Pinterest-Rauswurf oder Life is a battlefield

Pinterest und ich sind zurzeit keine Freunde. Das kommt daher, weil ich Humor habe und weiß was Satire bedeutet. Pinterest und seine, an den Entscheider-Stellen sitzenden Mitarbeiter ganz offensichtlich nicht. Ich muss Euch vorwarnen. Es könnte sein, dass dieser Artikel nicht in allen Passagen political korrekt bleibt. Denn ich bin ein ganz klein wenig – sagen wir verärgert.

Was passiert ist? Nun nach Drei Jahren privater Mitgliedschaft bei Pinterest, wollte ich mir für den Goodfellows Hundeblog ein Unternehmenskonto anlegen. Nicht so, wie ich das sonst immer mache, also nach der Augen-zu-und-durch-Methode, nein ganz strukturiert, mit fachlicher Anleitung. Ich bin Mitglied einer Pinterest-Gruppe auf Facebook, die von meiner FB-Freundin Du-weißt-schon-wer geleitet wird. Was ich mal vorausschicken möchte, Du-weißt-schon-wer ist absolut kompetent, fantstisch organisiert und unfassbar unterstützend. Und zwar in jeder Lebenslage. Danke Dir Du-weißt-schon-wer. *KüsschenDrückDich

Ich lese also erst mal den Text und klicke dann. Fange dann an, schöne Pins zu gestalten und stelle sie in meiner Pinterest-Gruppe vor.  Nach ein paar kleinen Korrekturen und sind sie pinfähig. Jetzt muss ich das neue Konto erstellen. Ich will mein privates Konto nicht umwandeln, ein neues Konto sollte es sein. Ich verfahre genau nach Anleitung und eine Viertelstunde später habe ich ein Unternehmenskonto mit dem Namen Goodfellows Hundeblog – Yaaayyyy!!!!

Jetzt erstelle ich die erste Pinwand. Sie heißt Bloposts – Goodfellows. Für den ersten Pin habe ich mir eine meiner am meisten gelesenen Geschichten ausgesucht – Das Schleppleinendrama. Der Pin gefällt mir richtig gut. Mein Tageswerk: Eine Pinwand, ein Pin, ein Unternehmensaccount! Jeder hat mal klein angefangen. Da lese ich in meiner Pinterest-Gruppe, man dürfe, wenn man ein neues Konto eröffnet, nicht die gleiche E-Mailadresse verwenden. UPSiiiii. Das muss ich dann wohl überlesen haben. Ich schaue mal im Hilfecenter nach, in der Abteilung Dumbatzfehler-die-immer-wieder-vorkommen. Dort empfiehlt man das Passwort zurückzusetzen und in den Einstellungen eine neue Mailadresse anzugeben. Mach ich, denke ich und klicke den Link „Passwort zurücksetzen“. Ich tue, was mir in der nächsten Pinterest-Support-Mail gesagt wird und gebe mir ein neues Passwort, danach tausche ich die Mailadresse aus. Speichern.

Pinterest schickt mir wieder eine Mail, mit folgendem Text.

Verstoß gegen die Spam-Richtlinien? Mit einem einzigen Pin? Man bin ich gut….

Aber es gibt einen Ausweg. Pinterest hat einen Link mitgeschickt, den ich klicken soll, wenn ich meine, dass Pinterest ein Fehler unterlaufen sei. Eine Überprüfung der vermeintlichen Fehlentscheidung wird mir innerhalb von 48 Stunden versprochen. Ich klicke. Doch so lange muss ich gar nicht warten. Schon am nächsten Tag spricht Pinterest von Scheidung, ich bekomme kein Sorgerecht aber dafür ein unwiderrufliches Kontaktverbot.  Ich war plötzlich Die-deren-Namen-nicht-gefolgt werden durfte.

Inzwischen hatte ich mir die Benutzerrichtlinien durchgelesen. Trotzdem konnte ich mir nicht erklären, wie mein kleiner Lustig-Pin so eine Reaktion hervorrufen konnte. Der entscheidende Hinweis kam dann von dem Gatten von Du-weißt-schon-wer. Pinterest will nichts, was mit Sex oder gewaltverherrlichender Darstellungen zu tun hat. Für die Selektion nutzt Pinterest ein Bilderkennungsprogramm. Ich gebe zu, dass es ein Bisschen gedauert hat, bis ich begriffen hatte, was mir der liebe Mann von Du-weißt-schon-wer damit mitteilen wollte. Mit sehr viel Pech hatte Pinterest meinen Schleppleinen-Pin als SM interpretiert. Zuerst war ich fassungslos. Doch mittlerweile bin ich schon längst über den Punkt hinweg, mich zu ärgern und sehe die Sache mit Humor.

Bei meinen pubertierenden Töchtern ist der Witz, dass ihre Mutter zur Vorstadt-Beate -Uhse mutiert ist, schon längst zum Running Gag geworden. Spitznamen wie „Sado-Maso-Mami“ und „BDSM-Birgit“ machen hier die Runde. Ich trage es mit Fassung.

Mir allerdings stellt sich die Frage, wie es mit mir und Pinterest nun weitergehen soll. Ich bin eine kreative Schreiberin. Ich möchte meinen Stil, nur für etwas mehr Reichweite, nicht ändern. Auch nicht bei Fotos, mit denen ich mich selber auf die Schippe nehme. Das wäre nicht mehr ich. Gerade habe ich einen Pin gebaut für eine Buchbesprechung, mit der Überschrift „Hund – von der Fotografin artgerecht aufs Kreuz gelegt“. In meiner Planung waren dann die Artikel „Läufigkeitsreport Teil 1 bis 3“ vorgesehen. Was macht Pinterest wohl, wenn ich das pinne – explodieren? Upsi, schon wieder so ein gewalttätiges Wort. Es scheint, als hätte ich keine Chance von dem dünnen Eis, auf dem ich stehe herunterzukommen.

Da solche Fliegenfänger-Überschriften wie „5 Dinge, die Du als Hundehalter wissen musst“ einfach nicht mein Ding sind, werde ich wohl nie der Pinterest-Liebling des Monats sein. Mein Entschluss steht trotzdem fest, ich schreibe wie immer, mache Schlagzeilen wie immer und stelle auch weiterhin Fotos zu meinen Artikeln online, die den humoristischen Inhalt meiner Texte unterstützen. Wer darin etwas Schlüpfriges entdeckt hat das Problem, nicht ich.

In diesem Sinne, liebe Grüße aus der Hamburger Vorstadt, der neuen Hochburg für Fesselspiele.

Herzlichst eure Bondage-Birgit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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5 Kommentare
  1. Babsi
    Babsi says:

    Liebe Bondage Birgit!
    Danke für die amüsante Niederschrift deiner wohl weniger vergnüglichen Erfahrung mit Pinterest!
    Finde ich gut, dass du dich nicht unterkriegen lässt 😉
    Liebe Grüße Babsi

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  2. Irmtraud Kremer
    Irmtraud Kremer says:

    Hach, ist das schön! So einen Blödsinn könnte man sich bei allem Bemühen der letzten Reserven der Phantasie auf keinen Fall ausdenken.
    Honny soit qui mal y pense
    In diesem Sinne liebe Grüße
    Irmtraud

    Antworten
  3. Eva
    Eva says:

    Das ist sicher sehr ärgerlich und schade um die ganze Arbeit, aber so hast Du doch eine höchst amüsante Geschichte!
    Ich habe es mit sehr viel Vergnügen gelesen

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