehen kann.

Die rotgescheckte Tilda hat was gegen unsere kleine Kitty. Sie duldet sie nicht in der Nähe ihres Gartens. Das ist nun ein echtes Problem, weil zwischen unserem Vordergarten und Tildas Gartengrenze nur drei Meter liegen. Immer wenn sie sie sieht, faucht sie, fährt die Krallen aus und attackiert die Kleine. Kitty flitzt meistens ein paar Mal hin und her, da kommt die pummelige Tilda nicht ganz mit. Kitty freut sich diebisch, was Tilda nur noch wütender macht.

 

Grenzsteine nehmen die Katzen ganz ernst

 

Kitty springt dann immer in unseren Vordergarten und versteckt sich im Blattwerk. Tilda patrouilliert noch eine Weile an ihrer Grundstücksgrenze entlang und verschwindet dann. Finley und ich haben Vorsorge dafür getroffen, dass sie auch im Herbst und Winter genügend Deckung findet. Wir haben, extra üppig für „unser Kätzchen“, Besenheide und Usambaraveilchen auf dem Beet verteilt. Für unsere kleine Kitty reicht das aus, um in Deckung zu gehen.

 

Kitty bleibt unsere Besucherkatze

 

Einziehen wird sie wohl nicht bei uns, denn wie ich gehört habe ist sie bei Pauli dem Katzenchef in unserer Straße eingezogen. Neulich habe ich gesehen, wie beide durch Paulis Katzenklappe ins Haus verschwunden sind. Na ja, auch wenn es ein wenig schmerzt, müssen wir wohl zugeben, dass sie sich da ein tolles Katzenzuhause ausgesucht hat. Und wir freuen uns weiterhin, wenn sie es sich in unserer Magnolie bequem macht, oder in unserem Vordergarten Deckung sucht.

Walk your Dogs – Mein Dogwalker-Tipp vor Ort

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„Ich habe da einen Hund, der etwas Erziehung braucht“, ist für einen Hundetrainer per se keine so ungewöhnliche Anfrage. In diesem Fall kam die Anfrage aber von meiner Kollegin Sonja Schulz. Sie betreibt den Dogwalker-Service „Walk your Dogs“ in Bergstedt und forderte in Absprache mit ihrer Kundin meine Hilfe an. So haben wir uns kennengelernt.

Ich war neugierig geworden und wir trafen uns ein paar Mal zum Spaziergang in unseren Vorstadtwäldern. Ihre Ratonerohündin Zoe und Finley kommen wunderbar miteinander aus und Sonja und ich auch. Wir haben uns auf unseren langen gemeinsamen Spaziergängen davon überzeugen, dass unsere Einstellung Hunden gegenüber gut zusammenpasst und dass wir uns problemlos gegenseitig weiterempfehlen können. So ganz nebenbei konnte ich beobachten, wie souverän, ruhig und kompetent Sonja Hundebegegnungen moderiert oder ihnen, wenn nötig auch ausweicht.

Den Link zu Sonjas Website findet Ihr ab sofort auf meiner Seite „Hundeblogs & Links“, schaut doch mal bei Ihr vorbei.

Magnolia Kitty, ziert sich

Kooomm liebes Kätzchen, koooommm

 

 

 

 

Es waren zwei Königskinder, die hatten einander so lieb…

 

Mit „unserer“ Katze und uns ist das so eine Sache. Sie kommt nach wie vor jeden Tag in unseren Garten, chillt in unserer Magnolie und flaniert über unsere Terrasse. Die ganze Geschichte findet ihr HIER. Wir Menschen sind alle schockverliebt und würden es mir ihr auf jeden Fall versuchen wollen, trotz der Allergiegefahr. Wozu gibt es Tabletten…

 

Finley bleibt ruhig – 5 Euro für seine Gedanken

 

Finley bewahrt weiterhin Ruhe, hat sich zu der Sache aber noch nicht abschließend geäußert. Ich habe mich inzwischen im örtlichen Futterhandel beraten lassen und habe mal gefragt, was so ein kuscheliges Kätzchen wohl gerne essen mag.

 

Die Beratung war so mittel

 

Zugegeben, ich lieferte in diesem Laden auch nicht gerade eine meiner kommunikativen Glanzleistungen ab. Ich hätte es der netten Dame in dem roten Kittel vielleicht etwas leichter machen können. Jedenfalls war die Beratung vollkommen frei von Enthusiasmus, so lala eben.

Ich hingegen ging sehr enthusiastisch an den Thresen und fragte die Verkäuferin: „Könnten Sie mir bitte sagen, was und wieviel Katzen gerne fressen? Es muss natürlich gesund sein.“ Die Frau strich sich ihre Hände an ihrem roten Kittel ab und nahm mich ins Visier.

 

Kommunikation wird überschätzt

 

„Tja“, sagte sie, „Was für eine Katze ist das denn?“ Ich packte daraufhin mein geballtes Katzenwissen auf den Tisch und sagte. „Eine total niedliche, ungefähr so groß…“, dabei hielt ich meine Hände hoch und zeigte die Größe eines Kinderschuhkartons an. „Ich meinte, welche Rasse ist das“, hakte die Fachverkäuferin nach. Ihre Stimme bekam etwas Schneidendes. Ich antwortete wahrheitsgemäß: „Ich habe keine Ahnung.“

Sie räusperte sich: „Ahaaa … ist das eine Katze oder ein Kater?“ Ich antwortete in unbeschwertem Ton: „Das weiß ich eigentlich auch nicht.“  Ich sah den gestressten Blick der Frau und einen Moment lang hatte ich das Gefühl, sie will mir eine kleben. „Sie wissen nicht, ob ihre Katze ein Kater ist und haben keine Ahnung welche Rasse? So was weiß man doch, wenn man sich ein Tier kauft.“

 

Die Katze hat uns ausgesucht…

 

„Oh, also das ist bei uns ganz anders“, erzählte ich der verwirrten Frau, „Die Katze hat uns ausgesucht.“ Hat die eben mit den Augen gerollt? „Ehrlich“, versuchte ich den Rotkittel zu überzeugen. „Die Katze ist uns zugelaufen … also fast … genau gesagt, ist sie gerade dabei uns zuzulaufen … sie zögert noch …“, schloss ich meine Erzählung ab.

