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Brautschau – Protestnote an Herrn Meier

 

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Der Herr Meier aus Oberimbach hat der holden Weiblichkeit schon eine Menge zu bieten. Er hat seine Vorzüge mal in einer Kontaktanzeige zusammengefasst – mit Charme und flotter Schreibe… *zwinker-emoticon

 

Pressebüro Strodtbeck:

 

Meier sucht Frau!

Johann Wolfgang von Klöten ist zu Schlappohren gekommen, dass diese Gruppe neben für ihn nervtötenden, da sinnlosen Antijagd- und grausamen Diätdiskussionen oder gar Angriffen auf die Männlichkeit der Herren nun auch praktische Lebenshilfe in Form von Beagleinnenvermittlungen anbietet („Singles, kann man das Essen?“). Zur Not tut es aber auch ein großer, stattlicher Rüde!
Nun sucht er auf diesem Wege sein Lebensglück.
Meier ist ein äusserst attraktives, sportlich-durchtrainiertes, stets gut gelauntes, intelligentes, verhaltensoriginelles Bild von einem Beagle, bekennender Macho, ein Rüde von Welt mit Sinn für Romantik, unwiderstehlichem Charme und flotter Schreibe (er zwingt mich, das so zu schreiben!). 
Als gut situierter Schnüffeljournalist ist er weithin bekannt für seinen ohrenzwinkernden Journalismus. Im Moment treibt er sich im Palast des türkischen Präsidenten herum und bemüht sich, eine der Harmensziegen für ein investigatives Interview zu gewinnen. 
Viel wichtiger als das Berufliche ist dem Herren aber seine Freizeit. Er nimmt gerne mal die ein oder andere Einladung zur Jagd an, liebt Gaumenfreuden – an die er allerdings keinen allzu hohen Anspruch hat, das fände er dekadent! – und hat ein sehr intimes Verhältnis zu seiner Couch. 
Seine Zukünftige sollte keine Probleme damit haben, liebevoll „Hasi“ genannt zu werden, sie sollte vermögend sein und kein Problem mit seinem Couch-Verhältnis haben.
Falls Du Dich angesprochen fühlst und Interesse hast, melde Dich unter der Chiffre ‪#‎Biotonne oder der Telefonnummer C19H28O2 (wer weiß, was sich hinter Meiers Telefonnummer verbirgt, darf ihm ein Fresspaket schicken…).

 

Personal soll sich ja eigentlich im Hintergrund halten. Aber als die Haushälterin von Kapitän Finley erfuhr, dass sich Herr Meier so kurz nach seinem Biotonnen-Fiasko wieder auf Freiersfüßen befindet, ist sie alles andere als begeistert und schreibt an das Pressebüro Strodtbeck.

 

Einmischung aus der Kombüse:

 

Herr Meier, Herr Meier,

Kapitän Finleys Haushälterin hier. Die Folgen Ihrer letzten „Biotonnen-amor-fou“ sind noch nicht abgearbeitet und schon suchen Sie sich eine Neue? Immerhin soll es ja dieses Mal eine Beagle-Dame sein.

Das rüttelt zwar nicht an den Grundfesten Ihrer Freundschaft zu meinem Kapitän Finley, bringt Ihnen aber eine Protestnote aus der Kajüte ein. Er arbeitet schon daran. Denn ihr amouröses Abenteuer hat bei uns im Norden zu einiger Verwirrung geführt.

Bis dahin zähle ich auf Ihre Zurückhaltung.

Besorgte Grüße,

die Haushälterin

 

Protestnote aus der Kajüte:

 

Mein lieber Herr Meier,

da haben Sie ja was angerichtet.

Die Nachricht vom Tönnchen-Nachwuchs hat sich über die sozialen Netzwerke verbreitet wie ein Lauffeuer. Jetzt haben wir Rüden es mit einem ernsten Tonnen-Stalker-Problem zu tun.

Meine Biotonne hat sich am Wochenende total aufgerüscht und klappert jedes Mal aufgeregt mit dem Deckel, wenn ich durch unseren Garten laufe.

Sie behauptet jetzt sie heißt „Luise“ und will unbedingt mit mir Schaukeln gehen. Die hat doch zu viele Hans-Albers-Lieder gehört, die Deern.

Ne, ne, ne ich krieg’ ja schon Verfolgungswahn.

Mein Kumpel Gonzo, ein stattlicher Königspudel und ehemaliger Zirkushund, hat alle Hände voll damit zu tun seine Papiertonne davon zu überzeugen, dass aus den beiden aber auch gar nix werden kann. Diese Information überforderte offensichtlich die Frustrationstoleranz der blauen Tonne. Denn seit er das gesagt hat, fliegen ihm die Jonglierkeulen um die Ohren.

Beim Foxterrier Max ist das noch schlimmer. Sein Restmüllbehälter ist ne richtige Agrotonne. Die hat ihm heute Nacht die Scheiben eingeschmissen und die Wände der Hundehütte bekliert. „Max ist aus der Zucht!“, steht da jetzt. Sowas Ehrenrühriges – der Junge steht voll im Saft.

