Beiträge

Auf der sicheren Seite

 

+++Werbung+++

Haftpflichtversicherung für Hundehalter bei der HanseMerkur Versicherung

 

 

 

Wenn wir Hundeleute uns über „Vorfälle“ auf unseren Hunderunden unterhalten, dann meinen wir in der Regel die Begegnungen die schiefgelaufen sind. Hund A ist ungebremst in Hund B hineingeprescht, Hund B fand das gelinde gesagt inakzeptabel und hat geschnappt, Hund C mischt sich auch noch ein und wir haben eine deftige Kneipenkeilerei auf offener Straße.

Dass es zumeist recht simple Maßnahmen gibt, mit denen wir das Risiko einer Eskalation minimieren könnten, wissen wir eigentlich alle. Die Umsetzung dieses Wissens in vernünftiges Handeln ist in aller Regel das, was im Alltag nicht funktioniert.

 

Bessere Kommunikation zwischen Hundehaltern

 

Die Verbesserung der Kommunikation zwischen den Hundehaltern steht für mich da an erster Stelle. Eitelkeiten der Hundehalter sollten in solchen Begegnungssituationen keine Rolle spielen. Der Waldweg ist kein Wettkampfort, es werden keine Medaillen vergeben. Was hier gefragt ist, ist gegenseitige Rücksichtnahme. Zu fragen, ob das Gegenüber einer Begegnung der Hunde zustimmt, wäre ein guter Anfang.

 

Keine Fehleinschätzung riskieren

 

Wenn man einen Spaziergänger mit einem angeleinten Hund auf sich zukommen sieht, dann wäre es eine nette Geste, seinen eigenen Hund auch anzuleinen. Das Argument vieler Hundehalter, ihr Hund würde auch ohne Leine nicht zum anderen Hund laufen, hat sich allzu oft als Fehleinschätzung erwiesen. Also, warum ein unnötiges Risiko ein gehen?

Dennoch müssen wir uns wohl damit abfinden, dass sich viele, sei es aus Bequemlichkeit, Rücksichtslosigkeit oder Überforderung nicht an diese Regeln halten wollen, oder können. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns absichern.

 

Tierhalterhaftpflicht schützt Euch vor zu hohen Kosten

 

Ich möchte Euch anhand der Hundehaftpflicht Versicherung der HanseMerkur einmal erklären, warum eine Tierhalterhaftpflichtversicherung sinnvoll und wichtig ist. Da sind zuerst einmal die Kosten, die durch einen Beißvorfall oder ein anderes, schädigendes Verhalten entstehen könnten. Werden bei einem Vorfall, abgesehen von anderen Hunden auch Sachschäden verursacht, oder sogar Menschen dabei verletzt, können Schadenersatzforderungen schnell mal im fünfstelligen Bereich landen.

 

Wo ist die Versicherung Pflicht?

 

Niemand möchte das wohl aus der Portokasse bezahlen müssen. In Hamburg ist der Abschluss einer Hundehalterhaftpflicht, wie das Wort es schon sagt, gesetzliche Pflicht für jeden Hundehalter. In anderen Bundesländern gibt es diese Pflicht nicht oder nur für die sogenannten „gefährlichen Hunde“. Wie das in Euren Bundesländern geregelt ist, könnt Ihr auf der Grafik unter diesem Text sehen.

 

Foto: HanseMerkur

 

 

Deckungssumme nicht zu niedrig ansetzen

 

Ihr solltet die Deckungssumme eurer Versicherung nicht zu niedrig ansetzen. Ich persönlich bin auf Nummer sicher gegangen und habe mich für eine Deckungssumme in Höhe von 15 Mio Euro entschieden. Den Jahresbeitrag in Höhe von 65,91 Euro finde ich im Verhältnis gering und erschwinglich. Außerdem bietet die HanseMerkur Versicherung zahlreiche Möglichkeiten an, diesen Beitrag noch zu reduzieren.

Bei einer Selbstbeteiligung von 125,00 Euro zahlt Ihr nur noch 51,81 Euro. Wer zudem noch eine Privathaftpflicht bei der HanseMerkur hat, spart noch einmal 5% dieser Summe. Weitere 5% Nachlass gewährt die Versicherung für jeden weiteren bei ihnen versicherten Hund. Und dann gibt es noch, ich nenne es scherzhaft, den „Geriatrierabatt“ – 10% Nachlass, wenn Frauchen oder Herrchen 55 Jahre oder älter sind.