Frau Rotkittel holte tief Luft, aus ihrem Schädel stieg eine Rauchwolke gen Himmel in der in leuchtenden Lettern stand: „Herrgott, womit hab‘ ich das verdient?“ Sie änderte ihre Taktik, ihre Stimme wurde etwas sanfter, ihr Blick verschleierte sich. „Schaun Sie mal“, säuselte sie, „wäre es dann nicht besser, sie würden die Entscheidung des Kätzchens abwarten, hmmm? Vielleicht geht sie ja doch noch zurück zu ihren Leuten.“

 

Nicht zu uns?????

 

Wie jetzt … nicht zu uns … DAS IST KEINE OPTION! Ich muss die Verkäuferin so entsetzt angesehen haben, dass sie sich sofort korrigierte: „Also ähm … natürlich kommt sie … mit Sack und Pack … nur eine Frage der Zeit … öh, Futter also …“

Für den Anfang, so sagte sie, sei ein schlichtes Futter ja genug, irgendetwas mit Fisch, oder so. Ich fand, Fisch hörte sich gut an, nahm aber dann doch die Dosenfirma von der Finley ab und an mal eine Mahlzeit bekommt.

 

Wenn Großoffensiven in der Luft verpuffen…

 

Ich nahm gleich fünf Dosen mit und startete noch am gleichen Tag mit meiner Lockoffensive. Nun ja, Katzen sind ja bekanntlich sehr clever. Und ich habe die Kitty im Verdacht, dass sie dabei ist, uns zu konditionieren. Höre ich da einen Clicker in der Ferne? Denn das Futter wird nur gefressen, wenn wir nicht zuhause sind, oder beschäftigt, oder nachts, wenn alle schlafen. Zum ersten Mal hat sie sich überhaupt erst an das Futter getraut als wir den Napf weit weg vom Haus, unter die Magnolie gestellt haben.

 

Und Finley, der rührt das Katzenfutter nicht an und beobachtet sein propellerndes Frauchen mit stoischer Ruhe. Es ist, als ob er sagen will: „Mach Du mal, Kitty und ich, wir haben das schon längst geklärt.“ Wie es scheint, ist es noch ein langer Weg bis in unser Esszimmer…

 

 

 

 

 

Auf der sicheren Seite

 

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Haftpflichtversicherung für Hundehalter bei der HanseMerkur Versicherung

 

 

 

Wenn wir Hundeleute uns über „Vorfälle“ auf unseren Hunderunden unterhalten, dann meinen wir in der Regel die Begegnungen die schiefgelaufen sind. Hund A ist ungebremst in Hund B hineingeprescht, Hund B fand das gelinde gesagt inakzeptabel und hat geschnappt, Hund C mischt sich auch noch ein und wir haben eine deftige Kneipenkeilerei auf offener Straße.

Dass es zumeist recht simple Maßnahmen gibt, mit denen wir das Risiko einer Eskalation minimieren könnten, wissen wir eigentlich alle. Die Umsetzung dieses Wissens in vernünftiges Handeln ist in aller Regel das, was im Alltag nicht funktioniert.

 

Bessere Kommunikation zwischen Hundehaltern

 

Die Verbesserung der Kommunikation zwischen den Hundehaltern steht für mich da an erster Stelle. Eitelkeiten der Hundehalter sollten in solchen Begegnungssituationen keine Rolle spielen. Der Waldweg ist kein Wettkampfort, es werden keine Medaillen vergeben. Was hier gefragt ist, ist gegenseitige Rücksichtnahme. Zu fragen, ob das Gegenüber einer Begegnung der Hunde zustimmt, wäre ein guter Anfang.

 

Keine Fehleinschätzung riskieren

 

Wenn man einen Spaziergänger mit einem angeleinten Hund auf sich zukommen sieht, dann wäre es eine nette Geste, seinen eigenen Hund auch anzuleinen. Das Argument vieler Hundehalter, ihr Hund würde auch ohne Leine nicht zum anderen Hund laufen, hat sich allzu oft als Fehleinschätzung erwiesen. Also, warum ein unnötiges Risiko ein gehen?

Dennoch müssen wir uns wohl damit abfinden, dass sich viele, sei es aus Bequemlichkeit, Rücksichtslosigkeit oder Überforderung nicht an diese Regeln halten wollen, oder können. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns absichern.

 

Tierhalterhaftpflicht schützt Euch vor zu hohen Kosten

 

Ich möchte Euch anhand der Hundehaftpflicht Versicherung der HanseMerkur einmal erklären, warum eine Tierhalterhaftpflichtversicherung sinnvoll und wichtig ist. Da sind zuerst einmal die Kosten, die durch einen Beißvorfall oder ein anderes, schädigendes Verhalten entstehen könnten. Werden bei einem Vorfall, abgesehen von anderen Hunden auch Sachschäden verursacht, oder sogar Menschen dabei verletzt, können Schadenersatzforderungen schnell mal im fünfstelligen Bereich landen.

 

Wo ist die Versicherung Pflicht?

 

Niemand möchte das wohl aus der Portokasse bezahlen müssen. In Hamburg ist der Abschluss einer Hundehalterhaftpflicht, wie das Wort es schon sagt, gesetzliche Pflicht für jeden Hundehalter. In anderen Bundesländern gibt es diese Pflicht nicht oder nur für die sogenannten „gefährlichen Hunde“. Wie das in Euren Bundesländern geregelt ist, könnt Ihr auf der Grafik unter diesem Text sehen.

 

Foto: HanseMerkur

 

 

Deckungssumme nicht zu niedrig ansetzen

 

Ihr solltet die Deckungssumme eurer Versicherung nicht zu niedrig ansetzen. Ich persönlich bin auf Nummer sicher gegangen und habe mich für eine Deckungssumme in Höhe von 15 Mio Euro entschieden. Den Jahresbeitrag in Höhe von 65,91 Euro finde ich im Verhältnis gering und erschwinglich. Außerdem bietet die HanseMerkur Versicherung zahlreiche Möglichkeiten an, diesen Beitrag noch zu reduzieren.