Seine Haushälterin hat jetzt veranlasst, dass sie eine neue Restmülltonne bekommen. Eine ganz Junge, die kann man noch erziehen. Die Olle kommt zur Rehabilitierung auf den Recyclinghof.

Kurz und gut, die Fälle nehmen zu, wir erwägen die Einrichtung eines Kriseninterventionszentrums. Dürfen wir Sie als Schirmherr mit an Bord nehmen? Vielleicht können Sie Ihre Brautschau ja noch etwas hinauszögern.

Solidarische Grüße auf der Nord-Südachse,

Ihr Kapitän Finley

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Bionachwuchs – Kondolenzbrief an Herrn Meier

 

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„Der Teufel hat den Schnaps gemacht, um uns zu verderben…“, heißt es in Udo Jürgens‘ Gassenhauer, mit dem er  bereits im Jahre 1973 die Schlagercharts stürmte. Dass er auch das weibliche Geschlecht im Sturm eroberte ist kein Geheimnis. Und nun kommt die Parallele zu Kapitän Finleys neuem  Freund, Herrn Meier aus Oberimbach.  Der liebe Gott beschenkte nämlich sowohl den österreichischen Star-Sänger als auch Meier den Südcharmeur mit außerehelicher Nachkommenschaft. Unlängst lancierte sein Pressebüro eine Meldung.

 

Pessebüro Strodtbeck:

Es hat endlich geklappt: Wir haben Nachwuchs! Meier hat vor 63 Tagen die Biotonne gedeckt! Interessenten sind ab sofort willkommen.

Meier möchte die Tönnchen vermitteln, weil sie keine Kinder der Liebe sind, sondern das Ergebnis eines Ausrutschers im Eierlikör-Suff. Außerdem hat er Angst, dass Bio – wie sie genannt wird – jetzt Alimente fordert, und alles was alimentär ist, behält er lieber für sich.

Die Kleinen haben auf jeden Fall eine sehr große Klappe, und dank der guten Vererbung der Mama, die ein wunderschönes Braun ihr Eigen nennt, sind sie bicolor. Was die Fütterung angeht, sind sie anspruchslos, solange die Menge stimmt und ab und zu ein Karottenstrunk als Leckerchen gegeben wird. Stubenrein sind sie auch schon, wenn man sie rechtzeitig rausstellt. Das empfiehlt sich auch, weil sie sonst zu Blähungen neigen, die alles andere als ein olfaktorischer Hochgenuss sind.

Trainingsstand derzeit: Sitz und bleib in Perfektion, und wenn man sie etwas über Idealmaße füttert, neigen sie auch nicht zum Jagen.

Tabuwort: Platz! Gibt Sauerei.

 

Um seine Freunde muss man sich kümmern, dachte Kapitän Finley, das ist im hohen Norden Ehrensache und bot prompt seine Hilfe an.

 

Antwort aus der Kajüte:

Sehr geehrter Meier,

Kapitän Finley hier. Was hören da meine Seemanns-Ohren? Sie haben sich fortgepflanzt? Alle Achtung, Sie Teufelskerl!

Und dann erlegen Sie gleich eine so kapitale Öko-Wuchtbrumme. Beim Klabautermann, von Ihnen kann ich alter Seebär ja noch was lernen. Bei Gelegenheit müssen Sie mir Ihre Eroberungsstrategie mal auseinander klamüsern. Erstaunlich übrigens, wie gelassen ihre Pressevertreterin auf Ihre neue Familiensituation reagiert. Meine Haushälterin würde mir die Leviten lesen.

Aber nu’ wo die lieben Kleinen da sind, ist es wohl an der Zeit, sich über die Zukunft Gedanken zu machen mein Freund. Sie wollen die Tönnchen also vermitteln. Da kann ich Ihnen freundschaftlich unter die Arme greifen. Bei mir in der Gegend kommt immer mal wieder eine Biotonne weg. Ich kann mich in meiner Siedlung ja mal umhören. Vielleicht möchte jemand einen Mini-Meier-Ökosproß bei sich aufnehmen.

Mein Nachbar, der Ole Vogelsang zum Beispiel, hat ne gaaanz olle Biotonne. Die ist schon’n büschen rissig auf’m Deckel. Den frag’ ich mal. Oder meine Haushälterin, die träumt schon lange von einer Zweittonne. Das will ihr Mann aber nicht, der ist strikt gegen Rudeltonnen-Haltung.

Wie auch immer. Bevor Madame „Bio“ Alimente fordern kann, haben wir die Kleinen Racker alle untergebracht – Ehrensache. Und außerdem soll sich das Weibsstück schämen, den hilflosen Zustand eines Eierlikör-Meiers so schamlos auszunutzen. Das muss man sich mal vorstellen. Statt Ihnen die Stirn zu kühlen und beruhigend auf Sie einzuwirken, hat sie den Brausebrand ausgenutzt, das Feuer in Ihnen geschürt und dann ….. Schweigen – Schamesröte.