 

Die Haftpflichtversicherung als Puffer zum Gegner

 

Eine gute Haftpflichtversicherung nimmt einem, wenn es mal knallt, nicht nur die finanziellen Sorgen ab. Sie kümmert sich um den Ausgleich des gegnerischen Schadens und übernimmt in der Regel auch die Schadensregulierung. Die Versicherung nimmt eine erste rechtliche Einschätzung des Vorfalls vor und wehrt unberechtigte Forderungen für ihren Versicherungsnehmer ab.

Zu dieser ersten rechtlichen Einschätzung gehören Fragen, die wir Betroffenen nach einer Beißattacke meist nur emotional diskutieren können: Spielt die Größe der Hunde eine Rolle, in welchem Umfang haften wir oder der Andere, gibt es ein Mitverschulden der Geschädigten Partei, wenn ja, wie hoch ist dieser Anteil, war der gegnerische Hund schon in der Vergangenheit auffällig…

Gerade wenn man als Hundehalter vom Geschehenen noch aufgewühlt ist, und sich am liebsten nur um seinen Hund kümmern möchte, ist so ein Sicherheitspuffer Gold wert.

 

Bericht aus eigener Erfahrung

 

Finley und ich waren einmal in so einer Situation, in der es eine große Erleichterung war, dass unsere Versicherung das alles für uns erledigt hat. Wir waren auf dem Heimweg nach einem Waldspaziergang und gingen an der Straße, an mehreren eingezäunten Grundstücken vorbei. Finley war angeleint, das ist er an der Straße eigentlich immer. Plötzlich schoss Anton, ein großer Hovawart an seinen Gartenzaun und knurrte und bellte sich in Rage. Finley bellte natürlich zurück, ging aber dabei weiter.

 

Territorialer Rüde regt sich über vierbeinigen Passanten auf

 

Anton steigerte sich immer weiter in seinen Zorn hinein, stieg an dem schmiedeeisernen Zaun hoch und verfing sich mit einer Vorderpfote in den geschwungenen Verzierungen des Zauns und jaulte fürchterlich auf. Sein Besitzer lief im Vordergarten aufgeregt hin und her und fing an, uns zu beschimpfen. Was wir da zu suchen hätten, wir würden seinem Hund Angst machen und seien jetzt schuld daran, dass dieser sich verletzt hätte. Ich brachte Finley ein paar Meter weiter weg, wo er sich beruhigen konnte, und befestigte ihn am Zaun des Nachbarn.

 

Anton beißt den eigenen Halter

 

Inzwischen versuchte Antons Besitzer seinen total hysterisch schreienden Hund aus dem Zaun zu befreien, griff nach seiner Vorderpfote. Anton biss sofort zu. Im Ergebnis hatte der Hovawart seinem Herrchen, beide Hände, buchstäblich zerfetzt und es floss eine Menge Blut. Während Antons Herrchen mich als dumme Kuh beschimpfte, das schrieb ich dem Schock zu, unter dem er stand, rief ich einen Rettungswagen.

 

Hund unverletzt aber Herrchen blutet

 

Anton hatte sich inzwischen selber aus seiner Zaunfalle befreit und war offensichtlich unverletzt. Der Mann von der Feuerwehr gab mir am Handy ein paar Anweisungen, wie ich den Verletzten erstversorgen sollte, was ich auch tat. Anton war offensichtlich die Puste ausgegangen, denn er ließ sich von mir widerspruchslos ins Haus abführen. Mich hatte diese Aktion allerdings ein paar Milliliter Angstschweiß gekostet und Finley bestimmt auch.

 

Arbeitsunfähig und mehrere Operationen werden nötig

 

Antons Herrchen musste mehrfach an den Händen operiert werden und war einige Zeit nicht arbeitsfähig. Das war tragisch und der Mann hatte mein vollstes Mitgefühl. Dennoch hatten wir das Geschehene, aus rechtlicher Sicht, nicht zu verantworten. Dass das bloße Spazierengehen mit einem angeleinten Finley, auf einem öffentlichen Weg, weder für Antons Ausraster, noch für die danach entstandenen Abläufe und Folgen ursächlich oder haftungsbegründend waren, wollten weder Antons Herrchen noch dessen Familie einsehen.