Bei einer Selbstbeteiligung von 125,00 Euro zahlt Ihr nur noch 51,81 Euro. Wer zudem noch eine Privathaftpflicht bei der HanseMerkur hat, spart noch einmal 5% dieser Summe. Weitere 5% Nachlass gewährt die Versicherung für jeden weiteren bei ihnen versicherten Hund. Und dann gibt es noch, ich nenne es scherzhaft, den „Geriatrierabatt“ – 10% Nachlass, wenn Frauchen oder Herrchen 55 Jahre oder älter sind.

 

Die Haftpflichtversicherung als Puffer zum Gegner

 

Eine gute Haftpflichtversicherung nimmt einem, wenn es mal knallt, nicht nur die finanziellen Sorgen ab. Sie kümmert sich um den Ausgleich des gegnerischen Schadens und übernimmt in der Regel auch die Schadensregulierung. Die Versicherung nimmt eine erste rechtliche Einschätzung des Vorfalls vor und wehrt unberechtigte Forderungen für ihren Versicherungsnehmer ab.

Zu dieser ersten rechtlichen Einschätzung gehören Fragen, die wir Betroffenen nach einer Beißattacke meist nur emotional diskutieren können: Spielt die Größe der Hunde eine Rolle, in welchem Umfang haften wir oder der Andere, gibt es ein Mitverschulden der Geschädigten Partei, wenn ja, wie hoch ist dieser Anteil, war der gegnerische Hund schon in der Vergangenheit auffällig…

Gerade wenn man als Hundehalter vom Geschehenen noch aufgewühlt ist, und sich am liebsten nur um seinen Hund kümmern möchte, ist so ein Sicherheitspuffer Gold wert.

 

Bericht aus eigener Erfahrung

 

Finley und ich waren einmal in so einer Situation, in der es eine große Erleichterung war, dass unsere Versicherung das alles für uns erledigt hat. Wir waren auf dem Heimweg nach einem Waldspaziergang und gingen an der Straße, an mehreren eingezäunten Grundstücken vorbei. Finley war angeleint, das ist er an der Straße eigentlich immer. Plötzlich schoss Anton, ein großer Hovawart an seinen Gartenzaun und knurrte und bellte sich in Rage. Finley bellte natürlich zurück, ging aber dabei weiter.

 

Territorialer Rüde regt sich über vierbeinigen Passanten auf

 

Anton steigerte sich immer weiter in seinen Zorn hinein, stieg an dem schmiedeeisernen Zaun hoch und verfing sich mit einer Vorderpfote in den geschwungenen Verzierungen des Zauns und jaulte fürchterlich auf. Sein Besitzer lief im Vordergarten aufgeregt hin und her und fing an, uns zu beschimpfen. Was wir da zu suchen hätten, wir würden seinem Hund Angst machen und seien jetzt schuld daran, dass dieser sich verletzt hätte. Ich brachte Finley ein paar Meter weiter weg, wo er sich beruhigen konnte, und befestigte ihn am Zaun des Nachbarn.

 

Anton beißt den eigenen Halter

 

Inzwischen versuchte Antons Besitzer seinen total hysterisch schreienden Hund aus dem Zaun zu befreien, griff nach seiner Vorderpfote. Anton biss sofort zu. Im Ergebnis hatte der Hovawart seinem Herrchen, beide Hände, buchstäblich zerfetzt und es floss eine Menge Blut. Während Antons Herrchen mich als dumme Kuh beschimpfte, das schrieb ich dem Schock zu, unter dem er stand, rief ich einen Rettungswagen.

 

Hund unverletzt aber Herrchen blutet

 

Anton hatte sich inzwischen selber aus seiner Zaunfalle befreit und war offensichtlich unverletzt. Der Mann von der Feuerwehr gab mir am Handy ein paar Anweisungen, wie ich den Verletzten erstversorgen sollte, was ich auch tat. Anton war offensichtlich die Puste ausgegangen, denn er ließ sich von mir widerspruchslos ins Haus abführen. Mich hatte diese Aktion allerdings ein paar Milliliter Angstschweiß gekostet und Finley bestimmt auch.

 

Arbeitsunfähig und mehrere Operationen werden nötig

 

Antons Herrchen musste mehrfach an den Händen operiert werden und war einige Zeit nicht arbeitsfähig. Das war tragisch und der Mann hatte mein vollstes Mitgefühl. Dennoch hatten wir das Geschehene, aus rechtlicher Sicht, nicht zu verantworten. Dass das bloße Spazierengehen mit einem angeleinten Finley, auf einem öffentlichen Weg, weder für Antons Ausraster, noch für die danach entstandenen Abläufe und Folgen ursächlich oder haftungsbegründend waren, wollten weder Antons Herrchen noch dessen Familie einsehen.

 

Jahresbeitrag – für mich eine gelungene Investition

 

Ich war sehr erleichtert, dass meine Versicherung sich zwischen uns geschaltet hatte, den Schriftverkehr mit Antons Herrchen übernommen hatte und infolge dessen auch eine unbegründete Klage abgewehrt hatte. Der jährliche Beitrag für meine Versicherung nahm sich zu den sonst drohenden Kosten vergleichsweise gering aus.

 

 

Meine Oktoberglosse in der HundeWelt

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Es ist wieder soweit! Meine Oktober Glosse im Hundemagazin HundeWelt gibt es jetzt beim Zeitungshändler. Ihr findet meinen Text auf Seite 8 der Oktober Ausgabe.

Ich werfe für Euch einen humorvollen Blick auf das Leben mit meinem Hund und berichte dort über Alltagssituationen, die jeder Hundehalter schon irgendwie einmal erlebt hat oder aber erleben wird. Und zwar auch dann, wenn er heute noch nicht daran glauben kann, dass ihm mal so etwas passieren könnte.

Jede meiner Geschichten enthält das berühmte Quäntchen Wahrheit, einen Lösungsvorschlag, einen Paukenschlag, eine ordentliche Portion Selbstironie und manchmal auch etwas Versöhnliches.

