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Meine Kolumne in der HundeWelt – die Märzausgabe

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Die Februarausgabe der  HundeWelt liegt für euch am Kiosk bereit. Das Redaktionsteam hält für euch wieder viele Überraschungen bereit.

Ich werfe für euch einen humorvollen Blick auf das Leben mit meinem Hund und berichte dort über Alltagssituationen, die jeder Hundehalter schon irgendwie einmal erlebt hat oder aber erleben wird. Und zwar auch dann, wenn er heute noch nicht daran glauben kann, dass ihm mal so etwas passieren könnte.

Jede meiner Geschichten enthält das berühmte Quäntchen Wahrheit, einen Lösungsvorschlag, einen Paukenschlag, eine ordentliche Portion Selbstironie und manchmal auch etwas Versöhnliches.

Meine Kolumne findet ihr wieder auf der Seite 10. Dieses Mal erfahrt Ihr, wie ich mein Herz an Lola verloren habe und warum wir trotzdem nicht zusammenfinden konnten.

Die Texte in der HundeWelt findet Ihr so nicht auf meinem Blog, den ich natürlich nach Kräften weiter betreiben werde. Also, wenn Ihr meine Geschichten mögt, dann schaut doch mal hinein in das Magazin.  Es wird sich lohnen, das kann ich versprechen –  nicht nur wegen meiner Glosse …

Die Grenzenlose Freiheit hinterm Gartenzaun

Ich bin dann mal weg…

 

 

Ein Problem, dass an mich in meinen Stunden immer wieder herangetragen wird ist, dass einige Hunde versuchen vom heimischen Grundstück auszubüchsen. Erstaunlich viele Menschen, mit denen ich rede, gehen davon aus, dass ihr Hund einen Zaun oder gar eine gepflanzte Hecke als Begrenzung akzeptiert. Das ist nicht so. Ein Zaun oder eine Hecke begrenzen nicht ihr Revier. Es sind menschlich gesetzte Grenzen. Oftmals bezieht ein Hund die dahinter liegende Straße, das Gebiet in dem er oft Gassi geht oder andere Örtlichkeiten mit in ‚sein Revier‘ ein.

 

Die Reviergrenze, das unbekannte Wesen

 

Wie weit dieses hündische Revier und die damit verbundenen territorialen Ansprüche reichen, wird auch von der Persönlichkeit des Hundes beeinflusst. Ich habe sehr schnell festgestellt, dass Finleys Revier weiter reicht, als unser Bonanzazaun erlaubt.  Wie ich weiß, gehört mittlerweile unser gesamter Vorort zu seinem Beritt, ein Stück von Sasel, Meiendorf … Ahrensburg … oh, und natürlich Duvenstedt, Duvenstedt auch. Es war also unerlässlich, dass wir unserem Hund beibringen mussten, dass er auf dem Grundstück bleiben muss.

 

Menschengemachte Hindernisse, halten Hunde oft nicht auf

 

Rein objektiv betrachtet ist ein 1,50 m hoher Gartenzaun, das ist in Hamburg die erlaubte Maximalhöhe, kein geeignetes Mittel, seinen Hund daran zu hindern, das Grundstück zu verlassen. Und eine offene Gartenpforte ist, was sie ist, ein Loch im Zaun, durch das unsere Hunde sich unserer Kontrolle entziehen können. Eine Hecke mag hübsch sein, ist aber für einen Hund, wenn er in Erregung gerät, eher eine Herausforderung, als ein Hindernis.

Für uns Hundebesitzer ist allein die Vorstellung, unser Hund könnte ohne unsere Erlaubnis das Grundstück verlassen und weglaufen eine Horrorvorstellung – außer vielleicht für Beaglehalter, für die gehört das irgendwie zum Alltag. Wir sollten uns vor Augen halten, was immer unterwegs auch passiert, was immer unser Vierbeiner auch anstellt, wir haften dafür.

 

Bewusstseinsschulung schont die Nerven aller

 

Abgesehen von den finanziellen Folgen, kostet uns so ein Vorfall auch Nerven. In unserer Vorstellung laufen die abwegigsten, gruseligsten Szenarien ab: Der Hund läuft vor ein Auto, kloppt sich unterwegs mit seinem schlimmsten Feind, keine Rückendeckung von Frauchen, ertrinkt im nahegelegenen Teich, wird von Kater Paul und seiner Gang vermöbelt und liegt blutend am Straßenrand, wird von Kamikaze-Otto, dem Agroeichhörnchen von Eiche3 auf die Bäume gescheucht, wird von der Hundemafia entführt, sediert und wacht in einem Zwinger irgendwo im Nirgendwo, einsam und allein wieder auf …, nicht auszudenken, was alles so passieren könnte.

 

Hey Frauchen, chill mal, ich kann das

 

Für unseren Hund sieht die Sache subjektiv gesehen ganz anders aus. Die offene Gartentür ist das Tor zur großen Freiheit, das große Versprechen ungebremster Selbstverwirklichung, der direkte Weg zum selbstbestimmten Blödsinn Machen. Endlich mal die Neugier ausleben, zurück zu der super leckeren Riechstelle an der nächsten Straßenecke und wohnt in dem Rotklinkerhaus, dort drüben nicht die süsse kleine Bernersennenhündin, die neulich, ganz verführerisch etwas mehr als nur „Hallo sagen“ versprochen hat? Endlich mal die Gegend erkunden ohne „Bei Fuss“ zu gehen, ohne diese ganzen Regeln, auf die Frauchen so steht. Endlich mal ein Spaziergang bei dem sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können: Gerüche, Düfte, hmmm, schimmeliges Brötchen, ahhh … Wildschweinkacke und Uiihhh, etwas Eau de Minou, gemischt mit dem Odeur von Colette, so eine bezaubernde Mischung … Muhahahaaa …

 

Gib mir mehr davon!

 

Wenn sie dann zurückkommen, und wir Menschen uns, trunken vor Erleichterung einbilden, sie würden schuldbewusst gucken, dann haben sie bereits den Grundstein gelegt, für weiteren zivilen Ungehorsam. Sie haben gewissermaßen Blut geleckt. Aus ihrer Sicht hatten sie Erfolg mit ihrem Tun. An der Hormonbar im Gehirn hatte ihnen der Barkeeper einen süchtig machenden Cocktail aus Dopamin, Oxytocin und Adrenalin gemixt. Sie werden bald wieder am Tresen vor dem Barkeeper sitzen und sagen: „Einen Freifahrtschein on the Rocks bitte, geschüttelt, nicht gerührt.“

 

Frei nach Mutti: Wir machen das schon

 

Dann wird es schwieriger, das Verhalten unseres Hundes auf den Pfad der Tugend zurückzulenken. Denn Hunde sind bereit ein bisschen Schelte und Strafe in Kauf zu nehmen für etwas, was sie berauschend finden. Wir müssen also ein neues Bewusstsein schaffen. Das fordert ein tägliches Training, in dem die Impulskontrolle eures Hundes herausgefordert und gefördert wird. Er muss lernen, den Frust auszuhalten, dass er nicht jedem Impuls nachgeben kann. Und er muss lernen, den Frust auszuhalten, dass ihr diejenigen seid, die entscheiden, welche Handlungen erlaubt sind und welche nicht.

Damals als Finley bei uns einzog, hatte uns unser Züchter dankenswerterweise darauf aufmerksam gemacht, dass der Zaun, Gartenpforten und Türen aller Art von uns gemanagt werden müssen, von Anfang an. Das hat uns das Zusammenleben mit Finley „hinten raus“ etwas leichter gemacht. Heute akzeptiert Finley unseren kleinen Bonanzazaun als Grenze. Das hat natürlich nicht von selbst funktioniert, wir haben hart daran gearbeitet.