Lieber Meier, wenn sie dieses Weib wiedersehen, nicht einknicken. Oder wie wir hier in Hamburg sagen „hol di fuchtig“.

Hochachtungsvoll schicke ich freundschaftliche Grüße über die Nord-Süd-Achse,

Ihr Kapitän Finley

 

Einmischung aus der Kombüse:

Lieber Herr Meier,

Ihr kleines Malheur ist mir zu Ohren gekommen. Ich sag’ dazu mal nix, bin durch meinen Kapitän ja Weiberkummer gewohnt, nä?

Da sie ja nu zum Freundeskreis gehören hab’ ich mal einen kleinen Präsentkorb zusammengestellt. Da ist was für die Lütten drin’. Das beruhigt vielleicht die Gemüter ein bisschen. Nu’ lassen sie mal den Kopf nich’ hängen. Die Tönnchen finden schon ein gutes Zuhause.

Dann aber ‚Pfoten weg!’ von den Tonnen, Herr Meier!

Mütterlichen Gruß,

die Haushälterin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Schnapsidee – Brief an Herrn Meier

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N‘ büschen angeschickert, der Herr Meier und seine Saufkumpanin. Foto: Sophie Strodtbeck

So entstehen Männerfreundschaften. Manchmal hilft das Schicksal nach, manchmal reichen aber auch Facebook und gemeinsame Interessen. Im vorliegenden Fall trafen sich Herr Meier, der Beagle von Sophie Strodtbeck und mein Golden Kapitän Finley im Sozialen Netzwerk.

Und die Themen der zwei welterfahrenen Herren? Weiber, Vergnügen und … Schnaps!!! Der Herr Meier hatte ein bisschen zu tief ins Glas geschaut. Eine Paparazza hat ihn dabei beobachtet, kompromittierende Fotos geschossen und diese auf Facebook veröffentlicht.

Oha, da war der Herr Meier „not amused“. Er veranlasste seine Pressevertreterin Sophie Strodtbeck, folgende Richtigstellung zu veröffentlichen.

 

Pressebüro Strodtbeck: 

 

„Den Atem des Grauens im Nacken, werde ich genötigt, eine Richtigstellung zum Thema Eierlikör zu schreiben. Der Suff ist ihm nicht peinlich, vielmehr ist es die Tatsache, dass jetzt die ganze Welt weiß, dass der Herr EIERLIKÖR trinkt! Das tut ein echter Mann nicht, und auch kein Herr. Und schon gar kein Herr Meier, Mann!
„Schreib!“ haucht es mich von hinten an, was unter normalen Umständen schon unangenehm genug ist, aber mich mit dem Hauch von Eierlikör-Fahne unmittelbar dazu bringt, folgende Richtigstellung zu veröffentlichen:

Meier trinkt gerne ein kühles Blondes, oder natürlich einen vernünftigen Schotten. Beides jederzeit gerne! Eierlikör nur unter dem Einfluss von Meutenzwang, und nach dem Kater heute sowieso nie wieder! Natürlich muss es ein torfiger Schotte sein und nicht so eine Plörre wie sie die Piccozei mag, die sich nach Dienstschluss gerne mal einen Whiskey-Cola gönnt. Mit Jim Beam! Das grenzt für Meier an Körperverletzung. Dann kann es ja gleich ein Bananen-Weizen oder – nicht weniger schlimm – ein Cola-Weizen sein. Wie kann man nur so tief sinken?!
Andra ist es, die auf Likörchen jeglicher Couleur steht, aber in ihrem Alter darf man das auch…
Die kleine Tussi schaut gerne mal – wie könnte es anders sein? – zu tief ins Bailey-Glas oder lässt sich, wenn sie mal wieder einen Dummen findet, dem sie schöne Glubschaugen machen kann, eine Pina Colada ausgeben. Natürlich mit Schirmchen und Glitzer.

Und jetzt geh Dir die Zähne putzen, Meier! SOFORT!!“

 

Antwort aus der Kajüte:

 

goodfellows-snaps-blog„Sehr geehrter Herr Meier, 

mein Name ist Kapitän Finley und ich bin mal wieder auf Landgang in Hamburg. Ich habe von Ihrem kleinen Imageproblem gehört und kann da, glaube ich, weiterhelfen.

Eierlikör ist nicht die Lösung. Insoweit gebe ich Ihnen recht recht.

Der Suff an sich ist männlich und deshalb für ein gestandenes Mannsbild, wie Sie es sind, nichts Peinliches. Gleiches gilt für den darauf zwangsläufig folgenden Brummschädel. Nicht egal ist allerdings das WIE und das WOMIT man sich beides zugefügt hat.

Deshalb hier ein Tipp zur Beagle-Macho-Imagepflege. Eierlikör, ich bitte Sie!!!

Viel cooler ist es doch, wenn man behaupten kann: „Ich hatte die ´Wilde Hilde` und das gleich sieben Mal hintereinander“. Begleitet von einem kurzen Lefzen-Schnalzen und einem anzüglichen Blick auf die weibliche Hundewiesen-Besatzung macht es Sie zum King-Of-Groupies.