Die Texte in der HundeWelt findet Ihr so nicht auf meinem Blog, den ich natürlich nach Kräften weiter betreiben werde. Also, wenn Ihr meine Geschichten mögt, dann schaut doch mal hinein in das Magazin. Die September Ausgabe liegt jetzt schon beim Zeitschriftenhändler. Es wird sich lohnen, das kann ich versprechen –  nicht nur wegen meiner Glosse …

In der Oktober Ausgabe erzähle ich euch, wie ich Euch, warum Finley mich in seinen Anfangsjahren beim Begrüßen immer etwas an Bruce Lee erinnerte.

Wenn Ihr mehr über die Hundewelt erfahren wollt klickt einfach auf den farbigen Magazintitel, oben in diesem Artikel.

Hello Kitty … willkommen im Magnolia-Resort

 

 

Unser Magnolienbaum bietet Komfort

 

 

Kriegt man eigentlich auch die Katze, die man verdient?

 

Ich glaube, ich habe jetzt auch eine Katze … irgendwie … oder einen Kater … jedenfalls manchmal … auf eine ganz schräge Art. Und das kam so.

 

Das Kennenlernen

 

Zum ersten Mal sah ich sie auf einer Abendrunde als ich mit Finley auf einem unserer Wanderwege entlangschlenderte. Mitten auf dem Wanderweg hatte sich die hübsche Tigerkatze lang ausgestreckt und räkelte sich in der Abendsonne. Das etwa 50 Meter vor ihr ein Golden Retriever seine Strecke abschnüffelte und unaufhaltsam auf sie zusteuerte, hatte sie gesehen. Es schien sie in keiner Weise zu erschrecken. Sollte er doch kommen, der dicke Brummer.

Wir gingen also weiter und zu meinem Erstaunen, ging Finley total ruhig an dem Kätzchen vorbei. Vielleicht war das der Moment, an dem ich mich in dieses zierliche Wesen verguckte. Ihr müsst nämlich wissen, normalerweise sind unsere Treffen mit Katzen stressig und immer ein wenig gefährlich. Dieses Mal war es so … friedlich.

 

All we are saying … is give peace a chance

(John Lennon)

 

Finley kann mit Katzen sonst leider gar nicht umgehen. Es ist glaube ich nicht so, dass er sie nicht mag, er versteht sie bloß nicht. Deshalb sind Zusammentreffen immer wie ein Sprengsatz an dem die Lunte schon brennt.

Unser Garten ist normalerweise die einzige katzenfreie Zone in unserer Wohnsiedlung. Es hat sich in der Katzenpopulation in unserer Siedlung wohl herumgesprochen, dass da im Mittelgarten ein brummiger Geselle wohnt, der keinen Besuch auf seinem Gelände duldet.

 

Morgendliches Defilee

 

Aber unser Tigerkätzchen scheint eine Vorliebe für unseren Garten entwickelt zu haben.  Morgens bevorzugt sie den Vordergarten. Gebettet auf den wilden Erdbeerpflanzen, genießt sie die Morgensonne und beobachtet wie meine Nachbarn zur Arbeit fahren und wie die Kinder, die hier wohnen in die Schule gehen.

 

Freundschaft fragt nicht nach der Gattung

 

Sie läßt sich auch nicht stören, wenn ich meine Haustür öffne und Finley seine Nase zur Tür herausstreckt. Zuerst dachte ich, sie sei einfach nur zu unerfahren. Dann beobachtete ich Finley. Er taxierte das Kätzchen, setzte sich ganz ruhig auf den Treppenabsatz, legte sich ab und gab einen tiefen Entspannungsseufzer von sich. Es schien, als hätten die Beiden eine stille Übereinkunft getroffen, dass sie friedlich koexistieren wollen. Hach, dass ich das noch einmal erleben würde, hatte ich wirklich nicht vermutet.

 

Sie ist ein bisschen wie der Rattenfänger von Hameln

 

Von diesem Tag an schien es, als habe das Kätzchen unsere Familie irgendwie ins Herz geschlossen – uns UND den Hund. Mittlerweile glaube ich ja, dass die Kitty auf einer Mission Impossible ist, nämlich Familie Jaklitsch zu einer eigenen Katze zu verhelfen. Und dabei zog sie alle Register.

Wenn ich am Abend nach Hause kam und eskortierte sie mich vom Auto bis zur Haustür. Ich war total geflasht von soviel Fürsorge und nahm mir vor, am nächsten Tag eine Dose Katzenfutter zu kaufen. Man kann ja nie wissen, wann so ein Kätzchen mal Appetit bekommt … und überhaupt, ich wusste viel zu wenig über Katzen …

 

Der Burgfrieden hält

 

Kitty flanierte inzwischen vor unserer Terrassentür auf und ab, obwohl Finley dort lag und döste. Und mein Rüde, der döste einfach weiter. Der zwischen den Beiden geschlossene Burgfrieden schien von Dauer zu sein. Meine Mädchen malten sich inzwischen aus, wie es wohl sein würde, wenn das Kätzchen ganz bei uns einziehen würde. Hereinzukommen, traut sich der kleine Tiger allerdings noch nicht.

 

Heiß begehrte Plätze sind umkämpft

 

Unsere Magnolie ist einer ihrer Lieblingsplätze. Den Platz musste sie allerdings erst für sich beanspruchen, denn auch ein Taubenpaar wollte sich dort niederlassen. Und eines kann ich Euch sagen, wenn das Kätzchen etwas will, dann ist sie nicht zimperlich. Den beiden Tauben hat sie die Krallen gezeigt, was ich angesichts der Höhe, in der diese Auseinandersetzung stattfand, sehr waghalsig fand.

 

 There is a dark side to that Kitty…

 

Unsere Familie ist inzwischen total auf dem Katzentrip. Sogar meinen Mann erwischte ich, wie er dem Kätzchen von der Terrasse aus zuwinkte. Übrigens hat sie nicht zurückgewunken. Neulich kam sie bei offener Tür auf unsere Terrasse und legte uns eine tote Maus vor die Tür. Ich weiß ja nicht, was Kitty uns damit signalisieren wollte, aber ich musste spontan an eine Filmszene aus „Der Pate III“ denken. Marlon Brando (der Pate) sitzt mit dicken Backen vor seinem Widersacher und sagt mit unheilvoller Stimme: „Ich mache Dir ein Angebot, dass Du nicht ablehnen solltest…“ Der Widersacher lehnt es ab und findet am nächsten Morgen einen abgetrennten Pferdekopf in seinem Bett vor.