 

Es lief Einiges schief

 

Bevor Finley unsere Regeln akzeptiert hatte, ereigneten sich ein paar kleinere und größere Katastrophen. Dass er eines Abends, in einem unbeobachteten Moment meinen 1,80 Meter großen Japanahorn gefällt hatte, gehörte in der Nachbetrachtung zu den kleineren Missgeschicken. Sein unangekündigter Besuch bei den Nachbarn, als diese gerade ihre Meerschweinchen im Garten laufen ließen, sorgte da schon für wesentlich mehr Aufregung.

 

Training, Training, Training

 

Irgendwie haben wir alle diese Hürden genommen. Angefangen damit, dass wir unsere Probleme erkannt haben und konsequent *hüstel daran gearbeitet haben. Das haben Finley und ich natürlich nicht allein geschafft. Wir hatten Unterstützung in unterschiedlichen Seminaren mit unterschiedlichen Trainern, die wir uns, zugeschnitten auf unsere vielfältigen Probleme ausgesucht haben.

Mittlerweile läuft es bei uns im Garten, sagen wir überwiegend easy. Zu den Nachbarn springt Finley schon lange nicht mehr über den Zaun. Er reagiert sehr gelassen auf alle Vorgänge, die hinter unserem Grundstück, hinter dem Bonanzazaun passieren.  Aber wehe, wehe irgendjemand macht sich an der Gartenpforte zu schaffen, dann ist es vorbei mit der Impulskontrolle. Na ja, so ein bisschen Remmidemmi gehört schon noch dazu, so einem Retrieverleben.

 

 

 

 

 

 

 

Happy Schnapszahl, Finley

 

 

Finley hat gedoppelt, er ist elf Jahre alt geworden. Das ist bei Rüden, ähnlich wie bei Männern, das Alter in dem sie gern einmal die Augen vor der Realität verschließen. Ihrem Vorbild Udo Jürgens folgend, schreiben sie dann komische Lieder darüber, dass mit 66 das Lotterleben erst anfängt. Sie haben ihre Rolle in unseren Familien nach Kräften ausgefüllt.

 

Erziehung ist das ganze Leben…

 

Schauen wir uns doch einmal Finley an. Er hat eine gute Ausbildung bekommen. Durch gewissenhafte Teilnahme an diversen Fortbildungsseminaren, konnte er sein Können in den vergangenen Jahren ausbauen und verfestigen. Zuerst einmal strebte er den Titel des Kinderbegleithundes an. Er spezialisierte sich dort auf verschiedene Aufgabengebiete.

 

Expertentum mit Lametta

 

Er machte den Abschluss zum Leseinspektor schon im zarten Alter von zwei Jahren. Er achtete akribisch darauf, dass Motte und Mausi nur Bücher lasen, die unbedenklich waren und nachts nicht zu Alpträumen führten. Fand er ein Buch im Regal, dass seinen hohen literarischen Ansprüchen nicht gerecht wurde, dann häckselte er es in Stücke, speichelte es ein und verteilte die übriggebliebenen Stücke in alle Winde.

Finley war da sehr gründlich. Auch unsere Bücherwand wurde inspiziert und reduziert. In Ungnade fielen: Paul Bocuse das Standardkochbuch; Paul Bocuse Simply Delicious; Paul Bocuse Die regionale französische Küche und Bocuse in your Kitchen. Was soll ich sagen, die französische Küche scheint nicht nach seinem Geschmack zu sein. Mon Dieu!

Nachdem er auch bei Freunden und Verwandten eine kleine ‚Tour de Häcksel‘ durch die Literatursammlungen gemacht hatte, wurde er vom nationalen Schredderausschuss, des VDH für den Egon-Erwin-Wisch-Preis nominiert, unterlag aber mit zwei Stimmen dem Viszla Nuntzius, aus der Nebenstraße unseres Vororts.

 

„Das ganze Läääben isst ein … „

(Hapa Kerkeling)

 

Als nächstes ließ sich Finley zum Spielzeug-Suchhund ausbilden. Der Beginn der Ausbildung lief etwas holprig an, denn meine Töchter waren anfangs nicht sehr begeistert davon, einen ambitionierten Retriever beim retrieven zu unterstützen. Das war Finley aber ganz egal, er suchte zusammen, was nicht zusammengehörte. Da landeten Mottes Dinosaurier in Mausis Playmobil-Prinzessinnen-Schloss, zusammen mit der Diddl Maus, die auf mütterliche Nachfrage, angeblich niemandem gehörte. Dann gelang es ihm, Ken und Barbie, noch vor ihrer medial ausgeschlachteten Scheidung, zusammen mit einer imposanten, pinkfarbenen Plastikjacht im Garten zwischen dem Kirschlorbeer und den Hortensien zu beerdigen. Das brachte ihm den Barbie-Gedächtnis-Preis am rosa Bande ein, inklusive Besuch beim Bundespräsidenten auf Schloss Bellevue.

 

Soziale Verantwortung in den späteren Jahren

 

Nun schon etwas gereift, entschloss Finley sich, sich für kranke Menschen einzusetzen. Wir besorgten ihm einen Platz auf dem ‚Florence-Nightingale-Canisinstitute für Humanmedizin‘, wo er den Ausbildungsjahrgang für „Die psychische Betreuung, besonders betreuungsbedürftige Humaniden“ erfolgreich absolvierte. Wie der Zufall es wollte, brach sich meine Mutter kurz nach seinem Abschluss die Hüfte und SchwesterPfleger Finley begleitete meine Mutter wie ein Schatten. Wo immer sie auch hinging, da war auch er. Die Investition in seine Ausbildung schien sich gelohnt zu haben.

 

Eigeninterpretationen inbegriffen

 

Später, im Außeneinsatz, bekam ich dann doch Zweifel. Während eines Spazierganges entdeckte Finley am Ende einer großen Rasenfläche, die Herz-Kreislauf-Gruppe des örtlichen Sportvereins. Auf diesem Gelände trainierten wir damals öfter, die Herrschaften machten ihre Dehnungsübungen also auf SEINER Freilauffläche. Links neben der Gruppe standen, an einen Baum gelehnt, gefühlte 100 Nordicwalking-Stöcke *seufz. Mein kleiner SchwesternPfleger preschte ungebremst in die Gymnastikgruppe und brachte dabei zwei rüstige Rentner zu Fall. Danach apportierte er nahtlos den zweiten Nordicwalking-Stick. Was soll man da machen? Positiv bestärken? Die Rentnertruppe nahm es mit Humor und schickte meinen Hund, laut gackernd, auf Stock Nr. 3.

Inzwischen hatte es der Übungsleiter der Herztruppe bis zu mir geschafft. „Junge Frau“, sagt er *hi,hi,hi…dankedafür. Also „Junge Frau wir wollen hier in Ruhe unsere Mittagspause verbringen – IST DAS WOHL MÖGLICH? Finley fegte gerade mit Stock Nr. 4 heran und haute dem Übungsleiter das Stockende in die Kniekehlen.

Tja schau’n wir mal dachte ich: Kann man auf der Landebahn des Hamburger Flughafens frühstücken, auf der A1 Rollschuhfahren, unter Wasser steppen…? Laut sage ich: „Junger Mann“ *hi,hi,hi…Retourkutsche. Also: „Junger Mann, das hier, ist ein geprüfter SchwesternPflege-Retriever und er ist gerade im Einsatz. Offensichtlich wittert er Handlungsbedarf.“

Rentner-Gejohle im Hintergrund: „Ach Herbert, bleib mal locker!“; „Genau, Du Spaßverderber… der ist doch so süss.“; „Hundiiii wir haben noch mehr Stockiiiis!“ Finley raste bei dem Wort „Hundi“ sofort los. Zeitgleich stapfte der Übungsleiter resignierend zu seiner Gruppe zurück. Finley lag inzwischen völlig erschöpft neben dem Stöckchen-Haufen. Ich sammelte seine Beute zusammen und bedankte mich bei der Herz-Kreislauf-Truppe für ihre Toleranz und das 1A Apportiertraining mit meinem Hund.