Sie könnten so auch offen ihrer Vorliebe für Damenschnaps treu bleiben. Die Weiber lieben das!

Die ´Wilde Hilde` ist ein hochprozentiger Birnenschnaps, immerhin 35% Vol.. Da braucht man sich als gestandener Kerl nicht zu verstecken.

Den Schnaps kann nicht jeder vertragen. Ich habe das für Sie mal vorgetestet:

Gleich nach dem Öffnen der Flasche steigt einem ein beißender Geruch in die Nase. Das Aroma verteilt sich sekundenschnell in der Kajüte, die Augen tränen. Langsam fließt das Gesöff ein, zwei, drei…,sieben Mal über Lefzen, Zunge und Gaumen, ein leichtes Taubheitsgefühl stellt sich ein. Jetzt nur nicht aufhören. Unterdessen haben sich Milz, Leber und Niere um den Stammtisch versammelt und warten auf Einschank. Etwas zu feiern gibt es ja immer. Ab jetzt – Filmriss!

Am nächsten Morgen, gleißendes Licht, schaler Geschmack auf der Zunge, über mir das besorgte Gesicht meiner Haushälterin. Das Wort Frauchen habe ich aus meinem Wortschatz gestrichen. Es verzerrt die wahre Natur unseres Verhältnisses. Ich fühle mich seekrank….

Ab auf die Hundewiese. Mein Kumpel fragt: „Was war los?“

Ich sage bedeutungsschwer: „Ich hatte die wilde Hilde – sieben mal.“

Alles klar Herr Meier? Ich wünsche gutes Gelingen für zukünftige Gelage und verbleibe hochachtungsvoll,

Ihr Kapitain Finley“

 

Pressebüro Strodtbeck:

„Werter Kapitän Finley,
wo kann man das Gesöff testen? Ich trinke doch keine Katze im Sack! 
Wie wäre es mit einem zünftigen Männerabend? 

Hicks!
Ihr Meier“

 

Antwort aus der Kajüte:

 

„Das lob‘ ich mir Herr Meier. Kommen Sie gerne mal vorbeigeschippert. Mit den Mädels werden wir uns schon einigen.“

 

Pressebüro Strodtbeck:

 

„Immer strikt backbord halten, Captain Finley! 
Back…was? Kann man das essen? Ein Fischbrötchen bzw eine Fischsemmel, wie man hier im Süden zu sagen pflegt, wäre auch eine gute Grundlage für unseren Männerabend, werfen Sie die Netze aus, Captain! Petriheil!
Ich wünsche Ihnen immer eine handbreit Wasser unterm Kiel und gelobe, auf eine wilde Hilde – oder gerne auch 7! – vorbeizuschippern!“

 

Antwort aus der Kajüte:

 

„Bei uns Nordlichtern, Herr Meier, heißt das Rundstück. Und meine Haushälterin fängt schon mal mit dem Krabben Pulen an. Ich putz schon mal die Gläser und stocke meinen Vorrat auf.“

 

Pressebüro Strodtbeck:

 

„Fischrundstück? Auch gut, solange man es essen kann! Und die Ansprüche, die ich an „essen kann“ habe, sind nicht allzu hoch….“

 

Antwort aus der Kajüte:

 

„Das ist gut so, denn ich muss zugeben, manchmal ist meine Haushälterin n‘ Büschen neben der Spur. Sie meint es ja gut…. Ich sorge schon dafür, dass sie zu Ihrem Besuch auf Hochtouren kommt.“ 

 

Einmischung aus der Kombüse:

 

„So meine Herren, ’nu reicht es aber maa. Iiich, neben der Spur? Nö,nö,nö! Schlafen Sie jetzt maa schön ihren Rausch aus. Diese neu entstandene Nord-Süd-Achse ihrer Männer-Freundschaft können Sie dann ja in nüchternem Zustand weiter pflegen – is‘ nämlich koine ‚Wilde Hilde‘ mehr inner Buddel. Muss erst Nachschub besorgen… AHOI!“

 

Liebe Sophie, von Haushälterin zu Pressereferentin. Vielen Dank, dass ich Deine Texte und das tolle Foto für diesen Beitrag benutzen durfte. Ich hatte bannig viel Spaß.

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Niederösterreicher brechen fragile Herzen – mit Training?

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Foto: Georg Sticha

Ehrlich, ich liebe Österreich und seine Menschen. Das muss ich auch, denn ich habe Familie dort, gaaanz viel Familie. Angeheiratet zwar aber – jöh, wo is doa der Unterschied? Liab sans olle! Also lehne ich mich mit diesem Artikel ganz schön weit aus dem Fenster (herzklopf). Denn mal ganz unter uns Muschelschubsern, die können auch schräg drauf sein, die Almdudler.