Ich glaube, man darf gespannt sein, wie sich unser Verhältnis weiterentwickeln wird…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Shop Apotheke – Alles gegen Zecken

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Online Apotheke – Nicht nur nach Ladenschluss eine gute Alternative

 

 

 

Wenn Finley und ich unsere Runden ziehen, dann lauern sie schon im hohen Gras und auf den Büschen. Sobald mein Dicker auf Schnüffeltour vom Weg abkommt, und seitwärts in die Büsche geht, greifen sie in Formation an. Ich meine die Zecken in unserer Vorstadt, die ganz offensichtlich eine große Leidenschaft für meinen Burschen hegen.

 

Finley, der Zeckenliebling

 

Ich kenne keinen anderen Hund in unserer Nachbarschaft, der in der örtlichen Zeckengemeinde so populär ist, wie Finley. Mein Hund ist so beliebt, wie dieses Luxusrestaurant, bei dem man schon Monate vor dem Besuch seine Plätze vorbestellen muss. Man muss sie ja auch verstehen, diese Viecher. „Chez Finley“ bietet eine große, kuschelige Angriffsfläche, gut ausgepolstert, mit Unterwolle. Der Platz fürs Diner ist abgeschirmt wie ein Séparée für besondere Gelegenheiten. Die Chance, dass dort ein Tête á Tête mit Finleys Blut gestört wird, ist gering. Was will die Zeckenseele mehr?

 

2019 ist ein Zeckenjahr

 

Das Jahr 2019 soll genau wie 2018 ein Zeckenjahr sein. Bundesweit sind fünf FSME-Risikogebiete dazugekommen. Untersuchungen des Robert-Koch-Institutes belegen, dass Zecken immer früher und länger aktiv sind. Im Laufe der vergangenen 20 Jahre hat sich der Aktivitätszeitraum der Zecken um insgesamt zwei bis drei Monate erhöht.

 

Milde Winter und trockene, heiße Sommer

 

Seit wir hier im Norden diese milden Winter haben, und die Sommerzeit immer heißer und trockener wurde, wurden auch die Zecken ein größeres Problem für Finley und mich. Also haben wir uns rechtzeitig ein Medikament in derShop Apotheke bestellt, dass den kleinen Blutsaugern den Aufenthalt auf meinem Hund so unangenehm wie möglich machte.

 

Es gibt kein Richtig oder Falsch

 

Im Laufe der Jahre haben Finley und ich schon Einiges ausprobiert, um der Zeckenplage Herr zu werden. Mit den äußerlich anzuwendenden Mitteln, waren wir nicht sehr zufrieden. Entweder brachte es gar nichts oder Finleys Haut reagierte empfindlich auf die Präparate. Deshalb bekommt er, zu Beginn der Zeckenzeit eine Tablette ins Fressen. Solange diese Tablette wirkt, versterben die Zecken im Fell, ohne zu beißen und können dann locker ausgekämmt werden. Für die Zeit davor und wenn die Beckenzeit ausläuft, trägt er ein Zeckenhalsband.

 

Mit der Tierärztin abgesprochen

 

Ich weiß, dass die Tabletten in der Kritik stehen, für uns sind sie die beste Option. Wir haben das mit unserer Tierärztin sorgfältig abgewogen. Finleys Blutbild lasse ich regelmäßig nachkontrollieren, es sieht gut aus. Abwarten und mal schauen, oder auch äußerlich angewendete Mittel haben bei Finley nicht geholfen den Zeckenbefall zu verhindern.

Die Bissstellen der Zecken hatten sich oft entzündet und Finley hatte dann mit schmerzhaften und schnell größer werdenden Hotspots zu kämpfen. Einmal war fast die ganze Schulterpartie befallen und mein damaliger Tierarzt, wollte Finley wegen der schlimmen Schmerzen schon einschläfern, denn die Schmerzmittel wirkten nicht mehr ausreichend.

 

Jeder sucht sich seinen eigenen Weg

 

Ich habe uns damals eine andere Tierärztin gesucht, denn das war mir doch zu drastisch. Finleys Genesung war ein langer Weg und das möchte ich ihm in Zukunft ersparen und solange das Blutbild in Ordnung ist, ist eine Tablette alle fünf bis sechs Monate, das kleinere Übel.

Damit Ihr mich nicht falsch versteht. Das ist keine Empfehlung von mir. Jeder Hund reagiert anders. Und wenn Euer Hund die Zecken mit Spot On-Produkten, Ölen oder Bernsteinketten vertreiben kann, um so besser. Bei Finley haben diese Methoden leider alle versagt. Egal welche Methode Ihr bevorzugt, Ihr findet das entsprechende Präparat in der Shop Apotheke.

Übrigens gibt es in der Shop Apotheke natürlich auch alles was Frauchen und Herrchen für ihre medizinische Versorgung brauchen.

Finley der HoviPudel und die Experten aus der Nachbarschaft

Einen Hund zu haben ist … doch, klasse, echt klasse

 

 

Das Gute daran, einen Hund zu haben ist, dass es leichter wird neue Leute kennenzulernen. Wenn man nun nicht gerade auf versierte, gut informierte Hundeleute trifft, werden die Unterhaltungen mit oft ähnlichen, allgemeinen Redewendungen eingeleitet.

 

Die nette Variante

 

„Na, Du bist ja ein Süßer“, ist, wie ich finde, eine sehr nette Variante. Finley geht das runter wie Öl und ich freue mich, dass jemand der selber keinen Hund hat, meinen haarenden und manchmal eingeschmierten Retriever, trotz allem süß findet. Mir geht da das Herz auf und ich nehme mir gerne die Zeit und warte ab, bis die betreffenden Personen Finley ausgiebig gestreichelt haben.

 

Die sinnfreie Variante

 

Natürlich hören wir auch das berühmte „Ja-wo-isser-denn“ ganz häufig. Da sitzt das Tier einen Meter entfernt vor der Person und sie fragt, beim Runterbeugen, den Blick auf meinen Finley geheftet, wo er den nun sei. Ich bin da tolerant, Finley auch, sie meinen es ja nicht böse, sie wollen ja nur spielen.