 

Schöne Aussichten, Du und ich gegen den Rest der Welt *HerzchenHerzchen

 

Finley scheint jetzt, mit der Doppeleins im Kreuz, im zweiten Frühling zu sein.  Jede Minute seines Tages scheint er sich zu fragen, wie er die verbleibende Zeit in vollen Zügen auskosten könnte. Also was machen, ältere Herren, die aufgrund abklingender Sehkraft glauben, sie seien noch so knackig, wie der muskelbepackte Jungrüde von nebenan? Richtig, sie schießen manchmal übers Ziel hinaus.

Nichts scheint so wichtig, wie jung und dynamisch zu erscheinen. Da kann es schon mal vorkommen, dass es abends ein wenig im Knie knirscht oder im Kreuz knackst. Aber das wird dann ganz charmant überspielt. Ein wenig schmusiger ist er geworden, mein Bärchen. Ich genieße das in vollen Zügen. Da liegt er nun auf seinem ersten orthopädischen Kissen und träumt. Seine Pfötchen machen Laufbewegungen im Schlaf – oder buddelt er etwa … er schnarcht und grunzt zufrieden vor sich hin. Na da muss ich wohl mal den Garten inspizieren … *nichtaufregenBirgitnichtaufregen

Zickenkrieg in den Kommentarspalten

 

 

Das neue Jahr ist noch ganz jung und schon habe ich virtuell den ersten Ärger am Hals. Eigentlich wollte ich es ganz gemütlich angehen lassen und postete deshalb Teil 1 und Teil 2 meines Läufigkeitsreports, in meine Facebook-Timeline und in meine Hundegruppen.

Ich machte das auch, weil dieses Thema betreffend, gerade wieder eine gewisse Aktualität bestand. Denn die in unserem Vorstadtwald herumschwirrenden Ferromone, lassen meinen Rüden abgehen, wie eine verspätete Silvesterrakete. Nur um es ganz deutlich zu machen, es handelte sich um humoristisch geschriebene Texte, ohne erzieherischen Hintergrund, harmlose Erfahrungsberichte, ohne missionarischen Drive.

 

Es wurde gelacht, mit einer Ausnahme

 

In fast allen Gruppen kamen die Texte auch so an, wie ich sie gemeint hatte – fast. Als ich den ersten Text beinahe schon wieder vergessen hatte, meldeten drei Frauen in einer meiner Spaniel-Gruppen Protest an. Man könne über diese Texte nicht lachen, es sei ohnehin alles gelogen, denn ihre Hunde hätten mit Läufigkeiten, weder der eigenen, noch mit denen von anderen Hunden, irgendwelche Probleme.

 

Congratulations

 

Nun bin ich ja eine Verfechterin von Meinungsfreiheit und finde, wenn jemand nicht lachen will oder kann, muss man ihn ja nicht dazu zwingen. Es ist ja, das weiß jeder Schreiber, immer Geschmacksache. Und wenn jemand mit Hunden zusammenlebt deren Fähigkeiten zur Impulskontrolle, Lassie, Idefix und Tim und Struppi, vor Neid erblassen lassen, dann sage ich herzlichen Glückwunsch, es sei Euch gegönnt, Horrido die Waldfee, oder was man in Waidmannsspanielhausen sonst noch so an Begeisterungsrufen ausstößt. Ich mache es kurz. Ich habe die Beschwerden unkommentiert so stehen lassen, über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Inzwischen waren auch ein paar sehr nette und positive Kommentare dazu gekommen und ich hatte schon das Gefühl, ich hätte es ausgestanden.

 

Haten bis zur emotionsflexiblen Frustrationsgrenze

 

Ob es nun die positiven Kommentare waren oder die Tatsache, dass ich auf die Negativen nicht geantwortet hatte, eine falsche Medikamenteneinnahme, oder alles in Kombination. Wer weiß das schon? Jedenfalls schienen die Negativ-KommentatorInnen in Rage geraten zu sein. Zur Verdeutlichung des irrational hohen Erregungszustandes der Probandinnen, habe ich alles in der originalen Wortwahl und Schreibweise belassen.

 

Näschen hoch und … Leberwurstbrot …

 

Madame Hochzuroß schrieb: „Maßlos übertrieben … keiner meiner drei Rüden benimmt sich derart … wenn ich möchte, dass wir irgendwo vorbei gehen, dann gehen wir da vorbei egal ob läufige Hünden oder Leberwurstbrot.“ Hierzu kann ich nur entgegnen, ich weiß, dass es solche Rüden gibt. Ich schreibe bloß nicht über sie. Welche Bedeutung das Leberwurstbrot für die Schreiberin hier hatte? Ich habe absolut keine Ahnung!

 

Auf Ideen kommen die

 

Sofort fand Madame Hochzuroß eine Unterstützerin. Lady Sidekick schreibt: „Es ist vor allem schlecht geschrieben – in einem Ton, dass man dauernd Productplacement erwartet. *Bruhaaa-Emoji Nun frage ich mich ja, um welches Produkt es sich, in der offenbar nicht zu bremsenden Fantasie von Lady Sidekick, wohl handeln könnte, dass ich ihrer Meinung nach, in meinem Spaßtext hätte platzieren können. Die Pille danach, den Womenizer Premium für ein Halleluja, Amorelie für Caniden? Hach, wer das weiß schon.

 

So ein Plausch unter Fachleuten…

 

Schon steht die Nächste, in heller Aufregung, bereit. DeOranje schreibt: „Echt? *Staun-Emoji, 4x *Bruhaaa-Emoji so haben meine rüde nsich nog nicht mal benommen wen eine unseren mädels laufig waren, sieht aus das da eine gute hundetrainer mit den hund arbeiten muss“ Hey, dachte ich bei mir – sie hat sich meine Seite angesehen und weiß, was ich beruflich mache, wie nett von ihr und antwortete humorvoll: „Supertipp, danke.“ Und schob noch vier Bruhaaa-Emojis hinterher, um zu demonstrieren, dass ich so ein bisschen Frotzelei gut abfangen kann. Sie antwortete mit *Grinse-Emoji und *Heiligenschein-Emoji. Alles gut, dachte ich bei mir und hielt die Füße … äh, die Schreibhand still.

 

Kommentare in Kauderwelsch

 

Aber offensichtlich war es nicht genug, denn DeOranje keilte nach: „Tsja nicht jeder hundentrainer kann alles gut tun, und wen ich dies lesevwird es zeit um eine kollege mal ans arbeit zu setzen *Heiligenschein-Emoji muss sagen das wen ich eine suche und liese dies ich schnell auf die suche nach eine andere gehe“ Nun ja, ich gebe zu, inzwischen nervte DeOranje ein bisschen, etwa so, wie zu viele Löcher im Käse. Ich liebe meine Sprache und wenn dieser Absatz das ist, was sie auf Deutsch liefern konnte, dann war es ja nicht verwunderlich, dass sie meinen Humor nicht verstand. Ich akzeptierte, dass Sprachbarrieren nicht immer überwunden werden konnten, und hoffte, dass es nicht noch schlimmer werden würde.