 

Jahresbeitrag – für mich eine gelungene Investition

 

Ich war sehr erleichtert, dass meine Versicherung sich zwischen uns geschaltet hatte, den Schriftverkehr mit Antons Herrchen übernommen hatte und infolge dessen auch eine unbegründete Klage abgewehrt hatte. Der jährliche Beitrag für meine Versicherung nahm sich zu den sonst drohenden Kosten vergleichsweise gering aus.

 

 

Tragödienstadl – kein Gefühl für Pietät

 

Und jetzt denkt Ihr vielleicht, sie geht wieder los, die leidige „Kampfhund-Diskussion“?

Nein, keine Angst, dass es die Rasse „Kampfhund“ nicht gibt und dieser Name außer einem fetten, ungerechten Stigma nichts an Erkenntnissen über die betroffenen Hunderassen liefert, ist bereits hinlänglich bekannt und soll nicht Thema dieses Artikels sein. Außerdem hat die Diskussion um die korrekte Bezeichnung der Hunde, an dieser Stelle überhaupt nichts zu suchen. Um das Rassen-Stigma nicht weiter zu befeuern, nenne ich die zwei Hunde, die getötet haben in diesem Artikel weder beim Namen, noch nenne ich die Rasse. Denn auch das spielt hier keine Rolle. Ich nenne die beiden Tiere hier neutral einfach nur den Hund.

Mich beschäftigen zurzeit die Diskussionen in den sozialen Medien, die unter den Beiträgen, die über die zwei tödlichen Beißvorfälle berichten, gepostet werden viel mehr. Es sind Menschen gestorben unter grausamen Umständen und einer der Toten war ein sieben Monate alter Säugling. Für mich wäre das Grund genug einmal innezuhalten und an diejenigen zu denken, die einen geliebten Menschen verloren haben. Ich habe Mitgefühl mit Ihnen. Ich fühle auch Mitleid mit den Getöteten, denn sie sind auf brutale Art gestorben.

Die Situation, die entstanden ist, ist tragisch – auch für die Hunde. Und ich finde grundsätzlich auch, dass eine Diskussion erlaubt sein muss. ABER…

Auch wenn man davon ausgeht, dass der Hund aus den falschen Motiven angeschafft wurde, falsch oder gar nicht erzogen wurde und mit Sicherheit kein schönes Leben hatte, bleibt am Ende des Tages die Feststellung, dass er zwei Menschen getötet hat.

Im Hinblick auf das Verhalten des Hundes bedeutet das, er hat mit dem Töten dieser Menschen einen Zustand für sich beendet, der für ihn nicht akzeptabel war. Er hat jetzt gelernt, dass das Töten von Menschen, eine Erfolg bringende Strategie sein kann. Es gibt nur wenige Experten in Deutschland, die fähig sind mit so einem gefährlichen Hund zu arbeiten.

Wo wir gerade bei Tabubrüchen und Ungeheuerlichkeiten sind. Im Netz habe ich davon viele gesehen. Die Verstorbenen wurden als Untermenschen bezeichnet, die den Tod verdient hätten, weil sie dem Hund kein schönes Leben geboten hatten, oder nicht wussten, was ihr Hund brauchte um nicht aggressiv zu werden. Ich empfinde solche Einlassungen als menschenunwürdig und inakzeptabel.

Die getötete Frau und ihr ebenfalls getöteter Sohn hatten sich den Hund zu Ihrem Schutz, vor ihrem gewalttätigen Ehemann angeschafft. Dieser hatte sie mit einem Beil attackiert und so schwer verletzt, dass sie fortan auf den Rollstuhl angewiesen war.

War die Anschaffung aus falschen Motiven ein Fehler? War die Haltung des Hundes schlecht? Waren die Zwei Menschen mit der Erziehung so eines Hundes überfordert? Ja, ja und ja, das war alles ein Fehler. Hatten sie deshalb den Tod verdient? AUF KEINEN FALL!!!