 

Frau Nörgels Variante

 

Manchmal ist es aber zum Mäusemelken. Neulich ging ich mit Finley in unser Dorf. Wir flanierten, wie meine Omi es formuliert hätte, von Schaufenster zu Schaufenster. Irgendwann, ich hatte es nicht kommen sehen, stand plötzlich meine persönliche Vorstadt-Nemesis Frau Nörgel neben mir. Sie hatte Verstärkung dabei. Die Entourage war eingehüllt in eine Wolke von Lavendelduft und Patschulis.

Finley und ich waren augenblicklich umringt von drei weiteren Frauen um die siebzig, alle im Sonntagsstaat, neckische kleine Hüte auf dem Kopf, die Handtaschen Queen-Elisabeth-mäßig über ihre Unterarme gehängt. Soviel Alt-Damen-Power hatte schon etwas Einschüchterndes, wenn man bedenkt, dass sich sonst meist mein schützender Bonanza Zaun zwischen Nachbarin Nörgel und mir befand.

 

Zum Start gleich ein Volltreffer

 

„Guten Tag Frau Nachbarin“, eröffnete Frau Nörgel das Scharmützel. Ohne eine Antwort abzuwarten, wandte sie sich an ihr Gefolge und stellte mich auf ihre unnachahmliche Weise vor. „Das ist meine Nachbarin mit dem Bretterzaun … ihr wisst schon … und ihr, äh Hund.“ Die Damen nickten, musterten mich und schauten dann auf meinen Finley. Am liebsten hätte ich laut gerufen: „Tut ihm nichts, nehmt mich!“

 

Expertentagung auf dem Gehweg

 

Die Dame in Hellblau, den Blick immer noch auf Finley gerichtet, sagte dann mit nachdenklicher Stimme: „Was bist Du denn für einer?“ „Oh, das ist Finley“, antwortete ich rasch, in der Hoffnung, dass wir nun einfach weitergehen können. „Soso, Du bist ein Finley, aha, ahaaa…“, sagte die hellblaue Dame und dann weiter, „ein Finley welcher Rasse … haben wir denn überhaupt eine Rasse?“ Ist das nicht eigentlich sch….egal, dachte ich still, laut antwortete ich aber: „Er ist ein Golden Retriever.“

 

Widerspruchs-Ping-Pong

 

„Oh nein, das kann nicht sein“, mischte sich die Dame, links neben mir ein. Sie strich sich energisch eine blondierte Haarsträhne aus dem Gesicht und sah Finley prüfend an. Was nun entbrannte, war eine hitzige Diskussion über Fineys Rassezugehörigkeit, zwischen Frau Nörgel und ihren Freundinnen, die allesamt soviel Ahnung von Hunden hatten, wie ich vom Schiffsbau.

Die Halbsätze und Wordfetzen flogen so schnell hin und her, wie die kleinen, weißen Bälle im Finale einer Tischtennis Weltmeisterschaft.

 

„Chancenlos, durch die Stadt…“

(frei nach Helene Fischer)

 

Ich hatte absolut keine Chance mich in diese Unterhaltung einzumischen oder sie zu beenden. Meine Versuche es doch zu tun, muss man wohl als kläglich bezeichnen, aber letztlich zählt ja das Finale …

Hellblaue Dame: „Die Schwägerin meiner Tochter hatte mal so einen Hund. Das war ein Hovawart.“

Ich: „Nein, nein … die sind größer … “

Hellblaue Dame: „Der von der Schwägerin meiner Tochter nicht!“

Frau Nörgel: „Genau, ein Goldi hat viel helleres Fell. Bei uns um die Ecke wohnt einer, der ist fast weiß.“

Ich: „Das hat doch nichts zu sa…“

 

Einwände werden einfach vom Weg gefegt

 

Finley hatte sich inzwischen hingelegt und bedachte mich mit einem Blick, der ganz klar sagte – sieh zu, wie du da wieder rauskommst. Ich kam aber gar nicht zum Nachdenken, denn die blondierte Dame hatte noch etwas hinzuzufügen: „Ob der überhaupt reinrassig ist? Mein Sohn sagt, heutzutage ist fast überall ein Pudel drinnen.“

Ich: „Doch, ist er … reinrassig, meine ich … ich habe das schriftlich … äh, eine Ahnentafel…“

Frau Nörgel: „Ach meine Liebe, Papier ist geduldig …“

Ich: „Vom Verein, ehrlich … ich … die Eltern kenn ich auch … tolle Hunde, alle Goldis …“

 

„Erde öffne Dich…“

(frei nach Aladdin)

 

„Ach herrje“, rief die blondierte Dame, „machen sie sich doch nichts draus, wenn sie die richtigen Eltern nicht kennen.“

Im Schaufenster der örtlichen Parfümerie konnte ich beobachten, dass wirklich viele Passanten zu uns herüberschauen. Die Damen redeten ja nicht gerade leise. Ich drehte mich um und rief ein halbherziges, „Hahaha, wir reden über meinen Hund…“, über die Straße. Ich wäre am liebsten im Boden versunken. Ich sendete ein Stoßgebet zu meinem Schutzengel, aber der saß ja wieder kiffend auf seiner Regenbogenwolke.

 

„Ich wär so gerne nicht mehr hier…“

(frei nach den Prinzen)

 

So langsam wurde es mir zu bunt, ich hatte schon Kopfschmerzen und mehr Parfüm konnte ich meinen Lungen nicht mehr zumuten. Weg, dachte ich, bloß weg. Ich gab mir einen Ruck, durchbrach den Kreis des Grauens, und schob mich und Finley aus der Lavendel-Patschulis-Wolke heraus. Dann holte ich tief, ganz tief Luft und sagte:

„Sie haben ja soooo recht! Sein Vater war ein HoviPudel und seine Mutter eine Main Coon Katze mit rotem Fell … irgendwo muss die Fellfarbe ja herkommen, nicht wahr? Übrigens die Katze hat einen Stammbaum.   Ohhh, schon so spät … ich muss jetzt leider weiter … der Schwager meines Onkels, mütterlicherseits hat uns zum Geburtstag seiner Nichte, väterlicherseits eingeladen … es gibt leckere Pferdewurst vom Grill … natürlich nur von gekörten Tieren … sowas können wir uns ja nicht entgehen lassen …“

Ich wartete keine Antwort mehr ab und ging mit Finley so schnell es ging in Richtung unserer Reihenhaussiedlung. Im Weggehen hörte ich noch ein paar Wortfetzen: „Was hat sie denn … man hat nie ausgelernt … doch ein Hovawart …“

Expertinnen unter sich eben … da will ich gar nicht stören.