 

ANARCHIE … Kastrationswelle und Verunsicherung

 

Inzwischen meldete sich eine weitere Kritikerin. Frau MarxEngels merkte an: „Kommt mir maßlos übertrieben vor. In mehreren Jahrzehnten Hundehaltung intakter Tiere beiderlei Geschlechts ist es mir noch nicht passiert, dass jemand seine läufige Hündin unangeleint einen meiner Rüden hätte anrempeln lassen, oder dass jemand seine läufige Hündin unter blödsinnigen Kommentaren extra zu uns hingeführt hätte. Und wie ‚DeOranje‘ *ahamankenntsich schon schrieb, selbst mit einer läufigen Hündin im eigenen Haushalt kam es nicht zu solchen tragischen Szenen seitens meiner Rüden. Solche überzogenen Berichte treiben lediglich unsichere HalterInnen dazu, ihre Hunde vorsichtshalber übereilt kastrieren zu lassen, weil sonst Anarchie herrschen könnte ..^^“

 

Das kann man doch nicht ernst nehmen

 

Es ging nicht anders, ich rollte mit den Augen und unterstrich meine Einstellung mit einem inhaltlich passenden GIF. Ich wollte mich ja nicht an den Worten ‚übertrieben‘ und ‚überzogen‘ aufhängen … ABER es schien mir fast so, in Frau MarxEngels hatte ich diesbezüglich meine Meisterin gefunden. Diese Weltuntergangsposts sind übrigens meine Favoriten. Das muss man sich mal bildlich vorstellen. Vermeintlich unsichere Hundehalterinnen treibt es, wie die Zombies aus The Walking Dead, in Scharen auf die Straße. Sie stürmen die örtlichen Tierarztpraxen, Sabber läuft aus ihren Mundwinkeln und mit rauer Stimme krächzen sie dem Tierarzt ein verzweifeltes „Schneid‘ sie ab“ zu. Und das alles nur, weil ich eine lustige Geschichte geschrieben hatte. Mann, bin ich gut.

 

Was ist am Augenrollen mißzuverstehen?

 

Das von mir gepostete GIF *ichbinauchnureinmensch erregte offensichtlich Unmut. Madame Hochzuroß mischte sich wieder ein und fragte: „Es ist Satire oder ein Witz und wir sind alle zu doof um es zu verstehen?“ Am liebsten hätte ich an dieser Stelle laut „Jaaa, himmelarsch, jetzt hat sie’s“ gerufen, aber ich heiße ja nicht Dr. Dolittle und wollte die Situation auch eher deeskalieren. Dazu kam ich aber gar nicht, denn DeOranje hatte auch noch etwas beizutragen: „ich denke die meint das wir doof sind und sie ‚die die alles weis‘“ *Schiel-Emoji

 

Isch kann auch zickig

 

Inzwischen war mein Geduldspegel unter Normalnull gerutscht und ich antwortete: „DIE macht sich lange nicht so viele Gedanken über Euch, wie Ihr augenscheinlich selber. DIE kann es prima aushalten, wenn jemand ihre Texte nicht versteht oder nicht mag oder was auch immer, ist schließlich Geschmacksache. Aber DIE nimmt sich das Recht heraus, bestimmte Kommentare, die weit über das Ziel hinausschießen, auch nicht zu mögen, ist nämlich auch Geschmackssache.“

 

Mein rechter Platz ist frei, ich wünsche mir ein Hirn herbei

(Kindergarten-Abzählreim)

 

DeOranje schrieb daraufhin, vielleicht hatte sie aber auch nur ihren Hamster über die Tastatur laufen lassen: „Arme menschen die meine vernuftig geholfen zu werden das was du hier macht sagt genügend über dich niveau kindergarten nicht entstiegen … jetzt begreife wo das gemurmel über läufige hündinnen her komt und deine hund nicht vernunftig führen kanst *Triumph-Emoji

Na, nun hatte sie es mir aber richtig gegeben. Wenn Menschen mit so großen Handicaps zu kämpfen haben, wie DeOranje, sollte man nicht noch Salz in die Wunde streuen, dachte ich bei mir. Ausgehend von meiner Vermutung, dass ich es mit einer Niederländerin zu tun hatte, kramte ich mein lang verschüttetes Holländisch aus dem Gedächtnisspeicher und schrieb: „Raak niet zo overstuur, dat is ongezond. Beter zo?“ Was frei übersetzt bedeutet, „Komm mal wieder runter, sonst platzt Dir noch die Halsschlagader. Besser so?“ Danach hatte ich meine Ruhe.

 

Tief durchatmen, Krönchen richten, weiter schreiben

 

Was mache ich nun in dieser Gruppe. Ich habe eine Nacht überlegt. Heute Morgen habe ich dann meinen Läufigkeitsreport Teil 3 dort gepostet. Denn ich hatte dort auch Leser, die Spaß an meinen Texten hatten. Und mal ehrlich, die Kritikerfraktion weiß jetzt ja, dass sie meine Texte nicht mag. Also bitte, einfach weiter scrollen. 4*Zwinker-Emojis, 5 *Winke-Emojis

 

Der Stein des Anstosses

 

Für diejenigen, die sie noch nicht gelesen haben. Um diese Texte kreiste der ganze ‚Zauber.

Läufigkeit-Report Teil 1 oder Spießrutenlauf durch die Vorstadtwälder

Läufigkeits-Report Teil 2 oder Minou und die freie Liebe

Läufigkeits-Report Teil 3 oder wie alles begann

 

 

 

 

 

 

 

 

Onkel Herbert kommt … mein Staubsauger im Abschlusstest

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Der Aqua+ Pet & Familiy, zieht jetzt fest bei uns ein

 

 

Die Feiertage sind nun vorbei und die Aufräumarbeiten beginnen. Wir hatten Onkel und Tanten zu Besuch, was meinem neuen Staubsauger, dem Aqua+ Pet & Family von der Firma THOMAS, einen Rund-um-die-Uhr-Einsatz bescherte.

 

Der Langzeittest verlief erfolgreich

 

Ihr erinnert euch vielleicht. Unser alter Sauger hatte sich davon gemacht und genießt jetzt seine Rente in einer kubanischen Tanzbar bei einem Cuba libre mit Pappschirmchen und Annanas. Seit einem Jahr habe ich einen Jüngeren an meiner Seite oder sollte ich sagen, im Besenschrank versteckt. Als Frau über 50 gönnt man sich ja sonst nix.

Soviel kann ich schon mal vorwegnehmen. Nach der Abiturfeier meiner Tochter im Sommer (lest mal HIER), ist das Weihnachtsfest wohl die größte familiäre Herausforderung, der ich meinen neuen Hausfreund aussetzen konnte. Wenn meine Mutter und die Geschwister meines Vaters kommen, dann ist das wie eine feindliche Übernahme. Ich verhalte mich möglichst still in meinem eigenen Haus, hoffe darauf, alles perfekt vorbereitet zu haben und bereite mich innerlich mit viel Toleranz und viel Schnaps, auf die alljährliche Festrezension meiner Tante Hilda vor.

 

Die Spiele können beginnen…

 

Nachdem es an der Tür geklingelt hat, machte ich auf und wurde von meiner Tante Thorwalde mit den Worten, „ihr habt ja immer noch diese hässliche Eingangstür, Birgit“, begrüßt. Danach drückte sie mir einen ihrer berüchtigten, Sabberschmatzer zwischen Nase und Wange und presste mich an die einschüchternd wogende Brust. ES hatte begonnen.

Das Familienfest oder wie meine Cousinen und ich es nannten, Onkel Herberts Krümelfestival. Mein Onkel Herbert ist eine Seele von Mensch, er redet gerne über alte Zeiten, ist sehr belesen und kann deshalb bei vielen aktuellen Themen mitreden. Aber Onkel Herbert ist auch ein Mann mit großem Appetit. Er isst für sein Leben gern, insbesondere Kuchen und Kekse haben es ihm angetan. Weil er aber beides gleichzeitig macht, reden und knabbern, fallen schon mal ein paar Krümel auf den Boden und neben seinen Teller. Und weil es der Onkel Herbert gerne sauber auf dem Tisch hat, fegt er die Krumen mit einer lässigen Handbewegung auch noch auf den Fußboden.