Das Foto oben ist das beste Beispiel dafür. Ich habe es in der Facebook-Gruppe „Rund um den Hund – Achtung: Bissig!“ entdeckt. Dort liest man auf dem Plakat des Tierheims in St. Pölten: „Der Bergriff Training wird bei uns durch Unterricht vollständig ersetzt.“

Echt jetzt? Ist das Hundeplatz-Satire oder Kaiserschmarren? Meinen die das ernst? Jahaaa –  tun sie! Die Erklärung folgt auf dem Fuße. Grund seien die „fragilen Herzen ihrer Schützlinge“, die gebrochen werden könnten, weil das Wort Training mit “ den eigenen Willen brechen“ in Verbindung gebracht werden könne.

Mein lieber Scholli, darauf wäre ich wirklich nicht gekommen.  Training verbinde ich mit Freizeit, Disziplin im positiven Sinne, gemeinsamen Erlebnissen mit meinem Hund. Lernen ja, aber entspannt.

Aber bitte, lassen wir uns mal auf die Denkweise der St. Pöltener Wortweichspüler ein. Konsequenter Weise kann das doch nur der Anfang sein. Da gibt es in der Hundewelt doch noch so viele Worte, die einer Weichzeichner-Korrektur bedürfen.

Das zackige Wort „Zuchtzulassung“ verändert seinen anstössigen Charakter sofort, nach der Abwandlung in das vollmundige Versprechen „Du-darfst“. Der „Deckakt“, oh pfui. „Familiengründung-auf-sechs-Pfoten“ klingt da doch irgendwie viel jugendfreier.

Geschirr und Halsband dürfen nicht einengen und werden deshalb nur noch „Ausgeht-Outfit“ genannt und die Führleine mutiert zum sanften „Bindungsmittel“. Hach!

Das eher martialische „Unterordnungsarbeit“ transformieren wir in ein die Situation sanft begleitendes „Versuchen-wir’s“. Aus dem scharfen „Fuss“ wird ein gurrendes „Kommst mit, wennst magst“. Nicht dass womöglich noch einer der Schützlinge den Befehl „Platz“ wörtlich nimmt. Man stelle sich diese Sauerei einmal vor. Ein freundliches „Leg‘-di-nieder-Spatzl“ könnte da das Schlimmste verhindern.

Und letztlich wäre auch die Nutzung des Wortes Hund an sich in Zweifel zu ziehen. Wird es doch, bei durchzechten Stammtisch-Nächten viel zu oft beleidigend benutzt: „Du Hund, die nächssse Runde geeed auf di!“ Ein Satz, der ersetzt durch „Wuffi“, „Hundewautz“ oder „KnuffWuff“, sicher keine Kneipenkeilerei mehr auslösen würde.

Ach übrigens, direkt unter der Ankündigung hat ein umsichtiger St. Pöltener einen Zettel mit Notfallnummern angebracht. Ein Schelm, der Böses dabei denkt…

 

 

 

 

 

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Vergiftete Futterproben im Briefkasten

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Bildschirmfoto: Homepage Fressnapf

Da hat also „Jemand“ beschlossen Haustiere umzubringen. Hunde und Katzen, die in vermeintlich sicherem Umfeld als geliebtes Familienmitglied leben. Boshaft, gesellschaftsschädigend, hinterlistig.

Wenn man sich einmal überlegt wie viel kriminelle Energie „Jemand“ benötigt, Hunde- und Katzenfutter zu vergiften, wie viel schändlichen Fleiß es benötigt dieses Futter in zahlreiche Tüten zu verpacken, um es dann flächendeckend in die Briefkästen privater Haushalte zu werfen. Wie viel boshafte Planung dahinter steckt, die Tüten dieser Wurfsendungen aussehen zu lassen, wie legitime Werbesendungen des Unternehmens Fressnapf. Dann fragt man sich doch, warum „Jemand“, der zu so etwas in der Lage ist, nicht mehr aus seinen Fähigkeiten macht und sie gesellschaftlich sinnvoll einsetzt.

Über die Motive von „Jemand“ kann man nur spekulieren. Will „Jemand“ Aufmerksamkeit erregen? Ist es pure Abneigung gegen Hunde und Katzen. Will „Jemand“ der Firma Fressnapf schaden? Wo immer das Motiv dieses „Jemand“ auch liegt, die Vorgehensweise ist feige.

Aus einer sicheren Deckung heraus das Leben von Tieren zu beenden, ohne das daraus entstehende Leid zu bedenken, ist widerwärtig und böse. Denn hinter jedem Hund und jeder Katze steht eine Familie, die sie liebt, stehen Kinder, die mit ihnen aufwachsen wollen. Dieser „Jemand“ greift nicht nur die Tiere an, er greift auch die zu ihnen gehörenden Menschen an.

Wenn „Jemand“ Euch eine solche Futtersendung in den Briefkasten geworfen hat. Bitte macht Euch die Mühe und bringt sie in eine Fressnapf-Filiale oder zur Polizei. Jede Tüte kann Spuren enthalten, die es der Polizei möglich macht „Jemand“ hinter dem Busch hervorzuziehen, hinter den er sich verkrochen hat.