 

Mehr von Frau Nörgel, findet Ihr hier:

 

Wenn Ihr meine Nachbarin Frau Nörgel genauso gern mögt, wie ich, dann findet Ihr unter den folgenden Links weiteren Lesestoff. Einfach auf die Überschriften klicken und Ihr landet beim Artikel.

Booombangebang – Silvestergeschichten aus der Vorstadt

Danke Frau Nörgel oder wie Finley zu seinem Namen kam

Frau Nörgel, ein Blümchenpyjama und ein Fitnessguru

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meine Septemberglosse in der HundeWelt

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Ich liebe es Mutter zu sein, aber…

 

 

Seit August könnt Ihr in jeder Ausgabe des Hundemagazins HundeWelt eine Glosse von mir lesen. Auf Seite 14 der September Ausgabe findet ihr meine neue Glosse.

Ich werfe für Euch einen humorvollen Blick auf das Leben mit meinem Hund und berichte dort über Alltagssituationen, die jeder Hundehalter schon irgendwie einmal erlebt hat oder aber erleben wird. Und zwar auch dann, wenn er heute noch nicht daran glauben kann, dass ihm mal so etwas passieren könnte.

Jede meiner Geschichten enthält das berühmte Quäntchen Wahrheit, einen Lösungsvorschlag, einen Paukenschlag, eine ordentliche Portion Selbstironie und manchmal auch etwas Versöhnliches.

Die Texte in der HundeWelt findet Ihr so nicht auf meinem Blog, den ich natürlich nach Kräften weiter betreiben werde. Also, wenn Ihr meine Geschichten mögt, dann schaut doch mal hinein in das Magazin. Die September Ausgabe liegt jetzt schon beim Zeitschriftenhändler. Es wird sich lohnen, das kann ich versprechen –  nicht nur wegen meiner Glosse …

In der September Ausgabe erzähle ich euch, wie ich zu meinem „Mama-Komplex“ gekommen bin und warum das nach einer individuellen Lösung schreit.

Wenn Ihr mehr über die Hundewelt erfahren wollt klickt einfach auf den farbigen Magazintitel, oben in diesem Artikel.

Der Hund ist immer dabei…

So ein unnötiger Stress

 

Foto: pixabay

 

 

Ein Mythos der Hundewelt, der gerne propagiert wird ist, dass man nur dann einen wesensfesten, gut erzogenen Hund hat, wenn man ihn ausnahmslos überall hin mitnehmen kann. In der Vorstellung der Hardcore-Verfechter dieses Mythos, muss sich jeder Hund in jeder Situation ruhig und gefasst geben. Er darf sich durch nichts ablenken lassen, weder durch Geräusche, Wurst oder andere Hunde. Er sollte nicht bellen, nicht vor Freude, nicht vor Aufregung – aus keinem Grund.

 

Ein Konzept für Musterschüler

 

Ich habe mich immer gefragt, wie dieser doch sehr überzogene Anspruch entstehen konnte. Dieses kompromisslose Einfordern von Kadavergehorsam, ohne auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten des einzelnen Hundes zu achten, läuft mir total gegen den Strich. Ich finde es ganz normal, dass es Situationen gibt, in denen sich Hunde so unwohl fühlen, dass sie nicht in der Lage sind, sich wie Musterschüler aufzuführen.

Läuft etwas schief, ist es meiner Meinung nach, die Aufgabe ihrer Menschen herauszufinden, woran es liegen könnte und anschließend die Situation zu ändern. Es muss doch die Frage erlaubt sein, ob die Situation sich durch Training verbessern lässt, oder ob es nicht sinnvoller wäre, den Hund zu bestimmten Veranstaltungen, Einladungen oder Seminaren  nicht mitzunehmen.

 

Zwei Schäferhunde im Kofferraum

 

Neulich hatten Finley und ich eine Begegnung, die genau diesen Konflikt widerspiegelte. Es war die letzte Runde am Tag, ich hatte viel gearbeitet und Finley hing auch ein wenig durch. Wir schlenderten durch unsere Wohnstraßen, an den geparkten Autos vorbei.  Finley machte pflichtbewusst sein Abendgeschäft, welches ich ebenso pflichtbewusst wieder entfernte.

Dann passierten wir einen schwarzen Kombi. Als wir etwa auf gleicher Höhe waren, geschah es. Im Kofferraum dieses Kombis saßen zwei weiße Schäferhunde, sahen uns und rasteten komplett aus. Die zwei schaukelten sich gegenseitig hoch und bellten sich die Seele aus dem Leib.

 

Straßenklopperei in der Vorstadt

 

Ich versuchte Finley so ruhig wie möglich zu halten, was leider nur bedingt gelang. Die zwei Weißen hatten uns einen gehörigen Schrecken eingejagt.  Ich nahm meinen Jungen etwas kürzer an die Leine und gab ihm den Befehl „Weiter“. Er war zwar total angespannt, gehorchte aber widerwillig.  Wir waren schon zwei bis drei Meter von dem Kombi entfernt, da hörte ich plötzlich ein Knarren. Ich drehte mich um und sah, wie die Heckklappe langsam hochklappte und beide Rüden – immer noch stinksauer – aus dem Wagen sprangen.

Der Halter war weit und breit nicht zu sehen. Die zwei Schäferhunde verloren keine Zeit und stürzten auf uns zu.  Der ältere Rüde schmiss sich auf Finley und nullkommanix hatten wir die schönste Straßenprügelei. Ich versuchte den anderen Rüden zu blockieren, der rammte mich mit voller Wucht und ich fiel hin. Keine Glanzleistung von mir, das muss ich wohl zugeben. Damit der Bursche nicht auch noch auf Finley losging, packte ich ihn am Nacken und drückte ihn mit meinem ganzen Gewicht an den Boden. Ich will mir gar nicht vorstellen müssen, was die Nachbarn gedacht haben müssen, als sie das alles beobachtet haben.