 

Uromi, du fehlst … immer und überall

 

Als meine seelige Urgroßmutter noch lebte und mit uns am Tisch saß, gab es ja noch jemanden, der sich traute Onkel Herbert anzumahnen: „Junge, halt den Teller unter den Mund, wi wüllt keen Swienkrom op’n Boden!“ Aber heute nehmen wir es einfach hin, dass wir durch ein Meer von Überresten waten müssen, die unter unseren Sohlen knirscht wie der Sand am Nordseestrand.

 

Ich übe mich in Gelassenheit, was sind schon klebrige Böden

 

Dieses Jahr habe ich das alles ganz locker gesehen. Ich hatte ja meinen neuen Sauger im Schrank. Sogar die Linzer Törtchen und die von Himbeermarmelade klebrigen Fragmente die Onkel Herbert, bei seinen Ausführungen über die allgemeine politische Lage, um sich herum verteilte, konnten mich nicht aus der Reserve locken.

Die groben Brösel entfernte ich mit der Trockensaugfunktion des Aqua+ Pet & Family. Und für die Teilchen, die hartnäckig am Parkett kleben blieben, habe ich meinen Sauger schnell auf die Waschsaugfunktion umgerüstet. Ich befüllte den Frischwassertank und fügte das THOMAS Reinigungskonzentrat in der vorgeschriebenen Menge hinzu. Dann ging es los.

 

Funktional und leicht zu warten

 

Der Aquafilter im Sauger darf beim Waschsaugen nicht mit Wasser befüllt werden. Er fängt später das Schmutzwasser und die ganzen Verunreinigungen auf. Der neu entwickelte Aquafilter besteht aus einem Schmutzwasserbehälter, einem zweiteiligen Filterdeckel und einem Ansaugfilter. Staubpartikel, Tierhaare und gröbere Verschmutzungen werden aufgesogen und gebunden. So werden auch unangenehm riechende Geruchsstoffe im Filtersystem aufgefangen und können nicht mehr in die Raumluft entweichen. Der Filter verbessert so die Raumluft. Die Firma Thomas nennt das Frischesaugen. Das ist nicht nur ein Gewinn für Hausstauballergiker wie mich, sondern hat in diesem speziellen Fall auch einen Großteil der Küchengerüche eliminiert.

 

Für Allergiker geeignet

 

Die Deutsche Haut- und Allergie e. V. hat diesen entscheidenden Vorteil für Allergiker bestätigt und empfiehlt den Aqua+ Pet & Family für Allergiker: „Der hohe Abscheidegrad von Allergenen im Wasserfilter des Gerätes – eine Leistung, die zudem auch für frischere Raumluft sorgt. Eine Empfehlung, der Sie vertrauen können – wenn Sie auf der Suche nach einem leistungsfähigen Staubsauger sind, der bei Allergien für saubere Luft sorgen kann.“

 

Sogar die Tanten mochten ihn

 

Das Schöne war, dass mein Saugen die Gespräche nicht unterbrochen hat, so leise summt mein Neuer. Und durch die Frischesaugfunktion, bleibt die Luft im Raum klar und frisch.

Den Staubsauger fanden sogar die Tanten gut. Einer Langzeitbeziehung steht somit nichts mehr im Weg. Nachdem Tante Hilda mir noch ein paar organisatorische Tipps fürs nächste Familienfest auflistete: „Weißt Du, beim nächsten Mal machst du einfach etwas mehr. Fisch, Fleisch, Geflügel, so ist für jeden etwas dabei und keiner fühlt sich vernachlässigt. Ich komme das nächste Mal gerne etwas früher vorbei, um dir unter die Arme zu greifen.“

 

Nächstes Jahr sehen wir uns wieder – woanders

 

Ich unterdrückte die aufkommende Beklemmung, die mich bei diesem Gedanken beschlich und lächelte sie müde an. Am Ende des Fests hatte meine Mutter mir wie immer angeboten mal ihre Putzfrau vorbeizuschicken, was wie immer nie passieren wird. Tante Thorwalde empfahl mir beim Rausgehen, mit einem letzten Blick auf meine Haustür ihren Tischler in Hinterwutzelhausen: „Da musst du was machen lassen, Kind, diese Tür…“ Ich stammelte etwas von Hochsicherheitsbeschlägen, Panzerglas und dass der Kripobeamte, der unser Haus beim Kauf überprüft hatte, gesagt hatte, dass ich diese Tür niemals nicht auswechseln solle. Doch meine Ausführungen verhallten ungehört. Etwa 15 Minuten nachdem alle gegangen waren, bekam ich eine SMS von Tante Thorwalde: „Polizei weiß auch nicht alles. Mein Tischler heißt, Holzner und wohnt …“ Ich rollte mit den Augen und legte mich hin. Wie gut, dass meine Cousine nächstes Jahr an der Reihe ist, für das Familien-Weihnachtsfest zu sorgen. Tante Thorwalde findet ihr Gäste-WC übrigens ganz schrecklich….

 

Zum Abschluss noch ein Lesetipp

 

Wenn Ihr Lust habt, dann schaut doch auch einmal auf die Haustierratgeberseite der Firma THOMAS. Hier findet Ihr viele Tipps zur Haltung von Hunden und Katzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Probezeit bestanden, Festanstellung winkt

 

 

Ruhe liebe Seele, ruhe sanft …

Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande, als flöge sie nach Haus.

(Joseph von Eichendorff)

 

 

 

Einen Tag vor Weihnachten, am späten Abend, bekamen Finley und ich eine sehr traurige Nachricht. Unser Freund Jovi hat uns verlassen. Er wurde 17 biblische Jahre alt und wird in meinem Herzen immer einen besonderen Platz einnehmen.

Als Jovi vor ein paar Jahren zwei Hauseingänge weiter einzog, hat er uns eine ganze Familie mitgebracht. Zwischen uns Menschen stimmte die Chemie und auch unsere Rüden hatten schnell akzeptiert, dass sie sich ihr Revier mit dem ernst zu nehmenden Charakterrüden von nebenan teilen müssen.

 

Sie haben sich respektiert

 

Anfänglich hatte ich mir Sorgen gemacht, wie es wohl werden würde, wenn unsere beiden Rüden sich begegnen oder wenn sie sich hinten im Garten durch die Zäune und Hecken beobachten könnten. Im Ergebnis sah es so aus. Sie wurden nicht gerade dicke Freunde aber sie gingen respektvoll miteinander um.

 

Wir wurden Freunde

 

Wenn ich ehrlich bin, war ich wohl diejenige, die sich mit Jovi anfreundete. Er war eine echte Hundepersönlichkeit, ein gestandener Kerl, der wusste wer er ist, selbstbewusst aber mit einem Herzen aus Gold. Und er brachte mich immer wieder zum Lachen.

Ab und zu, wenn sein Frauchen und Herrchen auf den Swutsch gingen, kümmerte ich mich um den alten Herrn. „Geh niemals ohne seinen Ball los“, sagte mir sein Frauchen, „er geht keinen Schritt ohne seinen Ball.“ Öhm ja also …

 

Ich bin ja lernfähig…

 

Ich legte Jovi eine lange Leine an, griff nach seinem Ball und hoffte, er würde nun die fünf Stufen von seiner Haustür zu mir auf den Weg herunterkommen.

Denkste Püppi, dachte Jovi und sah mich sehr eindringlich an. Wozu hast du den Ball in der Hand, schien sein Blick zu fragen. Mach was! Also rollte ich den Ball in Richtung Gassirundenweg … ich bin ja lernfähig … und siehe da, der gnädige Herr stieg gemächlich herab, zu seiner jetzt wohlkonditionierten Nachbarin. Und los gings.