Auf jeden Fall war auch die Vermittlung eines solchen Hundes zu zwei gesundheitlich schwer gehandicapten Menschen ein Riesenfehler. Hunde erkennen es, wenn ihr Halter eingeschränkt ist und passen Ihr Verhalten an. Wenn es sich dann noch um einen nachgewiesenermaßen verhaltensauffälligen Hund handelt, kann das bedeuten, dass er sich gegen seinen gehandicapten Halter wendet. Man liest, dass die Gefährlichkeit dieses Hundes bekannt war bei Behörden und Tierschutz. Er sei bereits als auffällig eingestuft gewesen.

Tierschutz ist ein schwieriges Geschäft, emotional gesehen. Als Tierschützer lernt man Menschen kennen, die grobe Fehler machen, Tieren schaden und unbelehrbar sind. Da entsteht Frust, das finde ich nachvollziehbar. Trotzdem ist guter Tierschutz aus meiner Sicht nur machbar, wenn man innerlich nicht verhärtet, nicht ständig von der „Bestie Mensch“ spricht und den kritischen Blick auf die zu vermittelnden Tiere dabei verliert. Nicht für jeden Hund kann man ein Zuhause finden, dass qualifiziert für den Umgang und die nötige Ausbildung ist. Eine Vermittlung unter dem Motto „Hauptsache der Hund hat ein Zuhause“, ohne zu hinterfragen, ob die Menschen das leisten können, was der Hund ihnen abfordern wird, ist verantwortungslos gegenüber den Menschen. Meiner Meinung nach sollte in solchen Fällen die Sicherheit der Menschen Vorrang vor dem Tierschutzgedanken haben.

Als dann der zweite tragische Fall passierte und bekannt wurde, dass ein sieben Monate altes Kind an einem Hundebiss gestorben ist, wurde es noch schlimmer. Die erste Petition gegen die Einschläfern des Hundes war geschrieben, noch bevor die Spuren der Attacke beseitigt waren. In vielen Facebook-Gruppen kamen die Kommentare, die kommen mussten. Sämtliche staatlich geprüften mit Paragraph Doofschein ausgestatteten Hobbypädagogen und Ultimativ-I-am-the-greatest-Rudelchef-Hundehalter standen bereit, um ihren Senf zum Drama beizusteuern.

Hier ein paar Auszüge:

„Ich habe auch zwei verhaltensauffällige Hunde zuhause und vier Kinder, da ist nie was passiert. Das kommt, weil ich mich schlau gemacht habe und konsequent bin…“

„Ja klar, jetzt muss der arme Hund sterben. Dabei haben nur die Eltern Schuld, die tun mir überhaupt nicht leid.“

„Jeder Hund wird aggressiv geboren, deshalb kann man die doch nicht töten, wenn sie ihrem Instinkt nachgeben…“

„Aggressiv ist nur gefährlich, wenn es abgerufen wird…“

„Kinderaggression ist was ganz anderes, als Menschenaggression, da kann man immer was machen….“

Was es da zu lesen gab, so bunt, so doof, so borniert, strotzend vor Unkenntnis, Dummheit, Selbstüberschätzung, Rücksichtslosigkeit und gefühllos ohne Ende. Meine Güte, das ist unerträglich. Hier zu behaupten, der Hund könne nichts dafür, die Eltern treffe allein die ganze Schuld am Geschehen, ist eine gewagte nicht zu beweisende Behauptung. Man weiß nicht was es war, dass den Hund angetriggert hat, dass er den tödlichen Angriff auf den Säugling durchführte. Tatsache bleibt, dass der Hund diese Trigger in sich trägt, was bedeuten kann, dass es jederzeit wieder zu einer tödlichen Attacke kommen könnte. Angesichts dieser Fakten, möchte man den Schreibern der unsäglichen Kommentare sagen – schaltet Euren verstand ein, überprüft mal bitte Euer Sozialempfinden, Eure Werte und findet zurück zur Menschlichkeit.

 

SaveSave

SaveSave

SaveSave

SaveSave

SaveSaveSaveSave

SaveSave

SaveSave

SaveSaveSaveSave

SaveSave

SaveSave