Firmenzentrale Fressnapf: Rufnummer 0800-1990990

 

 

 

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Happy Birthday Finley – Liebesbrief in Bildern

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Verflixt noch eins, SIEBEN Jahre.  Zeit für mich, so eine Art Oskar-Rede zu schreiben. Du weißt schon: Ich danke Dir, Deinen Eltern, den Züchtern Deiner Eltern… . Nein im Ernst, ich danke Dir mein Bärchen, für sieben schöne, turbulente und lehrreiche Jahre. Mit Dir ist das Leben ein buntes, lustiges und aufregendes Abenteuer. Wir machen dann mal weiter so.

Auch wenn wir jetzt an der wohl gefürchtetsten Schwelle zwischenmenschlicher – ähh, ich meine natürlich artenübergreifender Beziehungen stehen, mache ich mir um uns keine Sorgen. Wie ein altes Ehepaar sind wir zusammen durch schöne und stürmische Zeiten gegangen.  Und es hat uns zusammengeschweißt.  Kein Wunder, denn Du hattest ja auch eine gute Kinderstube.

 

goodfellows-sandy-close-blogDu mein lieber Finley hast wundervolle Eltern. Deine Mutter, Anthea aus der Hasenbreite, lebt bei ihrem Züchter Thomas Meyer in Hoisdorf. Als wir sie kennenlernten war sie schon trächtig mit Dir und Deinen Geschwistern. Sandy, wie sie genannt wird, hat uns sofort bezaubert mit ihrer Art. Sie ist bis heute eine temperamentvolle, wunderschöne, dunkelgoldene Hündin. Ihr Temperament und ihren Charme hat sie zu 100 Prozent an Dich weitergegeben.

 

goodfellows-rico-blogDein Vater, Undercover Agent of Graceful Delight, lebt in Renzow bei Katja Wiegand. Als ich Rico kennenlernte, warst Du schon bei uns eingezogen. Du warst ein kleines, flauschiges Bündel. Ein Blick auf Deinen Vater verriet mir, dass aus Dir mal ein gut gebauter, stattlicher Rüde werden wird. Du bist charakterfest, souverän im Umgang mit Mensch und Hund, ganz wie Dein Vater und auch so ein großer Schmuser. Rico kann stolz auf Dich sein. Danke, Katja.

 

 

Dein Züchter hat bei der Aufzucht Deines Wurfes gute Arbeit geleistet. Am 02.02.2009 bekam Sandy ihren ersten Wurf. Den Hoisdorfs Golden B-Wurf. Thomas gab Dir , dem Erstgeborenen, den Namen „Hoisdorfs Golden Balino“. Sandy, deine Mama hat sich liebevoll und instinktsicher um ihre Rasselbande gekümmert. Während unserer Besuche konnten wir sehen, wie sie mit euch gespielt hat, kleine Streitigkeiten souverän geschlichtet und wie sie mit euch geschmust hat. Danke Thomas, dass Du uns den kleinen Racker anvertraut hast. Wir haben es gut miteinander.

 

Familienstammbaum

Alles das hast Du als Geschenk mit in Dein neues Zuhause gebracht.  Genauso, wie Dein ungebremstes Temperament und Deinen starken Willen aber auch Deinen guten Charakter. Auch wenn unser Anfang ein wenig holperig war, sind wir doch zu einem zuverlässigen Team zusammengewachsen. Ich freue mich, dass Du noch so fit bist, Deine Lust an der Dummy-Arbeit täglich wächst, dass Du immer noch so albern sein kannst und dass Du fester Bestandteil meiner Familie bist.goodfellows-finniball-blog

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Silvester-Nachlese oder Guten Rutsch, liebe Nachbarn

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Tja, offensichtlich ist das so eine Sache mit Absprachen. Eigentlich hatten wir eine Verabredung zum Nichtknallen für die Gärten unserer Reihenhauszeile. Denn in drei Eingängen wohnen Hunde, die das gar nicht gut finden. Geknallt werden sollte auf dem Gemeinschaftsplatz unserer Siedlung.

 

Zumindest die hundelosen Nachbarsjungs, die direkt neben uns wohnen, haben sich nicht daran gehalten. Schon am frühen Abend flogen die ersten Donnerschläge und sprühten die ersten Goldfontänen (natürlich die Heuler). Direkt nach dem Fondue flogen die ersten Raketen „in Richtung Mars“. Das jedenfalls behauptete die stark angetüterte Mutter der beiden Feuerwerker.

 

Fazit: Unser Garten sah aus, als habe die gesamte Nachbarschaft ihren Feuerwerksmüll bei uns abgeladen und Finley hat sich zum Kacken nicht mal in den eigenen Garten getraut.

Danke dafür Jungs!

 

Heute Morgen war also Aufräumaktion in unserem Garten. Ich war so konzentriert, dass ich gar nicht bemerkte, das Finley in den Nachbarsgarten gehuscht ist. Ehrlich !!! Als er mir schwanzwedelnd von der anderen Seite des Gartenzauns zugrinste, keimte in mir ein Verdacht. Und richtig!!! Mitten auf dem englischen Rasen meiner Nachbarn dampfte ein riesiger Haufen vor sich hin. Ein Haufen, der vom Ausmaß her, ebenso gut von Biobauer Vogelsangs Bullen Hugo stammen könnte. Also was tun?