 

Mach das mal selber, Birgit

 

Genaugenommen bedeutete das, Jovi ging drei Schritte, schnupperte, machte mal hier, mal da ein Häufchen und ich … ich rollte den Ball. Irgendwann hatte Jovi dann beschlossen, dass der Ball nun auch nicht die Lösung aller Probleme sein könne. Nach meinem nächsten Wurf, ging er zum Ball sah ihn an, sah mich an und ging weiter. Sein Blick hatte etwas Aufmunterndes gehabt. „Komm Birgit, das schaffst Du doch auch selber, hmmm, schien er zu sagen. Also hob ich den Ball selber auf. Danach habe ich den Ball nie wieder mitgenommen … ich bin ja schließlich lernfähig.

 

Jovi, der Routenplaner

 

In der nächsten Lektion, die Jovi mich lernen ließ, machte er mir klar, dass er und nur er die Richtung und die Länge seiner Gassirunden bestimmte. Wir liefen von Baum zu Baum, Jovi schnupperte und machte mal hier und mal da ein Häufchen … dann beschloss er, dass es nun genug sei. Mein Gefühl sagte mir etwas anderes, denn ich konnte unsere Häuser noch sehen. Würden wir jetzt umdrehen, hätte ich ein gaaanz schlechtes Gewissen seinen Besitzern gegenüber.

Also versuchte ich ihn zu motivieren, noch ein Stückchen und noooch ein Stückchen und noooch ein … hallohooo, guck mich doch mal an du Brummbär!

Er bewegte sich keinen Millimeter mehr. Mehr noch, er saß mit dem Rücken zu mir, die Schnauze in Richtung Heimat und warf mir wieder einen seiner vielsagenden Blicke zu. „Du wirst es schon verstehen … da lang … jetzt!“ Und ich verstand … ich bin ja schließlich lernfähig…

 

Kamikaze-Otto, der gemeinsame Feind

 

Dafür war er dann auch mein zuverlässigster Verteidiger gegen unseren gemeinsamen Feind, den Besetzer unserer drei Eichen, Kamikaze-Otto. Ihr erinnert euch ja sicherlich an unser Agro-Eichhörnchen (lest mal HIER).  Ihm hat Jovi jedes Mal auf eindrucksvolle Weise gezeigt, dass man sich mit einem 16 Jahre alten Rüden besser nicht anlegt.

Ich tue mich ein bisschen schwer mit der Vorstellung, dass unser handfester Jovi über so etwas, wie eine kitschige Regenbogenbrücke gegangen ist, um seine letzte Ruhe zu finden. Mir gefällt die Vorstellung, dass er in die ewigen Jagdgründe eingegangen ist, und dort freche Eichhörnchen jagt, viel besser.

Mach‘ es gut Jovi, mein charmanter, lieber Freund.

 

 

 

 

Gassirunde mit Sonja und Walk your Dogs

+++unbezahlte Werbung wegen Namensnennung+++

 

 

Wenn Finley Tagebuch schreiben würde, dann hätte er den Spaziergang am Mittwoch sicherlich in der Kategorie „Mein schönstes Erlebnis“ eingetragen. Wir haben uns mit Sonja und einer ihrer Gassigruppen getroffen. Sonja (Klick den Namen) arbeitet bei uns in der Vorstadt als Dogwalkerin und kennt hier die schönsten Strecken, auch die Pfade, auf denen sonst keiner läuft.Als wir uns verabredeten, gingen wir davon aus, dass Finley nur Damengesellschaft bekommen würde. Kurz vor unserem Treffen schrieb mir Sonja: „Ich habe kurzfristig einen jungen Rüden dazu bekommen, Bernersennenhund, 20 Monate, Sturm und Drang und so. Geht das für Euch?“

Ich überlegte kurz, ein Rüde in der Pubertät, das kann so oder so laufen und schrieb zurück: „Wir probieren das aus und wenn es mir zu ruppig wird, dann gehen Finley und ich in die andere Richtung.“

 

Treffpunkt Friedhof – ein gutes Omen

 

Wir trafen uns auf dem Parkplatz vor dem Friedhof, die Hunde beschnupperten sich kurz und außer großer Neugier zeigten sich zwischen unseren Rüden keine Emotionen. Geht doch dachte ich und steuerte mit meinem Dicken das nahegelegene Waldstück an. Sonja folgte mit ihrer Truppe. Da waren Zoeh, ihre Ratonero-Hündin, Paula eine blonde Labradorhündin, die Finley sofort ins Herz schloss und Melvin der Bernersennenhund.

Im Wald gingen unsere Hunde sofort auf Schnuppertour. Zoeh lief, wie immer schon mal vor und sondierte das Gelände. Labbidame Paula schnupperte, die Nase stets am Boden, links, rechts, geradeaus, also überall. Finley schnupperte vorzugsweise an Paula, das war wohl Liebe auf den ersten Blick. Und Melvin schnupperte mal hier mal da, an Finley und an den Stellen, an denen Finley vorher mal nachgelesen hatte, außer an Paula – schlauer Junge.

 

 

Da es ein milder Tag war gingen wir auch am Bachlauf entlang, unsere Hunde gingen schwimmen. Ich beobachtete mit wachsender Begeisterung wie entspannt Melvin und Finley mit einander umgingen, sie mochten sich, das war deutlich zu sehen. Der große Altersunterschied war da sicherlich hilfreich, eine Konkurrenzsituation entstand gar nicht erst. Finley war der erfahrende Erwachsene, der dem Jungspund ein paar interessante Ecken zeigte. Die Kommunikation zwischen den Beiden lief reibungslos.

 

 

Auf dem Rückweg gaben uns Finley und Paula noch eine retrievertypische Einlage zum Besten. Wir liefen an der Rückseite einiger an den Wald grenzenden Grundstücke entlang. In den Gärten liefen ein paar Hühner frei herum. Das freut das Retrieverherz. Finley und Paula müssen sich gefühlt haben, als stünden sie vor der Weihnachtsauslage ihres Lieblingsfutterhandels. Mit Mühe und Überredungskunst überzeugten wir die Zwei zum Weitergehen.

Aber wenn man Finley kennt, weiß man, die Strafe folgt auf dem Fuße. Paula und er streiften zusammen durch den Knick und fingen an zu graben, zu graben und zu graben… Zwischendurch fraßen sie dann etwas, von dem ich gar nicht wissen wollte, was es war. Da half dieses Mal kein gutes Zureden, das Was-immer-es-war wurde verschlungen und ich sah mich in Gedanken zuhause schon den Boden feudeln, denn Finley behielt selten bei sich, was er unterwegs aufschnappte. Danke auch, du Nase.

 

Ein alter Mann ist kein D-Zug mehr

 

So langsam, wir waren aber schon auf dem Rückweg, merkte ich, dass Finley etwas müder wurde. Er wird eben doch schon 11 Jahre alt im Februar. Er blieb näher bei mir. Die Müdigkeit hinderte ihn aber nicht daran, zwischendurch noch mal einen tiefen Atemzug „Eau de Paula“ einzuatmen, der Schwerenöter. Paula hingegen befand, dass es nun genug sei und sagte Finley deutlich, er solle jetzt mal ihren Tanzabstand waren. Mein Dicker gab nach, er war schon viel zu erschöpft, um zu widersprechen.

Am Parkplatz verabschiedeten wir uns von unseren neuen Freunden. Wir werden sicherlich öfter mit dieser Truppe unterwegs sein. Finley hatte Gelegenheit zu zeigen, dass er ein souveräner Rüde geworden ist und dass er in der Lage ist, Toleranz für die Jungen aufzubringen. Und Melvin, in den ich mich ganz spontan verguckt habe, hat gezeigt, dass er sich einem älteren, erfahrenen Rüden ganz entspannt unterordnen kann.