 

Manchmal braucht es klare Worte

 

Endlich erschien auch der Halter der beiden Schäferhunde auf der Bildfläche. Er donnerte los: „Lassen Sie meinen Hund los, Sie tun ihm ja weh!“ Ich konnte mich leider nicht mehr beherrschen. Mein inneres Ooohhhmm lag hyperventilierend auf dem Kiesweg.

ICH: „NA? AUCH SCHON DA? Sind Sie eigentlich irre, Ihre Hunde bei offener Heckklappe, unbeaufsichtigt im Auto zu lassen?“
Der Schäfi-Halter blickte auf seine Hunde, die sich mittlerweile nicht mehr rührten, und sagte gönnerhaft: „Na, das ist ja noch mal gut gegangen. Sie können weitergehen.“
WHAT? Ich guckte an mir herunter – die Hose schlammig, meine Beine total verschrammt. Immerhin waren die Hunde tatsächlich unverletzt geblieben.

 

Wessen Bedürfnisse werden hier erfüllt

 

Ich fragte den Kombifahrer noch einmal, warum er seine Hunde denn im Auto gelassen habe. Er erklärte mir daraufhin, dass er Freunde besucht habe, und sich deren irische Wolfshündin mit seinen Rüden nicht vertrüge. Weil alle Beteiligten das wüssten, seien seine Hunde im Kofferraum des Wagens geblieben. Und weil er sie nicht ohne frische Luft zurücklassen wollte, habe er die Heckklappe nur angelehnt. Und dann sagte er: „Das ist denen egal, Hauptsache sie dürfen mit.“ Ja, nee is‘ klar….

Ehrlich gesagt fand ich seine Erklärung höchst unbefriedigend. Wenn ich weiß, ich fahre zu Leuten, die auch einen Hund haben und meine Hunde sich mit diesem Hund nicht verstehen, wieso ist dann das Heck meines Kombis die beste Lösung? Ich würde meine Hunde doch lieber die zwei bis drei Stunden zuhause lassen, wo sie sich auf ihrem Lieblingsplatz herumlümmeln könnten. Letztlich sollte die Frage, was am besten für den Hund ist, über die Vorgehensweise entscheiden.

 

Hunde sind auch nur Menschen…

 

Natürlich muss man es nicht einfach so hinnehmen, dass ein Hund mit bestimmten Situationen nicht klarkommt. Es ist wichtig, diese Situationen, Restaurantbesuche, Bahnfahrten, Stadtbesuche u.s.w. mit dem eigenen Hund zu üben. Je besser er mit den Gegebenheiten auf den meisten Terminen klarkommt, desto einfacher ist das Zusammenleben mit ihm.

Aber Hunde sind eben auch nur Menschen, natürlich nur im übertragenen Sinn. Sie haben ihre Vorlieben und Abneigungen. Es ist nicht immer möglich, ihre Nervosität oder aufkommende Hektik so weg zu trainieren, dass sie sich in den betreffenden Situationen wirklich wohl fühlen. Dann darf man, wie ich finde, abwägen. Wie wichtig ist es für meinen Alltag, dass mein Hund das mit mir macht?

 

Warum man uns so selten auf Hundeplätzen findet

 

Genau diese Überlegung hat für Finley und mich dazu geführt, dass wir nicht mehr auf Hundeplätzen trainieren. Von Anfang an tat er sich mit der Situation dort schwer. Das eigentliche Training war okay, aber die Zeit davor und danach, machten ihm zu schaffen. Bevor das Training losging, kam das Vereinsleben zum Zuge. Die Menschen standen zusammen, klönten und tranken Kaffee. In dieser Zeit, so war es jedenfalls auf fast allen Plätzen, die wir besucht hatten, liefen die Hunde frei und durften „miteinander spielen“.

Für Finley bedeutete diese Zeit vor dem Training hochgradigen Stress. In dem Zeitraum, in dem Herrchen und Frauchen ihre eigenen sozialen Kontakte pflegten, waren die Hunde oft nicht optimal beaufsichtigt. Manchmal hatten die Tiere bis zu einer Stunde Zeit, sich allein miteinander zu beschäftigen. Ihr könnt Euch denken, dass da viel Konfliktpotential entstehen konnte. Konflikte, die aufkamen, wurden entweder schöngeredet oder aber auf ganz abstruse, angeblich „fachmännische Art“ interpretiert.

 

Anleinen? Wir doch nicht!

 

Die Hunde anzuleinen und so die Situation zu kontrollieren, war in diesem Umfeld verpönt. Kam Finley mit der Situation nicht klar, musste ich ihn im Kofferraum „parken“. Bei Licht betrachtet, war das eine Maßnahme, die seinen Stress-Level sicher nicht positiv beeinflusste. Die anderen Hunde konnten ungehindert bis an das Auto heranlaufen und quasi durch die Scheibe weiter mobben. Oder ich stellte mich davor und versuchte die anderen Hunde auf Abstand zu halten – Entspannung geht anders.

 

Es geht auch anders

 

Ich hörte immer wieder „das muss er lernen“, „der ist doch selber Schuld“, „der kommt schon klar“, „der muss kastriert werden, wenn die Glocken nicht mehr läuten, gibt sich das“… Fachkompetente Ratschläge hören sich anders an. Irgendwann hatte ich das satt. Ich traf die Entscheidung, dass ich Finley diesen Situationen nicht mehr aussetzen wollte. Dummysport konnten wir auch anders betreiben.

Heute gehen wir zweimal in der Woche ins Gelände, mal mit anderen Hunden, mal ohne Begleitung. Ohne dieses besondere Hundplatz-Ambiente bleibt Finley anderen Hunden gegenüber entspannt. Auf unseren Spaziergängen hat er genügend Hundekontakte. Er freut sich auf das Training, und kann es von der ersten Minute an genießen. Im Ergebnis verzichten wir also auf nichts, wenn wir nicht mehr auf den Hundeplatz gehen. Und Finley findet es völlig in Ordnung so. Seit er nicht mehr zu jedem Seminar mitkommen muss, ist er viel relaxter bei den Gelegenheiten, bei denen er mich begleiten darf.