 

Kurz klingeln, die verkaterten Nachbarn wecken und um die Erlaubnis bitten, mal kurz ihren Rasen betreten zu dürfen? Das wäre barbarisch.

Unsere Plattschaufel holen und Finleys Schieteboje kommentarlos aus dem Garten unserer schlafenden Nachbarn entfernen? Wie langweilig!!!

Ich war kurz versucht eine abgebrannte Rakete als Markierung in den Dutt zu stecken. Das wäre boshaft.

 

Nein, das war alles nicht das Richtige. Ich entschied mich für den geordneten Rückzug. Wir verließen den Garten, es war als wären wir nie dort gewesen. Zuhause kochte ich mir einen Kaffee, schob mir den Sessel zum abgeklappten Fenster und machte es mir gemütlich. Es war idyllisch. Ich hörte das leichte Rauschen des Windes, erstes Vogelgezwitscher und dann das markerschütternde „Iiiiiiigitttiiiiigittt“ meiner verkaterten Nachbarin.

Ich schloss mein Fenster und dachte nur „Guten Rutsch, liebe Nachbarn“.

 

 

 

 

 

 

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Book Wars – Die Auslöschung

goodfellows-birgit-zensiert-blogMein lieber Mann, Michael Frey Dodillet, da müssen Sie aber irgendwann mal jemandem gewaltig auf die Krause-Füße getreten sein.

Kaum habe ich meine Buchrezension zu „Herrchen will nur spielen“ in der Facebook-Gruppe Hundebücher gepostet, da hat Admin Angelika Bodein ihn auch schon wieder gelöscht.

Zeitgleich bekam ich eine PN, in der ich belehrt wurde: „Dodillet gehört nicht zu den AutorInnen (ich hasse das), die für Ausbildung über positive Verstärkung stehen, dazu gab es bereits eine Diskussion am 18 . Dezember.“ Autsch!

Der ganze Verlauf der Diskussion hier.

Also ich habe mir diese „Diskussion“ einmal angeschaut. Unter Diskussion verstehen mein Lexikon und ich ein sachliches Gespäch zwischen zwei oder mehreren Personen, in dem jede Seite ihre Argumente vorträgt und sich auch mit den Gegenpositionen auseinandersetzt. Dazu ist Admin Bodein aber leider nicht in der Lage. Da fabuliert sie von einer „Schüssel-Affaire“ um Michael Grewe. Und glaubt man’s, schon da soll Autor Dodillet für Grewe (und gegen Bodein? Oder warum nimmt sie das so persönlich?) gesprochen haben. Hat also aus ihrer Sicht offensichtlich die dunkle Seite der Macht gewählt.

Es hat zwar viele Stimmen für den Autor geben, sie verklangen leider ungehört. Unbeirrt schmettert Admin Angelika Bodein jedes auch noch so nett vorgebrachte Pro-Dodillet-Argument ab. Mein Favorit: „Ich sehe nicht nur seine Bücher, sondern auch das Drumherum.“ Dann trotzig: „ Und er bekommt hier KEINE Werbeplattform.“ Meine Güte das Drumherum? Was soll das nun wieder bedeuten? Was hat der Mann eigentlich verbrochen? Softpornos in seiner Jugend gedreht oder einfach nur zuviel Erfolg gehabt? Nur zur Info Frau Bodein: Er braucht ihre Werbeplattform gar nicht mehr.

Vielleicht hätte die Admin die Bücher von Michael Frey Dodillet einmal lesen sollen. Wenn man Humor hat und auch mal herzlich über sich selber lachen kann, ergibt sich ein anderes Bild vom Autor. Dann ist er zuerst einmal ein Mann, der seine Hunde liebt. Dann ein Hundebesitzer, der allerhand erlebt hat, allerhand ausgehalten hat und allerhand unternommen hat um seine vielleicht etwas speziell gestrickten Hunde zu erziehen.

Es geht mir hier gar nicht darum, dass meine Rezension in dieser Gruppe nicht erschienen ist. In anderen Büchergruppen war das gar kein Problem. Es geht mir auch nicht um die Beurteilung verschiedener Trainingsmethoden. Denn Hundetraining bedarf keines Dogmas, sondern individueller Betrachtung.

Was mich aber wirklich verärgert, ist diese in Stein gemeißelte, total ignorante IchwillumjedenPreisRechthaben-fiftyShadesof-TotalVernageltHaltung.

Und deshalb habe ich mal meine eigene Büchergruppe – „Goodfellows Hundebuchecke“ – auf FB gegründet. Ihr seid alle herzlich willkommen. Die Dodillet Hundebücher findet ihr da schon.

Okay und was meine Mitgliedschaft in Angelika Bodeins Gruppe „Hundebücher“ betrifft. „Frau Bodein, ich sehe meiner Auslöschung mit Ruhe und Gelassenheit entgegen.