 

Patschnass und süsse Träume

 

Als wir zu Hause ankamen, musste ich Finley erst einmal eine kleine Dusche verpassen. Schleichpfade haben es nämlich an sich, dass ihre ausgetretenen Pfade morastig und matschig sind. Ich hoffe Finley hat noch etwas von dem Erdreich dort gelassen. Während ich mein Bärchen abtrocknete, massierte ich im die müden Glieder und danach legte er sich auf sein Kissen und schlief ein paar Stunden tief und fest. Er war sogar zu müde zu futtern. Im Schlaf bewegten sich die Pfötchen, er gab leise Seufzer und Fieper von sich, ich bin sicher, er hatte einen schönen Traum. Ach übrigens, meine Feudel konnte ich im Schrank stehen lassen…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Prosit Neujahr – meine Neujahrskolumne

+++Werbung in eigener Sache+++

 

 

Am 14. Dezember ist es wieder soweit, die neue HundeWelt liegt für Euch am Kiosk bereit. Die erste Ausgabe für das neue Jahr hält viele Überraschungen für Euch bereit. Dieses Mal lohnt es sich, besonders schnell zu sein, denn auf der Seite 7 gibt es unter den ersten 1000 Einsendern fünf Mal einen Schlemmerblock von Gutscheinbuch.de zu gewinnen.

Ich werfe für Euch einen humorvollen Blick auf das Leben mit meinem Hund und berichte dort über Alltagssituationen, die jeder Hundehalter schon irgendwie einmal erlebt hat oder aber erleben wird. Und zwar auch dann, wenn er heute noch nicht daran glauben kann, dass ihm mal so etwas passieren könnte.

Jede meiner Geschichten enthält das berühmte Quäntchen Wahrheit, einen Lösungsvorschlag, einen Paukenschlag, eine ordentliche Portion Selbstironie und manchmal auch etwas Versöhnliches.

Meine Kolumne findet ihr auf der Seite 10. Finley und ich haben inzwischen unsere Strategien entwickelt, wie wir den Silvesterstress umgehen können. Finley und ich berichten von Frau Nörgels Enkeln, bengalischen Feuern und der Rache eines Retrievers.

Die Texte in der HundeWelt findet Ihr so nicht auf meinem Blog, den ich natürlich nach Kräften weiter betreiben werde. Also, wenn Ihr meine Geschichten mögt, dann schaut doch mal hinein in das Magazin.  Es wird sich lohnen, das kann ich versprechen –  nicht nur wegen meiner Glosse …

 

 

Reise durch das Hundeleben

Vom Welpen zum Senior

 

 

Ich habe eine Reise gemacht. Finley und ich haben uns erinnert, wie das war, als er bei uns einzog und unsere kleine Vorstadtwelt total auf den Kopf stellte. Sophie Strodtbeck hat uns mit ihrem Buch „Die Reise durch das Hundeleben – Vom Welpen zum Senior“ zu dieser Exkursion animiert. Wenn es dieses Buch damals schon gegeben hätte, hätte ich es bestimmt in den Koffer gepackt.

 

Sachbuch mit unterhaltenden Geschichten

 

Dieses Buch ist eine gelungene Mischung aus Erfahrungsbericht, Sachbuch und unterhaltenden Hundegeschichten. Die Autorin begleitet uns chronologisch durch die verschiedenen Stationen des Hundelebens, füttert uns ganz unauffällig mit wichtigem Wissen und untermalt diese Informationen mit Geschichten von ihren eigenen Hunden, die mich immer wieder schmunzeln lassen.

 

Auch unangenehme Themen werden behandelt

 

Sophie behandelt die wichtigsten Lebensstationen, wie die Welpenzeit, die Pubertät, die bekanntermaßen bei Finley ja eine besonders herausragende Rolle gespielt hat, und auch die Folgen des fortschreitenden Alters. Sie erklärt, klärt auf und das alles ohne erhobenen Zeigefinger, ganz entspannt. Auch die Themen Tod und Abschied spart Sophie nicht aus. Gerade über diese beiden Themen schreibt sie sehr einfühlsam und ehrlich. Es ist, wie ich finde, das persönlichste Kapitel im Buch.

 

Sophies Fotos sind es alleine schon wert

 

Besonders erwähnenswert sind mal wieder die Fotos, mit denen dieses Buch bebildert wurde. Sie bezeichnet die Fotografie als eine ihrer Leidenschaften und das merkt man den Bildern auch an. Jedes Foto erzählt eine ganz individuelle Geschichte und weckt Emotionen im Betrachter. Für mich, zählen ihre Bilder zu den Schönsten, die ich in der Hundewelt bisher gesehen habe.

Da ich ja schon Sophies Buch „Beagle  Geschichte Haltung Erziehung Beschäftigung“ hier auf dem Blog rezensiert habe, brauche ich sie euch ja nicht mehr vorzustellen. Deshalb habe ich Sophie interviewt, damit ihr sie besser kennenlernen könnt. Die Rezension zum Beagle-Buch findet ihr HIER.

 

Interview mit Sophie Strodtbeck

 

Goodfellows: Welches war Dein schönster Moment im Jahr 2019? Oder gab es sogar zwei?

 

Sophie Strodtbeck: Es gab zum Glück ganz viele! Die meisten davon hatten mit dem ersten Kaffee in der Früh vor dem Pössl zu tun. Oder gibt es wirklich schöneres, als in der Früh zB direkt am Strand den ersten Kaffee zu trinken, aufs Meer zu schauen und vier Hunde glücklich um sich herum springen zu haben? Es sind so oft die kleinen Dinge… oder die kleinen Hunde! 😉

 

Goodfellows: Welches Thema oder welche Fragestellung möchtest Du noch einmal erforschen?

Sophie Strodtbeck: Es gibt ganz Vieles, bei dem ich denke „das wäre aber spannend!“ oder „Ich bräuchte ein MRT“ 😀 Aber wenn wir ehrlich sind, ist der Zug mit der wissenschaftlichen Karriere längst abgefahren. Vielleicht mache ich mich Alter nochmal an eine Dissertation…

 

Goodfellows: Welches ist Deine schönste Kindheitserinnerung?

Sophie Strodtbeck: Auch da gibt es – zum Glück – viele! Die meisten haben auch mit Hunden zu tun…

 

Goodfellows: Gibt es in Deinem Haus ein Möbelstück, dass Du richtig peinlich findest, von dem Du Dich aber niemals trennen könntest?

Sophie Strodtbeck: Haha! Ja, ich besitze eine rosa Hundebox! In ihr wurde damals das Pü geliefert, und weil sie sie bis heute liebt, darf sie bleiben. Ansonsten habe ich mich tatsächlich von fast allem getrennt, was nur rumsteht, und versuche, mich nur mit schönen Dingen zu umgeben. Das Damenbart-tragende Ding ist ja zum Glück kein Möbel… 😉

 

Goodfellows: Was bedeutet das Wort Schicksal für Dich?

Sophie Strodtbeck: Gute Frage! Ich glaube jedenfalls, dass es keine Zufälle gibt und alles irgendwann einen Sinn ergibt – auch wenn wir diesen oft erst Jahre später erfahren.
Mit sogenannten Schicksalsschlägen kenne ich mich ja ganz gut aus, aber auch von denen hat jeder auch etwas Positives mitgebracht. So würde ich zB ohne „das Schicksal“ nicht das machen, was ich jetzt mache – und ich liebe meinen Job und möchte ihn gegen keinen anderen Job der Welt tauschen!

 

Goodfellows: Wie wirst Du Weihnachten feiern? Gibt es eine Tradition, an der Du festhältst?

Sophie Strodtbeck: Ja, meine Tradition ist es, Weihnachten zu ignorieren! Das findet der Beagle scheisse und hätte lieber eine fette Gans als Tradition…

 

Goodfellows: Bekommen Deine Hunde etwas zu Weihnachten?

Sophie Strodtbeck: Nein, die Armen! Wo ist der Tierschutz, wenn man ihn braucht?!
Dazu noch eine Geschichte, die sich an dieser Stelle anbietet, auch wenn ich mir damit bei den Weihnachtsfreaks keine Freunde mache:

Von Beagle-Mamas, Adventskalendern und Piranha-Zähnen

Tatort Facebook, Datum beliebig, Erstaunen groß.
Allmorgendlich, während meine „Kinderchen“ noch selig in ihren „Bettchen“ liegen, zeigt mir Facebook an, wer heute alles Geburtstag hat. Und jeden Morgen aufs Neue weigere ich mich, Lilly, Paul und Luna zu gratulieren. Stattdessen frage ich mich, ob sich Tyson-Friedrich oder Kira-Mia auch etwas wünschen dürfen, wenn sie alle Kerzen auf der Wienerle-bestückten Geburtstagstorte aus Hackfleisch auf einmal auspusten können? Und ob auch ihnen die Tränen der Rührung in die Augen steigen, wenn „Mama“ und „Papa“ sich bemüßigt fühlen, öffentlich kund zu tun, dass sie „unseren kleinen Liebling sehr, sehr lieben und ihm für das neue Lebensjahr alles erdenklich Gute wünschen“? Ich glaube nicht, denn bei den Kiras, Mias, Emmas und Pauls handelt es sich um die wohl erfolgreichsten Schmarotzer der Evolution: um Hunde. Während wir uns also freuen, wie süß sie sich auf unserem Kopfkissen zusammenrollen, genießen sie jedes einzelne Duftmolekül, das sich noch vom ausgiebigem Wälzen in Aas hinter ihren Ohren und eigentlich auch auf dem ganzen Rest ihres Adoniskörpers befindet. Und jetzt auch auf dem Kopfkissen. Aber das sind ja nur die Reste, der Großteil ist zum Glück schon auf der Couch abgefallen…
Zurück zu den öffentlichen Liebeserklärungen: ich gebe zu, dass ich mich zum Teil beim Lesen fremdschäme, und bin sicher, dass das der Großteil der Menschheit täte, wenn der Adressat kein Hund sondern ein Mensch wäre. Dem eigenen Partner werden solche Bekenntnisse aber zum Glück eher selten zuteil. Vermutlich bekommt er auch keine Geburtstagstorte, und wenn dann ist sie garantiert nicht so liebevoll dekoriert.
Bin ich eine Raben“mama“, weil meine „Kinderlein“ keine Geburtstagstorte bekommen? Werden sie deshalb gar in der Schule gemobbt? Als Hundekinder aus zerrütteten Verhältnissen und mit einer alleinerziehenden Hundemama haben sie vermutlich sowieso nichts zu lachen, und spätestens, seit sie ohne Schultüte zum ersten Tag in der Hundeschule gehen mussten, werden sie wahrscheinlich in der Pause verprügelt. Die Zustände in Hundeschulen werden ja auch immer schlimmer…
Das arme Pü hat ihren letzten Milchzahn, der unter Narkose gezogen wurde, in der Tierklinik gelassen, die Zahnfee kommt also bei uns, im Gegensatz zu so manch anderen Hundefamilien, auch nicht. Und nein, meine Hunde bekommen keinen Adventskalender, auch wenn man sich in diversen Chihuahua- und Beaglegruppen bereits jetzt schon Gedanken um die Füllung des selbigen macht (denn gesund soll es ja dann auch noch sein!), während ich seit Wochen einen großen Bogen um Supermärkte mache, um nicht bereits im Oktober mit all dem Weihnachtsgedöns konfrontiert zu werden. Apropos Weihnachten: Was schenkt Ihr Euren Hunden zum Fest? Und was kommt in den Napf? Gans mit Kloß? Oder doch der Rehrücken mit handgeschabten Spätzle? Während ich beschließe, Weihnachten auch dieses Jahr wieder zu ignorieren, packt Meier seine Köfferchen, um sich ein liebevolleres Zuhause zu suchen, eines mit Geschenken für Hunde, Weihnachtsessen und einem Baum, an dem er seine Markierarbeiten gemütlich im Warmen erledigen kann. Piccolo heult immer noch wegen der Schultüte, die er vor acht Jahren nicht bekommen hat. Und das Pü? Das sucht zwischen all den Aasduftmolekülen unterm Kopfkissen nach der Zahnfee. Oma Andra bekommt von all dem Drama nichts mit – sie ist auf dem Weg zum Seniorentanztee und hat zum Glück schon wieder vergessen, dass wir zum 15-Jährigen keine Kristallhochzeit feiern…

Ich gelobe Besserung und nehme mir vor, meinen nächsten Hund Paul zu nennen, weil ich dann ganze 8 x im Jahr Namenstag mit Torte, öffentlichen Liebeserklärungen und Namenstaggeschenken mit ihm feiern kann. Und mein nächstes Haustier wird entweder ein ostpazifischer Delfin mit großartigen 252 Zähnen oder ein Gürteltier mit immerhin sagenhaften 104 Zähnen. Denn die Zahnfee freut sich sicherlich auch über mein nach Aas stinkendes Kopfkissen. Das sollte als Buße doch reichen, oder?

PS: Natürlich soll das jeder so halten, wie er möchte! Es schadet ja keinem Hund, auch wenn ich das etwas befremdlich finde.

Goodfellows: Ich danke Sophie Strodtbeck dafür, dass sie sich trotz ihres ausgedehnten „Tourneeplans“ die Zeit genommen hat, meine Fragen auf so humorvolle Weise zu beantworten. Wow, gleich noch eine „Weihnachtsgeschichte“ extra.

Außerdem danke ich Annett Mirsberger, dass sie mir dieses tolle Foto von Sophie und ihren Hunden zur Verfügung gestellt hat. Fotografie ist eine Kunst und das beweist Annett täglich mit ihren Fotos. Wenn ihr mehr davon sehen wollt, schaut doch einmal HIER auf ihrer Website vorbei.

 

 

Reise durchs Hundeleben

Vom Welpen zum Senior

Autor: Sophie Strodtbeck

Verlag: Müller Rüschlikon Verlag

ISBN:978-3275020140

Preis: 19,95 Euro

 

 


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Meine Kolumne in der HundeWelt im Weihnachtsmonat Dezember

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Es ist wieder soweit! Klingelt euren Zeitungshändler aus dem Bett, die Dezemberausgabe der HundeWelt liegt bei ihm im Regal und will von euch gelesen werden! Ihr findet meine Kolumne auf Seite 10 dieser Ausgabe. Zum ersten Mal haben Finley und ich eine Schlagzeile auf der Titelseite bekommen – ich freue mich wie Bolle.

Ich werfe für Euch einen humorvollen Blick auf das Leben mit meinem Hund und berichte dort über Alltagssituationen, die jeder Hundehalter schon irgendwie einmal erlebt hat oder aber erleben wird. Und zwar auch dann, wenn er heute noch nicht daran glauben kann, dass ihm mal so etwas passieren könnte.

Jede meiner Geschichten enthält das berühmte Quäntchen Wahrheit, einen Lösungsvorschlag, einen Paukenschlag, eine ordentliche Portion Selbstironie und manchmal auch etwas Versöhnliches.

Im Dezember erzähle ich euch, warum unser Krippen-Jesus das erste Weihnachtsfest mit Finley fast nicht überstanden hat, und warum der Weihnachtsmann bei uns baden gegangen ist. 

Die Texte in der HundeWelt findet Ihr so nicht auf meinem Blog, den ich natürlich nach Kräften weiter betreiben werde. Also, wenn Ihr meine Geschichten mögt, dann schaut doch mal hinein in das Magazin.  Es wird sich lohnen, das kann ich versprechen –  nicht nur wegen meiner Glosse …