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Der Hund gehört aufs Katzenklo

goodfellows-katzenklo1-blog

 

Die Frau ist mein gepuderter Alptraum

 

Finley und ich freuen uns auf unseren täglichen Waldspaziergang, mit allem, was dazugehört. Löcher buddeln, in den Bach schmeißen an ekeligen Sachen rumschnuppern, sich in ekeligen Sachen wälzen…..

DA kommt SIE an der Weggabelung um die Ecke. Ende siebzig, hellrosa!!! Tuchhose, Segelschuhe, hellbeige Windjacke, die ergrauten Haare zu einem wippenden Pferdeschwanz gebunden. Nach dem  Motto „Sah in den 50gern gut aus, passt auch heute noch“ streift diese Frau im Katharina Valente-Outfit unbewacht durch Finleys Revier. Ihre Haltung und ihr Gang sagen vor allem eines: Ich bin voll fit!  Aus dem Weg! Der Wald gehört mir!

 

SIE spricht zu meinem Hund!

 

Ich persönlich finde ja, der Waldweg ist breit genug für uns alle. Breit genug, um mit einem versöhnlichen „Moin“ aneinander vorbeigehen zu können und den lieben Gott einen netten Mann sein zu lassen. Einfach mal so. Finley findet das nicht und setzt am Rande des Dickichts mal eben einen kapitalen Haufen ab. La Valente stutzt, bleibt stehen, ignoriert mich und wendet sich meinem Hund zu.

Sie säuselt: „Hat die Mutti Dir nicht beigebracht, dass man auf die Toilette geht? Da fehlt dem Hasi wohl noch etwas Erziehung? Da muss wohl jemand der Mutti mal erzählen, dass man auch Hunden beibringen kann auf ein Katzenklo zu gehen. Das muss nicht alles in der freien Natur landen.“

 

Finley, Du Abtrüniger…

 

Finley, immer dankbar für jede Aufmerksamkeit, saß mittlerweile an La Valentes Knie gekuschelt, wohlige Grunzlaute von sich gebend (der Verräter). Währenddessen fuhren ihre knochigen Hände unablässig durch sein feuchtes Fell. Ein Bild für die Götter. Während Mutti (das bin wohl ich) sich wie ein begossener Pudel eine unqualifizierte Standpauke abholt, intensiviert La Valente die Fellpflege bei meinem Hund. Dann, mit den Worten „so mein Guter, die Tante (das ist wohl sie) muss jetzt weiter“, wischt sie sich die feuchten Hände an ihrer hellrosa!!! Hose ab und zieht ohne mich eines weiteren Blickes zu würdigen weiter.

Ich hätte viel dazu zu sagen, angeführt von dem verzweifelten Ausruf „Finger weg von meinem Kerl, der gehört mir!“

Ich hätte ihr sagen können, dass mein Hund sich kurz vor unserer Begegnung in Wildschweinkacke gesuhlt hat.

Ich hätte ihr sagen können, dass das Feuchte in seinem Fell nicht vom frischen Morgentau sondern von den klebrigen Überresten der übrigen Waldbewohner herrührt.

Und ich hätte ihr auch sagen können, dass das Händeabwischen ockerfarbene Schmierspuren auf ihrer Hose hinterlassen hat.

Habe ich aber nicht. Denn Mutti hat jetzt mit Hasi ein Bad-Taste-Gespräch über Loyalität, Eifersucht und Katzenklos.

 

 

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Ein Liebesbrief mit Augenzwinkern

FinleySand

Finley, der Hund an meiner Seite wird heute sechs Jahre alt. Deshalb ist es an der Zeit, mal ein paar Wahrheiten über ihn, ganz gelassen aufzuschreiben. Ich bin als jemand bekannt, der seinen Hund genau so sieht, wie er ist. Ganz ohne Schönreden, ohne rosa Brillengläser, ohne märchenhaft verzerrte Verhaltensinterpretationen, immer hart dran an der Realität.

Also Finley, mein Kumpel – äh, ich meine mein Bärchen. Wenn du bei mir bist, bin ich ruhiger und ausgeglichener. Dafür ist dir besonders mein Mann sehr dankbar. Du hältst mich fit und geländegängig. Scheuchst mich wie ein guter Personal Trainer durch unwegsames Gehölz, über moorige und matschige Felder und überschwemmte Wiesen. Du hast mir klar gemacht, wie überflüssig Ballerina Schuhe und hochhackige Pumps sind und wie kleidsam dagegen Gummistiefel sein können. Außerdem bist du ein äußerst reinlicher Hund. Denn seit du bei uns lebst, landen unsere Joghurtbecher blitzblank geleckt im gelben Müll.

Liebevoll schmust du mit meinen Töchtern, hast das Herz meines Mannes im Sturm erobert („Na, mein Dicker“).  Meine Mutter, unsere „Misses Propper“ hast du so geschickt umgarnt, dass sie deine Tatzenspuren auf ihrem Parkett still duldet. Kurz gesagt, ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wie unser Leben ohne dich war.

Und das sage ich natürlich ganz ohne Pathos, nur weil es so ist…

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